Hi zusammen,
es gibt eine emotionale Intelligenz, und eine „normale“ Intelligenz!?
Wie kann man die „normale“ Intelligenz (IQ) noch nennen?
Z.B. Rationale oder intellektuelle Intelligenz?
Freu mich auf eure Vorschläge
–Tanja
Hi zusammen,
es gibt eine emotionale Intelligenz, und eine „normale“ Intelligenz!?
Wie kann man die „normale“ Intelligenz (IQ) noch nennen?
Z.B. Rationale oder intellektuelle Intelligenz?
Freu mich auf eure Vorschläge
–Tanja
mit einem Stift
Hi
Tanja
es gibt eine emotionale Intelligenz, und eine „normale“
Intelligenz!?
es gibt alle möglichen „Intelligenzen“: emotionale, sexuelle, spirituelle, kriminelle, revolutionäre, artifizielle, artistische, autistische, busistische, sbahnistische, fußgängeristische, etc.
Wie kann man die „normale“ Intelligenz (IQ) noch nennen?
Z.B. Rationale oder intellektuelle Intelligenz?
am sinnvollsten vielleicht „kognitive Intelligenz“.
Ich würde es nennen: „IQ-Test-Intelligenz“.
Viele Grüße
franz
IQ über Raumtemperatur aber unter Fahrenheit 451, dem Entzündungspunkt von IQ-Tests
wissen&weisheit
…
Hi Ben, alter understatement-Ben,
Ich würde es nennen: „IQ-Test-Intelligenz“.
In den 70er Jahren wurde an der psych. Fakultät gesagt:
„Intelligenz ist das, was der Intelligenz-Test misst.“ (Vor der Rechtschreibreform natürlich „mißt“.) Auf jeden Fall ist es Mist. 
Inzwischen haben sich zwar die IQ-Tests verschlimmbessert, aber beim Erkennen von außersubjektiver Intelligenz verlasse ich mich lieber auf andere Kriterien. 
Viele Grüße
franz
IQ über Raumtemperatur aber unter Fahrenheit 451, dem
Entzündungspunkt von IQ-Tests
Da isses wieder, das understatement.
Für mich zählst Du hier zur creme de la creme diesbezüglich (aber das weißt Du ja)
Es grüßt Dich
Branden
Klugheit
Hi,
deine Frage fand ich sehr interessant und nach langem Suchen habe ich das gefunden:
Intelligenz (lat. intelligentia, Einsicht, Erkenntnisvermögen) ist ein vielschichtiger Begriff in mehreren Fach- und Wissensgebieten (siehe unten). Allen Definitionen von Intelligenz ist gemeinsam, dass sie einen Bezug zu Verstehen, Denken und Begreifen haben, also irgendwie mit Geist, Verstand und Funktionen des Gehirns in Zusammenhang stehen.
Den Begriff Intelligenz gibt es fast in allen Sprachen europäischen Ursprungs in gleicher oder sehr ähnlich lautender Form. Hinter dieser äußerlichen Ähnlichkeit verbirgt sich jedoch eine außerordentliche Dynamik in der Anwendung des Begriffes.
Mehrere Arten von Intelligenz
Neben geistigen Fähigkeiten des Begreifens, Denkens oder der Klugheit werden mit dem Wort „Intelligenz“ auch andere Aspekte bezeichnet:
Künstliche Intelligenz (KI) - die Fähigkeit bestimmter Computerprogramme, menschliche I. nachzuahmen (EDV)
Emotionale Intelligenz (EI, siehe unten)
Die Gesellschaftsschicht der wissenschaftlich Gebildeten
Als „Intelligenzen“ (z.T. veraltet) Vernunftwesen, heute eher verwendet für die Vorstellung „außerirdischer“ intelligenter Wesen.
Kontrovers wurde und wird die Frage diskutiert, wodurch „die Intelligenz“ bestimmt wird. Einige vertreten die Auffassung, das ihr Ausmaß zu einem Großteil erblich bedingt ist. Andere meinen dazu, das jede angeborene Begabung ohne Lernen, Schule und Ausbildung verkümmert (siehe auch Kaspar Hauser).
siehe auch Simon Rast
Intelligenz als Begriff der Allgemeinen Psychologie
Der Begriff Intelligenz umfaßt allgemein die geistigen Fähigkeiten des Menschen. Dazu gehören insbesondere Denkvermögen, Auffassungsgabe, Rationalität, Logik, Urteilsvermögen und Kreativität.
Intelligenzforschung auf dem Gebiet der Allgemeinen Psychologie bezeichnet sich heute oft als Kognitive Psychologie, die mit Bereichen der Entwicklungspsychologie und der Hirnforschung zusammenwirken kann.
Siehe auch Psychologie.
Die Forschung zur menschlichen Intelligenz im Rahmen der neuronalen Gehirnforschung belegt eine äußerst komplexe Signalverarbeitung der Informationen beim Menschen. So werden zur Informationsverarbeitung zwar bestimmte neuronale Bereiche eindeutig lokalisiert (z.B. in den Bereichen Stammhirn, Kleinhirn und Großhirn), dennoch scheinen bestimmte Informationsverarbeitungsprozesse dezentral organisiert zu sein.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet demgegenüber die mechanisch-elektronische Nachbildung menschlicher Intelligenz innerhalb der Informatik. Die KI findet zunehmend Einsatz in der ingenieurwissenschaftlichen oder medizinischen Technik. Mögliche Anwendungsszenarien sind: Optimierungsprobleme (Reiseplanung, Schienenverkehr), Umgang mit natürlicher Sprache (automatisches Sprachverstehen, automatisches Übersetzen, Suchmaschinen im Internet), Umgang mit natürlichen Signalen (Computer Vision und Mustererkennung).
