Wie werden in alten Fassaden Maueröffnungen genannt, die beim Bau für Fenster vorgesehen waren die aber doch keine Fenster enthalten

Wie werden in alten Fassaden Maueröffnungen genannt die original beim Bau für Fenster vorgesehen waren, in die aber dann doch keine Fenster eingebaut wurden? In der Mauer sind deutliche Verringerungen der Mauerstärke und Fensterbänke verbaut. Es waren definitiv nie Fenster verbaut. Mir scheint es als wurde dies als Erleichterung für eine spätere Nachrüstung mit Fenster gemacht oder wegen der Symmetrie. Die wäre allerding auch ohne dieser zusätzlichen Fenster gegeben. Das Haus ist BJ 1912. Leider kann ich kein Bild einfügen weil WWW meint ich wäre ein neuer Benutzer.

Schießscharte? :wink:

hi,

Blindfenster?

grüße
lipi

Knapp daneben!!!

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Danke, das ging ja fix! Vielleicht kannst Du mir auch da weiterhelfen;
Die Mauer ist etwa halb so dick wie sonst in diesen Blindfenstern. Kann ich dann davon ausgehen, dass die auch einen Sturz haben? Gruß Hartmut

hi,

keine Ahnung.

Aber da wird sich vermutlich niemand finden, der dir da die Entscheidung abnimmt.

Optisch kann man nix ausmachen? so ohne Putz an der Wand, mein ich.

grüße
lipi

Der Putz ist noch dran. muss man dann wohl wegkloppen um Bescheid zu wissen.
Vielen Dank Gruß Hartmut

Hallo,

Vorsicht

Es wurden früher keine Blindfenster gebaut, wofür auch ?

Auf solche Konstruktionen trifft man nur nach dem 2.Wk, als man aus anderen Gründen
Fensteröffnungen zumauerte, um Wohnungen aufzuteilen und die Innenraumaufteilung zu ändern.

Tach.
Die Frage wird sein, ob du den „Sturz“ als solchen erkennst. Beim Bogen kein Problem. Und liegt ein Holz über der Öffnung, ist dies der Sturz. Ansonsten wäre es nur am Widerlager erkennbar.
http://www.das-baulexikon.de/lexikon/Blendfenster.htm

Gruß.

B

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Servus,

wann sollte Dein „früher“ sein, in dem es keine Blindfenster gab? Alles vor 1945?

Da liegst Du aber meilenweit daneben.

Blindfenster findet man seit dem 16. Jahrhundert, als Symmetrie und Ausgewogenheit in der Aufteilung einer Fassade anfingen, eine bedeutende Rolle zu spielen. Sehr häufig sind sie im Historismus ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu finden.

Schöne Grüße

MM

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Hallo,

sicher, die Leute damals hatten auch alle zuviel Geld und konnten das im wahrsten Sinne des
Wortes zum Fenster rauswerfen lach

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Servus,

dass Du die gesamte Architekturgeschichte vom 12. bis zum 19. Jahrhundert mit „damals“ zusammenfasst und gleichzeitig behauptest, es sei nie anders als zweckmäßig und nach der Maßgabe minimaler Kosten gebaut worden, überrascht mich von Dir zwar nicht besonders, aber es bleibt doch ein extrem trauriges Bild von kaum überbietbarer Ignoranz.

Wenn Du mal was anderes vorhast, als immer bloß in Deinem kleinen Suppenteller im Kreis herumzupaddeln, mach doch einfach mal die Augen auf: Schon fünfzig Meter von Deiner Haustüre weg beginnt eine Welt voller Überraschungen.

Schöne Grüße

MM

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Das mit dem Suppenteller ist echt gut!!! :smile:

Mit der Angabe Blindfenster habe ich mich schon ordentlich durchgegooglet
Vielen Dank für die überaschend schnellen und guten Infos (mit dem einen kleinen Ausreiser, der aber auch wiederum zur Erheiterung beitrug, mal abgesehen) Die Fenster, auch die Blindfenster, haben einen leichten Bogen. ich würde mal schätzen einen 30igstel Kreisbogen. Kann man dann darauf schließen dass ein Sturz verbaut ist? Ich komme immer mehr zu dem Schluß, dass die Blindfenster in der Tat nur der Symmetrie wegen angelegt wurden.
Zur Info, ich spiele mit dem Gedanken das Haus zu kaufen und beschäftige mich damit was ich alles daraus machen kann. Ein 2 Stockwerke hoher Dachboden mit dem Giebel genau nach Süden wird wohl mein bevorzugter Aufenthaltsort werden! :heart_eyes:

Tach.

