Wiese in Garten umwandeln

Wir möchten aus einem Teil einer sehr lehmigen Wiese einen Gemüsegarten machen … so schnell wie möglich, so dass wir im Sommer wenigstens ein paar Kräuter und Radieschen haben … in Zukunft möchten wir Stück um Stück vergrössern.

Wo beginne ich? Mir hat jemand gesagt, dass man die Erde mit Plane abdecken soll, später durchfräsen und dann einfach mal beginnen. Was denkt Ihr?

Gruss aus dem Südburgund
Vera

Hallo Vera,

so haben wir es gemacht bzw. anstelle von dunklen Planen noch mit Roundup behandelt. Da es noch früh im Jahr ist würde ich mit den Planen arbeiten, dann fräsen, noch mal fräsen und immer wieder hacken. Wenn es echt richtig lehmig ist noch Kompost / Humus und Sand drunter mischen, damit es krümelig bleibt und dann los legen. Bei uns sind Erdbeeren super angegangen und auch Stachelbeeren gedeihen gut.

Gruß und viel Erfolg!
Alexandra

Servus,

Der Jemand hat, deucht mich, nicht so arg viel Ahnung.

Abgesehen von wenigen Lössanwehungen entlang der Côte d’Or sind die Böden in der Bourgogne nicht lehmig, sondern tonig. Und zwar tonig von der verschärften Art: Kalkarm, ansauer, staunass.

Aus leidvoller Erfahrung hier im Forum weiß ich, dass fast immer Ton gemeint ist, wenn von Lehm gesprochen wird. Der Unterschied ist, dass Lehmböden die fruchtbarsten überhaupt sind, und Tonböden noch schwerer etwas abzuringen ist als auf Sand.

Wenn man einen schweren Tonboden, der ohnehin schon mit schlechter Sauerstoffversorgung zu kämpfen hat, auch noch mit einer luftundurchlässigen Folie abdeckt, ruiniert man ihn durch die anaerobe Fäulnis der krepierten Pflanzen auf viele Jahre.

Fräsen auf Tonboden ist nochmal extra schlecht: Man legt mit der Fräse einen Verdichtungshorizont in etwa 20 cm Tiefe, die Staunässe wird noch schlimmer, nichts kann mehr ordentlich wurzeln, und Leguminosen und Klee bringen fast keinen Stickstoff mehr an Land. Außerdem richtet man mit mechanischer Bearbeitung (Spaten, Pflug, Fräse) auf tonigen Böden Verdichtungen im Mikrobereich an, die Legionen von Regenwürmern in vielen Jahren nicht wieder reparieren können.

Mit Radieschen und Kräutern ist 2010 sinnvollerweise nichts.

Folgende Schritte:

(1) Sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist, wird vielleicht Mitte März - Mitte April sein, wendend umstechen.

(2) Die umgedrehten Grassoden nach weiterem Abtrocknen ausschütteln und am Rand zu einer Miete aufschichten.

(3) Auf dem Stück in Streifen Ackerbohnen - Phacelia - Senf - evtl. Lupinen säen.

(4) Im Spätsommer mit der Sense mähen und das Mähgut gleichmäßig verteilt liegen lassen.

(5) Im späten Herbst 2010 noch einmal wendend umstechen; Hügelbeet einrichten, Kompost oberflächlich einbringen, wenn sehr sauer ist im Frühjahr 2011 ein wenig aufkalken.

(6) Dann im Frühjahr 2011 bestellen wie gewohnt; wo späte Kulturen vorgesehen sind, ab Anfang März nochmal Phacelia einsäen. Immer darauf achten, dass nicht viele Beete über Winter kahl bleiben, sukzessiv immer weniger Umstechen, Humusversorgung mit von Jahr zu Jahr wandernden Kleewegen und Hügelbeeten verbessern. Pflanzennachbarschaften pflegen, möglichst wenig Boden sollte offen den Niederschlägen ausgesetzt bleiben. Für den Anfang sind Kartoffeln, Ackerbohnen, Buschbohnen, Zucchini gut geeignet.

Schöne Grüße

MM

so haben wir es gemacht bzw. anstelle von dunklen Planen noch mit Roundup behandelt.

Toller Tipp, schade dass es keine Minuspunkte gibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Roundup

Iru

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noch eine Idee: Hügelbeet
Hallo!

