Wie steht die Kirche zu den Verfassern der Bibel?

Hallo Raimund

Auch wenn „Anbetung“ im weitesten Sinne, beginnend vielleicht bei offizieller Verehrung, verordnet ist, ändert es nichts an der Tatsache, dass einem Götzen gehuldigt wird.
Du hast Recht, auch Diana hatte und hat heute noch diesen Götzenstatus. Wenn ich nur an die Menschenmassen denke, die weinend der Beerdigung zugesehen haben. An ihrem Todestag war ich bei einer bekannten Familie, um bei Renovierungsarbeiten zu helfen. Wir mussten die Arbeiten abbrechen, weil die Frau hemmungslos weinen musste, als sie die Nachricht über Dianas Tod hörte. Ich dachte wirklich, ich bin im falschen Film. Den Rest gab es mir dann, als ich 14 Tage später wieder hinfuhr, und die Frau dann weinen musste, weil sie durch mich immer wieder an Dianas Tod erinnert wurde. Ist das ein Verhalten, dass man guten Gewissens NICHT Götzendienst nennen kann?

>Schade, es gibt hier sehr schöne Kunstwerke! Ich glaube auch, Du hast noch nicht den Sinn von Kunst verstanden! Schade! Aber jeder muss mit seiner Überzeugung glücklich werden.

Ich weiß die Schönheit von Kunstwerken durchaus zu würdigen, aber ich sehe auch die Gefahren, die in den denkmalartigen Darstellungen von Menschen stecken. Ich lebe aber auch ganz gut mit meinen Bildern von Miro und Kandinsky, Hundertwasser und Dali. Mir fehlt nichts, wenn ich keine menschlichen oder „göttlichen“ Abbildungen habe.

mfg Sylvia

Hallo, Sylvia,

Ist das ein Verhalten, dass man guten Gewissens NICHT Götzendienst nennen kann?

Nein! Ich halte diese Bezeichnung als zu hart! Gefühlsduselei, Geschmacksverirrung… aber Götzendienst??? Dann müsstest Du auch Dein Geld abgeben! (hat das Jesus nicht auch von einem verlangt, der ihm als Jünger folgen wollte?)

Ich weiß die Schönheit von Kunstwerken durchaus zu würdigen,
aber ich sehe auch die Gefahren, die in den denkmalartigen
Darstellungen von Menschen stecken. Ich lebe aber auch ganz
gut mit meinen Bildern von Miro und Kandinsky, Hundertwasser
und Dali. Mir fehlt nichts, wenn ich keine menschlichen oder
„göttlichen“ Abbildungen habe.

Sind doch auch schöne Kunstwerke (Kandinski und Dali sind mit meine Lieblingsmaler, aber auch Hundertwasser ist ganz hervorragen!)! Ich will hier gar nicht gewichten, welches das bessere ist. Und ich will auch gar nicht kritisieren, wenn jemand ohne Kunstwerke leben will. Es wäre zwar schade, aber das muss jeder mit sich selbst abmachen. Wie heißt das Sprichwort: „Katz´ frist Mäus´, ich mags nicht!“

Vor einiger Zeit kam ich in die Wohnung eines sehr rechts Eingestellten. Das erste, was mir auffiel: auf der Kommode, inmitten von Blumen: eine Broncebüste von Hitler. Als ich (vorsichtig = ist ja einer meiner Kunden) nachfragte, bekam ich heraus, warum er die so auffällig hinstellt. Ihm ist es nicht bewusst. Aber ich glaube, es herausbekommen zu haben: aus Protest, um andere herrauszufordern, zu schocken.
Dieser Mann ist zwar Anhänger Hitlers, doch auch ihn würde ich nicht als Anbeter bezeichnen.
Doch wenn Du auch diese Form als Anbetung bezeichnest, dann müssten wir viele, viele uns angenehme Gegenstände aus unserem täglichen Gebrauch entfernen!
Dann muss ich mich auch Götzendiener nennen: ich bewundere das Können vieler Maler und Bildhauer, vieler Schriftsteller, vieler Philosophen, vieler Religionsgründer (Jesus, Paulus, Mohammed, Buddha…), spiele zwischendurch mal Lotto, bewundere meinen Sohn (ich hoffe er merkt es nicht) usw. Aber ich bete niemanden an!

