Wieso kein Schweinefleisch?

Hallo und guten Abend,

die Freundin meiner Tochter ist Türkin. Heute fragte sie mich (meine Tochter), wieso wir Schweinefleisch essen dürfen aber die Türken nicht. Auf die Frage, was Melis (die Freundin) denn dazu sagt, kam nur, dass sie es nicht genau wüßte. Ich konnte darauf auch nur antworten, dass der Islam den Verzehr von Schweinefleisch verbietet, aber nicht den Grund dafür.
Kennt sich jemand aus?

Danke und Gruß
Sarah

Hallo, Sarah!

Google hilft mit den Suchbegriffen „islam schweinefleisch“ :wink:

http://www.islamauskunft.de/sonstiges/so0040.htm

Gruß!
Christopher

Hi Christopher,

danke für den Tip :smile:.

LG
Sarah

Hallo beide,

auch Christen dürfen nicht: 5. Mose 14, 8, im Original ans Volk Israel adressiert, ist durch (u.a.) Matthäus 5, 18-19 auf alle erweitert, die sich für die Nachfolge Christi entschieden haben.

Der teilweise exzessive Verzehr von Schweinefleisch durch Christen ist mir ein dogmatisches Rätsel. Kennt jemand eine Rechtfertigung dafür, die sich aus Gesetz, Prophezeiung und Heilsbotschaft herleiten ließe?

(Die moderne Argumentation „nicht wörtlich zu nehmen“ giltet nicht, weil sie bereits durch Matth. 5, 18-19 bestritten wird: Auch wenn man „ein Jota“ nicht wörtlich nimmt, ist es doch sehr sehr wenig…)

Schöne Grüße

MM

Hi Martin,

auch Christen dürfen nicht: 5. Mose 14, 8, im Original ans
Volk Israel adressiert, ist durch (u.a.) Matthäus 5, 18-19 auf
alle erweitert, die sich für die Nachfolge Christi entschieden
haben.

was hast du denn für eine Bibel? Oder war die Referenz nur falsch?

Alles Gute wünscht
Michael

Hallo Michael,

in der Menge-Übersetzung (württ. Bibelanstalt 1954) steht an den genannten Stellen:

  1. Mose 14, 8

(…14, 7: Dagegen dürft ihr … nicht essen) (8) ferner das Schwein, denn es hat zwar gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer: als unrein soll es euch gelten (…)

Matthäus 5, 18-19 :

Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird vom Gesetz nicht ein einziges Jota und kein Strichlein vergehen, bis alles in Erfüllung gegangen ist. Wer also ein einziges von diesen Geboten - und wäre es das geringste - auflöst und die Menschen demgemäß lehrt, der wird der Geringste im Himmelreich heißen; wer sie aber tut und so lehrt, der wird groß im Himmelreich heißen.

Ist die Referenzierung seither geändert worden?
Der Inhalt wohl kaum.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Der Verzicht auf Schweinefleisch ist eine Voraussetzung des Gesundwerdens und des Gesundbleibens. Dies betrifft sowohl das geliebte Schweineschnitzel als auch alles andere, was aus Schweinefleisch hergestellt wird. Somit auch jegliche Schweinewurst, Schweinefett in z. B. Kalbsleberwurst oder Putenwurst, Schweineschmalz und Schweineschinken ( auch der Parmaschinken ist vom Schwein, denn es gibt kein „Parmatier“). Dies alles auch in Spuren. Sogar in Gelantine (z. B. in Gummibärchen) und in manchen Hautcremes ist Schweinefett enthalten.

Warum ist die absolute Einhaltung des Schweinefleischverbots so notwendig? Die Antwort ist: das Schwein ist für den Menschen hoch toxisch (hoch giftig) und zwar aus mehreren Gründen:
1.) Zunächst hat Schweinefleisch einen sehr hohen Fettgehalt. Schweinefleisch ist das einzige tierische Fleisch, das Fett sogar in der Zelle hat. Normalerweise kommt Fett praktisch nur im Fettgewebe vor. Daher können wir auch einen mageren Schweinebraten im eigenen Fett (im eigenen Saft) braten.

