Wissenschaftliche Rätselfreunde aufgepasst: Wir ko

Hi;

Nehmen wir einfach einmal an, es hätte auf dem Mars einmal Leben geben… wie hätte es wohl ausgesehen…
Alles ist möglich, keine Einschränkungen (außer, dass alle Kennzeichen des Lebendigen erfüllt sein müssen).
Hierbei sollte je nach Wissensgebiet die Schwerkraft, Atmosphärenzusammensetzung usw. berücksichtigt werden…
Wie würde das Lebewesen aussehen, wie wäre die Gewebsstruktur, der Respirationstrakt, der Ernährungstrakt usw…
Ich freue mich auf Ideen…

Alles ist möglich, keine Einschränkungen
(außer, dass alle Kennzeichen des
Lebendigen erfüllt sein müssen).

Was sind denn Deiner Meinung nach die „Kennzeichen des Lebendigen“?

Grüße Safog

Ist doch ein alter Hut:

Klein, grün, mit Antennen auf dem Kopf und empfindlich für irdische Krankheitserreger

Gruß
Thomas

Schon wieder…
…ein Doppelposting!!!

Ich habe in Biologie geantwortet. Und jetzt ist Dir hoffentlich auch aufgegangen, WARUM Doppelpostings nicht so eine gute Idee sind…

Kubi

ja, klar… ist mir auch klar…
doch haupsächlich betrifft es die Biologie… doch auch sehr viele andere Gebiete in den Naturwissenschafte… deswegen!

Grüße, Sascha

Stoffwechsel, Wachstum und Gestaltswandel, Fortpflanzung, Reizbarkeit, Regulationsfähigkeit, Beziehung zu anderen Organismen, Wechselwirkungen mit unbelebter Umwelt

so sind auf jeden Fall mal die irdischen belegt… man kann sich da sicher drüber streiten… aber es ist ein Anfang

Grüße zurück,…Sascha

Stoffwechsel, Wachstum und
Gestaltswandel, Fortpflanzung,
Reizbarkeit, Regulationsfähigkeit,
Beziehung zu anderen Organismen,
Wechselwirkungen mit unbelebter Umwelt

Grüße zurück,…Sascha

Hi,
da wir bislang nur irdisches Leben einigermassen kennen, ist die Frage wohl kaum zu beantworten. Nur zum Stoffwechsel: Stell Dir vor, das Wesen trägt alle für sein Leben nötige Energie bereits in sich. Da ist nichts los mit Stoffwechsel!
IMHO wäre es wichtiger, herauszufinden, warum alle bisher auf Mars und Venus abgesetzten Raumsonden nach erstaunlich kurzer Zeit funktionsuntüchtig waren, obwohl sie auf der Erde lange getestet wurden. Es gibt irgendwas z.B. auf dem Mars, das ein längeres Funktionieren verhindert (mal abgesehen von technischen Fehlern).
Gruß, Helmut

Hallo Helmut!

Nur zum
Stoffwechsel: Stell Dir vor, das Wesen
trägt alle für sein Leben nötige Energie
bereits in sich. Da ist nichts los mit
Stoffwechsel!

Dieser Fall ist für mich unvorstellbar, denn schließlich muß die Energie ja irgendwoher kommen und nicht Generation für Generation einfach da sein (klingt für mich ziemlich nach perpetuum mobile).
Eher vorstellbar ist, daß sich die Wesen von Licht ernähren, was aber wieder eine Art „Stoffwechsel“ (nicht wirklich) sein würde, da sich ja Stoffe „intern“ verändern würden und einem ständigen Wechsel unterworfen wären (zwischen Energieaufnahme und -abgabe - analog zum ATP des Menschen)

Ohne Stoffwechsel wirds also nicht gehen.

mfg!

BStefan

Hallo Helmut!

Nur zum
Stoffwechsel: Stell Dir vor, das Wesen
trägt alle für sein Leben nötige Energie
bereits in sich. Da ist nichts los mit
Stoffwechsel!