Intelligenz als Begriff der Differentiellen Psychologie
Intelligenz ist in der Bedeutung Verstand auch eine Eigenschaft, die quantitative Unterschiede einschließt. In dieser Verwendung in der Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie ist Intelligenz eingebettet in die Persönlichkeit und ein Bestandteil der Persönlichkeitsunterschiede zwischen verschiedenen Individuen. Man spricht von höherer Intelligenz, rascher Auffassungsgabe oder Klugheit. Diese Verwendung schließt auch Tiere mit ein. Man spricht sowohl von klugen Hunden als auch von der Intelligenz von Pferden und Affen.
Als Fachbegriff der Psychometrie wurde „intelligence - Intelligenz“ in der Zeit um 1900 geprägt, wobei der inhaltliche Impuls aus dem englischen Sprachraum kam. Der Begriff überschneidet sich in seiner Bedeutung mit Begriffen wie Begabung, Talent und Lernfähigkeit, wobei in der Regel unterschiedliche Begabung und unterschiedliche Lernfähigkeit gemeint werden und die allen Menschen gemeinsame Lernfähigkeit stillschweigend vorausgesetzt wird (also die Intelligenz, die einen Menschen von einem Schimpansen unterscheidet).
Intelligenzquotient bzw. IQ
Für die Messung der psychometrischen Intelligenz (IQ) waren die Forschung des Franzosen Alfred Binet, der zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gemeinsam mit Theodore Simon im Auftrag der französischen Regierung ein Testverfahren zur Auswahl von schwachsinnigen Vorschulkindern entwickelte, von bahnbrechender Bedeutung. In diesem ersten Intelligenztest werden viele kleine Aufgaben gestellt. Da Binet feststellte, dass ältere Kinder anspruchsvollere Aufgaben lösten als jüngere Kinder und auch schneller und damit eine höhere Punktzahl erreichten, wurde daraus in den folgenden Jahren der Intelligenzquotient, abgekürzt IQ, als Maß der Intelligenz entwickelt, anfangs bezogen auf das Lebensalter, später auf den Mittelwert der Gesamtbevölkerung.
Binet hat seine Arbeiten kritisch gesehen und sah in seinem Punktesystem nicht die Messung einer abstrakten Intelligenz, sondern nur eine Hilfestellung bei einer Einstufung von Schülern. Charles Spearman und andere haben jedoch auf seinen Arbeiten aufgebaut und die Theorie eines Allgemeinen Faktors der Intelligenz entwickelt.
Die Anzahl der richtigen Aufgaben sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit und der Vergleich mit Gleichaltrigen wurde somit zur empirischen Grundlage des frühen Intelligenzbegriffes, welcher „Intelligenz“ am IQ festmacht und nach wie vor bei wissenschaftlich validierten Intelligenztests (z.B. dem CFT3-Grundintelligenztest von Cattell/Weiss) bei erwachsenen Probanden und Kindern Anwendung findet. Eine Weiterentwicklung brachte die Informationspsychologie, die den IQ durch das Konzept des Arbeitsspeichers ersetzt, der ein physikalisches Maß der Intelligenz bzw. der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit darstellt, nämlich die verarbeiteten Bit pro Zeiteinheit.
Der „Normal-IQ“ liegt bei 100 mit einer Streuungsbreite zwischen 85-115. Nur ca. 2,2% der Bevölkerung haben einen IQ über 130 (Hochbegabung) oder unter 85. Da die Zuverlässigkeit der Testergebnisse mit zunehmender Abweichung vom statistischen Mittel sinkt, hat der IQ außerhalb der Grenzen zwischen 55 und 145 praktisch keine Bedeutung mehr.
Von dieser Unsicherheit sind jedoch nur 0,26% der Bevölkerung betroffen. Eine weitere Fehlerquelle ist die mit zunehmenden Lebensalter geringer werdende Vergleichbarkeit von „Normalintelligenz“. Der klassische Intelligenzbegriff wird in den letzten Jahren von mehrdimensionalen Intelligenzmodellen angegriffen, die nicht-kognitive Persönlichkeits-Eigenschaften einbeziehen.
Die Problematik der IQ-Tests liegt auch darin, dass vorwiegend die Geschwindigkeit bei der Lösung relativ leichter Tests gemessen wird. In der Realität ist jedoch Intelligenz vor allem als Fähigkeit zur Lösung nichttrivialer Probleme interessant. Jeder, der Testaufgaben trainiert, kann seinen IQ deutlich steigern. Auch die Motivation bei den Tests wirkt sich stark aus.
Stephen Jay Gould hat sowohl den „einen“ IQ, als auch Intelligenz aus verschiedenen, voneinander relativ unabhängigen Faktoren (primary mental abilities) zusammengesetzt, als wissenschaftlich fragwürdig und als ein untaugliches Konzept kritisiert.
Klassische Intelligenztests messen im Wesentlichen logisch-analytische Fähigkeiten und erlauben damit beispielsweise kein Urteil über den nicht-rationalen Umgang mit den Mitmenschen (EQ).
