Wie realistisch sind Stoibers Wahlbonbons?

Mahlzeit!

Mich würde mal völlig wertfrei interessieren, wie realistisch die Wahlversprechen von Stoiber & Co Eurer Meinung nach einzuordnen sind.

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten) Stufe der Ökosteuer

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge für Eltern

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Und nicht zuletzt die versprochene Formel „3*40“ (Sozialabgaben max. 40%; Steuersatz max. 40%; Staatsquote max. 40%).

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt unterwegs ´ne Menge hängen.

Ich bin auf Eure Ansichten gespannt. Und ich hoffe, das ich hier jetzt mal ausnahmsweise keine Grundsatzdiskussion über Politische Farben angetreten habe.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Tach auch

Mich würde mal völlig wertfrei interessieren, wie realistisch
die Wahlversprechen von Stoiber & Co Eurer Meinung nach
einzuordnen sind.

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Und dann???

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Woher nehmen das Geld???

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Schon wieder kein Geld???

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Was soll das bringen???

Und nicht zuletzt die versprochene Formel „3*40“
(Sozialabgaben max. 40%; Steuersatz max. 40%; Staatsquote max.
40%).

Nanu, Geld???

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Ja da ist ja schon mal ne Frage dazu von dir selber.

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die
Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht
hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt
unterwegs ´ne Menge hängen.

Und da ist die Antwort

Ich bin auf Eure Ansichten gespannt. Und ich hoffe, das ich
hier jetzt mal ausnahmsweise keine Grundsatzdiskussion über
Politische Farben angetreten habe.

Also ums mal kurz zu sagen.

ALLES ABSOLUTER BLÖDSINN WAS DER NETTE MANN VERSPRICHT.

Hoffentlich sehen es genug andere Leute auch so sonst können wir uns auf noch schlechtere Zeiten gefasst machen.

Gruss Bert

Hi!

Mich würde mal völlig wertfrei interessieren, wie realistisch
die Wahlversprechen von Stoiber & Co Eurer Meinung nach
einzuordnen sind.

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Warum nicht gleich weniger EKSt?

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Das wäre realistisch, denn Leute mit Kindern kosten evtl. im Alter weniger.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Und nicht zuletzt die versprochene Formel „3*40“
(Sozialabgaben max. 40%; Steuersatz max. 40%; Staatsquote max.
40%).

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die
Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht
hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt
unterwegs ´ne Menge hängen.

Ich bin auf Eure Ansichten gespannt. Und ich hoffe, das ich
hier jetzt mal ausnahmsweise keine Grundsatzdiskussion über
Politische Farben angetreten habe.

Die 2 großen Fragen sind in der aktuellen deutschen Politik nur noch:

1.) Wo kann ich das rausquetschen, was ich an Mehreinnahmen brauche?

2.) Wo schlage ich das drauf, was ich an anderer Stelle senke?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen sein.

Grüße,

Mathias

Alles absoluter Blödsinn was der nette Mann verspi
Versprochen ist etwas schnell. Aber Politik ist learning by doing. Im politischen Tagesgeschäft zeigt es sich dann eben, dass sich etwas nicht realisieren läßt. Das interessiert aber keinen mehr, da es längst vergesseb ist. Und davon lebt die Politik: Sie kann sich auf die Amnesie der Bürger verlassen. Dieses Leiden haben ja schließlich alle - Subjekte und Objekte der Zeitgeschichte.
Alexander

Hi Matthias!

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

damit die Rentenbeiträge schneller steigen ?

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Warum nicht gleich weniger EKSt?

Weil es für Leute mit kleinen Einkommen gerechter ist. Die Idee ‚Billigjobs‘ zu fördern, pfeifft ja aus jeder Ecke.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen
sein.

in welche Richtung ?

Tschuess Marco.

Hallo Marco,

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

damit die Rentenbeiträge schneller steigen ?

Ist die Relation Ökosteuer - Rentenbeiträge etwa gottgegeben?
Die Einnahmenverminderung muss dann eben an nicht konjunkturrelevanten Stellen eingespart werden.

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Warum nicht gleich weniger EKSt?

Weil es für Leute mit kleinen Einkommen gerechter ist. Die
Idee ‚Billigjobs‘ zu fördern, pfeifft ja aus jeder Ecke.

Ich denke eher, dass man über solche Winkelzüge Beamtenstellen sichert.
Wieviele Zehntausend Beamte könnte man einsparen, wenn man eine lineare Steuerkurve zwischen 18 und 38% einführen würde?

Keine Goodies, kein Nix. Einfach eine Frage der Einstufung. Pro Kind eine Stufe runter. Nur als Beschreibung des generellen Systems: pro (beispielsweise) 4.000 Euro Mehrgehalt eine Stufe hoch.
Ganz simpel, eindeutig einzustufen, transparent und fair.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen
sein.

in welche Richtung ?

In Richtung Zukunft.