Dieser Fall ist für mich unvorstellbar,
denn schließlich muß die Energie ja
irgendwoher kommen und nicht Generation
für Generation einfach da sein (klingt
für mich ziemlich nach perpetuum mobile).
Eher vorstellbar ist, daß sich die Wesen
von Licht ernähren,

##Hast Du etwa vor kurzem die Talkshow gesehen, in der eine Frau allen Ernstes behauptete, sich seit 7 Jahren nur von Licht zu ernähren?! Ich würde sie mal 6 Wochen unter Beobachtung in die Sahara setzen - mal sehen, was passiert.
Es gibt übrigens auf der Erde Nachtfalter, die zwar als Raupe fressen, aber als Falter ohne weitere Nahrung auskommen. Es reicht gerade noch zur Begattung, dann ist Schluß, also nix mit Perpetuum mobile.
Warum soll ein Wesen auf dem Mars oder sonstwo nicht z.B. eine Art Dottersack mitschleppen, aus dem sein Energiebedarf gedeckt wird, ohne daß es weitere Nahrung aufnehmen muss?
MfG, Helmut

Hallo Helmut!

Es gibt übrigens auf der Erde
Nachtfalter, die zwar als Raupe fressen,
aber als Falter ohne weitere Nahrung
auskommen. Es reicht gerade noch zur
Begattung, dann ist Schluß, also nix mit
Perpetuum mobile.

Das ist ein ganz anderer Fall, als der, der von dir beschrieben wurde - schließlich betreiben die Raupen ja Stoffwechsel, nur büßen sie diese Eigenschaft bei der Metamorphose ein, da nun ihre ausschließliche Funktion die Fortpflanzung ist.

Warum soll ein Wesen auf dem Mars oder
sonstwo nicht z.B. eine Art Dottersack
mitschleppen, aus dem sein Energiebedarf
gedeckt wird, ohne daß es weitere Nahrung
aufnehmen muss?

Wenn du mir noch erklärst, wie dieser „Dottersack“ aufgefüllt wird, ist es schon mal ein Ansatz für eine vernüftige Lösung!
(weil wir beide ja schon den Fall ausgeschlossen haben, daß der gefüllte Sack einfach schon da ist…)

mfg!

BStefan

Warum soll ein Wesen auf dem Mars oder
sonstwo nicht z.B. eine Art Dottersack
mitschleppen, aus dem sein Energiebedarf
gedeckt wird, ohne daß es weitere Nahrung
aufnehmen muss?

Wenn du mir noch erklärst, wie dieser
„Dottersack“ aufgefüllt wird, ist es
schon mal ein Ansatz für eine vernünftige
Lösung!
(weil wir beide ja schon den Fall
ausgeschlossen haben, daß der gefüllte
Sack einfach schon da ist…)

Ich schließe diesen Fall eben nicht aus. Bei Krokodilen ist es z.B. der Fall. Ich gebe allerdings zu, dass bei Entnahme von Nährstoffen aus dem Dottersack und Wewiterleitung in den Körper Stoffwechsel stattfindet.

Wenn nun das außerirdische Wesen keinen extra Dottersack oder so etwas hat, sondern die für die gesamte Lebenszeit des Wesens benötigten energieerzeugenden Stoffe bereits in den Körperzellen angelegt sind, könnte dieses Wesen auf Nahrungsaufnahme verzichten.
Interner Zellstoffwechsel müsste allerdings trotzdem stattfinden.
Wer aber sagt uns, dass Lebewesen unbedingt aus Zellen mit verschiedenen Funktionen aufgebaut sein müssen? Denkbar wären auch multifunktionale Zellen, die gleichzeitig Sinneseindrücke aufnehmen und verarbeiten, sich zusammenziehen und ausdehnen sowie körpereigene oder -fremde Substanzen verdauen können, also eine Art fühlender, sehender, hörender, fressender, sich bewegender und denkender Klumpen (eine Art Superamöbe), der zur Erhöhung bspw. der Denkkapazität mit anderen Klumpenwesen verschmelzen könnte.
Das Dumme ist ja, dass uns derzeit alle Vergleichsmöglichkeiten fehlen und wir nicht wissen, ob Leben nur so ähnlich wie auf der Erde oder auch ganz anders entstehen kann.
Gruß, Helmut

Hallo Helmut!

Wenn du mir noch erklärst, wie dieser
„Dottersack“ aufgefüllt wird, ist es
schon mal ein Ansatz für eine vernünftige
Lösung!
(weil wir beide ja schon den Fall
ausgeschlossen haben, daß der gefüllte
Sack einfach schon da ist…)

Ich schließe diesen Fall eben nicht

aus. Bei Krokodilen ist es z.B. der Fall.

Du kannst mir nicht ernsthaft erklären, daß jedes Individuum mit einem Energievorrat fürs ganze Leben zur Welt kommt!

