Wissensvermittlung?

Hallo!

Jetzt habe ich endlich einen Grund, hier mal was zu fragen.
Gestern war´s. Kindergarten mit (sehr jungen) Erzieherinnen besuchen die Vögel.

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen, fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Zwei Tierpfleger, auch eindeutig zu erkennen, standen Frage- und Antwort-bereit in der Nähe!

Und da wundere ich mich ständig, warum die Kinder von heute so wenig Ahnung von der Natur haben.

Werden Naturkenntnisse heute eigentlich so niedrig bewertet, dass es egal ist, was man Kindern da erzählt?

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

Was ist da eigentlich los?

Wir haben als Kinder noch mit als erstes gelernt, dass man nur das essen darf, was man kennt, heute vergiften sich Kinder, manchmal tödlich, dadurch, dass sie irgendwas Giftiges essen (Goldregen!).

Oder sie vergiften „meine“ Ziegen, indem sie einfach alles füttern, was grün ist. Und die Eltern schauen blöde zu und freuen sich, dass ihre Kinder solchen Spaß haben.

Gehören einfache Naturkenntnisse und diesbezügliche Regeln nicht mehr zu dem, was Kinder lernen sollten?

Gruß, Nemo.

Hallo RSNemo,

Jetzt habe ich endlich einen Grund, hier mal was zu fragen.
Gestern war´s. Kindergarten mit (sehr jungen) Erzieherinnen
besuchen die Vögel.

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur
nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen,
fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Zwei Tierpfleger, auch eindeutig zu erkennen, standen Frage-
und Antwort-bereit in der Nähe!

und haben die Antwortende nicht verbessert???

Und da wundere ich mich ständig, warum die Kinder von heute so
wenig Ahnung von der Natur haben.

die haben so wenig Ahnung, weil sie nicht in der Natur sind.
Daraus folgt, dass sie sich nicht dafür interessieren.

Werden Naturkenntnisse heute eigentlich so niedrig bewertet,
dass es egal ist, was man Kindern da erzählt?

warum soll man etwas kennen, was man eh nie sieht, nie berührt?
Warum glaubst Du, malen Kinder Kühe lila?

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

woher denn? Die Eltern von heute hatten auch schon wenig bis gar keinen Kontakt mit Natur.

Was ist da eigentlich los?

Umweltverarmung. Wer in der Stadt lebt oder in einem „Schlafdorf“ mit Einheitsgrün hat eben keine Ahnung.

Wir haben als Kinder noch mit als erstes gelernt, dass man nur
das essen darf, was man kennt, heute vergiften sich Kinder,
manchmal tödlich, dadurch, dass sie irgendwas Giftiges essen
(Goldregen!).

Jou! Und dann sag mal als heutige junge Eltern auf der Straße energisch Nein, das darfst du nicht! zu Deinem Sprößling. Und versuch das auch noch bei dem Kind durchzusetzen, etwa durch Hochheben, Wegtragen, Hand festhalten.

Jede Wette, dass die Hälfte der Anwesenden Dich als Rabenelter beschimpfen.

Oder sie vergiften „meine“ Ziegen, indem sie einfach alles
füttern, was grün ist. Und die Eltern schauen blöde zu und
freuen sich, dass ihre Kinder solchen Spaß haben.

weil sie es eben auch nicht besser wissen.
Wieviele Menschen in Deinem Landkreis halten Tiere?
Ich nehme fast an, Du kennst sie alle persönlich.
Der Rest der Bevölkerung hat jedoch keine Ahnung.

Nicht umsonst kriegt der Eisbär Knut im Zoo von Besuchern unter anderem auch Stofftiere geschenkt.
Die Leute meinen es gut.
Aber Du weißt, gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

Gehören einfache Naturkenntnisse und diesbezügliche Regeln
nicht mehr zu dem, was Kinder lernen sollten?

doch, natürlich sollten Kinder - und Erwachsene - das lernen!
Es wäre sogar sehr dringend nötig.
Nur: wie soll das vermittelt werden und vor allem wer soll das vermitteln?
Lehrer?
Keine Chance.
Wir haben bereits jetzt zu wenige Lehrer, die viel zu viele Inhalte in viel zu wenigen Schulstunden vermitteln sollen.

