Wie sähe denn die alternative Politik aus?

Hi Christian,

dann hast Du doch sicher im Geschichts- und Gesellschaftskundeunterricht gelernt, wozu eine Verfassung eines jeden Staates dient: Aufrechterhaltung des herrschenden Systems.
So, und jetzt könnten wir zu BWL (Mehrwerttheorie) und VWL (Klassengesellschaft) übergehen.

Oder lies nochmal unten.

Gruß
RaRo

Wie sähe denn die alternative zu „Politik“ aus?

die alternative zu „politik“ ist „keine politik“ und somit anarchie. (ich hab die frage nicht so richtig verstanden.)

datafox

  1. Umwandlung der Unternehmen in Kooperativen
  2. „Übergang der organisierten Gewalt der Gesellschaft, d.h.
    der
    Staatsmacht, … in die Hände der Produzenten selbst“ MEW
    16, 195
  3. Vergesellschaftung der Arbeit (n i c h t Verstaatlichung,
    das wäre
    nur ein Zwischenschritt)
  4. Aufhebung der Lohnarbeit und Verteilung der Arbeit auf alle
    arbeitsfähigen Gesellschaftsmitglieder

ich kenne erzählungen von ehemaligen kibbutzmitgliedern. an diesen „experimenten“ sieht man ganz deutlich im kleinen, warum der kommunismus gescheitert ist: der mensch.

  1. Abschaffung des Geldes

das ist eine utopie, die solange eine bleiben wird, solange nicht zwei menschen dasselbe objekt besitzen können.

es gibt eine schöne utopie, in der es kein geld und auch keine wünsche nach besitz mehr gibt: star trek. aber diese utopie ist im gegensatz zu murx und co. glaubhaft, denn eine sache unterscheidet unsere welt von der in star trek: wir können den BWM des nachbarn nicht ohne energieaufwand duplizieren!

gruß
datafox

Nein, nur Aufsagen genügt nicht.

In der Schule genügt das völlig! Du must nicht besonders schlau sein um gute Noten zu haben, du must nur den Trick raus haben (evtl. schleimen, schummeln, rausfinden was der Lehrer hören will usw.)!

Guten Abend!

Rechts.

Wenigstens ein paar konkrete Punkte mit zugehörigen Erläuterungen können nicht schaden. Andernfalls besteht Deine Antwort nur aus einem hohlen Schlagwort.

Bisher mußte der Leser dieses Threads das Ausgraben des alten Marx mit inzwischen verstaubten, ach was, verschimmelten Thesen aus anderer Zeit aushalten. Die Nostalgiker sind sich wohl einig, daß Geld böse ist und abgeschafft gehört, daß auch Unternehmer böse sind und Arbeiterräte entscheiden sollen…

Derart abgehärtet wird das Angebot der Rechten zu ertragen sein. Welchen Buhmann hast Du anzubieten?

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Warum ist Putzen kein Job (neudeutsch Cleaning Room Manager).
Ganze Branchen leben davon.

Besonders die Unternehmer recht gut. Die Leute, die es machen,
sind meist Frauen, die auf 400-Euro Basis arbeiten.
Stundenlöhne um 5 Euro sind da schon Spitze.

Der Tariflohn (west) beträgt 7,68€/Std. Ich hab den im Osten nicht im Kopf, aber es sind mehr als 5,-€. Bei Interesse kann ich gerne nachsehen.
Die 400,-€ Jobs sind keine minderwertigen Arbeiten. Es sind genau die Jobs, die die Leute wollen, die Jobs die die Wirtschaft ankurbeln.
Leute die abends ein Büro für 400;- putzen, arbeiten z.T. tagsüber in so einem. Für den Nebenverdienst zahlen sie Raten für ein neues Auto, leisten sich einen schönen Urlaub, Kosmetikerin, Mode, etc. Dieses dort verdiente Geld ist ein zusätzliches, ohne irgendwelche Abzüge.
Wo ist bitte der Nachteil für den AN?
Die Unternehmer in der Reinigungsbranche verdienen schon lange nicht mehr gut, das Preisniveau ist absolut im Keller. Wie eben überall bei Dienstleistungen in unserem Land. Du musst schon sehr viel putzen lassen um einigermaßen zu verdienen.

