Wie sähe denn die alternative Politik aus?

Ein solches Staatswesen war die DDR. Unsere finanzielle Misere rührt zum großen Teil von der Ideologie von Rotgrün her. Wir haben eine „DDR light“ (O-Ton Westerwelle).

Gruß, Infotalk

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Hallo Christian,

Ich bin mir sicher, daß Du auch vor jeder Entscheidung als
Bereichsleiter eine Besprechung mit allen Mitarbeitern des
Unternehmens inkl. Reinigungspersonal und Pförtner abhälst und
dabei jeder Mitarbeiter eine Stimme hat.

Auch wenn in Deiner Aussage etwas Polemik mitschwingt, möchte ich mich doch dazu äußern.
Vorweg: Ich bin Mitarbeiter eines kapitalistischen Unternehmens, welches hierarchisch aufgebaut ist. Somit erübrigt sich also eine Ausführung über Mitarbeiterbeteiligungen.
Aber dennoch kann ich in kleinem Rahmen mit Gleichberechtigung agieren. Für Dich als Banker werden sich jetzt vielleicht die Nackenhaare hochstellen, doch bei uns liegen z.B. Gehälter offen. Der Mitarbeiter weiß, was sein Kollege und seine Chefs verdienen. Der Vorteil: Es interessiert keinen und es gibt keine Willkür.
Entscheiden tue ich … nachdem die Risikoanalyse der eine Mitarbeiter machte, die Kalkulation der andere und die Aufgabenbeschreibung wieder ein anderer. In einem gemeinsamen Workshop arbeiten wir heraus, wie meine Entscheidung auszusehen hat.
Personalgespräche finden nicht auf Nachfrage des Mitarbeiters und nicht anhand einer Checkliste statt. Einmal im Jahr werden die mit einer umfangreichen Beurteilung durchgeführt. Ich beurteile meine Mitarbeiter und diese mich.
Und nebenbei: Die Putzfrau ist ein gern gesehener Gesprächspartner für mich, da sie mehr im Haus rumkommt als ich.

Natürlich sind alle Menschen bzgl. Intelligenz und
Qualifikation gleich und vor allem austauschbar, deswegen
müssen diejenigen, der eine Maschine warten und bedienen bei
der Beschaffung dieser Maschine mindestens das gleiche
Mitspracherecht haben wie der technische Leiter und der
Finanzchef.

So manchem Finanzchef würde ich noch nicht mal mein Portemonaise anvertrauen. Soviel zu Intelligenz! „Adel ist kein Geburtsrecht …“

Hab ich Dich richtig verstanden?

Im Prinzip ja.

Gruß
RaRo

Hallo Infotalk,

Du verstehst mich miß. Das ist aber ganz natürlich, wenn man zu so einem großen Thema immer nur ein paar Sätze sagt.

Ich meinte eine „DDR“ oder auch einen „Reichsarbeitsdienst“ nur für arbeitsfähige Arbeitslose - und eine „dito“, die viel Geld, Gehirnschmalz - und auch Druck - auf deren berufliche Weiterbildung verwendet. Berufliche Bildung ist das wichtigste für das Deutsche Volk, wenn es nicht zu einem bedeutungslosen Maghrebinien herabsinken will - gegenwärtig scheint es das allerdings genau das zu wollen.

Ein solches Staatswesen war die DDR. Unsere finanzielle Misere
rührt zum großen Teil von der Ideologie von Rotgrün her. Wir
haben eine „DDR light“ (O-Ton Westerwelle).

So recht Du einerseits hast, kannst Du andererseits aber in der DDR wohl kaum die Interessenvertretung des Deutschen Volkes sehen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

vielleicht könnte eine ausgefüllte Vita helfen, um zu erkennen, wie RECHTS Du stehst.

So recht Du einerseits hast, kannst Du andererseits aber in
der DDR wohl kaum die Interessenvertretung des Deutschen
Volkes sehen.

Wer wäre denn Deiner Meinung nach einer Interessenvertretung des „Deutschen Volkes“?

Gruß
RaRo

Interessenvertretung

Wer wäre denn Deiner Meinung nach einer Interessenvertretung
des „Deutschen Volkes“?

Naja, die Mindestanforderung wäre, daß eine der Zielsetzungen in der Bestandserhaltung des Deutschen Volkes bestünde.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi,

Auch wenn in Deiner Aussage etwas Polemik mitschwingt, möchte
ich mich doch dazu äußern.