Eltern?
Wie denn!
Die, die zusehen, wie ihre Kinder Deine Ziegen mit untauglichen Futter quälen, sind selbst bereits naturfern aufgewachsen.

viele grüße
Geli

Hi,

ich glaube nicht, dass es so gemeint war wie es gesagt wurde. Ich glaube „jeder“ erwachsene Mensch erkennt einen Papagei wen er einen sieht. Auch zeugen Ausflüge, Waldtage etc. davon, dass vielen Kindergärten und Schulen sehr wohl etwas an Natur & Co. liegt.

Viele Grüße
Me

Hallo!

Dito.

zwar keine Antwort, aber mir ging es ähnlich, als ich Kindern dabei zuhörte, wie sie vom Licher-Vogel sprachen und dabei einen Eisvogel meinten (den sie aber eben offenbar nur aus der Licher-Bier-Werbung kannten)… da erstirbt einem das Schmunzeln über die kindliche Naivität manchmal.
Aber ich glaube, dass da hauptsächlich Eltern in der Pflicht stehen, ihrem Nachwuchs die Natur näherzubringen - und damit sozusagen „automatisch“ ein Interesse wecken. Natürlich darf man sich nicht selbst vor der Spinne ekeln, deren Netz man Sohni/Töchterlein gerade zeigen will. Wo sich Mama ekelt, muss halt der Papa ran :wink: Aber möglichst vermeiden, dem Kind seinen Ekel zu zeigen. So haben´s meine Eltern auch mit mir gehandhabt. Und halte ich persönlich für ´ne gute Strategie.
Mein „Senker“ (4) bleibt auch inzwischen bei (fast) jedem/jeder Käfer, Vogel, Raupe, Ameise, Frosch etc.pp. stehen, den/die er sieht - und fragt, was das ist (wenn er´s nicht schon weiß). Schlimmstenfalls weiß es Papa oder Mama auch nicht, kann aber mittels Naturbuch spätestens abends Rede und Antwort stehen.
Aber ihm wurde auch von ganz klein an gezeigt, dass es da was zu gucken gibt - inzwischen fragt er von sich aus.
Und manchmal „belehrt“ er dann sogar Verwandte und Bekannte, weil er´s einfach besser weiß… :wink:

Schöne Pfingsten.

Hi,

woher denn? Die Eltern von heute hatten auch schon wenig bis
gar keinen Kontakt mit Natur.

Nicht gleich pauschalisieren :wink:

versuch das auch noch bei dem Kind durchzusetzen, etwa durch
Hochheben, Wegtragen, Hand festhalten.

Genau so muss es laufen! Bevor sich mein Kind mit Tollkirschen den Mund stoft übertreib>, schert es mich einen ***, was die Leute von mir und meinen „Rabeneltern-Methoden“ halten :wink:

wie soll das vermittelt werden und vor allem wer soll das
vermitteln?
Lehrer?
Keine Chance.

Eltern?
Wie denn!
Die, die zusehen, wie ihre Kinder Deine Ziegen mit
untauglichem Futter quälen, sind selbst bereits naturfern
aufgewachsen.

Wie du schon sagst: Die, die dabei zusehen schon, klar. Aber ich bin der Meinung, dass das bei Weitem nicht die Mehrzahl ist - m.E. auch nicht bei Städtern.
Aber ich geb´ dir insofern Recht: wofür sich beide Eltern nicht interessieren, dafür werden sie in den seltensten Fällen ihren Nachwuchs interessieren (wollen). Aber das bezieht sich nicht nur auf die Natur, das ist in jedem Wissensgebiet so.

MfG.

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…leider schauen auch die Eltern nicht mehr in den Naturbüchern nach, um den Wissensdrang ihrer Kinder nachhaltig zu befriedigen.

Letztens war ich mit meiner „Nichte“ und deren Mutter spazieren - auf dem Weg haben wir „Muscheln“ gefunden. Große Verwunderung bei beiden wie denn die Tiere in die Weinberge kommen. Habe also mein Lexikon befragt, welches ich seit dem 7ten Lebensjahr besitze und siehe da - es sind Landschnecken, welche aber denen im Meer sehr ähnlich sehen — die Mutter hats gar nicht interessiert - das Kind hat nur das Bild im Buch raus gesucht - für die weitere durchaus Kinderfreundliche Erklärung hatte sie keine Lust mehr, da der Gameboy interessanter war - konnte mir dann nicht verkneifen der Lütten hinterher zu rufen, dass sie dann eben blöd sterben müsse, sei auch nicht schlimm, da sei sie in dieser Gesellschaft bestens aufgehoben… *ernte ganz bösen blick von Mutter des Kindes* Kurze Zeit später kommt Kind zurück - ich will nicht blöd sterben - und hat sich die Erklärung geben lassen.

