Wie bringt man Säugling abends zum Schlafen?

Hallo!
Wir haben einen fast 4 Wochen alten Säugling, dem wir beibringen wollen, dass er abends zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett gehört.

Der Kleine wird gestillt und ist eigentlich den ganzen Tag über entweder am Schlafen oder wenn er was ist, schaut er sich interssiert um. In den letzten ca. 1,5 Wochen hatten wir ihn abends immer noch im Wohnzimmer, wobei der Fernseher lief oder wir uns unterhielten. Er wurde dann aber mit der Zeit immer quengeliger, was sich dann bis 23 Uhr hinzog. Dann wurde er gestillt,schlief dann bis zur nächsten Fütterung um ca. 2-3 Uhr, und schlief dann wieder bis ca 5-6 Uhr.

Jetzt wollen wir ihm aber beibringen eher zu schlafen.

Das Ergebnis: Er wird um 19 Uhr nach dem Stillen in seinen Stubenwagen gelegt und dann fängt er so an zu schreien, dass es einem richtig leid tun kann. Wir schauen dann in gewissen Abständen, um ihm zu zeigen, dass wir da sind…aber danach geht dann die Schreierei weiter.

Wer kann Tips geben, wie man es am besten macht? Wer hat auch Erfahrungen mit so kleinen Schreihälsen, die nicht schlafen wollen?

Muß man da einfach für ein paar Tage „Rabeneltern“ sein, bis er da durch ist? :frowning:

Vielen Dank!

huhu Kali,

ich würde in dem Alter noch nicht versuchen ihn derart auf eine Schlafenszeit zu drängen. Das pendelt sich mit der Zeit ein.

lg, Dany

Hallo,

seh ich auch so. Frage: Steht der Stubenwagen in dem selben Raum in dem der Fernseher läuft? Wenn ja sehr leise stellen, besser ist das Kind schläft in einem anderen Raum.

Gruß

Katl

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Frage: Steht der Stubenwagen in dem selben

Raum in dem der Fernseher läuft? Wenn ja sehr leise stellen,
besser ist das Kind schläft in einem anderen Raum.

Gruß

Katl

nein, der Stubenwagen steht bei uns im Schlafzimmer, da ist es dann sehr ruhig!

Mach dir keinen Stress, lass den kleinen nicht schreien, dafür ist er noch viel zu klein. Wie schon gesagt, das pendelt sich ein.

Gruß

Katl

Hallo :smile:

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurem Kind!

Mal eine Gegenfrage: Wie lange hat es gedauert, bis Eure Eltern Euch beigebracht haben, wann Ihr deren Ansicht nach ins Bett gehört? Meist ist dies ja erst nach Erreichen der Volljährigkeit der Fall :wink:

So, aber um die Frage mal ein wenig ernster zu beantworten: Euer Kind hat günstigenfalls ca. 40 Wochen im Mutterleib verbracht und muss nun erst mal lernen, dass es jetzt als geborenes Menschlein seinen Eltern zuliebe einen Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln soll. Das dauert seine Zeit. Bitte lasst es in diesem Lernprozess nicht alleine schreien. Denn dann bekommt es nur Frusterlebnisse „Ich mache auf meine Not aufmerksam, und ich werde nicht gehört.“ Selbst die umstrittensten Schlaflernprogramme wie das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ greifen eigentlich erst ab dem ersten Geburtstag.

Euer Kind wird gestillt, das ist schön :smile: Es gibt bei Stillkindern sogenannte Cluster-Feeder (mein Sohn ist auch so ein Exemplar gewesen …). Diese Kerlchen möchten sich gerne am Abend schon mal ein wenig ins Schlafkoma trinken. Mein Sohn fing pünktlich um 17.00 Uhr an und hing mir eigentlich bis ca. 23.00 Uhr an der Brust. Da war nicht daran zu denken, dass ich ihn um 19 oder 20 Uhr ins Bett bringen konnte. Dann gibt es auch noch Wachstumsschübe, in denen die lieben Kleinen dann noch ein wenig öfter stillen wollen :smile: Bei meinem Sohn hat sich das beruhigt, als er ca. 14 Wochen alt war, da ging es plötzlich wie von selbst, dass er früher abends einschlief. Jetzt ist er sieben Monate alt und geht tatsächlich um 20 Uhr ins Bett, und manchmal hab ich dann sogar einen Feierabend.

