Wie Probleme mit dem Freund besprechen

Ich bin seit sieben Wochen mit meinem Freund zusammen. Vorher hatten
wir eine sehr intensive Freundschaft geführt für drei Monate. Wir
verstehen uns sehr gut, gehen liebevoll miteinander um und sind uns
in vielen Dingen unheimlich ähnlich.

Es gibt jedoch ein Problem: Ich fühle mich unwohl, wenn ich meine
Probleme mit ihm besprechen möchte.

Mein Verhalten: ruhig, schaue ihn an, mache ihm Komplimente mit den
Dingen die ich gut an ihm finde, etc.

Sein Verhalten: guckt mich nicht an (er sagt, er konzentriert sich
so), versteinert, lieblos, sagt nicht (außer: was soll ich dazu
sagen?)

Ich habe ihm gesagt, dass ich überlege, ihn in Zukunft nicht mehr auf
Probleme anzusprechen (auch die, die nichts mit ihm zu tun haben).
Das möchte er natürlich nicht. Auch bat ich ihn, einfach nur mal in
den Arm genommen zu werden. Es geht nicht darum, mit mir einer
Meinung zu sein. Ich möchte nur einfach verstanden werden.

Laut seiner Aussage überforder ich ihn nicht. Er weiß nur in solchen
Momenten nicht, wie er mir helfen soll o. ä. Daraufhin meinte ich,
dass er mir nichts zu raten braucht. Einfach nur zuhören, darüber
reden, im Arm halten, Küsschen geben.

Selbst wenn ich seiner Meinung nach im Unrecht bin, möchte ich mich
von ihm geliebt fühlen. Ich weiß, dass viele Männer damit Probleme
haben. Er sagt, er möchte es lernen und bemüht sich. Aber leider tut
sich da nichts…

Meine Freundin ist für mich Ansprechpartnerin bei Problemen, nicht
mein Freund. Diesen Zustand möchte ich so gern ändern, aber bei jedem
Versuch, ist er auch noch so zaghaft, benimmt er sich so abweisend.
Seiner Meinung nach fühlt er sich damit auch nicht überfordert (was
ein Gedanke war).

Könnt ihr mir helfen? Wie kann ich ihm entgegenkommen? Was kann ich
tun, damit es für uns einfacher wird, über Probleme so zu sprechen,
dass wir uns beide wohl fühlen.

Heißen Dank!

Hi!

Mich würde interessieren, welche Art von Problemen du mit ihm besprichst und ob er auf alle Problemarten gleich reagiert? Und was erwartest du vom Gegenüber, wenn du ein Problem vorträgst?

Ein Beispiel:
Problem: Dein Auto ist kaputt.

Problembewältigung Möglichkeit 1:
Zuerst selber nach dem Fehler/der Ursache schauen, Versicherung evtl. informieren, zur Werkstatt fahren etc.

Problembewältigung Möglichkeit 2:
„Oh, das tut mir jetzt aber leid! Ohne Auto wäre ich auch aufgeschmissen! Wie kommst du überhaupt morgen zur Arbeit?“ usw.

Ok, es ist vielleicht ein Klischee, aber Frauen und Männer (zumindest einige *g*) ticken doch etwas unterschiedlich. Wenn man nach dem Klischee geht, steckt hinter Möglichkeit 1 eindeutig ein Mann - diese „Problemlösung“ konzentriert sich nämlich rein auf das Problem und dessen praktische Lösung, nichts weiter.

Hinter der zweiten Möglichkeit steckt dagegen eine Frau. Sie sieht das Problem zwar auch, ihr ist aber das Gegenüber, also du und deine Gefühle, wichtiger. Sie würde dich bei diesen Worten eventuell auch in den Arm nehmen :wink:

In dem Beispiel ist es übertrieben dargestellt, aber es wird hoffentlich klar, was ich meine ,-)
Will sagen, wenn dein Freund ein praktisch denkender Mensch ist, wird er seine Lösungsstrategie vermutlich nicht ändern (können?). Man könnte zwar versuchen, dies zu ändern, aber ob das klappt…?

