Wie sähe denn die alternative Politik aus?

Gleichheitsgrundsatz

nicht schlauer. Merke: Ein Unternehmen, das wenigstens seine
Kosten erwirtschaften muß, ist nicht per Abstimmung unter
Schraubern (die naturgemäß meistens die Mehrheit bilden),
sondern nur per Sachverstand führbar.

Oops, da scheint einer aus der Aristokratie zu reden.
Schrauber sind doof und ich bin soooo klug.

Ich bin mir sicher, daß Du auch vor jeder Entscheidung als Bereichsleiter eine Besprechung mit allen Mitarbeitern des Unternehmens inkl. Reinigungspersonal und Pförtner abhälst und dabei jeder Mitarbeiter eine Stimme hat.

Natürlich sind alle Menschen bzgl. Intelligenz und Qualifikation gleich und vor allem austauschbar, deswegen müssen diejenigen, der eine Maschine warten und bedienen bei der Beschaffung dieser Maschine mindestens das gleiche Mitspracherecht haben wie der technische Leiter und der Finanzchef.

Hab ich Dich richtig verstanden?

Gruß,
Christian

Braucht auch niemand, das entwickelt sich. Dieses System hier
führt direkt in die Versklavung. Hartz IV ist nur ein
bescheidener Anfang.

Und wer sind die Sklavenhalter?

Die dann neue Millardengewinne einstreichen, weil du für nur 1 Euro für sie arbeitest: http://www.taz.de/pt/2004/07/31/a0157.nf/text.ges,1

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Ich denke, statt hier die :stuck_out_tongue:olemikkeule auszupacken…

Wenn nach Alternativen z. B. zu Hartz iV gefragt wird und jemand empfiehlt allen Ernstes die Abschaffung des Geldes (stelle mir gerade einen Steinmetz beim Tauschhandel vor…), hast Du die Wahl zwischen folgenden Möglichkeiten: Es ist Polemik und schiere Stänkerei oder derjenige hat die Schriften des K. Marx nicht verstanden. Sie sind nämlich nur im Kontext der Verhältnisse vor 150 Jahren zu verstehen. Warum forderst Du nicht die Behandlungs- und Operationsmethoden von vor 150 Jahren? Vermutlich wirst Du die Unsinnigkeit einsehen, weil Wissensstand und technologische Entwicklung inzwischen fortgeschritten sind. Aber auch gesellschaftliche Entwicklungen sind fortgeschritten. In feudalistisch geprägter Zeit lebte eine kleine Schicht gut, weil sie genügend Menschen für sich arbeiten ließ, während sich die arbeitenden Menschen im wesentlichen selbst versorgten. Die breite Bevölkerung als Konsumenten in einer heutigen Verhältnissen vergleichbaren Form gab es nicht, geschweige denn als Konsumenten von Industrieprodukten. Karl Marx hatte so etwas nie kennengelernt. Er konnte nicht ahnen, daß einmal Produzenten Interesse an großer Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten haben werden. So sind seine Gedanken sicher ein Meilenstein in der Geschichte, gehen aber als Handlungsanleitung für unser Hier und Heute an den Realitäten vorbei. Wir müssen uns nicht mehr um die Massen austauschbarer Arbeiter sorgen, denn das ist eine aussterbende Gattung. Wiederbelebung zwecklos. Wir brauchen heute Individuen, die selbständig Marktnischen ausfüllen. Wir brauchen viel mehr Hochqualifizierte mit speziellen Kenntnissen in der Vielfalt hochwertiger Industrieprodukte, die sich exportieren lassen.

In der Vorstellungswelt zu Lebzeiten K. Marx gab es keine arbeitsteilige Weltwirtschaft und konnten sich Völker im wesentlichen autark versorgen. Die wesentlichen Dinge, die heute das Gemeinwesen und die soziale Absicherung bestimmen, gab es nicht. Irgend brauchbare Rezepte für unser Leben hier und heute liefern die Ideen, die für die Verhältnisse vor 150 Jahren passen sollten, nicht.

Ich muß mir solchen Dünnpfiff von früh bis spät anhören. Hier herrscht verbreitet Unzufriedenheit. Bis zur Wende in einer Baracke mit Klo auf dem Hof gelebt, heute 2 Autos vor dem Einfamilienhaus, gerade von einer Fernreise zurück, geht das Gerede von der Enteignung der Produktionsmittel gleich wieder los. 40 jahre Indoktrination haben den Menschen offenkundig Verstand und klaren Blick genommen. Vermutlich muß auf die natürliche biologische Lösung gewartet werden, bis der Unfug aufhört.

Gruß
Wolfgang

Und wer sind die Sklavenhalter?

Die dann neue Millardengewinne einstreichen, weil du für nur 1
Euro für sie arbeitest:
http://www.taz.de/pt/2004/07/31/a0157.nf/text.ges,1

Lies den Artikel genau und verstehe ihn auch.

  1. Ein Sklave arbeitet nicht für Geld. Und die Milliardengwinne streichen die Millionen Aktienbesitzer ein.

Die Jobs werden von den Kommunen angeboten, nicht von Firmen.
„Er forderte die Kommunen auf, diese Stellen schon von Oktober an anzubieten.“
Wobei dis eh nicht durchsetzbar ist.

Würfle nicht immer alles durcheinander.

Hallo Wolfgang,

40 jahre Indoktrination haben den Menschen offenkundig
Verstand und klaren Blick genommen. Vermutlich muß auf die
natürliche biologische Lösung gewartet werden, bis der Unfug
aufhört.

Da muß ich dir irgendwie recht geben. Es scheint tatsächlich noch Leute zu geben, die vom Endsieg träumen oder dass es hier wiedermal andersherum läuft.
Nitschewo!
Vergiß nicht, dass RaRo Gesellschaftswissenschaften studiert hat und jetzt die Möglichkeit besteht, diese in der Realität zu verifizieren. Eine Realität, die ein Adam Smith vor 200 Jahren werfunden hat.

Gruß
Frank

Da ist nix durcheinandergewürfelt. Wir reden über Lohnsklaverei als der perfidesten Form und doppelt freien Lohnarbeitern. Ein Sklave hatte den Vorteil, dass er von seinem Herren ernährt werden mußte.

