Hallo,
vor einigen Tagen war in unserer Tageszeitung ein Artikel übers Trinken. Der hat mich etwas irritiert…
Hier einige Auszüge aus dem Artikel:
„Es gibt keine Erkrankung - außer dem Nierenstein-Leiden -, die den übermäßigen Konsum von Flüssigkeit erforderlich macht.“
„Überschüssige Flüssigkeit speichert der Körper im Gewebe. … Bei Flüssigkeitsbedarf nimmt er diese jedoch … aus dem Blutgefäßsystem. Um das Wasser aus dem Gewebe in das Blutgefäßsystem fließen zu lassen, benötigt man Eiweiß.“
„Kohlensäure hat den unangenehmen Nebeneffekt, den Durst zu erhalten“
„Dabei gibt es eine Vielzahl guter, preiswerter Getränke, die das Schwitzen und das Einlagern von Flüssigkeit reduzieren. Zum Beispiel Buttermilch, fettarme Milch und sogar Bier, auch alkoholfreies! Der Eiweissgehalt wirkt durch osmotischen und harntreibenden Effekt Oedemen entgegen. Im Gegensatz zu Gesundheits-Tees entwässert sogar Kaffee deutlich besser.“
„Mit Freunden und bei Appetit sei das eine oder andere Glas erlaubt, aber bitte ohne den Zwang zu zwei bis drei Litern!“
Das klingt für mich, als wolle der Autor (ein Gynäkologe) den Leuten nicht nur die Angst nehmen, wenn sie keine 2-3 Liter täglich trinken, sondern sogar regelrecht abraten. Und Kaffee schildert er sogar als vorteilhaft.
Gibt es inzwischen irgendwelche neuen Studien, die vom vielen Trinken abraten? Oder wie kommt dieser Arzt da drauf?
Aber am meisten interessiert mich dann in dem Zusammenhang doch noch mein spezieller Fall:
Im Sommer 2002 hatte ich einen Nierenstein. Vor der Kolik hatte ich täglich ca. 1-2 Kannen Kaffee und kaum Wasser getrunken. Da eine Analyse des Steins nicht möglich war, vermuten die Ärzte nur, welcher es war. Dadurch bekam ich den Rat, u.a. nicht übermäßig viel Milch und Milchprodukte zu mir zu nehmen, weil das ein auslösender Faktor sein könnte. Außerdem solle ich 2-3 Liter täglich an Wasser, Früchte-Tee und dergleichen trinken - aber nicht mehr so viel Kaffee.
Das widerspricht ja eigentlich dem, was in dem Artikel geschrieben wird…
Wäre es nun für mich besser, weniger Wasser, dafür mehr Milch zu trinken? Oder bräuchte ich generell nicht mehr auf möglichst 3 Liter täglich zu kommen, weil ich nach mehr als 2 Jahren nicht mehr zu der Risikogruppe zähle?
Wie verhalte ich mich nun am besten?
Viele Grüße
Merlinchen