Überleg dir doch mal, ob das mit dem praktisch denken so hinhaut. Wenn dem so ist, dann würde ich ihn bei Problemen, bei denen wirklich Handeln angesagt ist, weiterhin um Rat fragen. Bei anderen Problemen, zu denen du eigentlich im Hinterkopf schon längst eine Lösung hast, aber dich nur „mitteilen“ willst und um Beistand hoffst, dann doch lieber auf eine gute Freundin zurückgreifen.

Ein weiterer Ansatz, der mir noch einfällt:
Es gibt Leute - und an manchen Tagen zähl ich mich auch dazu *ggg* - die sind nicht immer geistig voll da und topfit und haben sofort Argumente/Problemlösungen/schlagfertige Antworten parat.
Vielleicht versuchst du es auch mal, ihm ein Problem zu schildern, ihm DANN aber einige Zeit (Stunden oder Tage) lassen, um darüber erst mal nachzudenken, bevor du eine Antwort oder gar Lösung erwartest.

Schließlich gibt es Fälle, wo du schon länger ein Problem siehst (z.b. in der Beziehung) und somit auch ausreichend Zeit hattest, dir etwas zu überlegen. Aber für ihn kommt deine Problemschilderung recht plötzlich und „überfallsmäßig“, weil er das Problem vorher gar nciht wahrgenommen hat - da ist er dann ganz schön im Nachteil :wink:

Gruß,
Sharon

Hej Sharon,

lieben Dank für deine Zeilen. Den Tipp mit der „Bedenkzeit“ werde ich
beherzigen, auch wenn ich ein ungeduldiger Mensch bin.

Ein Problemchen war, dass ich mich von ihm allein gelassen fühle,
wenn es mir nicht gut geht. Mit meiner Familie entstehen oft
Konflikte und ich möchte ihn nicht nur körperlich, sondern auch
geistig an meiner Seite wissen. Das kam nun schon zweimal vor und ich
habe ihn mal darauf angesprochen. Es hätte auf dem einen Abend gut
gepasst, mit mir einfach mal den Raum zu verlassen, mich in den Arm
zu nehmen und mich mein Herz ausschütten lassen. Ich vermisse bei ihm
das Gefühl, dass er für mich da ist. Ich habe ihm erklärt, dass es
für mich wichtig ist, dass er sich auf mich konzentriert, mir das
Händchen hält und mich tröstet. Erfahungsgemäß ist dann auch schnell
alles wieder gut, weil ich mich aufgehoben fühle…

Am Mo schlug ich vor, er solle auf mich zukommen, wenn er bereit ist
mit mir über ein, zwei Dinge zu sprechen. Heute morgen sagte er, dass
er heute Abend mit mir sprechen möchte. Das finde ich total gut +
habe mich bei ihm auch dafür bedankt. Nun habe ich aber wieder Angst,
dass er wieder so gefühlskalt und abweisend zu mir wird…

Hallo absolutvenus

Sharon hat ja schon den Punkt getroffen: Männer sind anders. Frauen auch. Mich hat das Buch
„Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“
sehr amüsiert. Da wird diese Problematik sehr ausführlich beschrieben. Es gibt auch „Antwortbücher“ auf dieses Buch, die einiges nochmal genau unter die Lupe nehmen und bestreiten.

Alles in allem: Was du dir von deinem Freund wünschst, wirst du eher von einer Frau erhalten können. Und: Beziehungen entwickeln sich. Ihr habt sicher noch Zeit… Alles Gute dafür!
gruss engelsauge

Hi,

ich bin kein Psychologe, aber immerhin Mann.
Meiner Meinung nach fuehren die Ratschlaege meiner Vorposterin sowie deine eigenen Denkansaetze nicht zum Ziel, da sie die „maennliche Spezies“ nicht hinreichend addressieren.

