Wie verklagt man einen Pharmakonzern?

wenn man so schlimme Absetzbeschwerden von dem Medikament hat, dass Arbeiten überhaupt nicht mehr möglich ist (trotz der minimalsten reduktion der dosis -arzt weiß keinen rat mehr) und bei normaler Einnahme des Medikaments ebenso starke Beschwerden hat (Dauerschwindel, Übelkeit, Schlafstörungen, also dringend davon runter muss)

Viele Grüße

BABSI

Entschuldige, aber was können wir für die aktuelle Rechtslage? Du kannst nur jemanden verklagen, der etwas unrechtes getan hat. Wenn das Medikament zugelassen ist und deine Symptome sich möglicherweise sogar auf dem Beipackzettel finden, kannst du eben wenig tun.

Ich weiss nicht, warum du hier dem Überbringer der schlechten Nachricht, Schlechtes wünscht.

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Hallo Barbara!

Dass es sich beim genannten Medikament um keine Hustenbonbons handelt, geht aus dem Beipackzettel http://www.hexal-elements.de/sandoz_be/pdf/customer_lieflet_de/quetiapin_sandoz_25mg_pil_de_122009.pdf hervor. Die von Dir genannten Nebenwirkungen einschl. möglicher Probleme beim Absetzen des Medikaments sind dort aufgeführt.

Wer das Medikament einnimmt, macht es trotz der ihm/ihr vorher bekannten Nebenwirkungen. Dabei muss der Arzt, in letzter Konsequenz aber der Patient abwägen, ob die im Waschzettel aufgeführten bekannten Nebenwirkungen in akzeptablem Verhältnis zum Leidensdruck durch die zu therapierende Erkrankung stehen.

Das geschilderte Problem ist nichts für Advokaten und Gerichte, erfordert vielmehr Patienten, die lesen, verstehen, um sodann eigenverantwortlich zu handeln.

Aus dem Nähkästchen: Als ich nach dem Tod des letztgestorbenen Elternteils die Wohnung räumte, füllte ich mehrere 80l-Müllsäcke mit Medikamenten, darunter vergleichsweise harmloses Zeug, aber auch Unmengen an verschreibungspflichtigem Zeug aller Art. Im Schlafzimmer fand ich eine Schachtel mit Schiebedeckel und 7 Fächern, eins für jeden Wochentag, randvoll mit etlichen verschiedenen Pillen. Ich bezweifelte damals, dass es einen Arzt gibt, der die Wechselwirkungen zwischen all dem Zeug überschaut und mutmaßte, der alte Herr hätte ohne den täglich eingeworfenen Querschnitt durch die Pharmaindustrie länger leben können. Die Wirkungsweisen des Organismus von uns Säugetieren sind bis heute nicht in allen Details bekannt und trotzdem futtern viele Leute jeden Tag gedankenlos alle möglichen Pillen in sich hinein - mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne vorherige Lektüre des Waschzettels.
Die Einnahme eines jeden Medikaments geht mit Risiken einher. Deshalb muss es für jede einzelne Pille einen verdammt guten Grund geben, sie zu schlucken. Und natürlich genaue Kenntnis des Beipackzettels.

Gruß
Wolfgang

Nein, das ist allgemein üblich bzw. so hab ich es immer wieder gehört und erlebt: der Patient kriegt irgendwas verschrieben, dessen Wirkungsweise der Arzt selber nicht richtig kennt, angeblich schadet es nicht, und wenn es dann doch schadet, dann heisst es, der Patient bildet sich das nur ein oder so. Niemals ist der Arzt oder die Pharmaindustrie oder ein anderer Hersteller schuld. Gut, bei Contergan konnte man es nicht leugnen, weil jeder die missgebildeten Kinder sehen konnte. Aber wenn man es nicht sehen kann, dann wird es geleugnet. Oder ein Zusammenhang wird abgestritten. Ist bei allem so, ob Amalgam, Chemikalien, Holzschutzmitteln, Handystrahlung, Impfungen oder halt Medikamenten. Oft ist nicht klar ersichtlich, was die größere Rolle spielt: Arroganz und Ignoranz des Gottes in Weiß oder handfeste Eigeninteressen. Die Ärzte kennen meistens nur das, was die Pharmafirmen verkaufen, also z.B. Antibiotika, Kortison, Chemo. Andere Therapien, z.B. sehr wirksame pflanzliche Mittel, Nahrungsergänzungsmittel, physikalische Verfahren oder patentfreie Medikamente (deren Wirksamkeit keiner genau erforscht, weil’s kein Geld bringt) muss man sich als Patient selber suchen. Das ist mühsam, kann aber Leben retten.