Emotionale Intelligenz und EQ
Nicht analog dem IQ-System (auf Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 skaliert), aber durchaus beschreibend lassen sich auch persönliche und emotionale Faktoren in zielgerichteten und erfolgreichen Handlungskonzepten erkennen. Während bei planvollem Handeln in Gruppen der IQ sicher auch eine Rolle spielt, sind die Wahrnehmung bzw. Kontrolle von Emotionen in gefährlichen Situationen und andere Persönlichkeitseigenschaften des EQ eher eine unabhängige Variable der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. Besonders große Unterschiede zwischen den Menschen zeigen sich im Umgang mit den eigenen Gefühlen; er hängt u.a. von der Prägung durch die Herkunfts-Familie und dem Selbstwertgefühl ab, ändert sich aber auch durch spätere Erfahrungen oder Seminare etc.
Im europäischen Kulturkreis besitzt (analytische) Intelligenz (IQ) einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und wird nach vielfacher Meinung gegenüber kreativen und sozialen Begabungen (EQ) bisweilen überbewertet. Zur Zeit ist aber ein Umkehren des Pendels zu beobachten, da immer mehr sog. reine soft skills als Schlüsselqualifikationen bezeichnet werden.
Die Diskussion, was wichtiger für individuellen Erfolg oder auch für fruchtbare Beiträge zur Volkswirtschaft oder der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung ist - die „emotionale Intelligenz“ oder die eigentliche (kognitive Faktoren beschreibende) Intelligenz - ist überflüssig. Denn jeder ausschließlich analytisch Hochintelligente wird ohne eigene soziale Kompetenzen oder ein förderndes Netzwerk trotz seiner (theoretischen) Leistungsfähigkeit isoliert bleiben. Und ein rein auf Basis sozialer Fertigkeiten agierender „Instinkttäter“ kann ohne eigenen Leistungs- oder Sachbeitrag auch kaum langfristig erfolgreich sein, zumindest nicht in „Leistungsgesellschaften“.
Erfolgsintelligenz
Die Theoroe der Erfolgsintelligenz behauptet, das Zusammenwirken einer von den Verfechtern dieser Dichotomie postulierten zweigeteilten rationalen und emotionalen Intelligenz zu beschreiben.
Die psychologische Forschung (siehe insb. Hunter und Schmidt) zeigt aber, dass der stärkste einzelne Prädiktor für Erfolg im Berufsleben die allgemeine Intelligenz ist, auch als G-Faktor bezeichnet (General Intelligence). Auch die Forschung zu Lebenserfolg bzw. Lebensleistung zeigt einen Zusammenhang zwischen erfülltem Leben, Lebensleistung und klassischen Intelligenzmaßen. Die neue Strömung, soziale Kompetenzen, emotionale Stabilität, Extroversion, Anpassungsfähigkeit und andere persönlichkeitsbezogene Eigenschaften als Emotionale Intelligenz zusammenzufassen und zu benennen, kann zweifach gedeutet werden:
Als überflüssige Verwischung der Grenzen zwischen Intelligenz als in sich zusammenhängendem Konstrukt und davon bisher abgegrenzten Perönlichkeitsvariablen,
oder als nützlicher Hinweis, dass Intelligenz (im herkömmlichen Sprachgebrauch) natürlich nicht alles ist. Die Überfrachtung des Intelligenzbegriffs muss für seine weitere Erforschung und Beschreibung nicht hilfreich sein, da ja die Intelligenz im Ursprungssinn noch nicht hinreichend beschrieben ist, und der eigentliche Denkprozess noch weitere Forschung erfordert.
Die Entwicklungspsychologie zeigt, dass sich kognitive Fähigkeiten und soziale Fertigkeiten nicht immer parallel entwickeln und beide gefördert werden müssen. Tatsächlich können sich Probleme bei einseitiger Förderung von Kindern mit überdurchschnittlicher Auffassungsgabe (Thinking Speed) ergeben. Im regulären Lehrbetrieb häufig kognitiv unterfordert, kann ein solches Kind mit dem Überspringen einer oder mehrerer Klassen auch einer sozialen Überforderung ausgesetzt werden. Schulpsychologen können bei einer solchen Entscheidung wichtige Hinweise und Unterstützung geben.
Intelligenz als Begriff der Soziologie
Intelligenz als Bezeichnung für die Gesamtheit aller Gebildeten wurde erstmals 1844 im Polnischen von K. Libelt gebraucht, 1846 im Russischen von W. G. Bielinski, im Deutschen später von Karl Kautsky.
Die Intelligenz als soziale Schicht war bis 1990 fester Bestandteil eines kommunistisch geprägten Gesellschaftsverständnisses. Aber auch Adolf Hitler in „Mein Kampf“ und andere verwendeten den Begriff in dieser Bedeutung. In der DDR verstand man unter „Intelligenz“ die Gesamtheit aller Personen mit einem Hochschulabschluß oder Fachschulabschluß. Im westlichen Deutschland, wo der Begriff auch weite Verbreitung erlangte, konkurriert „Intelligenz“ auch heute noch mit dem älteren Begriff Intellektuelle bzw. mit Akademiker oder erscheint gar als soziologischer Fachbegriff in der slawischen Form Intelligentsia.
Die Ausweitung der höheren Bildung hebt formal eine wachsende Zahl von Menschen auf den Bildungsstand der Intelligenz. Von machen wird dies mit dem Begriff Bildungsinflation bezeichnet.
Intelligenz als Austausch von Nachrichten und Informationen
Die Geheimdienste der deutschen Kleinstaaten des 18. Jahrhundert bezeichneten sich als „Intelligenzwesen“, und mehrere Zeitungen in der Zeit der Aufklärung bezeichneten sich als Intelligenzblätter. Im 19. Jahrhundert ging diese Bedeutung des Begriffes „Intelligenz“ als Austausch von Nachrichten und Informationen im deutschen Sprachraum wieder verloren, hat sich jedoch im englischen Sprachraum als Bezeichnung für den Geheimdienst erhalten (siehe im Englischen CIA; Intelligence Service).