Lass deinen „Freund“ einfach links liegen. Beachte ihn eine Weile nicht.
Wenn dir das nicht liegt, dann versuch etwas Anderes, aber bitte vergiss dabei stets jegliches Feingefuehl.
Auf diese Weise merkst du sehr schnell, woran du bist.
dann wird er zeigen, was er fuehlt, und nicht was er sagt.
Du kannst dabei nur gewinnen.
Der Gewinn kann erspartes jahrelanges Leid mit dem Falschen, oder die sichere Gewissheit den Richtigen zu haben sein.
Gruss,

Danke für deine Meinung als Mann - die ist mir sehr willkommen. :smile:

Leider bin ich nicht der Typ, der jemanden links liegen lassen
kann… :frowning:

Danke für deine Meinung als Mann - die ist mir sehr
willkommen. :smile:

Leider bin ich nicht der Typ, der jemanden links liegen lassen
kann… :frowning:

Hi,

vielleicht solltest du trotzdem mal versuchen helges Tipp zu realisieren.

Manche Männer brauchen ihre Ruckzugsmöglichkeiten und reagieren mit noch mehr Ruckzug, wenn sie sich eingeengt fühlen. Kann es sein, dass du ziemlich oft mit ihm über dies und jenes reden willst und ihn auch sonst sehr in Anspruch nimmst?

Ich gebe dir ebenfalls den Rat ihn einfach eine Zeit lang „in Ruhe“ zu lassen, dich einfach etwas zurück zu nehmen. Höchstwahrscheinlich kommt er dann von selbst auf dich zu. Falls nicht hat er anscheinend kein Interesse an dir oder ein Problem mit sich selbst.

Gruß

Phoebe

Noch 'ne Idee
Hi,

aaargh, dass ich da nicht gleich draufgekommen bin:

Red mal mit einem !MANN! über das Problem.
Das muss nichtmal ein enger Vertrauter sein.

Gruss,

Da liegt ein Missverständnis vor. Wir hatten in den sieben Wochen
erst zwei kurze Gespräche dieser Art (dazwischen liegen drei Wochen).
Ich lasse ihn sonst damit in Ruhe bzw. bin auch nicht nachtragend…
Das man Männer nicht bedrängen sollte, weiß ich und ich halte da auch
nichts von. :smile:

Aber links liegen lassen finde ich sehr negativ, ähnlich Ignoranz.

Das werde ich mal beherzigen. :smile:

Ich bin seit sieben Wochen mit meinem Freund zusammen. Vorher
hatten wir eine sehr intensive Freundschaft geführt für drei Monate.
Wir verstehen uns sehr gut, gehen liebevoll miteinander um und
sind uns in vielen Dingen unheimlich ähnlich.

Prima!

Es gibt jedoch ein Problem: Ich fühle mich unwohl, wenn ich
meine Probleme mit ihm besprechen möchte.

Auch bat ich ihn, einfach nur mal in
den Arm genommen zu werden. Es geht nicht darum, mit mir einer
Meinung zu sein. Ich möchte nur einfach verstanden werden.

Okay, Du willst also jammern und rumheulen. Zumindest hin und wieder mal.

Meine Freundin ist für mich Ansprechpartnerin bei Problemen,
nicht mein Freund. Diesen Zustand möchte ich so gern ändern

Warum? Deine Freundin kennt Dich besser, und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wird das auch länger so bleiben als mit Deinem Freund.

Ich kann die Lage jedenfalls gut verstehen - es geht mir ganz ähnlich wie Deinem Freund, bloß, daß ich das etwas progressiver kommuniziere :smile: Ich halte mich für einen recht guten Problemlöser - wo’s also was anzupacken gilt - kein Problem. Kann man alles irgendwie regeln. Aber bloßes Händchenhalten und „eititei, ich versteh Dich ja so gut“?

Kri’sch Plack.

Dabei fühle ich mich leicht unter Druck gesetzt, und habe das Gefühl, neben meinem eigenen Scheiß - den ich am liebsten entweder mit mir selbst oder jemandem, der mir nicht „verpflichtet“ ist und das aus Distanz betrachten kann ausmache - auch noch die Sorgen eines anderen mittragen zu müssen - eine ziemlich schwere Last, die ich mir nicht aufbürden will. Man sagt zwar geteiltes Leid sei halbes Leid, aber bei sowas funktioniert das irgendwie nicht.