Polemik die, scharfe Auseinandersetzung (oft mit persönlichen Angriffen).
(http://www.brockhaus.de/)

Wie auch immer: Du hast mit Frank noch eine Eigenschaft gemeinsam: Du beantwortest Fragen nicht oder so, daß man die Antwort nicht als Antwort auffassen kann.

Werden Entscheidungen von Dir gefällt (nennen wir es Antwort A)oder mit dem gesamten Personal in einer demokratischen Abstimmung (one man - one vote, Antwort B)?

Bitte Frage beantworten: A [] B[]. Danke.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

Die
qualifizierten Köpfe hält man nur schwer im Betrieb, wenn man
sie gehaltsmäßig verhungern läßt.

Mir kommen gleich die Tränen. Von Vrhungern kann doch wohl nur
bei Arbeitern die Rede sein. Bei diesen Leuten geht es doch
nur darum, ob der Drittwagen ein Smart- oder Lotus- Roadster
ist.

ich weiß nicht, woher dieses Bild kommt.

Vom Übertreuben? :wink: Verhungern werden die Führungskräfte sicher nicht, wenn die Gehaltserhöhung etwas geringer ausfällt.

Der Unterschied
zwischen 2500 Euro netto und 1800 Euro netto ist nicht ein
Drittwagen, sondern der zweite Urlaub oder der Besuch bei
http://www.gattoverde.de/ statt Bestellung bei
http://www.hallo-pizza.de Was ist denn daran so schlimm, daß
sich das jemand leisten kann?

Nein. Die können sich das auch leisten, wenn sie statt 2% Gehaltserhöhung nur 1,9% bekommen.

Ich komme wieder mit einem Beispiel aus meiner Branche: Es
gibt Banken, die versuchen das unterste Gehaltsniveau
auszuloten. Die Konsequenz ist, daß sie Berufsanfänger
einstellen und diese nach 2-3 Jahren an die Konkurrenz
verlieren. D.h. in dem Augenblick, in dem der Mitarbeiter
seine Tätigkeit ausfüllen kann und das auch weiß, erwartet er
eine branchenübliche Bezahlung. Wenn er die nicht bekommt,
geht er dahin, wo er sie bekommt. Witzigerweise handelt es
sich dabei immer um die gleichen Banken, so daß manche
Abteilungen bei mir bekannten Banken sich fast ausschließlich
aus Ex-Mitarbeitern von drei stadtbekannten Niedrigzahlern
rekrutieren.

Sinnvoll?

Wohl weniger. Geringfügige Änderungen, die die gesamte Branche treffen, können nur schwer dazu führen. Das ist ‚hausgemacht‘.

Die Ideen der Nivellierung des Gehaltsniveaus - nichts anderes
sind Sockelbeträge

Falsch! Das ist nur eine Maßnahme, das Auseinandertriften der
einkommen abzuschwächen. Die Vergrößerung der Differenz wird
damit nicht aufgehoben, nur abgeschwächt.

Die Differenz zwischen höchsten Tarifgehalt und niedrigstem
außertariflichen Gehalt wurde bei uns Anfang letzten Jahres
erstmals festgelegt und beträgt 9%. Vorher lag sie im
Einzelfall sogar im negativen Bereich, weil die
Tarifmitarbeiter jedes Jahr 3,x% + Sockelbetrag mehr bekommen
haben, die ATler aber seit 3 Jahren auf kleiner Flamme gar
gekocht wurden. Ist sicher schön, wenn der tarifliche Kollege
an einem vorbeizieht und gleichzeitig sogar seine Überstunden
abfeiern kann, während die beim ATler mit dem Gehalt
abgegolten sind.

Motivation?

Hmmm, im Moment rede ich doch im Wesentlichen über Tarifgehälter. In der Industrie (hier bei uns z.B.) driften die Lohn/Gehaltsgruppen immer weiter auseinander. Die Tabelle beginnt bei 10,58 Euro. In der Praxis liegen die niedrigsten Stundenlöhne bei 11,80. Die Gehaltstabelle reicht dagegen bis über 4000 Euro. (habe ich gerade nicht zur Hand)

sind vermutlich die schlimmste aller
möglichen Varianten. Einfach deshalb, weil wir nirgends einen
Wettbewerb um Geringqualifizierte haben, aber überall einen
Wettbewerb um Köpfe - auch über die Grenzen hinweg.

Dabei geht es ja auch gar nicht um Wettbewerb, sondern um
Menschen!

Und wenn eine Gesellschaft den Wettbewerb verliert, dann
verlieren auch die Menschen, ganz genau.