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Hi,

ich habe mir den Beipackzettel durchgelesen, da ist alles das aufgeführt, was du beschreibst: alle deiner Nebenwirkungen, alle deiner Beschwerden beim Absetzen. Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie schlecht du dich grad fühlst, aber eins bleibt: Du hast das vorher gewusst / wissen können, und bist von daher mit einer Klage chancenlos. Der einzige Fehler, der geschehen ist, wenn man so will, ist, dass dir der Arzt gesagt hat, Du könntest unter dem Medikament problemlos schwanger werden. Laut Beipackzettel ist dem nicht so. Aber nachdem Du nicht schwanger werden willst, gibt es auch da keine Möglichkeit zur Klage.
Egal, welche Krankheit man hat, und egal, welches medikment ansteht: Beipackzettel lesen und ernst nehmen. ich hatte bei meinem letzten Besuch beim Neurologen nach einer Alternative zu meinen Spritzen (Glatiameracetat, täglich, bei MS; verursacht schmerzhafte juckende Beulen an der einstichstelle) gefragt. Es gibt ein orales Medikament - wenn ich es nehme, kann ich keine NSAR, kein Östrogen mehr nehmen, muss alle zwei Monate die Lber und das Herz untersuchen lassen. Was soll ich sagen? ich renne weiter mit Beulen rum. Das wirksmste Medikament gegen MS bringt einen übrigens mit recht hoher Wahrscheinlichkeit um, wenn mn bei Gabe eine Infektion hat…
Ich weiß, unsere Beschwerden lassen sich nur sehr bedingt vergleichen - das hat ja auch Einfluss uf die Entscheidungen, die mn bezüglich seiner Medikamente trifft -, ich wollte nur sagen, dass ich mich ein bisschen auskenne.

ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft, Geduld und Spucke sowohl beim Kmpf gegen das Medikament als auch gegen die eigentliche Krankkheit.

die Franzi

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Warum verklagst Du nicht den Arzt ?

Der hat es verordnet und offenbar auch nach Hinweise auf unerwünschte Nebenwirkungen oder überhaupt Unwirksamkeit kein anderes Mittel versucht.

Wer soll denn das verstehen.

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Medikamente werden vor der Zulassung geprüft und dürfen nur mit Genehmigung auf den Markt. Somit kann man erstmal davon ausgehen das hier vom Unternehmen keine rechtswidrigen Medikamente vertrieben wurde. Das du mit so heftigen Nebenwirkungen darauf reagiert, begründet keinen Anspruch gegen das Unternehmen…du müsstest schon nachweisen können, das irgendwas in den Medikamenten ist, das nicht zugelassen ist

Einfach Psychiater werden, und den Patienten mit Medis zuwerfen.

Traurig aber wahr, jeder Patient der Medikamentös versorgt wird (worauf viele Patienten aber auch bestehen) ist ein Dauerpatient.

Psychiatrie und Psychiater/Psychologen ist das schlimmste was die wissenschaftliche Medizin zulassen konnte. Entweder wird gedeutet & vermutet schlimmer wie bei jedem Hofastrologen oder es wird medikamentiert, das selbst ein Pferd aus den hufen kippt, nur ärztlich behandelt wird keiner.

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Gar nicht.

Moin,

natürlich kann man auch ein Pharmakonzern verklagen, wenn man durch ein Medikament geschädigt wird. Beispiele und Erläuterungen u. a. hier:

Die Probleme beim Absetzen sind bekannt:
http://www.sanego.de/Absetzerscheinungen-bei-Seroquel

Einfach wird es nicht sein hier Schadenersatz zu bekommen. Vor einer Klage empfiehlt sich, wie so oft, eine Rechtberatung bei einem Fachanwalt. Die Kosten dafür werden im Allgemeinen von einer Rechtsschutzversicherung erstattet.

Gruß
Grin

nach zwei, drei artikeln von dir habe ich nicht mehr weitergelesen, du willst dich wahrscheinlich nur mal auskotzen.

pharmakonzerne verklagt man wie übrigens am besten wie jeden anderen: man sucht sich einen anwalt.

j.

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eigentlich braucht man aktuell nur „lawsuit“ und „seroquel“ hintereinander bei google einzugeben, da wird man fündig.

Ich glaub ich hab den falschen Beruf. Einfach Psychiater werden, und den Patienten mit Medis zuwerfen. Dabei nicht mal wissen, was die Tabletten verursachen können und am besten alles schnell leugnen, wenn es denn zu problemen kommt.

