Wie konnte das geschehen ?

Hallo Christen,
wenn man so in den letzten Tagen das grausame Geschehen in den KZ wieder vor Augen geführt bekam, müsste eigentlich jeder Mensch Tränen in den Augen haben.

Man kann nicht verstehen wie ein ganzes Volk da Ohne Skrupel mitgemacht hatte.

Mich wundert, dass hier im Forum nicht auch etwas dazu geschrieben wird.

Ich finde es nicht gut, wenn man dem jetzt lebenden
deutschen Volk irgendwelche Vorwürfe macht.
Leute in meinem Alter waren damals Kinder, die in den Luftschutzkellern gelitten haben.

Die Propaganda inkl. die der Kirchenfürsten hat das Volk
irregeführt.
Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftkriese hat mitgeholfen
„Hitler“ als rettender Engel zu sehen.

Die Grundlage für diesen Massenmord lag aber viel weiter zurück.Vielleicht verstehen wir unsere Eltern und Grosseltern beim Lesen in folgendem Link etwas besser:

http://www.humanist.de/kriminalmuseum/kirche.htm

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Guten Abend, Fritz, dies kann jederzeit an jedem Ort wieder geschehen. Die Massenvernichtung gab es nicht nur in Deutschland - ist keine Entschuldigung. Siehe USA. Lies das Buch „Gebrabt mein Herz an der Biegung der Flusses“. Der Mensch ist von Grund auf böse. Oder Türken mit Armeniern. Die ersten KZs erfanden die Franzosen in Algerien. Schau Dir das Bildmaterial an. Gruß

Hallo Christen,

wer waren unsere Eltern und Großeltern? Klar, Deutsche oder
Österreicher. Aber waren sie deutsche Christen oder deutsche Juden?
Waren sie österreichische Nazis oder österreichische Kommunisten?
Hatten wir einen Geistlichen in der Familie, einen SS-Mann, einen
Zeugen Jehovas, einen Homosexuellen? Einen körperlich oder geistig
Behinderten? Ein Mitglied des Volksgerichtshofes oder einen
Wehrdienstverweigerer?
Jeder, der auf einem Schild liest „Großvater, wir danken Dir“,
der wird seine ganz persönlichen Erinnerungen haben.

Hallo Jakob,

bitte hilf mir auf die Sprünge. Ich erkenne beim besten Willen nicht, was Du sagen willst.

Gruß
Wolfgang

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Hallo Fritz
Hab Dank für das Papier in dem Link. Dass Luther Antisemit war, war mir schon bekannt, aber dieses Papier da war doch wirklich nochmal ein wichtiges Dokument für die damaligen antisemitischen Tendenzen.
Gruß,
Branden

hallo Branden,

Hab Dank für das Papier in dem Link. Dass Luther Antisemit

Bitte nicht überbewerten , der Autor „Walther Schulz“
wurde 1933 von der NSDAP als Obergurru (Gauleiter?)aller „deutschen Christen“ eingesetzt.
Die Pfarrer die nicht spurten, erlebten das gleiche Schicksal wie Juden und Zigeuner.

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Hi Fritz,

darf ich da jetzt als neue Variante der Sündenbock-Story verstehen? Die Kirchen sind schuld, sie haben uns antisemitisch gemacht? Sicher tragen die Kirchen eine Mitschuld - aber das einfach abzuwälzen und zu rumzuheulen „Wir waren’s nicht, und wenn, dann nur wegen der bösen Kirchen!“, da machen es sich die missionarischen Kirchenhasser etwas sehr einfach,

Grüße,

barbara

Hallo Fritz,

Man kann nicht verstehen wie ein ganzes Volk da Ohne Skrupel
mitgemacht hatte.