Es war dieser Staat als Machtinstrument der Herrschenden Klasse, welcher es den Kommunen auferlegte, sich um die überflüssigen Menschen kümmern zu müssen.

Nun schau dir noch an, wer die fettesten Aktienpakete hält.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi :smile:

Das stimmt nicht. Komm vorbei und schau dir die Jugend hier
an. Im Gegenteil haben die keinerlei Interesse an Eigentum.
Schon garnicht, was über das persönliche Wohlbefinden
hinausgeht.

Nicht 100% des Nachwuches ist völlig selbstlos, so wie du es
für dein Gemeinschaftssystem brauchst.

meine Frage:„Was machst du mit Leuten, die permanent gegen dein
System
arbeiten?“

Solange machen wir Kapitalismus, bis Leute wie exc oder
Koordinator selbst nach Revolution schreien. Bis es der letzte
begriffen hat.

Ok, was machst du mit den Leuten, wenn dein System einzug gehalten
hat? Denn die wachsen hier und dort „leider“ nach.

Willst du sie ausgrenzen, willst du sie operieren,
was willst du machen? Oder glaubst du, daß natürliche Triebe in keinster
Weise für unsere heutige Lebenssituation verantwortlich sind?

Was sind natürliche Triebe und was wurde durch Propaganda
anerzogen?

Du wirst immer Menschen dabei haben, die ihre ureigensten Triebe
radikaler ausleben werden, als es ein System von gleichgeschalteten
verkraftet.

Rein demokratisch: wenn 2/3 der Bevölkerung dafür sind, muß
sich der Rest unterordnen.

Ich werde mich nicht von den 2/3 zu einem bedürfnisslosen Mitläufer
schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv wehren,
mit allen Mitteln.

Eine Story dazu: Letztes Jahr war ein Mädchen aus der Pfalz
samt Tochter und Hund bei mir. Eine erzbürgerliche Region. Der
Hund galt als doch recht schnell aggressiv, bei der Tochter
wurde Autismus vermutet.
Hier angekommen wandelte sich der Hund zum Schoßhundchen, der
neben mir noch nicht mal einen Fahrradfahrer anging, und die
Tochter wollte nicht mehr weg, konnte keine 5 Minuten ihre
Klappe halten :smile: Also das ganze Gegenteil von Autismus.

Wieso war das so? Die Menschen sind hier definitiv anders.

Sowas soll vorkommen. Soll das jetzt der Beweis sein, daß
eure Gegend lebenswerter ist? Vllt. wäre das gleiche bei einem
Besuch an der Nordsee passiert. Wer weiss es?

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen. Das ist
in meinen Augen der totale Stillstand. Solch eine Gesellschaft wird
degenerieren und sich irgendwann wieder gegenseitig die Läuse aus
dem Pelz kraulen. Nicht mit mir.
grüße, rené

hi :smile:

Das stimmt nicht. Komm vorbei und schau dir die Jugend hier
an. Im Gegenteil haben die keinerlei Interesse an Eigentum.
Schon garnicht, was über das persönliche Wohlbefinden
hinausgeht.

Nicht 100% des Nachwuches ist völlig selbstlos, so wie du es
für dein Gemeinschaftssystem brauchst.

Das ist eine Frage der Entwicklung des Denkens.
Wozu soll ich mir eqwig viel Spittel ans Bein binden?

meine Frage:„Was machst du mit Leuten, die permanent gegen dein
System
arbeiten?“

Solange machen wir Kapitalismus, bis Leute wie exc oder
Koordinator selbst nach Revolution schreien. Bis es der letzte
begriffen hat.

Ok, was machst du mit den Leuten, wenn dein System einzug
gehalten
hat? Denn die wachsen hier und dort „leider“ nach.

Nein, sie sterben aus. Die bürgerliche Denkweise ist für zukünftige Technologien schon nicht mehr geeignet, sie führt zu zuviel Fehlern.
Typisch dafür ist das Denken anhand ontologischer Begriffe. Ich denke anhand Antagonismen, das lässt Struktur erkennen. Mehr im Philbrett oder hier: http://physik.kds-nano.com/der%20antagonistische%20W…
Das ist nicht jedem bewusst, aber mir fallen da definitiv Unterschiede auf.

Willst du sie ausgrenzen, willst du sie operieren,
was willst du machen? Oder glaubst du, daß natürliche Triebe in keinster
Weise für unsere heutige Lebenssituation verantwortlich sind?

Was sind natürliche Triebe und was wurde durch Propaganda
anerzogen?

Du wirst immer Menschen dabei haben, die ihre ureigensten
Triebe
radikaler ausleben werden, als es ein System von
gleichgeschalteten
verkraftet.

Was hat das mit gleichschalten zu tun? Sind die Menschen hier in Sachsen etwa gleichgeschaltet?

Rein demokratisch: wenn 2/3 der Bevölkerung dafür sind, muß
sich der Rest unterordnen.

Ich werde mich nicht von den 2/3 zu einem bedürfnisslosen
Mitläufer
schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv
wehren,
mit allen Mitteln.

Was konkret möchtest du bekämpfen?

Eine Story dazu: Letztes Jahr war ein Mädchen aus der Pfalz
samt Tochter und Hund bei mir. Eine erzbürgerliche Region. Der
Hund galt als doch recht schnell aggressiv, bei der Tochter
wurde Autismus vermutet.
Hier angekommen wandelte sich der Hund zum Schoßhundchen, der
neben mir noch nicht mal einen Fahrradfahrer anging, und die
Tochter wollte nicht mehr weg, konnte keine 5 Minuten ihre
Klappe halten :smile: Also das ganze Gegenteil von Autismus.

Wieso war das so? Die Menschen sind hier definitiv anders.

Sowas soll vorkommen. Soll das jetzt der Beweis sein, daß
eure Gegend lebenswerter ist? Vllt. wäre das gleiche bei einem
Besuch an der Nordsee passiert. Wer weiss es?

Möglich, nu. Obwohl ich das dennoch bezweifle.

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.

Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für Unsinn?
Erkläre mir bitte, wo in diesem System die Leute ihre Bedürfnisse befriedigen können. Zwei Drittel können es schon locker nicht, beim oberen Drittel fängt man jetzt auch an (Lohnabbau bei D-C)

Das
ist
in meinen Augen der totale Stillstand. Solch eine Gesellschaft
wird
degenerieren und sich irgendwann wieder gegenseitig die Läuse
aus
dem Pelz kraulen. Nicht mit mir.

Was soll da stillstehen? Hier kommt die Wirtschaft irgendwann theoretisch zum Stillstand, praktisch wird sie reaktionär. Ich rede hier nicht von einem künstlichen Staatssozialismus sondern von der tatsächlichen Entwicklung.

Gruß
Frank

Ich denke, wir Menschen reifen, doch unser Bewußtsein ist zur
Zeit nicht in der Lage, sich von Besitzstandstreben und
Machtentwicklung zu lösen. Dies hängt aber eng mit den
gesellschaftlichen Verhältnissen zusammen, die ein solches
Denken von uns einfordern, um in diesem System existieren zu
können.

zirkelschluß. typisch für jedes domgmatische glaubenssystem.

gruß
datafox

Wozu soll ich mir ewig viel Spittel ans Bein binden?

Das verstehe ich in Bezug auf den Nachwuchs wirklich nicht. Was
heißt „Spittel“ und wie ist die Aussage insgesamt zu verstehen, help.

Mitläufer schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv
wehren, mit allen Mitteln.

Was konkret möchtest du bekämpfen?

Soweit ich dich verstehe, strebst du ein System an, in dem jedem
alles gehört. Oder niemandem nichts. Bis auf persönliche Gegenstände
soll das Eigentum abgeschafft werden. Dagegen werde ich mich
wehren. Niemand wird in diesem System etwas von dauerhaftem
Wert schaffen, da ihm die Motivation fehlen wird, wenn sich jeder
Dorftrottel bedienen darf. Eine ähnliche Diskussionsproblematik
findet sich doch bei e-patenten und opensource.
Wenn ich ein Tier wäre, würde es mir in deiner Gesellschaft sicher
gefallen. Essen und Trinken, sowie Fortpflanzung ist gesichert, ein
gemütliches Nickerchen unter’m Baum ebenso. Alles paletti. Aber
ich bin kein normales Tier, ich bin ein Tier mit übergeordneten
Bedürfnissen. Diese wollen ebenfalls befriedigt werden. Dazu
brauch ich Ressourcen, die muß ich mir ggfs. besorgen und
organisieren. Wenn mir da aber permanent jeder was vom
Hof nehmen darf, weil’s ja allen gehört, komm ich nicht weit.
Mein Frust wird wohl dazu führen, daß ich
a) mächtig Trouble verursache oder
b) das Projekt fallen lasse, weil’s nicht durchführbar ist.

Ich könnt natürlich auch drum bitten, daß mir die Leute gewisse
Ressourcen zur Verfügung stellen und mir diese nicht wegnehmen,
aber wenn sie das nicht einsehen? Was dann? Hab ich dann Pech, weil
ich die Allgemeinheit von dem Nutzen meiner Erfindung nicht
überzeugen konnte? Wenn mein persönliches Bedürfniss nun
so wichtig für mich ist, greife ich dann evtl. zu drastischen Mitteln
um die Ressourcen behalten zu können. Was machst du mit
Menschen wie mir? Aussortieren, wegsperren, umpolen? Es wird
sicherlich mehr als nur 2 oder 3 wie mich geben.

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.

Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für
Unsinn?
Erkläre mir bitte, wo in diesem System die Leute ihre
Bedürfnisse befriedigen können. Zwei Drittel können es schon
locker nicht, beim oberen Drittel fängt man jetzt auch an
(Lohnabbau bei D-C)

Mag sein, daß es nicht jedem möglich ist. Aber ich habe lieber eine
Gesellschaft, in der wenige nicht in der Lage sind, als eine Gesellschaft,
in der allen die Möglichkeit genommen wird, sich vollkommen
zu entfalten. Ich sehe es sinnvoller sich nach dem oberen drittel
zu orientieren, als nach den unteren 10%.

grüße, rené

Wozu soll ich mir ewig viel Spittel ans Bein binden?

Das verstehe ich in Bezug auf den Nachwuchs wirklich nicht.
Was
heißt „Spittel“ und wie ist die Aussage insgesamt zu
verstehen, help.

Wozu brauchst du mehr als du nutzen kannst?
Der Großteil sieht es nicht ein, ein Haus haben zu müssen mit 500m² Wohnfläche, weil sie das aslles putzen müßten. Ausserdem bindet z.B. ein Haus die Menschen an einem Ort.
So ist das mit vielen Dingen. Besitz ist also nicht immer sinnvoll, da er auch unterhalten weerden will.

Mitläufer schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv
wehren, mit allen Mitteln.

Was konkret möchtest du bekämpfen?

Soweit ich dich verstehe, strebst du ein System an, in dem
jedem
alles gehört. Oder niemandem nichts. Bis auf persönliche
Gegenstände
soll das Eigentum abgeschafft werden.

Das ist schlicht Unsinn, den bürgerliche Propagandisten verbreiten. So so auch auf keinen Fall bei Marx.
Eigentum ist nur ein Recht, keine Sache. Dann war nicht die Rede vom abschaffen sondern vom Aufheben. Damit ist das E. nicht weg sondern vergesellschaftet. Das funktuioniert aber nur weltweit und ist am Ende der FGlobalisierung erforderlich, da die kapitalistische Ökonomie dann nicht mehr funktioniert. für keinen. Eigentum grenzt aus.
Am Besitz an Gebrauchswerten ändert sich garnichts.

Dagegen werde ich mich
wehren. Niemand wird in diesem System etwas von dauerhaftem
Wert schaffen, da ihm die Motivation fehlen wird, wenn sich
jeder
Dorftrottel bedienen darf.

Definiere „Wert“.

Eine ähnliche

Diskussionsproblematik
findet sich doch bei e-patenten und opensource.
Wenn ich ein Tier wäre, würde es mir in deiner Gesellschaft
sicher
gefallen. Essen und Trinken, sowie Fortpflanzung ist
gesichert, ein
gemütliches Nickerchen unter’m Baum ebenso. Alles paletti.
Aber
ich bin kein normales Tier, ich bin ein Tier mit
übergeordneten
Bedürfnissen. Diese wollen ebenfalls befriedigt werden. Dazu
brauch ich Ressourcen, die muß ich mir ggfs. besorgen und
organisieren. Wenn mir da aber permanent jeder was vom
Hof nehmen darf, weil’s ja allen gehört, komm ich nicht weit.

