Wie 'funktionieren' Aktien?

Hallo,

aus meiner Frage erkennt ihr schon, dass ich mich mit dem Thema „Aktien“ noch nicht befasst habe.
Also, Situation Fa. XYZ braucht Geld und druckt Zettelchen, die sie für einen bestimmten Betrag verkauft (Aktie). Nimmt also eine bestimmte Menge an Geld ein (Gebühren etc. vernachlässige ich mal).
So, jetzt kann jeder seine Aktie weiterverkaufen, wenn ein potentieller Käufer mein, dass der WErt steigt, o.k.
Wenn Gewinne eingefahren werden, bekommt der Aktionär eine Belohnung (Dividende), auch o.k.
Aber welchen unmittelbaren Nutzen hat ein Unternehmen davon, dass der Aktienkurs steigt?
Wenn die Fa. selbst Aktien hält, kann sie natürlich diese gewinnbringend veräußern, aber dann verkauft sie sich selbst, also wenig sinnvoll.
Nur davon, dass der Aktienpreis steigt macht zwar den Namen vielleicht bekannt, bringt aber doch kein Geld in die Kasse.
Und, in Deutschland ist die Aktienkultur nicht entwickelt, liest man.
Warum soll ich Aktien kaufen, damit arbeite ich doch den (häufig Interims-)Managern zu, die Leute entlassen und so den Kurs hochtreiben.
Das ist doch zurzeit die Situation, dass die Gewinne maximiert und privatisiert werden, aber die Lasten, Arbeitslose, sozialisiert werden.
Also, wozu???
Suche grad einen Job, Danke an die USA (Aufkauf -> Entlassung)

Gruß volker

Hallo!

Aber welchen unmittelbaren Nutzen hat ein Unternehmen davon,
dass der Aktienkurs steigt?

Die Frage kommt mir bekannt vor: /t/aktienkurs/2744198

Gruß Christian

Hallo,
ok, feindliche Übernahme wird teurer, versteh´ich.
Kapitalerhöhung ??? Ich dachte da werden schlicht weitere Aktien ausgegeben, da ist es doch egal, wie der Kurs steht, wemm man mal von dem Anreiz, die Aktien zu kaufen absieht.
Ich brauche doch nur das notwendige (zusätzliche) Kapital durch die Anzahl der gewünschten Aktien zu dividieren und kenne deren Ausgabekurs oder Kapital/Kurs = Anzahl.
Was verstehe ich da falsch???
(Ich habe natürlich Gebühren, Steuern etc. ausgeklammert, insofern 0. Näherung)
Gruß Volker

Hallo,

Kapitalerhöhung ??? Ich dachte da werden schlicht weitere
Aktien ausgegeben, da ist es doch egal, wie der Kurs steht,

nein, eben nicht. Dem Unternehmen fließt ja der Ausgabekurs zu und der ist eben abhängig vom aktuellen Aktienkurs.

Ich brauche doch nur das notwendige (zusätzliche) Kapital
durch die Anzahl der gewünschten Aktien zu dividieren und
kenne deren Ausgabekurs oder Kapital/Kurs = Anzahl.
Was verstehe ich da falsch???

Interessanter Ansatz, den ich damals gar nicht gesehen habe. Ich war schon kurz davor, diesen Punkt für zukünftige Argumentationen zu streichen, aber dann kam mir doch noch ein schlauer Gedanke: Je mehr Aktien ich auf den Markt werfe, desto höher ist die Gefahr, daß ein größerer Anteil Aktien in unbeliebte Hände gerät. Ob ich nun 10% (bezogen auf die bisherige Aktienzahl) auf den Markt werfen muß, um das Geld zusammen zu bekommen, oder 30% macht schon einen Unterschied. Außerdem ist die Höhe von sog. bedingten Kapitalerhöhungen (falls unklar, bitte fragen) begrenzt, auch insofern ergibt das für das Unternehmen eine größere Handlungsfreiheit.

Gruß,
Christian

ok,

nein, eben nicht. Dem Unternehmen fließt ja der Ausgabekurs zu
und der ist eben abhängig vom aktuellen Aktienkurs.

