Tach auch!
schlicht und einfach wollte ich feststellen, dass ich keinen
rationalen/vernunftgesteuerten Grund erkenne, mit deutlich
mehr als zB 130km/h über die BAB zu fahren.
Meiner Ansicht nach wird derart schnell nur des Spaßes wegen
gefahren: um sich den „Kick“ (Nervenkitzel) zu geben, um sein
Ego zu erhöhen.
Da liegst Du falsch.
Mein Ego ist auch bei 120 Km/h schon groß genug… ,-)
Eine allzu menschliche Verhaltensweise, von der ich mich
nicht freisprechen kann und will. Aber ich glaube ehrlich
genug zu sein, mir das einzugestehen.
Das Argument, nach oben offene Geschwindigkeiten fahren zu
dürfen und zu können, sticht nicht angesichts des idR nur
marginalen Zeitgewinns. Viel mehr Zeit kann man zB durch ein
besseres Zeitmanagement einsparen.
Das übliche Argument, welches meist nicht greift.
S. meine Beispiele.
Ich fahre auch desöfteren bei Regen schnell und lebe noch…
Schön für dich, dass du offensichtlich noch nicht die
Erfahrung machen musstest: Überproportional zur
Geschwindigkeit und des Nässegrades der Fahrbahn steigt das
Unfallrisiko.
Das Risiko steigt mit abnehmender Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.
Mit der Umwelt hat das schnelle Fahren nichts zu tun.
Doch. Mit höherer Geschwindigkeit geht unvermeidlicherweise
ein höherer Spritverbrauch einher. Der Luftwiderstand steigt
quadratisch, entsprechend der dafür erforderliche
Energieaufwand. Ein evtl günstigerer Wirkungsgrad des Motors
im höheren Drehzahlbereich kann das nur leicht abschwächen,
jedoch keineswegs kompensieren.
Das ist die graue Theorie.
Für die Umwelt insgesamt ist es völlig uninteressant, ob ein paar Deutsche nun 130 oder 160 fahren.
Da wäre es schon deutlich spannender, zunächst alle Gebäudeheizungen, die älter als 20 Jahre sind, zu sanieren.
Mein Passat braucht bei Dauervollgas in umlimitierten
bereichen sowie stets „20+“ bei Limits gerade ienmal 7 L / 100
Km an Diesel.
Und bei max 130km/h signifikant weniger, also auch besser für
die Umwelt.
s.o.
Da braucht Opa Hermann mit seinem Mercedes 200 auch bei 110 Km/h noch mehr…
Das widerspricht meiner Erfahrung. Mit einem 190D
(Haifischflosse), bei dem angesichts 45 PS bei 115 km/h sich
das Ende der Fahnenstange abzeichnete, waren mehr als 7
ltr/100km kaum drin.
Ein ähnliches Modell fuhr ein Freund von mir bis vor Kurzem. Ponton Diesel, Bj. ca. 1955. 10-11 L / 100 Km.
Will aber nicht in Tiefe erläutern, wie das zustande kommt
(Wirkungsgrad des Motors, Leistungsangebot, Fahrzeuggewicht).
Das liegt dann allerdings an den Spurwechsel-Stuntmen.
Und davon gibt es unvermeidlicherweise umso mehr, je größer
die Spreizung der gefahrenen Geschwindigkeiten ist.
Das stimmt. Manche kann aber wieder zurückscheuchen, indem man möglichst lange auf dem Gas belibt und die vorhandenen Frontlampen intensiv nutzt…
)
In den NL und der Schweiz, wo man nur 120 fahren darf, sind
es zwischen 5,6 und 6,2 Litern.
Da braucht mein Passat 4,3 L.
Umso mehr müsstest du dann für ein 120km/h-Limt plädieren.
Wieso?
Ich weiß, dass der deutsche Autoverkehr insgesamt einen nicht allzu großen Einfluss auf die Umwelt hat und es somit vollkommen unerheblich ist, ob ich nun 120 oder 200 fahre.
Ferner interessieren mich die Spritkosten nicht sonderlich, sie sind ein Bestandteil meines Gehaltes.
Fahre ich in D mit Richtgeschwindigkeit, schaffe ich 2-3
Termine weniger in der Woche und spüre das an meinem
Einkommen.
Hast du das für dich dokumentiert/aufgeschrieben, ob und
wieviel Minuten du da wirklich gewinnst ? Oder ist’s eher
gefühlt.
Locker kalkuliert.
10 - 100 min. Zeitersparnis / Tag. Im Schnitt würde ich 20 min. annehmen.
150 Tage on the road.
Entspr. 2 Tagen.
Fast jeder Verkehrswissenschaftler wird dir widersprechen.
