Wieso werden PKWs eigentlich immer größer?

Guten Morgen,

wenn ich so durch die Straßen gehe, staune ich manchmal nicht schlecht darüber, wie groß die Autos heutzutage sind. Aber warum ist das so? Hat das mit einer verbesserten Ernährungssituation zu tun?

Die Ansprüche der Menschen sind gestiegen und diese brauchen Platz.

Das wird als Fortschritt verkauft weil mehr Platz im Auto immer gut ankommt.

Man stelle sich vor, der neue Golf würde innen kleiner als sein Vorgänger ausfallen.

Der Golf 1 zb.ist um einiges kleiner als der aktuelle VW Polo der eine Fahrzeugklasse darunter liegt.

Die ganzen Airbags und Knautschzonen brauchen ja auch ihren Platz.

Das Leergewicht hat sich über die Generationen nahezu verdoppelt

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Liegt sicher auch an der aggressiveren Optik (ich sag nur “Ford Raptor"). Zum Vergleich: meine orangene Knutschkugel 1302s war immerhin über 4 Meter lang.

… und eine 400kg schwere Batterie passt besser in einen SUV als in einen Polo (obwohl es da inzwischen schon bemerkenswerte Stapelkünstler gibt >> MB CLA).

Ich brauche ein Rentnerauto, bei dem der Popo nicht 10cm über dem Asphalt schwebt. Dass ich beim aussteigen aber zunächst mit den Füßen in der Luft baumele ist auch nicht ok.
Dazwischen haben die dämlichen Designer wohl nichts anzubieten.
Ich hätte so viele Kritikpunkte anzubieten, aber auf mich hört keiner.

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Hallo,

Diese Autos gibt es durchaus. Suche mal unter “Hochdachkombis”. Da sie aber nur “vernünftig” sind und keine Emotionen in Sachen Leistung und/oder Aussehen bedienen, ist das Segment und damit die Auswahl relativ klein.

Hochdachkombi – Wikipedia

&tschüß

Wolfgang

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Mit sowas will man aber nicht unbedingt durch die Lande fahren.

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Warum nicht? Mache ich seit Jahren, und es gibt im Grunde nichts, was mich daran stört. Bequem, Geräumig, und super Felxibel für alles mögliche Einsetzbar. Und dennoch sparsamer als der typische SUV.

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Die Aura eines Caddys harmonisiert nicht mit meiner Persönlichkeit.

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zum Glück.

Sonst würde es den Herstellern schon länger sehr viel schlechter gehen.

grüße
lipi

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Mag sein, aber wenn man sieht wieviele dieser Fahrzeuge so auf der Straße unterwegs sind, scheint Deine Meinung von nicht so vielen geteilt zu werden.

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Der Anteil dieser Fahrzeuge am gesamten Kraftfahrzeugbestand sollte so um 1 % liegen.

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Das liegt eher an der Kaufentscheidung der Verbraucher. Fast alle Hersteller bieten auch kleinere Fahrzeuge an.

Hallo,

das hier

kann schon mal passieren, wenn man wie so viele andere die Vernunft beim Autokauf völlig abschaltet. Die Autoindustrie freut es jedenfalls.

&tschüß

Wolfgang

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Ich bin kein Wesen, das allein mit Vernunft entscheidet. Weiterhin habe ich eine emotionale Beziehung zu meinem Auto. Außerdem brauche ich mein Auto nicht zur Fortbewegung, ich komme überall mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad hin. Mit dem Auto fahre ich, weil es mir Spaß macht und gut tut.

Falls ich mal depressiv sein sollte, könnte sich meine Krankenkasse viel Geld sparen. Man müsste mir einfach ein schönes Auto für ein paar Tage mieten und mir gute Musik darin anmachen, schon ginge es mir wieder gut.

