Wie würdet ihr folgenden Satz interpretieren:

„Manchmal fühle ich mich, als wenn ich ganz alleine auf der Welt bin und alle anderen nur ausgedacht sind. Ich weiß, dass es nicht gut für mich ist, so zu denken.“

??? Werde daraus nicht schlau.

Danke schon mal im voraus!

„Manchmal fühle ich mich, als wenn ich ganz alleine auf der
Welt bin und alle anderen nur ausgedacht sind. Ich weiß, dass
es nicht gut für mich ist, so zu denken.“

??? Werde daraus nicht schlau.

wieso soll es nicht gut sein, so zu denken? eine sehr interessante ansicht…laesst viel offen zum philosophieren.

klingt so, als wuerden alle nach der nase des verausserers tanzen, die ihm wie puppen gehoerchen.wer weiss…

mfg:smile:
rene

DER SANDMANN !!! (owT)

Ist auch nicht so einfach zu interpretieren. Wirst wohl kaum darum kommen nachzufragen, wie das gemeint sein soll. Hast du das geschrieben oder gesagt bekommen? In welchem Kontext wurde das gesagt, und bist du solche befremdlichen Aussagen von dieser Person gewohnt?

So ein segregierter Satz bildet ein wackeliges Fundament.

Ciao,

Hilmar

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Ok, also, ich habe das mal nachts gedacht und konnte deshalb nicht schlafen, weil mich das regelrecht panisch gemacht hat!
Meiner Meinung nach hat das was damit zu tun, dass mein Opa Demenz hat und sich Menschen „ausdenkt“. Somit habe ich wohl Angst, sowas auch zu tun!?

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Nun lass mal den Opa seine Durchblutungsstörungen im Oberstübchen haben, für Dich wäre das etwas zu früh.

Eines ist jedenfalls auch mir schon aufgefallen: Mich gibt es nur einmal auf dieser Welt, und die Anderen, das sind die Du’s :smile: Dass diese aber nun alle ausgedacht sein könnten, darauf bin ich deshalb noch nicht gekommen, weil man die ja teils anfassen kann (nicht alle!). Nehmen wir an, auch das wäre eine Sinnestäuschung, die sich „da oben“ jemand ausgedacht hat, damit ich mich nicht so einsam fühle in dieser Welt (wer von uns Beiden ist denn nun das Phantom?), dann müsste der da oben aber einen ganz dollen Computer laufen haben, der sich im Internet die ganzen Personen ausdenkt, die hier mitlesen oder auch schreiben. Und die vielen Denk- und Tippfehler noch dazu, Jesses!

Grundsätzlich denken viele Wissenschaftler so, um eine Hypothese zu verifizieren oder zu falsifizieren. Die nehmen also an, der Kreis ist eckig und suchen dann die Beweise, dass er doch rund ist, obwohl sie schon vorher ahnen, dass er rund ist.

Nun also bist Du an der Reihe, Dir zu beweisen, dass Du nicht allein bist auf dieser Welt. Welchen ersten Test würdest Du machen?

Gerne lese ich wieder von Dir!
®_ichard_

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„Manchmal fühle ich mich, als wenn ich ganz alleine auf der
Welt bin und alle anderen nur ausgedacht sind. Ich weiß, dass
es nicht gut für mich ist, so zu denken.“

Man muß natürlich mehr wissen. Alter, Umstände usw.

Aber ganz allgemein gesprochen, weist das auf eine Erfahrung der Unwirklichkeit der Welt hin. In dieser sieht sich das Individuum als Bewußtes Wesen, inmitten unbewußter Menschen. Dann fühlt man sich schrecklich allein und isoliert.

gruß
rolf

Hehe, ich danke dir für deine Antwort. Ich denke mal, diese Art von Unwirklichkeitsgefühlen kann man sicher auch von einem eingeklemmten Nerv (im Rücken) bekommen? Habe ich nämlich desöfteren mal, und mein Chiropraktiker meint, dass kann zu richtigen Aussetzern, verschwommenem Sehen usw. führen. Was denkst du?