Fehlt nur noch, dass einen die weißen Männer wärend des Termins im Sprechzimmer abholen kommen.

einfach nur kopfschüttel

Barbara

ist ja nicht so, wie du an den US-Klagen gerade siehst

die Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen werden heruntergespielt und es geht auch um die Leugnung des Psychiaters, das medikament würde solche Beschwerden nicht verursachen.

Ist das etwa kein Behandlungsfehler?

Das steht auch nichts im Beipackzettel über den Schweregrad der Absetzreaktionen, sondern nur das solche Symptome auftreten können.
Bei kleinster Reduktion solche Beschwerden, das darf auf keinen Falls sein.

Und dann kommt es noch drauf an, wieviele Betroffene es gibt. Die Dunkelziffer ist sicher riesig und Hilfe gibt es kaum.

Einfach nur auf dem Beipackzettel verweisen und sonst machen, was man will, so geht das nicht! So ein Medikament darf nicht auf dem Markt.

Und noch geiler: die psychiaterin empfiehlt auch fröhlihc, dass man die dosis ruhig erhöhen kann, kein Problem.

Also habe ich mich auf ihre Erfahrung verlassen und Ihren Rat. Wenn ich nur einen Verkäufer brauche, dann gehe ich in die Apotheke und hole mir etwas rezeptfreies und nicht zum Arzt.

Hier geht es vom Konzern aus über eine entsprechendde Informationspflicht wie schlimm es tatscählich werden kann.

Und ich empfehle jedem mit den Problemen ins folgende Forum vorbeizuschauen:

Dieser Thread ist nur ein Beispiel.

Da wird einem echt übel.

Trotzdem danke für dein Mutzuspruch

Hi,

Amerikaner klagen in den unmöglichsten Situationen - zB wenn sie sich den gerade gekauften heißen Kaffee über den Schoß kippen und Verbrennungen erleiden. Natürlich kannst du klagen, es ist Deine Sache, was du mit deinem Geld und Deiner Zeit machst, aber die Erfolgsussichten sind nhe Null.
Die Nebenwirkungen in den Beipackzetteln sind nie hinsichtlich der Schwere näher bezeichnet - das ist auch unmöglich bzw. sinnlos. Alle genannten Nebenwirkungen, bei jedem Medikament, treten in unterschiedlicher Schwere auf, auch beim gleichen Patienten. Meine Reaktionen an der Injektionsstelle - nehmen wir den mittleren Oberschenkel, wegen der Vergleichbarkeit, die Reaktion hängt von der Menge des Fettgewebes ab - rangieren von unsichtbar über flach bis hin zu 1cm hohen Beulen, entweder eine durchgehend gerötete Fläche oder viele rote Streifen. Manchmal juckt es, mnchmal nicht, meist ist es druckempfindlich, aber nicht immer, in der Regel ist es nach drei Tagen weg, ber jetzt hab ich die zweite die über eine Woche braucht und uch nicht spurlos verschwindet, sondern einen dunklen Fleck hinterläßt. Jucken tut es meistens. Der Beipackzettel sagt:

"Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)

Hautreaktionen an der Injektionsstelle. Dazu gehören: Hautrötung,
Schmerz, Quaddelbildung, Juckreiz, Gewebsschwellung (Ödem), Entzündung
und Überempfindlichkeit an der Injektionsstelle. Diese Reaktionen sind
nicht unüblich und gehen für gewöhnlich mit der Zeit zurück."

Die Quaddeln hab ich auch, hab ich ganz vergessen. Mal groß, mal klein… vermulich dann, wenn ich nicht tief genug injiziert habe, weil ich schon Verhärtungen habe. Dann dringt der Wirkstoff nicht genug ein.
Dann wäre auch noch wichtig zu wissen, wie die informationen im Beipackzettel zustandekommen. Das sind zum einen natürlich die Studien des Herstellers, aber das sind auch Informationen der Patienten. Alles, was ein Patient seinem Arzt an Nebenwirkungen nennt, landet auf dem Beipackzettel. Ich werde/ wurde mit allen meinen unterschiedlichen MS-Basistherapien sogar auch immer von der Pharmaindstrie begleitet, es gibt Servicezentren, die Material, Spritzzubehör, information und auch ärztlichen Rat bieten (man sollte sich da melden, man braucht das Spritzzubehör, und dort gibt es das gratis). Rufe ich nciht an, werde ich angerufen. Standardfrage ist immer, wie es mir geht, wie ich mit dem Medikment zurechtkomme und welche Nebenwirkungen ich habe. Auf diese Weise landen natürlich auf dem Beipackzettel auch Nebenwirkungen, die keine sind - Beschwerden, die Patienten gleichzeitig mit der Einnahme / dem Absetzen des Medikaments hatten, die aber nicht vom medikament ausgelöst wurden. Die Pharmakonzerne setzen sie trotzdem auf den Beipackzettel, damit sie alles in ihrer Kraft stehende getan haben, um zu informieren und zu warnen. Die Ärzte (und ich, und Du jetzt auch) wissen aber, dass nicht alles, was auf dem Beipackzettel steht, auch eine tatsächliche Nebenwirkung ist, und auch das müssen sie in ihre Behandlung einbeziehen.