Grüße,

Mathias

Hallo Dicker,

Mich würde mal völlig wertfrei interessieren, wie realistisch
die Wahlversprechen von Stoiber & Co Eurer Meinung nach
einzuordnen sind.

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Dies ist zu befürworten. Eine Gegenfinanzierung dieser Steuer ist nicht erforderlich.

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Wie es richtig heisst : ab 2004, wobei klar ist, dass dies in Schritten erledigt werden muss. Für das Jahr 2003 ist die Erhöhung der steuerlichen Berücksichtigung der Kinderbetreuuungskosten berücksichtigt. Die Mehrausgaben sollen durch Mehreinnahmen durch mehr Wirtschaftswachstum erreicht werden. Ab 2004 soll dann stufenweise das Familiengeld eingeführt werden. In diesen Stufen werden die von Dir dargelegten Zahlen gehandelt. (siehe Parteiprogramm CDU/CSU Seite 30).

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Habe in diese Richtung weder bislang in einer Schulung was gehört noch finde ich eine solche Aussage im Wahlprogramm.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Dies ist so nicht richtig. Hier sollen 20 % vom Arbeitgeber für diese Teilzeitjobs übernommen werden und statt wie früher als Steuern an die Sozialversicherung abgeführt werden. Mit dieser Regelung werden die Zuwendungen an Übungsleiter bei Vereinen, andere ehrenamtliche Tätigkeiten, aber auch Hinzuverdienste von Menschen, die sich einfach mit diesem Geld z.B. den Urlaub oder eine Anschaffung finanzieren.

Und nicht zuletzt die versprochene Formel „3*40“
(Sozialabgaben max. 40%; Steuersatz max. 40%; Staatsquote max.
40%).

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Die Forderungen sind mittelfristig und langfristig realistisch. Kurzfristig - also 2003 - sind sie utopisch, behauptet aber auch niemand, dass es 2003 sein soll. Eine Gegenfinanzierung ist spätestens dann völlig gesichert, wenn das Wirtschaftswachstum um mehr als 2,5 % steigt und die Einnahmen des Staates eine Gegenfinanzierung ermöglichen.

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die
Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht
hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt
unterwegs ´ne Menge hängen.

Ist etwas kurz gesprungen. Wenn ich weniger Steuern einnehme durch Steuersenkungen, schaffe ich den Anreiz für die privaten Anschaffungen. Das Konsumverhalten wird angekurbelt und somit wird der Bedarf über die Industrie durch mehr Leistungen in der Industrie mit dem Abbau eines Teils der Arbeitslosenzahlen kompensiert. Durch eine höhere Beschäftigung erreiche ich aber nicht nur weniger Ausagen des Staates, sondern durch eine höhere Beschäftigung steigen die Einnahmen bei den Sozialversicherungen sowie die Steuern.

Ich bin auf Eure Ansichten gespannt. Und ich hoffe, das ich
hier jetzt mal ausnahmsweise keine Grundsatzdiskussion über
Politische Farben angetreten habe.

Grüsse Günter

Hi!

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Lothar Späth hat klipp und klar gesagt, daß bei der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzsituation die Pläne nicht finanzierbar seien.

Stoiber selbst redet von einer Finanzierung durch eine anspringende Konjunktur. Das Blöde dabei: ein Prozent mehr Wirtschaftswachstum bringt dem Staat nur etwa 5 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Stoibers Pläne kosten etwa 20 Milliarden, ergo müßte die Wirtschaft um etwa 4 Prozentpunkte mehr anspringen als es bisher geplant ist (Eichel plant für 2003 bekanntlich mit 2,5 Prozent - also müßten unter einem Kanzler Stoiber 6,5 % Wirtschaftswachstum rausspringen).

Grüße
Heinrich

Moin!

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Und dann???

Ich weiß es doch auch nicht. Aber begrüßen tät ich es. Also, wo ist die Antwort? Und dann?

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Woher nehmen das Geld???

Meine Frage. Antwort?

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Schon wieder kein Geld???

Wieder meine Frage. Antwort?

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Was soll das bringen???

Auch Arbeit für wenig Geld lohnt sich wieder? Klingt für mich plausibel.

Und nicht zuletzt die versprochene Formel „3*40“
(Sozialabgaben max. 40%; Steuersatz max. 40%; Staatsquote max.
40%).

Nanu, Geld???

Eben. Woher?

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Ja da ist ja schon mal ne Frage dazu von dir selber.

Mönsch, Bert, eigentlich zielt mein ganzes Posting als einzige Frage in diese Richtung. Ich suche eben diese Antworten.

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die
Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht
hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt
unterwegs ´ne Menge hängen.

Und da ist die Antwort

Sicher?

Also ums mal kurz zu sagen.

ALLES ABSOLUTER BLÖDSINN WAS DER NETTE MANN VERSPRICHT.

