So war es damals, auch für uns alle heute gültig.
Lieber Daniel, hier für Dich die Erklärung dieser Deiner Frage:
Alle Jahre wieder wird in aller Welt von den Christen die Geburt Jesu gefeiert. Die irdischen Vorgänge und Umstände aber, die der Heiligen Nacht vorausgingen, sind kaum bekannt. Diese Lücke will ich nun allen daran wahrhaft Interessierten etwas schließen, vor allem mit Hilfe des durch Jakob Lorber wunderbar offenbarten Jakobusevangeliums (JJ).
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Ankündigung der Geburt des Messias durch die Jungfrau Maria schon im alten Bund.
Diese frohe Botschaft erfolgte schon im Alten Testament bei Jesaja 7, Kapitel 14 mit den Worten:
»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Diese Prophezeiung ist anerkannt bei Juden, Christen und Mohammedanern. Allein die Christen wissen, daß heute vor fast 2.000 Jahren diese Vorhersage in Erfüllung ging.
Nun zur auserwählten Familie, in die Jesus hineingeboren werden sollte:
Jesu irdische Vorfahren und die Verlosung Marias.
Laut Lorbers Neuoffenbarung stammten sowohl Joseph als auch Maria erwiesenermaßen vom Stamme David ab (Jesu Aussage in GEJ 6, 170, 9). - Josephs Vater hieß Eli und war Zimmermann wie Josef dann auch [GEJ. 01 171, 05] .
Blutsverwandt war Jesus aber nur mit Maria. Deren Eltern, also Jesu Großeltern, hießen Joachim und Anna. Sie waren wohlhabend und hatten im Tempel ihre Arbeit. Laut DDT 1, 3, 6 soll auch Maria schon wunderbar zur Welt gekommen sein, denn ihre Mutter Anna war hochbetagt „und ohne ein Wunder wäre da an eine Befruchtung wohl nie zu denken gewesen“. Maria war das einzige Kind und wurde zur Erziehung in den Tempel gegeben. Als die schon sehr alten Eltern von Maria starben, wurde das Hab und Gut von Joachim und Anna vom Tempel eingezogen als Ersatz für die Erziehung von Maria.
Mit 14 Jahren war Maria „reif“ und mußte nach Mosaischem Gesetz aus dem Tempel entlassen werden. Das heißt nicht zur Heirat, sondern zur Entlassung in eine Familie. Alle Familienväter in Judäa wurden aufgerufen. Der allbekannte Zimmermann Josef meldete sich ebenfalls zur Verlosung. Nach dem „Gottesurteil“ mit einem Lilienstab fiel das Los auf den schon Zimmermann Josef. - Vor allem Annas, ein Mitbewerber, hielt diese Verlosung für parteiisch und ungültig. Darauf ordnete der über Annas verärgerte Priester ein weiteres Gottesurteil an und zwar mit Hilfe einer Taube. Diese flog hin zu Josef, worauf alle das Urteil anerkannten. Josef aber war schon alt und Witwer und hatte 5 Söhne. Er war laut Offenbarung JJ 1, 17 und JJ 1, 12 schon ein „siebzig Jahre alter Greis“ und wollte das „Mägdlein“ Maria nicht annehmen, weil er das Gespött im Dorf fürchtete. Er wollte eigentlich nur bei der Verlosung dabei sein. Doch der Priester bedrohte ihn: „Er solle Gottes Urteil fürchten und gehorchen!“ Josef erschrak über diese Worte und bat den Priester für ihn zu beten, damit der Herr ihm wieder gnädig sein. Darauf betete der Priester im Allerheiligsten und Gott, der Herr sprach zu ihm:
[JJ. 1, 1, 25-29] „Betrübe Mir den Mann nicht, den Ich erwählet habe; denn gerechter als er wandelt wohl keiner in Israel, und keiner auf der ganzen Erde, und keiner vor Meinem ewigen Throne in allen Himmeln! Und gehe hinaus und gebe die Jungfrau, die Ich Selbst erzogen habe, dem gerechtesten der Männer der Erde!“ Hier schlug sich der Priester auf die Brust und sprach: „O Herr, Du allmächtiger einiger Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, sei mir Sünder vor Dir barmherzig; denn nun erkenne ich, daß Du Dein Volk heimsuchen willst!“ Darauf erhob sich der Priester, ging hinaus und gab segnend im Namen des Herrn das Mägdlein dem geängstigten Joseph und sprach zu ihm: „Joseph, gerecht bist du vor dem Herrn, darum hat Er dich erwählt aus vielen Tausenden! Und so magst du im Frieden ziehen, Amen.“
