Wie sähe denn die alternative Politik aus?

Hi Sreven,

Hmmm, warum? Weil die Leutz mit dem gigantischen Lohn
übermitiviert sind? Weil Du es Dir gefallen läßt? Bei uns
putzt auch ein Subunternehmer. Nachdem die Aschenbecher zwei
Tage nur ausgeschüttet, aber nicht abgewaschen waren, kam eine
andere Putzfrau. …

Scheint so, als wäre die Not nicht groß genug, als ob einige
Menschen nicht an ihrem Job hängen würden.

Kann es sein, daß Du die Aussage meines Beitrags umkehrst? :smile:
Oder kannst Du einfach nur nicht lesen.

2.) Entfallen Lohnnebenkosten. das bedeutet aber nichts
anderes, als eine verschleierte Subvention. Der Staat, der
Steuerzahler zahlt die Differenz. Bliebe nur noch zu klären,
wer die Steuern zahlt. …

Wenn diese Personen nicht arbeiten gehen würden, würde erst
gar keine Differenz anfallen. Dann zahlt nämlich der
Steierzahler voll. Ist das dir lieber?

Wieso zahlt der Steuerzahler die Reinigung eines Büros, das nicht gereinigt wird? Du solltest etwas anderes rauchen, das Zeug bekommt Dir nicht. :wink:

Die meisten 400 Euro Jobs liegen im Bereich um die 8,50 Euro,
ein durchaus annehmbarer Betrag und für diese Art der Arbeit
auch völlig ausreichend.

Und, was willst Du damit sagen? Deine Behauptung stimmt zwar nicht, aber das hat mit dem Thema gar nichts zu tun.
Was soll’s. Soll ich am Montag unsere Putzfrau nach ihren Stundenlohn fragen? Der … (Datenschutz) … ein Bekannter, (Name und Adresse auf Anfrage) bekommt für einen Vollzeitjob (42 Stunden plus unbezahler Überstunden) € 7,-/h. Ach ja, Fachkraft!!! Du willst mir erzählen, daß die Putzfrau mehr bekommt?
ROFL

Laß es. DIR glaube ich kein Wort mehr.

Viel Spaß noch, Rainer

Hi Steven,

Falsch falsch, falsch!!! Du gehst von gleichberechtigten
Partnern aus. das ist aber nicht so. Der AN ist leicht
erpressbar. In ein paar Nischen gibt es Ausnahmen, wo das
zutrifft, die zahl dieser Jobs ist verschwindend gering.

Nö. Ist sie nicht. Warum glaubst du, dass alle Menschen
Dummköpfe sind? Ein Ingenieur mit gutem Wissen, womöglich noch
durch viele Seminare auf Firmenkosten angeeignet, wird nicht
so leicht gekündigt, da man ungern das Know How weggibt.

Gibst Du wieder einen Schwachsinn von Dir.
Irgendwann wirst Du begreifen (oder auch nicht, die Welt wird es nicht stören) daß es nicht nur Ingenieure gibt.

Träum weiter.

Rainer

Hallo Frank,

Hatte Bushi Baby nicht sogar in Harvard studiert? Oder war es
Yale?

Ich gehe immer noch davon aus, daß die Amerikanisierung noch nicht so weit fortgeschritten ist. :wink:

Gruß, Rainer

Hi,

Scheint so, als wäre die Not nicht groß genug,

nö. Scheint eher, als gäbe es nicht genug Untermenschen, die Not als positives Ereignis sehen, so wie Du scheinbar.

Nun aber wirkich ohne Gruß, ich mag nicht lügen.

Rainer

Hallo Wolfgang,

Im Gegenteil kann sich jeder :nach Aufhebung des Eigentums :frei entfalten. Wo sollen da :Schranken sein?

Eigentum an Sachen ist in vielen Fällen die Voraussetzung für
freie Entfaltung. Bevor man aneinander vorbei redet, definiere
ich Eigentum: Uneingeschränkte, zeitlich unbegrenzte beliebige
Verfügbarkeit einer Sache durch eine einzige Person oder von
dieser bevollmächtigten Personen. Das schließt
Rechtfertigungsbedarf, Anträge, nur zeitlich begrenzte
Nutzungen oder Absprachen mit anderen Personen aus.

Das hat mit Eigentum rein garnichts gemein. Nie und nimmer hast du über Eigentum keinen Rechtfertigungsbedarf, das Ämtchen wird dir eines husten. Im Gegenteil wirst du zum Sklaven deines Eigentums und der Gesellschaft, die dir die Auflagen daran zustellt.

Es gab und gibt viele Versuche, Eigentum effektiver zu nutzen,
indem man mehreren Personen oder Gruppen Zugriff ermöglicht.
Etliche Betriebswirtschaftler kamen schon auf solche
verlockend klingenden Ideen. Zwei Beispiele: Ich arbeitete
früher in einer Entwicklungsabteilung eines großen
Unternehmens. Zur Abteilung gehörte eine Laborwerkstatt vom
Feinsten. Die Möglichkeiten der Werkstatt waren unverzichtbar,
aber volle Auslastung gab es nicht. Deshalb kamen
Verwaltungsleute auf die Idee, alle Werkstätten des Werkes
zusammenzulegen. Alle Abteilungen sollten Zugriff auf die nun
noch edlere Zentralwerkstatt haben. Die gute Idee scheiterte
an menschlichen Unzulänglichkeiten. Es fühlte sich nämlich
keiner mehr persönlich zuständig, so daß aus der Werkstatt
binnen kurzer Zeit ein Schrotthaufen mit versauten Maschinen
wurde.

Diese Eigentumsformen sind heute Gang und Gebe und heissen z.B. Aktiengesellschaft oder Genossenschaft.

Einen ähnlichen Effekt erlebte ich, als sich ein Berufskollege
in einem Technologiezentrum selbständig machte. Die zentrale
Werkstatt war eines der Lockmittel. Gerade die optimal
passende Maschine/Vorrichtung für den Bedarf des Einzelnen war
natürlich nicht da. Damit fing es an, daß sich jeder das
spezielle Zeug selbst anschaffte und abgeschlossen nur in den
eigenen Räumen nutzte. Für die Gemeinschaftshure Drehbank
schliff sich jemand mit Mühe einen ganz speziellen Drehstahl
zurecht. Wenn man das Ding nicht augenblicklich einsteckte,
war das wertvolle Stück vom nächsten Döskopp ruckzuck
verdorben oder wurde unbeachtet in den Müll geworfen. Das
merkte man natürlich erst nach längerem Schlangestehen, weil
dummerweise immer zur gleichen Zeit mehrere Leute etwas an der
Maschine zu tun haben. Letztlich kamen im Laufe der Zeit alle
Mieter dahinter, daß man entweder exklusiven jederzeitigen
Zugriff hat (Kennzeichen des Eigentums) oder die Sache
vergessen kann.

Das ist typisch für Besitz, nicht Eigentum.

Das Szenario sieht überall ähnlich aus, egal ob
1-Mann-Veranstaltung oder größerer Betrieb: Man leistet sich
Produktions- und Laboreinrichtungen, die manchmal längere Zeit
unbenutzt stehen, aber sie sind verfügbar zu jeder beliebigen
Zeit. Das Eigentum, also der Zugriff jederzeit, exklusiv und
sofort, ist neben Know-how der Schlüssel schlechthin, um etwas
auf die Füße zu stellen.