Wird wohl ein gemauerter Sturz sein.

Gruß.

B

Hallo,

ich bin nur Praktiker g

Und ob nun im alten Rom ob auf den Hühnerhöfen in teutschen Milteralterlichen Landen es wurden zu keiner Zeit Blindfenster gebaut.

Was du meinst sind Verblendungen , das heisst am Mauerwerk angebrachter Zierrat, der zum B. Fenster vortäuscht.
Dahinter befindet sich aber die massive Mauer.

er verwecdhselt immer seinen Kleingarten mit meinem Bauernhof, ist das Alter bei ihm

Servus,

was bedeutet „massive Mauer“?

Im Vergleich zum umgebenden Mauerwerk ist die Mauer bei Blindfenstern viel schwächer (19. Jahrhundert) und etwas schwächer (ab ca. 13. Jahrhundert).

Darüber, was eine Verblendung ist, werde ich jetzt jedenfalls nicht diskutieren.

Falls Du ein Blindfenster nur als solches akzeptierst, wenn es nicht nur schwächer, sondern auch nicht im Verband mit der anschließenden Mauer und mit eigenem Sturz ausgeführt ist (bei Praktikern weiß man nie so genau, ob sie sich eigene Definitionen von Begriffen machen oder die allgemein üblichen verwenden): Diese Form „zugemauertes Fenster“ gibt es anders als in England und Frankreich in Deutschland relativ selten, hauptsächlich in den preußischen Provinzen, in denen eine Fenstersteuer erhoben wurde: Angesichts dieses Ungetüms im Steuerwesen bestand immer die berechtigte Hoffnung, dass es nicht ewig erhalten bliebe, und die Gebäude wurden von vornherein darauf vorbereitet, dass man die Blindfenster später ausbrechen konnte. Lustigerweise übrigens keineswegs, weil da jemand „zu viel Geld gehabt“ hätte, sondern im Gegenteil aus Sparsamkeit, um weniger Fenstersteuer zu bezahlen, aber jederzeit die Möglichkeit zu haben, später mal mehr Licht in die Wohnung zu kriegen.

Das spielt aber hier keine Rolle, weil ein Blindfenster eben auch eines ist, wenn es im Verband gemauert ist und wenn es keinen eigenen Sturz hat. Nur der Umgang damit ist dann eben anders, wenn man an dieser Stelle ein Fenster haben möchte.

Es wird also im gegebenen Fall wie bereits ausführlich beschrieben nichts daran vorbeigehen, als dass man im konkreten Fall an dem konkreten Gebäude feststellt, ob es genügt, das Fenster auszubrechen, oder ob dazu zuerst ein Sturz neu eingebracht werden muss.

Schöne Grüße

MM

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Das bleibt aber eine Vermutung und reicht nicht dafür aus, mal frisch und munter ein Loch in die Mauer zu brechen. Wenn der Bogen bei dem Blindfenster kein gemauerter Sturz ist, sondern nur die Form der anderen Fenster zitiert ist, kann das einigermaßen unangenehm werden. Es geht also nichts daran vorbei, dass man zuerst schaut, ob es schon einen Sturz gibt, bevor man ein Fenster an der Stelle plant. Grade einen Sturz in der beschriebenen Bogenform nachträglich einzubringen, ist ein bissle fummelig und sollte vorher bedacht werden.

Schöne Grüße

MM

Tach.

Mit „frisch und munter“ iss nich, und auf „unangenehm“ sollte man immer vorbereitet sein.

Selbst wenn ein gemauerter Sturz vorhanden ist, wäre Vorsicht angeraten. Nicht, weil ich die Mauerscheibe nicht sauber raus bekomme, sondern weil ich annehme, dass der Mörtel - auch im Bogen - über die Jahrzehnte recht sandig geworden ist. Dann könnten sich einige Steine im Bogen selbstständig machen und man wäre :unamused: .

Gruß.

B