2.) Ebenfalls enthält das Schweinefleisch sehr viel Cholesterin. Der menschliche Organismus benötigt zwar Cholesterin für die verschiedensten Aufgaben, z. B. für den Aufbau von Zellmembranen, aber zu hohe Cholesterinzufuhr verursacht leicht Cholesterinablagerungen an den Blutgefäßwänden, eine Voraussetzung der Arteriosklerose = Arterienverkalkung d.h.
Verkalkung von Blutgefäßen, Veränderung der Arterien ( = Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg führen) durch Verfettung, Blut- und Kalkablagerungen, Gewebezerfall in den Arterien. Folgen der Arterienverkalkung sind unter anderm Thrombosen und Embolien (z.B. Schlaganfall) . Sie tritt zumeist in der zweiten Lebenshälfte auf und ist in den zivilisierten Ländern die Haupttodesursache. Risikofaktoren sind Zukerkrankheit, erhöhte Blutfett- und Cholesterinwerte sowie Bluthochdruck. Sind die Arterien des Gehirns betroffen, kann dies Persönlichkeitsveränderungen und Demenz ( Geisteskrankheit, Hirnschädigungen, Geistesschwäche , erworbener Schwachsinn) und schließlich Gehirnerweichung zur Folge haben.

3.) Schweinefleisch hat eine sehr schlechte Eiweißstruktur und daher eine sehr hohe Verwesungsrate. Es geht sehr schnell in Fäulnis über. Die dabei entstehenden Fäulnisprodukte belasten Darm, Lymphe, Blut, Leber und alle Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane erheblich. Sie können es daran erkennen, daß Schweinefleisch sehr schnell verdirbt. Stellen Sie sich bitte einmal ein Pfund Schweinemett bei 37 ° Außentemperatur (Körpertemperatur) bei hoher Luftfeuchtigkeit (die ist im Darm gegeben) nach etwa 48 Stunden (das ist etwa der Zeitraum der Darmpassage) vor.

4.) Schweinefleisch wirkt sich äußerst negativ auf die Struktur des Bindegewebes aus. Das Bindegewebe hat die Aufgabe, den Organismus als Ganzes zusammenzufügen. Das Wasser, welches das Bindegewebe aufnimmt, wird von kleinen molekularen Verbindungen gehalten, den sog. Mukopolisachariden, die zumeist schwefelhaltig sind. Je mehr von diesen Mukopolisachariden im Bindegewebe vorhanden sind, um so mehr Wasser wird festgehalten und um so aufgequollener ist es. Schweinefleisch ist stark schwefelhaltig und daher lagert sich bei Schweinefleischverzehr ein großer Teil dieser schwefelhaltigen Verbindungen im Bindegewebe ein. Das Bindegewebe saugt sich wie ein Schwamm mit Wasser voll. Es quillt förmlich auf. Dadurch werden die kollagenen und elastischen Fasern sehr stark belastet, neigen um so schneller zum Altern.

Da diese schwefelhaltigen Verbindungen organspezifisch sind, können sie manchmal bei ihren Mitmenschen erkennen, welches Schweinefleisch sie am liebsten essen, den Bauchspeck, den Rückenspeck, das Nackenkotelett, den Schinken. Ungeliebte Speckansammlungen am Gesäß und den Oberschenkeln sind häufig auf den Verzehr von Schinkenspeck mit zurückzuführen.

5.) Diese Schleimsubstanzen des Schweinefleisches werden auch in den Sehnen, Bändern und Knorpeln des Bewegungsapparates eingelagert. Dadurch wird dieses Gewebe aufgequollen, verschleimt, es wird weich und weniger widerstandsfähig. Als Folge überdehnen sich die Sehnen und Bänder leichter. Sie können den Belastungen nicht mehr standhalten, und der Knorpel degeneriert. Bänderschwäche, Rheuma, Arthritis, Arthrosen, Bandscheibenschäden sind in ihrer Entwicklung häufig mit auf das Schweinefleisch zurückzuführen.

6.) Schweinefleisch ist reich an Wachstumshormonen, das nicht nur ein verstärktes Wachstum der Jugendlichen bis hin zur Pubertät bewirkt, sondern auch bei Erwachsenen noch voll wirksam ist. Ein Übermaß an Wachstumshormonen fördert Entzündungen, Gewebsauftreibungen u. ä. Da es alle Wachstumsprozesse fördert, bewirkt es auch das Wachstum von Krebszellen und ist somit ursächlich an der Krebsentstehung und auch am Wachstum des Krebses beteiligt.