Eine Idee wäre noch ein Hügelbeet. Es ist zwar nicht die richtige Jahreszeit (der Herbst wird empfohlen, damit es sich über den Winter setzen kann), aber ich finde ja immer: Versuch macht kluch.

Die schnellste Möglichkeit, Wiese oder Rasen loszuwerden ist das Abstechen der Rasensoden. Diese kann man kompostieren oder eben zum Bau eines Hochbeetes verwenden.

Beim Hügelbeet hat man ja außerdem die Möglichkeit, das Substrat, das man oben aufbringt, selbst zu wählen und ist somit nicht auf den reinen Ton/Lehm angewiesen. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Laufe der Jahre durch die Verrottung der groben Schichten und das anschließende Einarbeiten derselben nach ein paar Jahren der Boden strukturell verbessert wird.

Prinzipielle Maßnahmen wären:

  • Sand einarbeiten
  • Boden möglichst immer bedeckt halten, entweder mit Gründünger, Mulch, - Flächenkompostierung
  • groben, noch nicht ganz verrotteten Kompost einarbeiten.

Vielleicht kann man ja in diesem Jahr ein paar anspruchslose Dinge angebaut werden, ohne große Ansprüche an den Ertrag. Kartoffeln werden hier dafür empfohlen, ich bin mir nicht sicher, ob das nicht daher rührt, weil man beim Kartoffelanbau auf jeden Fall zwei mal umgraben muss…

Bohnen halte ich noch für angebracht. Buschbohnen, schön dicht…

Grüße
kernig

so haben wir es gemacht bzw. anstelle von dunklen Planen noch
mit Roundup behandelt.

Den Roundup-Tipp habe ich von vielen bekommen, allerdings frage ich mich, ob es wirklich so „unschädlich“ ist. Ich bin schwanger und werde dann stillen, bin dadurch natürlich vorsichtiger, als wenn es nur mich betrifft …

Erdbeeren klingen natürlich sehr gut. Schnecken scheint es hier nicht so viele zu geben.

Danke für die ausführliche Antwort! Auf den Unterschied zwischen Lehm und Ton habe ich natürlich nicht geachtet. Wir sind direkt an der Grenze zum Jura, wenn es regnet, gibt es auf der tiefergelegenen Wiese nebenan oft grosse Wasserflächen, wir wollen unseren geplanten Garten also auf der höchsten Stelle anlegen.

Unsere Vorgänger haben (auf einem anderen Stück Land mit sehr viel Schatten, deshalb möchten wir einen neuen Ort) mit ziemlich vielen Gemüsesorten/ Blumen Erfolg gehabt, die Sachen wachsen eigentlich gut.

Wir haben genug Land, um auch Fehler zu machen … aber viel falsche Arbeit investieren und Zeit verschwenden möchten wir auch nicht.

Die Tipps klingen ausserordentlich vernünftig, das andere klang halt so einfach.

Servus,

Erdbeeren sind zwar Flachwurzler, aber sie brauchen einen gut humosen, lockeren, tiefgründigen Boden. Schwach sauer könnte passen - das ließe sich sagen, wenn Du mehr zum Standort schriebest (die geologische Karte Frankreich hab ich grad verschlampt, besser wäre es, mehr Information aus erster Hand von Dir selber zu haben).

Wenn Du so lieb wärst und Dich dazu äußertest, ob Du Lehm oder Ton meinst, wenn Du von Lehm sprichst, ließe sich eher sagen, ob die Erdbeeren (gepflanzt Sommer 2010) in 2011 eine sichere Enttäuschung sein werden, oder ob sie Chancen auf wenigstens einen kleinen Ertrag haben werden.

Mehr Input >> besserer Output. Dann ließe sich eher beurteilen, ob die Hinweise von Alexandra, die meines Wissens auf rheinhessischem Lösslehm sitzt, zu Deiner Situation passen, oder ob Du sie bloß deswegen eher akzeptierst als die von kernig und mir, weil sie Dir besser gefallen.

Übrigens: Die Anwendung von Roundup für diesen Zweck ist in D verboten - ich empfehle, Informationen über die Lage in F einzuholen. Man macht sich als Neuankömmling nicht beliebt, wenn man manifestiert, dass einem grad egal ist, was die Grande Nation reglementiert.