OK, das sehe ich auch so. Aber geht das nicht auch ohne Extreme?

Gegenvorschlag? Euthanasie? Es geht hier nicht um die
Wirtschaft, sondern um das Volk, und zwar um das ganze Volk.
Industrie, Handel, Landwirtschft haben nur die Aufgabe, das
Volk zu versorgen. Die ‚Geringqualifizierten‘ sind nicht
Abfall, sondern Teil des Volkes. Du betrachtest die Wirtschaft
aus der falschen Richtung!

Du willst die Geringqualifizierten nicht verhungern lassen.
Gut, das will wohl keiner. Du willst, daß sie über
ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Über das
„ausreichend“ wird man wohl diskutieren müssen. Aber was hält
Dich davon ab zu fordern, daß die Geringqualifizierten
qualifizierter werden? Die Fortbildungsmöglichkeiten beim
Arbeitsamt etc. bleiben erhalten und Eigeniniative ist keine
Hexerei.

Nichts dagegen. Was spricht aber dagegen, daß die Leute, die schon seit 25 Jahren den selben Job machen, den auch weiter machen?

Die
Anstrengungen müssen sich darauf konzentrieren, die
Voraussetzungen für bessere Qualifikationen zu schaffen. Einen
Ansatzpunkt sehe ich im traurigen Sachverhalt, daß fast 10%
aller Schüler die Schule ohne Abschluß verlassen. Das sind die
zukünftigen Dauerarbeitslosen.

Da hast Du wohl Recht. Ein sehr hoher Prozentsatz ist aber zu
mehr Leistung nicht fähig!

Die Menschen werden im Zeitablauf dümmer?? Mal abgesehen
davon, daß Schulstoff in den letzten 15 Jahren ganz sicher
nicht schwerer geworden ist und die Leistungsanforderungen
ganz sicher auch nicht gestiegen sind: Es liegt an der
Leistungsbereitschaft.

Teilweise sicher. Aber ganz so stimmt das nicht.

Wo soll die auch herkommen, wenn in der ganzen Gesellschaft
eine Stimmung herrscht, die Leistung und Erfolg verurteilt.
Zunächst ist man Streber, dann ein fieser Besserverdienender
und am Schluß sogar ein hinterhältiger und gemeiner
Konzernboss. Daß sich bei diesen häßlichen Aussichten kaum
noch jemand anstrengt, ist irgendwie nachvollziehbar. Erst
recht, wenn die Familie erfolgreich in der dritten Generation
von der Stütze lebt.

Kann ich nicht berurteilen, solche Leute kenne ich nicht.

Dazu kommt noch, daß durch die
Automatisierung die Grenze stetig nach oben verschoben wird.

Du meinst, daß es anspruchsvoller ist, eine CNC-Fräsmaschine
zu bedienen, als den Fräser per Hand auf einen
Zehntelmillimeter genau ins Ziel zu führen? Anders? Ja.
Geistig anspruchsvoller? Nein.

Nein, genau das meine ich nicht. Ich meine, daß einfache Arbeiten teilweise wegfallen. Wo früher 100 Hilfsarbeiter gerbraucht wurden, sind das heute nur noch 10. Wer vor 30 Jahren seinen Facharbeiterbrief gemacht hat und dann als Maschinenarbeiter gearbeitet, hat von seinem Beruf und anderem keine Ahnung mehr. Der kennt nur seine Maschine.
Wenn der plötzlich arbeitslos wird, hat der mit seiner Qualifikation ein Problem und auch Lernen fällt ihm schwer.

In meiner Branche reichen übrigens seit 500 Jahren Papier,
Stift sowie die Fähigkeiten lesen, schreiben, rechnen und
logisch denken. Nachdem, was bei Azubianwärtern in letzter
Zeit bei lesen und schreiben rauskommt, sind wir an dem Rest
gar nicht weiter interessiert. Ist lesen und schreiben soviel
komplizirter geworden? Ist etwa sogar die Rechtschreibreform
an allem schuld?

:wink: Wenn das in Deiner Branche schon so ist, ws meinst Du, wie es in der Industrie bei denen aussieht, die keinen Beruf haben?
Wenn sie dann aber ihre Arbeit gut machen, Arbeit, die auch gemacht werden muß, haben sie auch dafür eine vernünftige Bezahlung verdient.

Gruß, Rainer

Erkärungsproblem oder Troll?
Hallo :smile:

Jetzt zu dem Haus. Ich find sowas geil, 500qm wären etwas, das
mir gefallen würde. Das mit dem Reinigen ergibt sich schon, wenn
ich mir so ein Haus leisten kann, leiste ich mir einfach eine
Putzfrau.