Noch ein kleiner Tipp: Vielleicht ist Euer Schlafzimmer auch einfach zu ruhig? Im Mutterleib ist es ja beileibe nicht leise, und viele Babies bekommen auch große Angst, wenn sie still und ruhig und alleine daliegen. Vielleicht lasst Ihr Euren Sohn noch ein paar Wochen im Stubenwagen bei Euch?

Ein sehr schönes Buch, was mir sehr geholfen hat, das Schlafverhalten meines Sohnes zu verstehen: Schlafen und Wachen von William Sears, zu beziehen bei http://www.lalecheliga.de

Ich wünsche Euch viel Ruhe!

Grüßli
Rosa :smile:

Hallo,

…, dem wir
beibringen wollen, dass er abends zwischen 19 und 20 Uhr ins
Bett gehört.

…beibringen??? Wie bitte? Der ist 4 Wochen alt!

Und wieso „gehört“ er ins Bett? Wer sagt so was? Der weiß mit 4 Wochen weder ob es 8h morgens, noch 19h abends, noch 3h nachts ist.

Und er gehört nicht ins Bett, sondern vielleicht eher in den Arm der Mutter, auf den Bauch des Papa o.ä.

In den letzten ca. 1,5 Wochen hatten wir ihn
abends immer noch im Wohnzimmer, wobei der Fernseher lief

Also ich würd in den ersten Jahren den Fernseher auslassen, aber meine Meinung ist nicht immer gefragt. Aber Fernseher an mit 4 Wochen??? Sorry, die Nachrichten leise hören ginge ja noch (kommt auf die Nachrichten drauf an), aber ich hoffe doch inständig ihr seht da keinen Spielfilm oder womöglich Krimi o. ä.?!

Jetzt wollen wir ihm aber beibringen eher zu schlafen.

Beibringen is nich, der ist 4 Wochen alt.

Das Ergebnis: Er wird um 19 Uhr nach dem Stillen in seinen
Stubenwagen gelegt und dann fängt er so an zu schreien, dass
es einem richtig leid tun kann. Wir schauen dann in gewissen
Abständen, um ihm zu zeigen, dass wir da sind…aber danach
geht dann die Schreierei weiter.

Wie? Ihr legt in ab in den Stubenwagen und laßt ihn schreien? Sorry, aber da fehlen mir die Worte.

Wer hat auch
Erfahrungen mit so kleinen Schreihälsen, die nicht schlafen
wollen?

Kleiner Schreihals? Wieso? Ich würd mir eher Gedanken machen, wenn der Säugling „unnormal“ reagieren würde und sich einfach so in den Stubenwagen ablegen ließe und nicht schreien würde.

Muß man da einfach für ein paar Tage „Rabeneltern“ sein, bis
er da durch ist? :frowning:

Was heißt „durch ist“? Bis er so frustriert ist, daß er resigniert und nicht mehr schreit etwa?

Entschuldigung, aber ich bemühe mich gerade sehr nicht emotional zu werden.

Gruß,
Christiane

Hallo Kali,
euer Kind will ja schlafen, nur eben tagsüber. In diesem Alter wissen die Kids noch nicht, was Tag/Nacht oder gar Schlafenszeit ist.
Ihr könntet das sanft lenken, indem ihr euer Kind versucht, tagsüber mehr wach zu halten.
Wir sind übrigens die einzigen Säugetiere, die ihre Babys ab Geburt von uns absondern, und in einen anderen Raum bringen. Stell dir ein Steinzeitbaby vor, welches in einen anderen Stollen gelegt wird. Das hätte auf jeden Fall gezetert, um zu überleben, um Sicherheit/Geborgenheit einzufordern. Das machen die Babys bis heute so.
Bei mir hat geholfen, dass ich abends eine für meinen Sohn völlig langweilige Tätigkeit gemacht habe. Ich habe ihn nicht bespielt, und ihm gesagt, dass ich verstehe, dass er nicht schlafen kann, aber Mama muss jetzt UNBEDINGT bügeln, Wäsche nähen, Buchhaltung machen usw. Das Ganze bei gedämpftem Licht, ohne TV/Radio. Ich legte den kleinen Racker z. B. zwischen die Bügelwäsche aufs Gästebett, aufs Sofa neben den Nähkorb oder im Stubenwagen neben den Schreibtisch und irgendwann schlief er vor Langeweile ein. Er konnte auch beruhigt einschlafen, weil seine Mama ganz nahe war.