Ich brauche doch nur das notwendige (zusätzliche) Kapital
durch die Anzahl der gewünschten Aktien zu dividieren und
kenne deren Ausgabekurs oder Kapital/Kurs = Anzahl.
Was verstehe ich da falsch???

Christian, nach obiger Berechnung kann ich doch aber immer mein gewünschtes Kapital zusammenbekommen.
Das Argument, dass viele kleine Aktien gefählicher sind, greift, wenn 1 Aktie = 1 Stimme, unabhängig vom Wert gilt. Hm, weiss ich nicht sicher, aber ich glaube das ist so.

Wenn ich als Unternehmer jetzt das gewünschte Kapital so oder so bekomme, weshalb ist es dann für mich sinnvoll durch Entlassungen und damit verbundenen Substanz-Verlust, Know-how, Personalreserven, Konzentration auf das „Kerngeschäft“ und damit verbundenen Verlust von Kunden, die gerade die Produktvielfalt zu schätzen wussten, den Aktienkurs in die Höhe zu treiben.
Ich kenne ein Beispiel, dort hat eine Fa. Kunden verloren, da etliche „Randprodukte“, die mit ± Null da standen, also nicht gekostet haben, vermißten und abwanderten.

Ist das modernes Management?

Aktien sind sicher eine Möglichkeit Geld für ein Unternehmen aufzutreiben, ok. Aber zurzeit s.o. werden eben nur die Gewinne abgeschöpft und der Rest dem Staat überlassen.

Weshalb muss der Gewinn immer steigen???

Es muss notfalls auch reichen, wenn ich keine Schulden mache!!!

Wenn ich jedes Jahr x% Gewinn mache, bin ich doch im Posiven, weshalb muss dieser Satz jedes Jahr größer werden???

Noch haben wir genug Schwellen, Entwicklungsländer und der Wirtschaftsboom wird ein Weilchen andauern, immer auf Kosten der nächst „Niedrigeren“ (bitte nicht als menschliche Wertung betrachten).

Irgendwann haben alle ein Haus, ein Auto etc., dann gibt es keinen Wachstum mehr und auf diese explosive, soziale Situation steuern wir direkt zu.

Gruß Volker

Ist das modernes Management?

Aktien sind sicher eine Möglichkeit Geld für ein Unternehmen
aufzutreiben, ok. Aber zurzeit s.o. werden eben nur die
Gewinne abgeschöpft und der Rest dem Staat überlassen.

Auf die Diskussion lasse ich mich nicht ein und erst recht nicht hier. Es reicht mir, daß man in den Politikbretttern dauernd mit wirtschaftlich unbeleckten Träumern diskutieren muß.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,
wenn ich das falsche Brett erwischt habe, welches passt denn???
Ich habe gesagt, dass ich keine Ahnung habe.
Aus deiner Reaktion kann ich nur schließen, dass ich den Kerngedanken doch richtig verstanden habe, also Danke.

Gruß Volker,

der es bedauert, dass ich durch Lebens-, Haftpflicht etc.- Versicherungen auch ich in diese Aktienangelegenheit verstrickt bin.

Hallo Volker!

…weshalb ist es dann für :mich sinnvoll durch
Entlassungen und damit :verbundenen :Substanz-Verlust … den :Aktienkurs in die Höhe zu :treiben.

Wenn Du Geld anlegen möchtest, wirst Du vermutlich bei vertretbarem Risiko eine angemessene Rendite erwarten. Wenn Du die Wahl hast, wirst Du nicht in ein Unternehmen investieren, das einen Haufen unterbeschäftigter Leute mitschleppt und bezahlt, statt für die Eigentümer des Unternehmens eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. Jedes Unternehmen steht nicht nur mit seinen Produkten im Wettbewerb, sondern auch am Arbeitsmarkt um die geeigneten Fachleute und am Kapitalmarkt. Um für Anleger interessant zu sein, reicht es nicht, Geldwechselei zu betreiben. Es muß genug Gewinn erwirtschaftet werden, damit Du Dein Geld im Unternehmen läßt, statt es wegzunehmen, um es einem besser wirtschaftenden Unternehmen zu geben.