Will man Produktionsmittel vergesellschaften, kann man
verschiedene Ziele verfolgen. Man kann Produktionsmittel
verschiedenen Menschen/Gruppen zugänglich machen. Dafür habe
ich die Beispiele gebracht, weil solches Vorhaben zur Lähmung
führt. Wenn es aber doch wieder nur die exklusive und
uneingeschränkte Verfügbarkeit durch Einzelne ist, begeht man
mit der Vergesellschaftung Etikettenschwindel, weil sich
faktisch nichts ändert.

Verfügbarkeit über den Gebrauchswert an einer Sache ist Besitz! Du solltest mal die Begriffe klären.

Ein anderes Ziel der Vergesellschaftung von Produktionsmitteln
wäre, Kontrolle über Produktionsmittel zu gewinnen, um also
Planwirtschaft zu veranstalten. Planwirtschaft ist naturgemäß
eine Wirtschaft ohne Wettbewerb.

Völliger Unsinn. „draufhau“ :smile:

Anders ausgedrückt: Die
Volkswirtschaft besteht aus lauter Monopolisten. Leider sah
noch kein Monopolist je Veranlassung, seinen Hintern zu
bewegen. Das wird eine bestenfalls auf dem Anfangsstand
verharrende Wirtschaft.

Witzig. In 40 Jahren DDR hat es diese immerhin aus dem Nichts zu einer Wirtschasft unter den 10 stärksten Wirtschaften gebracht. Uns ging es besser als Portugiesen oder Griechen. Wie erklärst du das?

Aus den genannten Gründen ist die exklusive, unkontrollierte
Nutzung von Sachen einschließlich der Produktionsmittel
(=Eigentum) einer der wichtigsten Punkte überhaupt, um einen
Betrieb und eine ganze Volkswirtschaft am Leben zu halten.

Nein, um sie kaputt zu machen. Eigentum grenzt aus. Das wirst du späterstens dann merken, wenn du nichts mehr absetzt und bei mir arbeiten möchtest. Du bekommst einen Euro pro Tag, mehr zahle ich nicht. Ein halber Liter von MEINEM Wasser kostet dich 2 Euro. Wenn du MEIN Gelände betreten möchtest, um zu deinem Haus zu kommen, zahlst du 3 Euro. Du kannst natürlich auch in der Firma bleiben, das stelle ich dir völlig frei.
Wenn du MEINE Luft atmen möchtest, kostet dich das 0,50 Euro am Tag.

DAS ist Eigentum!

Gruß
Frank

Hallo Rene,

Also mal vorab, du verstehst es einem das Wort im Munde
zu verdrehn. Oder ich versteh dich schlicht und ergreifend
nicht…soll ja alles vorkommen.

Na, ich versuchs nochmal :smile:

Wozu brauchst du mehr als du nutzen kannst?
Der Großteil sieht es nicht ein, ein Haus haben zu müssen mit
500m² Wohnfläche, weil sie das aslles putzen müßten. Ausserdem
bindet z.B. ein Haus die Menschen an einem Ort.
So ist das mit vielen Dingen. Besitz ist also nicht immer
sinnvoll, da er auch unterhalten weerden will.

Also „Spittel“ bedeutet jetzt soviel wie Eigentum, Plunder,
Krimskrams, ja?

Unnötiger, ans Bein gebundener. Nunu.

Gut, sag das doch einfach :smile: Ich nahm nämlich zuerst an,
Spittel sei ein
Begriff für Kinder, damit hätte deine ursprüngliche Aussage
eine
völlig andere Wirkung *g*
Jetzt zu dem Haus. Ich find sowas geil, 500qm wären etwas, das
mir
gefallen würde. Das mit dem Reinigen ergibt sich schon, wenn
ich
mir so ein Haus leisten kann, leiste ich mir einfach eine
Putzfrau.

Wenn du so gut verdienst…

Oder noch besser, zwei Putzfrauen :smile: Weißt du was das Tolle an
500qm
ist? Nicht das ich damit rumprotzen könnte, sondern daß ich
meinen
Pool einbauen lassen könnte, einen schicken Snookerraum
einrichten
lassen kann, eine „kleine“ Bar mit allem pipapo etc. pp. Und
ich hätte
einen Heidenspaß jeden Tag mit Bekannten oder meinen Kindern
eine Party Snooker zu spielen, ich liebe dieses Spiel. Und
wenn die Räume
sauber sind, würd ich mit meinen Angestellten spielen.

Hab ich. Ist nur gemeinschaftlich genutzt und leider nur 3x Pool statt Snooker. Billardcafe. Einen „Swimmingpool“ gibts auch um die Ecke, 21,5 x 50m und Ecke für Sprungturm. Waldbad.

Aber da ein Haus nunmal in der Tat unpraktisch ist und einen
örtlich
bindet, sehe ich derzeit keinen Vorteil darin, mich mit einem
Haus
am Bein zu blockieren. Andererseits gibt es ein unglaubliches
Glücksgefühl,
wenn man tagtäglich in sein eigenes Haus einkehrt. Sowas nennt
man
dann „zu Hause“, „Heimat“ oder wie auch immer der Einzelne das
nennt. Und nun komm du mal mit deinen misepetrigen Argumenten
und mach mir meine 500qm wieder madig :smile:

Ich hab ein Haus mit ca. 120m², das reicht völlig. Ist so schon viel zu viel Platz, an welchem sich Gerümpel ansammelt.
Bei anderen ist so ein Haus eine Dauerbaustelle - frag mal den Dreyer :smile:

Das ist schlicht Unsinn, den bürgerliche Propagandisten
verbreiten. So so auch auf keinen Fall bei Marx.
Eigentum ist nur ein Recht, keine Sache.

Danke für das 2. oder 3. Unsinn. Ich sagte nix von
Propagandisten
oder von Marx, ich habe geschrieben, soweit ich dich
verstanden habe. Zur besseren Diskussionsgrundlage wollte ich
eigentlich nur von dir kurz wissen, ob ich dich
ungefähr
richtig verstanden habe.

Eigentum als das Privileg über das Recht an einer Sache.

Dann war nicht die Rede vom abschaffen sondern vom
Aufheben. Damit ist das E. nicht weg sondern vergesellschaftet.

Ok, so hab ich das auch gemeint und verstanden, auch wenn ich
abgeschafft geschrieben habe.

Ja, aber buitte bei soetwas wirklich korrekt reden. Sonst gibt es Mißvwerständnisse.
Man sollte noch erwähnen, dass Eigentum ein Begriff der Ethik ist und damit eine rein menschliche Erfindung.

Das funktuioniert aber
nur weltweit und ist am Ende der FGlobalisierung erforderlich,
da die kapitalistische Ökonomie dann nicht mehr funktioniert.
für keinen. Eigentum grenzt aus.
Am Besitz an Gebrauchswerten ändert sich garnichts.

Also ich besitze es, verfüge aber nicht über die
Eigentumsrechte.
Damit kann also jeder andere frei darüber verfügen?

Nein, hier redest du über Besitz. Das hat mit Eigentum nichts zu tun.
Besitz ist die Verfügbarkeit über den Gebrauchswert an einer Sache.