Habt Geduld mit eurem Würmchen. Diese kleinen Männlein haben das sehr schnell raus, wann Nacht ist. Helft ihm, indem ihr die Nacht nicht zum Tage macht. Wie soll er sonst den Unterschied lernen? Gedämpftes Licht, wenn TV, dann sehr leise (und auf jeden Fall außer Sichtweite des Babys), oder besser gar nicht solange das Baby noch nicht schläft; den Tag ausklingen lassen, selbst zur Ruhe kommen. Das tut einem selbst auch gut, weil das Baby fordert reichlich Energie.

Liebe Grüße und genießt die Zeit mit eurem Baby
Tollkirsche

Hallo Kali,
… und noch was: Führt Rituale ein, damit das Baby weiß, dass nach diesem Ritual (baden, knuddeln, massieren, Abend-Stillen, Liedchen oder was auch immer) der Abend und die Schlafenszeit anfängt. Rituale sind übrigens immer prima, um Kindern Halt und Orientierung zu geben. Dazu noch ein strukturierter Tagesablauf, also die Rituale möglichst zu gleichen Zeiten/Anlässen. Daran können sich Kinder prima orientieren, und es hilft ihnen sich besser im Alltag zurecht zu finden, und es „richtig“ zu machen.

LG
Tollkirsche

Entschuldigung, aber ich bemühe mich gerade sehr nicht
emotional zu werden.

huhu Christiane,

sei doch froh, dass er hier um Rat bittet. Andere Eltern würden ihr Glück einfach weiter versuchen. Ich glaube, ein gutgemeinter Rat ist hier eher angebracht als ein „runtermachen“. Er fragt doch schließlich was er besser machen kann. Es sind noch keine Super-Eltern vom Himmel gefallen ;o). Ihn anzumeckern finde ich nicht sonderlich förderlich, auch, wenn du im Grundtenor durchaus Recht hast.

lg,
Dany

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So, ich senfe jetzt auch mal dazu und passe auf, dass ich sachlich bleibe :wink:

Also - wenn Ihr später ein unglückliches Kerlchen haben wollt, das unsicher ist, sich in seiner Umwelt nicht geborgen fühlt und kein Vertrauen zu Euch hat - dann laßt ihn schreien.
Ansonsten: Ihr seid die Eltern, Ihr habt die Verantwortung dafür dass Euer Baby IMMER getröstet wird, wenn es schreit! Das ist Euer Job! Den habt Ihr angenommen, indem Ihr ein Kind bekommen habt. Nein, Euer Job ist nicht abends um 19 Uhr vorbei - deshalb ist es auch kein „gewöhnlicher“ Job. Das wußtet Ihr doch sicher, oder?
Mein Sohn muß NIE alleine weinen. Nein, das heißt nicht, dass er alles bekommt, was er will, aber es heißt, dass er immer getröstet wird, egal was er getan hat oder wie es ihm geht.
Ein Kind, um das sich nicht gekümmert wird, wenn es schreit, merkt schon in den ersten Lebenswochen, in denen es ganz neu auf der Welt ist und sowieso mit so vielem zu kämpfen hat, dass es sich NICHT auf seine Eltern verlassen kann. Seine Abhängigkeit wird ihm noch schmerzlicher bewußt und später wird es dem Kind schwerer fallen, sich von den Eltern zu lösen. Solche Kinder haben später ganz sicher ein höheres Risiko an diversen psychischen Störungen zu erkranken. Ein 4 Wochen altes Kind, das alleine schreit hat Todesangst! Es weiß nicht, dass Ihr gleich um die Ecke seid und es rettet, wenn ein böses Tier kommt! Es fühlt nur. Und es fühlt - meine Eltern sind nicht da, ich kann mich nicht bewegen, ich bin ganz auf mich alleine gestellt. Und da schreit ein Kind! Das ist sein Instinkt. Tragt Euer Kind halt rum bis es schläft oder stillt es in den Schlaf. Es braucht Eure Nähe! Schreien lassen, damit Ihr Eure Ruhe habt? Auf Kosten des Kindes? Sorry, da muß ich gerade tief durchatmen…