Aktien sind sicher eine :Möglichkeit Geld für ein :Unternehmen aufzutreiben, ok. :Aber zurzeit s.o. werden eben :nur die Gewinne abgeschöpft :und der Rest dem Staat :überlassen.

Gewerbliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Gewinnerzielungsabsicht stattfindet. Alles andere ist Hobby oder caritative Betätigung.

Es muss notfalls auch :reichen, wenn ich keine :Schulden mache!

Tue Dir selbst den Gefallen und mache Dich niemals selbständig! Du wirst verhungern und kein Geld haben, um zu investieren. Und keine Bank wird Dir Geld leihen.

Wenn ich jedes Jahr x% Gewinn mache, bin ich doch im Posiven,
weshalb muss dieser Satz jedes Jahr größer werden???

Der Gewinn muß nicht immer größer werden, aber angemessen und wettbewerbsfähig, weil es eben auch Wettbewerb um Kapital gibt.

Noch haben wir genug Schwellen, Entwicklungsländer und der
Wirtschaftsboom wird ein Weilchen andauern, immer auf Kosten
der nächst „Niedrigeren“

Gewinn muß nicht zwangsläufig auf Kosten von wem auch immer erwirtschaftet werden. Die Preise verkaufter Produkte richten sich nach der Marktsituation und orientieren sich u. a. am Nutzen des Kunden. Der Kunde hat einen Nutzen vom Produkt, sonst würde er es vermutlich nicht freiwillig kaufen.

Irgendwann haben alle ein Haus, ein Auto etc., dann gibt es
keinen Wachstum mehr und auf diese explosive, soziale
Situation steuern wir direkt zu.

Aktien erschienen wohl nur der Anknüpfungspunkt für ganz andere Themen zu sein. Solche Diskussion können wir einfacher haben, wenn Du gleich die Dich bewegende Frage ins geeignete Brett schreibst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Volker!

Wir sind ja etwas von deiner ursprünglichen Frage abgewichen:

Aber welchen unmittelbaren Nutzen hat ein Unternehmen davon,
dass der Aktienkurs steigt?

Also, wer ist denn der Besitzer eines Unternehmens? Genau die Aktionäre! Welchen nutzen hat also das Unternehmen von einem steigenden Aktienkurs? Richtig! Die Besitzer werden reicher, also die Aktionäre. Wann steigt der Aktionkurs? Dann wenn man steigende Gewinn erwartet und das Unternehmen mehr „Wert“ wird (EVA). Ist das immer so? Nein, da viel Leute denken Sie wüssten jetzt schon was morgen gut läuft, spekulieren sie wer mehr Gewinn machen wird und kaufen die Aktie heute. Wenn viele Leute so denken, dann steigt der Kurs automatisch obwohl das Unternehmen nicht mehr „Wert“ ist. Die Leute kaufen die Zukunftsaussicht.

Ich hoffe das mit den Aktien ist jetzt etwas klarer und das Thema Wirtschaftspolitik klammern wir dann lieber mal aus.

Gruß Christian

Hallo,

Kapitalerhöhung ??? Ich dachte da werden schlicht weitere
Aktien ausgegeben, da ist es doch egal, wie der Kurs steht,

nein, eben nicht. Dem Unternehmen fließt ja der Ausgabekurs zu
und der ist eben abhängig vom aktuellen Aktienkurs.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

wenn wir das Unternehmen im engeren Sinne unabhängig von seinen Aktionären sehen, das eine Kapitalaufstockung vornimmt, sagen wir mal von 50.000 Euro und dafür werden 1.000 neue Aktien ausgegeben, dann entspricht das einem Nennwert von 50 Euro pro Aktie. Nehmen wir weiters an der Kurs der Aktie beläuft sich auf 60 Euro pro Aktie. Nun erhöht sich doch das Grundkapital des Unternehmens doch nur um 50.000 Euro, die restlichen 10.000 Euro finden sich nicht im Grundkapital des Unternehmens wieder, sondern dieses Geld berührt ausschließlich die Aktionäre úntereinander und nicht das Unternehmen im engeren Sinne. Sehe ich das richtig?