Schöne Grüße

MM

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Mein Vater hat früher mit viel Erfolge ein Hügelbeet angelegt, das ist sicher eine gute Idee. Und dann in der Zwischenzeit all die guten Tips mit Umstechen und verschiedene Pflanzen Einsähen zur Bodenverbesserung auf dem weiteren Boden umsetzen, damit wir im ersten Jahr wenigstens etwas haben. Kartoffeln und Bohnen klingen ja schon mal sehr gut.

Wenn Du so lieb wärst und Dich dazu äußertest, ob Du Lehm oder
Ton meinst, wenn Du von Lehm sprichst

Danke für all die guten Tipps. Wir sind in Les Gobards, nächstes Dorf 71580 Savigny en Revermont, grob zwischen Lons le Saunier (noch Jura) und Louhans (schon Burgund). Ich habe tatsächlich keine Ahnung, was genau der Unterschied zwischen Lehm und Ton ist. Unsere Vorgänger hatten (wie gesagt, auf einem anderen Stück Land 100 m weiter mit viel Schatten) Erdbeeren und auch Beerensträucher.

Die Idee von Erdbeeren klingt einfach gut und wenig arbeitsaufwendig … aber locker ist der Boden sicher nicht, sondern sehr schwer. Wenn es geregnet hat, kleben einem dicke Klumpen an den Füssen. Dein Vorschlag ist vermutlich praxistauglicher. Vielleicht werden wir versuchen, EIN Hügelbeet anzulegen und das angrenzende Land nach und nach mit Deinen Tipps urbar zu machen.

Roundup haben mir viele empfohlen, aber bei mir dreht sich dabei immer alles um, wenn ich davon höre, zumal ich schwanger bin und danach stillen werde. Ich frage mich immer, ob die Sachen tatsächlich so unbedenklich sind (hier in Frankreich übrigens in jedem Supermarkt erhältlich). Selbst bin ich voll biologisch „auf eigenem Kompost und Hügelbeet“ aufgewachsen.

Es wird also viel Arbeit geben :frowning:

Servus,

Wir sind direkt an der Grenze zum Jura, wenn es regnet, gibt es
auf der tiefergelegenen Wiese nebenan oft grosse
Wasserflächen

an dem Abbruch entlang der Saone gibt es Böden aus „fast allem“: Schöne Braunerden auf Jura, säuerliche Schieferböden, aber auch grauslige Pelosole aus Buntsandsteinverwitterung und aus Keuperverwitterung; in den Tälern Auenböden aus jungen Sedimenten. Die auf Keuper sind wenigstens nicht so sauer und kalkarm wie die auf Buntsandstein, aber staunasse Pelosole („Minutenböden“) findet man dort genauso.

Ein bissel was kann man auch ohne präzise geologische Karte dazu sagen, wenn man Färbung und Struktur des Bodens kennt. Charakteristisch für dichte, schwere Pelosole ist die Bildung von Rissen bei Trockenheit und das schnelle Verschlammen bei Regen wegen Staunässe und hohem Tongehalt; tonige Böden auf Buntsandstein und Rotliegend kann man an der Farbe erkennen.

Unsere Vorgänger haben (auf einem anderen Stück Land mit sehr
viel Schatten, deshalb möchten wir einen neuen Ort) mit
ziemlich vielen Gemüsesorten/ Blumen Erfolg gehabt, die Sachen
wachsen eigentlich gut.

War das ein langjährig als Garten/Acker genutztes Stück? Ist bekannt, warum die Wiese, die Ihr ins Auge gefasst habt, Wiese ist - und wie lange sie das schon ist?

Man findet sogar im Buntsandsteingebiet Stücke mit einem relativ guten Wasserhaushalt und einer halbwegs ordentlichen Humusversorgung - das sind die, die als Terrassen knapp oberhalb der Talgründe einige hundert Jahre lang bewirtschaftet worden sind. Wenn die Wiese schon lange Wiese ist, oder gar seit ihrer Kultivierung nichts anderes war, sieht es da ziemlich mau aus mit einem schnellen Erfolg, und es wird notwendig sein, Luft- und Wasserhaushalt und Humusversorgung langsam aufzubauen. Geht auf Keuper relativ besser als auf Buntsandstein, Schiefer, Granit.

Ist aber nicht aussichtslos, die intensive manuelle Bearbeitung und - wenn man dafür sorgt - fast ganzjährige Vegetation im Gemüsebau hilft da schon.