Erziehung egal in welcher Richtung kostet viel Zeit und man muss sich dann auch mal mit Themen auseinander setzen, die einen eigentlich nicht interessieren, weils für das normale Leben eines Erwachsenen uninteressant ist - aber das ist ja auf der anderen Seite das toll an Kindern, dass man Dinge wahr nimmt die einem nie aufgefallen sind und selbst dann auch staunen kann.

…übrigens: Mein Mann kann auch nur mit viel Glück die Johannesbeeren von den Stachelbeeren unterscheiden so lange noch keine farbigen Früchte dran sind - drehe jetzt jede Woche ne Runde mit ihm durch den neu angelegten Garten und lerne mit ihm die wichtigsten Kräuter, damit er mir nicht den Rittersporn anschleppt, wenn er Oregano für den Salat schneiden soll…Städter eben. Das wird noch lustig - mal schaun wann sich wer in dem Garten vergiftet- haben relativ viele heimische aber hoch giftige Pflanzen im Garten - da sollte man irgendwann wissen was essbar ist.

…man will halt den Kindern gegenüber nicht zugeben, dass man es selbst nicht weiß - dabei akzeptieren Kinder das Nichtwissen von Erwachsenen eigentlich sehr gut, wenn man die Lücken mit ihnen gemeinsam schließt.

„Schlafdorf“ mit Einheitsgrün

Wird in mein Vokabular aufgenommen. Dafür ein *

Gruß,
Ecki

hi nemo,

ein kind das eltern hat die halbwegs ein wenig wissen erworben haben, wird dieses wissen von ihnen erhalten.

wenn also mal wieder im TV gezeigt wird wie wenig eltern wissen - rate mal woher das kommt…

als das thema pisastudie im TV sehr beliebt war und gerne kids vor der kamera befragt wurden und ihr unwissen zur schau gestellt wurde - haben sich einige wenige erlaubt die gleichen fragen eltern zu stellen - unfassbar wie …*selbstzensur* die eltern waren. - also kein wunder…
ich erinnere mich noch gut und bin bis heute geschockt über die antworten der erwachsenen menschen zwischen 20 und 70.

wer nix weiss, kann und will nix vermitteln - und das bedeutet leider auch das vermittelt wird wie unwichtig es ist etwas zu wissen oder wissen zu wollen - das tragischte am ganzen.

ich finde es jedenfalls zum kotzen wie unwissend die masse der eltern ist und fast jeder blick in den TV zeigt dinge (talkshows oder andere sendungen) auf, da gerate ich an meine grenzen haltung oder ähnliches zu bewahren beim zusehen - weshalb ich das ansehen nat. vermeide.

ändert aber nichts an den tatsachen - dumme eltern - hohe wahrscheinlichkeit für dumme kinder und wenn nicht - haben se es sicher nicht ihren eltern zu verdanken über mehr wissen zu verfügen.

wenn man z.b in einem mehrfamilienhaus wohnt wie ich und in diesem menschen versch. herkunft wohnen, bekommt man im laufe der zeit ja selbst mit - es ist wirklich genauso schrecklich wie im TV dargestellt.

„nichts“ zu wissen kommt also auch nicht von ungefähr:wink:

LG
nina

Hallo,

jetzt sage ich mal etwas ganz Böses: Wenn ich mir einen Gutteil der Typen ansehe, die in Kindergarten/Horten/… arbeiten, dann beantwortet mir dies einen nicht unerheblichen Teil der Fragen, die sich um die Entwicklung unserer Gesellschaft stellen. Es mag jetzt überheblich klingen, aber als „klassischer“ Akademiker der sich mit knapp 40 noch nicht für sonderlich spießig hält, und selbst auch lieber mit T-Shirt und Jeans am Schreibtisch sitzt, wenn keine Mandantentermine anliegen, wird mir schon ganz anders, wenn ich sehe, mit welchen „Vorbildern“ die lieben Kleinen aus den diversen Kindergärten der Nachbarschaft hier vorbeikommen.