7.) Schweinefleisch enthält eine hohe Histaminkonzentration, die höchste , die es bei den Schlachttieren gibt. Histamin ist ein hochwirksames Gewebshormon und ist insbesondere beteiligt an den aggressiven Reaktionen eines Allergikers. Somit fördert Schweinefleisch allergische Prozesse vom Heuschnupfen und Asthma angefangen bis hin zu Hautallergien, Neurodermitis etc. Histamine unterstützen auch entzündliche Prozesse, wie Abszesse, Furunkel, Karbunkel, Darmentzündungen, Venenentzündungen, entzündliche Hauterkrankungen, Ekzembildungen. Bei jeder Streßbelastung kommt es zur Freisetzung von Histamin, was die negativen Erscheinungen von Streßbelastungen fördert und somit das gesunde Maß an Streß übersteigert: man neigt daher eher zu Magengeschwüren, Herzarrhythmien und Herzinfarkten etc…

8.) Das Schwein ist insbesondere durch die Massentierhaltung zu einem hochbelasteten Tier geworden. Früher waren Schweine durchaus robust. Unsere Großeltern wußten noch, daß man sogar auf Schweinen reiten konnte. Heute ist der Rücken des Zuchtschweins nicht mehr in der Lage dazu, ein solches Gewicht auszuhalten. Sie reagieren schnell mit massivem Streß, einem hohen Adrealinausstoß und mit Herzinfarkten. Davon kann jeder Schweinezüchter ein Lied singen. Wegen dieser hohen Sensibilität muß ein Schwein, das in der grausamen Massentierhaltung sein kurzes Dasein fristet, heute massiv mit Impfungen und profilaktischen Antibiotikagaben, Beruhigungsmitteln u. ä. vollgepumpt werden, die als Rückstände selbstverständlich im Schweinefleisch enthalten sind und aufgenommen werden.

Insgesamt ist das Schwein ein krankes und verseuchtes Tier. Deswegen untersagen sogar Therapeuten eines Therapeutischen Hauses ihren Patienten den Verzehr von Schweinefleisch strikt für den Rest ihres Lebens.

Hallo Sarah,

neben dem religiösen Aspekt hat das Schweinefleichverbot auch einen
medizinischen Hintergrund. Es geht dabei um die Trichinen. Infos zu
diesen Parasiten findest Du unter
http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/sicherheit/Tric…
Diese Parasiten spielten in geschichtlicher Zeit offenbar eine große
Rolle, sind aber zum Glück in Mitteleuropa und zu Beginn des 21. Jh.
(aufgrund der guten Lebensmittelüberwachung - Fleischbeschau) defacto
nicht mehr vorhanden.

Gruß
Manfred

Nu mal langsam…
Hallo Petra,

zunächst stimmt es natürlich, daß eine übermäßig und einseitig auf
(Schweine-)Fleisch orientierte Ernährung ungesund ist.
Die Aussage „das Schwein ist für den Menschen hoch toxisch (hoch
giftig)“ ist allerdings nicht einfach nur völlig übertrieben sondern
schlicht unwahr!
Ich will hier im Religionsbrett keine Ernährungsdiskussion vom Zaune
brechen. Aber Ihr Posting steckt voller Halbwahrheiten und Fehlinformationen. Sicher ist eine (schweine-)fleischfreie Ernährung möglich und auch gesund, eine bewußte und ausgewogene Ernährung mit (Schweine-)Fleich aber sicher auch!

mfg
M. Schubert

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Hallo,

das war ja eine ausführliche Beschreibung! Ich wusste bisher nur allgemein, dass Schweinefleisch eine sehr ungünstige Struktur hat und wenn überhaupt, dann nur in geringem Maße verzehrt werden sollte. Aber wie das immer so ist: Ein Stück Schweinefleisch schmeckt schon gut …

Weshalb ich noch einmal nachfrage: Diese religiösen Regeln stammen ja aus einer Gegend, in der es meist sehr, sehr warm ist (auch das Christentum stammt ja aus dem Orient!). Das macht den Schweinefleischverzehr nochmal über das normale Maß hinaus ungesund. Ist da was dran?
Ich meine aber auch, für die damaligen Menschen - nicht nur für die Europäer - kann das doch so tragisch nicht gewesen sein: sie sind meist gar nicht so alt geworden, dass sich das arg nachteilig auswirkt. Oder?