Das ist natürlich irgendwo eine Macke, aber irgendeine muß man ja haben :wink: Für Dich in der Situation ist es sicherlich das Beste, wenn Du den Plan, Deine beste Freundin als seelischen Abfalleimer durch Deinen Freund zu ersetzen, verwirfst - eine Beziehung soll ja auch Spaß machen und entspannen und sich nicht an Problemen aufhängen.

Laß ihn einfach in Ruhe damit, aber wirklich! Also keine erwartungsvollen Blicke, keine Diskussionen mehr darüber, kein gar nichts. Nichts! Der kommt schon von selbst, glaub mir :wink: Wenn er fragt, dann antworte ruhig, aber halt Dich kurz - nicht meine, „Juhu, jetzt kann ich!“ und dann loslegen - zurückhaltend bleiben. Er wird von selbst nachfragen.

Das mag für Dich klingen, als solltest Du Dich verstellen, das meine ich damit aber nicht.
Bleib Du selbst, aber nimm nicht als selbstverständlich an, daß er Dein Kuscheltier und Schnuffeltuch ist. Schliesslich seid ihr ja auch erst sehr kurz liiert, da kann es nicht schaden einen Gang zurück zu schalten. Die Freundschaft davor zählt übrigens nicht - Beziehung ist ne ganz andere Kiste, da fängt die Uhr wieder von Null an zu laufen.

Gruß,

Malte.

Ich meine auch mit bedrängen nicht unbedingt nur Gespräche.

Ein kurzes Beispiel um zu erläutern was ich meine:

Ein Paar wohnt zusammen. Er sitzt am Computer, sie kommt permanent an und will irgendetwas von ihm und sei es nur kurz mal nen Kuss oder eine Neuigkeit, die ihr wieder eingefallen ist und die sie unbedingt loswerden will.

Ich weiß ja nicht wie eure Beziehung abläuft. Zusammenwohnen werdet ihr nach 7 Wochen Beziehung wahrscheinlich noch nicht. Wie oft seht ihr euch? Seht ihr euch jeden Tag? Wie oft telefoniert, simst, mailt ihr?

Ich weiß ziemlich viele Fragen :wink:

Gruß

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich denke ich weiß, wie du’s meinst. Aber wie würdest du dich in
folgender Situation verhalten:

Deine Freundin ist traurig und fühlt sich durch jemanden verletzt
(nicht durch dich). Du sitzt neben ihr. Tust du so, als wäre nichts
(weil sie das ja schließlich auch später mit ihrer Freundin
besprechen kann) oder nimmst du sie in den Arm und versuchst sie zu
trösten?

Die o. g. Szene hatte sich bei uns so zugetragen und ich wollte zwei
Wochen später mit ihm darüber sprechen…

Wie bereits weiter unten geschrieben, es geht gar nicht unbedingt um
die Probleme zwischen meinem Freund und mir. Unser Problem ist „nur“,
dass ich mit ihm nicht reden kann…

Deine Freundin ist traurig und fühlt sich durch jemanden
verletzt (nicht durch dich). Du sitzt neben ihr. Tust du so, als wäre
nichts (weil sie das ja schließlich auch später mit ihrer Freundin
besprechen kann) oder nimmst du sie in den Arm und versuchst
sie zu trösten?

„Super. Da freu ich mich den ganzen Tag darauf, abends endlich mal abschalten zu können von dem ganzen Scheiß, um den ich mich selbst kümmern muß, freue mich darauf, ein paar entspannte und entspannende Stunden mit meiner Liebsten zu verbringen, und die Alte hat nix besseres zu tun, als schon wieder rumzujammern und nen POG* anzustoßen. Kannse zwar nix für, weiß ich, is aber so. Prima, Abend im Arsch, Entspannung im Arsch, gute Laune im Arsch.“

wollte zwei Wochen später mit ihm darüber sprechen…

„Boah, reden, reden, reden… Zwei Wochen ist das her, da kommt die jetzt damit an. Da hab ich mühsam hingenommen, daß sie uns die netten Stunden versaut hat, und jetzt tischt sie das nochmal auf. Kann ja wohl nicht wahr sein! HALLO, jetzt versaut wegen so’nem Krams, den sie am nächsten Tag mit ihrer Freundin geklärt hat, schon den zweiten Abend. Na danke. Bin ich mit ihr zusdammen, um Tröster zu sein, oder weil wir ne gute Zeit miteinander haben wollen?“