Also - kauft auch:

In Liebe Wachsen von Carlos Gonzalez oder
Schlafen Und Wachen von William Sears

Euer Baby verhält sich so, wie sich 98% aller Babys auch verhalten würden. Kann man dann nicht davon ausgehen, dass das ein „normales“ Verhalten ist? Und habt Ihr nicht, wenn Euer Baby schreit, das DRINGENDE Bedrüfnis, es auf den Arm zu nehmen, zu stimmen oder irgendwas? Dann TUT es. Euer Instinkt und Euer Gefühl zeigt Euch, was richtig ist. Wenn Ihr das Bedürfnis NICHT habt, wenn Euer Baby so brüllt, dann würde ich davon ausgehen, dass mit Euch etwas nicht stimmt :wink:

Also - ruhige, kuschelige Abende wünsch ich Euch!

N.

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In der Tat wird manchmal sogar von Kinderärzten eine sehr erfolgreiche Methode propagiert, eine Art zeitgestaffeltes Schreienlassen. Das geht aber frühestens im zweiten Lebensjahr.

fl

Hallo Christiane,
wie duplosche schon sagt fühlen wir uns wirklich was „runtergemacht“…aber aus den paar Zeilen, die ich schrieb kannst du ja nicht auf unser Verhalten dem Säugling gegenüber schließen.
Die Situation ist nur…es ist unser erstes Kind, wir sind schon ältere Eltern und machen uns Gedanken wie man es mit der Erziehung richtig macht…aus diesem Grund lesen wir auch viel in diversen Quellen. Aber es ist wie mit fast Allen…frage 4 Leute und Du bekommst 5 Meinungen!
Es ging in meinem Posting darum mal verschiedene Meinungen zu erhalten und nicht nur das zu lesen was jemand in einem Buch schrieb.

Der Grundtenor den ich hier ziehen kann:
-Kinder in dem Alter kann man noch keine festen Zeiten aufzwingen
-wenn der Säugling schreit soll man ihn auf jeden Fall trösten (was wir auch nicht anders übers Herz gebracht haben)
-kommt Zeit kommen feste Schlafzeiten

Gestern abend hatten wir ihn zuerst in sein Bett gelegt (ihn mit in unseres zum Schlafen zu nehmen haben wir auf keinen Fall vor, daran soll er sich nicht gewöhnen)danach fing er an zu schreien und wir haben ihn beide nacheinander im Arm gehat. Meine Frau hat ihn nochmal gestillt und ich habe ihm danach technisch detailliert und langatmig erzählt was wir am Tag auf der Arbeit gemacht haben und wie sonst mein Tag war. Da hat er dann interessiert :wink: zugehört und schlief dann auch ein. Dann kam wieder seine Stillzeit und danach schlief er bis um 2 Uhr und dann nochmal bis 6 Uhr.

So, das war die aktuelle Situation…mal schauen wie es weitergeht :smile:
Am Rande des Nervenverlustes sind wir noch lange nicht…ich glaube da gibt es viel größere Problemfälle

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… Das geht aber frühestens im zweiten
Lebensjahr.

Richtig!!! Und warum? Weil ein wenige Wochen alter Säugling im Vergleich zu einem eineinhalbjährigem Kleinkind noch sehr viel lernen muss.