Und ja, in Gesprächen stellt man dann leider auch mehr als nur mal „ausnahmsweise“ fest, dass die durchlaufene Ausbildung offenbar insbesondere zur Stärkung des Selbstbewusstseins, denn dazu gedient hat, Kindern wirklich etwas für die Lebenswirklichkeit mitzugeben, und ihnen erste interessante Dinge spielerisch beizubringen. Da wird mit großer Überzeugung in allen Fachgebieten der Wissenschaft alles gewusst, und vor allem besser, und ich entsinne mich mit Grausen an Gespräche, in denen mir erst einmal erklärt wurde, wie Recht in diesem Land funktioniert, was alles erlaubt oder verboten ist, … Man muss wohl nicht gesondert darauf hinweisen, dass diese Belehrungen leider keinen Rückhalt in der juristischen Wirklichkeit haben. Warum sollte es also in Biologie/Zoologie besser sein?

Und nein, ich will nicht das Fräulein mit weißer Schürze und Häubchen und Kinder in Uniform zurück, die in Reih und Glied sitzen. Aber auf der Skala hin zu den Typen, die da rumlaufen wie frisch geplatzte Sofakissen gibt es ja noch Spielraum. Und ja, Äußerlichkeiten haben auch ihre Bedeutung. Jedenfalls gibt es außerhalb von Kindergärten kaum Biotope, in denen man unter solchen Umständen noch Lohn und Brot findet, und man müsste Jugendlichen dies nicht mühsam erst dann beibringen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wenn es da im Bildungs- und Jugendhilfebereich nicht diese wunderbaren Vorbilder in großer Zahl geben würde. Und wenn dann noch etwas mehr Selbsterkenntnis und Bescheidenheit angesichts des eigenen Bildungsniveaus dazu käme, dan müsste man sich auch nicht bange sein, seinen Sproß in einigen Jahren auch in so eine Einrichtung zu geben.

Gruß vom Wiz, der kein Problem damit hat, nicht alles zu wissen

hihihi - das ist ne klasse Beschreibung - geplatzes Sofakissen ;o)

das Ergebnis dieser tollen Erziehung lungert übrigens wie schon mal vor ein paar Tagen gepostet vor meiner Haustür rum… alledings ergeben sich hier neue Wendungen - habe gestern den Trupp 14jähriger im Dorfgraben angefunden. Haben sich da auf Bänke und Wege gefletzt , eng umschlungen rumgeknutscht… wie sie halt so sind - kaum haben die mich gesehen sitzen die in Reihe und Glied und grüßen artig - als wenn ich so was erwartet hätte ---- bin ein wenig irritiert von dem Verhalten, aber manchmal scheint es Erfolg zu haben Grenzen zu zeigen und die Jugendlichen mit dem Leben zu konfrontieren.

…wollen Jugendliche in dem Alter überhaupt mal so praktische Dinge lernen wie Lagerfeuerbau, Marmelade kochen, Sirup selbst machen…oder ist das zu weiblich???

Hallo Nemo!

Wenn ich mir so ansehe, was die Eltern um mich rum interessiert, dann kommt da Natur und Tiere gaaaaaaaanz gaaaaaaaanz weit hinten. Mein Sohn ist ausser bei einer Internetbekannten soweit ich weiss der einzige, der mit Tieren in der Wohnung aufwächst!
Berufskolleginnen mit Kleinkindern gefragt, hiess es, dass die Tiere zu viel Schmutz machen, nicht in die Wohnung gehören und ähnliches. Wenn selbst die Leute aus meiner Sparte da keinerlei Interesse zeigen, wie siehts dann wohl woanders aus :stuck_out_tongue:

Ich erlebe es auch immer wieder, egal wo Kinder und Tiere aufeinandertreffen. Wir gehen sehr oft in Zoos und Wildparks, und was man da erleben kann ist echt heftig.

Erst letztens, eine Ziege ist aus dem Streichelgehege entwischt. Es stehen zig Leute herum, die überhaupt nicht drauf achten. Nur ein junger Mann und ein Mädchen im Teenageralter versuchen, die Ziege wieder ins Gehege (da führt auch eine Tür rein) zu bugsieren. Zu zweit keine Chance, weil die Ziege natürlich nicht will. Kein Mensch hat geholfen, es hätte ja schon gereicht, wenn jemand die Türe aufgehalten hätte.
Ich selbst konnte leider nicht, weil ich gesundheitlich angeschlagen bin (falls jetzt jemand sich fragt, wieso ich nur geschaut habe :wink:).