Wenn du so gut verdienst…

Nicht wieder die Worte im Munde verdrehen. Ich sagte,
„[…] wenn ich mir so ein Haus leisten kann[…]“.
Wenn ich mir also so ein Haus leisten könnte, bleiben sicherlich
noch ein paar Tausend Euro für Personal über.

Oder noch besser, zwei Putzfrauen :smile: Weißt du was das Tolle an
500qm ist? Nicht das ich damit rumprotzen könnte, sondern daß ich
meinen Pool einbauen lassen könnte, einen schicken Snookerraum
einrichten lassen kann, eine „kleine“ Bar mit allem pipapo etc. pp. Und
ich hätte einen Heidenspaß jeden Tag mit Bekannten oder meinen Kindern
eine Party Snooker zu spielen, ich liebe dieses Spiel. Und
wenn die Räume sauber sind, würd ich mit meinen Angestellten spielen.

Hab ich. Ist nur gemeinschaftlich genutzt und leider nur 3x
Pool statt Snooker. Billardcafe. Einen „Swimmingpool“ gibts
auch um die Ecke, 21,5 x 50m und Ecke für Sprungturm. Waldbad.

Ich möchte aber nicht im öffentlichen Bad mit anderen Schwimmen.
Die Pissen ins Becken, laßen teilweise ihre Lebensmittel bzw. ihren
Müll auf der Wiese rumliegen. Ich möchte auch nicht mit jedem x-beliebigen
am Pool/Snooker spielen. Ich möchte all das in meinen eigenen Räumen
durchführen. In Ruhe, entspannt, in einem Umfeld das ich mir gestalten
kann.

Du siehst, hier stoßen persönliche Vorlieben aufeinander. Und genau
solche Unterschiede werden dafür sorgen, daß ein wie auch immer
geartetes System wie du es vorschlägst/erwartest/propagierst nur ein Versuch der Gleichmacherei sein wird.

Ich hab ein Haus mit ca. 120m², das reicht völlig. Ist so

Das mag dir ja reichen, mir und/oder anderen evtl. nicht.
Du siehst, es gibt eben Unterschiede :smile:

schon viel zu viel Platz, an welchem sich Gerümpel ansammelt.
Bei anderen ist so ein Haus eine Dauerbaustelle - frag mal den
Dreyer :smile:

Warum auch nicht, ist bestimmt wie 'ne Eisenbahnanlage. Sowas wird
bei einem echten Bastelkopp NIE fertig. Das Basteln ist das schöne
daran, nicht die endgültige Fertigstellung+Nutzung. Zu deinen 120qm:
Lern aufzuräumen bzw. dich von alten Dingen zu trennen. Dann kommst
du auch wieder von einem Zimmer ins andere.

Eigentum als das Privileg über das Recht an einer Sache.

Und nun das ganze Bitte für Besitz. Sprich doch mal in ganzen, zusammen-
hängenden Sätzen. Dann wird das mit der Verständigung vllt. einfacher.
Ich versuche meine Gedankengänge ja auch in einem Absatz, ggfs. an
einem kleinen Beispiel, einer Geschichte zu erläutern. Satzfragmente oder
Schlagworte führen langfristig nur zu Irritationen. Da du aber sehr an deinem
Anliegen interessiert scheinst, sollte dir doch auch an dem Verständniss
anderer liegen.

Ja, aber buitte bei soetwas wirklich korrekt reden. Sonst gibt
es Mißvwerständnisse.

Räusper *g*

Man sollte noch erwähnen, dass Eigentum ein Begriff der Ethik
ist und damit eine rein menschliche Erfindung.

Hallo! Ich bin ein Mensch, ich lebe in einem von Menschen geschaffenen
sozialen Umfeld, unsere Gesetze sind menschengeschaffen. Unsere
gesamte Sprache ist letztenendes vom Menschen geschaffen, die Bedeutung
jedes einzelnen Wortes ist eine Definitionsfrage des alltäglichen Umgangs.
Was bitte schön ist nicht eine rein menschliche Erfindung?
BGB § 903 Befugnisse des Eigentümers
Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder
Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren
und andere von jeder Einwirkung ausschließen. Der Eigentümer eines
Tieres hat bei der Ausübung seiner Befugnisse die besonderen
Vorschriften zum Schutz der Tiere zu beachten.

Das wäre mal die derzeitig gültige, rechtliche Definition.