Das ist Unsinn.
Ein typisches Beispiel für die Vergesellschaftung von Artbeit ist z.B. eine Aktiengesellschaft. Nun kämpf mal dagegen :smile:

Mein Frust wird wohl dazu führen, daß ich
a) mächtig Trouble verursache oder
b) das Projekt fallen lasse, weil’s nicht durchführbar ist.

Mach hier mal ein Projekt und stell es auf die Beine. Viel Spass dabei (Tipp: guggst du vika).
In einer dezentralen „Planwirtschaft“ ist alles machbar.

Ich könnt natürlich auch drum bitten, daß mir die Leute
gewisse
Ressourcen zur Verfügung stellen und mir diese nicht
wegnehmen,
aber wenn sie das nicht einsehen? Was dann? Hab ich dann Pech,
weil
ich die Allgemeinheit von dem Nutzen meiner Erfindung nicht
überzeugen konnte? Wenn mein persönliches Bedürfniss nun
so wichtig für mich ist, greife ich dann evtl. zu drastischen
Mitteln
um die Ressourcen behalten zu können. Was machst du mit
Menschen wie mir? Aussortieren, wegsperren, umpolen? Es wird
sicherlich mehr als nur 2 oder 3 wie mich geben.

Schau dir doch an, wie das heute funktioniert. Die Planung und deren Abläufe werden sich nicht ändern. Eine Partei gibt es nämlich nicht im Kommunismus.
Nein, das ist kein Widerspruch zu Marx. Du solltest lesen, was er über die „Kommunisten“ geschrieben hat. Es ist kein Wahlverein.

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.

Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für
Unsinn?
Erkläre mir bitte, wo in diesem System die Leute ihre
Bedürfnisse befriedigen können. Zwei Drittel können es schon
locker nicht, beim oberen Drittel fängt man jetzt auch an
(Lohnabbau bei D-C)

Mag sein, daß es nicht jedem möglich ist. Aber ich habe lieber
eine
Gesellschaft, in der wenige nicht in der Lage sind, als eine
Gesellschaft,
in der allen die Möglichkeit genommen wird, sich vollkommen
zu entfalten. Ich sehe es sinnvoller sich nach dem oberen
drittel
zu orientieren, als nach den unteren 10%.

Dir wird die Möglichkeit mit Sicherheit noch genommen, dich frei zu entfalten. Spätestens wenn du ALG II beziehst (oder nicht kriegst).
Im Gegenteil kann sich jeder nach Aufhebung des Eigentums frei entfalten. Wo sollen da Schranken sein?

fragt:
Frank

Hi Frank :smile:
Also mal vorab, du verstehst es einem das Wort im Munde
zu verdrehn. Oder ich versteh dich schlicht und ergreifend
nicht…soll ja alles vorkommen.

Wozu soll ich mir ewig viel Spittel ans Bein binden?

Das verstehe ich in Bezug auf den Nachwuchs wirklich nicht.
Was heißt „Spittel“ und wie ist die Aussage insgesamt zu
verstehen, help.

Wozu brauchst du mehr als du nutzen kannst?
Der Großteil sieht es nicht ein, ein Haus haben zu müssen mit
500m² Wohnfläche, weil sie das aslles putzen müßten. Ausserdem
bindet z.B. ein Haus die Menschen an einem Ort.
So ist das mit vielen Dingen. Besitz ist also nicht immer
sinnvoll, da er auch unterhalten weerden will.

Also „Spittel“ bedeutet jetzt soviel wie Eigentum, Plunder, Krimskrams, ja?
Gut, sag das doch einfach :smile: Ich nahm nämlich zuerst an, Spittel sei ein
Begriff für Kinder, damit hätte deine ursprüngliche Aussage eine
völlig andere Wirkung *g*
Jetzt zu dem Haus. Ich find sowas geil, 500qm wären etwas, das mir
gefallen würde. Das mit dem Reinigen ergibt sich schon, wenn ich
mir so ein Haus leisten kann, leiste ich mir einfach eine Putzfrau.
Oder noch besser, zwei Putzfrauen :smile: Weißt du was das Tolle an 500qm
ist? Nicht das ich damit rumprotzen könnte, sondern daß ich meinen
Pool einbauen lassen könnte, einen schicken Snookerraum einrichten
lassen kann, eine „kleine“ Bar mit allem pipapo etc. pp. Und ich hätte
einen Heidenspaß jeden Tag mit Bekannten oder meinen Kindern
eine Party Snooker zu spielen, ich liebe dieses Spiel. Und wenn die Räume
sauber sind, würd ich mit meinen Angestellten spielen.

Aber da ein Haus nunmal in der Tat unpraktisch ist und einen örtlich
bindet, sehe ich derzeit keinen Vorteil darin, mich mit einem Haus
am Bein zu blockieren. Andererseits gibt es ein unglaubliches Glücksgefühl,
wenn man tagtäglich in sein eigenes Haus einkehrt. Sowas nennt man
dann „zu Hause“, „Heimat“ oder wie auch immer der Einzelne das
nennt. Und nun komm du mal mit deinen misepetrigen Argumenten
und mach mir meine 500qm wieder madig :smile:

Mitläufer schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv
wehren, mit allen Mitteln.

Was konkret möchtest du bekämpfen?

Soweit ich dich verstehe, strebst du ein System an, in dem
jedem alles gehört. Oder niemandem nichts. Bis auf persönliche
Gegenstände soll das Eigentum abgeschafft werden.

Das ist schlicht Unsinn, den bürgerliche Propagandisten
verbreiten. So so auch auf keinen Fall bei Marx.
Eigentum ist nur ein Recht, keine Sache.

Danke für das 2. oder 3. Unsinn. Ich sagte nix von Propagandisten
oder von Marx, ich habe geschrieben, soweit ich dich
verstanden habe. Zur besseren Diskussionsgrundlage wollte ich
eigentlich nur von dir kurz wissen, ob ich dich ungefähr
richtig verstanden habe.