Zum restlichen Schwachsinn möchte ich mich nicht äußern.

Gruß
Tanja

Wir sind ringsum umgeben von Rechtsregierungen: Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Dänemark. Und fast überall geht es besser als in Deutschland.

»Einige meiner gruenen Freunde sind meist rasch mit Kritik bei der Hand. Sie sind auch geuebt in rhetorischer Humanitaet. Fuer die Folgen sehen sie andere in der Verantwortung.« - das sagt Otto Schily ueber die Kritik an seinem Vorschlag, Auffanglager fuer Asylsuchende in Nordafrika einzurichten.

Und das ist auch symptomatisch. Die Ideologie von Rotgrün, insbes. den Grünen (denn bei Rotgrün wedelt der Schwanz mit dem Hund) ist teuer, gibt das Geld an der falschen Stelle aus und bringt die Wirtschaft nicht voran. Sie bringt auch das Volk auf in einer Weise, daß zur Zeit eine Politikverdrossenheit wie selten herrscht.

Nun kommt wahrscheinlich wieder der Einwand: „Diese Regierung ist doch vom Volk gewählt worden.“

Das ist richtig, aber der beste Wahlhelfer war ein Hochwasser, und das ist merkwürdig genug. Das Wasser ging - auf der Regierung bleiben wir, wie es aussieht, bis übernächstes Jahr bis zur nächsten Bundestagswahl sitzen.

Gruß, Infotalk

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich kenne erzählungen von ehemaligen kibbutzmitgliedern. an
diesen „experimenten“ sieht man ganz deutlich im kleinen,
warum der kommunismus gescheitert ist: der mensch.

Ja, Du kennst Erzählungen … ich auch.
Nein, man sieht nicht, warum der Kommunismus gescheitert ist, weil es ihn noch gar nicht gegeben hat.
Auch Gallileo hatte Unrecht und dennoch dreht sie sich doch.

  1. Abschaffung des Geldes

das ist eine utopie, die solange eine bleiben wird, solange
nicht zwei menschen dasselbe objekt besitzen können.

Stimmt, aber das Gleiche.

es gibt eine schöne utopie, in der es kein geld und auch keine
wünsche nach besitz mehr gibt: star trek. aber diese utopie
ist im gegensatz zu murx und co. glaubhaft

Glauben kommt vor dem Denken.

wir können den
BWM des nachbarn nicht ohne energieaufwand duplizieren!

Nein, aber mit Energieaufwand, einschließlich des des Nachbarn.

Gruß
RaRo

diskussion ideologen immer sinnlos (owt)
.

400 gute Gründe
Hi,

Besonders die Unternehmer recht gut. Die Leute, die es machen,
sind meist Frauen, die auf 400-Euro Basis arbeiten.
Stundenlöhne um 5 Euro sind da schon Spitze.

die Dame, die bei uns bis vor einem halben Jahr putzte war selber Bankangestellte und arbeitete nach eigener Aussage dort ca. 45 Stunden/Woche. Die Putzerei machte sie, weil ihr Mann noch länger arbeitete und sie statt alleine zuhause rumzusitzen noch ein bißchen Geld verdienen wollte.

Die Truppe, die die Arbeit inzwischen aus Kostengründen (also billiger ist) erledigt, winkt am Flureingang einmal mit dem Feudel in die Runde und quatscht anschließend erstmal entspannt mit den Kollegen. Der Laden sieht aus wie Sau und ich wische meinen Schreibtisch inzwischen jeden Morgen selber ab.

Will sagen: a) 400 Euro-Kräfte sind keinesfalls immer arme Schweine und b) auch auf diesem Gehaltsniveau gibt es Leistungsunterschiede.

Gruß,
Christian

Guten Morgen!