Vielen Dank

Martin Unterholzner

Hallo,

wenn wir das Unternehmen im engeren Sinne unabhängig von
seinen Aktionären sehen, das eine Kapitalaufstockung vornimmt,
sagen wir mal von 50.000 Euro und dafür werden 1.000 neue
Aktien ausgegeben, dann entspricht das einem Nennwert von 50
Euro pro Aktie. Nehmen wir weiters an der Kurs der Aktie
beläuft sich auf 60 Euro pro Aktie. Nun erhöht sich doch das
Grundkapital des Unternehmens doch nur um 50.000 Euro, die
restlichen 10.000 Euro finden sich nicht im Grundkapital des
Unternehmens wieder, sondern dieses Geld berührt
ausschließlich die Aktionäre úntereinander und nicht das
Unternehmen im engeren Sinne. Sehe ich das richtig?

nein. Am einfachsten wird es wie so oft, wenn man sich die Buchungssätze anschaut:

Kasse 60.000 an gezeichnetes Kapital 50.000
an Kapitalrücklage 10.000

Die 60.000 gehen also voll ins Eigenkapital, nur eben in verschiedene Positionen. Vgl. dazu auch § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. http://dejure.org/gesetze/HGB/272.html

Gruß,
Christian

wenn ich das falsche Brett erwischt habe, welches passt
denn???

Mißbraucht wird für derartige Themen gerne mal der Politikbereich.

Ich habe gesagt, dass ich keine Ahnung habe.
Aus deiner Reaktion kann ich nur schließen, dass ich den
Kerngedanken doch richtig verstanden habe,

Sicher sicher.

C.

Hallo Wolfgang,
so, ich bin wieder zu Hause und die Nachhilfe „Wirtschaft für Doofe“ kann weiter gehen.
Um die Beantwortung deiner u.a. Vermutung vorwegzunehmen:
Ich möchte wirklich wissen, was ein Unternehmen von stetig steigenden (!) und Kursen Gewinnen hat
Bis jetzt meine ich verstanden zu haben:

  • Ausgabe von Aktien -> Unternehmen bekommt Geld, o.k.
    dass ich jemandem, der mir Geld leiht eine Belohnung gebe (Dividende), o.k.
  • wenn jetzt ein Unternehmen steigende Gewinne ausweist, werden mir andere Leute für meine Aktie mehr Geld zahlen, als ich bezahlt habe, ich kann also Gewinne realisieren, wenn ich Fach-Termini nicht richtig, sondern nur sinngemäß verwende, sorry, s.o. ich habe keine Ahnung, sondern Fragen
  • das ist der Kapitalmarkt, der für euch „Wissenden“ etwas völlig anderes ist
  • aber genau darauf zielte meine Frage ab, welchen Vorteil hat ein Unternehmen, wenn die Anteilsscheine hoch gehandelt werden;
    Christian hat schon als Vorteil die teuere „feindliche Übernahme“ genannt, dies kann ich nachvollziehen, wenn ich diesen Begriff richtig verstanden habe, als ein Aufkaufen der Aktien um eine Mehrheit zu bekommen und dann den kurs zu bestimmen
  • aber, hierdurch hat ein Unternehmen immer noch nicht mehr Geld in der Kasse
    Jetzt zum Gewinn:
    Für mich fängt der Gewinn an, wenn ich alle Löhne, Gehälter, Mieten usw. natürlich Rücklagen für „Unvorhergesehenes“, Investitionen „abgehakt“ habe.
    so, weshalb muss dieser Gewinn immer weiter steigen???
    In meiner Frage hatte ich geschrieben, dass es sich um Bereiche, Produkte handelten, die sich selber tragen, also ± Null, d.h. aber auch keine Kosten verursachen und dem Namen des Unternehmens Vorteile bringen.
    Diese leute kennen den Betrieb, die Produkte und können bei Engpässen schnell produktiv (!!!) eingesetzt werden, da sie nicht angelernt werden müssen.
    Erstmal soweit, es wird langsam sehr lang.
    Gruß Volker

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

so, weshalb muss dieser Gewinn immer weiter steigen???

ich will auf die anderen Punkte nicht eingehen, weil wir wahrscheinlich allein drei Tage damit beschäftigt wären, uns darauf zu verständigen, worum es überhaupt geht - zu groß sind die (genauer: Deine) Unsicherheiten bei den einzelnen Vokabeln.