Warum denn nicht. Nachplappern und mitlaufen ist in der Masse immer einfacher, als Nachdenken, Abwägen und Geschichtsbewusstsein. Das ist nichts Neues und gehört zur menschlichen Natur.
Das ist so wie wenn ich eine 13 Jährige lauthals die Internationale mitsingen höre, wenn die KP zu irgendeinem Anlass durch die Stadt marschiert. Die Manipulation lauert überall. Dagegen lässt sich wenig machen. Sich zweimal hinterfragen wen man wählt, was man wem nachredet und niemanden zu unterschätzen, ist imho die einzige Möglichkeit sein Bewusstsein zu schärfen.

Ich finde es nicht gut, wenn man dem jetzt lebenden
deutschen Volk irgendwelche Vorwürfe macht.

Naütrlich nicht so wie Du meinst. Den Vorwurf, dass die Jungen sich allerdings nichts mehr über die Zweit zwischen 1870 (als die Verwirrung so richtig begann)und 1945 anhören wollen, oder aber ihre Pflicht der Erinnerung nicht wahrnehmen, ist ein Vorwurf, den sich das ‚deutsche Volk‘ gefallen lassen muss.
Auch, dass es der NPD so einfach fällt mit genau den gleichen Tricks und Manövern wieder ins Gespräch zu kommen, lässt mich nur den Kopf schütteln.

Die Propaganda inkl. die der Kirchenfürsten hat das Volk
irregeführt.

Ich glaube Du hast Dich mit dem Ausdruck ein wenig im Jahrhundert vertan.

Liebe Grüsse
Y.-

Das ist soweit richtig. Es gab sehr viele andere ähnliche Vorkommnisse. So z.B. auch die Stalinische Verfolgung.

Aber diesen besonderen Zynismus und die Kaltblütigeit, findet man nur in der Nazizeit.

…leider
rolf

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„Wir waren’s nicht, und wenn, dann nur wegen der bösen
Kirchen!“, da machen es sich die missionarischen Kirchenhasser
etwas sehr einfach,

nicht gerade geistreiche Unterstellung einer „ev.Fastpfarrerin“. (:wink:

Hab mich nur gewundert wie in diesem „Brett“ das 60jährige Jubiläum so ohne Echo vorbeigeschlittert ist.

Was ich auch nicht leiden kann, wenn sich ein Religionsstreit
so über 500 Jahre dahinzieht.

Was trägst denn Du bei, die Christlichen Kirchen zusammenzuführen ? …
oder soll ich mich damit abfinden dass meine zukünftigen Ur-Urenkelinen verschleiert herum laufen müssen.

Gruss
Fritz
a.d.Uw.

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Fast-Pfarrerin?:smile: Da musst du mich mit jemand verwechseln *gg* - ich fand deine Rede klang nur etwas weinerlich und der passende Link dazu kam bei mir als Schuldabwälzen an . Da hab ich dich vielleicht falsch verstanden, sorry.

Was hat jetzt aber bitte der Holocaust-Gedenktag mit dem Kirchenstreit zu tun? Verstehe ich nicht. Und was hat die Ökumene (und mein Engagement oder auch Nicht-Engagement) mit einer drohenden Zunahme der Verschleierung von deinen Enkelinnen zu tun? Fragen über Fragen…:smile:

grüßli,

babara

P:S.
achso, das Kirchenhasser bezog sich auf die institutionalisierten „Humanisten“, die ich bisher immer als exrem intolerant diesbezüglich erlebt habe. Was hier eine Propaganda pro Jugendweihe und contra Konfirmation an den Schulen betrieben wird ,nervt mich gewaltig, weshalb ich mir mittlerweile durchaus eine allergische Reaktion auf bestimmte Reizwörter zugestehe…
grüßli,

b.

Hi
na, ohne den besonderen Zynismus der Rassengesetze und deren Umsetzung in Zweifel zu ziehen, die Versuche an schwarzen Arbeitern duch Infizierung mit syphilis finde ich auch nicht

http://www.infoplease.com/spot/bhmtuskegee1.html

Das Grunverständnis von „minderwertigen“ Rassen die wie Ratten benutzt werden war auch da vorhanden, der Zeitraum sogar für mich doch sehr erschreckend lang von den parallelen im Beginn mal abgesehen.
HH

Hallo !

