Wie geht ihr bei der Hausarztsuche vor?

Hallo WWWler,

ich habe das Pech, ständig in eine neue Stadt zu ziehen und stehe jedes Mal vor dem Problem, mir einen Hausarzt suchen zu müssen. Dabei hab ich schon viele Erfahrungen gemacht, eher selten gute (aber auch).

Wie geht ihr denn vor, wenn ihr eine/n sucht? Was sind eure Kriterien?

Zum Beispiel finde ich es wichtig, dass er in der Nähe ist, denn wenn es mir schlecht geht, möchte ich keine halbe Stunde fahren müssen. Homöopathische bzw. naturheilkundliche Kenntnisse finde ich auch gut, aber wenn das am Praxisschild steht, kann das alles oder nichts heißen.

Aber letztlich kann man vorher nicht viel checken, muss eigentlich immer hin und sich die Leute anschauen. Das ist natürlich extrem aufwändig. Auch Bekannte zu zu fragen, bringt meiner Erfahrung nach nicht viel, denn viele gehen nur 1x im Jahr wegen einer Erkältung hin oder sind mit ihrem Arzt auch nicht zufrieden.

(Was mich überrascht hat, in jeder Stadt aber so zu sein scheint: Es gibt jede Menge gute Zahnärzte.)

Aber zurück zur Frage: Wie findet ihr einen guten Hausarzt?

Trilli

Hallo Trilli,

Aber zurück zur Frage: Wie findet ihr einen guten Hausarzt?

als ich das letzte mal groß umgezogen bin, hab ich Menschen, die ungefähr meine Kragenweite waren gefragt, welchen Arzt sie haben.
Da wurde ein Name mehrfach genannt und als es nach einigen Jahren (ja, so selten bin ich richtig krank) nötig war, bin ich dorthin gegangen und den Herrn hab ich behalten.

Zahnarzt war ähnlich.
Eine Vereinskammeradin kam mit einem Kerl zu einer Feier, mit dem ich mich richtig gut unterhalten habe. Irgendwann kam raus, daß er Zahnarzt ist und ich brauchte diemal zufälligerweise bald darauf einen Zahnklemptner.
Also dorthin und auch hier bin ich treu geblieben.

Gandalf

Mahlzeit,

wichtig finde ich auch, daß die Sprechstundenhilfe freundlich und kompetent sind und die Praxis einigermaßen organisiert ist. Gerade wenn man krank ist, hat man nicht die Kraft oder die Lust, sich mit Leuten zu ärgern, die einen entweder nicht verstehen oder stur auf Formalitäten pochen, usw.

Mit meinem letzten Hausarzt war ich an sich zufrieden, weil ich sehr selten dahin mußte. Das änderte sich, als ich krank wurde und jede Woche, manchmal auch mehrmals, dort auftauchen mußte: Routinekontrollen, Blutentnahmen, Spritzen, was auch immer. Da zeigte es sich, daß die Sprechstundenhilfe einfach brutal daneben war. Das Faß zum Überlaufen brachte es, als ich den Überweisungsschein im Auto vergessen hatte, das unten vor der Tür parkte: ich ging raus, um den Schein zu holen, und kam nicht mehr rein - die Praxis war, da es inzwischen nach Praxisschluss war, geschlossen, und obwohl da drinnen etliche Patienten waren und ich selbst eben noch mit der Frau gesprochen hatte, reagierte sie weder auf Klingel- noch auf Telefonzeichen. Irgendwann kam ein anderer Patient raus, so daß ich doch noch reinkam, und da mußte ich mir anhören: „Wisse Se, wieviele Leute hier ständisch anrufen oder klingeln? Nee, da geh isch net ran.“

Da holte ich nur noch meine Patientenakte ab und suchte mir einen anderen Hausarzt, mit dem ich bis heute sehr zufrieden bin.

Das wäre also mein Tip: schau Dir das Praxisumfeld genauer an!

Gruß

Sancho

3 Aspekte
Hi Trilli

Homöopathische bzw. naturheilkundliche
Kenntnisse finde ich auch gut, aber wenn das am Praxisschild
steht, kann das alles oder nichts heißen.

