Hi Frank 
Also mal vorab, du verstehst es einem das Wort im Munde
zu verdrehn. Oder ich versteh dich schlicht und ergreifend
nicht…soll ja alles vorkommen.
Wozu soll ich mir ewig viel Spittel ans Bein binden?
Das verstehe ich in Bezug auf den Nachwuchs wirklich nicht.
Was heißt „Spittel“ und wie ist die Aussage insgesamt zu
verstehen, help.
Wozu brauchst du mehr als du nutzen kannst?
Der Großteil sieht es nicht ein, ein Haus haben zu müssen mit
500m² Wohnfläche, weil sie das aslles putzen müßten. Ausserdem
bindet z.B. ein Haus die Menschen an einem Ort.
So ist das mit vielen Dingen. Besitz ist also nicht immer
sinnvoll, da er auch unterhalten weerden will.
Also „Spittel“ bedeutet jetzt soviel wie Eigentum, Plunder, Krimskrams, ja?
Gut, sag das doch einfach
Ich nahm nämlich zuerst an, Spittel sei ein
Begriff für Kinder, damit hätte deine ursprüngliche Aussage eine
völlig andere Wirkung *g*
Jetzt zu dem Haus. Ich find sowas geil, 500qm wären etwas, das mir
gefallen würde. Das mit dem Reinigen ergibt sich schon, wenn ich
mir so ein Haus leisten kann, leiste ich mir einfach eine Putzfrau.
Oder noch besser, zwei Putzfrauen
Weißt du was das Tolle an 500qm
ist? Nicht das ich damit rumprotzen könnte, sondern daß ich meinen
Pool einbauen lassen könnte, einen schicken Snookerraum einrichten
lassen kann, eine „kleine“ Bar mit allem pipapo etc. pp. Und ich hätte
einen Heidenspaß jeden Tag mit Bekannten oder meinen Kindern
eine Party Snooker zu spielen, ich liebe dieses Spiel. Und wenn die Räume
sauber sind, würd ich mit meinen Angestellten spielen.
Aber da ein Haus nunmal in der Tat unpraktisch ist und einen örtlich
bindet, sehe ich derzeit keinen Vorteil darin, mich mit einem Haus
am Bein zu blockieren. Andererseits gibt es ein unglaubliches Glücksgefühl,
wenn man tagtäglich in sein eigenes Haus einkehrt. Sowas nennt man
dann „zu Hause“, „Heimat“ oder wie auch immer der Einzelne das
nennt. Und nun komm du mal mit deinen misepetrigen Argumenten
und mach mir meine 500qm wieder madig 
Mitläufer schalten lassen. Ich würde mich gegen dieses System defintiv
wehren, mit allen Mitteln.
Was konkret möchtest du bekämpfen?
Soweit ich dich verstehe, strebst du ein System an, in dem
jedem alles gehört. Oder niemandem nichts. Bis auf persönliche
Gegenstände soll das Eigentum abgeschafft werden.
Das ist schlicht Unsinn, den bürgerliche Propagandisten
verbreiten. So so auch auf keinen Fall bei Marx.
Eigentum ist nur ein Recht, keine Sache.
Danke für das 2. oder 3. Unsinn. Ich sagte nix von Propagandisten
oder von Marx, ich habe geschrieben, soweit ich dich
verstanden habe. Zur besseren Diskussionsgrundlage wollte ich
eigentlich nur von dir kurz wissen, ob ich dich ungefähr
richtig verstanden habe.
Dann war nicht die Rede vom abschaffen sondern vom
Aufheben. Damit ist das E. nicht weg sondern vergesellschaftet.
Ok, so hab ich das auch gemeint und verstanden, auch wenn ich
abgeschafft geschrieben habe.
Das funktuioniert aber
nur weltweit und ist am Ende der FGlobalisierung erforderlich,
da die kapitalistische Ökonomie dann nicht mehr funktioniert.
für keinen. Eigentum grenzt aus.
Am Besitz an Gebrauchswerten ändert sich garnichts.
Also ich besitze es, verfüge aber nicht über die Eigentumsrechte.
Damit kann also jeder andere frei darüber verfügen?
Sagen wir mal ich besitze eine Drehbank. Jederzeit kann also
jeder Hansel daran rumspielen? Wie sieht es mit Qualifikationen
aus? Darf ich wenigstens eine Lehre zum Feinmechaniker oder
adäquates Wissen verlangen? Muß derjenige die Maschine
nachher auch wiederherrichten, oder darf er den Verschleiß
auf die Allgemeinheit abwälzen? Oder was ist mit meinem Holzlager.
Ich besitze zwar etliches an Brennholz, aber jeder der im Sommer
zu faul war selber zu hacken, darf sich im Winter bei mir bedienen?
Ich glaub ich versteh dein System noch nicht ganz.
Dagegen werde ich mich
wehren. Niemand wird in diesem System etwas von dauerhaftem
Wert schaffen, da ihm die Motivation fehlen wird, wenn sich
jeder Dorftrottel bedienen darf.
Definiere „Wert“.
Für mich persönlich erstrebenswert und verteidigungswürdig. Etwas,
für das ich mich mit allen Mitteln einsetze es zu erschaffen respektive
es zu erhalten. Sollte es einer „nehmen“, werde ich mich dagegen wehren.