Mariä wunderbare Empfängnis und ihr Gespräch mit dem Engel
An einem Freitagmorgen ging Maria Wasser holen, als plötzlich eine Stimme zu ihr sprach:
[JJ. 1, 3, 2 ff] „Gegrüßet seist du, an der Gnade des Herrn Reiche! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!“ Maria aber erschrak gar sehr ob solcher Stimme, da sie nicht wußte, woher sie kam, und sah sich darum auch behende nach rechts und links um; aber sie konnte niemanden entdecken, der da geredet hätte. Darum aber ward sie noch voller von peinigender Angst, nahm eiligst den gefüllten Wasserkrug und eilte von dannen ins Haus. Als sie da bebend anlangte, stellte sie sobald den Wasserkrug zur Seite, nahm den Purpur wieder zur Hand, setzte sich auf ihren Arbeitssessel und fing den Purpur wieder gar emsig an fortzuspinnen. Aber sie hatte sich noch kaum so recht wieder in ihrer Arbeit eingefunden, siehe, da stand schon der Engel des Herrn vor der emsigen Jungfrau und sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast eine endlos große Gnade gefunden vor dem Angesichte des Herrn; siehe, du wirst schwanger werden vom Worte Gottes!“ Als Maria aber dieses vernommen hatte, da fing sie an, diese Worte hin und her zu erwägen, und konnte nicht erfassen ihren Sinn; darum sprach sie denn zum Engel: „Wie solle denn das vor sich gehen, bin ich doch noch lange nicht eines Mannes Weib und habe auch noch nie dazu eine Bekanntschaft mit einem Manne gemacht, der mich sobald nähme zum Weibe, auf daß ich gleich andern Weibern schwanger würde und dann gebäre ihnen gleich?“
Der Engel aber sprach zur Maria: „Höre, du erwählte Jungfrau Gottes! Nicht also solle es geschehen, sondern die Kraft des Herrn wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das da aus dir geboren wird, der Sohn des Allerhöchsten genannt werden! Du sollst Ihm aber, wann Er aus dir geboren wird, den Namen Jesus geben; denn Er wird erlösen Sein Volk von all den Sünden, vom Gerichte und vom ewigen Tode.“ Maria aber fiel vor dem Engel nieder und sprach: „Siehe, ich bin ja nur eine Magd des Herrn; daher geschehe mir nach Seinem Willen, wie da lauteten deine Worte!“ - Hier verschwand der Engel wieder, und Maria machte sich wieder an ihre Arbeit.
[JJ. 1, 4] Als aber darauf der Engel sobald wieder verschwand, da lobte und pries Maria Gott den Herrn und sprach also bei sich in ihrem Herzen: „O was bin ich denn doch vor Dir, o Herr, daß Du mir solche Gnade erweisen magst? - Ich solle schwanger werden, ohne je einen Mann erkannt zu haben; denn ich weiß ja nicht, was Unterschiedes da ist zwischen mir und einem Manne. Weiß ich denn, was das so in der Wahrheit ist: schwanger sein? O Herr! siehe, ich weiß es ja nicht! Weiß ich wohl, was das ist, wie man sagt: ,Siehe, ein Weib gebäret’? - O Herr! siehe mich gnädig an; ich bin ja nur eine Magd von vierzehn Jahren und habe davon nur reden gehört - und weiß aber darum doch in der Tat nichts! Ach, wie wird es mir Armseligen ergehen, so ich werde schwanger sein - und weiß nicht, wie da ist solch ein Zustand! Was wird dazu der Vater Joseph sagen, so ich ihm sagen werde, oder er es etwa also merken wird, daß ich schwanger sei?! Etwas Schlimmes kann das Schwangersein ja doch nicht sein, besonders wenn eine Magd, wie einst die Sara, vom Herrn Selbst dazu erwählet wird? Denn ich habe es ja schon öfter im Tempel gehört, welch eine große Freude die Weiber haben, wenn sie schwanger sind!