Das Wichtigste um solche bedrohlichen Situationen des Alleinseins zu meistern, ist die Erkenntnis der Objektpermanenz, welche erst im zweiten Lebenshalbjahr reift.

Bis dahin ist alles was das Baby nicht sieht, auch nicht existent, soll heißen: Ich sehe und höre die gewohnten Menschen nicht, also sind sie nicht da. Das Kind schreit somit auch nicht nach Mama und Papa, sondern einfach nach jemandem, damit es nicht allein ist.

Wenn man sich das bewusst macht wie bedrohlich eine Situation sein muss, wo man sich nicht einmal auf gewohntes berufen kann, weil man das noch nicht begreift, dann wird klar, dass Schreienlassen einfach nur grausam ist.

Bei dem etappenweisen Schreienlassen ab dem 2. Lebensjahr verhält es sich ganz anders. Das Kind weiß, dass Mama da ist, auch wenn es sie nicht sieht. Es muss lernen allein zu sein (schrittweise über minuten, stunden etc. der Lernprozess vollzieht sich über den ganzen Zeitraum des Erwachsenwerden), auch wenn es die Mutter nicht sieht oder hört. Bedingung für´s Gelingen ist die Erkenntnis der Objektpermanenz.

Einfacher Versuch um herauszufinden, ob das Kind das schon verstanden hat:

einen Gegenstand zeigen, im Beisein des Kindes unter einem Tuch verstecken, es wird, wenn es soweit ist, das Tuch wegziehen und sich freuen, dass der Gegenstand wieder zu sehen ist. Der nächste Schritt wäre, den Gegenstand unbemerkt unter dem Tuch wegnehmen, wenn das Kind jetzt das Tuch wegnimmt und den Gegenstand nicht sieht wird es ziemlich verdutzt sein.

Nicolle

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Moin,

So, das war die aktuelle Situation…mal schauen wie es
weitergeht :smile:
Am Rande des Nervenverlustes sind wir noch lange nicht…ich
glaube da gibt es viel größere Problemfälle

Ihr seid aber auf dem besten Weg euch und das Kind dahin zu bringen. Wenn ein Säugling allein in einem Bettchen liegt, euch weder sehen noch hören kann, dann hat er Verlassensängst die Todesängst durchaus ähnlich sind.

Mir ist nicht ganz klar, was euch zu dieser Grausamkeit bewegt. Wolltet ihr dieses Kind nicht? Liegt euch so wenig an dem Kind, dass ihr es nicht mal ständig bei euch haben wollt? Stört es jetzt schon?

Wenn ihr das Vertrauen des Kindes weiterhin nachhaltig stört, indem ihr es allein in einem stillen Raum aussetzt, dann müsst ihr euch nicht wundern, wenn ihr dadurch ein Kind heranzieht, dass immer Schwierigkeiten haben wird, allein zu sein. Ich wünsch euch jetzt schon viel Spaß bei späteren Schreien bis der Arzt kommt Attacken oder „Ins Bett geh Ritualen“, die sich schon mal bis zu einer Stunden hinziehen können. Meiner Meinung nach sind solche Probleme durch ein Verhalten wie eures selbstgemacht.

Sorry über meine harschen Worte, aber ein Kind braucht Geborgenheit, keine Einsamkeit allein in einem Kinderbettchen.