Die Ideologie von Rotgrün,
insbes. den Grünen (denn bei :Rotgrün wedelt der Schwanz :mit dem Hund) ist teuer, gibt :das Geld an der falschen :Stelle aus und bringt die :Wirtschaft nicht voran.

Liebe Zeit, ist das aber schwierig, von Dir etwas Konkretes zu hören! Bisher konnte ich nichts entdecken. Verrate einfach die richtige Stelle zum Geldausgeben und zeige eine Maßnahme auf, die die Wirtschaft voran bringt.
Leute, die alles falsch finden, miesepetrige Sprüche klopfen, aber keine Alternative anzubieten haben, findet man an jeder Ecke.

Gruß
Wolfgang

Hiho :smile:

Was für das Wesen des Menschen natürlich ist. Das ist die
Elendsverwaltung eines Sozialstaates nunmal nicht.

Was machst du, wenn zum natürlichsten Wesenszug des Menschen
der blanke Egoismus gehört? Diesen mußt du schon herauszüchten
oder sonstwie unterdrücken, damit euer rosa System funktionieren
soll.

grüße, rené

Witziger Thread…
Hi Christian,

ich finde es immer wieder göttlich, wie sich unsere „leicht“ verqueren Ideologen immer wieder selbst entlarven…

Warum?
Zum einen, weil sie eigentlich keiner hier davon abhält, in ihrem Umfeld den Kommunismus einzuführen. Sie müssten sich ja nur mit Gleichgesinnten (die gibt es ja hier zu genüge) treffen und loslegen. Und dann könnte sie uns allen beweisen, dass ihr System funktioniert. Aber ich sehe außer Lamoyanz und der Forderung, andere (also wir) sollten voranschreiten auf dem Weg, keinerlei Aktionen. Ziemlich traurig. Und wenn jetzt das Argument käme, dass es ohne uns nicht funktionieren kann, dann haben sie die Unmöglichkeit ihres Ansatzes ja schon „bewiesen“, da es immer ein größere Anzahl von Gegnern geben wird:wink:

Zum anderen, weil ich vermute, dass sie an ihrem Auto, Häuschen etc. sehr hängen, also eigentlich nach dem klassischen edelkommunistischen Anatz agieren (an dem ja bisher jeder Versuch in diese Richtung gescheitert ist): „Was Dein ist, ist mein, was mein ist: Finger weg!“ Denn ansonsten: s. ersteres…

Grüße
Jürgen

Hiho :smile:

Was für das Wesen des Menschen natürlich ist. Das ist die
Elendsverwaltung eines Sozialstaates nunmal nicht.

Was machst du, wenn zum natürlichsten Wesenszug des Menschen
der blanke Egoismus gehört? Diesen mußt du schon herauszüchten
oder sonstwie unterdrücken, damit euer rosa System
funktionieren
soll.

Das sind doch nur Schlagworte, die hier propagiert werden zum Systemerhalt. Es ist unmöglich, dass jeder gegen den Rest der Gesellschaft kämpft.

Gruß
Frank

Hiho :wink:

Das sind doch nur Schlagworte, die hier propagiert werden zum
Systemerhalt.

Nein, glaub ich nicht, daß das nur Schlagworte sind. Bis vor wenigen
Jahren war ich sicherlich selber in der Richtung idealerer Systeme
empfindlich. „Leider“ habe ich an mir persönlich festgestellt, daß
mein ureigener Egoismus dem entgegensteht. „Erst kommt das
Fressen, dann die Moral!“ Das ist so, da können wir ideale Systeme
wälzen bis wir schwarz werden. Oder nimm die Demokratie. Ich
bezeichne mich als Demokraten, und versuche gemäß des
Ausspruches von Voltaire zu leben. Aber im Ernstfall, also wenn alle
Stricke reißen, bin ich überzeugt davon, daß mir meine ganz
persönlichen Interessen wichtiger sind alls alle Ideale. Wenn es
um den eigenen „Ar…“ geht, kannst du demokratische Ideen
vergessen. Und meine persönlichen Bedürfnisse sind größer,
als sie jegliches „Jedem gehört alles“-System jemals zur Verfügung
stellt.