Da gibt es diesbezüglich einen unschätzbaren Vorteil bei den Ärzten gegenüber den Heilpraktiken (ohne die Heilpraktiker jetzt generell anzugreifen).
Ein Arzt darf sich Zusatzbezeichnungen wie „Homöopathie“, „Naturheilverfahren“, „Allergologie“, „Tropenmedizin“ u.a.m. nur aufs Schild schreiben, wenn er sämtliche Richtlinien für so eine Zusatzbezeichnung erfüllt und erworben hat und ihm diese dann nach Einreichen von der zuständigen Ärtekammer offiziell verliehen wurden. Wenn er as nicht hat, macht er sich strafbar und wird häufig sofort mit Abmahnungen oder härteren Repressionen bedroht. Das ist ach gut so, denn dadurch wird gewährleistet, dass bei diesen Zusatzbezeichnungen, die quasi „kleine Fachärzte“ bedeuten, auch ein entsprechendes Wissen u. entspr. Erfahrung vorliegen.
Das ist schonmal GANZ wichtig. Ich habe z.B. selbst den Zusatz „Naturheilverfahren“ in den 80er Jahren erworben, ihn mir aber seit den 90e Jahren nicht mehr auf mein Paxisschild geschrieben, weil ich nun als Facharzt für Psychosomnatische Medizin und Psychotherapie einen anderen Schwerpunkt habe.
Ich würde aber z.B. wegen eine Allergie nur zu einem Kollegen mit dem Zusatz „Allergologie“ gehen, weil ich sonst befürchten müsste, mit unseriösen Methoden und Diagnostica bedient zu werden.
Was einen anderen Aspekt betrifft, stimme ich Sancho zu. Viele Kollegen haben sich sehr merkwürdige und gewöhnungsbedürftige ArzthelferInnen angestellt. Man fragt sich zuweilen, was sich die lieben Kollegen dabei gedacht haben. Wahrscheinlich haben sie garnicht genug (nach)gedacht dabei.
Drittens: Ein Hausarzt muss sowohl kompetent als auch passend, sprich: bekömmlich, für einen sein. Da musst Du Dich dann auch auf dein Gespür verlassen.
Gruß,
Branden

Genau!
Hallo Sancho,

wichtig finde ich auch, daß die Sprechstundenhilfe freundlich
und kompetent sind

Da hast Du wirklich Recht. Wobei bei meiner zukünftigen Ex-Hausärztin ist es genau umgekehrt; da schmeißt die Sprechstundenhilfe den halben Laden selbst. Ohne die wäre die Ärztin absolut verloren.

Aber die andere Erfahrung hab ich einfach öfter gemacht, nämlich dass die Sprechstundenhilfen und auch die Arzthelferinnen unmotiviert und grob waren. Da nutzt mir dann ein kompetenter Arzt/Ärztin wenig, denn den sehe ich manchmal gar nicht oder nur fünf Minuten.

Was ich auch nicht mag, aber vielleicht bin ich da empfindlich: Wenn der Arzt grob mit seinen Helferinnen umgeht, sie anfaucht oder niedermacht in meinem Beisein.

Ein bisschen ähnlich ging es mir mit den Friseuren, aber da hab ich nach langem Suchen endlich Glück. Sowohl Chef als auch Team lachen viel miteinander, die Leute sind alle gut ausgebildet und ich fühle mich hinterher IMMER besser als vorher.

Gruß
Trilli

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Hallo Branden,

danke für Deine Antwort.

Das ist ach gut so, denn
dadurch wird gewährleistet, dass bei diesen
Zusatzbezeichnungen, die quasi „kleine Fachärzte“ bedeuten,
auch ein entsprechendes Wissen u. entspr. Erfahrung vorliegen.

Meine Erfahrung ist die, dass manche Ärzte ihre Zusatzqualifikation vor allem dazu nutzen, Zusatzeinkommen zu erzielen. Es scheint dann eher darum zu gehen, mich schnell zu einer privaten Anamnese zu kriegen, als mit dem gesammelten Wissen zu einer guten Diagnose und Therapie zu kommen.

Dass das vielleicht nötig ist, weil Kassenpatienten kaum Einkommen bringen, will ich nicht diskutieren, das kann ich nicht beurteilen.

Man fragt sich zuweilen, was sich
die lieben Kollegen dabei gedacht haben. Wahrscheinlich haben
sie garnicht genug (nach)gedacht dabei.

Vielleicht liegt auch das am Geld? Auch in meinem Job werden oft Leute angestellt, die sozial inkompetent sind, aber für wenig Kohle arbeiten. Wobei das als Designer oder Entwickler weniger Schaden anrichtet.