Gruß, Stucki

Hallo Sarah,

viele Speiseregeln der Juden und anderer semitischer Völker haben einen durchaus logischen Grund. Der des Verbots des Schweinefleisches ist nicht ganz so klar.
Es gibt mehrere Erklärungsansätze:

  1. kann Schweinefleisch Parasiten enthalten (z.B. Tichinen), die nicht so einfach zu erkennen ist. Diese Erklärung ist aber nicht sehr logisch, weil alles Fleisch, das ‚rein‘ ist, von einem geschulten Menchen freigegeben werden muß(Rabbi bei den Juden, bei den Muslimen weiß iches jetzt auf die Schnelle nicht).

  2. Unter Historikern gilt es als klar, daß die Menschen in vorderen Orient früher durchaus Schweine verzehrt haben, es aber durch die Änderung des Klimas dazu kam, daß das Schwein als ‚Futterkonkurrent‘ nicht mehr in großem Stil gezüchtet werden durfte. Um dem Volk diese Änderung nahezubringen wurde der Verzehr einfach verboten.

Beide Erklärungen erscheinen mit allerdings nicht besonders überzeugend.

Gandalf

Hallo Gandalf.

viele Speiseregeln der Juden und anderer semitischer Völker
haben einen durchaus logischen Grund. Der des Verbots des
Schweinefleisches ist nicht ganz so klar.

Das Problem bei diesen Erklärungsversuchen ist, dass sie sich immer einseitig auf eine Sache stürzen und diese ausschliesslich erklären. In diesem Fall das Schwein. Nur ist es im Judentum aber auch im Islam so, dass nicht das Schwein verboten ist, sondern nur Tiere erlaubt sind, welche bestimmte Kennzeichen haben. Hierunter fallen nur wenige Tiere, das Schwein aber eben nicht. So sind ja auch Kamel, Hase und Dachs verboten.

Schalom,
Jehuda

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Mosaisches Gestz
Hallo Martin,

das Mosaische Gesetz galt für Israeliten und den Menschen, die sich ihnen anschlossen (Proseliten). In Apostelgeschichte 15 wird klar definiert, dass Christen das Mosaische Gesetz NICHT einhalten müssen.
Als Christ kann ich jedes Fleisch essen, solange es ausgeblutet ist.

Ich kenne auch Niemand, der das Mosaische Gesetz einhält. Weder Juden, Christen noch Moslems. Und derjenige wäre sehr leicht zu erkennen. Er würde ein Kleid mit Fransen und blauer Schnur am Saum tragen, drei mal im Jahr zu den festgelegten Zeiten nach Jerusalem reisen und regelmäßig im Jerusalemer Tempel (!) seine Tieropfer darbringen.

Gruß
Carlos

Die schwächelnden Erklärungen des Menschen

Hallo Elimelech,

im Islam sind Kamel und Hase erlaubt. Verendetes jedoch nicht, auf dem Götzenaltar Geschlachtetes auch nicht und einiges mehr (siehe Anfang der 5. Sure des Koran).

Den Gesetzen Gottes liegt sicherlich unermessliche Weisheit zugrunde, was jedoch nicht heißt, das sie von jedem ignoriert werden dürfen, der jene Weisheit nicht erkannt hat, oder gar in eigenmächtigem Urteil glaubt, sie seien irgendwann einmal weise gewesen, jetzt jedoch nicht mehr, weil es ja Kühlschränke gebe und so weiter. (Irgendwie nicht sehr respektvoll, Islam & Judentum nicht einen Funken spiritueller statt materialistischer Begründungen für die Gesetze Gottes zuzutrauen. Schließlich ist das Schwein, und sei es in Wirklichkeit noch so gesund, Sinnbild für Unreinheit, dessen Verzehr abzulehnen Ausdruck des Willens eines Menschen ist, ein reiner Gottesknecht zu sein.)

Dem Volk Mose wurde das Arbeiten am Sabbat verboten - dennoch wurden diejenigen von ihnen bestraft, die versuchten, es zu umgehen, weil sie vielleicht dachten, es sei wirtschaftlich sinnvoller.

Viele Grüße,

Mohamed.

PS: Elimelech, heisst das „Gott ist König“? Es gibt auch im Arabischen „°ilâh“ (Gottheit) und „malik“ (König).

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Hallo Carlos.