Es ist unmöglich, dass jeder gegen den Rest der
Gesellschaft kämpft.

Selbst wenn nicht jeder gegen den anderen kämpft, es wird
mindestens immer unzufriedene geben und darüberhinaus auch welche,
die sich für ihre ureigensten Bedürfnisse einsetzen. Was willst
du mit solchen Menschen machen?
grüße, rené

Hiho :wink:

Das sind doch nur Schlagworte, die hier propagiert werden zum
Systemerhalt.

Nein, glaub ich nicht, daß das nur Schlagworte sind. Bis vor
wenigen
Jahren war ich sicherlich selber in der Richtung idealerer
Systeme
empfindlich. „Leider“ habe ich an mir persönlich festgestellt,
daß
mein ureigener Egoismus dem entgegensteht. „Erst kommt das
Fressen, dann die Moral!“ Das ist so, da können wir ideale
Systeme
wälzen bis wir schwarz werden. Oder nimm die Demokratie. Ich
bezeichne mich als Demokraten, und versuche gemäß des
Ausspruches von Voltaire zu leben. Aber im Ernstfall, also
wenn alle
Stricke reißen, bin ich überzeugt davon, daß mir meine ganz
persönlichen Interessen wichtiger sind alls alle Ideale. Wenn
es
um den eigenen „Ar…“ geht, kannst du demokratische Ideen
vergessen. Und meine persönlichen Bedürfnisse sind größer,
als sie jegliches „Jedem gehört alles“-System jemals zur
Verfügung
stellt.

Das ist ja das schöne an der bürgerlichen Gesellschaft, was gerade ideal in einen Kommunismus führt. Auf ewig geht es nicht, dass du nur an dich denkst.
Dieses „jedsem gehört alles“ sollte dann begriffen worden sein, wenn dir garnichts mehr gehört und „alles einem“. Dann ist dir dein „Arsch“ so nahe wie eine Revolution.

Es ist unmöglich, dass jeder gegen den Rest der
Gesellschaft kämpft.

Selbst wenn nicht jeder gegen den anderen kämpft, es
wird
mindestens immer unzufriedene geben und darüberhinaus auch
welche,
die sich für ihre ureigensten Bedürfnisse einsetzen. Was
willst
du mit solchen Menschen machen?

Di unzufriedensten sind die, die das meiste Eigentum besitzen. Das ist kein Witz und hat Ursachen.
Ich empfehle bei Bedarf Lektüre von Gerhard Branstner.
Humor hat, wer gleich lacht. Wer zuletzt lacht, lacht allein :smile:

Gruß
Frank

hallo frank,

Das ist ja das schöne an der bürgerlichen Gesellschaft, was
gerade ideal in einen Kommunismus führt. Auf ewig geht es
nicht, dass du nur an dich denkst.

Warum geht das nicht? Ich tue es in großen Bereichen, obwohl
mir durchaus die Konsequenzen systemtechnisch bekannt sind.
Aber das System ist mir in dem Moment nicht so wichtig. Solange
ich innerhalb dieses Systems zurechtkomme, soll es mir nur
recht sein. Ich bin nicht auf der Erde, um meine ganze Lebensenergie
darin zu verpulvern, ein ideales System für alle und jeden aufzubauen.
Zumal die nachwachsenden Generationen die Früchte meiner Arbeit
wieder zerstören. Der Nachwuchs wächst nämlich mit einem natürlichen
Drang auf, sein persönliches Eigentum zu mehren. Habe ich also
mit viel Müh und Not den Großteil der erwachsenen Bevölkerung
„erzogen“, kommen deren Hosenscheisser in die Welt und unterwandern
meine Arbeit. Dafür ist mir mein Leben zu schade. Und daher meine
Frage:„Was machst du mit Leuten, die permanent gegen dein System
arbeiten?“ Willst du sie ausgrenzen, willst du sie operieren, was willst du
machen? Oder glaubst du, daß natürliche Triebe in keinster Weise
für unsere heutige Lebenssituation verantwortlich sind?