Also muß das Schwangersein wohl etwas recht Gutes und überaus Beseligendes sein, und ich werde mich sicher auch freuen, wann mir das von Gott gegeben wird, daß ich schwanger werde! Aber wann, wann wird das geschehen, und wie? - oder ist es schon geschehen? Bin ich schon schwanger, oder werde ich es erst werden? O Herr! Du ewig Heiliger Israels, gebe mir, Deiner armen Magd, doch ein Zeichen, wann solches geschehen wird, auf daß ich Dich darob loben und preisen möchte!“
Bei diesen Worten ward Maria von einem lichten Ätherhauche angeweht, und eine gar sanfte Stimme sprach zu ihr: „Maria! sorge dich nicht vergeblich; du hast empfangen, und der Herr ist mit dir! - Mache dich an deine Arbeit, und bringe sie zu Ende, denn fürder wird für den Tempel keine mehr gemacht werden von dieser Art!“
Hier fiel Maria nieder, betete zu Gott und lobte und pries Ihn für solche Gnade. -Nachdem sie aber dem Herrn ihr Lob dargebracht hatte, erhob sie sich und nahm ihre Arbeit zur Hand.
Josef und Marias Verhaftung und Todesurteil mit happy end.
Ausgerechnet die reine Tempeljungfrau Maria war unverheiratet schwanger und das im Alter von nur 15 Jahren! Ein sehr schweres Verbrechen in den Augen der Juden und vor allem der Priester, zumal Joseph und Maria ihr Fehlverhalten nicht eingestanden und so den Zorn der Priester herausforderten. Sie wurden verhaftet, verhört und verurteilt, das immer tödliche „Fluchwasser“ zu trinken. Nach drei Tagen Aufenthalt in einem vorbestimmten Gebirge, wo diejenigen, die das Fluchwasser tranken, hingehen und sterben mußten, kamen aber Maria und Josef zu aller Verwunderung wohlbehalten zurück. Der über alle Maßen erstaunte Hohepriester sagte, wenn Gott sie nicht richtete, dann wolle auch er sie auch für schuldlos und ledig sprechen! Der Ordnung halber und wegen der Schwangerschaft aber solle Josef die Maria zum Weibe nehmen, auch wenn sie so eine junge Witwe würde. - Maria war jetzt Josefs rechtmäßiges Weib. Er dankte Gott aus ganzem Herzen.
Die beschwerliche Reise mit der hochschwangeren Maria.
Eine weitere unangenehme Situation bahnte sich an: Kaiser Augustus befahl eine Volkszählung. Auch Josef mußte sich mit seiner Familie in der für Nazareth zuständigen Gemeinde Bethlehem einschreiben lassen. Besser gesagt „beschreiben“ lassen. Das war sehr peinlich für Joseph. Er sagte:
[JJ. 01 012, 12] Wahrhaftig, dessen schäme ich mich beinahe vor den Söhnen Israels; denn sie wissen es, daß ich ein über siebzig Jahre alter Greis bin! - Was werden sie sagen, so ich das kaum fünfzehnjährige Kind, im hochschwangeren Zustande noch dazu, als mein rechtmäßiges Weib einschreiben lasse?! - Oder soll ich sie als meine Tochter einschreiben lassen? - Es wissen aber ja die Söhne Israels, woher Maria ist, und daß sie nimmer meine Tochter ist!
Er ordnete seinen 5 Söhnen an
[JJ. 01 013, 07] „Du, Joel, sattle die Eselin für Maria und nehme den Sattel mit der Lehne; und du, Joses, aber zäume den Ochsen und spanne ihn an den Karren, in dem wir Lebensmittel mitführen wollen!
[JJ. 01 013, 08] Ihr drei, Samuel, Simeon und Jakob, aber bestellet den Karren mit haltbaren Früchten, Brot, Honig und Käse, und nehmet davon so viel, daß wir auf vierzehn Tage versehen sind; denn wir wissen es nicht, wann die Reihe an uns kommen wird, und wann wir frei werden, und was mit Maria geschehen kann unterwegs! Darum leget auch frische Linnen und Windeln auf den Karren!“
[JJ. 01 013, 09] Die Söhne aber gingen und bestellten alles, wie es ihnen der Joseph anbefohlen hatte.