Findest Du? Für mich als einfachen, arbeitenden Bürger klingt es aber erstmal ganz super. Warum ist das Blödsinn? Der Ede will doch nur gutes.

Hoffentlich sehen es genug andere Leute auch so sonst können
wir uns auf noch schlechtere Zeiten gefasst machen.

Noch übler? Geht das? Wo ist denn das Ende der Fahnenstange?

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

PS: Ich bin kein BLÖD-Leser. Ich glaub schon, das ich erkennen kann, das die Versprechen von Stoiber unrealistisch erscheinen. Was sich für mich aber noch im Dunklen präsentiert, ist die Frage, ob er nicht wenigstens einen plausiblen Realisierungsvorschlag mitliefert.

Moin!

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

Ich täte es auch sehr begrüßen, glaub mir. Ich fahre viel zu leidenschaftlich gern Auto…

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Warum nicht gleich weniger EKSt?

Tja, Warum nicht? Viel interessanter wäre die Frage, wo er die Gegenfinanzierung her nehmen möchte. Dafür suche ich eine Erklärung.

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Das wäre realistisch, denn Leute mit Kindern kosten evtl. im
Alter weniger.

Mein Reden. Aber wie realistisch in der Umsetzung ist das?

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ja warum denn nicht? Wäre aus meiner Sicht sehr zu begrüßen. Aber wie soll das realisiert werden?

Die 2 großen Fragen sind in der aktuellen deutschen Politik
nur noch:

1.) Wo kann ich das rausquetschen, was ich an Mehreinnahmen
brauche?

2.) Wo schlage ich das drauf, was ich an anderer Stelle senke?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen
sein.

Ich stelle mal fest, das wir beide uns da im Grundsatz einig zu sein scheinen. Was mir allerdings sehr fragwürdig erscheint, ist der Punkt, das diese nötige grundlegende Reform auch von Stoiber nirgends konkretisiert wird. Jedenfalls finde ich nix, was in irgendeiner Form eine plausible Erklärung zur Realisierung liefern würde.

Das einzige, was ich sehe, ist das wage Hoffen auf einen Aufschwung. Und ehrlich gesagt - was anderes tut die derzeitige Regierung auch nicht. Alle hoffen irgendwie nur.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Moin, Günter!

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Dies ist zu befürworten. Eine Gegenfinanzierung dieser Steuer
ist nicht erforderlich.

Also meine Befürwortung hätte das definitiv, ganz sicher sogar. Allerdings frage ich mich schon, warum das ohne Gegenfinanzierung möglich sein sollte. Die Ökos haben doch diese Steuer angeblich in der Rentenkasse versenkt. Wenn sie jetzt wegfällt, was machen wir denn dann mit dem Rentenbeitrag? Wenn gleichzeitig die Sozialabgaben auch runter sollen. Wo ist also hier die realistische Möglichkeit zu sehen?

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Wie es richtig heisst : ab 2004, wobei klar ist, dass dies in
Schritten erledigt werden muss. Für das Jahr 2003 ist die
Erhöhung der steuerlichen Berücksichtigung der
Kinderbetreuuungskosten berücksichtigt. Die Mehrausgaben
sollen durch Mehreinnahmen durch mehr Wirtschaftswachstum
erreicht werden. Ab 2004 soll dann stufenweise das
Familiengeld eingeführt werden. In diesen Stufen werden die
von Dir dargelegten Zahlen gehandelt. (siehe Parteiprogramm
CDU/CSU Seite 30).

Also ich zitiere mal genau:

„Ab 2004 werden wir mit der Einführung eines Familiengeldes
beginnen. Für jedes Kind unter drei Jahren erhalten
Eltern 600 Euro Familiengeld pro Monat. Für jedes
Kind ab drei bis unter 18 Jahren werden 300 Euro
pro Monat gezahlt. Für Kinder ab 18 Jahre, die sich in
Ausbildung befinden, bekommen Eltern 150 Euro (170
Euro ab dem vierten Kind).“

Zitatende, Quelle: Kurzfassung CDU/CSU Regierungsprogramm 2002-2006, Seite 9.

Das verstehe ich schon so, das das in 2004 eingeführt werden soll. Von Stufenweise steht da aber nix. Unabhängig davon frage ich mich schon, wie das finanziert werden soll. Dazu steht nämlich auch nix drin.

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Habe in diese Richtung weder bislang in einer Schulung was
gehört noch finde ich eine solche Aussage im Wahlprogramm.

Zitat: „Bei den Beiträgen zur Sozialversicherung wollen wir
Eltern durch einen Kinder-Bonus für jedes Kind entlasten.
Auch damit werden wir ein deutlich besseres Klima für
Kinder in unserem Land schaffen. Familie und Beruf werden
durch das Familiengeld besser miteinander vereinbar
sein.“

Zitatende, Quelle: Kurzfassung CDU/CSU Regierungsprogramm 2002-2006, Seite 9.