Und was Contergan angeht, das Du an anderer Stelle erwähnst: da ging es um Nebenwirkungen, die nicht auf dem Beipackzettel standen. Das ist eine völlig andere Situation.

Wie gesagt, Du kannst gerne klagen, es sind Dein Geld und Deine Zeit. Du wirst nur den Richtern und Pharmakonzernen nichts sagen, was a) die nicht wissen und b) du nicht hast wissen können. Noch etwas schärfer formuliert: Was du erreichen kannst, ist, dass dann draufsteht, dass die genannten Nebenwirkungen auch sehr schwer ausfallen können und das auch die Neben wirkungen beim bsetzen sehr schwer ausfllen können. Und dann wird noch die Bemerkung hinein müssen, dass das nur mit einer gewissen / geringen Wahrscheinlichkeit auftritt. … Damit sich niemand aus unbegründeter Angst geggen das Medikament entscheidet und sich in Lebensgefahr begibt. Das gibt dann auch Klagen.

Ich wünsche Dir nochmal Kraft und Mut im Durchstehen des Ausschleichens.

die Franzi

Das jetzt auf den allgemeinen Klagegeist der Amerikaner zu schieben ist jetzt aber auch ein wenig schwach.

Ach und das geht grad alles noch so schön weiter:

stichpunkt „gewicht“: ich habe mal eben 30 kg zugenommen (3 kleidergrößen) und gelte jetzt als „dick“, vorher gertenschlank. Nun schnaufe ich wenn ich die Treppen gehe, werde komisch draußen angekuckt, wie man nur so fett sein kann, weil es nämlich richtig schwabbelt.

Dann wird das auf meinen angeblichen Heißhunger, den ich gar nicht habe, von der Therapeutin zugeschrieben. Obwohl ich immer und immer wieder zu ihr gesagt habe, dass ich NICHT mehr esse als sonst.

Mit gefalteten Händen und Blick über die Brille "

Wissen sie das den soooo genau, wieviel Sie essen?"

Bis man schließlich eindeutig die Wassereinlagerungen feststellte, als nämlcih schöne große wasserkugeln jeden Morgen an meinen Knöcheln zum Vorschein kamen.

Es wird geleugnet geleugnet geleugnet, was das Zeug hält, anstatt sich mit dem Patient zu unterstützen davon runterzukommen. Dabei seinen Erfahrungsschatz und sein Wissen übe rmögliche Ansätze zu teilen.

Aber nichts, gar nichts!!!

Außer einem „mmmm, dann machen sie mal so weiter, wenn das langsame Absetzen so nötig ist“

Vielen, vuieklen Dank auch

Ist ja auch kein Wunder, wenn man davon nur das kotzen kriegt,

ich wünsche jedem, der sich mokiert, selbst mal in diese Situation zu kommen und es am eigenen leib zu spüren, wie es ist, wenn das unternhmen nicht aufklärt und man null Hilfe von den Ärzten bekommt.

Und das wars von mir dazu.

Für mich das Thema hier beendet, und deswegen schreibe ich hier auch nicht mehr.

Gruß

Barbara

Hallo,

also ich nehme Seroquel seit 6 Jahren und schleiche seit 2 Jahren aus. Alle 3 Monate 25 mg. weniger. Bis ich fertig bin dauert es jetzt locker noch mal 2 Jahre.

Mir hat die Einnahme geholfen und das ausschleichen funktioniert.

Also gibt es sehr wohl Patienten, die zu Recht Seroquel einnehmen.

Grüße

Patienten, nehmen unzählige Medikamente Nebenher ein, ohne die jeweiligen Ärzte darüber zu informieren, so das diese sich natürlich Medikamentös nicht untereinander abstimmen können.

Der größte Fehler jedoch bei der Einnahme von Medikamenten, ist die Tatsache das über den Tag alles mögliche (Kaffee, Tee. Zuckerwasser, Alkohol) getrunken wird.

"Dauerschwindel, Übelkeit, Schlafstörungen, treten auf, weil die Leber damit überfordert ist neben den Medikamenten noch die ganzen Inhaltsstoffe der Getränke zu verstoffwechseln.

Solange Medikamente eingeworfen werden, sollte „nur Wasser“ getrunken werden.