Hallo Carlos!
Generell gilt heute in der deutschen aufgeklärten
Gesellschaft, nur ein ethisches Gebot, daß sich immer mehr
durchsetzt:
„Es ist alles erlaubt, es sei dem man fügt einem anderen
Menschen gegen seinen Willen Schaden zu.“
Wenn man dieses Pradigma zu Grunde legt, kann man nichts gegen
eine homosexuelle Beziehung einwenden. Auch eine promiskutive
Lebensweise ist in Ordnung.
Wenn der eine Partner dann sauer ist, weil er verlassen wird,
fehlt ihm einfach nur die entsprechende Reife.
Diese Argumentation hat nichts mit dem zu tun was ich zu sagen beabsichtigte.
In dem biblischen Glauben gibt es aber eine Reihe von Geboten
und Verboten die nichts mit den Mitmenschen zu tun haben, oder
mit der eigenen Gesundheit. Sondern sie beziehen sich direkt
auf die Beziehung des Gläubigen zu Gott.
Ich habe auch ohne diese Gebote eine Beziehung zu Gott.
Moderne Christen sprechen zwar von Nächstenliebe, vergessen
aber einen extrem wichtigen Aspekt, nämlich die Liebe zu Gott
-> Matthäus 22:35-40
Eines läßt du hier eigentlich völlig außer Acht: die Liebe zu sich selbst.
Letztendlich führt dies dazu, daß alle Gebote, die sich nicht
auf den Mitmenschen beziehen und nicht zum neuen Paradigma
passen einfach vergessen werden.
Beispiel: Da gab es doch so ein Gebot, daß man sich keinen
Götzen beschaffen sollte.
Soweit ich weiß, geht es nicht um die BESCHAFFUNG von Götzen, sondern um die VEREHRUNG von Götzenbildern. Wenn unser beider Gottesbild auch noch so verschieden sein mag, das Gebot keine Götzen zu verehren hat auch für mich eine tiefe Bedeutung. Sie eine solche Figur zu beschaffen bedeutet aber nicht automatisch, sie zu verehren. Es mag auch Respekt vor dem Kunsthandwerk einer anderen Kultur ausschlaggebend sein.
Welcher Christ würde sich ernsthaft
Gedanken machen, ob es angebracht ist, sich beim
Thailandurlaub einen lachenden Buddha als Souvenir
mitzubringen.
Buddhafiguren können per definitionem keine Götzen sein, weil Buddha ein realer Mensch war, dessen heutige Darstellung an ihn und Seinesgleichen erinnern soll. Wenn er als Götze verehrt wird, so liegt das an der betreffenden Person, nicht an der Figur.
Das ein Christ dort nicht zu einer minderjährigen
Prostituierte geht, und an ihrer Ausbeutung Teil hat, ist aber
für alle verständlich.
Für mich ist das selbstverständlich, aber für einige, die sich als Christen bezeichnen ist es das sicher nicht.
Ich glaube schon, daß Beziehungen es wert sind, ernst genommen
zu werden. Aber oft wirken soviele Dinge zusammen, daß es den
Beteiligten nicht möglich ist, die Beziehung zu erhalten.
Bleiben sie doch zusammen ist das oft katastrophal.
Da sind zwei Menschen, die sich irgendwann mal so sehr geliebt
haben, daß sie ein Leben lang zusammenleben wollten. Nach
einer Weile empfinden sie den Lebenspartner als dermaßen
unerträglich, daß ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist.
Ich behaupte mal dreist, daß ein zusammenleben von zwei
Menschen, die sich ernsthaft bemühen und die eigenen Wünsche
unter denen des anderen stellen, immer möglich ist.
Im idealfall. Aber bis sie sich wieder vertragen, wieder lieben, wenn sie schon in einer Krise sind, kann es sehr lange dauern. Überleg dir mal wer darunter aller leiden könnte!
Bei Wunschzurückstellungen zieht leider meist einer den Kürzeren.
Genetisch veranlagt ist auch Jähzorn für mich nicht.
Doch!
Zorn nicht; Temperament hat auch was mit Veranlagung zu tun, aber „Jähzorn“ ist kein konstituierender Bestandteil eines Temperamentes. Hang zu Jähzorn statt zu Apathie schon, aber das ist nicht dasselbe.
Manchmal schadet Zorn übrigens nicht. Würde man ihn sofort, im
Moment seiner Entstehung äußern und zeigen, und das immer,
aber frei von jeglicher körperlicher Gewalt, so hätte er auch
kaum schlimme Folgen - oft im Gegenteil.
Gänzlich falsch. Frage mal einen Arzt welche folgen Jähzorn
auf die Herzkranzgefäße hat.
Nicht frei geäußerter Zorn verursacht Krankheit, sondern Unterdrückter Zorn, oder Probleme die durch Verdrängung ein dauerndes nicht „rationales“ Zorngefühl erzeugen, welches ohne als hysterisch bezeichnet zu werden nicht gezeigt werden kann.
Außerdem verletzt man mit einem
Zornausbruch auch immer seine Mitmenschen.
Überlege folgendes: Ist Zorn denn jemals wirklich gegen eine Person gerichtet? Oder nicht doch vielmehr gegen eine Handlung?
Wenn letzteres der Fall ist, wie ich glaube, ist es besser den Zorn auch zu äußern, denn sonst mag er nach längerer Unterdrückung umschlagen in Haß auf eine PERSON. Und der leuchtet mir als „Sünde“ ein.
Ich habe DREI verschiedene Beispiele dafür gebracht, daß die
Existenz von Neigungen nicht ihr Ausleben rechtfertigt. Und
bei keinem Beispiel auch nur angedeutet, es wäre der
Homosexualität verwandt.
Ich finde bezeichnet, daß ihr beide euch an der Erwähnung von
Pädophälie aufhängt (Reflex). So clever, daß ich Homosexuelle
nicht mit Jähzornigen Menschen gleichgesetzt habe wart ihr
auch noch.
Vielleicht weißt du das nicht, aber auf amerikanischen Sites ist diese hirnlose Gleichsetzung gang und gebe. Besonders klar gemacht hast du ja nicht, daß du diese Gleichsetzung NICHT beabsichtigst. Soweit ich mich erinnere bezeichnest du beides als Sodomie, oder?
Was das Thema Gewalttätigkeit betrifft. Ich nehme an, ihr
findet sie in Ordnung, wenn sie zwischen erwachsenen Menschen
mit voller Zustimmung ausgeübt wird (SM)
.
Ja, denn „GEwalttätigkeit“ untervoller Zustimmung gibt es nicht. Es gibt Gewalttätigkeit und es gibt SM. Und es gibt noch vieles andere auf der Welt.
Gruß
Barbara