Gruß
Marion

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Hallo Kali,

einem 4 Wochen alten Neugeborenen kannst Du keinen Zeitplan „aufdrücken“.
Der kleine Kerl, zu dem ich Euch noch recht herzlich gratulieren möchte,
muss sich, wie jeden kleine Wesen, erst einmal orientieren und seinen persönlichen Rhythmus finden. Mit festen Ritualen kannst Du diesen Findungsprozess unterstützen, nicht mehr - aber auch nicht weniger.
Probiere einfach aus, was ihm gefällt. Manchen Babys schlafen besonders gut nach dem Baden, andere - wie z. b. meine große Tochter - sind danach besonders fit und munter.
Wenn der kleine Kerl schreit, solltet ihr prüfen, ob es vielleicht einen körperlichen Grund gibt (quer sitzendes Bäuerchen, nasse Windel, Bauchweh nach dem Stillen). All das können sehr gewichtige Gründe sein, laut und vernehmlich zu schreien.
Manchmal wollen die Kleinen auch nur auf dem Bauch von Papa oder Mama einschlafen. Der Herzschlag, den sie über 9 Monate permanent hörten, wirkt sehr beruhigend auf die kleinen Wesen.
Schon beim Füttern reduziertes Licht, leise, entspannende Musik dabei,
ein ruhiges Zimmer und die tröstende Stimmen von Papi und Mami wirken Wunder. In dem Alter Eures Kindes ist es unwahrscheinlich, dass das Kleine nur aus „Berechnung“ schreit. Das kommt erst später.
Wenn klar ist, dass es anscheinend keine körperlichen Ursachen für das Brüllen gibt, versucht es mal, dem Kleinen mit dem Finger ganz vorsichtig über der Nasenwurzel zu streicheln (Bereich zwischen Augenbrauen und Nasenansatz). Das hatte bei meinen beiden Kindern fast hypnotische Wirkung. Die Äuglein fielen zu.

Wenn das Kind dann schläft und zwischendurch mal kurz einen Brüller losläst, dann möglichst nicht stören. Auch kleine Babys haben unterschiedlich tiefe Schlafabschnitte, geben dann auch mal Laute von sich, die sich wie leise Schreie anhören, schlafen dann aber - wenn sie nicht völlig geweckt werden, von selbst wieder ein.

Mit Eurem Nachwuchs wünsche ich Euch noch viel viel Spaß. Aber Kinder zu haben bedeutet leider nicht nur und nicht ausschließlich SPASS.
Ein schönes WE wünscht BM

Die Ferber-Methode
Hallo,

diese Methode ist allerdings sehr umstritten - siehe:
http://www.ferbern.de

Grüße

Mira

PS: Auch wenn Kinderärzte oft zu solchen Themen befragt werden und auch gerne ihre Meinung dazu äußern, ist das eigentlich eine Erziehungsfrage - und dafür sind Ärzte im Grunde nicht ausgebildet.

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…jetzt einmal ein etwas anderes Statement: Man kann Kinder schon „alleine“ schlafen lassen (ich bin auch kein Fan von Kind schläft bei Eltern), jedoch kann man sie in dem Alter definitiv noch nicht durch Schreien lassen dazu bewegen die Meinung der Erwachsenen zu akzeptieren. Schreien ist bis ca. zum 6ten Monat ein Zeichen von sich nicht wohl fühlen und da sollte drauf eingegangen werden. Erst so ab dem 6ten Monat kann man versuchen durch minimal verspätetes reagieren auf das Geschrei heraus zu bekommen, ob das Kind aus langer Weile schreit bzw. aus „Machtspielchen“ oder ob ihm wirklich was fehlt.

Wenn ihr Euren Zwerg alleine schlafen lasst, dann schaut mal, ob er gut „eingekuschelt“ ist. Vielen Neugeborenen ist das Bett viel zu groß. Erfahrene Leute legen die Kinder daher zum Teil quer in das Kinderbett oder legen das Stillkissen um die Kinder herum, damit diese die gleiche Enge und Geborgenheit spüren wie im Bauch. Lasst es Euch von der Hebamme zeigen, damit dem Kind nicht zu warm wird und es nicht ausversehen erstickt wird.

Oft hilft ein Himmel, der mit rosa und blauen Tüchern übereinander liegend angeblich an den Bauch erinnert.

Vielen Kindern ist es in der ersten Zeit viel zu leise. Im Bauch herschen 80-90 Dezibel. Das ist Lärm im wahrsten Sinne des Wortes. Legt das Kind ins Bettchen und lasst z.B. die Tür offen, damit es Euch hören kann, oder legt eine MusikCD ein mit beruhigenden Melodien.

TV sollte für Kinder bis zum 3ten Lebensjahr mehr oder weniger tabu sein. Gerdade für die ganz kleinen scheint die Geräuschskulisse oft bedrohlich zu wirken.