Dieses „jedsem gehört alles“ sollte dann begriffen worden
sein, wenn dir garnichts mehr gehört und „alles einem“. Dann
ist dir dein „Arsch“ so nahe wie eine Revolution.

Nein, in diesem System wird es Dinge geben, die nicht geleistet
werden können, weil der Großteil der Bevölkerung faul und träge
wird. Genau so, wie es Menschen gibt, die die Ellenbogen rauspacken,
genauso gibt es viele Menschen, die apathisch und gelangweilt werden,
wenn sie sich um nichts mehr kümmern müssen. Schau dir den
Durchschnittsarbeitnehmer an. Genau diese Einstellung die in dieser
Schicht vorherrscht, wird in deinem postulierten System zum totalen
Kollaps führen.
grüße, rené

diskussion ideologen nicht sinnlos
Hallo datafox,

ich denke nicht, daß solche Diskussionen sinnlos sind. Der Streit von Ideologien ist nunmal einer Streit von Ideen, und diese sind nunmal (erfreulicherweise) individuell. Doch ohne Ideen und das Abklopfen dieser auf ihre Umsetzbarkeit würden wir uns nicht weiterentwickeln.
„Der Mann mit einer neuen Idee ist ein komischer Kauz. Bis die Idee sich durchsetzt.“ (Mark Twain)

Du sagtest ja selber, daß zum Beispiel beim Kibuz der „störende“ Faktor der Mensch war. Dennoch fragen sich diese Menschen doch, wieso das so war. Sie denken über die Fehler nach und wie es zukünftig besser gemacht werden könnte. Niemand ergibt sich seinem Schicksal und findet nach einem Scheitern plötzlich alles toll.

Ich denke, wir Menschen reifen, doch unser Bewußtsein ist zur Zeit nicht in der Lage, sich von Besitzstandstreben und Machtentwicklung zu lösen. Dies hängt aber eng mit den gesellschaftlichen Verhältnissen zusammen, die ein solches Denken von uns einfordern, um in diesem System existieren zu können.

So wie der Mensch in den vergangenen tausenden von Jahren sich in und von Gesellschaftsform zu Gesellschaftsform weiterentwickelte, so wird das auch in den nächsten Jahrhunderten sein.
Und eines Tages wird er reif sein für eine Gesellschaft der freien und gleichberechtigten Individuen.
Jeder (gescheiterte) Versuch auf diesem Weg macht uns reifer und gelehrter.

Gruß
RaRo

hallo frank,

Das ist ja das schöne an der bürgerlichen Gesellschaft, was
gerade ideal in einen Kommunismus führt. Auf ewig geht es
nicht, dass du nur an dich denkst.

Warum geht das nicht? Ich tue es in großen Bereichen, obwohl
mir durchaus die Konsequenzen systemtechnisch bekannt sind.
Aber das System ist mir in dem Moment nicht so wichtig.
Solange
ich innerhalb dieses Systems zurechtkomme, soll es mir nur
recht sein. Ich bin nicht auf der Erde, um meine ganze
Lebensenergie
darin zu verpulvern, ein ideales System für alle und jeden
aufzubauen.

Braucht auch niemand, das entwickelt sich. Dieses System hier führt direkt in die Versklavung. Hartz IV ist nur ein bescheidener Anfang.

Zumal die nachwachsenden Generationen die Früchte meiner
Arbeit
wieder zerstören. Der Nachwuchs wächst nämlich mit einem
natürlichen
Drang auf, sein persönliches Eigentum zu mehren.

Das stimmt nicht. Komm vorbei und schau dir die Jugend hier an. Im Gegenteil haben die keinerlei Interesse an Eigentum. Schon garnicht, was über das persönliche Wohlbefinden hinausgeht.

Habe ich also
mit viel Müh und Not den Großteil der erwachsenen Bevölkerung
„erzogen“, kommen deren Hosenscheisser in die Welt und
unterwandern
meine Arbeit. Dafür ist mir mein Leben zu schade. Und daher
meine
Frage:„Was machst du mit Leuten, die permanent gegen dein
System
arbeiten?“

Solange machen wir Kapitalismus, bis Leute wie exc oder Koordinator selbst nach Revolution schreien. Bis es der letzte begriffen hat.