Dann setzte Josef die hochschwangere Maria so weich und bequem wie möglich auf den Rücken einer Eselin, nahm selbst die Zügel in die Hand und führte die Eselin …, während die Söhne den Ochsenkarren lenkten.
Die Notunterkunft in einer Felsenhöhle nahe Bethlehem.
Es kam, wie es der Herrgott haben wollte: Die Wehen setzten abends kurz vor Bethlehem so heftig ein, daß von den 6 Männern eiligst eine Not-Herberge für Maria gesucht wurde: Eine Höhle in einem Berg, in der Hirten bei Unwettern sich und ihre Schafe zur Not in Sicherheit brachten. Maria entdeckte diese Höhle zuerst (JJ 1, 14). Sie fanden Heu und Stroh und bereiteten rasch ein Lager für Maria. Dann sagte Joseph zu Maria, daß er rasch nach Bethlehem eilen wolle, um eine Hebamme zu besorgen. Notfalls solle Joel bei der Geburt helfen, weil er bei einem Arzt in Nazareth entsprechende Kenntnisse erworben hatte.
Bethlehem lag oberhalb der Höhle auf dem Berg. Als Josef die Höhle verließ, ging der Vollmond über dem Berg auf. Es war die Nacht zum Freitag, den 7. Januar vor heute knapp 2007 Jahren. Es geschahen wundersame Dinge, beschrieben in JJ 15. Die „Wehmutter“, die Hebamme, die Josef in Bethlehem fand, wollte erst nicht mit Joseph mitgehen. Als aber Josef die Umstände schilderte, erkannte sie die Bilder in ihrem Traum, glaubte Joseph und folgte ihm rasch zu der Höhle. Es war schon um die Mitternacht, als sie ankamen. Doch bevor die beiden eintreten konnten, verhüllte eine dichte weiße Wolke dieselbe, löste sich auf und ein gewaltiges Licht drang aus der Höhle der Hebamme und Josef entgegen. Als das Licht erträglicher wurde und die Sicht freigab, sprach die Wehmutter:
[JJ. 01 016, 10] „Wahrlich, wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird! Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum gebornes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!? Das bezeuget ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetze! Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau, es ist alles in der größten Ordnung; darum lasse mich aus der Höhle treten, denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die zu heilige Nähe meines und deines Gottes und Herrn zu ertragen!“ Joseph erschrak völlig über diese Worte der Wehmutter. - Sie aber eilte aus der Höhle ins Freie. Als sie aber aus der Höhle trat, da traf sie draußen ihre Schwester Salome, welche ihr ob des bewußten Gesichtes nachgefolgt ist, und sprach sogleich zu ihr:
[JJ. 01 016, 16] „Salome, Salome! komme und sehe mein Morgengesicht in der Wirklichkeit bestätigt! - Die Jungfrau hat in der Fülle der Wahrheit geboren, was die menschliche Weisheit und Natur nimmer zu fassen vermag!“ Die Salome aber sprach: „So wahr Gott lebt, kann ich eher nicht glauben, daß eine Jungfrau geboren habe, als bis ich sie werde mit meiner Hand untersucht haben!“
[JJ. 01 017, 01] Nachdem aber die Salome solches geredet hatte, trat sie sobald hinein in die Höhle und sprach: „Maria, meine Seele beschäftiget kein geringer Streit; daher bitte ich, daß du dich bereitest, auf daß ich mit meiner wohlerfahrnen Hand dich untersuche und daraus ersehe, wie es mit deiner Jungfrauschaft aussehe!“ Maria aber fügte sich willig in das Begehren der ungläubigen Salome, bereitete sich und ließ sich untersuchen. Als aber die Salome Marias Leib anrührte mit ihrer prüfenden Hand, da erhob sie sobald ein gewaltiges Geheul und schrie überlaut:
[JJ. 01 017, 05] „Wehe, wehe mir meiner Gottlosigkeit wegen und meines großen Unglaubens willen, daß ich habe wollen den ewig lebendigen Gott versuchen! – denn sehet, sehet hierher! - meine Hand verbrennt im Feuer des göttlichen Zornes über mich Elende!“