Drittens: Ein Hausarzt muss sowohl kompetent als auch passend,
sprich: bekömmlich, für einen sein. Da musst Du Dich dann auch
auf dein Gespür verlassen.

Natürlich, das ist das Wichtigste. Ich muss dem Menschen vertrauen können und bei aller Kompetenz muss das funktionieren. Ich muss ihn ja nicht „heiraten“, aber eine Grundsympathie muss da sein.

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Geld oder Leben
Hi Trilli

Meine Erfahrung ist die, dass manche Ärzte ihre
Zusatzqualifikation vor allem dazu nutzen, Zusatzeinkommen zu
erzielen.

Du solltest dabei aber bedenken, dass kaum ein Arzt sich langwierig für ein Fach oder eine Zusatzbezeichnung quailifiziert, nur um mehr Knete zu bekommen, sondern primär, weil das Gebiet ihn interessiert. So war es bei mir uns allen Kollegen, die ich kenne, will ich meinen.
Das fängt ja schon damit an, dass kaum ein Mensch Medizin studiert um der Kohle willen. (Höchstens Zahnmedizin, aber das ist eine andere Kammer, das kann und will ich nicht beurteilen.)
Heutzutage wär das schon recht absurd, aber auch früher, wo man noch einigermaßen verdient hat mit diesem Beruf, war das selten Triebfeder Nummer eins.
Dieses Vorurteil wird aber oft von außen auf die Ärzte projiziert.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

was sind denn die Zulassungsbedingungen für die Bezeichnung Naturheilverfahren?

Danke
Kathy

Hi Kathy

was sind denn die Zulassungsbedingungen für die Bezeichnung
Naturheilverfahren?

In den 80er Jahren (ich weiß nicht, ob das weiter verschärft oder kompliziert worden ist inzwischen) musste man entweder ein halbes Jahr als Arzt auf einer naturheilkundlich anerkannten Station einer Klinik arbeiten oder aber 3 Monate auf so einer Station als Arzt tätig sein und mehrere (6 ?) mehrtätige Naturheil-Kongresse mit entprechend ausgearbeitetem Programm abgezeichnet vorlegen. Du musstest also dafür entweder mindestens ein halbes Jahr in Vollzeittätigkeit, also intensiv, echnen oder aber 1 bis 2 Jahre mit den zum Teil aufwendigen Kongressen in veschiedeen deuschen Orten rechnen.
Diese Zusatzbezeichnung war noch - mit anderen Zusatzbezeichnungen verglichen - damals in absehbarer Zeit machbar, natürlich nur, wenn man entweder Vollzeit ein halbes Jahr umsonst arbeiten wollte (es gab quasi nur Gastarztstellen ohne Entlohnung auf absehbare Zeit)oder aber noch mehr Zeit investieen musste, was für festangestellte Kollegen oder solche, die schon eine Praxis berieben, fast unmöglich war.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

wenn man entweder Vollzeit ein halbes
Jahr umsonst arbeiten wollte (es gab quasi nur Gastarztstellen
ohne Entlohnung auf absehbare Zeit)oder aber noch mehr Zeit
investieen musste, was für festangestellte Kollegen oder
solche, die schon eine Praxis berieben, fast unmöglich war.

Und gerade deshalb, habe ich mal live mitbekommen, scheinen sich manche Ärzte dies gegenseitig zu bestätigen. Es scheint also Kollegen zu geben, die diese Zeit gar nicht wirklich absolviert haben. Wie sollten sie auch bei eigener Praxis.

Krasses Gegenteil waren dann aber junge Ärzte, die vor einer Niederlassung versuchten, die Zeit zusammen zu bekommen und wirklich voll dabei waren. Gibt mal wieder solche und solche.
Für den Patienten, der sich explizit einen Arzt danach aussucht allerdings fatal, er bekommt evtl eine Mogelpackung und mit einem schnellen Rezept für Antibiotika wieder aus der Praxis.

Das ist ein wenig ähnlich, als wenn jemand, der ernsthaft Osteopathie betreibt die vollen Jahre Studium machen wird, aber leider jemand, der nur 1 oder 2 Wochenenden Kurs gemacht hat, es sich aufs Schild schreibt. Geht gar nicht!!!

Schönes Wochenende
Kathy

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Hi Kathy

Und gerade deshalb, habe ich mal live mitbekommen, scheinen
sich manche Ärzte dies gegenseitig zu bestätigen. Es scheint
also Kollegen zu geben, die diese Zeit gar nicht wirklich
absolviert haben. Wie sollten sie auch bei eigener Praxis.