Zitate
„Bei Erfolgreichen in der Wirtschaft darf man nicht von einem hohen IQ ausgehen - der hindert an der Tat.“
Heinz Dürr
"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ständig gezwungen ist, dazuzulernen. "
George_Bernard_Shaw
"Das menschliche Gehirn ist (…) unvergleichlich komplexer als etwa ein Stern; und darum wissen wir auch so viel mehr über Sterne als über das menschliche Gehirn. Und der komplexeste Aspekt des menschlichen Gehirns ist seine Intelligenz. "
Isaac Asimov
"Jene Eigenschaft des Geistes, dank derer wir schließlich begreifen, dass alles unbegreiflich ist. "
Emile Picard (1856-1941), frz. Mathematiker
"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. "
Albert Einstein
„Intelligenz ist demnach [nur] das, was der [jeweilige] Intelligenztest misst.“ Boring (1923)
Literatur
Theodor Geiger: Aufgaben und Stellung der Intelligenz in der Gesellschaft. Stuttgart: Enke 1987 (Nachdruck der 1. Auflage von 1949).
Alvin W. Gouldner: Die Intelligenz als neue Klasse. Sechzehn Thesen zur Zukunft der Intellektuellen und der technischen Intelligenz. Frankfurt/M.: Campus 1980.
Heinz Kluth: Intelligenz. In: Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft. 4. Band. Freiburg: Herder 1959, S. 346-351.
H. J. Im: Die Entwicklung eines europäischen Schlüsselwortes: Intelligenz und seine Bedeutung in der Wissenschaftssprache. Bonn, Phil. Diss. 1975.
R. Schulte: Intelligence. In: Europäische Schlüsselwörter. Wortvergleichende und wortgeschichtliche Studien. (Hrsg.: Sprachwissenschaftliches Colloquium, Bonn.) Bd. II. Kurzmonographien I. Wörter im geistigen und sozialen Raum. München: Hueber 1964, S. 18-49.
Jürgen Guthke: Ist Intelligenz meßbar? Eine Einführung in die Probleme der psychologischen Intelligenzforschung und Intelligenzdiagnostik. 2. Aufl., Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften 1980.
Siegfried Lehrl: Arbeitsspeicher statt IQ. Ebersberg: Vless 1997. ISBN 3-88562-079-0 Buch anschauen
Aljoscha Neubauer: Intelligenz und Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Wien: Springer 1995. ISBN 3-211-82735-8 Buch anschauen
Erwin Roth, Wolf D. Oswald und Konrad Daumenlang: Intelligenz: Aspekte, Probleme und Perspektiven. 4. Aufl., Stuttgart: Kohlhammer 1980. ISBN 3-17-005665-4 Buch anschauen
Volkmar Weiss: Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik. Graz: Stocker 2000. ISBN 3-7020-0882-9 Buch anschauen
Weblinks
http://iq.faq.ch
http://www.mensa.org / http://www.mensa.ch / http://www.mensa.de
http://www.prometheussociety.org/articles/multiple.html
http://science.orf.at/science/news/54166
http://www.alein.de/seti/
http://www.flowteam.ch/default.htm
http://www.mark-enning.de/literatur/buch/capra_tao.htm
http://www.wort-und-wissen.de/disk/d03/4/d03-4.html
viele Grüsse
Me
Hallo Tanja,
es gibt eine emotionale Intelligenz, und eine „normale“
Intelligenz!?
na ja, es sind zwei Konstrukte.
Wie kann man die „normale“ Intelligenz (IQ) noch nennen?
Allgemeine Intelligenz. General- (g-)faktor-Intelligenz.
Testintelligenz ist auch möglich, weil man damit das Meßinstrument nennt, das zur Erfassung des Konstrukts verwendet wird.
Hier noch etwas mehr dazu:
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Per…
Grüße,
Oliver Walter
Hi Tanja,
es gibt eine emotionale Intelligenz
das ist eine Marketing-Erfindung: „Wir erhöhen Ihren EQ!“. Ein schönes altes Wort für das, was da gemeint sein könnte: Herzensbildung.
und eine „normale“ Intelligenz!?
Diese Frage ist völlig ungeklärt, niemand hat bislang beschreiben können, was Intelligenz ist. Da der Mensch unglaublich vielschichtig ist, versteht jeder das darunter, was er immoment für wichtig hält.
Wie kann man die „normale“ Intelligenz (IQ) noch nennen?
Vorsicht mit dem IQ! Ein IQ-Test „misst“ (schon dieses Wort ist falsch) einige wenige Fähigkeiten des Probanden, besser gesagt, er reiht den Probanden in eine Skala ein, was über dessen Qualitäten jedoch wenig aussagt.
Z.B. Rationale oder intellektuelle Intelligenz?
Manche Philosophen Pfeif drauf, ich beschreibe das als die Fähigkeit, mit den Anforderungen des Lebens fertig zu werden. Wenn wir jetzt mal schauen, was das Leben alles von uns will, sollte eigentlich schon klar werden, dass wir kein Ende finden werden.
Gruß Ralf
Ich würde diese Unterscheidung nicht so machen.