Der Wunsch nach Gewinn ergibt sich daraus, daß jemand Geld in das Unternehmen steckt, daß er einerseits ausgeben und andererseits anderweitig investieren könnte. Diesen Ansatz nennt man Opportunitätskostenansatz, d.h. man betrachtet die anderen Gelegenheiten (Opportunitäten), die sich einem für die Geldanlage bieten und vergleicht diese. Dies sind zwei Gründe von einer knappen Handvoll, warum es Zinsen auf Kredite gibt: Entschädigung für Konsumverzicht und Konkurrenz der Anlagemöglichkeiten. Ein anderer wichtiger Grund für Zinsen ist das Risiko, was man bei einer Kreditvergabe hat. Dieses Risiko wird mit der Risikoprämie bezahlt, die einen Teil des Zinssatzes ausmacht.

Diese Überlegungen betreffen aber nicht nur die Kreditvergabe (also Vergabe von Fremdkapital), sondern auch die Vergabe von Eigenkapital, wie das bspw. bei Aktien der Fall ist. Der Unterschied zum Fremdkapital ist, daß das Risiko eines Ausfalls bei Eigenkapital höher ist und bei Eigenkapital auch keine Rückzahlung erfolgt, der Konsumverzicht also „auf ewig“ erfolgt.

Nun stellen wir uns mal vor, ein Unternehmen habe ein gezeichnetes Kapital von 1 Mio. Euro, eingeteilt in 1000 Aktien, so daß auf jeden Aktionär in der Stunde 0 1000 Euro Einsatz entfielen.

Für die Verzinsung von Eigenkapital rechnet man je nach Risiko 10-20% (es gibt auch Branchen und Unternehmen, in denen 25 oder gar 30% gefordert werden, aber das sind uninteressante Einzelfälle), wobei ich hier einfach mal der Bequemlichkeit 10% wähle. Im ersten Jahr wird also ein Gewinn von 100.000 erwartet und auch erzielt. Da man als schlauer Aktionär davon ausgeht, daß das Unternehmen Kapital besser investiert als man selber (sonst hätte man der Bude gar nicht erst Geld gegeben), verzichtet man auf Dividende (d.h. auf die (Teil)Auszahlung des Gewinns). Das Kapital beläuft sich nun auf 1.100.000.

Für das nächste Jahr werden darauf 10% Verzinsung erwartet, also 110.000. Und so entsteht die Erwartung steigender Gewinne.

Alternatives Szenario: Das Unternehmen erzielt im zweiten Jahr wieder den gleichen Gewinn wie im Vorjahr, d.h. 100.000 Euro. Damit ist die Verzinsung von 10 auf 9,1% zurückgegangen. In dem Augenblick überlegen schon die ersten Aktionäre, ob sie die Aktien nicht doch lieber verkaufen und bei gleichem Risiko in ein besser wirtschaftendes Unternehmen investieren sollen. Der Aktienkrus sinkt, die Fähigkeit, zusätzlich Kapital zu bekommen geht zurück.

Steigende Gewinne sind also kein Selbstzweck sondern sichern die Existenz des Unternehmens.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

jo, ich kenne das Vokabular wirklich nicht richtig.

Deine Begründung weshalb die Gewinne steigen müssen kann ich so nachvollziehen, mit einer einer Einschränkung:
ich bin bei steigenden Gewinnen von steigenden Prozentsätzen ausgegangen, dies habe ich allerdings nicht explizit gesagt.
Aber den Kerngedanken habe ich glaube verstanden.
Gruß Volker

Hallo noch mal,

ich bin bei steigenden Gewinnen von steigenden Prozentsätzen
ausgegangen,

hm, das ist mir persönlich noch nicht untergekommen, allerdings bin ich auch nur wenigen Unternehmen begegnet, die ihre langfristig-strategischen Renditeziele erreicht hätten.

Gruß,
Christian