Willst du sie ausgrenzen, willst du sie operieren,
was willst du
machen? Oder glaubst du, daß natürliche Triebe in keinster
Weise
für unsere heutige Lebenssituation verantwortlich sind?

Was sind natürliche Triebe und was wurde durch Propaganda anerzogen?
Spätestens wenn du essen und terinken willst und dir die Sttlichkeit eines menschlichen Daseins gönnen möchtest, beginnen sie ja. Wenn es dir hier nicht gewährt wird, fängst auch sicher du an, darüber nachzudenken.
Rein demokratisch: wenn 2/3 der Bevölkerung dafür sind, muß sich der Rest unterordnen.

Eine Story dazu: Letztes Jahr war ein Mädchen aus der Pfalz samt Tochter und Hund bei mir. Eine erzbürgerliche Region. Der Hund galt als doch recht schnell aggressiv, bei der Tochter wurde Autismus vermutet.
Hier angekommen wandelte sich der Hund zum Schoßhundchen, der neben mir noch nicht mal einen Fahrradfahrer anging, und die Tochter wollte nicht mehr weg, konnte keine 5 Minuten ihre Klappe halten :smile: Also das ganze Gegenteil von Autismus.

Wieso war das so? Die Menschen sind hier definitiv anders.

Dieses „jedsem gehört alles“ sollte dann begriffen worden
sein, wenn dir garnichts mehr gehört und „alles einem“. Dann
ist dir dein „Arsch“ so nahe wie eine Revolution.

Nein, in diesem System wird es Dinge geben, die nicht
geleistet
werden können, weil der Großteil der Bevölkerung faul und
träge
wird. Genau so, wie es Menschen gibt, die die Ellenbogen
rauspacken,
genauso gibt es viele Menschen, die apathisch und gelangweilt
werden,
wenn sie sich um nichts mehr kümmern müssen. Schau dir den
Durchschnittsarbeitnehmer an. Genau diese Einstellung die in
dieser
Schicht vorherrscht, wird in deinem postulierten System zum
totalen
Kollaps führen.

Das liegt an der Ausbildung. Stimmt auch nur für den Westen, im Osten nicht.
Vergleiche das aber nicht mit einer DDR. Dort waren die Menschen noch sehr „bürgerlich“. Aber 14 Jahre BRD haben das bewirkt, wohin die Partei die Leute 40 Jahre lang gern erziehen wollte.
Warten wir einfach nochmal ein, zwei Jahre. Was auf keinen Fall kommen darf, ist eine politische Revolution. Wir reden hier von einer sozialen, die für JEDEN in diesem Land Vorteile bringt. Sicherlich gibt es da auch Probleme. Aber mit Sicherheit weitaus geringere als hier.
Nur in D ist das eh nicht möglich. Zeitgleich kann das nur in ganz Europa, Nordamerika, China, Russland und Indien passieren. Südamerika ist eh schon halb Richtung Kommunismus gekippt, in Indien, Russland und China (naja, kommt noch) sehe ich Null Probleme. selbst in Nordamerika gibts schon richtig Stress gegen das Regime.
Es ist halt eine natürliche Entwicklung.

Gruß
Frank

Brav gesprochen …
… aber gesellschaftliche Entwicklung nicht verstanden.

Hallo Jürgen,

natürlich haben die Edelkommunisten ein Auto und Häuschen.
So wie von Humboldt adlig war und für Volksbildung eintrat. So wie Engels Kapitalist war und für die Überwindung des Kapitalismus eintrat.

Wenn gesellschaftliche Umbrüche unmöglich sind, wieso gab es dann eine frühkapitalistische Revolution?

Ich denke, statt hier die Polemikkeule auszupacken, wäre ein Blick in die Geschichtsbücher und, noch erfreulicher, die Bücher von Kant, Hegel, Marx etc. zweckdienlicher.

Gruß
RaRo