Es gibt eine emotionale Mentalität und eine intellektuelle Mentalität. Intelligenz ist beiden zugehörig, egal wie man sie nun definiert. Vielleicht als die Fähigkeit Dinge im Zusammenhang zu erkennen und sie richtig einordnen zu können. Wobei sie eben die Summe von Verstand, Vernunft, Logik, Weisheit usw. ist.
gruß
rolf
Hallo Branden
Hi Ben, alter understatement-Ben,
nennst Du mich doch glatt alt …
Denk doch mal perspektivisch 
Ich würde es nennen: „IQ-Test-Intelligenz“.
In den 70er Jahren wurde an der psych. Fakultät gesagt:
„Intelligenz ist das, was der Intelligenz-Test misst.“ (Vor
der Rechtschreibreform natürlich „mißt“.) Auf jeden Fall ist
es Mist.
Ich finde, das Problem ist nicht der IQ-Test selbst, denn er misst ja tatsächlich was, und das recht verlässlich. Außerdem wird ja auch keiner vernünftigerweise den Anspruch erheben, er würde tatsächlich DIE INTELLIGENZ messen.
Das Problem ist eher, dass man ihn zu nicht viel gebrauchen kann (missbrauchen schon viel eher), außer sich an einer Zahl zu ergötzen. Gott sei Dank ist es uns in Deutschland weitgehend erspart, dass er in großem Umfang in der Bildungspolitik eingesetzt wird, wofür er ja ursprünglich bei Binet und William Stern (der Vater von Günther Anders!) entwickelt wurde.
Viele Grüße
franz
IQ über Raumtemperatur aber unter Fahrenheit 451, dem
Entzündungspunkt von IQ-TestsDa isses wieder, das understatement.
echt? empfindest Du das als understatement? ich hätte gerade den Verweis auf den Entzündungspunkt als Zeichen von hoher Aggressivität wahrgenommen.
Viele Grüße
franz
Hallo drambeldier
Ein IQ-Test „misst“ (schon dieses Wort
ist falsch)
Warum ist „messen“ falsch?
Z.B. Rationale oder intellektuelle Intelligenz?
Manche Philosophen Pfeif drauf, ich beschreibe
das als die Fähigkeit, mit den Anforderungen des Lebens fertig
zu werden.
Das ist aber keine sehr kluge Definition.
Die Anforderungen des Lebens sind naemlich voellig unklar und von
Person zu Person sehr verschieden. Und wenn man die „Anforderungen
des Lebens“ als Messlatte benutzen wollte, dann duerfte sie wohl
nicht allzu stark von der zu messenden Eigenschaft (hier auch voellig
unklar: „fertig werden“) abhaengen. Aber ist dir schon mal
aufgefallen, dass die „Anforderungen des Lebens“ ganz erheblich von
dem, was man zu messen wuenscht, naemlich der Intelligenz, abhaengen.
Einem Menschen mit IQ=70 stehen doch ganz andere Lebensanforderungen
gegenueber als einem mit IQ=130. Wenn beide in ihrer Welt gleich gut
zurechtkommen, sind sie nach deiner Auffassung ja gleich intelligent.
Also: Die fuer die Definition verwendeten Begriffe sind nicht
definiert und wohl auch nicht definierbar, und der Massstab, den du
vorschlaegst ist nicht objektiv, sondern verformt sich mit der
Messgroesse.
Gruss, Tychi
Hi Tichy,
Ein IQ-Test „misst“ (schon dieses Wort ist falsch)
Warum ist „messen“ falsch?
das hatte ich schon erklärt - Menschen werden auf einer Skala aufgereiht, ohne dass deshalb über den Menschen etwas gesagt wäre. Jetzt bist Du dran: Erkläre, was Intelligenz ist, und Du kriegst den Nobelpreis.
Die Anforderungen des Lebens sind naemlich voellig unklar und
von Person zu Person sehr verschieden.
Ehmt - nichts anderes steht bei mir.
Und wenn man die „Anforderungen des Lebens“ als Messlatte
benutzen wollte,
ich will keine Messlatte anlegen.
dann duerfte sie wohl nicht allzu stark von der zu messenden
Eigenschaft (hier auch voellig unklar: „fertig werden“) abhaengen.
Solange wir nicht wissen, was Intelligenz ist, brauchen wir wegen Eigenschaften schon gar nicht zu streiten.
Einem Menschen mit IQ=70 stehen doch ganz andere
Lebensanforderungen gegenueber als einem mit IQ=130.
Bist Du sicher?
Wenn beide in ihrer Welt gleich gut zurechtkommen, sind
sie nach deiner Auffassung ja gleich intelligent.
So sehe ich das. Alles andere halte ich für arrogant.
Also: Die fuer die Definition verwendeten Begriffe sind nicht
definiert und wohl auch nicht definierbar,
das sagte ich bereits
und der Massstab, den du vorschlaegst ist nicht objektiv,
Er ist so gut wie jeder andere, hat aber den Vorzug, sich kein wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen.
sondern verformt sich mit der Messgroesse.
Das wäre jetzt erläuterungsbedürftig.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
Ein IQ-Test „misst“ (schon dieses Wort ist falsch)
Warum ist „messen“ falsch?
das hatte ich schon erklärt - Menschen werden auf einer Skala
aufgereiht,
Du hast zwar Recht, daß bei vielen (Intelligenz-)Tests der Begriff des Messens strenggenommen nicht angemessen ist. Deine Begründung ist allerdings nicht korrekt. Sie steht sogar mit Deiner Kritik in Widerspruch: Eine Skala kommt durch Messen zustande. Wenn man also Menschen (oder allgemeiner: Meßobjekte) mit Hilfe eines (Intelligenz-)Tests auf einer Skala anordnet, dann wurde tatsächlich gemessen und dann wäre Deine Kritik verfehlt. 