Das funktuioniert aber nur weltweit und ist am Ende der FGlobalisierung erforderlich,
da die kapitalistische Ökonomie dann nicht mehr funktioniert.
für keinen. Eigentum grenzt aus. Am Besitz an Gebrauchswerten ändert sich garnichts.

Also ich besitze es, verfüge aber nicht über die Eigentumsrechte.
Damit kann also jeder andere frei darüber verfügen?

Nein, hier redest du über Besitz. Das hat mit Eigentum nichts
zu tun.
Besitz ist die Verfügbarkeit über den Gebrauchswert an einer
Sache.

Also wird sich nichts ändern. Kommt jemand auf meinen Hof und verlangt,
den Gebrauch meiner Maschinen, schick ich ihn zum Teufel. Sollte er
auf die Idee kommen, meine Ressourcen zu nutzen, leg ich ihm die
Rechnung vor oder schick ihn wiederum zum Teufel. Wo ist der Unterschied
zu heute?

Sagen wir mal ich besitze eine Drehbank. Jederzeit kann also

jeder Hansel daran rumspielen? Wie sieht es mit
Qualifikationen
aus? Darf ich wenigstens eine Lehre zum Feinmechaniker oder
adäquates Wissen verlangen? Muß derjenige die Maschine
nachher auch wiederherrichten, oder darf er den Verschleiß
auf die Allgemeinheit abwälzen? Oder was ist mit meinem
Holzlager.
Ich besitze zwar etliches an Brennholz, aber jeder der im
Sommer zu faul war selber zu hacken, darf sich im Winter bei mir
bedienen? Ich glaub ich versteh dein System noch nicht ganz.

Es bleibt dein Besitz, keine Angst :smile:

Wo ist dann der Unterschied zu heute?

Definiere „Wert“.

Für mich persönlich erstrebenswert und verteidigungswürdig.
Etwas, für das ich mich mit allen Mitteln einsetze es zu erschaffen
respektive es zu erhalten. Sollte es einer „nehmen“, werde ich mich
dagegen wehren.

Nu OK, aber was genau ist nun „Wert“ (Achtung, Falle! das
wissen noch nichtmal Ökonomen)???

Ich habs ein paar Zeilen weiter oben geschrieben. Meinetwegen nenn
es Informationsdichte. Wie auch immer Ökonomen das nennen oder deiner
Meinung nach nicht nennen können, DU wirst merken, wenn mir etwas
wert ist und du deine Fettgriffel darauf legst. Dabei sind immaterielle Werte
ebenfalls gemeint.

Besitz —> geht keinen was an, so du ihn ihm Rahmen des
Rechtes erworben hast.

Bleibt also alles beim Alten, oder wie? Weil das ist heute
unter Eigentum zu verstehen.

Denn es gehört ja auf einmal allen, und niemand hat mehr
Schranken zu beachten.

Stimmt so nicht, nur das (bürgerliche) Eigentum wurde
aufgehoben.

Was ist denn jetzt bitte bürgerliches Eigentum?

Ist nunmal so. Und die Leute, die dann wirklich was auf die
Beine stellen, brauchen zig Jahre dazu.

Und es wird immer schwieriger, da nunmal auch zukünftige
Projekte komplexer werden. Wir entwcikeln uns ja schließlich
nicht zurück.

Schau dir doch an, wie das heute funktioniert. Die Planung und
deren Abläufe werden sich nicht ändern. Eine Partei gibt es
nämlich nicht im Kommunismus.

Ich sprach nicht von planenden Parteien oder ähnlichen
Organisationen. Ich sprach von mir, wenn ich ein Projekt
verfolge und mir dazu Ressourcen besorgen muß. Wie überzeuge ich
andere davon, mir die meisten oder bestimmte Ressourcen
zure Verfügung zu stellen?

Wenn es Sinn macht…
Wo soll da ein Problem sein? In vielerlei Hinsicht sind solche
Sachen auch institutionalisiert.
Aber letztlich ist das völlig banal. Da gabs noch nichtmal
nennenswerte Unterschiede zwischen Wirtschaft in DDR oder BRD.