Nungut - schon viele Siedler haben mit Kartoffeln und Ackerbohnen angefangen, und „dem ersten der Tod, dem zweiten die Not, dem dritten das Brot“ ist unter ganz anderen Bedingungen geprägt worden: So arg muss es nicht werden.

Schöne Grüße

MM

Servus,

noch ein Nachschlag: Recht unempfindlich auf schwere, auch staunasse und saure Böden sind rote Johannisbeeren. Pflanzloch auf ca. 60 cm ausheben, Aushub nicht vermischen, sondern beim Pflanzen in der gleichen Schichtung wieder einbringen, vorher mit grobem Kompost und Hornspänen zum C/N-Ausgleich aufmischen.

Die geben bald Ertrag und die meiste Arbeit ist die Ernte.

Wenn ihr auf der „Bio“-Schiene seid: Ich hab grad für Clafoutis zwei Gläser Johannisbeeren aufgemacht, die ganz ohne zugesetzten Zucker sterilisiert sind. Alles, was da ohne Zucker anders ist, ist die etwas weniger leuchtende Farbe. Die abgetropfte Flüssigkeit lässt bei gut reifen Beeren fast an einen Sirup denken, sie ist auch ohne zugesetzten Zucker sehr aromatisch und angenehm süß.

Schöne Grüße

MM

Hallo Martin,

in Frankreich werden in der Landwirtschaft noch ganz andere Chemiekeulen eingesetzt, die hier längst verboten sind, weswegen es da einen regelrechten Grenzschmuggel gibt :o) Sicher ist aber Chemie nur die letzte Lösung und da es ja noch früh im Jahr ist und man mit Säen etc noch Zeit hat, reicht die Planenlösung voll und ganz aus.

Erdbeeren - da mussten wir auch noch mal gut was unter den Boden mischen, damit die Erde lockerer wird. Nur Lehm wird einfach zu schnell zu trocken und dann geht bei den Erdbeeren nichts mehr - haben wir an Testpflanzen die wir im Frühling gesetzt hatten leidlich feststellen müssen. Die im November gepflanzten Exemplare sind super angegangen und haben sogar jetzt schon neue Blätter.

Grüsslies,
Alexandra

PS: Der Zaun ist fertig und mir fehlen noch mal 20 dicke Stämme um die gewünschte Höhe zu erreichen. Die Tage kippe ich noch diverse Samen von Kletterpflanzen dran und dann lass ich mich mal überraschen.

Wir haben unsere Zwetschgen im letzten Jahr auch fast ohne Zucker sterilisiert - ein Traum!!! und schon kommt der Sommer auf den Tisch mit armen Vanillepudding - mhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh. Ohne Zucker vieeeeel besser!

Hallo Vera,

das Roundup ist angeblich unschädlich, da es von den Pflanzen direkt aufgenommen wird und sich dann auch recht schnell zersetzt. Als Schwangere würde ich es dennoch nicht sprühen - auch oder insbesondere Mittel gegen Läuse und Co sind da viel heftiger - da habe ich in der Schwangerschaft und Stillzeit auch meinen Mann los geschickt.

Versuch die Planenlösung oder eben das Hochbeet, dann hast Du auch kein Schneckenproblem und kannst gleich die ganzen Zweige und Äste entsorgen die jetzt im Garten anfallen - diese ganz unten rein ins Beet, dann Gras und Blätter drauf und dann den Rest mit mit ordentlicher Erde auffüllen.

Gruß,
Alexandra

PS: wir testen immer einzelne Pflanzen an und wenn das klappt, dann wird großflächig im nächsten Jahr gesät/gepflanzt.

Ohhhh, danke für den Exkurs!!! Nehme dann weiter unten mein Votum für die Plane zurück.

Servus,

in Frankreich werden in der Landwirtschaft noch ganz andere
Chemiekeulen eingesetzt, die hier längst verboten sind,

hmm - es gibt z.B. auch neue Zulassungen für Mittel, die in D keine erhalten. Und umgekehrt auch Widerruf von Zulassungen, die in D weiter bestehen.

Es hilft nichts: Wenn man einen konkreten Wirkstoff einsetzen möchte, muss man sich drüber kundig machen, ob man das darf. Oder ggf. damit leben, dass mans nicht darf und trotzdem tut. Warum zweiteres im vorliegenden Fall nicht nützlich ist, habe ich bereits erläutert.