Grüße,
Oliver Walter
Hallo Ralf
Ein IQ-Test „misst“ (schon dieses Wort ist falsch)
Warum ist „messen“ falsch?
das hatte ich schon erklärt - Menschen werden auf einer Skala
aufgereiht,
Das ist doch ein Messung. So wie man mittels Laengenmessung Schrauben
ihrer Laenge nach sortieren kann.
ohne dass deshalb über den Menschen etwas gesagt
wäre.
Doch: Es wird festgestellt, an welcher Stelle der Mensch auf dieser
Skala steht. Dass damit der Mensch nicht vollstaendig erfasst wird,
sondern nur seine Faehigkeit, einen Intelligenztest zu meistern, ist
voellig klar und, sofern man diese Einschraenkung nicht vergisst,
auch ueberhaupt kein Problem. Es beschwert sich ja auch niemand
darueber, dass man mit einem Lineal nicht das Gewicht der Schrauben,
sondern nur die Laenge bestimmen kann.
Die grosse Frage, auf die deine Kritik zielt, ist die: Welcher
Zusammenhang besteht zwischem dem mit einem Intelligenztest
bestimmten IQ und praktischen Eigenschaften des Menschen, so z.B. die
Faehigkeit gute Schulnoten zu bekommen, Faehigkeit eine
Veranstaltung zu organisieren, Faehigkeit eine glueckliche Ehe zu
fuehren, Faehigkeit Klavier zu spielen, Faehigkeit mit Geld zu
haushalten, Faehigkeit hoehere Mathematik zu beherrschen, Faehigkeit
Auto zu fahren u.s.w.?
Dass es zwischen dem IQ und der Faehigkeit hoehere Mathematik zu
beherrschen einen engeren Zusammenhang gibt als zwischen dem IQ und
der Faehigkeit eine glueckliche Ehe zu fuehren, wirst du wohl
einraeumen. Wie stark der Zusammenhang zwischen dem IQ und jeder
einzelnen einer langen Liste von Faehigkeiten ist, das muss man
untersuchen. Dass der IQ wertlos sei und nichts mit anderen
Faehigkeiten zu tun habe, stimmt sicherlich nicht, d.h. er eignet
sich durchaus, Schluesse ueber den Menschen zu ziehen, wenn auch wahr
ist, dass diese in der Anwendung des IQs oft uebertrieben und
unwissenschaftlich waren (siehe z.B. der IQ als
Einwanderungskriterium).
Jetzt bist Du dran: Erkläre, was Intelligenz ist, und Du
kriegst den Nobelpreis.
Es wird wohl klar aus meinen obigen Ausfuehrungen. Ansonsten halte
ich mich an Standard-Lexikon-Definitionen. Fuer welches Fach bekaeme
ich den NP denn eigentlich? Und welches Kriterium muss die Definition
dafuer erfuellen?
Solange wir nicht wissen, was Intelligenz ist, brauchen wir
wegen Eigenschaften schon gar nicht zu streiten.
Ich dachte, dass deine Aussage ueber Intelligenz eine Definition sein
sollte.
Einem Menschen mit IQ=70 stehen doch ganz andere
Lebensanforderungen gegenueber als einem mit IQ=130.Bist Du sicher?
Ja.
Wenn beide in ihrer Welt gleich gut zurechtkommen, sind
sie nach deiner Auffassung ja gleich intelligent.So sehe ich das. Alles andere halte ich für arrogant.
O.k. Der eine (IQ=70) hat einen Pfoertnerjob. Da geht er morgens hin
und kommt abends wieder. Er sieht fern und geht schlafen. Das macht
er Tag fuer Tag. Und er koennte auch gar nichts anderes, wie die
Erfahrung ihn lehrte.
Der andere (IQ=130) ist Professor fuer Archaeologie. Er reist viel in
der Welt, haelt Vortrage, betreut Ausgrabungen und Studenten,
versucht seiner Familie ein guter Vater zu sein, schreibt ein
grundlegendes Lehrbuch und hat als Hobby die Uebersetzung von
Comicheften ins Lateinische. Was seine Reisen beschwerlich macht, ist
seine Flugangst, die er mit Muehe in den Griff kriegt.
Klar, die sind bestimmt beide gleich intelligent. (Ironie)
und der Massstab, den du vorschlaegst ist nicht objektiv,
Er ist so gut wie jeder andere, hat aber den Vorzug, sich kein
wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen.
Du sagst als folgendes:
Intelligenz laesst sich nicht definieren.
Das ist ein unbewiesenes Dogma, das jegliche wissenschaftliche
Bemuehung, das Phaenomen greifbar zu machen, von vornherein fuer
sinnlos erklaert.
Trotzdem schreibst du, was Intelligenz sei.
(Mit den Anforderungen des Lebens fertig werden.)
Dass dies ohne Erklaerung der Begriffe nur eine hohle Sprechblase
ist, nimmst du gelassen hin, ja mehr noch: Du sagst, dass mehr als
hohle Sprechblasen nicht ueber Intelligenz gesagt werden koenne und
dass deine „Erklaerung“ gerade wegen ihrer Unwissenschaftlichkeit das
Wesen der Intelligenz besonders gut treffe.
Diese Meinung lasse ich dir dann auch, aber ich konnte ja nicht
wissen, dass du eine wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema
Intelligenz verwirfst.
sondern verformt sich mit der Messgroesse.