Nach diesen Worten aber fiel sie sobald vor dem Kindlein auf ihre Knie nieder und sprach: „O Gott meiner Väter! Du allmächtiger Herr aller Herrlichkeit! Gedenke mein, daß auch ich ein Same bin aus Abraham, Isaak und Jakob! Mache mich doch nicht zum Gespötte vor den Söhnen Israels, sondern schenke mir meine gesunden Glieder wieder!“
[JJ. 01 017, 09] Und siehe, sobald stand ein Engel des Herrn neben der Salome und sprach zu ihr: „Erhört hat Gott der Herr dein Flehen; tritt zu dem Kindlein hin und trage Es, und es wird dir darob ein großes Heil widerfahren!“ Und als solches die Salome vernommen hatte, da ging sie auf den Knien vor Maria hin und bat sie um das Kindlein. Maria aber gab ihr willig das Kindlein und sprach zu ihr: „Es möge dir zum Heile gereichen nach dem Ausspruche des Engels des Herrn; der Herr erbarme Sich deiner!“ Und die Salome nahm das Kindlein auf ihre Arme und trug es kniend und sprach, sobald sie das Kindlein auf dem Arme hatte:
[JJ. 01 017, 13] „O Gott! Du allmächtiger Herr Israels, der Du regierest und herrschest von Ewigkeit! - In aller, aller Fülle der Wahrheit ist hier Israel ein König der Könige geboren, welcher mächtiger sein wird denn da war David, der Mann nach dem Herzen Gottes! Gelobet und gepriesen sei Du von mir ewig!“ Nach diesen Worten ward die Salome sobald völlig wieder geheilt, gab dann unter der dankbarsten Zerknirschung ihres Herzens das Kindlein der Maria wieder und ging also gerechtfertigt aus der Höhle wieder. Als sie aber draußen war, da wollte sie sobald laut zu schreien anfangen über das große Wunder aller Wunder und hatte auch ihrer Schwester sogleich zu erzählen angefangen, was ihr begegnet ist. Aber sobald meldete sich eine Stimme von oben und sprach zur Salome: „Salome, Salome! verkündige ja niemandem, was Außerordentliches dir begegnet ist; denn die Zeit muß erst kommen, wo der Herr von Sich Selbst zeugen wird durch Worte und Taten!“
Und so waren als irdische Zeugen von der Geburt Jesu 9 Menschen und zwei Tiere:
Familienvater Josef, Jungfrau Maria, die Hebamme, Salome, die die Jungfrauschaft bestätigen mußte, die fünf Söhne Josephs: Joel, Joses, Samuel, Simeon, Jakob,
eine Eselin, ein Ochse …
Und so begann das Leben unseres Jesus. Die Nacht war weiterhin voller Wunder. Was hernach weiter geschah, sprengt den Rahmen dieses Beitrages. Der Herr beschreibt es während Seiner Lehrtätigkeit später einmal kurz so:
[GEJ. 10 146, 01] (Der Herr:smile: „Siehe, als Ich vor nahe dreiunddreißig Jahren zu Bethlehem in einem Schafstalle von einer reinsten und frömmsten Jungfrau namens Maria, einer einzigen Tochter des Joachim und der alten Anna, die stets im Tempel zu des frommen Simeon Zeiten zu tun hatten, bin in diese Welt geboren worden, da waren es eben die Heiden, die es zuerst schon von weiter Ferne erkannt hatten, daß in Mir etwas Außerordentliches in diese Welt gekommen ist, brachten Mir allerlei Opfer - Gold, Weihrauch und Myrrhen -, und die mächtigsten Gewaltträger Roms in Judäa und über alle römischen Länder in Asien und auch in Afrika erwiesen Mir alle Liebe und leisteten Mir allen Vorschub, besonders bei der traurigen Gelegenheit, als der alte Herodes, dem es zu Ohren gekommen war, daß in Mir den Juden ein mächtigster König geboren worden sei, alle männlichen Kinder von der Geburt an bis ins zwölfte Lebensjahr hatte ermorden lassen wollen; denn Meine irdische Mutter und Mein Nährvater Joseph mit seinen fünf Söhnen, die ihm aus einer früheren Ehe zuteil geworden waren, mußten sich mit Mir nach Ägypten flüchten, und der römische Hauptmann Kornelius und sein Bruder Cyrenius haben Mir bei dieser Flucht viel Liebe erwiesen und sorgten für eine gute Unterkunft in einem fremden Lande.
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