Sagen wir mal ich besitze eine Drehbank. Jederzeit kann also
jeder Hansel daran rumspielen? Wie sieht es mit
Qualifikationen
aus? Darf ich wenigstens eine Lehre zum Feinmechaniker oder
adäquates Wissen verlangen? Muß derjenige die Maschine
nachher auch wiederherrichten, oder darf er den Verschleiß
auf die Allgemeinheit abwälzen? Oder was ist mit meinem
Holzlager.
Ich besitze zwar etliches an Brennholz, aber jeder der im
Sommer
zu faul war selber zu hacken, darf sich im Winter bei mir
bedienen?
Ich glaub ich versteh dein System noch nicht ganz.

Es bleibt dein Besitz, keine Angst :smile:

Dagegen werde ich mich
wehren. Niemand wird in diesem System etwas von dauerhaftem
Wert schaffen, da ihm die Motivation fehlen wird, wenn sich
jeder Dorftrottel bedienen darf.

Definiere „Wert“.

Für mich persönlich erstrebenswert und verteidigungswürdig.
Etwas,
für das ich mich mit allen Mitteln einsetze es zu erschaffen
respektive
es zu erhalten. Sollte es einer „nehmen“, werde ich mich
dagegen wehren.

Nu OK, aber was genau ist nun „Wert“ (Achtung, Falle! das wissen noch nichtmal Ökonomen)???

Eine ähnliche Diskussionsproblematik
findet sich doch bei e-patenten und opensource.
Wenn ich ein Tier wäre, würde es mir in deiner Gesellschaft
sicher gefallen. Essen und Trinken, sowie Fortpflanzung ist
gesichert, ein gemütliches Nickerchen unter’m Baum ebenso. Alles paletti.
Aber ich bin kein normales Tier, ich bin ein Tier mit
übergeordneten Bedürfnissen. Diese wollen ebenfalls befriedigt werden. Dazu
brauch ich Ressourcen, die muß ich mir ggfs. besorgen und
organisieren. Wenn mir da aber permanent jeder was vom
Hof nehmen darf, weil’s ja allen gehört, komm ich nicht weit.

Das ist Unsinn.

Danke, ein weiteres Unsinn :smile: (Ich sammel sowas gerne)

Bitte, bitte :smile:

Weiter unten schreibst du etwas von „freier“ Entfaltung
und „keine Schranken“. D. h. für mich, nachdem Moment
der weltweiten Aufhebung des Eigentums steht es jedem
frei, auf meinen Hof zu kommen und sich in meinem
Gerätepark sowie Materiallager zu bedienen. Sehe ich das
richtig?

Besitz —> geht keinen was an, so du ihn ihm Rahmen des Rechtes erworben hast.

Denn es gehört ja auf einmal allen, und niemand hat mehr
Schranken zu beachten.

Stimmt so nicht, nur das (bürgerliche) Eigentum wurde aufgehoben.

Und wenn ich nun mit meiner
Forschergruppe etwas wie ein CRT bauen möchte, oder wenigstens
eine Art Prototyp. Wie bitte soll ich alle nötigen Ressourcen
ansammeln
und dabei jeden anderen davon abhalten, sich einfach an meinen
Ressourcen zu bedienen?

Wie geht das heute? Wenn verfügbar, gibts die auch.

Mach hier mal ein Projekt und stell es auf die Beine. Viel
Spass dabei (Tipp: guggst du vika).

Niemand sagt, daß es einfach ist. Aber bei dir ist es nahezu
unmöglich.

Ist nunmal so. Und die Leute, die dann wirklich was auf die Beine stellen, brauchen zig Jahre dazu.

Schau dir doch an, wie das heute funktioniert. Die Planung und
deren Abläufe werden sich nicht ändern. Eine Partei gibt es
nämlich nicht im Kommunismus.

Ich sprach nicht von planenden Parteien oder ähnlichen
Organisationen. Ich sprach von mir, wenn ich ein Projekt
verfolge
und mir dazu Ressourcen besorgen muß. Wie überzeuge ich
andere davon, mir die meisten oder bestimmte Ressourcen
zure Verfügung zu stellen?

Wenn es Sinn macht…
Wo soll da ein Problem sein? In vielerlei Hinsicht sind solche Sachen auch institutionalisiert.
Aber letztlich ist das völlig banal. Da gabs noch nichtmal nennenswerte Unterschiede zwischen Wirtschaft in DDR oder BRD.

Nein, das ist kein Widerspruch zu Marx. Du solltest lesen, was
er über die „Kommunisten“ geschrieben hat. Es ist kein
Wahlverein.

Maybe.

Sag mir doch bitte, wie ich an die nötigen Ressourcen komme,
wenn ich sie nicht als Eigentum sichern kann. Wenn ich z.b.
ein Kilo Titanlegierungen brauche, sie mir irgendwie besorge
und sie nun in meiner Werkstatt/Labor liegen habe. Wie
verhinder ich, daß ein Mediziner, der irgendwelche
Transplantate
entwickelt, sich einfach bei mir bedient und mir die
Legierungen
wegnimmt. Weil, er hat ja das gleiche Nutzrecht daran wie ich,
sofern ich dich richtig verstehe.

Nö, hat er nicht. Wenn höherer Bedarf an Titan besteht, muß halt mehr produzuiert werden. Geht das nicht, mußt du was anderes einsetzen. Das vom Arzt geht dich nix an, ist „verplant“, da ein zwingendes Erfordernis vorliegt (Gesundheit geht vor, denke ich).

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.

Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für
Unsinn?

Das nächste Unsinn :smile: Danke!

Bitte, bitte :smile:

Daher hatte ich oben gefragt, ob ich dich richtig verstanden
habe.
Würdest du darauf eingehen, ließen sich Mißverständnisse ggfs.
vermeiden. Eine mögliche Antwort wäre z.B.:„Nein René, da hast
du mich falsch verstanden, ich meinte das wie folgt…“
Psychologisch noch besser, weil weniger herablassend wäre
folgende Formulierung: „Nein René, da habe ich mich wohl
falsch ausgedrückt. Ich meinte…“

Hö, ich bin kein Rhetoriker. Mit der Unsinn-Keule draufhauen ist viel lustiger :smile:

Dir wird die Möglichkeit mit Sicherheit noch genommen, dich
frei zu entfalten. Spätestens wenn du ALG II beziehst (oder
nicht kriegst).

Ich werde es nicht bekommen, weil ich flexibel genug bin,
um meine Fähigkeiten am Markt anzubieten. Oder eben
neue Fähigkeiten zu erlangen. Ich mache mir um meine
berufliche Existenz nicht die geringsten Sorgen.

Nuja, noch nicht. Hier im Osten gibts z.B. nur öffentliche Verwaltung und Arberitslose. Vielleicht noch 5% Selbständige, das wars dann. In Teilen im Westen siehts nicht anders aus - warten wir es also ab.

Im Gegenteil kann sich jeder nach Aufhebung des Eigentums frei
entfalten. Wo sollen da Schranken sein?

Ich möchte aber gerade Schranken haben. Ich werd nicht
zulassen,
daß ich mir etwas aufbaue, und jeder Hansel darf sich dran
bedienen.

Das wäre ja auch Quatsch. Schranken gibts genug natürliche, da brauchen wir nicht noch künstliche.
BTW: halte bitte Besitz und Eigentum auseinander.

Gruß
Frank

Hallo Frank!

Bevor man aneinander vorbei ::redet, definiere ich ::Eigentum: Uneingeschränkte, ::zeitlich unbegrenzte ::beliebige Verfügbarkeit ::einer Sache durch eine ::einzige Person oder von
dieser bevollmächtigten ::stuck_out_tongue:ersonen. Das schließt
Rechtfertigungsbedarf, ::Anträge, nur zeitlich ::begrenzte
Nutzungen oder Absprachen ::mit anderen Personen aus.