Dann war nicht die Rede vom abschaffen sondern vom
Aufheben. Damit ist das E. nicht weg sondern vergesellschaftet.

Ok, so hab ich das auch gemeint und verstanden, auch wenn ich
abgeschafft geschrieben habe.

Das funktuioniert aber
nur weltweit und ist am Ende der FGlobalisierung erforderlich,
da die kapitalistische Ökonomie dann nicht mehr funktioniert.
für keinen. Eigentum grenzt aus.
Am Besitz an Gebrauchswerten ändert sich garnichts.

Also ich besitze es, verfüge aber nicht über die Eigentumsrechte.
Damit kann also jeder andere frei darüber verfügen?
Sagen wir mal ich besitze eine Drehbank. Jederzeit kann also
jeder Hansel daran rumspielen? Wie sieht es mit Qualifikationen
aus? Darf ich wenigstens eine Lehre zum Feinmechaniker oder
adäquates Wissen verlangen? Muß derjenige die Maschine
nachher auch wiederherrichten, oder darf er den Verschleiß
auf die Allgemeinheit abwälzen? Oder was ist mit meinem Holzlager.
Ich besitze zwar etliches an Brennholz, aber jeder der im Sommer
zu faul war selber zu hacken, darf sich im Winter bei mir bedienen?
Ich glaub ich versteh dein System noch nicht ganz.

Dagegen werde ich mich
wehren. Niemand wird in diesem System etwas von dauerhaftem
Wert schaffen, da ihm die Motivation fehlen wird, wenn sich
jeder Dorftrottel bedienen darf.

Definiere „Wert“.

Für mich persönlich erstrebenswert und verteidigungswürdig. Etwas,
für das ich mich mit allen Mitteln einsetze es zu erschaffen respektive
es zu erhalten. Sollte es einer „nehmen“, werde ich mich dagegen wehren.

Eine ähnliche Diskussionsproblematik
findet sich doch bei e-patenten und opensource.
Wenn ich ein Tier wäre, würde es mir in deiner Gesellschaft
sicher gefallen. Essen und Trinken, sowie Fortpflanzung ist
gesichert, ein gemütliches Nickerchen unter’m Baum ebenso. Alles paletti.
Aber ich bin kein normales Tier, ich bin ein Tier mit
übergeordneten Bedürfnissen. Diese wollen ebenfalls befriedigt werden. Dazu
brauch ich Ressourcen, die muß ich mir ggfs. besorgen und
organisieren. Wenn mir da aber permanent jeder was vom
Hof nehmen darf, weil’s ja allen gehört, komm ich nicht weit.

Das ist Unsinn.

Danke, ein weiteres Unsinn :smile: (Ich sammel sowas gerne)
Weiter unten schreibst du etwas von „freier“ Entfaltung
und „keine Schranken“. D. h. für mich, nachdem Moment
der weltweiten Aufhebung des Eigentums steht es jedem
frei, auf meinen Hof zu kommen und sich in meinem
Gerätepark sowie Materiallager zu bedienen. Sehe ich das richtig?
Denn es gehört ja auf einmal allen, und niemand hat mehr
Schranken zu beachten. Und wenn ich nun mit meiner
Forschergruppe etwas wie ein CRT bauen möchte, oder wenigstens
eine Art Prototyp. Wie bitte soll ich alle nötigen Ressourcen ansammeln
und dabei jeden anderen davon abhalten, sich einfach an meinen
Ressourcen zu bedienen?

Mach hier mal ein Projekt und stell es auf die Beine. Viel
Spass dabei (Tipp: guggst du vika).

Niemand sagt, daß es einfach ist. Aber bei dir ist es nahezu
unmöglich.

Ich könnt natürlich auch drum bitten, daß mir die Leute
gewisse Ressourcen zur Verfügung stellen und mir diese nicht
wegnehmen, aber wenn sie das nicht einsehen? Was dann? Hab ich dann Pech,
weil ich die Allgemeinheit von dem Nutzen meiner Erfindung nicht
überzeugen konnte? Wenn mein persönliches Bedürfniss nun
so wichtig für mich ist, greife ich dann evtl. zu drastischen
Mitteln um die Ressourcen behalten zu können. Was machst du mit
Menschen wie mir? Aussortieren, wegsperren, umpolen? Es wird
sicherlich mehr als nur 2 oder 3 wie mich geben.

Schau dir doch an, wie das heute funktioniert. Die Planung und
deren Abläufe werden sich nicht ändern. Eine Partei gibt es
nämlich nicht im Kommunismus.

Ich sprach nicht von planenden Parteien oder ähnlichen
Organisationen. Ich sprach von mir, wenn ich ein Projekt verfolge
und mir dazu Ressourcen besorgen muß. Wie überzeuge ich
andere davon, mir die meisten oder bestimmte Ressourcen
zure Verfügung zu stellen?

Nein, das ist kein Widerspruch zu Marx. Du solltest lesen, was
er über die „Kommunisten“ geschrieben hat. Es ist kein
Wahlverein.

Maybe.

Sag mir doch bitte, wie ich an die nötigen Ressourcen komme,
wenn ich sie nicht als Eigentum sichern kann. Wenn ich z.b.
ein Kilo Titanlegierungen brauche, sie mir irgendwie besorge
und sie nun in meiner Werkstatt/Labor liegen habe. Wie
verhinder ich, daß ein Mediziner, der irgendwelche Transplantate
entwickelt, sich einfach bei mir bedient und mir die Legierungen
wegnimmt. Weil, er hat ja das gleiche Nutzrecht daran wie ich,
sofern ich dich richtig verstehe.

Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.

Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für
Unsinn?

Das nächste Unsinn :smile: Danke!
Daher hatte ich oben gefragt, ob ich dich richtig verstanden habe.
Würdest du darauf eingehen, ließen sich Mißverständnisse ggfs.
vermeiden. Eine mögliche Antwort wäre z.B.:„Nein René, da hast
du mich falsch verstanden, ich meinte das wie folgt…“
Psychologisch noch besser, weil weniger herablassend wäre
folgende Formulierung: „Nein René, da habe ich mich wohl
falsch ausgedrückt. Ich meinte…“

Dir wird die Möglichkeit mit Sicherheit noch genommen, dich
frei zu entfalten. Spätestens wenn du ALG II beziehst (oder
nicht kriegst).