Nein, so reagiere ich (mittlerweile) nicht (mehr). Die Zeilen da oben sind überzeichnet, aber hey, Übertreibung macht deutlich. Ich sag auch nciht, daß Dein Freund das so sieht. Könnte aber sein, daß es die richtige Richtung ist.

Wie bereits weiter unten geschrieben, es geht gar nicht
unbedingt um die Probleme zwischen meinem Freund und mir.

Das ist mir schon klar. Bei Problemen, die ihn betreffen würden, könnte er ja was machen.

Unser Problem ist „nur“, dass ich mit ihm nicht reden kann…

Das ist erstmal _Dein_ Problem. _Sein_ Problem wird ein anderes sein - nämlich evtl. in der Richtung, die ich oben skizziert habe - und _euer_ Problem ist, daß die beiden sich zunächst vermeintlich unlösbar gegenüberstehen :wink:

Gruß,

Malte.


* POG = ProblemOrientiertes Gespräch

1 „Gefällt mir“

oder nimmst du sie in den Arm und versuchst
sie zu
trösten?

Unser Problem ist
„nur“,
dass ich mit ihm nicht reden kann…

Den Zusammenhang erkläre mal bitte. Unter reden verstehe ich nicht „in den Arm nehmen und trösten“. Ich denke du bist alt genug, dass dich dein Freund nicht bei einem Streit mit deiner Freundin unbedingt trösten muss. Zudem kommt hinzu, dass ihr wirklich noch nicht so lange zusammen seid, dass man jedes Problem unbdingt zum Thema machen muss. Regel das mit deiner Freundin z.B. einfach alleine.

Gruß

Phoebe

hast du ihn mal gefragt welche umgangsweise er braucht damit er dir das geben kann was du dir wünscht? - er scheint mir überfordert zu sein in den momenten, es nicht gelernt zu haben auf diese weise zu reagieren.

ich glaube du brauchst viel zeit und geduld um in kleinen schritten an das ziel deiner wünsche zu kommen, diesbezüglich jedenfalls.

ich denke es könnte ich lohnen sich zusammenzusetzen und ihn nicht nur zu fragen was er denkt warum er sich so fühlt wie er sich fühlt (wie fühlt er sich denn dann jeweils?) - das könnte dir helfen in der zwischenzeit zu verstehen warum du nicht bekommst was du dir wünscht.
und dann eben wirklich nach unterschiedlichen möglichkeiten suchen, ob es die mail ist die ihr euch schickt, weil er evtl denkt, da kann er besser auf dich eingehen - wenn du nicht vor ihm sitzt, oder ob es eine art feste verabredung ist einmal in der woche, bei der jeder weiss, heute sind diese themen dran - er sich auch innerlich darauf einstellen kann. … keine ahnung, ihr müsst das austesten und jeweils nicht nur einmal und schauen wie es jedem damit erging, was man dann verbessern oder verändern kann und so kann es sein dass nach langer zeit diese krücken nicht mehr nötig sind, weil er sich sicherer fühlt, ängste nicht mehr hat - denn ich habe das gefühl er hat angst das falsche zu sagen oder sonstiges. - hilf ihm und damit hilfst du dir und wenn das eine oder andere klappt dürfte er über das erfolgserlebnis motivierter werden. - aber wenn du hoffst, in 3 oder 6 monaten ist alles im lot was das thema betrifft irrst du, denn eine prägung verschwindet so fix nicht.

nun les ich mal was die anderen getippt haben :smile:

LG

nina

Hallo!