Verfügbarkeit über den :Gebrauchswert an einer Sache :ist Besitz! Du solltest mal :die Begriffe klären.

Genau das hatte ich eingangs gemacht, weil ich Deinen Diskussionsstil inzwischen kenne. Wie Du den definierten Sachverhalt nennst, ob Eigentum oder Grumpfuzt, ist für die Folgerungen egal. Ich stellte nur sicher, daß man an die Stelle, wo das Wort Eigentum steht, die eingangs gebrachte Definition gemeint ist.

Ein anderes Ziel der ::Vergesellschaftung von ::stuck_out_tongue:roduktionsmitteln wäre, ::Kontrolle über ::stuck_out_tongue:roduktionsmittel zu ::gewinnen, um also
Planwirtschaft zu ::veranstalten. Planwirtschaft ::ist naturgemäß eine ::Wirtschaft ohne Wettbewerb.

Völliger Unsinn. „draufhau“

Ich hätte wissen müssen, wie Du mit diesem entscheidenden Punkt umgehst.

Anders ausgedrückt: Die
Volkswirtschaft besteht aus ::lauter Monopolisten. Leider ::sah noch kein Monopolist je ::Veranlassung, seinen Hintern ::zu bewegen. Das wird eine ::bestenfalls auf dem ::Anfangsstand
verharrende Wirtschaft.

Witzig.

Nein, ich hab nicht wirklich erwartet, daß Du bereit bist, auch nur einen Moment lang über die grundsätzliche Bedeutung von Wettbewerb und in der Planwirtschaft über den zwangsläufig entstehenden Monopolismus nachzudenken.

In 40 Jahren DDR hat es diese :immerhin aus dem Nichts
zu einer Wirtschaft unter :den 10 stärksten Wirtschaften
gebracht. Uns ging es besser :als Portugiesen oder :Griechen.

Dein Irrtum sei Dir verziehen, weil Du zu DDR-Zeiten Griechenland nicht besuchen konntest. Der auffälligste Unterschied der Wirtschaften Portugals und Griechenlands zur Wirtschaft der DDR ist, daß die Erstgenannten bis heute lebensfähig sind und noch existieren. Man kann den Sachverhalt betriebswirtschaftlich betrachten: Ein Wirtschaftsbetrieb kann augenscheinlich ganz passabel leben, die G+V sieht auf den ersten Blick ordentlich aus. Wer das Handwerk versteht, präsentiert sogar eine befriedigende Bilanz, wobei man diese Vermögensaufstellung schon nicht mehr zu hart hinterfragen darf. Was da wirklich los ist, fällt viele Jahre nicht auf. Die haben nämlich die Nutzungsdauer ihrer Maschinen, Anlagen und Gebäude hoffnungslos überdehnt, also längere Zeiten in Ansatz gebracht, als es der Realität entspricht. Das Spiel läßt sich lange Zeit fortsetzen, bis eines Tages das praktische Leben zuschlägt. Die als Vermögen geführten Produktionsanlagen sind nicht mehr durch Notreparaturen und Provisorien in Gang zu halten, es ist überalterter Schrott. Der Betrieb hatte die tatsächlich erforderlichen Abschreibungen, also seine eigene Alterung, nicht erwirtschaftet. Das ist der Moment der Wahrheit, in dem sich zeigt, daß die Bilanz ihr Papier nicht wert ist.
Genau dieses Bild bot der überwiegende Teil aller Gebäude und Anlage in der DDR. Nach meiner Kenntnis von der zentralen Trabant-Werkstatt des Landkreises und einer großen Wohnungsgesellschaft gab es zwar Listen, die ich als Inventarverzeichnis bezeichnen würde. Da fanden sich auch Wertangaben, aber die waren Jahrzehnte alt. Der Begriff der Abschreibung oder etwas inhaltlich Vergleichbares war den Mitarbeitern unbekannt, wie im übrigen alles, was entfernt mit kaufmännischer Buchführung zu tun hat. So wurde gemurkst, bis man im Schrotthaufen saß. Die wirklich anfallenden Kosten wurden nirgends erfaßt. Sonst hätte nämlich jeder einzelne Betriebsteil schon allein aufgrund seines gewaltigen Personalbestands gemerkt, daß er seine Kosten nicht erwirtschaftet.

Ich muß mal persönlich werden:
Von zentralen Punkten des Wirtschaftens, die ganz unabhängig vom Wirtschaftssystem immer Gültigkeit haben, hast weder Du noch irgendeiner der Moserköppe auch nur den Schatten einer Ahnung. Du klammerst Dich an den alten Marx. Marx kannte nur seine Zeit und für die damals herrschenden Verhältnisse waren seine Ideen ein Ansatz. Laß doch dem Mann seine geschichtliche Bedeutung, aber warum machst Du noch nachträglich eine traurige Nummer aus dem alten Herrn, indem Du seine Postulate in unpassender Weise auf gänzlich veränderte Bedingungen anwendest?

Gruß
Wolfgang

Aber Rainer,

Gibst Du wieder einen Schwachsinn von Dir.
Irgendwann wirst Du begreifen (oder auch nicht, die Welt wird
es nicht stören) daß es nicht nur Ingenieure gibt.

Nach deiner Meinung sind es ja alles ungelernte frühzeitige Schulabbrecher, die 8 Kinder haben, gehbehindert und über 40 sind. Ist das deine Realität?

Außerdem nuss man nicht Ingenieur sein, um sich weiterzubilden. Das ist kein Privileg! Was glaubst du, wie bei BMW Vorarbeiter entsthen? Das sind zum größten Teil AN, die Interesse für ihre Arbeit zeigen und nicht zum Glockenschalg den hammer fallen lassen. Diese sind bemüht, so viel wie möglich zu lernen. Der AG entlohnt dies mit einer högheren Position und mehr Gehalt.

Was glaubst du, wer hat eine bessere Position. Der Vorarbeiter oder der normale Bandarbeiter.

Aber wenn du meinst, dass man nur noch was lernen darf , wenn man die nötige Position besitzt, dann wundert mich deine Denkweise nicht meh. Komm von dem Trichter runter, dass Deutschland konkurrenzfähig blibt, wenn man nichts lernt und wenn alle AN keine hochspezialisierten Tätigkeiten ausübern. Wir werden dann nur noch konkurrenzfähig bleiben, wenn wir die Gehälter massiv senken und damit den Lebensstandard. Dann können wir uns mit den Ländern vergleichen, die ein ähnliches Niveau besitzen, Südkorea, China oder Malaysia.

Möchtest du das?

Moin,

Die
qualifizierten Köpfe hält man nur schwer im Betrieb, wenn man
sie gehaltsmäßig verhungern läßt.

Mir kommen gleich die Tränen. Von Vrhungern kann doch wohl nur
bei Arbeitern die Rede sein. Bei diesen Leuten geht es doch
nur darum, ob der Drittwagen ein Smart- oder Lotus- Roadster
ist.

ich weiß nicht, woher dieses Bild kommt. Der Unterschied zwischen 2500 Euro netto und 1800 Euro netto ist nicht ein Drittwagen, sondern der zweite Urlaub oder der Besuch bei http://www.gattoverde.de/ statt Bestellung bei http://www.hallo-pizza.de Was ist denn daran so schlimm, daß sich das jemand leisten kann?