Dass einem ein Chefarzt einer Naturheilkunde-Abteilung einer Klinik einem Kollewgen ein halbes Jahr bestätigt, ohne dass der da war, halte ich für mehr als nur gefährlich. Welcher Chef sollte denn dieses isiko auf sich nehmen? Er hätte keine Zeugen in der Klinik vorzuweisen und würde seine Approbation, seine Stellung und den wirtsvchaftlichen Ruin riskieren. Meinst Du ernsthaft, das würde ein Chefarzt riskieren für einen Kollegen?
Außerdem: Ich glaube nicht, dass ein Arzt, der so wenig Interesse für Naturheilverfahren hat, sich dermaßen um eine solche Zusatzbezeichnung bemühen würde. Die Patienen würden doch sein fehlendes Engagement bald bemerken und die Praxis wäre schnell pleite.
Gruß,
Branden

Hi Branden,

ob jemand das riskiert, keine Ahnung. Ich staune immer wieder darüber, was einige so riskieren. Ich würds nicht machen.
Pleite sind die Praxen nicht. Die Patienten wundern sich zwar sehr, weil die bestimmten Ärzte wirklich keinerlei Naturheilverfahren anwenden. Diejenigen, denen es wichtig ist, die sind dann wieder weg. Aber die Stammpatienten, die er vorher bei normal voller Praxis schon hatte, die bleiben. Von daher haben die Ärzte wohl gedacht, sie könnten sich da ein Zusatzgeschäft in Form von mehr Patienten ranholen. Vielleicht das?

Gruß
Kathy
PS: Warum nun das van vorm Branden?

Hi,

Dieses Vorurteil wird aber oft von außen auf die Ärzte projiziert.

Da brauchen Sie sich auch nicht zu wundern.
Ich als privat Versicherter kann davon ein Lied singen.
Letztens war ich auf Anraten eines anderen Arztes bei einer Routineuntersuchung bei einem Endokrinologen.
Bei diesem hatte ich anfangs, vor den Untersuchungen, folgendes Gespräch:

Ich: „Hallo“
Er: „Hallo, wie geht es ihnen?“
Ich: „Gut, danke, ich soll mich hier nur mal routinemäßig untersuchen lassen“.
Er: „Ah, ok. Was machen Sie denn beruflich und treiben Sie Sport?“
Ich: „Ich bin Softwareentwickler, also viel vor dem Bildschirm. Sport mache ich mittlerweile, ich gehe seit ca. einem halben Jahr so 2-3 mal die Woche ins Fitnessstudio, nachdem ich die letzten paar Jahre sportlich gar nichts gemacht habe und nur Schokolade und Chips in mich hineingestopft habe.“.
Er: „Na das ist ja mal eine gute Umstellung! Wollen wir hoffen, dass sie das beibehalten. Dann gehen wir jetzt mal zum Ultraschall“.

Ende des Gesprächs.
Danach folgte noch ein Ultraschall, eine Blutabnahme und fertig.
Das Ganze hat alltogether ca. 15 Minuten gedauert (also Ultraschall + Blutabnahme + 1 Minute Gespräch).
Gesprochen habe ich mit dem ansonsten kaum mehr was.

Nun, kein allzu ungewöhnlicher Quasi-Smalltalk beim Arzt, ungewöhnlich nur die Rechnung: „Erörtern einer Lebensveränderung“ mit dem Hebesatz 2,3, der mittlerweile ja quasi Standard ist, der wird immer und überall angesetzt.
Jedenfalls: 40,23 €.

Wer §34 GOÄ nicht kennt:
„Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung in unmittelbarem Zusammenhang mit der Feststellung oder erheblichen Verschlimmerung einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung gegebenenfalls einschließlich Planung eines operativen Eingriffs und Abwägung seiner Konsequenzen und Risiken , einschließlich Beratung gegebenenfalls unter Einbeziehung von Bezugspersonen“

Und: Ich bin nicht krank, das war nur eine Routineuntersuchung ohne Ergebnis.