…und wenn Eurer Krümel im Schlaf Geräusche von sich gibt nicht gleich das Kind rütteln oder hoch nehmen. Eine Freundin hat auf jedes Geräusch reagiert mit dem Ergebnis, dass das Kind jedes mal richtig wach wurde und die beiden sich nach ein paar Wochen fast gegenseitig gekillt hätten, weil beide total übermüdet waren. Manchmal sind Kinder sooo müde, dass sie nicht mehr schlafen können.

Aus Erfahrung mit meinen Kusinen kann ich nur sagen - selbst versuchen einen Gang runter zu schalten, ruhig atmen, ganz leise werden, eine Stimmung erzeugen die ganz ruhig und langweilig für das Kind ist - die Kinder schlafen fast freiwillig ein, wenn ihnen nichts fehlt, weils einfach langweilig ist und sich eure Stimmung überträgt - nicht immer leicht.

…manche Kinder können nur in Dunkelheit schlafen - manche brauchen ein Lichtchen im Raum um sich "orientieren "zu können. Probiert mal beide Varianten.

Hallo Kali,

wollte erst gar nichts mehr dazu sagen, aber Du hast nett geantwortet und deswegen möcht ich Dir auch keine Antwort schuldig bleiben.

Übrigens, mein erster Eindruck war: das ist ein Fake, hier will jemand wiedermal das Forum aufmischen und die leidige Ferber hin, Ferber her - Diskussion anfangen. Und das mit einem 4 Wochen alten Baby. Ich sehe, daß es nicht so gemeint war, aber für meinen ersten Eindruck kann ich ja nichts, der war nunmal da. Ich las Deine Zeilen wirklich mit offenem Mund und konnte es nicht glauben.

wie duplosche schon sagt fühlen wir uns wirklich was
„runtergemacht“…aber aus den paar Zeilen, die ich schrieb
kannst du ja nicht auf unser Verhalten dem Säugling gegenüber
schließen.

Na ja, die waren schon sehr aussagekräftig. Und meiner Meinung nach hab ich euch nicht runtergemacht. Hab mich sehr zusammengerissen und das „schlimmste“ was ich schrieb, war „mir fehlen die Worte“.

Die Situation ist nur…es ist unser erstes Kind, wir sind
schon ältere Eltern und machen uns Gedanken wie man es mit der
Erziehung richtig macht…

Äh, Entschuldigung, aber was ist denn das für ein Einwand? Erstes Kind - nun gut, bei mir auch; ältere Eltern - also ich wette, ich war älter bei der Geburt als die Mutter, die Chancen stehen gut, daß ich die Wette gewinne; und Gedanken wie man es richtig macht mit der Erziehung - das reicht, wenn man sich die im zweiten Lebensjahr macht. Im ersten Lebensjahr kann man das Kind im eigentlichen Sinne nicht erziehen, und übrigens auch nicht verwöhnen, wovor viele so Angst haben.

aus diesem Grund lesen wir auch
viel in diversen Quellen. Aber es ist wie mit fast
Allen…frage 4 Leute und Du bekommst 5 Meinungen!

Da würd ich jetzt spontan antworten: weniger lesen, vielmehr auf das Bauchgefühl hören.

Bücher benötigt man in der Zeit evtl. für Stillprobleme, Wochenbettdepression, Tragetuchbindungen, Krankheiten, aber weniger für den ganz normalen Umgang mit einem Säugling. Und noch einmal, einfach auf den Bauch hören.

Es ging in meinem Posting darum mal verschiedene Meinungen zu
erhalten und nicht nur das zu lesen was jemand in einem Buch
schrieb.

Gut, das hatte ich nicht so verstanden, es klang wirklich so als wolltet ihr im schlafen „beibringen“, bzw. das er abends gegen 20h ins Bett „gehört“.

Gestern abend hatten wir ihn zuerst in sein Bett gelegt (ihn
mit in unseres zum Schlafen zu nehmen haben wir auf keinen
Fall vor, daran soll er sich nicht gewöhnen

??? Gewöhnen? Etwa, weil er dann womöglich verwöhnt wird? Bitte verwöhnt euren Säugling, im ersten Lebensjahr kann man einen Säugling nicht genug verwöhnen. Um das Verwöhnen im negativen Sinne könnt ihr euch dann später kümmern und Bücher lesen.