Genauso andersrum, ich sehe immer wieder, wie unbedarft manche Eltern ihre Kinder an fremde Hunde rangehen lassen. Da wundert man sich dann, wieso so viel passiert. Die Kinder lernen ja auch gar nicht, wie man mit Tieren umgeht *seufz*
Was ich auch immer absolut schlimm finde sind laut kreischende Kinder, die hinter Tieren herrennen. In einem Wildpark hier rennen Hängebauchferkel und Kaninchen frei herum. Wie oft haben wir schon Kinder davon abgehalten, die eingekesselten Tiere noch mehr zu stressen :frowning:
Die Eltern juckt es NULL, die sind scheins froh, wenn der Nachwuchs einfach aus dem Weg ist und sich austobt.

Nicht drüber aufregen, es bringt nichts. Wo Du selbst etwas ausrichten kannst, tu es. Erklär den Kindern die Welt um sie herum. Du hast das Wissen dazu, gib es weiter! :smile:

Und nimm, wenn es möglich ist, die Erzieher nächstes Mal kurz beiseite und kläre auf. Oder gehe einfach zu der Gruppe und erkundige Dich, ob jemand Fragen hat. Sammel, falls möglich, ein paar Federn aus der Voliere und gib sie den Kindern mit. Sowas bleibt in Erinnerung und ist „Tier zum anfassen“, ohne dass das Tier selbst Stress hat.

Um noch was positives zu erzählen, es gibt auch andere :smile: Viele Kinder gehen ausgesprochen positiv auf Tiere zu, haben ein gutes Wissen darüber und Eltern, die sie anleiten. Die gibt es auch, sie fallen nur viel weniger auf :wink:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

[…] Da wird mit großer Überzeugung in allen Fachgebieten der Wissenschaft alles gewusst, und vor allem besser […] Aber auf der Skala hin zu den Typen, die da rumlaufen wie frisch geplatzte Sofakissen gibt es ja noch Spielraum. […]

;-D Herrlich!
Hat mich köstlich amüsiert, dein Artikel - trotz des zweifellos gebotenen Ernstes…

MfG.

Hallo

jetzt sage ich mal etwas ganz Böses: Wenn ich mir einen
Gutteil der Typen ansehe, die in Kindergarten/Horten/…
arbeiten, dann beantwortet mir dies einen nicht unerheblichen
Teil der Fragen, die sich um die Entwicklung unserer
Gesellschaft stellen.

Genau da sehe ich auch das Hauptproblem mit den Kinderkrippen usw. Oft kann man seine Kinder guten Gewissens nicht länger als wenige Stunden täglich in Kindergärten u.ä. lassen. Es scheint sich in Deutschland immer noch nicht rumgesprochen zu haben, dass grade die Kleinkindbetreuung höchst wichtig für die weitere Entwicklung der Kinder ist, und dass dort Qualität gefragt ist.

Aber gerade die qualifizierten Mütter sollen ja ihre Kinder nach Möglichkeit nicht selbst betreuen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Bine,

kannst Du mir mal erklären, was

Natur und Tiere

mit

mit Tieren in der Wohnung

zu tun hat? Ich finde es ausgesprochen gegen die Natur, ein Tier in eine Großstadtwohnung einzusperren. Gut, im Tierpark sind sie auch eingesperrt, aber da haben sie doch deutlich mehr Platz als in einer Wohnung, besonders, wenn die „Herde“ den überwiegenden Tag weg ist.

Gruß, Karin

Hallo Wiz,

jetzt sage ich mal etwas ganz Böses: Wenn ich mir einen
Gutteil der Typen ansehe, die in Kindergarten/Horten/…
arbeiten,

hast Du Dich schon mal mit den dort gezahlten Gehältern auseinander gesetzt? Kann das vielleicht ein Grund dafür sein, dass intelligentere Menschen lieber studieren, z.B. Jura?

aber als „klassischer“ Akademiker

verdienst Du vermutlich auch als Freiberufler deutlich mehr als eine „Kindergartentante“. Warum verpuffen denn alle Bemühungen, wegen eines sicher dringend erforderlichen frühen Geschlechterproporzes mehr männliche Erzieher anzuwerben? Doch sicher nicht, aus dem Grund, den Du hier anführst:

gibt es außerhalb von Kindergärten kaum Biotope, in denen man unter
solchen Umständen noch Lohn und Brot findet,

Gruß vom Wiz, der kein Problem damit hat, nicht alles zu
wissen

Weißt Du, dass das auch eine ganz ordentliche Portion Hochmut enthält?