Ich komme wieder mit einem Beispiel aus meiner Branche: Es gibt Banken, die versuchen das unterste Gehaltsniveau auszuloten. Die Konsequenz ist, daß sie Berufsanfänger einstellen und diese nach 2-3 Jahren an die Konkurrenz verlieren. D.h. in dem Augenblick, in dem der Mitarbeiter seine Tätigkeit ausfüllen kann und das auch weiß, erwartet er eine branchenübliche Bezahlung. Wenn er die nicht bekommt, geht er dahin, wo er sie bekommt. Witzigerweise handelt es sich dabei immer um die gleichen Banken, so daß manche Abteilungen bei mir bekannten Banken sich fast ausschließlich aus Ex-Mitarbeitern von drei stadtbekannten Niedrigzahlern rekrutieren.

Sinnvoll?

Die Ideen der Nivellierung des Gehaltsniveaus - nichts anderes
sind Sockelbeträge

Falsch! Das ist nur eine Maßnahme, das Auseinandertriften der
einkommen abzuschwächen. Die Vergrößerung der Differenz wird
damit nicht aufgehoben, nur abgeschwächt.

Die Differenz zwischen höchsten Tarifgehalt und niedrigstem außertariflichen Gehalt wurde bei uns Anfang letzten Jahres erstmals festgelegt und beträgt 9%. Vorher lag sie im Einzelfall sogar im negativen Bereich, weil die Tarifmitarbeiter jedes Jahr 3,x% + Sockelbetrag mehr bekommen haben, die ATler aber seit 3 Jahren auf kleiner Flamme gar gekocht wurden. Ist sicher schön, wenn der tarifliche Kollege an einem vorbeizieht und gleichzeitig sogar seine Überstunden abfeiern kann, während die beim ATler mit dem Gehalt abgegolten sind.

Motivation?

sind vermutlich die schlimmste aller
möglichen Varianten. Einfach deshalb, weil wir nirgends einen
Wettbewerb um Geringqualifizierte haben, aber überall einen
Wettbewerb um Köpfe - auch über die Grenzen hinweg.

Dabei geht es ja auch gar nicht um Wettbewerb, sondern um
Menschen!

Und wenn eine Gesellschaft den Wettbewerb verliert, dann verlieren auch die Menschen, ganz genau.

Gegenvorschlag? Euthanasie? Es geht hier nicht um die
Wirtschaft, sondern um das Volk, und zwar um das ganze Volk.
Industrie, Handel, Landwirtschft haben nur die Aufgabe, das
Volk zu versorgen. Die ‚Geringqualifizierten‘ sind nicht
Abfall, sondern Teil des Volkes. Du betrachtest die Wirtschaft
aus der falschen Richtung!

Du willst die Geringqualifizierten nicht verhungern lassen. Gut, das will wohl keiner. Du willst, daß sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Über das „ausreichend“ wird man wohl diskutieren müssen. Aber was hält Dich davon ab zu fordern, daß die Geringqualifizierten qualifizierter werden? Die Fortbildungsmöglichkeiten beim Arbeitsamt etc. bleiben erhalten und Eigeniniative ist keine Hexerei.

Die
Anstrengungen müssen sich darauf konzentrieren, die
Voraussetzungen für bessere Qualifikationen zu schaffen. Einen
Ansatzpunkt sehe ich im traurigen Sachverhalt, daß fast 10%
aller Schüler die Schule ohne Abschluß verlassen. Das sind die
zukünftigen Dauerarbeitslosen.

Da hast Du wohl Recht. Ein sehr hoher Prozentsatz ist aber zu
mehr Leistung nicht fähig!

Die Menschen werden im Zeitablauf dümmer?? Mal abgesehen davon, daß Schulstoff in den letzten 15 Jahren ganz sicher nicht schwerer geworden ist und die Leistungsanforderungen ganz sicher auch nicht gestiegen sind: Es liegt an der Leistungsbereitschaft.

Wo soll die auch herkommen, wenn in der ganzen Gesellschaft eine Stimmung herrscht, die Leistung und Erfolg verurteilt. Zunächst ist man Streber, dann ein fieser Besserverdienender und am Schluß sogar ein hinterhältiger und gemeiner Konzernboss. Daß sich bei diesen häßlichen Aussichten kaum noch jemand anstrengt, ist irgendwie nachvollziehbar. Erst recht, wenn die Familie erfolgreich in der dritten Generation von der Stütze lebt.

Dazu kommt noch, daß durch die
Automatisierung die Grenze stetig nach oben verschoben wird.

Du meinst, daß es anspruchsvoller ist, eine CNC-Fräsmaschine zu bedienen, als den Fräser per Hand auf einen Zehntelmillimeter genau ins Ziel zu führen? Anders? Ja. Geistig anspruchsvoller? Nein.

In meiner Branche reichen übrigens seit 500 Jahren Papier, Stift sowie die Fähigkeiten lesen, schreiben, rechnen und logisch denken. Nachdem, was bei Azubianwärtern in letzter Zeit bei lesen und schreiben rauskommt, sind wir an dem Rest gar nicht weiter interessiert. Ist lesen und schreiben soviel komplizirter geworden? Ist etwa sogar die Rechtschreibreform an allem schuld?

Gruß,
Christian

Hallo auch hier,

die Dame, die bei uns bis vor einem halben Jahr putzte war
selber Bankangestellte und arbeitete nach eigener Aussage dort
ca. 45 Stunden/Woche. Die Putzerei machte sie, weil ihr Mann
noch länger arbeitete und sie statt alleine zuhause
rumzusitzen noch ein bißchen Geld verdienen wollte.

So wäre das OK. Das ist doch aber keine Alternative, sondern
eine ergänzung zu einem ‚richtigen‘ Job.

die Putzerei ist kein richtiger Job? Um Himmels Willen, was tun sich hier für Abgründe auf. 345 Euro ALG 2 sind nebenbei bemerkt wenige als 345 ALG 2 zzgl. unschädlicher Verdienstrest aus Nebentätigkeit. Auch das halte ich für ein sehr gutes Argument „unrichtige“ Jobs anzunehmen.

Die Truppe, die die Arbeit inzwischen aus Kostengründen (also
billiger ist) erledigt,

Ähhh, das erklär mir jetzt mal. die Kollegin hat das günstig
gemacht, war ja nur zusätzliches Geld, von dem man nicht leben
muß. Nun verdient der Subunternehmer, … was bekommen dann
die Leute?

Keine Ahnung. Irgendjemand hat entschieden, daß es eine gute Idee ist, wenn ich jetzt wesentliche Teile der Putzarbeiten erledige. Ob das explizit so entschieden wurde oder nur die Konsequenz ist, weiß ich nicht. So falsch ist die Entscheidung sowieso nicht, denn meine Überstunden interessieren niemanden und meine Arbeit muß ich so oder so machen. Und manchmal auch am So, so wie heute.

winkt am Flureingang einmal mit dem
Feudel in die Runde und quatscht anschließend erstmal
entspannt mit den Kollegen.

Ein Anruf beim Subunternehmer und das ist vorbei.

Keine Ahnung wo die Proteste höngen bleiben.

Der Laden sieht aus wie Sau und
ich wische meinen Schreibtisch inzwischen jeden Morgen selber
ab.

Hmmm, warum? Weil die Leutz mit dem gigantischen Lohn
übermitiviert sind?