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Es ist nicht alles nur schwarz und weiß bzgl Emotionen - wir haben auch einen Mini-Van (Citroen Grand Picasso) - der löst bei uns nur positive Gefühle aus (also auch unsere Familie hat durchaus einen emotionalen Bezug zu ihrem Auto), weil es viel Auto (=Funktion) ist. Man sitzt hoch und sieht über den Verkehr - es ist ein tolles Reisen damit auf langen Touren, sehr komfortabel der Einstieg und das Fahrgefühl (langer Radstand), man kann aber auch 2 Fahrräder darin liegend transportieren ohne das Vorderrad auszubauen (wenn man die 2. Sitzreihe umklappt) und freut sich wirklich bei jeder Fahrt daran. Mit Radständer hat er gefühlt die Länge einer Segeljacht.

Gleichzeitig ist er aber nicht so hoch wie ein SUV oder ein VAN (der würde nicht in unsere Garage passen von der Höhe wegen unter der Decke hängendem Holztor). Und man hat weniger Verbrauch wegen geringerem Luftwiderstand und geringerer Masse. Er füllt sozusagen das Segment zwischen den hohen Autos und dem gewöhnlichen Kombi. Das ist sehr beliebt heute - diese Zwitterlösung: Golf +, Touran, B-Klasse … - mein Lieblingsauto war die MB R-Klasse (das Händlerauto, dem kommt der Citroen außer beim Preis ziemlich nahe)…

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Es hat mit der zunehmend verbreiteten Illusion zu tun, man sei nur so viel wert, wie man Platz braucht. Das lässt sich nicht nur bei den bedauernswerten Nullen mit zwei Tonnen Blech am Hintern beobachten, sondern auch bei den Figuren, die mühelos zu zweit einen kompletten Gehsteig blockieren.

Erst kürzlich wurden hier die vernünftigerweise recht schmal gebauten Lieferfahrzeuge von PicNic als „komisch“, „seltsam“ oder sowas ähnliches bezeichnet.

Es gilt also:

Isch breit - isch fett - isch staark - was Du wollä?

Schöne Grüße

MM

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Mal ganz böse gesprochen: Weil es offenbar immer weniger Menschen gibt, die nicht durch aufgeblasene Kotflügel und Co. ihren (angeblichen) Stand in der Gesellschaft meinen belegen zu müssen. Ein gewisses Wachstum durch Sicherheitsaspekte ist jedenfalls schon lange, lange vorbei, und auch bei E-Autos mit Platzbedarf für den Akku sehe ich nicht, dass die nicht auch anders unterzubringen sind, wie genug Fahrzeugmodelle belegen.

Darunter leiden insbesondere diejenigen, die tatsächlich als Familie, Hauseigentümer auf dem Land mit größerem Grundstück/Sanierungsbedarf, … größeren Platzbedarf haben, und immer weniger klassische Kombis, Hochdachkombis o.ä. finde, weil mehr und mehr Fahrzeuge dieser Klasse auslaufen, abgekündigt sind, oder schon nicht mehr in Produktion sind.

BTW: Mehr Platz in SUVs ist oft ein Märchen.

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Na wenn da mal nicht die Hersteller der Autos dahinterstecken:)
Man hat den Leuten ja eigeredet, was für Autos sie brauchen. In der Stadt einen SUV - ja sicher, man sieht dann ja mehr im Verkehr und sicherer ist es auch (nur halt nicht für den Fußgänger).
Wo sind die Gewinnspannen für die Hersteller größer? Natürlich bei größeren und teureren Modellen. Zufall? Wohl eher nicht.
Genauso hat es sich mit den Motoren abgespielt. Neue Motoren hatten auch immer mehr PS. Entwicklung bei kleineren Motoren wurde eher eingestellt. Hat ja auch mal das 1 Lier Auto vom VW gegeben. Was ist daraus geworden? Nix. Stattdessen hat man weiter fette Motoren entwickelt.

Jetzt kann ich größere Autos halbwegs wegen den Akkus verstehen. Wir aber auch nicht mehr lange dauern bis es da auch Kleinwagen mit genug Akkukapazität gibt. Denke aber auch dann geht der Trend nicht in die andere Richtung.

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