Ich werde es nicht bekommen, weil ich flexibel genug bin,
um meine Fähigkeiten am Markt anzubieten. Oder eben
neue Fähigkeiten zu erlangen. Ich mache mir um meine
berufliche Existenz nicht die geringsten Sorgen.

Im Gegenteil kann sich jeder nach Aufhebung des Eigentums frei
entfalten. Wo sollen da Schranken sein?

Ich möchte aber gerade Schranken haben. Ich werd nicht zulassen,
daß ich mir etwas aufbaue, und jeder Hansel darf sich dran bedienen.

antwortet
rené

Hallo Frank!

Im Gegenteil kann sich jeder :nach Aufhebung des Eigentums :frei entfalten. Wo sollen da :Schranken sein?

Eigentum an Sachen ist in vielen Fällen die Voraussetzung für freie Entfaltung. Bevor man aneinander vorbei redet, definiere ich Eigentum: Uneingeschränkte, zeitlich unbegrenzte beliebige Verfügbarkeit einer Sache durch eine einzige Person oder von dieser bevollmächtigten Personen. Das schließt Rechtfertigungsbedarf, Anträge, nur zeitlich begrenzte Nutzungen oder Absprachen mit anderen Personen aus.

Es gab und gibt viele Versuche, Eigentum effektiver zu nutzen, indem man mehreren Personen oder Gruppen Zugriff ermöglicht. Etliche Betriebswirtschaftler kamen schon auf solche verlockend klingenden Ideen. Zwei Beispiele: Ich arbeitete früher in einer Entwicklungsabteilung eines großen Unternehmens. Zur Abteilung gehörte eine Laborwerkstatt vom Feinsten. Die Möglichkeiten der Werkstatt waren unverzichtbar, aber volle Auslastung gab es nicht. Deshalb kamen Verwaltungsleute auf die Idee, alle Werkstätten des Werkes zusammenzulegen. Alle Abteilungen sollten Zugriff auf die nun noch edlere Zentralwerkstatt haben. Die gute Idee scheiterte an menschlichen Unzulänglichkeiten. Es fühlte sich nämlich keiner mehr persönlich zuständig, so daß aus der Werkstatt binnen kurzer Zeit ein Schrotthaufen mit versauten Maschinen wurde.

Einen ähnlichen Effekt erlebte ich, als sich ein Berufskollege in einem Technologiezentrum selbständig machte. Die zentrale Werkstatt war eines der Lockmittel. Gerade die optimal passende Maschine/Vorrichtung für den Bedarf des Einzelnen war natürlich nicht da. Damit fing es an, daß sich jeder das spezielle Zeug selbst anschaffte und abgeschlossen nur in den eigenen Räumen nutzte. Für die Gemeinschaftshure Drehbank schliff sich jemand mit Mühe einen ganz speziellen Drehstahl zurecht. Wenn man das Ding nicht augenblicklich einsteckte, war das wertvolle Stück vom nächsten Döskopp ruckzuck verdorben oder wurde unbeachtet in den Müll geworfen. Das merkte man natürlich erst nach längerem Schlangestehen, weil dummerweise immer zur gleichen Zeit mehrere Leute etwas an der Maschine zu tun haben. Letztlich kamen im Laufe der Zeit alle Mieter dahinter, daß man entweder exklusiven jederzeitigen Zugriff hat (Kennzeichen des Eigentums) oder die Sache vergessen kann.

Das Szenario sieht überall ähnlich aus, egal ob 1-Mann-Veranstaltung oder größerer Betrieb: Man leistet sich Produktions- und Laboreinrichtungen, die manchmal längere Zeit unbenutzt stehen, aber sie sind verfügbar zu jeder beliebigen Zeit. Das Eigentum, also der Zugriff jederzeit, exklusiv und sofort, ist neben Know-how der Schlüssel schlechthin, um etwas auf die Füße zu stellen.

Will man Produktionsmittel vergesellschaften, kann man verschiedene Ziele verfolgen. Man kann Produktionsmittel verschiedenen Menschen/Gruppen zugänglich machen. Dafür habe ich die Beispiele gebracht, weil solches Vorhaben zur Lähmung führt. Wenn es aber doch wieder nur die exklusive und uneingeschränkte Verfügbarkeit durch Einzelne ist, begeht man mit der Vergesellschaftung Etikettenschwindel, weil sich faktisch nichts ändert.

Ein anderes Ziel der Vergesellschaftung von Produktionsmitteln wäre, Kontrolle über Produktionsmittel zu gewinnen, um also Planwirtschaft zu veranstalten. Planwirtschaft ist naturgemäß eine Wirtschaft ohne Wettbewerb. Anders ausgedrückt: Die Volkswirtschaft besteht aus lauter Monopolisten. Leider sah noch kein Monopolist je Veranlassung, seinen Hintern zu bewegen. Das wird eine bestenfalls auf dem Anfangsstand verharrende Wirtschaft.

Aus den genannten Gründen ist die exklusive, unkontrollierte Nutzung von Sachen einschließlich der Produktionsmittel (=Eigentum) einer der wichtigsten Punkte überhaupt, um einen Betrieb und eine ganze Volkswirtschaft am Leben zu halten.

Gruß
Wolfgang

Nun schau dir noch an, wer die fettesten Aktienpakete hält.

Ja, wer denn? Meinst Du die Banken und Versicherungen? Dann hast Du die letzten Jahre völlig verpennt. Meinst Du „Konzerne“? Dann verkennst Du, daß es uninteressant ist, ob eine Beteiligung „einfach so“ gehalten wird oder ob ein paar Prozent an der Börse frei gehandelt werden.

Eine wesentliche Variable hast Du vergessen: Die Aktien der großen deutschen Unternehmen werden mehrheitlich von Kleinaktionären gehalten. Über das Depotstimmrecht der Banken können wir diskutieren, denn das halte ich persönlich auch für ein Problem.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

die Dame, die bei uns bis vor einem halben Jahr putzte war
selber Bankangestellte und arbeitete nach eigener Aussage dort
ca. 45 Stunden/Woche. Die Putzerei machte sie, weil ihr Mann
noch länger arbeitete und sie statt alleine zuhause
rumzusitzen noch ein bißchen Geld verdienen wollte.