Weil ihnen ihre Arbeit scheißegal ist, im Gegensatz zu der Dame, die das freiwillig und sehr akkurat als Nebenjob tat.

Offensichtlich ist die Not ohne Arbeit nicht groß genug in Deutschland, denn sonst würden die Damen und Herren mit ihrer unverständlichen Sprache nicht so rumschluren und damit ihren Arbeitsplatz riskieren.

Will sagen: a) 400 Euro-Kräfte sind keinesfalls immer arme
Schweine und b) auch auf diesem Gehaltsniveau gibt es
Leistungsunterschiede.

Ja, klar. Aber auch andere Unterschiede. Die Frage, ‚wem nützt
es?‘, wird doch aber erlaubt sein.
Wieso worden gerade in der Branche fast alle Jobs in
400-Euro-Jobs zerlegt?

Frag mal Tanja. Aus meiner Sicht sieht das so aus, daß die meisten ihre Bude genutzt haben wollen und zwar kurz vor oder kurz nach den Bürozeiten. Da bleibt für regelmäßige 8 Stunden-Arbeitstage wenig Platz.

Eine Statistik über die Steuereinnahmen per Einkommenssteuer
nach Steuerarten aufgeteilt konnte ich leider nicht finden.

Was soll das heißen?

Wie hoch ist eigentlich der Anteil der Einkommenssteuer am
gesamten Steueraufkommen? Das habe ich auch nicht gefunden.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Finanz-und-Wir…

Gruß,
Christian

so isses!
Hallo,

Wieso worden gerade in der Branche fast alle Jobs in
400-Euro-Jobs zerlegt?

Frag mal Tanja. Aus meiner Sicht sieht das so aus, daß die
meisten ihre Bude genutzt haben wollen und zwar kurz vor oder
kurz nach den Bürozeiten. Da bleibt für regelmäßige 8
Stunden-Arbeitstage wenig Platz.

Zum einen ist es genauso. In bestimmten Objekten (speziell Unterhaltsreinigung von Büos, etc) gibt es vorgeschriebene Reinigungszeiten. Wenn sich dieser Zeitrahmen auf 2 Std. beschränkt, ich aber 10Std. brauche um die Bude sauberzumachen, stelle ich 5 Geringverdiener an. Da gibt es keine Alternative.

Die andere Seite ist aber, dass Du kaum jemanden findest, der Vollzeit putzen will. Die Leute sind fast durchgehend nur an Minijobs interessiert.
Da ist die Hausfrau, die in der Zeit während ihre Kinder in Schule/Kindergarten sind, ein paar Treppenhäuser putzt oder der Schichtarbeiter der gerne tagsüber noch ein paar Euro dazuverdienen will. Und natürlich auch der Arbeitslose, der einen „160,- €-Job“ sucht.
Selbst die Menschen, die ausreichend Zeit zur Verfügung hätten und dafür putzen gehen würden, würden es nur unter der Bedingung machen, drei Minijobs anzunehmen (einen auf sich, einen auf den Gatten und einen auf die Oma), Teilzeit zu arbeiten und damit Beiträge zur Sozialversicherung sowie Steuer zu bezahlen, wollen sie nicht.
Ich verstehe nicht wirklich, warum es immer ausschließlich die bösen Arbeitgeber sind, die diese Jobs wollen und das auch nur, damit sie noch ein paar Millionen mehr Gewinn machen.
Schön wärs:smile:

Gruß und so
Tanja

Hi Tobi,

hmmm, das spricht nicht besonders für das Bildungssystem. :wink:
Ich bin nicht hier, sondern in der DDR zur Schule gegangen, da
hätte das nicht gereicht, um das Abitur zu bekommen.
Hier habe ich lediglich ein Studium absolviert. Meinst Du, ich
habe mein Diplom nur, weil die Anforderungen hier so niedrig
sind? … Und ich war so stolz darauf. ;-(

Die Anforderungen sind zwar niedrig, aber als „Blödmann“ bekommst du kein Diplom! In der Schule sieht das anders aus! Das Abi kann sich fast jeder holen (natürlich gibt es Sozialbarrieren, aber von der Inteligenz her ist es nicht schwer)!

Noch einen schönen Sonntag

Hallo Wolfgang,

Genau das hatte ich eingangs gemacht, weil ich Deinen
Diskussionsstil inzwischen kenne. Wie Du den definierten
Sachverhalt nennst, ob Eigentum oder Grumpfuzt, ist für die
Folgerungen egal. Ich stellte nur sicher, daß man an die
Stelle, wo das Wort Eigentum steht, die eingangs gebrachte
Definition gemeint ist.

Nein, du hast es umdefiniert und redest die ganze Zeit von Besitz. Darum geht es nirgends. Die Diskussion ist damit überflüssig.
Das Problem mit Eigentum willst du ja nicht begreifen.

Ein anderes Ziel der ::Vergesellschaftung von ::stuck_out_tongue:roduktionsmitteln wäre, ::Kontrolle über ::stuck_out_tongue:roduktionsmittel zu ::gewinnen, um also
Planwirtschaft zu ::veranstalten. Planwirtschaft ::ist naturgemäß eine ::Wirtschaft ohne Wettbewerb.

Völliger Unsinn. „draufhau“

Ich hätte wissen müssen, wie Du mit diesem entscheidenden
Punkt umgehst.

Weil das Unsinn ist. Das ist weder typisch für Planwirtschaft noch dass es zu DDR-Zweiten z.B. keinen Wettbewerb gab. Es war zwar nicht das gelbe vom Ei, aber es gab ihn. Er ist problemlos machbar.

Anders ausgedrückt: Die
Volkswirtschaft besteht aus ::lauter Monopolisten. Leider ::sah noch kein Monopolist je ::Veranlassung, seinen Hintern ::zu bewegen. Das wird eine ::bestenfalls auf dem ::Anfangsstand
verharrende Wirtschaft.

Witzig.

Nein, ich hab nicht wirklich erwartet, daß Du bereit bist,
auch nur einen Moment lang über die grundsätzliche Bedeutung
von Wettbewerb und in der Planwirtschaft über den zwangsläufig
entstehenden Monopolismus nachzudenken.

???
Monopolismus entsteht hier und heute! In einer Planwirtschaft kann es garkeinen geben, wenn das Eigentum aufgehoben ist. Das ist Quatsch!

In 40 Jahren DDR hat es diese :immerhin aus dem Nichts
zu einer Wirtschaft unter :den 10 stärksten Wirtschaften
gebracht. Uns ging es besser :als Portugiesen oder :Griechen.

Dein Irrtum sei Dir verziehen, weil Du zu DDR-Zeiten
Griechenland nicht besuchen konntest. Der auffälligste
Unterschied der Wirtschaften Portugals und Griechenlands zur
Wirtschaft der DDR ist, daß die Erstgenannten bis heute
lebensfähig sind und noch existieren.

Klar, bestehend aus Tavernen und Olivenplantagen und noch ein paar Jeansnähern. Hochwertige Produkte in neuen Technologien sucht man mit der Lupe.