Das wäre jetzt erläuterungsbedürftig.
Das sollte aus meinem vorigen Posting hervorgehen. Ich meine damit,
dass die Faehigkeit mit den Lebensanforderungen fertig zu werden
keine gute Messlatte sei, weil die Lebensanforderungen von der
Faehigkeit selbst abhingen.
Gruss, Tychi
ich hätte gerade
den Verweis auf den Entzündungspunkt als Zeichen von hoher
Aggressivität wahrgenommen.
Das ist natürlich hübsch, wenn da der IQ-Test in Flammen aufgeht - natürlich ohne andere wertvolle Literatur zu verichten. 
Übrigens liebe ich Oskar Werner sehr.
Gruß,
Branden
Moin, Oliver Walter,
Eine Skala kommt durch Messen zustande.
Da erwacht der gelernte Messknecht in mir: Skalen kommen nicht durch Messen zustande, sondern durch Eichen. Eichen setzt voraus, dass ein Normal vorliegt. Dazu ein Zitat aus „Grundlagen für Mess- und Regelmechaniker, Hartmut Harthus, Gebrüder Jänecke Verlag 1971“:
Unter Messen versteht man das Vergleichen einer unbekannten Größe mit einer genau festgelegten, bekannten Einheit.
Soweit ich weiß, ist die Einheit des IQ weder bekannt noch festgelegt, sondern wird den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Die Methode, einen Durchschnitt als Normal zu verwenden, in den die neu vermessenen Probanden nicht eingehen, halte ich übrigens für hanebüchen. Sowas taugt bestenfalls, um den Autoherstellern einen 95%-Mann zu liefern, nach dessen Maßen die Sitze gefertigt werden.
Gruß Ralf
Moin, Tychi,
So wie man mittels Laengenmessung Schrauben
ihrer Laenge nach sortieren kann.
Zum Sortieren genügt es, jeweils zwei Schrauben zu vergleichen, da muss nichts gemessen werden.
Ich meine damit, dass die Faehigkeit mit den Lebensanforderungen
fertig zu werden keine gute Messlatte sei, weil die
Lebensanforderungen von der Faehigkeit selbst abhingen.
Das hieße das Pferd von hinten aufzäumen. Mit Anforderungen, die das Leben stellt, meine ich nicht die Aufgaben, die der Beruf mit sich bringt. Im Übrigen kenne ich so manchen Hilfsarbeiter, der ein guter Vater ist, und so manchen Akademiker, der sein Leben nicht in den Griff bekommt.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
Da erwacht der gelernte Messknecht in mir: Skalen kommen nicht
durch Messen zustande, sondern durch Eichen. Eichen setzt
voraus, dass ein Normal vorliegt. Dazu ein Zitat aus
„Grundlagen für Mess- und Regelmechaniker, Hartmut Harthus,
Gebrüder Jänecke Verlag 1971“:Unter Messen versteht man das Vergleichen einer unbekannten
Größe mit einer genau festgelegten, bekannten Einheit.
interessant. Ich verstehe unter Messen dagegen die Zuordnung von Zahlen zu Meßobjekten nach bestimmten Regeln. Oder um es mit Bernhard Orth zu sagen:
„Messen ist eine homomorphe Abbildung eines empirischen Relativs in ein numerisches Relativ. Das Messen ist damit eine bestimmte Form einer Zuordnung von Zahlen zu empirischen Dingen und geschieht zum Zwecke der Bestimmung der Ausprägung einer Eigenschaft eines Meßobjekts.“
(In R. Jäger (1999), Psychologische Diagnostik. Weinheim: PVU).
Durch das Messen werden Skalen einer Skalenklasse konstituiert. Innerhalb einer Skalenklasse sind die Skalen durch Transformationen ineinander überführbar. Darauf bezieht sich wohl Dein
Soweit ich weiß, ist die Einheit des IQ weder bekannt noch
festgelegt, sondern wird den jeweiligen Bedürfnissen
angepasst.
Beim IQ wird Intervallskalenniveau angenommen. Es sind also Lineartransformationen erlaubt.
(Ich schreibe „es wird … angenommen“, weil bei vielen Intelligenztests strenggenommen nicht gemessen wird, siehe auch meine Zustimmung zu Deiner Kritik im Posting oben).
Hier
Die Methode, einen Durchschnitt als Normal zu
verwenden, in den die neu vermessenen Probanden nicht
eingehen,
beziehst Du Dich wohl dagegen auf die Eichung. Anschließend ist es nicht unbedingt notwendig, die Verteilung der Meßwerte neu zu berechnen, weil bei der Eichung eine hinreichend große repräsentative Stichprobe verwendet wurde, um die Verteilung bzw. ihre Parameter hinreichend genau zu schätzen.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo Oliver,
sehr gutes Posting.
Etwas möchte ich allerdings noch für die interessierten Mitleser hinzufügen:
Anschließend
ist es nicht unbedingt notwendig, die Verteilung der Meßwerte
neu zu berechnen, weil bei der Eichung eine hinreichend große
repräsentative Stichprobe verwendet wurde, um die Verteilung
bzw. ihre Parameter hinreichend genau zu schätzen.
Mittlerweile existieren viele der Standardverfahren zur Intelligenzmessung seit Jahrzehnten. In dieser Zeit wurden immer neue Normwerte für die Auswertung der Ergebnisse veröffentlicht. Nicht nur, dass immer genauere Normierungen im Laufe der Zeit hinzugefügt wurden (z.B. für unterschiedliche Schulbildung, unterschiedliche Altersgruppen, Berufe, etc.), es wird auch überprüft, ob die bisherigen Normierungen noch gültig sind.