Ich fürchte, diese Leute fahren nicht genügend mit dem Auto, um das beurteilen zu können. Sonst würden deutlich weniger Tempolimits empfohlen…
Auch wenn du unten einige (singuläre) Beispiele anführst.
Der Zeitgewinn einer Fahrt mit zwischenzeitlichen 200km/h
gegenüber weitgehend konstant 140km/h ist wahrhaftig nicht
erhebend.
S.o.
Manche haben viel Zeit, andere nicht.
Alle haben gleichviel Zeit, 24h/Tag. Wann jedoch unser
individuelles Zeitkonto aufgebraucht sein wird, dass wissen
wir zum Glück nicht.
Das ist mir dann doch zu philosophisch, da ich deutlich fremdgesteuert arbeiten muss.
München - Hamburg …
mit etwa 800km eine schon untypisch lange Strecke
Für mich sind 400 - 600 Km am Tag zzgl. 8h Arbeit völlig normal.
Volvo 140 km/h 7,5 Stunden
Da bist du aber oft und lange genug deutlich unter den 140
geblieben. Weiss der liebe Himmel, warum.
Keine Lust zu rasen, ab 160 Km/h exorbitanter Spritverbrauch, viel Zeit da Privatfahrt.
Das gibt´s auch bei mir. Wen ich mit meiner Familie im Ford Nugget in den Urlaub fahre, liegen meist 140 - 150 Km/h an. 160 wären möglich, 180 mit Chiptuning, welches ich gar nicht benötige.
Mit meinem letzten Mercedes schaffte ich die Strecke mit zügiger Fahrt wie oben beschrieben in 5 h.
Einen rechnerischen Schnitt von 160km/h bekommst du nur hin,
wenn die BAB zufälligerweise über lange Strecken absolut frei
war und du die Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierst.
Das geht ganz locker. Morgens um 2 los, wo es keine Limits gibt 230 Km/h, sonst 20+.
Ich persönlich empfinde das Fahren in diesen Ländern als
extrem anstrengend. Schon nach 2h droht mir bei dem Gegondel
der Sekundenschlaf.
Das zeigt doch sehr schön, dass du den o.a. „Kick“ suchst.
Nein, ich bin einfach zügiges Fahren gewohnt. Den „Kick“ erreiche ich nur selten, da mein Alltagsauto gerade mal echte 200 Km/h schafft. Das ist für mich entspannt und erlaubt nebenbei noch Telefonate…
Vielleicht klappt es mit dem Tempolimit bei der nächsten
Regierung.
Da möge Gott vor sein.
Auch der wird mal ein Einsehen haben.
Nein, ich habe gehört, er steht auf Triumph. Jesus fuhr ja auch mit Triumph gen Himmel und die Marke ist nicht unbedingt für langsame Fahrzeuge bekannt… 
Noch nie hat es einer geschafft, mir vernünftig zu erklären,
warum eine freie Fahrt besser sit als ein Tempolimit.
Zeitersparnis,
dem widerspricht die Erkenntnis der Verkehrswissenschaft : je
geringer die Streuung der gefahrenen Geschwindigkeiten ist,
desto höher ist die erzielte Durchschnittsgeschwindigkeit
aller Verkehrsteilnehmer .
s.o.
selbstbestimmte Reiseplanung,
Auch mit einem Speedlimit wäre die Reiseplanung
selbstbestimmt. Sind die Verkehrsteilnehmer zB in den USA
nicht selbstbestimmt in ihrer Planung ?
Nein, sie fliegen besser, da man mit dem Auto dort auf langen Strecken nicht in den gang kommt.
Sekundenschlafvermeidung,
Also : alle sollten deswegen möglichst schnell fahren ?
Ja, das steigert die Aufmerksamkeit und die Sensibilisierung für die Gefahr.
Und wenn du ehrlich bist: auch bei 200km/h hast du schon mal
deinen Sekundenschlaf gehabt. Nur bist du in der Sekunde
deutlich schneller im „Abseits“.
Nein, ich hatte ihn mal bei 130. War ein übler Unfall. Seitdem fahre ich ieber wieder schneller, das langsame Auto war danach sowieso Schrott.
War ein Versuch. Hat nicht funktioniert.
Freude am Fahren.
Das stimmt, und nur das.
u.a.
In den USA werden gerade Porsche und Co. besonders gut
verkauft - trotz Tempolimits.
Ja. Als Statussymbole.
Und auch für uns gilt dieses Strickmuster.
Nein, ich fuhr die schnellen Autos nur, um schnell zu fahren.
Mein nächstes Alltagsauto wird auch wieder etwas fixeres. Dauernd Vollgas zu fahren geht zu sehr aufs Material, ich werde ein auto kaufen, das bei 220 auf Halbgas dreht… 
Gruß,
M.