Es steht also doch im Wahlprogramm drin. Allerdings sehr wage formuliert, da ein Zeitpunkt der Einführung nicht genannt wird. Also auch hier die Frage, ob es nur ein frommer Wunsch sein soll. Für mich klingt es allerdings nach einer Festlegung, oder? Auch offen ist wieder die Frage nach der Realisierungsmöglichkeit.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Dies ist so nicht richtig. Hier sollen 20 % vom Arbeitgeber
für diese Teilzeitjobs übernommen werden und statt wie früher
als Steuern an die Sozialversicherung abgeführt werden. Mit
dieser Regelung werden die Zuwendungen an Übungsleiter bei
Vereinen, andere ehrenamtliche Tätigkeiten, aber auch
Hinzuverdienste von Menschen, die sich einfach mit diesem Geld
z.B. den Urlaub oder eine Anschaffung finanzieren.

Ich habe das schon richtig verstanden glaube ich. Mit abgabenfrei meinte ich, das für den Empfänger der 400€, also den Arbeitnehmer, die Geschichte abgabenfrei bleibt. Ich würde es ja begrüßen, aber zum Zeitpunkt der Einführung dieser Regelung schweigt das Regierungsprogramm leider offensichtlich. Oder irre ich?

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Die Forderungen sind mittelfristig und langfristig
realistisch. Kurzfristig - also 2003 - sind sie utopisch,
behauptet aber auch niemand, dass es 2003 sein soll. Eine
Gegenfinanzierung ist spätestens dann völlig gesichert, wenn
das Wirtschaftswachstum um mehr als 2,5 % steigt und die
Einnahmen des Staates eine Gegenfinanzierung ermöglichen.

Also auch nur die wage Hoffnung auf den Aufschwung? Wo liegt denn dann der Unterschied zur amtierenden Regierung? Mehr als Hoffen tun die ja auch nicht. So sehr ich diese ganzen Ideen auch begrüßen würde, realistisch und planbar erscheinen sie mir noch nicht. Woher nimmt also die Stoiber-Fraktion die Gewissheit, das sie das alles umsetzen können? Oder ist es gar nicht anders als bei den Amtierenden, wo eigentlich auch nur das Prinzip Hoffnung regiert?

Eigentlich kenne ich es doch nur so, das die Hand, die mir die
Linke Tasche füllt, mir vorher die Rechte Tasche leergemacht
hat. Und auf dem Weg von der Linken zu Rechten Tasche bleibt
unterwegs ´ne Menge hängen.

Ist etwas kurz gesprungen. Wenn ich weniger Steuern einnehme
durch Steuersenkungen, schaffe ich den Anreiz für die privaten
Anschaffungen.

Prinzipiell hast Du natürlich Recht. Doch fraglich erscheint mir, wie der Staat mit seinem aufgeblähten Apparat mit weniger Einnahmen gleichzeitig mehr an die Bürger ausschütten will.
Das erscheint mir wie eines der Grimm´schen Märchen: Ich nehme zwar weniger von Euch ein, ich gebe Euch aber gleichzeitig mehr raus. Wo ist da die Logik zu finden? Wenn ich das Prinzip Hoffnung mal außen vorlasse, dann finde ich eigentlich nur eine Minusrechnung. Oder?

Das Konsumverhalten wird angekurbelt und somit
wird der Bedarf über die Industrie durch mehr Leistungen in
der Industrie mit dem Abbau eines Teils der Arbeitslosenzahlen
kompensiert.

Ich glaube, das derzeit in der Industrie kaum Kapazitäten für höhere Beschäftigung zu finden sind. Denn aus meiner Sicht hat doch die Wirtschaft eigentlich kaum Interesse an sinkenden Arbeitslosenzahlen. Es ist doch wie überall, Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Und die derzeitige Arbeitsmarktsituation ist doch für einen Arbeitgeber echt klasse: Ich brauche nur wenig zu zahlen, schließlich gibt es genügend Leute, die den Job auch für wenig machen würde.
Das mag jetzt überspitzt formuliert sein, ich persönlich habe aber leider derartiges schon öfter selbst hören dürfen.

Durch eine höhere Beschäftigung erreiche ich aber
nicht nur weniger Ausagen des Staates, sondern durch eine
höhere Beschäftigung steigen die Einnahmen bei den
Sozialversicherungen sowie die Steuern.

Soweit ist das natürlich richtig. Allerdings erscheint mir der Weg dahin sehr nebulös zu sein. Einen richtig plausiblen Wegweiser oder mindestens einen vernünftigen Realisierungsvorschlag habe ich auch bei Stoiber noch nicht entdecken können.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Moin!

Wie realistisch sind diese Vorstellungen? Und damit
zusammenhängend: Wo soll die Gegenfinanzierung herkommen?

Lothar Späth hat klipp und klar gesagt, daß bei der
derzeitigen Wirtschafts- und Finanzsituation die Pläne nicht
finanzierbar seien.