Herzliche Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

danke für deine Stellungnahme, aber mir ist in deinem Beitrag etwas sehr bitter aufgestoßen:

Vor einiger Zeit kam ich in die Wohnung eines sehr rechts
Eingestellten. Das erste, was mir auffiel: auf der Kommode,
inmitten von Blumen: eine Broncebüste von Hitler. Als ich
(vorsichtig = ist ja einer meiner Kunden) nachfragte, …

Du fragst VORSICHTIG nach? Bei einem NAZI? Du willst ihn als Kunden nicht verlieren? Und wenn ich verhungern müsste, mit solch einem Mann würde ich keine Geschäfte machen!! Was anderes als Anbetung des Geldes ist es, wenn man schweigt, um auch noch bei einem Geschäft mit einem Nazi Geld zu verdienen? Es sei denn, du teilst seine Gesinnung.

mfg Sylvia

hallo, Sylvia,
ich bin kein Fanatiker und klein Weltverbesserer. Wenn das seine meinung ist, soll er so denken.
Ich müsste sonst die Mehrzahl meiner Kunden ablehnen. Ich frage nicht nach seiner politschen Korrektheit! Ich erlebe extrem Linke und extrem Rechte. Hier bin ich Demokrat und lass´ ihm seine Meinung. Außerdem ist mir das Wohlergehen meiner Familie wichtiger! Also mache ich einen Abschluss und habe wieder Geld meine Familie zu ernähren.
Es ist mir sowas von Jacke wie Hose, an was jemand glaubt! Relígiös wie politisch gemeint!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund!

Du verwunderst mich immer wieder. Einerseits find ich etliche deiner Antworten sehr interessant (und warte ja auch noch auf eine), aber andererseits erschreckst du mich. Wie kann dir denn egal sein, wenn jemand an einen derart wahnsinnigen Massenmord glaubt, oder, besser gesagt: nicht glaubt, daß es den Holocaust gegeben hat (österreichische Variante des Neonazismus?)? Wie?

Barbara

hallo, Barbara
auch wenn Du jetzt von mit enttäuscht bist: mir ist es vollkommen gleichgültig, ob er daran glaubt oder nicht! Außerdem hat er nicht gesagt, dass er nicht daran glaubt! Ich habe geschrieben, dass er eine Hitlerbüste auf der Kommode stehen hat, mitten in Blumen. Daraus ist zwar zu schließen, wie er darüber denkt… doch ist das nur eine Vermutung. Mach nie den Fehler, dass Du über jemanden urteilst, nur auf grund von Vermutungen!
Dazu kommt, dass ich mit diesen Vorkommnissen nichts tu tun hatte und es mir nachgerade auf den Keks geht, es täglich auf´s Brot geschmiert zu bekommen.
Wie ich Dir schon sagte: ich bin kein Weltverbesserer! Die Zeit ist bei mir vorbei! Mit 20 wollte ich noch die Welt nach meinem Verständnis für Gut und Böse formen! Bis ich merkte, dass die Welt kein Interesse daran hat. Und außerdem die Begriffe von Gut und Böse im permanenten Wandel begriffen sind. Selbst bei den Religionen!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Paul Spiegel, der Präsident des ZJD sagte heute (sinngemäß):

Die Weimarer Republik ist nicht an zu vielen Rechten zugrunde gegangen sondern an zu wenigen Demokraten.

mfg Sylvia

hallo, Sylvia

er hat nur die halbe Wahrheit gesagt! Die ist allerdings passender für seine Rede gewesen! Er ist nun mal ein guter Rethoriker!

die WR ging aus verschiednen Gründen kaputt:
ich will nicht alle aufzählen, es wäre eine Doktorarbeit.
Durch das Versailler Diktat (und der teils einseitigen Auslegegung Frankreichs, das auf Landraub aus war) waren nationale Gefühle bis zum äußersten gespannt. Ganz Deutschland fand sich ungerecht behandelt und geknebelt. Gleich wer hier gekommen wäre, wer diese am wirkungsvollsten ansprach, hatte Zulauf.
Die Witschaftslage (unter anderem durch die Annektionspolitik Frankreichs) war katastrophal. die Arbeitslosen und Hungernden (wir können uns heute garnicht mehr vorstellen, dass argeitslos sehr oft mit hungern zu tun hatte) versammelten sich zu Sprechkören auf der Straße (Hunger…Hunger…Hunger…). Die Regierungen wechselten öfter als der Mann auf der Straße sein Hemd. In so einem Umfeld kann das zarte Pflänzchen Demokratie nicht gedeihen! Es muss eingehen! Jeder der hier Abhilfe verspricht, wird gewinnen. Die SPD der damiligen Zeit hatte bewiesen, dass sie unfähig war, die Zentrumsparteien ebenfalls. Hier hatten nur zwei eine Chance: die Nationalen oder die Linken (Kommunisten). Bevor diese an die Regierung kam, hat Hindenburg dem „Gefreiten“ (wie er ihn mal abfällig nannte)die Regierung übergeben incl. besonderer Befugniss. Durch verschiedene Massnahmen, schaffte Hitler es, dass die Bevölkerung überzeugt war, den richtigen zu bekommen. Das Ergbenis war die Wahl 1933. Übrigens eine demokratische Wahl!
Hat also nichts mit unserem Thema zu tun: war ein Fehlschuss von dir!