Wenn nun das außerirdische Wesen keinen
extra Dottersack oder so etwas hat,
sondern die für die gesamte Lebenszeit
des Wesens benötigten energieerzeugenden
Stoffe bereits in den Körperzellen
angelegt sind, könnte dieses Wesen auf
Nahrungsaufnahme verzichten.

Das kommt aufs gleiche hinaus! Irgendwann in der Kette muß es zu einer Nährstoff(bzw. Energie)aufnahme kommen, anders gehts einfach nicht!

Interner Zellstoffwechsel müsste
allerdings trotzdem stattfinden.
Wer aber sagt uns, dass Lebewesen
unbedingt aus Zellen mit verschiedenen
Funktionen aufgebaut sein müssen? Denkbar
wären auch multifunktionale Zellen, die
gleichzeitig Sinneseindrücke aufnehmen
und verarbeiten, sich zusammenziehen und
ausdehnen sowie körpereigene oder -fremde
Substanzen verdauen können, also eine Art
fühlender, sehender, hörender,
fressender, sich bewegender und denkender
Klumpen (eine Art Superamöbe), der zur
Erhöhung bspw. der Denkkapazität mit
anderen Klumpenwesen verschmelzen könnte.
Das Dumme ist ja, dass uns derzeit alle
Vergleichsmöglichkeiten fehlen und wir
nicht wissen, ob Leben nur so ähnlich wie
auf der Erde oder auch ganz anders
entstehen kann.

Ein interessanter Aspekt! Allerdings würden sich im Laufe der Weiterentwicklung dieser „außerirdischen Art“ Spezialisierungen der einzelnen Zellen herauskristallisieren, weil jede Zelle schließlich (je nach Position im „Zellhaufen“) mehrere Funktionen einbüßen würde, weil sie dort einfach nicht nötig ist. Z.B. wäre die Sinnesfunktion innerhalb des Zellhaufens nicht sehr sinnvoll.
Wenn wir also davon ausgehen, daß die Außerirdischen „ähnlich hoch entwickelt“ (was das auch immer heißt) sind, wie wir Menschen, so ist es sehr unwahrscheinlich, daß sie auf solche multifunktionellen Zellen basieren!

mfg!

BStefan

Du kannst mir nicht ernsthaft erklären,
daß jedes Individuum mit einem
Energievorrat fürs ganze Leben zur Welt
kommt!

Warum nicht? Vielleicht ist in solchen Fällen die Lebenserwartung eher kurz. Wie ich mal gelesen habe, kann z.B. eine Ringelnatter ca. 13 Monate ohne Nahrungsaufnahme (außer Wasser) leben.

Allerdings würden sich im Laufe der

Weiterentwicklung dieser „außerirdischen
Art“ Spezialisierungen der einzelnen
Zellen herauskristallisieren, weil jede
Zelle schließlich (je nach Position im
„Zellhaufen“) mehrere Funktionen einbüßen
würde, weil sie dort einfach nicht nötig
ist.

#Aus der Sicht irdischen Lebens hast Du recht. Aber weisst Du, ob sich ausserirdische Lebewesen weiterentwickeln MÜSSEN? Denk an Haie und Rochen, die sind schon seit Jahrmillionen im wesentlichen so wie heute. Lass in dem von mir angebotenen Lebensklumpen beispielsweise durch seine Fortbewegung Zellen mal im Inneren, mal außen sein. Da wäre es doch viel praktischer, wenn jede Zelle alles könnte, je nach ihrer aktuellen Position.

Wenn wir also davon ausgehen, daß die
Außerirdischen „ähnlich hoch entwickelt“
(was das auch immer heißt) sind, wie wir
Menschen, so ist es sehr
unwahrscheinlich, daß sie auf solche
multifunktionellen Zellen basieren!

Ähnlich hoch entwickelt heisst noch lange nicht genauso entwickelt. Und ob Zellspezialisierung ein Zeichen für hohe Entwicklung ist, kann erst entschieden werden, wenn es sich ausserirdisch bestätigt (ich bin schon 50, werde das wohl kaum noch erleben 8-(). Andernfalls bleibt es Ansichtssache ob nun die spezialisierte oder die universelle Zelle das Bessere ist. Bei irdischen Tieren zeigt es sich immerhin, dass Spezialisierung irgendwann in einer Sackgasse endet (Bambusbär, Gepard), während wenig spezialisierte Arten wie Sperlinge, Fliegen oder Schweine sich viel leichter an Veränderungen anpassen können.

mfg!