Ich kenne das, hatte mit meinem Freund am Anfang der Beziehung ähnliche „Probleme“.

Das Du mit ihm darüber redest, ist schonmal gut, und ich würde das auch weiterhin tun. Denn es bringt ja nun wirklich nichts, wenn Du das in Dich hinein frisst, und er dann nicht weiß, was mit Dir los ist!
Mein Tipp für Dich ist (was ich auch gelernt habe, und mir seeeehr geholfen hat): Sag ihm, wie Du in bestimmten Situationen behanldet werden möchtest. Also zB, wenn Du traurig bist, und er nicht weiß, wie er sich verhalten soll, dann sag ihm, dass Du gerne in den Arm genommen werden möchtest usw.
Das hilft.

Viele Grüße
Pia

hallo,

ich kann pia nur zustimmen, man sollte seine beduerfnisse artikulieren. wenn es fuer deinen freund ein problem ist, dann versucht doch gemeinsam verhaltensablaeufe zu finden, welche fuer beide ok sind. zb er nimmt dich in den arm, aber du hoerst dafuer auf, zu jammern. oder er nimmt anteil, dafuer beschraenkt ihr das gespraech auf wenige minuten.

sehr wahrscheinlich wird er dir sehr dankbar sein, wenn er geschnallt hat, wie die situation zu meistern ist. hilflosigkeit wird von niemandem geschaetzt…

liebe gruesse
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

zaghaft trifft auf lieblos
Hi absolutvenus,

Wir verstehen uns sehr gut, gehen liebevoll miteinander um …

Das klingt erstaunlich vor dem Hintergrund dessen, was du dann weiter schreibst.

Sein Verhalten: […] versteinert, lieblos, sagt nicht[s] (außer: was soll ich dazu sagen?)

Ich schrieb es bei Gelegenheit schon mal im L&L-Brett: Die Mehrheit der Beziehungstrennungen werden von Frauen initiiert - und die Gründe lauten fast immer ungefähr so: „Er ist kein Gesprächspartner - nicht fähig, zuzuhören - zuckt mit den Schultern - schweigt - oder sagt ‚was soll ich dazu sagen‘“.

Die zugehörigen Männer kommentieren das ungefähr so, wie Malte es dir unten zitiert hat und wozu er sagt: „Nein, so reagiere ich (mittlerweile) nicht (mehr)“.

Mit anderen Worten: Frauen begreifen heute schneller als früher, daß eine Beziehung mehr sein muß als eine Technologie zum „Spaß haben“ [Zitat]. Sie fordern etwas von ihren Partnern an zwischenmenschlichen Fähigkeiten - und die zeigen sich unter anderem im Gespräch: Ja, auch im Austausch über persönliche Sorgen.

Frau frage sich (möglichst rechtzeitig und nicht erst nach 10 Jahren Frust), was eine „zärtliche Umarmung“ für ein Genuß ist, wenn der Partner die Klappe nicht aufkriegt, sich nicht für das interessiert, was IN dir vorgeht und sein Charm und Esprit gerade für ein „was soll ich dazu sagen“ reicht? Übrigens gilt das ja auch umgekehrt.

Ich habe ihm gesagt, dass ich überlege, ihn in Zukunft nicht
mehr auf Probleme anzusprechen

Aha? Beziehung bewahren durch Absenken deines eigenen Anspruchsniveaus? Anpassung nach unten? Resignation? Ein Beitrag, ihn zu einem Weichei zu machen („nur nicht überfordern!“)? oder der Entschluß, dir einen bloßen Spaßpartner zu halten?

Auch bat ich ihn, einfach nur mal in den Arm genommen zu werden.

wenn du darum schon bitten mußt! … aber klar (wie im Thread schon gesagt wurde): In den Arm nehmen hat ja nur Sinn, wenn es eine Spaß-Komponente ist, um Himmels willen nicht, wenn es Geborgenheit bei Belastungen gewähren soll - auch ohne Worte.

Ich möchte nur einfach verstanden werden.