So wäre das OK. Das ist doch aber keine Alternative, sondern eine ergänzung zu einem ‚richtigen‘ Job.

Die Truppe, die die Arbeit inzwischen aus Kostengründen (also
billiger ist) erledigt,

Ähhh, das erklär mir jetzt mal. die Kollegin hat das günstig gemacht, war ja nur zusätzliches Geld, von dem man nicht leben muß. Nun verdient der Subunternehmer, … was bekommen dann die Leute?

winkt am Flureingang einmal mit dem
Feudel in die Runde und quatscht anschließend erstmal
entspannt mit den Kollegen.

Ein Anruf beim Subunternehmer und das ist vorbei.

Der Laden sieht aus wie Sau und
ich wische meinen Schreibtisch inzwischen jeden Morgen selber
ab.

Hmmm, warum? Weil die Leutz mit dem gigantischen Lohn übermitiviert sind? Weil Du es Dir gefallen läßt? Bei uns putzt auch ein Subunternehmer. Nachdem die Aschenbecher zwei Tage nur ausgeschüttet, aber nicht abgewaschen waren, kam eine andere Putzfrau. …

Will sagen: a) 400 Euro-Kräfte sind keinesfalls immer arme
Schweine und b) auch auf diesem Gehaltsniveau gibt es
Leistungsunterschiede.

Ja, klar. Aber auch andere Unterschiede. Die Frage, ‚wem nützt es?‘, wird doch aber erlaubt sein.
Wieso worden gerade in der Branche fast alle Jobs in 400-Euro-Jobs zerlegt? Weil es mehr Gewinn abwirft, die Leute schlechter bezahlt werden und die Konkurrenz es auch tut. Am Ende hat der Unternehmer nichts davon, die zu reinigende Fläche wird davon auch nicht größer, die Subunternehmer gewinnen nichts dabei. Für die Auftraggeber, in Deinem Fall die Bank, sinken die Kosten. Die Aktionäre der Bank gewinnen dabei doppelt.
1.) Sinkt der Lohn der Reinigungskraft, denn diese Leute arbeiten selten nach Tarif.
2.) Entfallen Lohnnebenkosten. das bedeutet aber nichts anderes, als eine verschleierte Subvention. Der Staat, der Steuerzahler zahlt die Differenz. Bliebe nur noch zu klären, wer die Steuern zahlt. …
Eine Statistik über die Steuereinnahmen per Einkommenssteuer nach Steuerarten aufgeteilt konnte ich leider nicht finden. :wink:

Wie hoch ist eigentlich der Anteil der Einkommenssteuer am gesamten Steueraufkommen? Das habe ich auch nicht gefunden.

Gruß, Rainer

Hi Tobi,

hmmm, das spricht nicht besonders für das Bildungssystem. :wink:
Ich bin nicht hier, sondern in der DDR zur Schule gegangen, da hätte das nicht gereicht, um das Abitur zu bekommen.
Hier habe ich lediglich ein Studium absolviert. Meinst Du, ich habe mein Diplom nur, weil die Anforderungen hier so niedrig sind? … Und ich war so stolz darauf. ;-(

Gruß, Rainer

Hallo datafox,

es gibt eine schöne utopie, in der es kein geld und auch keine
wünsche nach besitz mehr gibt: star trek. aber diese utopie
ist im gegensatz zu murx und co. glaubhaft, denn eine sache
unterscheidet unsere welt von der in star trek: wir können den
BWM des nachbarn nicht ohne energieaufwand duplizieren!

schön gesagt. Herr Marx Murks hat übersehen, daß eine Gesellschaft aus Menschen besteht. Zwei schöne Utopien. Die zweite ist mir lieber, sie versucht nicht, sich als Wissenschaft auszugeben.

Gruß, Rainer

Hallo Wolfgang,

Mit höheren Löhnen für ::geringe Qualifikation wird
der Zug von ::Industrieabwanderung und ::Automatisierung
beschleunigt.

Den Zusammenhang sehe ich :jetzt nicht. Wenn der :Unternehmer 2%
Lohnerhöhung zahlt, macht das :für ihn keinen Unterschied, :wie das Geld unter der :Belegschaft aufgeteilt wird.

Sofern das Unternehmen überhaupt höhere Kosten vertragen kann
(und will), stimmt das.

was soll das? Höhere Kosten hatte ich doch ausdrücklich ausgeschlossen. Es geht nur um Geld, das so oder so ausgegebenm wird.

Es folgt ein dickes ABER: Viele
Unternehmen stecken nicht nur im Wettbewerb mit ihren
Produkten, sondern auch im Wettbewerb am Arbeitsmarkt.

Wenn sich die Bedingungen ändern, dann ändern sie sich für alle. Dieses Argument bleibt so lange Unfug, bis Spitzenkräfte in’s Ausland abwandern. Aber selbst dann gibt es noch eine Hürde. Wenn die hohen Einkommen mit extremen Unterschieden erkauft werden, führt das zu sozialen Spannungen. … Dabei fällt mir eine Gschichte ein, die ich Dir jetzt einfach mal auf’s Auge drücke. :wink: Dabei nenne ich auch Namen, weil die ohnehin öffentlich sind.

Auf einer Veranstaltung im Saarland begegneten sich der Vorsitzende der IGM (wer aws das nur?) und der Vorsitzende des AG-Verbandes des Saarlands, Hr. Weber, (GF Karlsberg Brauerei, karlsberg Urpils sollte inzwischen bundesweit bekannt sein.) Der Gewerkschaftsvertreter meinte, daß es nicht genügt, viel geld zu verdienen, man muß es auch ausgeben können. Wenn das Einkommensgefälle zu sozialen Unruhen führt, ist der Gewinn nichts mehr wert.
Herr Weber fühlte sich dadurch persönlich in unakzeptabler Weise angegriffen, weil wenige Wochen vorher ein Verwandter von ihm in Folge einer Entführung ermordet wurde. So tragisch die Story auch ist, Hr. Weber trägt eine Mitschuld, auch wenn er das nicht sehen will.