Gruß, Karin

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Ich selbst konnte leider nicht, weil …

Ich auch nicht, und der auch nicht und wir alle nicht…

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Hallo,

Hi

Also wenn ich das so lese und dann an meine 3 Freundinnen diverser Altersstufen denke die Erzieherin/ Kindergärtnerin etc. gelernt haben und schon immer mit viel Engagment dort arbeiten wollten und den Kindern so viel beibringen wollten… und noch nie, nie seit sie die Ausbildung (bzw. ein paar Jahre Praktikum zusätzlich) fertig hatten den Job ausüben durften, da wird einem richtig mau.

Das ist scheinbar wie oft bei Lehrern, die engagierten Exemplare sitzen auf der Straße während irgendwelche Sesselpupser oder Stöpselhörer in diesem Fall die Stellen besetzen… mau :frowning:

lg
Kate

Ich selbst konnte leider nicht, weil …

Ich auch nicht, und der auch nicht und wir alle nicht…

Oh, ein kleines Trolli!
Begründung stand doch dabei. Möchte mal sehen wie du die Tür aufhälst mit nem gebrochenem Arm z.B. oder ähnliches oder auch nur einer Ziegenhaarallergie in dem Fall.

lg
Kate

Zur Ehrenrettung der Kindergärten
Hallo Wiz, hallo ihr anderen,

mit Grausen las ich eure Beschreibungen der Zustände in den Kindergärten bei euch vor Ort.
In der Kindertagesstätte, die meine 2 Mädels besuchen (Einrichtung mit Kinderkrippe, Kindergarten und Schulhort, 140 Plätze) geht es eindeutig anders zu. Die Erzieherinnen (von Mitte 20 bis kurz vor der Rente) sind sehr gut ausgebildet, hochmotiviert und haben vor allem auch das nötige Geschick im Umgang mit Kindern.
Es gibt vielfältige Angebote, die die Kinder nutzen können, u.a.

  • Kinderküche
  • Kinderwerkstatt
  • Kräutergarten
  • Computerraum mit Lernsoftware
  • Chor
  • Turnraum (1 fester Sporttag für jede Gruppe)
  • großer Garten mit vielen Spielgeräten (alle gut in Schuss), der täglich genutzt wird
  • häufige Ausflüge in den Wald mit Naturbeobachtungen
  • viele Projekte (aktuell war Kaulquappen beobachten dran)
  • 1 Tag pro Woche, wo die Kinder auch in andere Gruppen gehen können
  • es wird viel gesungen, gebastet und gemalt
  • das letzte Kiga-Jahr vor der Schule verbringen die Kinder in einer eigens eingerichteten Vorschulgruppe, um sich optimal auf die künftigen Anforderungen vorbereiten zu können, dabei gibt es auch mal Schnupperunterricht in der Schule

Die Erzieherinnen können auch eindeutig einen Papagei von einem Paradiesvogel unterscheiden. Im Frühjahr erst beschäftigten sich die Kinder mit einheimischen Vogelarten (obwohl die vorgenannten dazu natürlich nicht so recht gehören:wink:).

Es ist übrigens eine städtische Kindertagesstätte, die durch einen Förderverein (dem fast alle Eltern und auch einige Gewerbetreibende vor Ort angehören) gefördert wird.

Witzigerweise kam kurz nach der Eröffnung der Einrichtung vor 25 Jahren eine finnische Delegation, um sich das Konzept anzuschauen. Jetzt lernen wir (Deutschen) von den Finnen etwas über Bildung im Kindergarten… Frühkindliche Bildung wurde bei uns (wir sprechen von einer kleinen Kreisstadt im Erzgebirge) seit Jahren praktiziert, jetzt wird alles neu erfunden.

Deshalb sehe ich nicht komplett schwarz für die Zukunft unseres Landes.

Viele Grüße, Heike

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