Helmut
PS. Ich bin übrigens auch Archäologie- und Paläontologie-Fan und interessiere mich für ausgefallene Fremdsprachen (Arabisch, Chinesisch und so). Falls Dich so etwas interessiert, lass es mich wissen.

Hallo Helmut!!

Entschuldige meine verspätete Antwort, ich war leider sehr beschäftigt!

Du kannst mir nicht ernsthaft erklären,
daß jedes Individuum mit einem
Energievorrat fürs ganze Leben zur Welt
kommt!

Warum nicht? Vielleicht ist in solchen

Fällen die Lebenserwartung eher kurz. Wie
ich mal gelesen habe, kann z.B. eine
Ringelnatter ca. 13 Monate ohne
Nahrungsaufnahme (außer Wasser) leben.

Der springende Punkt, warum ich diese Diskussion so lang ziehe, ist, daß das, was du meinst einfach nicht möglich ist - rein thermodynamisch gesehen. Daß „Leben“ Energie benötigt ist doch wohl klar; Wenn nun keine Energie zugeführt wird, so fehlt jede Basis, um Leben zu ermöglichen.
Anders gesagt heißt das, daß es während jeder Generation zu einer Energiezufuhr kommen muß, der auf irgendeiner Stoffumwandlung basiert (was ich schon genügend erörtetert hab). D.h., daß Stoffwechsel - in welcher Form auch immer - eine, zum Leben notwendige, Funktion ist.

Allerdings würden sich im Laufe der
Weiterentwicklung dieser „außerirdischen
Art“ Spezialisierungen der einzelnen
Zellen herauskristallisieren, weil jede
Zelle schließlich (je nach Position im
„Zellhaufen“) mehrere Funktionen einbüßen
würde, weil sie dort einfach nicht nötig
ist.

#Aus der Sicht irdischen Lebens hast Du
recht. Aber weisst Du, ob sich
ausserirdische Lebewesen weiterentwickeln
MÜSSEN? Denk an Haie und Rochen, die sind
schon seit Jahrmillionen im wesentlichen
so wie heute. Lass in dem von mir
angebotenen Lebensklumpen beispielsweise
durch seine Fortbewegung Zellen mal im
Inneren, mal außen sein. Da wäre es doch
viel praktischer, wenn jede Zelle alles
könnte, je nach ihrer aktuellen Position.

Das klingt mir alles sehr unwahrscheinlich, schließlich muß zwischen den Zellen ja irgendwie ein Zusammenhalt herrschen, sodaß man überhaupt von einem Individuum reden könnte. Und ich kann mir so garnicht vorstellen, daß der Informationsaustausch zwischen den vielen Zellen so effektiv sein könnte, daß das was wir „Gruppenintelligenz“ nennen, überhaupt greifen könnte. Ich frage mich welche widrigen Umstände die Evolution dieser Kreaturen in diese Richtung getrieben hätten.

Wenn wir also davon ausgehen, daß die
Außerirdischen „ähnlich hoch entwickelt“
(was das auch immer heißt) sind, wie wir
Menschen, so ist es sehr
unwahrscheinlich, daß sie auf solche
multifunktionellen Zellen basieren!

Ähnlich hoch entwickelt heisst noch

lange nicht genauso entwickelt. Und ob
Zellspezialisierung ein Zeichen für hohe
Entwicklung ist, kann erst entschieden
werden, wenn es sich ausserirdisch
bestätigt (ich bin schon 50, werde das
wohl kaum noch erleben 8-(). Andernfalls
bleibt es Ansichtssache ob nun die
spezialisierte oder die universelle Zelle
das Bessere ist. Bei irdischen Tieren
zeigt es sich immerhin, dass
Spezialisierung irgendwann in einer
Sackgasse endet (Bambusbär, Gepard),
während wenig spezialisierte Arten wie
Sperlinge, Fliegen oder Schweine sich
viel leichter an Veränderungen anpassen
können.

Man kann die Spezialisierungen von Zellen nicht mit den Spezialisierungen von Arten vergleichen. Die Spezialisierung von einer Zelle endet zwingend in einer Sackgasse und schließlich ist die Lebensdauer einer Zelle nicht besonders lang (zumindest bei den meisten Zellen). Aus diesem Grund werden ja stets pluripotente Zellen nachgebildet, die sich dann je nach dem aktuellen Bedarf spezialisieren, und ab dann immer nur den gleichen Job erledigen, bis sie schließlich absterben.
Mit der Zeit wird aber die Zellnachbildung immer langsamer, sodaß der ganze Organismus schließlich altert.
„Deine“ Außerirdischen müßten übrigens auch über irgendso ein Regenerationssystem verfügen!

