Hallo!
Ist vermutlich an dieser Stelle nicht der Diskussionspunkt -
aber einem Anwalt schadet ja die praktische Ausbildung auch
nicht oder? So weit ich weiß hat ein Jurist mit 1.Staatsexamen
noch keinen Gerichtssaal von innen gesehen?
Das ist schon richtig, aber die praktische Ausbildung ist immer noch in zu großem Maße auf den Richterberuf ausgelegt, das meinte ich damit. Im übrigen habe ich schon vor dem 1. Examen den einen oder anderen Gerichtssaal von innen gesehen. Muss man natürlich nicht, schades aber nichts.
Ehrlich gesagt wende ich in der Regel nicht so viel
emotionalen Stress auf, um mir zu überelgen, ob ich einen
Schüler"nicht leiden" kann.
War ja auch nicht die Regel, wird aber sicherlich vorkommen. Ich persönlich bilde mir auch ein, dass mich meine Deutschlehrerin von der 5. bis 7. Klasse nicht leiden konnte, weil sie mit meiner Schwester derzeit ihre Problemchen hatte, aber dasmag eingebildet sein…
Was sind das für Gesetze?? Was sind
das für Juristen und Politiker??
Da sind wir uns ja einig
Nur eine kleine Anmerkung noch: Gesetze werden von Politikern beschlossen, da können die Juristen auch nichts dafür, im übrigen sind zum Beispiel gerade im Sozialrecht kaum noch Juristen an den Entwürfen beteiligt.
denn das sind einfach Lehrer, die ihren Job schlecht machen.
Ist denen klar, dass sie mit der Arbeit die sie abliefern in
jedem Unternehmen rausflögen?Vermulich ist ihnen das sogar klar…Aber glaube mir, genau
diese Kollegen sind uns Lehrern selbst ein Dorn im Auge, weil
wir wegen denen beständig in der Verteidigungsposition sind,
uns rechtfertigen müssen wie viel wir tatsächlich arbeiten,
und so weiter. In jedem Beruf gibt es Leute, die ihren Job gut
machen und welche, die ihn schlecht machen. Leider fallen die
Lehrer, die ihren Job schlecht machen, immer sofort ins Auge
und es ist für uns von der Schulleitung wahnsinnig schwierig,
so einen Kollegen loszuwerden.ich bin der Meinung, wenn man die meiner Meinung nach
vollkommen unnötige Verbeamtung der Lehrer grundsätzlich
überdenkt, dann ist die Schule auch kein System mehr, das dazu
anstiftet, sich so zu verhalten.Für den Beamtenstatus können wir nichts, das war nicht unsere
Idee. Es gibt viele Gründe, die dagegen sprechen. Fakt ist,
dass ein verbeamteter Lehrer für den Staat wesentlich billiger
ist als ein Angestellter
Da muss ich Dir leider Recht geben.
(denn für den Beamten zahlt er keinen
Arbeitgeberanteil an den Sozial - und Krankenversicherungen,
sondern nur im tatsächlichen Krankheitsfall einen gewissen
Prozentsatz der anfallenden Kosten. Dass die Pensionskosten
dann den Staatshaushalt zu sprengen drohen hat man auch vorher
gewusst, seriöse Unternehmen nehmen für betriebliche
Altersversorgung beizeiten Rückstellungen in den Etats
vor…). Eine Freundin von mir war ein Jahr lang dafür
eingestellt, für das Land BW genau das zu berechnen und man
ist ausschließlich wegen der laufenden Kosten nicht von der
Verbeamtung des Lehrer abgewichen!
Übrigens kann man auch einen Angestellten nicht einfach so
feuern…aber du bist ja Jurist, das weißt du ja selber.
Zumindest dann, wenn er seinen Job auf lange Sicht nicht ordnungsgemäß ausführt, ist das natürlich ein Kündigungsgrund. Das dumm eist ja nur: Wenn ein Arbeiter einige Schrauben nicht richtig anzieht, ist das Auto vielleicht nachher objektiv nicht zu gebrauchen und man kann das genau ihm anlasten.
Wenn ein Lehrer schlechte Arbeit abliefert, ist das nicht so. Wenn Schüler nicht mitkommen, kann das genauso auch an den Schülern liegen, die vielleicht einfach auf der falschen Schule sind.
Es ist sehr schade, dass die schwarzen Schafe in unserem Beruf
das Sozialprestige derartig ruinieren, dass die wirkliche
Seite - und die ist ganz oft sehr positiv, wie du ja selbst
auch festgestellt hast, kaum noch zum Vorschein kommt.
Das finde ich auch
Schön, dass ich mal von Lehrerseite zumindest etwas Zustimmung bekommen habe. Ich finde, dass der Lehrerberuf sehr erhbar ist, dass Lehrer für die Verwantwortung, die sie tragen, auch ganz unabhängig von irgendwelchen Arbeitszeiten angemessen bezahlt werden sollten und dass eben nicht alle gleich sind. Aber die angesprochenen Probleme sind nunmal auch nicht von der Hand zu weisen. Was soll’s, wir werden es nicht ändern. Und wenn ich mir die derzeitige Arbeitsmarktsituation so anschaue, ärgere ich mich manchmal, mich nicht für das Lehramt entschieden zu haben - wer weiß, ob ich nicht später einer von „denen“ geworden wäre 
Gruß,
Frank.