Die Problematik der

Planenlösung

habe ich bereits beschrieben. Sie kann nur funktionieren, wenn ein sehr gut durchlüfteter Boden ohne Staunässe vorliegt.

Auch hierzu:

Nur Lehm wird einfach zu schnell zu trocken

habe ich mich bereits geäußert: Lehmige Braunerden haben einen ganz hervorragenden Wasserhaushalt. Bei Tonböden, die hier vermutlich vorliegen - vielleicht schau ich gelegentlich nochmal nach, wir kennen ja jetzt den Ort, können also bestimmen, um was für einen Boden es geht, ohne im Nebel rumzustochern - sieht das ganz anders aus.

und dann geht bei den Erdbeeren
nichts mehr - haben wir an Testpflanzen die wir im Frühling
gesetzt hatten leidlich feststellen müssen.

Pflanzzeit für Erdbeeren ist ende Juli. Für Frühjahrspflanzung bekommt man bloß Frigo-Pflanzen als Containerware: Containererdbeeren brauchen den Boden sowieso bloß zum Festhalten der Pflanzen, sie wurzeln kaum ein; bis sie halbwegs selbständig sind, ist schon wieder Zeit, die Kultur abzulösen. Containerpflanzen überleben unabhängig vom Boden nur, wenn man sie ständig an den Tropf hängt.

Schöne Grüße

MM

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Servus,

und sich dann auch recht schnell zersetzt.

Nebbich nicht zu seinen Bestandteilen Wasser, Phosphor und Stickstoff, sondern zu anderen Metaboliten. Abgesehen davon, dass diese von Monsanto ohne konkrete Einzelheiten als „harmlos“ bezeichnet werden, ist über die Metaboliten von Glyphosat kaum etwas bekannt. Sie werden im Rahmen des Zulassungsverfahrens auch nicht untersucht.

Anders als Atrazin, das heute noch in der Weltgeschichte herumvagabundiert, kommt Glyphosat nicht als Glyphosat in Grundwasser, Vorfluter und Meere. Aber als was denn, will zur Stunde noch niemand wissen. Nun, ich denke, wir werden das wie üblich erfahren, wenn die Wirkungen sichtbar sind. Das ist aber zu spät.

Schöne Grüße

MM

Deine Erörterungen zur Planenlösung habe ich erst später gesehen nund schon revidiert.

Das Wasser speichert sich recht gut, aber wenn es mal trockener ist, dann wird die obere Schicht recht schnell sehr fest und das scheint den jungen Pflanzen zu schaffen zu machen. Wir haben hier Beete in knalliger Sonne von morgens bis abends und da kannst Du gießen so viel Du willst - die Mittagszeit reicht, um die obere Schicht wenn nichts beigemischt ist so hart werden zu lassen, dass man sehr lange gießen muss um das wieder aufzuweichen.
Die alten Stauden halten 14 Tage und länger ohne Gießen aus.

Roundup im Gemüsegarten
Hallo!

Du bringst es auf den Punkt.

Ich verstehe immer gar nicht, wie man auf die Idee kommen kann, solche Mittel im Gemüsegarten anzuwenden. An anderen Stellen mag es ja unter Umständen seine Daseinsberechtigung haben. Das kann natürlich jeder für sich entscheiden, die Fragestellerin hat sich ja schon dazu geäußert.

Wenn ich mit derartigen Mitteln behandeltes Gemüse haben möchte, geh ich in den nächsten Discounter und kaufe es dort. Das ist billiger und mit weniger Aufwand verbunden. (Roundup ist ja auch nicht grade billig.)

(Und, fast ganz am Thema vorbei: Mich erstaunt immer wieder, wie in unserer -recht bewegungsarmen Gesellschaft- körperliche Bewegung durch Chemie ersetzt wird: Beim Putzen, beim Entfernen von Bewuchs im Garten, bei jeder Diät mit irgendwelchen „Wunderpillen“. Dafür schießen die Fitnessstudios wie Pilze aus dem Boden (Auch dort gibt es Geräte, die Muskelaufbau ohne viel Bewegung versprechen). Ich finds paradox. „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“)

Die Aussage von Monsanto, dass sich das Mittel zu ungefährlichen Endprodukten abbaut, ist in manchen Ländern untersagt worden. Und mal ehrlich: Es ist kaum zu erwarten, dass ein Hersteller sein Mittelchen freiwillig als bedenklich bewirbt.

Grüße
kernig

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