So! nun aber genug geplappert!

PS. Ich bin übrigens auch Archäologie-
und Paläontologie-Fan und interessiere
mich für ausgefallene Fremdsprachen
(Arabisch, Chinesisch und so). Falls Dich
so etwas interessiert, lass es mich
wissen.

Meine Hauptinteressensgebiete sind die klassischen Naturwissenschaften Chemie, Physik und Mathematik, also nicht ganz das, was dich so interessiert, oder? :smile:
Aber es interessieren mich auch die weiterführenden Wissenschaften wie Biologie oder Medizin und natürlich auch die Kombinationen Biochemie und physikalische Chemie.

mfg!

BStefan

Warum nicht? Vielleicht ist in solchen

Fällen die Lebenserwartung eher kurz. Wie
ich mal gelesen habe, kann z.B. eine
Ringelnatter ca. 13 Monate ohne
Nahrungsaufnahme (außer Wasser) leben.

Klar, können viele Schlangen und Spinnen. Aber vorher haben sie dann erst mal ausgiebig gespeist und verdauen jetzt langsam. Du kommst nicht drum herum: Irgendein Energie / Stoffwechsel muß sein.

Lass in dem von mir
angebotenen Lebensklumpen beispielsweise
durch seine Fortbewegung Zellen mal im
Inneren, mal außen sein. Da wäre es doch
viel praktischer, wenn jede Zelle alles
könnte, je nach ihrer aktuellen Position.

Das geht schon, allerdings bleibt bei dieser Generalität die notwendige Spezialisierung dermaßen auf der Strecke, daß das Leben auf sehr niedrigem Stand der Entwicklung hängen bliebe. Individuelle Intelligenz und höheres Leben setzen voraus, daß die Körper sich organisieren, und das heißt, daß die Zellen sich spezialisieren müssen.

Ähnlich hoch entwickelt heisst noch

lange nicht genauso entwickelt. Und ob
Zellspezialisierung ein Zeichen für hohe
Entwicklung ist, kann erst entschieden
werden, wenn es sich ausserirdisch
bestätigt (ich bin schon 50, werde das
wohl kaum noch erleben 8-().

Tja, höchstwahrscheinlich wird das aufgrund der zu erwartenden Entfernungen zwischen den Zivilisationen wohl niemand je erleben.

Andernfalls

bleibt es Ansichtssache ob nun die
spezialisierte oder die universelle Zelle
das Bessere ist.

Das glaube ich nicht. Um etwas wirklich gut zu können, muß man sich darauf speazialisieren.

Bei irdischen Tieren

zeigt es sich immerhin, dass
Spezialisierung irgendwann in einer
Sackgasse endet (Bambusbär, Gepard),

Warum? Solange es den Menschen nicht gab, haben sich Panda und Gepard wunderbar gehalten. Und denke mal an die extremophilen Bakterien, die sehr gut damit gefahren sind, sich auf extreme Bedingungen zu spezialisieren.
Und noch eins: wenn nicht spezialisierte Zllen spezialisierten gegenüber einen Vorteil hätten, würde das Leben auf der Erde heute sicherlich auf solchen beruhen…

während wenig spezialisierte Arten wie
Sperlinge, Fliegen oder Schweine sich
viel leichter an Veränderungen anpassen
können.

Siehe oben. Du jonglierst hier außerdem fröhlich zwischen Zellen, Spezies und ganzen Zweigen oder Klassen von Tieren. Dadurch wird das Ganze nicht mehr vergleichbar.

PS. Ich bin übrigens auch Archäologie-
und Paläontologie-Fan und interessiere
mich für ausgefallene Fremdsprachen
(Arabisch, Chinesisch und so).

Ausgefallen? Meinst Du damit Nicht-indoeuropäisch? Ich interessiere mich jedenfalls ganz generell für Sprachen, und auch für Naturwissenschaften.

Gruß, Kubi

Ich frage mich welche

widrigen Umstände die Evolution dieser
Kreaturen in diese Richtung getrieben
hätten.

#Ausserirdische Umstände, die wir eben nicht kennen.

