Wirkung von Muskeltraining auch ohne Auwärmen ?

Hallo,

ich würde mein Gewebe gerne wieder festigen und Muskeln aufbauen. Ist dies auch ohne Aufwärmungsphase möglich? Ich kenne alle Übungen und weiss, wie man sie korrekt ausführt, nur das Aufwärmtrainig ist mir manchmal lästig und ich würde mich eben gerne gleich auf meine Matte legen und mit meinen Übungen anfangen. Funktioniert das auch?
Ich weiss, dass dadurch das Risiko einer Zerrung o.ä. besteht, möchte aber wissen zu was die Aufwärmung des Körpers noch dient und ob sie wie gesagt wirklich zwingend notwendig ist, um einen muskelaufbauenden Effekt zu erzielen?

Vielen Dank für die Antworten schon im Vorfeld,
Sally

Hi,

aufwärmen und besser noch Streching gehören nun mal dazu, klar bauen die Muskeln auch so Masse auf. Nur bei den dann irgendwann unvermeidlichen Schäden kannst Du ggf. ein paar Wochen garnicht mehr trainieren, so dass das ganze Training für die Katz ist un ddu von vorn anfängst. Jeder gute Trainer achtet darauf, dass die Leute sich richtig aufwärmen, und das wohl nicht ganz ohne Grund.

Ein nicht richtig warmer Muskel ist auch nicht voll leistungsfähig, daher auch das Training weniger effizient.

Such dir lieber was, um die Aufwärmzeit angenehmer zu gestalten (CD hören z.B.). Man kann natürlich auch zum Studio joggen und kommt schon zumindest teilweise warm an und kann die Auwärmerei redzieren.

A.

Hallo,
m.M. ist ein übungsspezifisches Aufwärmen völlig ausreichend (also nicht gleich volles Gewicht), was das Risiko von Zerrungen anbelangt. Ansonsten dient Aufwärmen überwiegend dem stimulieren des Kreislaufs (macht u.a. Blutdruckspitzen beim nachfolgenden Training erträglicher) und der Verbesserung der generellen Durchblutung, was wiederrum bewirkt das Nähr- und Botenstoffe besser an ihr Ziel gelangen.

Gruss
Enno

hi sally,

ich trainiere seit 1,5 jahren ohne aufwärmung und ohne probleme wie zerrungen.
alles etwas übertrieben.
die dehnungen sind anscheinend hinterher wichtiger als vorher, meinte einer meiner trainer…

strubbel
d:open_mouth:)

Hallo,

ich muß beim Aufwärmen meine Pulsfrequenz messen, und anschließend bei Ruhe.
Ich weiß gar nicht, warum, und ob die Werte gut oder schlecht sind.
(Ich traue mich auch nicht so richtig, zu fragen, da das messen selbstverständlich erscheint.)

Gibt es allgemein gültige Pulsfrequenzen, an denen ich mich orientieren kann, also Belastungs- und Ruhefrequenz? Sind diese
Werte für jeden gleich? Wo kann ich die Werte abfragen?

Freue mich auf eure Auskünfte

Karin

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Hallo,
die Pulsmessung beim Aufwärmen dient als grober Richtwert um im aeroben Bereich zu bleiben. Vermutlich verwendet der Trainer irgendeine Formel, die von Deinem Alter abhängig ist (z.B. 0.6*(220-Alter)). Von der Schnelligkeit mit der sich Dein Puls nach dem Aufwärmen wieder in „normale“ Regionen bewegt, kann man (ebenfalls nur wieder grob) auf Deine Fitness zurückschließen (z.B. gemindert durch Infekt) bzw. Fehler beim Aufwärmen (z.B. zu starke Belastung) beim nächsten Mal vermeiden.

Gibt es allgemein gültige Pulsfrequenzen, an denen ich mich
orientieren kann, also Belastungs- und Ruhefrequenz?
Sind diese Werte für jeden gleich?

Nein aber es gibt häufig verwendete Richtlinien. Den Ruhepuls kann man individuell bestimmen (einfach mehrfach vor der Belastung messen, am besten morgens nach dem Aufstehen). Die aerobe/anaerobe Schwelle wird häufig bei 60%-75% des maximalen Herzfrequenz gesehen und die wiederrum häufig bei 220-Alter. Korrekt könnte man das nur bei Dir bestimmen, indem man mehrmals nach dem Aufwärmen das gebildete Laktat bestimmt. Sowas bieten allerdings kaum irgendwelche Studios.

Gruss
Enno

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Hello again,

also sind eine genaue Messung und ein Abgleich nicht erforderlich. Es geht um eine Größenordnung. Oder? Aerobe und Anaerobe Energieversorgung kann ich im Nachhinein doch auch durch den „begriffsantiken“ Muskelkater :wink:, stärker, schwächer oder gar keiner, bestimmen.

Danke
Karin

hallo!

all die vielen dinge die man den verschiedenen aufwärmprogrammen nachsagt haben sich unter kontrollierten bedingungen nicht nachweisen lassen, d.h. es gibt nicht weniger und nicht mehr verletzungen, die koordination bleibt (fast) gleich, die muskeltemperatur steigt unwesentlich, etc.

du schreibst von „auf die matte legen“; ich gehe davon aus dass es sich also „nur“ um gymnastische übungen handelt. die sind üblicherweise in einem intensitätsbereich der so niedrig ist dass ein vorheriges „aufwärmen“ eh bald nicht mehr möglich ist. :wink:)

die von vielen heissgeliebten dehnereien (statisch) kannst du sowieso vergessen da die gewebe nicht straffen sondern eher „ausleiern“ und die leistungsfähigkeit deutlich senken.

tschüss

matthias

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Hallo,
nein die These das Laktatbildung die Ursache für Muskelkater ist, ist veraltet. Ohne Messung ist für mich das Kriterium, daß ich mich nach dem Aufwärmen vitaler fühle. Fühle ich mich müde, war die Intensität zu hoch.

Gruss
Enno

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Hallo Matthias,

vielen Dank für Deine Meinung, denn in der Tat „ausgeleiert“ bin ich eh schon :wink:Ich komme beispielsweise unaufgewärmt in den Spagat, bekomme mein Bein hinter den Kopf etc…

Außerdem habe ich eine Knie-OP hinter mir, (Kniescheibe wurde versetzt, Knorpel kaum mehr vorhanden) durch welche ich dann nicht mehr trainieren konnte, wie ich es wollte. Ich möchte lediglich wieder einige Aufbauübungen durchführen wie sie auch im Fitness-Studio angeleitet werden (z.B. in den sog. Bauch-Beine-Po-Kursen). Wie das alles geht weiß ich, denn ich habe einige Jahre lang getanzt und war längere Zeit auch (aktives) Mitglied in einem guten Fitness-Studio. Ich möchte mir eben nur das Aufwärmen sparen und wissen, ob der Muskelaufbau im kleinen Rahmen auch ohne einen Sinn macht.

Vielen Dank natürlich auch für alle anderen Ratschläge und Antworten !!! :smile:

Liebe Grüße,
Sally