Meine Frau hat ihn nochmal gestillt und ich habe ihm danach
technisch detailliert und langatmig erzählt was wir am Tag auf
der Arbeit gemacht haben und wie sonst mein Tag war.

Das find ich schön, gefällt mir:wink:

Am Rande des Nervenverlustes sind wir noch lange nicht…ich
glaube da gibt es viel größere Problemfälle

Ich sehe hier überhaupt keinen „Problemfall“, im Gegenteil, doofer Ausdruck, aber wenn ihr so wollt einen Bilderbuchsäugling.

Thema Nervenverlust: aber so ein bißchen habt ihr schon vermutet, daß sich das Leben etwas änder wird, oder? Säugling pünktlich zur Tagesschau im Bett und so, das habt ihr nicht wirklich geglaubt?:wink:

Es ist nicht meine Absicht euch runterzumachen, ich hab rein emotional hier im Brett wenig Möglichkeiten und wenn es dann mal so klingt, dann möchte ich nur mein Erstaunen (teilweise auch mein Entsetzen) zum Ausdruck bringen. Das sollte erlaubt sein.

Liebe Grüße und bitte verwöhnt euren Säugling wo es nur geht. Gerade in den ersten Monaten kann man einen Säugling nicht genug verwöhnen. Er wird es euch danken mit einem völlig unkomplizieren Verhalten später. Ich habe keine Statistik, aber eine einzige kleine Tochter, der ich weder schlafens- noch essenstechnisch irgendetwas „beigebracht“ habe. Und ich hab sie verwöhnt wo es nur geht. — Sie ist das unkomplizierteste und selbstständigste Kleinkind weit und breit:wink: (Hi, hi, so reden nur Mütter, oder?:wink:

Christiane

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Huhu Dany,

Er fragt doch schließlich was er besser machen
kann. Es sind noch keine Super-Eltern vom Himmel gefallen ;o).
Ihn anzumeckern finde ich nicht sonderlich förderlich, auch,
wenn du im Grundtenor durchaus Recht hast.

Hab ich echt gemeckert? Hat man es so empfunden? Und ich dachte ich hab mich soooo zusammengerissen. Was ich nicht gemacht hab, ist Ratschläge zu geben und so gesehen kann man auch sagen mein Posting ist für die Katz gewesen. Aber ehrlich, ich wollt einfach nur mein Entsetzen zum Ausdruck bringen. Vielleicht nicht hilfreich für die beiden, aber das mußte einfach raus:wink: (Und super Ratschläge gab’s ja dann auch von euch:wink:)

Thema Super-Eltern - was ist das? - darum ging’s mir nicht. Aber es spricht wenig für unsere Gesellschaft, wenn man jetzt selbst mit einem kleinen Säugling zu Hause sich gleich zig Ratgeber holt, in schriftlicher wie auch mündlicher Form und dann sich lange Gedanken macht welche Methode nun die richtige ist. Mein Gott, brauchen wir (ja, ja, in bin auch Teil dieser Gesellschaft:wink: wirklich schon Ratgeber wie man mit einem kleinen Säugling umgeht? Warum hört denn keiner mehr auf sein Bauchgefühl? Das hat doch jeder!

Ich denke gerade an eine Freundin, die hatte tonnenweise Bücher in mehreren Sprachen im 3. SS-Monat verschlungen von Autoren wie Magda Gerber, E. Pikler, etc. Namen von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Die hat sich mit autoritärer/antiautoritärer Erziehung beschäftigt, mit den Anthroposophen und ganz schlau daher geredet wie toll und vorbildlich sie alles machen wird. Jetzt ist ihr alles wurscht, Hauptsache das Kind läßt sie in Ruhe und als Argumentation sagt sie, sie wäre auch ein schwieriges Kind gewesen und ihr Kind sei halt genauso. Grmpfffffff… Sorry, absolut o. T.

Liebe Grüße,
Christiane