Aus diesem Grund werden ja stets
pluripotente Zellen nachgebildet, die
sich dann je nach dem aktuellen Bedarf
spezialisieren, und ab dann immer nur den
gleichen Job erledigen, bis sie
schließlich absterben.

#Heisst das z.B., dass neue Knochenzellen zunächst Stammzellen sind, die erst später zu Knochenzellen werden? Oder werden sie nicht doch (wie ich es mal gelernt habe), vom Knochen gleich als Konochenzellen gebildet werden, die die abgestorbenen Zellen ersetzen?
Das Problem bleibt: Wir kennen bislang nur die irdische Evolution, und selbst diese nur unvollkommen, so dass alle Überlegungen zu anderen Evolutionsformen und -ergebnissen so lange reine Spekulation und Denkspiel bleiben, bis uns ein Wesen über den Weg läuft, das sich nicht der irdischen Evolution gemäß entwickelt hat.

MfG, Helmut

… ob nun die

spezialisierte oder die universelle Zelle
das Bessere ist.

Das glaube ich nicht. Um etwas wirklich
gut zu können, muß man sich darauf
speazialisieren.

#Das stimmt, soweit es um eine bestimmte Aktivität geht, aber ein Organismus muss ja sehr viele verschiedene Dinge möglichst gut können, und da ist eben der Universalgelehrte (mit Abstrichen) dem Fachidioten überlegen.
die extremophilen Bakterien, die sehr gut

damit gefahren sind, sich auf extreme
Bedingungen zu spezialisieren.

#Aber nur, solange diese extremen Bedingungen herrschen. Ändern sich diese, sehen diese Bakterien ganz schön alt aus.

ausgefallene Fremdsprachen

(Arabisch, Chinesisch und so).

Ausgefallen? Meinst Du damit
Nicht-indoeuropäisch?

#Exakt. Mich interessieren die strukturellen Unterschiede bei der sprachlichen Fassung von Sachverhalten. Z.B. haben die Chinesen keine Wortarten im indoeuropäischen Sinne. „Fanyi“ kann übersetzen, Übersetzer, Übersetzung oder Übersetze! bedeuten. Auch haben sie kein generelles Wort für „ja“, sondern die Bejahung wird je nach der Frage in unterschiedlichster Weise ausgedrückt. Oder die Araber verwenden zwei verschiedene Wörter für „oder“, je nachdem, ob es um eine Auswahl oder zwqei sich ausschließende Dinge geht.
Ich interessiere

mich jedenfalls ganz generell für
Sprachen, und auch für
Naturwissenschaften.

#Ich auch.

Gruß, Helmut

#Das stimmt, soweit es um eine bestimmte
Aktivität geht, aber ein Organismus muss
ja sehr viele verschiedene Dinge
möglichst gut können, und da ist eben der
Universalgelehrte (mit Abstrichen) dem
Fachidioten überlegen.

Du verwechselst hier den ganzen Körper mit den Zellen. Nimm eine Firma: die muß eine Menge Sachen können, und zu diesem Zweck beschäftigt sie eine Menge verschiedener Spezialisten, die jeweils ihr Fachgebiet gut beherrschen, und den Rest nicht. Die Zellen des Körpers sind daher spezialisiert, um den Körper möglichst vielseitig zu machen, auch wenn’s seltsam klingt.

die extremophilen Bakterien, die sehr gut

damit gefahren sind, sich auf extreme
Bedingungen zu spezialisieren.

#Aber nur, solange diese extremen
Bedingungen herrschen. Ändern sich diese,
sehen diese Bakterien ganz schön alt aus.

Klar, gilt aber auch für alle anderen. Und die Generalisten haben im Ganzen keine Chance, da sie vielleicht überall überleben können, aber immer etwas schlechter als die spezialisierten Zellen, also werden sie ständig von diesen verdrängt.

#Exakt. Mich interessieren die
strukturellen Unterschiede bei der
sprachlichen Fassung von Sachverhalten.

Sehr interessant, in der Tat.

Z.B. haben die Chinesen keine Wortarten
im indoeuropäischen Sinne. „Fanyi“ kann
übersetzen, Übersetzer, Übersetzung oder
Übersetze! bedeuten. Auch haben sie kein
generelles Wort für „ja“, sondern die
Bejahung wird je nach der Frage in
unterschiedlichster Weise ausgedrückt.
Oder die Araber verwenden zwei
verschiedene Wörter für „oder“, je
nachdem, ob es um eine Auswahl oder zwqei
sich ausschließende Dinge geht.