Man kann den Sachverhalt
betriebswirtschaftlich betrachten: Ein Wirtschaftsbetrieb kann
augenscheinlich ganz passabel leben, die G+V sieht auf den
ersten Blick ordentlich aus. Wer das Handwerk versteht,
präsentiert sogar eine befriedigende Bilanz, wobei man diese
Vermögensaufstellung schon nicht mehr zu hart hinterfragen
darf. Was da wirklich los ist, fällt viele Jahre nicht auf.
Die haben nämlich die Nutzungsdauer ihrer Maschinen, Anlagen
und Gebäude hoffnungslos überdehnt, also längere Zeiten in
Ansatz gebracht, als es der Realität entspricht. Das Spiel
läßt sich lange Zeit fortsetzen, bis eines Tages das
praktische Leben zuschlägt. Die als Vermögen geführten
Produktionsanlagen sind nicht mehr durch Notreparaturen und
Provisorien in Gang zu halten, es ist überalterter Schrott.

1.: ist es Unsinn, diese Wirtschaft mit westlicher buchführung überhaupt vergleichen zu wollen
2.: arbeitet z.B. das Stahl- und Hartgußwerk um die Ecke seit 25 Jahren fast unverändert, die Megu ebernso.
3.: was hätte der Westen genutzt, wenn er hätte subsistent wirtschaften müssen?
4.: gab es genauso Abschreibungen - aber nicht in deinem Verständnis.

Der Betrieb hatte die tatsächlich erforderlichen
Abschreibungen, also seine eigene Alterung, nicht
erwirtschaftet. Das ist der Moment der Wahrheit, in dem sich
zeigt, daß die Bilanz ihr Papier nicht wert ist.
Genau dieses Bild bot der überwiegende Teil aller Gebäude und
Anlage in der DDR. Nach meiner Kenntnis von der zentralen
Trabant-Werkstatt des Landkreises und einer großen
Wohnungsgesellschaft gab es zwar Listen, die ich als
Inventarverzeichnis bezeichnen würde. Da fanden sich auch
Wertangaben, aber die waren Jahrzehnte alt. Der Begriff der
Abschreibung oder etwas inhaltlich Vergleichbares war den
Mitarbeitern unbekannt, wie im übrigen alles, was entfernt mit
kaufmännischer Buchführung zu tun hat.

Du bist so freundlich und formulierst aus, was ganz konkret „Wert“ ist? Dann unterhalten wir uns über Abschreibung dessen.

So wurde gemurkst, bis
man im Schrotthaufen saß. Die wirklich anfallenden Kosten
wurden nirgends erfaßt. Sonst hätte nämlich jeder einzelne
Betriebsteil schon allein aufgrund seines gewaltigen
Personalbestands gemerkt, daß er seine Kosten nicht
erwirtschaftet.

Völliger Unsinn, ehrlich. Du hast keinerlei Ahnung von einer Planwirtschaft. Definiere bitte „Wert“.
Tipp: Westökonomen (Zettelsortierer) sagen, er ist nicht bestimmbar.

Ich muß mal persönlich werden:
Von zentralen Punkten des Wirtschaftens, die ganz unabhängig
vom Wirtschaftssystem immer Gültigkeit haben, hast weder Du
noch irgendeiner der Moserköppe auch nur den Schatten einer
Ahnung.

Sorry, ich verdiene mit Projektmanagement meine Brötchen. Das nicht zu knapp. Allerdings etwas hochwertiger als neue Toaster zu planen.

Du klammerst Dich an den alten Marx. Marx kannte nur
seine Zeit und für die damals herrschenden Verhältnisse waren
seine Ideen ein Ansatz. Laß doch dem Mann seine geschichtliche
Bedeutung, aber warum machst Du noch nachträglich eine
traurige Nummer aus dem alten Herrn, indem Du seine Postulate
in unpassender Weise auf gänzlich veränderte Bedingungen
anwendest?

Weil wir denken gelernt haben! (nein, wird keine Beleidigung, ist eine Tatsache)
Eure ganze Ausbildung ist in der Didaktik auf ontologischen Begriffen aufgebaut. Das passt für Marx überhaupt nicht - dort sind ausschliesslich Antagonismen Voraussetzung. Das ergibt ein völlig anders, aber modernes Weltbild. Anhand dieser Antagonismen lassen sich Strukturen erkennen und somit zukünftige Entwicklungen vorhersagen. Mit Ontologie geht dsas nicht, damit werden nur die verrücktesten Strukturen geschaffen, die sich teils selbst widersprechen.
Die Bedingungen haben sich seit Marx´s Zeiten kein bißchen geändert. Im Gegenteil ging die Entwicklung exakt nach seiner Analyse weiter. Selbst die Unmöglichkeit eines Gebildes wie DDR hat er eindeutig beschrieben.
Dieser „Kommunismus“ ist eine zwangsläufige Entwicklung, die wird von niemand eingeführt.
Die Leute, die ALG II bekommen, finden nie in ihrem Leben wieder auf einen grünen Zweig zurück (die Masse). Für die ist der Kapitalismus bereits vorbei. Diese Art der Ausgrenzung wird demnächst expotenziell wachsend zunehmen. Auch du kannst derzeit ausschliesslich auf Kosten anderer leben, das mußt du endlich mal begreifen.
Wenn du mal irgendwann krank wirst und jede Woche nach München zu einem Spezialarzt mußt, wirst du sicher auch begreifen, was „Flexibilisierung“ bedeutet. Wenn du dann noch nach Schwerin fahren mußt wegen ein paar Brötchen, will ich von dir erklärt haben, dass das genau das ist, was du immer wolltest.
Wir entwickeln uns dahin.

Gruß
Frank

Konkreter rechts
Hallo Wolfgang,

  1. Man könnte, wie es die Nazis taten, die Arbeitslosigkeit abschaffen: wer vom Staat seinen Lebensunterhalt bezahlt bekommt, gegenüber dem ist der Staat weisungsbefugt; und den kann der Staat auch z.B. in ein Internat für Erwachsene schicken, wenn es sein muß.

  2. Ein Staatswesen, das so massiv in die Freiheit des einzelnen eingreifen will, braucht eine Legitimation als Interessenvertretung des Volkes, sowie eine von Ehrlichkeit und Gemeinsinn geprägte Alltagskultur - also ziemlich das Gegenteil von der BRD.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

hi :smile:

Das Abi kann sich fast jeder holen (natürlich gibt es
Sozialbarrieren, aber von der Inteligenz her ist es nicht
schwer)!

Die Sozialbarriere besteht allenfalls in besoffenen oder sonstwie
apathisch veranlagten Eltern, denen es ziemlich egal ist, was ihre
Kiddies den ganzen Tag treiben. Selbst in diesem Fall gibt es ab
einem gewissen Alter die Eigenverantwortung des Schülers, auch
wenn das schwer einzusehen ist, weil heutzutage nur das Umfeld an ALLEM
Schuld sein soll. Ich wüßte jedenfalls nicht, welche Sozialbarriere
einen 10.Klässler davon abhält, bis zur 13.Klasse durchzumachen.
grüße, rené

Nun schau dir noch an, wer die fettesten Aktienpakete hält.

Ja, wer denn? Meinst Du die Banken und Versicherungen? Dann
hast Du die letzten Jahre völlig verpennt. Meinst Du
„Konzerne“? Dann verkennst Du, daß es uninteressant ist, ob
eine Beteiligung „einfach so“ gehalten wird oder ob ein paar
Prozent an der Börse frei gehandelt werden.