Dann ist es so, dass ich allgemein bei Folgerezepten (sind nur Ibus, die bekomme ich seit Jahren und nehme Sie nur wegen Verspannungen ab und zu weil sie besser sind als Aspirin, also wirklich überhaupt nix, was einer Beratung bedürfen und den Betrag rechtfertigen würde), die ich am Telefon bei meiner Hausärztin „beantrage“, die also die Sprechstundenhilfe ausdruckt, und die Ärztin nur noch ihre Unterschrift drunter setzt, immer 10,72 € (Beratung, auch telefonisch) bezahle.
Und auf Anfrage, warum denn nicht GÖÄ §2 für 1,75 € bzw. eben 3,15 € berechnet wurde, heisst es dann, dass „da eigentlich eine Beratung erfolgen müsste, und ich ja gerne jedes Mal in die Sprechstunde kommen könnte, um die Pillen zu holen“…

Oder wenn ich einen unverständlichen Brief eines Arztes erhalte (Beispiel: Brieftext sinngemäß „Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass sie kein extra Vitamin B12 brauchen“, ein Rezept liegt aber trotzdem bei), dann ruf ich den an, er sagt mir „nein, ich dachte nur, falls sie es trotzdem wollen, brauchen Sie nicht nochmal herkommen“ (Klar, ich nehme es, wenn ich es nicht brauche…) - kostet mich dieser 20-Sekunden-Anruf wieder 10,72 €.

Natürlich mag es Ausnahmen geben, aber das Gros der Ärzte, die ich kenne bzw. bei denen ich war, rechnen einfach so ab.

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Hi Kathy

Pleite sind die Praxen nicht.

Ob mit oder ohne Naturheilverfahren - verfahren ist die Sache allemal. In Berlin jedenfalls sind viele Praxen von der Pleite bedroht. Manch einer muss noch einen Nebenjob machen. Ein Freund von uns verkauft so z.B. noch Ärzte-Computer-Software, weil er seine Praxis, trotz vieler Patienten (aber eben nur Kassenpatienten) sonst nicht halten kann.
Die Privatversicherten machen es oft überhaupt nur möglich, eine Kassenarztpraxis weiter zu führen. Allein mit Kassenpatienten müssten viele Praxen schließen. Das wissen Ulla Schmidt & Co auch ganz genau, weshalb sie nicht ernsthaft die Privaten weg haben wollen. Das sagen sie nur, um bei den Massen (den Kassenpatienten) besser anzukommen, weil die Massen ja die Wahl entscheiden.

PS: Warum nun das van vorm Branden?

Ich habe mir einen neuen account zugelegt, um Patientenanfragen im Netz nicht mit meinen diversen Postings hier zu irritieren. Solange der alte Name noch drin war (bis ich mit dem neuen schreiben konnte), konnte ich den neuen Nickname ja schlecht so wie den alten nennen, oder? Ich kenne mich da technisch nicht so genau aus; jedenfalls habe ich meinen sowieso-Künstlernamen verwendet. Ein Zweig meiner Vorfahren hieß eh schon „von Branden“, da hab ich halt aus dem o ein a gemacht. Das „van“ passt auch besser zu mir als das „von“, glaube ich. :wink:
Es grüßt Dich
Branden

Hi Brandn,

Pleite sind die Praxen nicht.

Ich meinte dies auf Deine Nachfrage in Bezug auf die Ärzte, die nicht wirklich NHV machen. Nicht allgemein. Die Situation ist mir bekannt und gut finde ich sie auch nicht.

Ob mit oder ohne Naturheilverfahren - verfahren ist die Sache
allemal. In Berlin jedenfalls sind viele Praxen von der Pleite
bedroht. Manch einer muss noch einen Nebenjob machen.

Ich kann meine „Nebenjobs“, die ich auch als Vollzeit-Angestellte machen musste, um annähernd an ein Existenzminimum ranzukommen schon nicht mehr zählen. Und hätte trotzdem noch Anspruch auf Wohngeld…

Die Privatversicherten machen es oft überhaupt nur möglich,
eine Kassenarztpraxis weiter zu führen.

Nicht nur bei Ärzten.

Allein mit

Kassenpatienten müssten viele Praxen schließen. Das wissen
Ulla Schmidt & Co auch ganz genau, weshalb sie nicht ernsthaft
die Privaten weg haben wollen. Das sagen sie nur, um bei den
Massen (den Kassenpatienten) besser anzukommen, weil die
Massen ja die Wahl entscheiden.

Bzw ich nicht wirklich das Gefühl habe, das Wahlen irgendwas bringen. Entscheiden die Massen da überhaupt irgendwas?

Grüße Dich auch.
Kathy