Es gibt auch Sprachen mit zwei Begriffen für „wir“: Bei einem ist der Angesprochene eingeschlossen, beim anderen nicht. Die Japaner beantworten eine verneinte Frage genau umgekehrt wie wir. „Kommst Du nicht mit?“ - „Ja“ heißt dann: „Ja, Du vermutest richtig, ich komme nicht mit“, und „nein“: „Nein, Du liegst falsch, weil ich doch mitkomme“. Es gibt sehr viele solcher Beispiele.

Ich interessiere

mich jedenfalls ganz generell für
Sprachen, und auch für
Naturwissenschaften.

#Ich auch.

Klingt gut :smile:

Gruß, Kubi

Hallo Kubi,

Nimm eine Firma: die muß
eine Menge Sachen können, und zu diesem
Zweck beschäftigt sie eine Menge
verschiedener Spezialisten, die jeweils
ihr Fachgebiet gut beherrschen, und den
Rest nicht.

Als Gegenbeispiel könnte man einen Alleinunterhalter nennen, der seine Zuschauer genauso fesseln kann wie ein ganzes Ensemble.

#Aber nur, solange diese extremen
Bedingungen herrschen. Ändern sich diese,
sehen diese Bakterien ganz schön alt aus.

Klar, gilt aber auch für alle anderen.

#Eben nicht. Vielseitige Bakterien sind anpassungsfähiger und können besser überleben.

Und die Generalisten haben im Ganzen
keine Chance, da sie vielleicht überall
überleben können, aber immer etwas
schlechter als die spezialisierten
Zellen, also werden sie ständig von
diesen verdrängt.

#Nimm größere Tiere: Das allesfressende und ziemlich temperaturunempfindliche Wildschwein überlebt auch in zersiedelter Natur nicht schlechter als andere Tiere, der Koalabär stirbt ohne Eukalyptuswälder aus.

Es gibt auch Sprachen mit zwei Begriffen
für „wir“: Bei einem ist der
Angesprochene eingeschlossen, beim
anderen nicht.

#Die Chinesen haben dafür sogar drei Wörter: „za“ (ich mit euch), „zamen“ (wir mit euch) und „women“ (wir dir/euch gegenüber).

Gruß, Helmut

Hallo Helmut,

Als Gegenbeispiel könnte man einen

Alleinunterhalter nennen, der seine
Zuschauer genauso fesseln kann wie ein
ganzes Ensemble.

Aber Du hast garantiert noch nie ein Orchester aus Alleinunterhaltern gesehen. Sobald Kooperation gefragt ist, ist auch Spezialisierung vonnöten. Einzeller können ja auch alles notwendige allein, aber für die einzelnen Zellen in komplexen Organismen ist das nicht der Fall. (Wäre Generalistentum hier im Vorteil, hätte sich auch keine Spezialisierung entwickeln können).

#Aber nur, solange diese extremen
Bedingungen herrschen. Ändern sich diese,
sehen diese Bakterien ganz schön alt aus.

Klar, gilt aber auch für alle anderen.

#Eben nicht. Vielseitige Bakterien sind
anpassungsfähiger und können besser
überleben.

Es gibt keine Bakterien, die alle möglichen Umweltbedingungen gleich gut aushalten. Sie sind alle auf bestimmte Umgebung spezialisiert.

#Nimm größere Tiere: Das allesfressende
und ziemlich temperaturunempfindliche
Wildschwein überlebt auch in zersiedelter
Natur nicht schlechter als andere Tiere,
der Koalabär stirbt ohne Eukalyptuswälder
aus.

Das Wildschwein ist spezialisiert auf Wald- und Feld in gemäßigten Zonen. Bring Dein Wildschwein mal nach Alaska oder in die Sahara oder in den Himalaya und Du wirst sehen, wie schnell es von den auf die dort herrschenden Bedingungen angepaßten Tiere verdrängt wird…

#Die Chinesen haben dafür sogar drei
Wörter: „za“ (ich mit euch), „zamen“ (wir
mit euch) und „women“ (wir dir/euch
gegenüber).

Auch nicht schlecht. Ähnlich wie die Eskimos mit ihren 12 Wörtern für verschiedene Schneesorten, aber ohne ein allgemeines Wort für „Schnee“.

Gruß, Kubi