"29.07.04 - Zahl der Aktienbesitzer weiter rückläufig

Im 1. Halbjahr 2004 ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland weiter auf 10,6 Millionen gesunken, nach 11,1 Millionen Ende letzten Jahres. Ihren höchsten Stand erreichte sie im 1. Halbjahr 2001 mit 13,4 Millionen. Während mehrerer Börsenkrisen im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise von 2001 bis 2003 sind Kleinaktionäre in großem Maßstab enteignet worden."

http://www.rf-news.de/rfnews/schlagzeilen#News_Item…

OK, das Blatt mag bemängelt werden. An der Richtigkeit der Aussagen soll das aber nichts ändern.
Fazit: du hast wiedermal versucht, mich zu verarschen. Auch wenn die paar Kleinanleger die meisten sind, haben sie nichts davon.

Gruß
Frank

Hallöchen,

http://www.rf-news.de/rfnews/schlagzeilen#News_Item…

OK, das Blatt mag bemängelt werden. An der Richtigkeit der
Aussagen soll das aber nichts ändern.
Fazit: du hast wiedermal versucht, mich zu verarschen.

die Meldung kenne ich. Dazu sei Dir folgendes gesagt: Die Anzahl der Aktionäre ist kein Datum, das zuverlässig ermittelt werden kann. Bestenfalls gibt es eine Statistik über die Anzahl der in Deutschland geführten Depots, die sich aus den Meldungen der Banken an die Bundesbank ergibt. Ob da nun ein Aktionär fünf oder drei Depots hat, geht aus der Gesamtsumme nicht hervor.

Da im Zuge des Neuer Markt-Hypes viele Menschen möglichst viele Depots eröffneten, um bei den Neuemissionen Zuteilungen zu erhalten, und diese Depots inzwischen nur unnütz Geld kosten, werden viele Depots aus dieser Zeit wieder geschlossen, was vereintlich die Anzahl der Aktionäre reduziert. Hinzu kommt, daß die ein oder andere Direktbank übernommen wurde, so daß sich auf diesem Wege die Anzahl der Depots auf natürlichem Wege reduziert.

Im übrigen schließe ich nicht aus, daß aufgrund der Börsenentwicklung 2001-2003 mancher Anleger, der in 1999 oder 2000 auf den Zug aufgesprungen ist, nun keinen Bock mehr hat.

Die Mehrheitsverhältnisse deutscher Aktiengesellschaften sind problemlos zu ermitteln bzw. herauszufinden. Mit Verarschung haben meine Ausführungen also nichts zu tun. Tatsache bleibt, daß sich die Mehrzahl der deutschen börsennotierten Gesellschaften in den Händen von Kleinaktionären befinden.

Gruß,
Christian

Hallo Wolfgang,

Sie sind nämlich nur im Kontext
der Verhältnisse vor 150 Jahren zu verstehen.

Nimm es mit nicht übel, aber das ist ja nun absoluter Schmarrn.

Warum forderst
Du nicht die Behandlungs- und Operationsmethoden von vor 150
Jahren? Vermutlich wirst Du die Unsinnigkeit einsehen, weil
Wissensstand und technologische Entwicklung inzwischen
fortgeschritten sind.

Korrekt, weil das unsinnig wäre. Aber warum schipperst Du nicht nochmal um die Welt, um zu erkennen, daß man hinten nicht runterfällt. Und das Wissen ist noch älter. Ist es deswegen mittlerweile falsch?

Aber auch gesellschaftliche
Entwicklungen sind fortgeschritten. In feudalistisch geprägter
Zeit lebte eine kleine Schicht gut, weil sie genügend Menschen
für sich arbeiten ließ, während sich die arbeitenden Menschen
im wesentlichen selbst versorgten.

Und nun willst Du mir sagen, daß es im Kapitalismus einer breiten Schicht gut geht? Wenn Du mir schon unterstellst, ich hätte Marx nicht verstanden, dann solltest Du bitte nicht bei Deinen fundierten Kenntnissen meinen Hinweis übersehen, daß Verelendung nicht gleichbedeutend mit Verarmung ist. Der Hinweis genügt sicher, um Deine Kenntnisse über Gesellschaftsentwicklung wieder anzuregen.

Die breite Bevölkerung als
Konsumenten in einer heutigen Verhältnissen vergleichbaren
Form gab es nicht, geschweige denn als Konsumenten von
Industrieprodukten. Karl Marx hatte so etwas nie
kennengelernt. Er konnte nicht ahnen, daß einmal Produzenten
Interesse an großer Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten
haben werden.

Auch das ist so nicht richtig, denn diese Analyse ist eine der Grundvoraussetzungen der Marx’schen Gesellschaftskritik. Nur weil Marx keinen DVD-Player kannte, sind seine Aussagen falsch.

So sind seine Gedanken sicher ein Meilenstein in
der Geschichte, gehen aber als Handlungsanleitung für unser
Hier und Heute an den Realitäten vorbei.

Ja, diese Aussage würde jeden Kapitalisten erfreuen. Leider wissen selbst die (und wenden es an), daß z.B. eine Mehrwerttheorie die Kernaussage der kapitalistischen Gesellschaft ist.

Wir müssen uns nicht
mehr um die Massen austauschbarer Arbeiter sorgen, denn das
ist eine aussterbende Gattung. Wiederbelebung zwecklos. Wir
brauchen heute Individuen, die selbständig Marktnischen
ausfüllen. Wir brauchen viel mehr Hochqualifizierte mit
speziellen Kenntnissen in der Vielfalt hochwertiger
Industrieprodukte, die sich exportieren lassen.

Natürlich brauchen wir die, da wir als Ware „Arbeit“ mit den austauschbaren Arbeitswaren konkurrieren. Mal drüber nachgedacht, daß das im System liegt. Aber da ich Marx nicht verstanden habe, wirst Du mir sicher den Antagonismus Produktivkräfte / Produktionsverhältnisse erklären können.

In der Vorstellungswelt zu Lebzeiten K. Marx gab es keine
arbeitsteilige Weltwirtschaft und konnten sich Völker im
wesentlichen autark versorgen. Die wesentlichen Dinge, die
heute das Gemeinwesen und die soziale Absicherung bestimmen,
gab es nicht. Irgend brauchbare Rezepte für unser Leben hier
und heute liefern die Ideen, die für die Verhältnisse vor 150
Jahren passen sollten, nicht.

Diese Aussage ist definitv falsch. Marx hat ausgiebig Abhandlungen über den Weltmarkt und Trusts geschrieben. Und wenn es Dir nicht zuviel Mühe macht, gibt es dazu einige Detaillierungen in Lenins „Staat und Revolution“ sowie „Imperialismustheorie“.
Nebenbei bemerkt hat sich Marx keine Gedanken über den Erhalt des kapitalistischen Systems gemacht, sondern über dessen Überwindung. Somit ist schwerlich davon auszugehen, bei Marx die Lösung unseres Hartz IV-Problems zu finden.

Ich muß mir solchen Dünnpfiff von früh bis spät anhören. Hier
herrscht verbreitet Unzufriedenheit. Bis zur Wende in einer
Baracke mit Klo auf dem Hof gelebt, heute 2 Autos vor dem
Einfamilienhaus, gerade von einer Fernreise zurück, geht das
Gerede von der Enteignung der Produktionsmittel gleich wieder
los. 40 jahre Indoktrination haben den Menschen offenkundig
Verstand und klaren Blick genommen. Vermutlich muß auf die
natürliche biologische Lösung gewartet werden, bis der Unfug
aufhört.

Ich kann Dich trösten: Darauf warten beide Seiten.

Gruß
RaRo