Das bringt mein Posting eigentlich gezielt auf den Punkt: Warum wird es dann vollmundig versprochen? Weil man sowieso weiß, das es nicht eingehalten werden muß?

Stoiber selbst redet von einer Finanzierung durch eine
anspringende Konjunktur. Das Blöde dabei: ein Prozent mehr
Wirtschaftswachstum bringt dem Staat nur etwa 5 Milliarden
Euro Mehreinnahmen. Stoibers Pläne kosten etwa 20 Milliarden,
ergo müßte die Wirtschaft um etwa 4 Prozentpunkte mehr
anspringen als es bisher geplant ist

Das ist das von mir schon mehrfach angesprochene Prinzip Hoffnung. Klasse gedacht, aber doch sehr wage. Finde ich jedenfalls. Denn wie man zu einem derartigen Aufschwung kommen will, wird nirgends erwähnt. Und ich glaube kaum, das der Staat plötzlich ein gigantisches Autobahnbauen beginnen wird.

(Eichel plant für 2003
bekanntlich mit 2,5 Prozent - also müßten unter einem Kanzler
Stoiber 6,5 % Wirtschaftswachstum rausspringen).

Eben, das erscheint mir doch sehr unrealistisch. Das würde dann also bedeuten, das die schwarze Seite keinen Deut besser als die Rote Seite wäre. Versprechen, hinterher brechen.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo Mathias,

dass man über solche Winkelzüge Beamtenstellen

sichert.
Wieviele Zehntausend Beamte könnte man einsparen, wenn man
eine lineare Steuerkurve zwischen 18 und 38% einführen würde?

Und was machen wir mit den 10.000 Beamten?
Rauswerfen geht nicht und bis die Leute abgebaut sind allein vom Ruhestand her haben wir schon wieder ein paar Regierungswechsel mit neuen, alten Änderungen hinter uns.

Keine Chance das umzusetzten also nicht relistisch. SOrry

Bert

Tach auch,

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

Ich täte es auch sehr begrüßen, glaub mir. Ich fahre viel zu
leidenschaftlich gern Auto…

Tja auch wir müssen umdenken und wir sollten uns an die eigene Nase packen. Mit dem Auto justfor fun rumdüsen, 2 mal im Jahr in Urlaub, tolle Kleidung und ein sorgenfreies finanzielles Leben ist einfach für normalos nicht drin.

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Das wäre realistisch, denn Leute mit Kindern kosten evtl. im
Alter weniger.

Mein Reden. Aber wie realistisch in der Umsetzung ist das?

Wo ist den das Singelgeld? Irgendwie werde ich immer vergessen. Schade eigentlich.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ja warum denn nicht? Wäre aus meiner Sicht sehr zu begrüßen.
Aber wie soll das realisiert werden?

Und wem bringt das am meisten? den Leuten, die für einen Stundenlohn von 7 € arbeiten müssen oder den Chefs die ihren Laden nur noch mit den Billigjobs am laufen halten und alle Fachkräfte rausschmeissen weil die anderen ja billiger sind?
Ich habe keine Lust irgen wann mal vor die Wahl gestellt zu werden entweder weniger Stundenlohn zu bekommen odr meinen Platz von 2 400€ Typen einnehmen zu lassen.

Die 2 großen Fragen sind in der aktuellen deutschen Politik
nur noch:

1.) Wo kann ich das rausquetschen, was ich an Mehreinnahmen
brauche?

2.) Wo schlage ich das drauf, was ich an anderer Stelle senke?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen
sein.

Ich stelle mal fest, das wir beide uns da im Grundsatz einig
zu sein scheinen. Was mir allerdings sehr fragwürdig
erscheint, ist der Punkt, das diese nötige grundlegende Reform
auch von Stoiber nirgends konkretisiert wird. Jedenfalls finde
ich nix, was in irgendeiner Form eine plausible Erklärung zur
Realisierung liefern würde.

Das einzige, was ich sehe, ist das wage Hoffen auf einen
Aufschwung. Und ehrlich gesagt - was anderes tut die
derzeitige Regierung auch nicht. Alle hoffen irgendwie nur.

Ja das waren genau die Worte die mir zu dem Artikel einfallen. Echt Sche…

Gruss Bert

Moin!

Ich täte es auch sehr begrüßen, glaub mir. Ich fahre viel zu
leidenschaftlich gern Auto…

Tja auch wir müssen umdenken und wir sollten uns an die eigene
Nase packen. Mit dem Auto justfor fun rumdüsen, 2 mal im Jahr
in Urlaub, tolle Kleidung und ein sorgenfreies finanzielles
Leben ist einfach für normalos nicht drin.