Auf keinen Fall darf man mit dem Wissen von heute an diese Geschichte herangehen!!!

Damals gab es keinen Staat Israel. Es gab nirgends eine Lobby für die Juden.
Die Juden waren den Europäern als Viehhändler und Geldverleiher auf dem Land bekannt. Als Besitzer großer Kaufhäuser, Banken und Fabriken in den Städten. Sie waren Ärzte, waren Professoren, Wissenschaftler.

Sie standen fast immer eine oder mehrere Stufen über dem deutschen Pöbel.
Das macht neidisch, das macht wütend! Das weckt keine Sympathie.
Deutsche Ärzte, Wissenschaftler standen sehr schnell im Sold der Nazis. Die Hand, die mich füttert, beiße ich nicht! Theologen, die Masse, waren Nazis.

Die Verhaftung und Ausweisung der Juden wurde nicht als Schlimmes gesehen. Ich habe mich vor ein paar Jahren mit einer netten alten Dame unterhalten. Sie meinte: aber die müssen doch etwas ausgefressen haben, sonst hätte man sie nicht so behandelt.

Was hatte man danach nicht auch noch für Vorteile! Die Wohnungseinrichtungen der jüdischen Häuser wurden billig oder umsonst verteilt. Die Häuser gingen meistens in Stadteigentum über.

Die Zeit damals war nicht die gute Zeit. Jeder hatte mit sich selbst genug zu tun. Die Männer hatten ihre Probleme mit dem Arbeitsdienst, mit dem Militärdienst, mit der Partei, in die sie eintreten sollten und teilweise mußten, um einen Job zu bekommen.
Vor Hitler 6 Millionen Arbeitslose. Während der Hitlerzeit keine. Was sollte man da meckern?
Dem Fabrikarbeiter war es vollkommen egal, ob er Spaten herstellte oder Panzer. Hauptsache Arbeit. Und sich dann noch Gedanken über die verschwundenen Juden machen? Nein.

Dem heutigen Werftarbeiter ist es egal, ob er Kriegsschiffe baut oder Frachter. Dem Arbeiter bei Henschel ist es egal, ob er Panzer oder LKW baut. Die Grünen fordern bzw bewilligen den Verkauf von deutschen Panzern in die Türkei! Wer wird diese heutigen Arbeiter und Politiker mal fragen, was er da gemacht hat!

So lange es ruhig war in Deutschland (bis Kriegsbeginn), war man froh, seine Ruhe zu haben. Die Juden wurden bis dahin nur umgesiedelt oder ausgewiesen.
Mit Kriegsbeginn hatte jede Familie so viele eigene Probleme, dass ihnen die der Juden vollkommen egal waren.
Sollte sich meine Familie etwa Gedanken über einen verschwundenen jüdischen Viehhändler oder Bankier machen, wenn mein Vater und seine drei Brüder an der Front waren und jeden Tag die Todesnachricht kommen konnte?
Damals gab es schon so viele Kriegsgefangenenlager, dass der normale Deutsche nicht mehr unterscheiden konnte, was es war.
Ich habe viele Fremdarbeiter (heute nennt man sie Zwangsarbeiter) kennengelernt, die bei uns und bei Nachbarn wohnten und arbeiteten. Die am gleichen Tisch mit aßen, wie die Deutschen. Aus heutiger Sicht war damals jedes Haus ein KZ, weil in fast jedem Haus ein Fremdarbeiter lebte. Für heutige Generation unvorstellbar. Diese polnischen Fremdarbeiter sind teilweise nach 1945 von den deutschen Sklaventreibern adoptiert worden, weil sie Angst hatten, zurück nach Polen zu gehen.

Das, was mit den Juden geschah, war den meisten Deutschen damals vollkommen egal, weil ihr eigenes Elend genauso groß war. Jede Familie verlor mehrere Mitglieder. Was zählt da, ein ihnen fremder Jude.