Es grüßt Dich herzlich
Sam
Hallo Sam,
sehr gutes Posting.
danke.
Etwas möchte ich allerdings noch für die interessierten
Mitleser hinzufügen:
Mittlerweile existieren viele der Standardverfahren zur
Intelligenzmessung seit Jahrzehnten. In dieser Zeit wurden
immer neue Normwerte für die Auswertung der Ergebnisse
veröffentlicht. Nicht nur, dass immer genauere Normierungen im
Laufe der Zeit hinzugefügt wurden (z.B. für unterschiedliche
Schulbildung, unterschiedliche Altersgruppen, Berufe, etc.),
es wird auch überprüft, ob die bisherigen Normierungen noch
gültig sind.
Ja, das stimmt. Ich hatte nur den Fall bedacht, daß man einen Probanden testet und dessen Ergebnis im Vergleich zur Eichstichprobe interpretiert. Dabei wird der Meßwert des Probanden nicht in die geschätzte Populationsverteilung aufgenommen. Da sich die Merkmalsverteilung in der Population über die Zeit verändern kann, ist es ratsam, sie nach gewissen Zeitabständen neu zu schätzen.
Beste Grüße,
Oliver
Nochmal abschliessend
Hallo Drambeldier
So wie man mittels Laengenmessung Schrauben
ihrer Laenge nach sortieren kann.Zum Sortieren genügt es, jeweils zwei Schrauben zu
vergleichen, da muss nichts gemessen werden.
Was schadet’s sich trotzdem eines Massstabes zu bedienen.
Wenn du 100 verschieden lange Schrauben der Groesse nach aufsteigend
sortierst, kannst du doch ohne dich einer Missetat schuldig zu machen
auch eine Schraube mit einer Durchschnittslaenge einreihen. Und du
kannst sagen, dass alle links von ihr unterdurchschnittlich lang
seien und alle rechts von ihr ueberdurchschnittlich.
So macht man’s mit dem IQ auch.
Und dann geht man weiter: Menschen mit einem ueberdurchschnittlichen
IQ kommen erfahrungsgemaess mit bestimmten Anforderungen besser
zurecht als jene mit einem unterdurchschnittlichen IQ.
Welche Anforderungen dies konkret sind und wie man hier von der
Statistik auf das Individuum schliessen kann - das sind die
einzigen kniffligen Fragen und gueltigen Kritikpunkte in der
ganzen IQ-Theorie. Deine Einwaende hingegen sind leicht zu
widerlegen, wie ich jetzt noch weiterhin zeigen werde.
Ich meine damit, dass die Faehigkeit mit den Lebensanforderungen
fertig zu werden keine gute Messlatte sei, weil die
Lebensanforderungen von der Faehigkeit selbst abhingen.Das hieße das Pferd von hinten aufzäumen. Mit Anforderungen,
die das Leben stellt, meine ich nicht die Aufgaben, die
der Beruf mit sich bringt.
Ich auch nicht nur. Das war nur ein Beispiel.
Im Übrigen kenne ich so manchen
Hilfsarbeiter, der ein guter Vater ist, und so manchen
Akademiker, der sein Leben nicht in den Griff bekommt.
Solche Argumente machen mich wahnsinnig!!!
Entweder wir sprechen von Statistik oder von Einzelfaellen!
Mit deinem Argumentmuster kann man auch Kettenrauchen als
unschaedlich erklaeren, weil es Leute gibt, die kettenrauchend 90
Jahre gesund blieben.
Ebenso zeugt deine Aussage (in der Antwort an Dr. Oliver Walter),
neue Probanden in der IQ-Normierung zu ignorieren sei hanebuechen,
von Unverstaendnis statistischer Denkweise. Wenn man die Kurve mit
einer genuegend grossen Stichprobe normiert hat, ist es sinnlos,
weitere Testergebnisse zu ihrer Normierung heranzuziehen, weil sie
sich dadurch nicht mehr signifikant aendern wuerde. Wie viel
„genuegend gross“ ist, kann man vorher ausrechnen. Das haben dir Sam
und Dr. Oliver Walter aber schon geschrieben.
Wenn du irgendeinen Messapparat eichst, dann machst du das doch auch
nicht mit unendlich vielen Messungen.
Dann kam noch der Einwand von dir, dass man ja genau wissen muesse,
was Intelligenz sei, um sie als Messlatte benutzen zu koennen.
Zunaechst einmal herrscht wohl Einigkeit darueber, dass Intelligenz
irgendwie komplexer sei, als dass man sie mit dem IQ vollstaendig
beschreiben koennte.
Ansonsten helfe dir dieses Analogon:
Die Menschen benutzten Jahrtausende das Gewicht der Koerper, um zu
bauen, Handel zu treiben oder einfach zum Vergleichen. Und stell’ dir
vor, dass kein Mensch auch nur einen Schimmer hatte (und die meisten
bis heute nicht haben), was das Wesen des Gewichts eigentlich ist.
Was ist Gewicht? Nach Newton war man etwas schlauer, nach
Einstein etwas mehr. Aber all das ist voellig egal, denn Gewicht
definiert als die Zahl, die eine Waage anzeigt, stellt alle Menschen
zufrieden, und funktioniert hervorragend, auch wenn keiner weiss, was
Gewicht seiner Natur nach ist. Und so ist es auch mit der
Intelligenz.
Gruss, Tychi