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Paul Spiegel auf eine gute Rhetorik zu reduzieren ist schon eine ziemliche Dreistigkeit, aber dein Geschichtsbewusstsein lässt es mir kalt den Rücken runter laufen. Weiterhin gute Geschäfte.

Sylvia

kannst du mein Geschichtswissen widerlegen?
Wo ist hier ein Fehler und wo eine lüge?
Sollte es so verstanden worden sein, dass ich ein Gegner der Franzosen bin(weil,ich von deren damaligen Annektionsgelüsten sprach): ich fühle mich sauwohl bei den Nachbarn. Und komme mit ihnen bestens aus!
Und, und jetzt schreien einige Protest. ich wäre froh, Napoleon hätte ein Frankreich gründen können, das vom Atlantik bis nach Russland gereicht hätte: Europa wäre viel Leid erspart geblieben. Unter anderem 2 Weltkriege! Wir hättenhalt als muttersprache heute Französisch! Was solls?

Grüße
Raimund

Noch etwas: was ist so disqualifizierend an der kunst der Rethorik? Habe ich ihn damit beleidigt?
Also, als seine Heiligkeit werde ich ihn mit Sicherheit nicht anreden! Und als Nichtheiliger muss er sich schon Kritik gefallen lassen! Auch wenn es seit Jahren üblich ist, die Worte des Vorsitzenden als Dogma und der Weisheit letzten Schluss zu akzeptieren!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund

Noch etwas: was ist so disqualifizierend an der kunst der
Rethorik? Habe ich ihn damit beleidigt?

Es ist nicht notwendig, mir die Worte in der Tastatur zu verdrehen, weil ich deshalb nicht unsachlicher werde :wink:.
Du hast ihn auf „nur rhetorische Fähigkeiten“ reduziert, das hatte mich gestört.

Also, als seine Heiligkeit werde ich ihn mit Sicherheit nicht
anreden!

Dagegen würde er sich als Jude bestimmt mit Händen und Füßen wehren. Man muss aber auch nicht so tun, als sei er nur wegen seines Postens ein Mann, dem man zuhören kann. Er hat - ganz abgesehen von seinen rhetorischen Fähigkeiten - auch wirklich etwas zu sagen. M.E. sagt Paul Spiegel mit einem Satz mehr, als manche Menschen in langen Abhandlungen über Geschichte.

Zu deiner Geschichtsabhandlung: Sie enthielt wenig Fakten und viel Meinung, und die Meinung darin teilt nicht jeder mit dir. Ich gehe aber nicht weiter darauf ein, weil ich nicht beabsichtige, deine Meinung zu ändern. Dazu ist das Medium Internet nämlich denkbar ungeeignet.

Und als Nichtheiliger muss er sich schon Kritik
gefallen lassen!

Ich bin sicher, dass er Kritik nicht zu fürchten braucht.

Auch wenn es seit Jahren üblich ist, die
Worte des Vorsitzenden als Dogma und der Weisheit letzten
Schluss zu akzeptieren!

Das sehe ich anders. Ich schätze Spiegels Kompetenz, aber er ist für mich nicht der „jüdische Papst“.

mfg Sylvia

Hallo, Sylvia

Zu deiner Geschichtsabhandlung: Sie enthielt wenig Fakten und
viel Meinung, und die Meinung darin teilt nicht jeder mit dir.
Ich gehe aber nicht weiter darauf ein, weil ich nicht
beabsichtige, deine Meinung zu ändern. Dazu ist das Medium
Internet nämlich denkbar ungeeignet.

Das sehe ich zwar anders, würde aber hier den Rahmen sprengen. Ich empfehle Dir folgendes Buch zu lesen:
Deutsche Geschichte, -Republik und Diktatur- 1918 bis 1945. Herausgeber: Bertelsmannverlag.
Wenn Du das gelesen hast, wirst Du feststellen, dass ich keine „Meinung“ verbreitet habe, sonder geschichtliche Fakten! Auch wenn sie nicht in Deinen Kram passen! Und diese, wie Du es nennst Meinung ist nicht nur meine, sondern die ganz offizielle der USA (einer der Siegermächte und gegen den Versailler-Vertrag! Ebenso England).
Aber lassen wir das, ich will niemanden missionieren.
Wenn dich Geschichte interesiert, solltest Du eine andere Rubrik besuchen!

Das sehe ich anders. Ich schätze Spiegels Kompetenz, aber er
ist für mich nicht der „jüdische Papst“.

Kommt mir aber so vor! Sollte ich das falsch verstanden haben, Entschuldigung!

Grüße
Raimund