Wie reagierst DU, wenn er über nervende Kollegen, Chefs, Mütter, über ärgerliche Mißerfolge, idiotische andere Autofahrer redet?

Laut seiner Aussage überforder ich ihn nicht. Er weiß nur in
solchen Momenten nicht, wie er mir helfen soll o. ä.

eine Art von Impotenz halt, eine kommunikative - über die Männer untereinander nicht reden (weil sie es gar nicht bemerken)

Selbst wenn ich seiner Meinung nach im Unrecht bin, möchte ich
mich von ihm geliebt fühlen.

Aber hallo? Du bist schon soweit, daß du DICH im Unrecht fühlst, wenn DICH etwas belastet?

Ich weiß, dass viele Männer damit Probleme haben.

dann solltest du Verständnis für sie haben, denn auch Männer möchten gerne verstanden werden, genau wie du

Anders gesagt: Das ist ein genauso blöder Spruch wie „Frauen sind so“ (nämlich daß sie „bloßes Händchenhalten und ‚eititei, ich versteh Dich ja so gut‘“ wünschen - wie unten im Thread artikuliert wurde)

Er sagt, er möchte es lernen und bemüht sich. Aber leider tut sich da nichts…

Eben: blabla, solange du dich damit zufrieden gibst und deinen Anspruch an partnerschaftlichem Gesprächsverhalten zürückschraubst (siehe oben)

aber bei jedem Versuch, ist er auch noch so zaghaft, benimmt er sich so abweisend.

„Abweisend“: Wenn das nicht ein Beweis seiner „Bemühung“ ist! *smile*

Aber es bleibt dabei, daß du dieses Unvermögen bestätigst und förderst, indem du ZAGHAFT bist. Stelle es doch eindeutig als Anspruch deinerseits heraus - wenn du es zaghaft und zimperlich tust, was wunderst du dich, daß auch er zaghaft und zimperlich bleibt wie bisher.

Könnt ihr mir helfen? Wie kann ich ihm entgegenkommen?

Ich begreife dich nicht! Wieso mußt DU IHM entgegenkommen? Du beklagst dich doch hier darüber, daß ER es ist, der DIR NICHT entgegenkommt!?

Was kann ich tun, … so zu sprechen, dass wir uns beide wohl fühlen.

Wenn dir sein Wohlfühlen in dieser Hinsicht wichtiger ist als deines: gar nichts!

Gruß

Metapher

Hi,

auch wenn ich wahrscheinlich einen Sturm der Entrüstung auslöse damit:
Es gibt da ein Buch (das zwar vieles vereinfacht und klischeehaft darstellt), das aber diese Situation sehr ähnlich beschreibt:

Frauen entledigen sich der Brisanz ihrer Probleme dadurch, daß sie mit Freunden/Freundinnen darüber reden. Dabei geht es (in erster Linie) gar nicht darum, daß sie Lösungsvorschläge erwarten. Der Mann glaubt genau dieses und zermartert sich das Hirn nach Lösungen für das Problem. Was dann wiederum die Frau nervt, für die das Problem auch eine emotionale Seite hat, die befriedigt werden will.

Mann löst Probleme anders. Mann zieht sich zurück und tüftelt bis er eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Wenn Frau ihn in dieser Situation „ertappt“ will sie gleich helfen und fragt zärtlich-besorgt was denn los sei. Nicht ahnend daß er das in dieser Situation überhaupt nicht brauchen kann.

Das Buch heißt „Warum Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können“. Meine Frau und ich haben es nacheinander, z.T. auch zusammen gelesen. Alle paar Seiten wurde dort eine Situation beschrieben, die wir von uns kannten. Viele Meinungsverschiedenheiten kommen einfach daher, daß man voraussetzt, daß man eine Situation nur so sehen kann wie man selber. In diesem Buch liest man dann, wie das andere Geschlecht diese Situation sieht. Und schon ist einem klar, wie es zu den Mißverständnissen kommen konnte.

Zudem ist es sehr nett und kurzweilig geschrieben. WIR haben sehr gelacht!

Martin