Also um da mal was klarzustellen: Ich düse nicht einfach mal just for Fun mit dem Auto durch die Gegend. Ich bin einfach nur auf´s Auto angewiesen, um in akzeptabler Zeit von A nach B zu gelangen. Und leider ist das mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht unbedingt günstiger, geschweige denn schneller.
Weiterhin: Zweimal Urlaub im Jahr klingt toll. Ich mache nicht mal einmal im Jahr Urlaub. Versuch mal mit einem (mittelprächtigem) Einkommen und vier Personen das unter einen Hut zu bekommen. Von einem sorgenfreien Leben (in Hinsicht auf die Finanzen) träume ich auch, ich wäre schon etwas näher dran, wenn mir von meinem Brutto etwas mehr mehr in der Tasche bliebe. Allerdings scheint mir keine der Regierungswilligen Parteien das ernsthaft zugestehen zu wollen.

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Das wäre realistisch, denn Leute mit Kindern kosten evtl. im
Alter weniger.

Mein Reden. Aber wie realistisch in der Umsetzung ist das?

Wo ist den das Singelgeld? Irgendwie werde ich immer
vergessen. Schade eigentlich.

Das hab ich mich früher auch immer gefragt. Aber tröste Dich, sobald Du Dir Kinder angeschafft hast, wirst Du wissen, wie gut Du als Single leben konntest. Denn leider ist es immer noch so, das nach der Geburt eines Kindes auch keine Kohle vom Himmel fällt. Und mein AG sieht irgendwie nicht ein, warum er mir für die gleiche Arbeit mehr löhnen sollte, nur weil ich Kinder hab. Unverständlich, oder?

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ja warum denn nicht? Wäre aus meiner Sicht sehr zu begrüßen.
Aber wie soll das realisiert werden?

Und wem bringt das am meisten?

Beispielsweise der alleinstehenden Verkäuferin im Supermarkt, die mit einem monatlichen Brutto von satten 1.300 € nach Hause geht und nebenher noch einen Nebenjob braucht, um ihr Kind zu ernähren. Sowas ist nichtmal selten in unseren Landen.

den Leuten, die für einen
Stundenlohn von 7 € arbeiten müssen

Sollte es nicht eher heißen, „arbeiten dürfen“ ?
Was ist mit der Tatsache, das die von Dir genannten 7€ die Stunde den Arbeitgeber satte 10€ kosten?
Was kann der Arbeitgeber dafür, das von den 10€, die Du ihn kostest, gerade mal 3,50€ bei Dir ankommen?

oder den Chefs die ihren
Laden nur noch mit den Billigjobs am laufen halten und alle
Fachkräfte rausschmeissen weil die anderen ja billiger sind?

Ich glaube, das echte Billiglöhne nur in Bereichen möglich sind, in denen Qualifikationen nachrangig sind. Leider also in Bereichen, in denen niemand wirklich arbeiten will. Und ich glaube auch, das man hier eine wesentlich höhere Motivation schaffen könnte, wenn den Leuten das bisserl Kohle in der Tasche gelassen wird.
Mal ehrlich: Welche Motivation hättest Du denn, wenn Du als Arbeitsloser für 400€ nebenher arbeiten könntest, allerdings davon die nur die Hälfte behalten kannst?

Ich habe keine Lust irgen wann mal vor die Wahl gestellt zu
werden entweder weniger Stundenlohn zu bekommen odr meinen
Platz von 2 400€ Typen einnehmen zu lassen.

Wie gesagt, ich glaube nicht daran, das dieses Risiko in Bereichen hochkommt, in denen auf Qualifikationen Wert gelegt werden muß. Ein Arbeitgeber, der in Qualitativ Anspruchsvollen Bereichen auf Billiglöhner setzt, wird IMHO schnell auf die Fresse fallen.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo,
da sind wir ja schon zwei die sich sowas nicht leisten können. Wenn man aber mal so rumschaut könnte man das glatt blauben. Ich brauch nur mal so in meinem Bekanntenkreis rum zu schauen.

Wo ist den das Singelgeld? Irgendwie werde ich immer
vergessen. Schade eigentlich.

Das hab ich mich früher auch immer gefragt. Aber tröste Dich,
sobald Du Dir Kinder angeschafft hast, wirst Du wissen, wie
gut Du als Single leben konntest. Denn leider ist es immer
noch so, das nach der Geburt eines Kindes auch keine Kohle vom
Himmel fällt. Und mein AG sieht irgendwie nicht ein, warum er
mir für die gleiche Arbeit mehr löhnen sollte, nur weil ich
Kinder hab. Unverständlich, oder?

Wir haben alle zu wenig Geld oder alles ist zu teuer. Was denn nun, zu wenig oder zu teuer?

Beispielsweise der alleinstehenden Verkäuferin im Supermarkt,
die mit einem monatlichen Brutto von satten 1.300 € nach Hause
geht und nebenher noch einen Nebenjob braucht, um ihr Kind zu
ernähren. Sowas ist nichtmal selten in unseren Landen.