„Manchmal fühle ich mich, als wenn ich ganz alleine auf der
Welt bin und alle anderen nur ausgedacht sind. Ich weiß, dass
es nicht gut für mich ist, so zu denken.“

Hallo Julia!
Philosophisch dem Solipsismus zuzurechnen, psychologisch-pragmatisch eher als neurotisches Symptom zu deuten.
Such Dir aus, welchen Weg Du da lieber beschreiten möchtest. :wink:
Gruß,
Branden

Hey,
inwiefern neurotisch? „Ich beziehe alles Schlechte der Welt auf mich“?

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inwiefern neurotisch? „Ich beziehe alles Schlechte der Welt
auf mich“?

Ob Gutes oder Schlechtes ist da fast schon nebensächlich. Das Gefühl, allein auf der Welt zu existieren (Steigerung: nicht mal die Welt existiert, sondern nur ich) ist zunächst einfach mal ein SYMPTOM für eine psychische Störung, so wie z.B. dauerhadtes Husten ein Zeichen für chronische Bronchitis sein kann, bildlich gesprochen.
Der psychoptherapeutisch Tätige fragt sich ja eher, WOHER kommt denn dieses Gefühl, in welchem ZUSAMMENHANG muss ich das sehen? Der Philosoph, wenn er denn Solipsist ist, stellt sich da ja eine ganz andere Frage, „naturgemäß“. :wink:
Gruß,
Branden

Aha, ok. Also ist diese Aussage sozusagen eine Art „Metapher“ für eine psychische Störung…das Gefühl des Alleinseins usw.?

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Also ich denke mal, es ist eine Mischung aus:
a) zuviel Zeit zum nachdenken haben -> da können solche Gedanken schon mal aufkommen
b) ein sowieso schon ängstlicher Mensch sein und dann vielleicht irgendwelche Sachen in irgendwelchen Internetforen lesen, die einem Angst machen (damit ist nicht dieses hier gemeint!) -> haben denjenigen, der das mal in einem anderen forum geschrieben hat, auch mal gefragt, warum er so denkt
c) Filme wie „Matrix“
d) ein Opa, der Demenz hat und sich wirklich Leute ausdenkt

Aaah, Zeit, über was anderes nachzudenken.

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daher habe ich das alles eigentlich:
Aus so einem dämlichen Forum, dass man vielleicht lieber nicht besuchen sollte. Der Typ erklärt das so:

Well, I spend a lot of time thinking to myself. I doubt a lot of creation theories, big bangs, gods etc. Technically I should probably just believe that God made everything and when we all die we’ll go to heaven or hell, but I guess at this point in my life I’m full of doubt. So naturally, I take a lot of that thinking time to ponder on this.

I feel like a very possible scenario is that I am some kind of being in a place and time not at all related to where I am, imagining the world around me. Imagining the people I know, the house I’m in, the computer I’m typing on.
To be perfectly honest, I think that god damn Matrix movie started me thinking like this.

I think one reason I can come up with is the lack of randomness that I notice. For example, I work at a grocery store, bagging groceries. I have noticed on multiple occasions, different people coming through the line one after another with the exact same obscure items. Weird stuff, like frozen microwavable mashed potatoes. Obviously this is not a very good situation to think about randomness, because people are influenced by others, and advertising. It gets me thinking about it though. Part of that may just be my bored mind playing tricks on me, or just trying to occupy itself.

I notice a lack of randomness in other areas too. Events occur close together that should not, by probability. The universe is supposed to be perfectly random, and I notice too many things that fit a pattern rather than being random. The grocery store is the only one I can come up with now, because I am currently extremely stressed out about my job and I think about it a lot.
A good word would be surreal. I feel that feeling very often. Maybe it’s just because lately a lot of big things (emotionally) are happening to me and it shocks me. I’m not exactly sure. Just recently, something that I had really hoped for, but had all but completely given up on (decided it was impossible), happened. When something goes so well, I just assume I’m dreaming it. I don’t like thinking that I dreamt it, so I don’t let myself.
However, based on this theory, everything could easily be a dream, or a nightmare depending on what’s going on.

I also get to thinking about the „meaning of life“. What is the point? What happens when I die? How do I know I actually will? That comes from just the simple fact that I have never experienced death, so I can’t fathom what it’s like or what happens after it. The hardest thing of all for me to try to understand is what it would be like if I didn’t exist. This is where my „theory“ comes in. In that scenario, I always exist. I think this is also a reason why people believe in reincarnation.