Eine ähnliche Diskussionsproblematik
findet sich doch bei e-patenten und opensource.
Wenn ich ein Tier wäre, würde es mir in deiner Gesellschaft
sicher gefallen. Essen und Trinken, sowie Fortpflanzung ist
gesichert, ein gemütliches Nickerchen unter’m Baum ebenso. Alles paletti.
Aber ich bin kein normales Tier, ich bin ein Tier mit
übergeordneten Bedürfnissen. Diese wollen ebenfalls befriedigt werden. Dazu
brauch ich Ressourcen, die muß ich mir ggfs. besorgen und
organisieren. Wenn mir da aber permanent jeder was vom
Hof nehmen darf, weil’s ja allen gehört, komm ich nicht weit.
Das ist Unsinn.
Danke, ein weiteres Unsinn
(Ich sammel sowas gerne)
Weiter unten schreibst du etwas von „freier“ Entfaltung
und „keine Schranken“. D. h. für mich, nachdem Moment
der weltweiten Aufhebung des Eigentums steht es jedem
frei, auf meinen Hof zu kommen und sich in meinem
Gerätepark sowie Materiallager zu bedienen. Sehe ich das richtig?
Denn es gehört ja auf einmal allen, und niemand hat mehr
Schranken zu beachten. Und wenn ich nun mit meiner
Forschergruppe etwas wie ein CRT bauen möchte, oder wenigstens
eine Art Prototyp. Wie bitte soll ich alle nötigen Ressourcen ansammeln
und dabei jeden anderen davon abhalten, sich einfach an meinen
Ressourcen zu bedienen?
Mach hier mal ein Projekt und stell es auf die Beine. Viel
Spass dabei (Tipp: guggst du vika).
Niemand sagt, daß es einfach ist. Aber bei dir ist es nahezu
unmöglich.
Ich könnt natürlich auch drum bitten, daß mir die Leute
gewisse Ressourcen zur Verfügung stellen und mir diese nicht
wegnehmen, aber wenn sie das nicht einsehen? Was dann? Hab ich dann Pech,
weil ich die Allgemeinheit von dem Nutzen meiner Erfindung nicht
überzeugen konnte? Wenn mein persönliches Bedürfniss nun
so wichtig für mich ist, greife ich dann evtl. zu drastischen
Mitteln um die Ressourcen behalten zu können. Was machst du mit
Menschen wie mir? Aussortieren, wegsperren, umpolen? Es wird
sicherlich mehr als nur 2 oder 3 wie mich geben.
Schau dir doch an, wie das heute funktioniert. Die Planung und
deren Abläufe werden sich nicht ändern. Eine Partei gibt es
nämlich nicht im Kommunismus.
Ich sprach nicht von planenden Parteien oder ähnlichen
Organisationen. Ich sprach von mir, wenn ich ein Projekt verfolge
und mir dazu Ressourcen besorgen muß. Wie überzeuge ich
andere davon, mir die meisten oder bestimmte Ressourcen
zure Verfügung zu stellen?
Nein, das ist kein Widerspruch zu Marx. Du solltest lesen, was
er über die „Kommunisten“ geschrieben hat. Es ist kein
Wahlverein.
Maybe.
Sag mir doch bitte, wie ich an die nötigen Ressourcen komme,
wenn ich sie nicht als Eigentum sichern kann. Wenn ich z.b.
ein Kilo Titanlegierungen brauche, sie mir irgendwie besorge
und sie nun in meiner Werkstatt/Labor liegen habe. Wie
verhinder ich, daß ein Mediziner, der irgendwelche Transplantate
entwickelt, sich einfach bei mir bedient und mir die Legierungen
wegnimmt. Weil, er hat ja das gleiche Nutzrecht daran wie ich,
sofern ich dich richtig verstehe.
Ich sehe dein System der Gleichschaltung aller Bedürfnisse als
Ziel, den niedrigsten Punkt eines Systems zu erreichen.
Wer will denn Bedürfnisse gleichschalten? Was redest du für
Unsinn?
Das nächste Unsinn
Danke!
Daher hatte ich oben gefragt, ob ich dich richtig verstanden habe.
Würdest du darauf eingehen, ließen sich Mißverständnisse ggfs.
vermeiden. Eine mögliche Antwort wäre z.B.:„Nein René, da hast
du mich falsch verstanden, ich meinte das wie folgt…“
Psychologisch noch besser, weil weniger herablassend wäre
folgende Formulierung: „Nein René, da habe ich mich wohl
falsch ausgedrückt. Ich meinte…“
Dir wird die Möglichkeit mit Sicherheit noch genommen, dich
frei zu entfalten. Spätestens wenn du ALG II beziehst (oder
nicht kriegst).
Ich werde es nicht bekommen, weil ich flexibel genug bin,
um meine Fähigkeiten am Markt anzubieten. Oder eben
neue Fähigkeiten zu erlangen. Ich mache mir um meine
berufliche Existenz nicht die geringsten Sorgen.
Im Gegenteil kann sich jeder nach Aufhebung des Eigentums frei
entfalten. Wo sollen da Schranken sein?
Ich möchte aber gerade Schranken haben. Ich werd nicht zulassen,
daß ich mir etwas aufbaue, und jeder Hansel darf sich dran bedienen.
antwortet
rené