Da hast du genau den richtigen Punkt getroffen. Wieviele festangestellte Leute arbeiten denn noch in Supermärketn? Bei meiner Mutter im Laden noch genau 2 Stück. Der Rest läuft auf Billiglohn.

den Leuten, die für einen
Stundenlohn von 7 € arbeiten müssen

Sollte es nicht eher heißen, „arbeiten dürfen“ ?
Was ist mit der Tatsache, das die von Dir genannten 7€ die
Stunde den Arbeitgeber satte 10€ kosten?
Was kann der Arbeitgeber dafür, das von den 10€, die Du ihn
kostest, gerade mal 3,50€ bei Dir ankommen?

Früher war es mal so, dass der Firmenchef eine gewisse Soziale Pflicht seinen Leuten gegenüber hatte. Schade das es das heute nicht mehr gibt aber es sollte wieder so werden. (Natürlich nicht mehr ganz so wie früher aber alles was extrem betrieben wird ist schlecht und das wissen wir ja )

oder den Chefs die ihren
Laden nur noch mit den Billigjobs am laufen halten und alle
Fachkräfte rausschmeissen weil die anderen ja billiger sind?

Ich glaube, das echte Billiglöhne nur in Bereichen möglich
sind, in denen Qualifikationen nachrangig sind. Leider also in
Bereichen, in denen niemand wirklich arbeiten will. Und ich
glaube auch, das man hier eine wesentlich höhere Motivation
schaffen könnte, wenn den Leuten das bisserl Kohle in der
Tasche gelassen wird.
Mal ehrlich: Welche Motivation hättest Du denn, wenn Du als
Arbeitsloser für 400€ nebenher arbeiten könntest, allerdings
davon die nur die Hälfte behalten kannst?

Jeder hat sein Köfferchen zu tragen. Wenn alle genug verdiehnen würden braucht keiner mehr nebenher arbeiten zu gehen. Auch nicht der Arbeitslose

Ich habe keine Lust irgen wann mal vor die Wahl gestellt zu
werden entweder weniger Stundenlohn zu bekommen odr meinen
Platz von 2 400€ Typen einnehmen zu lassen.

Wie gesagt, ich glaube nicht daran, das dieses Risiko in
Bereichen hochkommt, in denen auf Qualifikationen Wert gelegt
werden muß. Ein Arbeitgeber, der in Qualitativ Anspruchsvollen
Bereichen auf Billiglöhner setzt, wird IMHO schnell auf die
Fresse fallen.

Qualifizierte Leute sind auch nicht das groh der Arbeitslosen.
Es kann einfach nicht sein, dass jeder der nen Nebenjob haben will einen machen kann. Nur bedürftiege Leute sollten so was machen dürfen und nicht der, der für seinen zweiten Urlaub was verdiehnen will.
Das meinte ich übrigens mit dem an der eigenen Nase packen. Was gibt mir mit festem Job das Recht auf ne Nebenbeitätigkeit abwohl es so viele Arbeitslose gibt die das besser gebrauchen könnten. Gibt es nicht so viele die Nebenbei arbeiten werden diese Stellen auch wieder besser bezahlt. Arbeit ist da sie muss nur gerecht bezahlt werden und das machen unsere lieben Arbeitgeber nur wenn sie müssen.

Gruss Bert

Hallo Dicker,
also eins kannst Du mir glauben das sollte keine anmache in deine Richtung sein und an deiner Intelligenz wollte ich ganz sicher nicht zweifeln.

Ich glaube einfach nicht, dass sich einer der Politiker traut das nötige anzupacken. Was getan werden müsste Weiß wahrscheinlich jede Partei nur niemand glaubt, das es die Bevölkerung versteht und mitmacht.

Ich pers. weiß nicht was getan werden müsste. Dafür fehlen mir einfach die nötigen Informationen.

Aber vielleicht hat hier ja jemand ne Antwort für dich

Mal sehen
Gruss Bert

Mahlzeit!

also eins kannst Du mir glauben das sollte keine anmache in
deine Richtung sein und an deiner Intelligenz wollte ich ganz
sicher nicht zweifeln.

Ich habe nix in der Richtung gedacht, wieso sollte ich?

Ich glaube einfach nicht, dass sich einer der Politiker traut
das nötige anzupacken. Was getan werden müsste Weiß
wahrscheinlich jede Partei nur niemand glaubt, das es die
Bevölkerung versteht und mitmacht.

Sehe ich ganz genauso. Interessanterweise fand ich heute dies hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,201…

Demnach liege ich mit meinen Gedanken wohl gar nicht so weit weg von der Realität :smile:

Aber vielleicht hat hier ja jemand ne Antwort für dich

Glaub ich nicht, aber gespannt bin ich trotzdem :smile:

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hi Dicker!

Was man da nicht alles für Bonbons geboten bekommt:

  • Abschaffung der letzten (eigentlich für 2003 geplanten)
    Stufe der Ökosteuer

Das ist ohnehin das mindeste.