Die
qualifizierten Köpfe hält man nur schwer im Betrieb, wenn man
sie gehaltsmäßig verhungern läßt.

Mir kommen gleich die Tränen. Von Vrhungern kann doch wohl nur bei Arbeitern die Rede sein. Bei diesen Leuten geht es doch nur darum, ob der Drittwagen ein Smart- oder Lotus- Roadster ist.

Du kannst ja mal einen
qualifizierten Mitarbeiter mit speziellen Erfahrungen suchen,
dann gewöhnst Du Dich an die Preise. Wenn Du den Mitarbeiter
nach langer, teurer Suche gefunden hast, wenn Du die ein oder
zwei Jahre Einarbeitung bezahlt hast, damit der Neue ins Team
paßt, dann wird Dir vermutlich nicht mehr egal sein, wie
zufrieden der teure Mann ist.

1.) Ist das kein Argument, wenn das für alle Unternehmen gilt.
2.) Interessiert mich die Meinung der Millionäre eh wenig. Wenn die fehlen, bemerkt das noch nicht einmal jemand!

Die Ideen der Nivellierung des Gehaltsniveaus - nichts anderes
sind Sockelbeträge

Falsch! Das ist nur eine Maßnahme, das Auseinandertriften der einkommen abzuschwächen. Die Vergrößerung der Differenz wird damit nicht aufgehoben, nur abgeschwächt.

sind vermutlich die schlimmste aller
möglichen Varianten. Einfach deshalb, weil wir nirgends einen
Wettbewerb um Geringqualifizierte haben, aber überall einen
Wettbewerb um Köpfe - auch über die Grenzen hinweg.

Dabei geht es ja auch gar nicht um Wettbewerb, sondern um Menschen!
Du übersiehst den Sinn der Wirtschaft! Wozu dient das Ganze? Ich will hoffen, daß der Sinn im rahmen von Arbeutsteilung darin besteht, daß jeder den ihm möglichen Beitrag leistet, zum Wohl der Gemeinschft.

Das Schlüsselwort heißt Wettbewerb. Geringqualifizierten fehlt
es an der Wettbewerbsfähigkeit. Mir erscheint ohne weiteres
einleuchtend, daß diese Menschen nicht wettbewerbsfähiger
werden, indem sie möglichst viel verdienen.

Korrekt. Nur ist das ja auch nicht die Aufgabe der Wirtschaft.
Die Wirtschaft hat die Aaufgabe, Konsumenten mit Waren zu versorgen. Daß das am besten funktioniert, wenn Einzelne (Unternehmer, Aktionäre) persönlichen Vorteil daraus ziehen, ist unbestritten. Das ist aber nur das Mittel, nicht der Zweck!

Überdies reg sich
überall dort Erfindergeist und Einfallsreichtum, wo einfache
Arbeiten durch teure menschliche Arbeitskräfte erledigt
werden. Das Ergebnis ist Automatisierung.

Und das ist gut so. Konkurrenzverhalten sorgt dafür, daß das dem Volk nützt. Wenn das nicht funktioniert, z.B. weil sich Kartelle bilden, muß der Staat eingreifen. das kann aber nur funktionieren, wenn der Staat nicht von diesen Kartellen kontrolliert wird.

Ich halte besondere Anstrengungen, Geringqualifizierte am
ersten Arbeitsmarkt unterzubringen, für brotlose Kunst.

Gegenvorschlag? Euthanasie? Es geht hier nicht um die Wirtschaft, sondern um das Volk, und zwar um das ganze Volk. Industrie, Handel, Landwirtschft haben nur die Aufgabe, das Volk zu versorgen. Die ‚Geringqualifizierten‘ sind nicht Abfall, sondern Teil des Volkes. Du betrachtest die Wirtschaft aus der falschen Richtung!

Die
Anstrengungen müssen sich darauf konzentrieren, die
Voraussetzungen für bessere Qualifikationen zu schaffen. Einen
Ansatzpunkt sehe ich im traurigen Sachverhalt, daß fast 10%
aller Schüler die Schule ohne Abschluß verlassen. Das sind die
zukünftigen Dauerarbeitslosen.

Da hast Du wohl Recht. Ein sehr hoher Prozentsatz ist aber zu mehr Leistung nicht fähig! Dazu kommt noch, daß durch die Automatisierung die Grenze stetig nach oben verschoben wird. Die Wirtschaft kann diesen Gegensatz allein nicht lösen, das muß die Politik erledigen.
Eine Politik, die diese Gegensätze noch verschärft, ist dafür ungeeignet.

Die Politiker müssen erkennen, daß die Wirtschft dem Volk dient und nicht umgekehrt.


Wozu eigntlich diese Diskussion.

Das Volk ist Dir eh egal. Wer nicht in’s Konzept passt, ist ‚übrig‘, kann ‚entsorgt‘ werden.
Aber Du denkst falsch! Das Volk ist nicht dazu da, Euch mit Arbeitskräften zu versoregen, sondern Ihr seid dazu da, das Volk mit Waren zu versorgen! Mach weiter so, dann teilst Du die Erfahrungen des Herrn Weber. Hältst Du das für erstrebenswert?

Gruß, Rainer

Hallo,

Hmmm, warum? Weil die Leutz mit dem gigantischen Lohn
übermitiviert sind? Weil Du es Dir gefallen läßt? Bei uns
putzt auch ein Subunternehmer. Nachdem die Aschenbecher zwei
Tage nur ausgeschüttet, aber nicht abgewaschen waren, kam eine
andere Putzfrau. …

Scheint so, als wäre die Not nicht groß genug, als ob einige Menschen nicht an ihrem Job hängen würden.

2.) Entfallen Lohnnebenkosten. das bedeutet aber nichts
anderes, als eine verschleierte Subvention. Der Staat, der
Steuerzahler zahlt die Differenz. Bliebe nur noch zu klären,
wer die Steuern zahlt. …

Wenn diese Personen nicht arbeiten gehen würden, würde erst gar keine Differenz anfallen. Dann zahlt nämlich der Steierzahler voll. Ist das dir lieber?

Die meisten 400 Euro Jobs liegen im Bereich um die 8,50 Euro, ein durchaus annehmbarer Betrag und für diese Art der Arbeit auch völlig ausreichend.