Doch. In der DDR mußte ich den Parteipopanz bestechen oder belügen
oder sonstwie überreden, mir Mittel zu geben, oder die Freiheit mir
diese Materialien zu besorgen. Dummerweise war dieser Staat nicht
in der Lage, die notwendigen Ressourcen zu erzeugen oder zu besorgen.
Das lag daran, daß er freies Denken unterdrückte, daß er freien Zugang
zu anderen Quellen verwehrte, das lag daran, daß die führende Clique
die Bevölkerung für zu dumm hielt ihr Weltbild zu verstehen und diese
Unterdrücken mußte. Er erschoß freie Menschen die für sich entschieden,
über die Grenze zu flüchten. Es war ein menschenverachtendes Regime,
ich sehe da einen erheblichen Unterschied zur BRD bzw. zu westlichen,
freien Staaten.

Nö, hat er nicht. Wenn höherer Bedarf an Titan besteht, muß
halt mehr produzuiert werden. Geht das nicht, mußt du was
anderes einsetzen. Das vom Arzt geht dich nix an, ist
„verplant“, da ein zwingendes Erfordernis vorliegt (Gesundheit
geht vor, denke ich).

Das denkst aber nur du. Ich will mein CRT bauen. Ich kaufe mir
dazu die Ressourcen. Sollte der Arzt hand daran anlegen, geht die
Hand ab :smile:

Hö, ich bin kein Rhetoriker. Mit der Unsinn-Keule draufhauen
ist viel lustiger :smile:

Na gut, wenn dir nicht daran gelegen ist, deine Ansicht verständlich
darzustellen, werde ich auf weitere „Kommunikation“ verzichten.

Ich bin mir sicher, daß du einige gute, kritikwürdige Punkte entdeckt
hast, aber dein drumherumgebasteltes Zukunftsweltbild(!?) scheint
dir selber noch nicht klar zu sein, sonst könntest du uns allen dieses
mal in einem Rutsch erklären. Wenn es so kompliziert ist, daß es
niemand versteht, ist es in der Regel falsch oder eben doch nicht
richtig durchdacht. Ansonsten -> Don’t feed the Troll.

grüße, rené

Hallo Rainer :smile:

Nichts dagegen. Was spricht aber dagegen, daß die Leute, die
schon seit 25 Jahren den selben Job machen, den auch weiter
machen?

Wir haben jahrtausende in Höhlen gelebt. Was spricht dagegen,
auszuziehen und Häuser zu bauen?
Die Erde ist kein abgeschlossenes System das keinerlei Veränderung
unterworfen wäre. Auch der Mensch trägt zur Änderung bei und ist
gleichzeitig „leidtragender“ dieser Änderungen.
Stillstand bedeutet Degeneration. Ich möchte nicht den üblicherweise
angestrebten, natürlichsten, energieärmsten Zustand erreichen. Ich freue
mich darüber, daß der Mensch eine scheinbar widersprüchliche Erscheinung
diesbezüglich ist :smile:

grüße, rené

Hallo Rainer!

Ich meine, daß einfache
Arbeiten teilweise wegfallen. :Wo früher 100 Hilfsarbeiter
gerbraucht wurden, sind das :heute nur noch 10. Wer vor 30
Jahren seinen :Facharbeiterbrief gemacht hat :und dann als
Maschinenarbeiter gearbeitet, :hat von seinem Beruf und :anderem keine Ahnung mehr. :smiley:er kennt nur seine Maschine.
Wenn der plötzlich arbeitslos :wird, hat der mit seiner
Qualifikation ein Problem und :auch Lernen fällt ihm schwer.

Besser kann man das Problem nicht auf den Punkt bringen. Die Frage ist, was daraus zu folgen hat: Wir können uns gegen Veränderungen sträuben, weil die von Dir beschriebene Gruppe durchs Sieb fällt. Hat jemand Alternativen parat? Oder wir akzeptieren den technologischen Wandel mit der Folge für jeden Einzelnen, ständig etwas für die Fortbildung zu tun. Ich sehe darin nur eine Frage der Gewöhnung und des Willens.

… die keinen Beruf haben?
Wenn sie dann aber ihre :Arbeit gut machen, Arbeit, :die auch gemacht werden muß, :haben sie auch dafür eine :vernünftige Bezahlung :verdient.

Selbstverständlich! Sofern es den Job gibt, ist alles gut. Wenigstens für den Moment. Wenn es den Job für die ungelernte Kraft plötzlich nicht mehr gibt, entsteht das Problem. Geschimpft wird dann auf die Regierung, die bösen Kapitalisten und überhaupt das ganze Wirtschaftssystem.

Gruß
Wolfgang

Hi,

wenn du schon über mich sprichst, gestatte ich mir auch weine Einmischung.

Wie auch immer: Du hast mit Frank noch eine Eigenschaft
gemeinsam: Du beantwortest Fragen nicht oder so, daß man die
Antwort nicht als Antwort auffassen kann.