Ich kenne auch Niemand, der das Mosaische Gesetz einhält.
Weder Juden, Christen noch Moslems. Und derjenige wäre sehr
leicht zu erkennen. Er würde ein Kleid mit Fransen und blauer
Schnur am Saum tragen

Tue ich :smile:

drei mal im Jahr zu den festgelegten
Zeiten nach Jerusalem reisen und regelmäßig im Jerusalemer
Tempel (!) seine Tieropfer darbringen.

Tue ich auch, wenn auch vielleicht etwas anders als du dir vorstellst, denn diese Mitzwot sind an Bedingungen gebunden. So konnte diese z. B. auch nicht von den Juden während der Wüstenwanderung erfüllt werden. Waren die also auch nicht „mosaischen Glaubens“?

Schalom,
Eli

PS. Zum „mosaischen Glauben“ gehörte schon immer neben der bekannten mündlichen Lehre (~ Bibel) auch die mündliche Lehre, welche sich auch an vielen Stellen in der christlichen Bibel wiederfindet. Hieraus ergeben sich dann auch die obigen Unterschiede in der Bewertung.

Hallo Mohamed.

Schließlich ist das Schwein, und sei es in
Wirklichkeit noch so gesund, Sinnbild für Unreinheit

Mh, bei uns nicht, hier scheint es wirklich einmal etwas anders zu sein. Denn nicht das Schwein ist unrein, sondern alleine das Fleisch von ihm. Aber das liegt hier vielleicht auch an der unterschiedliche Bedeutung von Reinheit.

PS: Elimelech, heisst das „Gott ist König“? Es gibt auch im
Arabischen „°ilâh“ (Gottheit) und „malik“ (König).

Ja.

Schalom.

hat mit der eigentlichen Frage eigentlich nichts zu tun aber ist das im Judentum nicht auch so, dass Tiere auf eine bestimmte Art geschlachtet werden muessen um „Koscher“ zu sein? Das bedeuted Koscher doch oder? Eine ehemalige Schulkameradin (eine Juedin aus Australien) hatte (als wir zusammen in der Pause Essen kaufen waren) gesagt sie wuerde keinen Joghurt essen wegen der Gelatine.
(Ist ja eigentlich kein Fleisch). Habe sie damals gar nicht genau gefragt warum weil ich nicht wollte, dass sie denkt ich finde sie komisch oder so. Ich bin selbst Veggie und mich nerven diese staendigen Fragen.
Aber interessieren tut es mich jetzt doch wie das genau ist…
Gruesse
Matti

uaaaahhh
Vielen Dank,
womit ich mal wieder froh bin, dass ich Vegetarier bin. Wenn mich das naechste mal jemand fragt warum, dann werde ich ihm diese Liste reichen.

Gruesse
Matti

hat mit der eigentlichen Frage eigentlich nichts zu tun aber
ist das im Judentum nicht auch so, dass Tiere auf eine
bestimmte Art geschlachtet werden muessen um „Koscher“ zu
sein?
Das bedeuted Koscher doch oder?

Koscher bedeutet eigentlich nur erlaubt und kann sich auf so ziehmlich alles beziehen. Nicht umsonst gibt es ja auch ein Buch „Koscher Sex“ :smile:

Bezogen auf das Essen, fängt dieses beim Produkt an, geht dann über die Zubereitung, über das Kochen bis zum Essen. Für jeden dieser Bereiche gibt es genau Grenzen und nur wenn es in jedem Bereich innerhalb dieser Grenzen sich bewegt, bleibt es koscher.

Es nützt also nichts ein Schwein zu schächten, das Fleisch wird dadurch nicht koscher. Und auch nach dem Schächten muss das Fleisch richtig behandelt und zubereitet werden. Koscheres Fleisch in einer trefen (untauglich) Küche, bleibt nicht koscher. Und auch später kann es nicht zusammen mit Joghurt gegessen werden. Ist also eine komplizierte Sache :smile:

Aber interessieren tut es mich jetzt doch wie das genau ist…

Bezieht sich das jetzt auch auf das Joghurt?

Schalom,
Eli

Aber interessieren tut es mich jetzt doch wie das genau ist…

Bezieht sich das jetzt auch auf das Joghurt?

Auf alles, also Joghurt, Koscher auch Fleisch und so weiter ;o)
bin eben ein neugieriger Mensch

Aber vielen Dank fuer Deine Erklaerung. Leider habe ich hier in Deutschland ueber das Judentum nie etwas gelernt … Schule etc.
Hatte auch leider erst durchs Ausland richtig Kontakt mit juedischen Leuten.

Gruesse
Matti