Eine Mutter, die ihren Mann und den Sohn im Krieg verlor hatte ihre eigenen Probleme. Hätte man ihr gesagt, die beiden Juden aus dem Nebenhaus sind umgebracht worden, was hätte sie da antworten können?
Frauen, die bis in die 50erJahre auf ihre Männer warteten, machten sich keinen opf über andere.

Ich weiß, das sind alles nur faule Ausreden, aber heute mit den heutigen Generationen darüber zu diskutieren bringt überhaupt nichts. Welcher von diesen heutigen Gewissenshabern würde sich aufregen, wenn man die Tüken rauswirft? Und er dadurch wieder einen Job bekommt?

mfgConrad

Darum konnte es passieren:

„(Ähnliches) galt für die Nationalsozialisten. Die meisten von ihnen entstammten einem christlichen Elternhaus. Sie hatten aber ihre Religion abgelegt und waren zu Feinden der christlichen und der jüdischen Religion geworden. Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die Gottlosigkeit. Daher sind weder „die Deutschen“, noch „die Juden“ ein Tätervolk. Mit vollem Recht aber kann man sagen: Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts. Diese gottlosen Ideologien gaben den „Vollstreckern des Bösen“ die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So konnten sie sich souverän über das göttliche Gebot „Du sollst nicht morden“ hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches Morden war das Ergebnis.“ (Martin Hohmann)

Gruß, Infotalk

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Guten Abend, Fritz, dies kann jederzeit an jedem Ort wieder
geschehen. Die Massenvernichtung gab es nicht nur in
Deutschland - ist keine Entschuldigung. Siehe USA. Lies das
Buch „Gebrabt mein Herz an der Biegung der Flusses“. Der
Mensch ist von Grund auf böse. Oder Türken mit Armeniern.

Auf Intervention der Türkei ist der Völkermord an den Armeniern aus Schulbüchern im Bundesland Brandenburg herausgenommen worden:

http://www.faz.net/s/RubF84585048DC8409FBC081C45E7AF…

Gruß, Infotalk

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Hallo Conrad,

über diesen deinen Satz

Das, was mit den Juden geschah, war den meisten Deutschen
damals vollkommen egal, weil ihr eigenes Elend genauso groß
war.

kann man wirklich diskutieren, dabei sehr ernsthaft. Soweit ich dich verstanden habe, hast du deinen Text bitter-ironisch gemeint. Stimmts?

Gruß

Sehr bedenklich, wenn sich öffentliche Vertreter des Rechts, selbstherrlich benehmen. Das ist der erste Schritt…

gruß
rolf

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Moin,

wie konnte es denn 1994 geschehen, dass innerhalb weniger Monate 800.000 Menschen (hauptsächlich Tutsi) als Folge ethnischer Säuberungen in Ruanda vor den Augen der Weltöffentlichkeit massakriert wurden und diese Schlächterei bis heute anhält und mittlerweile über 4 Mio Opfer gefordert hat ?

http://www.zeit.de/2004/36/Zentralafrika

Wenn du meine Frage beantwortest, hast du auch deine Frage beantwortet.

Nichts gegen all diese schönen Gedenkfeiern zum Holocaust. Aber solange sie nicht dazu führen, dass Ereignisse wie die von 1994 nicht mehr ohne großes Aufsehen auf dieser Welt stattfinden können, sind sie allenfalls nette Betroffenheitsdekoration.

Tatsache ist doch, dass die meisten Menschen sich höchstens kümmern, wenn sie selbst betroffen sind. Leute, die sich für Leben und Sicherheit anderer einsetzen, kannst du mit der Lupe suchen.

Gruß
Marion

hm
und wie war das mit dem Papst Pius XII und den Juden?
Seine rolle im holocaust kann man ja bestenfalls als umstritten bezeichnen.

Und die ganzen Christlichen Leute auf dem Balkan…

und die „Gut Gläubigen“ „Deutschen Christen“…

Die hohmann-rede gibt einfach ein verzerrtes Bild.

-mkl-