Ich täte es auch sehr begrüßen, glaub mir. Ich fahre viel zu
leidenschaftlich gern Auto…

Es geht dabei nicht nur ums Autofahren.
Es geht auch darum, dass eine solche Steuer die Wirtschaft bremst, die Verbraucherpreise erhöht und somit keineswegs ohne negative Folgen ist, wie man es uns immer verkaufen will.

  • Familiengeld, Einführung ab 2004 (Für jedes unter
    Dreijährige Kind satte 600€ monatlich, für unter
    achtzehnjährige Kinder immerhin noch 300€ im Monat)

Warum nicht gleich weniger EKSt?

Tja, Warum nicht? Viel interessanter wäre die Frage, wo er die
Gegenfinanzierung her nehmen möchte. Dafür suche ich eine
Erklärung.

Dazu habe ich ja auch schon einiges geschrieben.
Weniger Beamte, deutliche Absenkung auf das Existenzminimum von Sozialhilfe und AL-Geld sowie deren Zusammenlegung.

  • „Kinderbonus“ (Rabatt?) auf die Sozialversicherungsbeiträge
    für Eltern

Das wäre realistisch, denn Leute mit Kindern kosten evtl. im
Alter weniger.

Mein Reden. Aber wie realistisch in der Umsetzung ist das?

Das wird sicherlich umgesetzt, nur ob es wirksam ist, wage ich zu bezweifeln. Der Verwaltungsaufwand für die Aiszahlung us.s.w. muss ja auch bezahlt werden.
Ich verstehe deshalb nicht, weswegen man nicht einfach das Steuersystem drastisch vereinfacht und die Steuersätze senkt.
Jeder, der einmal eine Steueraufkommenskurve gesehen hat, weiss doch, dass dann eher noch mit Mehr- als weniger mit Minderiennahmen zu rechnen ist, denn bei sinnvollen Steuersätzen steigt die SDteuerehrlichkeit und man könnte die Mitarbeiterzahlen der Finanzämter sicherlich um 1/3 verringern.

  • Einführung Abgabenfreier 400€-Jobs (Ab wann?)

Warum nicht sofort?

Ja warum denn nicht? Wäre aus meiner Sicht sehr zu begrüßen.
Aber wie soll das realisiert werden?

Die Entscheidung treffen und fertig.

Die 2 großen Fragen sind in der aktuellen deutschen Politik
nur noch:

1.) Wo kann ich das rausquetschen, was ich an Mehreinnahmen
brauche?

2.) Wo schlage ich das drauf, was ich an anderer Stelle senke?

Ohne eine grundlegende Reform wird hier nicht viel zu machen
sein.

Ich stelle mal fest, das wir beide uns da im Grundsatz einig
zu sein scheinen. Was mir allerdings sehr fragwürdig
erscheint, ist der Punkt, das diese nötige grundlegende Reform
auch von Stoiber nirgends konkretisiert wird. Jedenfalls finde
ich nix, was in irgendeiner Form eine plausible Erklärung zur
Realisierung liefern würde.

Natürlich wird auch Stoiber sie nicht realisieren.
Er ist genauso gefangen in seiner Beamtendenke wie Schröder.
Vielleicht sollten wir Helmut Schmidt bitten, solange er noch lebt…
Ich sehe in Stoiber nur das kleinere Übel für meine Generation. Deshalb vertrete ich die Union hier ab und zu.

Das einzige, was ich sehe, ist das wage Hoffen auf einen
Aufschwung. Und ehrlich gesagt - was anderes tut die
derzeitige Regierung auch nicht. Alle hoffen irgendwie nur.

Ein Aufschwung kann jedoch auch durch die regierung erzielt werden. Sie kann ihn MACHEN. Das haben diese dämlichen Juristen nur noch nicht verstanden.
Wer sagt eigentlich, dass wir uns unbedingt von Lehrern und Juristen regieren lassen müssen?

Grüße,

Mathias

Hi!

dass man über solche Winkelzüge Beamtenstellen

sichert.
Wieviele Zehntausend Beamte könnte man einsparen, wenn man
eine lineare Steuerkurve zwischen 18 und 38% einführen würde?

Und was machen wir mit den 10.000 Beamten?
Rauswerfen geht nicht und bis die Leute abgebaut sind allein
vom Ruhestand her haben wir schon wieder ein paar
Regierungswechsel mit neuen, alten Änderungen hinter uns.

Die kann man doch in einen Topf mit allen Verwaltungsbeamtgen werfen, dann diejenigen über 55 rausnehmen und in den Ruhestand schicken. Das ist immer noch billiger, als sie im Job zu behalten.
Die anderen teile ich sinnvoll unter den vorhandenen und benötigten Stellen auf.
Das sollte kein Problem sein.
An manchen Stellen gibt es zu viele Beamte, an anderen Stellen fehlen welche. Bevor man neue einstellt, nur weil man Angst hat, ein paar Leute durch Zwangsumzüge zu verärgern, muss man dann eben mal nachdenken.

Grüße,

Mathias