Du vwerstehst es aber auch immer irgendwie, die Fragen so zu stellen, dass beide mögliche Antworten Unsinn ergeben.

Werden Entscheidungen von Dir gefällt (nennen wir es Antwort
A)oder mit dem gesamten Personal in einer demokratischen
Abstimmung (one man - one vote, Antwort B)?

Bitte Frage beantworten: A [] B[]. Danke.

Da ich das nachvollziehen kann: die Hälfte aus je A und B ist die Antwort.
Es gibt objektive Zusammenhänge, welche gemeinsam herausgefunden werden. Wenn Ralf entscheoidet, ist das weniger perasönliche Woillkür denn vielmehr Zweckmäßigkeit. Ist das beui dir anders?

fragt:
Frank

Hallo!

Da ich das nachvollziehen :kann: die Hälfte aus je A und :B ist die Antwort.
Es gibt objektive :Zusammenhänge, welche :gemeinsam herausgefunden :werden. Wenn Ralf :entscheoidet, ist das weniger
perasönliche Willkür denn :vielmehr Zweckmäßigkeit. Ist :das bei dir anders?

Der hier aufgeführte Eiertanz ist schier unglaublich. Meinungen hören und Ansichten sammeln passiert selbstverständlich, wenn man es für zweckmäßig hält. Die Entscheidung trifft letztlich eine Person oder ein winziges Gremium. Basisdemokratische Entscheidungen in Betrieben, bei denen vom Pförtner, über die Schrauber und Bürokräfte bis zur Putzfrau alle über ein Arbeitsverfahren, ein neues Produkt, die Beschaffung einer Maschine oder die Ausgliederung bestimmter Aufgaben entscheiden, sind mir noch nirgends begegnet. Das wäre auch unsinnig, denn ob die Begründung paßt oder nicht, sie ist nun einmal zutreffend: Putzfrau, Bürokräfte, Schrauber und Pförtner haben weder Sachkenntnis noch Überblick, um in den genannten Beispielen zu entscheiden. Ein Wirtschaftsbetrieb ist nun einmal keine basisdemokratische Spielveranstaltung. Sachentscheidungen erfordern Sachkenntnis, Erfahrung, längere Beschäftigung mit der Materie und den Überblick über den Gesamtbetrieb und seine Belange.

Wie ideologisch vernagelt muß man sein, um solche Selbstgänger in Frage zu stellen?

Gruß
Wolfgang

Hallo RaRo,
das steht so bei Marx. Deshalb muß es ja nicht richtig sein.

So siehts im Osten schon aus. Im weesten ist die Verelendung teilweise noch nicht so weit vorangeschritten.
Warten wir Hartz ab…

Gruß
Frank

Hallo :smile:

Jetzt zu dem Haus. Ich find sowas geil, 500qm wären etwas, das
mir gefallen würde. Das mit dem Reinigen ergibt sich schon, wenn
ich mir so ein Haus leisten kann, leiste ich mir einfach eine
Putzfrau.

Wenn du so gut verdienst…

Nicht wieder die Worte im Munde verdrehen. Ich sagte,
„[…] wenn ich mir so ein Haus leisten kann[…]“.
Wenn ich mir also so ein Haus leisten könnte, bleiben
sicherlich
noch ein paar Tausend Euro für Personal über.

Ist doch wurscht. Letztlich alles Geschmackssache und bezieht sich nur auf Besitz. Auf Eigentum gehst du garnicht ein.
Fakt: das „System“ ist nicht meine Erfindung und auch nicht die von Marx sondern unsere zwangsläufige Entwicklung durch die Entwicklung unseres Denkens.
Ich denke nicht mehr anhand ontologischer Begriffe sondern anhand Antagonismen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Die meisten wissen das nicht bzw. scheint es noch Mischformen zu geben.
Daraus ergeben sich eine Unmenge neuer Erkenntnisse, die Marx nur zusammengefasst hat. Dialektik in Zusammenhang mit ontologischen Begriffen (Hegels Dialektik) erzeugt lediglich die verrücktesten Strukturen. Antagonismen lassen Struktur erkennen.

So, nu hörn wir aber auf :smile:

Gruß
Frank

Hallo!

Da ich das nachvollziehen :kann: die Hälfte aus je A und :B ist die Antwort.
Es gibt objektive :Zusammenhänge, welche :gemeinsam herausgefunden :werden. Wenn Ralf :entscheoidet, ist das weniger
perasönliche Willkür denn :vielmehr Zweckmäßigkeit. Ist :das bei dir anders?