Also, I can’t understand what life is. Plants are alive, animals are alive…what makes them alive? Certainly it’s not chemical reactions in their cells, that’s just stupid. Since I (or anyone else) can’t come up with a viable explaination on what it is, I can much more easily just decide that it’s made up, imagined.

I don’t know where I’m going with this lol. Even though for some reason that scenario seems to be easier for me to believe than others, it scares the hell out of me. I rather like the people I know, some in particular, and I will not let myself believe that I’m imagining them. So I don’t let myself think this way for very long, and try to forget it. I chalk it up to an over-active imagination. To keep my sanity, I just believe in creationism. When I logically think about it (which is hard to do), both theories are equally plausable. That comforts me. Lol, there’s comfort in that both theories are equally absurd.

I think I might be possessed by a demon to think terrible thoughts that I am alone. Maybe it comes from loneliness. I don’t think I’m lonely anymore, though. There were times in the past where I definitely felt very alone, which may have been where these thoughts were seeded.

I could just be insane, too. That often comes to mind. lolol

I could just be insane, too. That often comes to mind. lolol

Dieser Art von Gedanken zeichnet einen gewissen Typ aus, der anfängt sich über das Leben und Dasein orientieren zu wollen. Warum die Nase rümpfen? Das sollte man verstehen und wenn man kann, ihm dabei Hilfestellung geben. Er bringt Möglichkeiten und Zweifel aus seiner eigenen Gedankenwelt ins Spiel. Da er ein einfacher Kerl zu sein scheint, so sind es auch seine Überlegungen.

Im übrigen kennzeichnet das genau die Situation, die ich unten vermutet haben.

rolf

Hallo,
du meinst also, diese Art „Matrix“, die er beschreibt, weist darauf hin, dass er sich vielleicht irgendwie „gefangen“ fühlt inmitten von Leuten, die vielleicht nicht so bewusst über die Dinge nachdenken wie er es tut? Also er fühlt sich sozusagen unverstanden?

Viele Grüße,
Julia

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Hallo,
du meinst also, diese Art „Matrix“, die er beschreibt, weist
darauf hin, dass er sich vielleicht irgendwie „gefangen“ fühlt
inmitten von Leuten, die vielleicht nicht so bewusst über die
Dinge nachdenken wie er es tut? Also er fühlt sich sozusagen
unverstanden?

Ich meine, der Mensch fühlt sich, wenn er anfängt zu erwachen, grundsätzlich unverstanden. Dabei ist es wohl gleich, in welcher Umgebung sich dieser Prozess abspielt. Denn das heißt ja auch, sich als Einzelperson zu erkennen, die aber in einer Umwelt lebt, in der sie sich behaupten muß. Das heißt wiederum Kampf und bringt eben dieses Gefühl der Isoliertheit mitsich, das natürlich durch die Gruppenbildung assimiliert und gelindert wird.

Die Menschheit ist eine Hierarchie, die aus dem Unbewußten ins Bewußte aufsteigt. Diese Unterschiede muß man im Auge behalten. Aus einem schäfischen Bewußtsein, das sich nur in der Masse wohlfühlt, zu einem individuellen zu wachsen, zu einer bewußten Persönlichkeit, ist der Prozess der Evolution des menschlichen Bewußtseins.

gruß
rolf

So könnte man das wohl auch erklären:

http://en.wikipedia.org/wiki/Derealization

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Ich würde diesen Zustand der Entpersönlichung, wie er dort dargestellt wird, als Übergang zu einer neuen Persönlichkeit definieren. Daran läge ansich nichts Ungewöhnliches. Es ist halt nur ähnlich wie bei einer Geburt schmerzhaft.

Einen Persönlichkeitswechsel darf man aber nicht als einen krankhaften Zustand ansehen.

gruß
rolf

hallo branden,

mussichmal nachfragen - teenis fühlen sich in der pubertät ja gelegentlich mal längere phasen „ziemlich allein auf dieser welt“

mene - solange so en gefühl kein dauerzustand ist sondern ich sag mal
eine übergangsphase -ist es auch dann schon „grenzwertig“ im sinne einer psychischen störung?

es fällt mir ein wenig schwer das so nachvollziehen zu können.

LG
nina