Der hier aufgeführte Eiertanz ist schier unglaublich.
Meinungen hören und Ansichten sammeln passiert
selbstverständlich, wenn man es für zweckmäßig hält. Die
Entscheidung trifft letztlich eine Person oder ein winziges
Gremium. Basisdemokratische Entscheidungen in Betrieben, bei
denen vom Pförtner, über die Schrauber und Bürokräfte bis zur
Putzfrau alle über ein Arbeitsverfahren, ein neues Produkt,
die Beschaffung einer Maschine oder die Ausgliederung
bestimmter Aufgaben entscheiden, sind mir noch nirgends
begegnet. Das wäre auch unsinnig, denn ob die Begründung paßt
oder nicht, sie ist nun einmal zutreffend: Putzfrau,
Bürokräfte, Schrauber und Pförtner haben weder Sachkenntnis
noch Überblick, um in den genannten Beispielen zu entscheiden.
Ein Wirtschaftsbetrieb ist nun einmal keine basisdemokratische
Spielveranstaltung. Sachentscheidungen erfordern Sachkenntnis,
Erfahrung, längere Beschäftigung mit der Materie und den
Überblick über den Gesamtbetrieb und seine Belange.

Wie ideologisch vernagelt muß man sein, um solche Selbstgänger
in Frage zu stellen?

Ich gebe dir doch sogar recht. Aber letztlich ist die Frage zu allgemein und wird den Kriterien nicht gerecht.
Zu Ostzeiten war das z.B. wie folgt (nicht verordnet sondern zweckdienlich!): Montags war Baubesprechung des Poliers mit anderen Gewerken, danach Besprechung in der Gruppe, wer was wo wann am sinnvollsten macht. Letztlich wurde die Arbeit rein aus der Sachkwenntnis tatsächlich basisdemokratisch beschlossen, da es Unsinn ergeben hätte, wenn es nur der Polier festlegt.
Bei anderen dingen war es wieder umgekehrt, weil dem einzelnen der Überblick fehlte.

Letztlich ist das heute aber genauso. Wozu soll man darüber diskutieren?
Wer einen Volksentscheid darüber fordert, ob ne Kuh gemolken wird oder nicht, gehört in eine Zwangsjacke. Wer einen über eine Verfassung oder ähnlich alle betreffenden Themen verhindern will, aber ebenso.

Gruß
Frank

Hallo,

nunmal zum direkten Nachlesen.

"Die Arbeit der Oberaufsicht und Leitung entspringt notwendig überall, wo der unmittelbare Produktionsprozess die Gestalt eines gesellschaftlich kombinierten Prozesses hat und nicht als vereinzelte Arbeit der selbständigen Produzenten auftritt. Sie ist aber doppelter Natur.
Einerseits in allen Arbeiten, worin viele Individuen kooperieren, stellt sich notwendig der Zusammenhang und die Einheit des Prozesses in einem kommandierenden Willen dar, und in Funktionen, die nicht die Teilarbeiten, sondern die Gesamttätigkeit der Werkstatt betreffen, wie bei dem Dirigenten eines Orchesters.
Es ist dies eine produktive Arbeit, die verrichtet werden muss in jeder kombinierten Produktionsweise.
Andererseits … entspringt diese Arbeit der Oberaufsicht notwendig in allen Produktionsweisen, die auf dem Gegensatz zwischen dem Arbeiter als dem unmittelbaren Produzenten und dem Eigentümer der Produktionsmittel beruhen.
Je größer dieser Gegensatz, desto größer ist die Rolle, die diese Arbeit der Oberaufsicht spielt. Sie erreicht daher ihr Maximum im Sklavensystem. Sie ist aber auch in der kapitalistischen Produktionsweise unentbehrlich, da hier der Produktionsprozess zugleich Konsumtionsprozess der Arbeitskraft durch den Kapitalisten (also Ausbeutungsprozess) ist.“ K. Marx, Kapital III.

Schlußfolgerung daraus, daß in Kooperativen die Leitung nicht gleichbedeutend mit Herrschaft ist. Führungspersonal wird ebenso eingesetzt, wie das heute mit jedem Projektleiter auch geschieht.
Projektleiter werden auf Zeit und zur Erreichung einer definierten Aufgabe eingesetzt, ohne Disziplinarrecht.
Es geht schlicht und ergreifend darum, wer die Führung legitimiert und Inhalt sowie Dauer seiner Tätigkeit bestimmt.

Gruß
RaRo