Wissensvermittlung?

Hallo Wiz,

jetzt sage ich mal etwas ganz Böses: Wenn ich mir einen
Gutteil der Typen ansehe, die in Kindergarten/Horten/…
arbeiten,

hast Du Dich schon mal mit den dort gezahlten Gehältern
auseinander gesetzt? Kann das vielleicht ein Grund dafür sein,
dass intelligentere Menschen lieber studieren, z.B. Jura?

Es gibt auch genug andere Berufe, in denen man ähnlich verdient, und mit ähnlichem Bildungsniveau und passender Ausbildung trotzdem anständige Arbeit abliefert (abliefern muss). Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job nicht ordentlich zu machen. Jeder weiß vorher, was so ein Job bringt, und muss selbst wissen, ob er ihn für dieses Geld machen will oder nicht. Es verlangt doch niemand Akademiker in den Kindergärten. Aber auch mit anderen Bildungsabschlüssen erwarte ich, dass die Leute das Handwerkszeug mitbringen, was sie für ihren Job brauchen. Wenn ein Hauptschüler Elektriker wird, kann man auch nicht sagen, dass er mit Mathe nunmal seine Schwierigkeiten hatte, wenn es gerade ein paar Leute gegrillt hat, weil er ein Leitung falsch dimensioniert hat. Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne) arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung oder zumindest die Einsicht in das eigene Nichtwissen. Es ist doch keine Schande, sich dann kompetente Unterstützung zu holen.

aber als „klassischer“ Akademiker

verdienst Du vermutlich auch als Freiberufler deutlich mehr
als eine „Kindergartentante“.

Na ja, dafür habe ich auch nicht schon nach drei Jahren Ausbildung angefangen zu verdienen, und leiste auch das ein oder andere Stündchen mehr. Außerdem habe ich keine Arbeitslosenversicherung, muss meine Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen, und habe die ganzen Kosten des Kanzleiunterhalts. Ist ja nicht so, dass ich meinen Stundensatz auch nur annähernd 1:1 zur Verfügung habe, wie dies von Angestellten immer wieder gerne angenommen wird. Das ist aber auch nicht das Thema. Wir leben nun mal (glücklicherweise) nicht in einer gleichgeschalteten Gesellschaft mit Einheitslohn. Und ich erwarte vom Handwerker mit einem Stundensatz, der deutlich unter meinem liegt trotzdem gute Arbeit. Und niemand, der noch deutlich mehr verdient, würde mit mir Mitleid haben, wenn ich ihm einen Prozess vergeige, weil ich ja schließlich auch weniger verdiene.

Warum verpuffen denn alle
Bemühungen, wegen eines sicher dringend erforderlichen frühen
Geschlechterproporzes mehr männliche Erzieher anzuwerben? Doch
sicher nicht, aus dem Grund, den Du hier anführst:

gibt es außerhalb von Kindergärten kaum Biotope, in denen man unter
solchen Umständen noch Lohn und Brot findet,

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die geplatzten Sofakissen. Was mir so teilweise an Erziehern bekannt ist, die rumlaufen, als ob man sie gerade unter der Brücke rausgezogen hätte, ist keine Frage des Einkommens.

Gruß vom Wiz, der kein Problem damit hat, nicht alles zu
wissen

Weißt Du, dass das auch eine ganz ordentliche Portion Hochmut
enthält?

Wieso? Es fällt mir nur einfach auf, dass je geringer das Bildungsniveau, um so größer oft die Überzeugung die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Und es ist eben nur teilweise amüsant, wenn man mitbekommt, dass in entsprechend heterogenoen Gruppen üblicherweise diejenigen mit dem höheren Bildungsniveau die sind, die am vorsichtigsten und abwägensten argumentieren, und gerne auch mal zugeben, dass sie etwas nicht wissen. Mir gegenüber macht sich jemand ohne entsprechende fachliche Ausbildung einfach nur lächerlich, wenn er mir etwas über Recht und Gesetz erzählen will. Für kleine Kinder ist aber die Kindergartentante eine durchaus zitierfähige Quelle. Und wenn die dann ständig ungefilterten Mist erzählt, weil es ihr an Allgemeinbildung auf Kindergartenniveau mangelt, und sie nicht bereit ist, zuzugeben, dass sie etwas nicht weiß, und versäumt sich kompetente Hilfe zu holen, dann finde ich dies mehr als nur bedenklich.

Ansonsten sollte die die Ironie und Übertreibung meines ersten Postings eigentlich nicht entgangen sein. Selbstverständlich gibt es auch in Kindergärten anständiges Personal. Allerdings ist die Häufung gewisser Existenzen im Kinder- und Jugendbereich einfach nicht zu übersehen. Und da wird dann eben der Bock zum Gärtner gemacht, wenn ausgerechnet diejenigen, die sonst nicht unterkommen würden, dann ausgerechnet zum Vorbild unseres Nachwuchses werden.

Gruß vom Wiz

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Hallo Nemo,

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur
nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen,
fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Für den Kenner an der Schnabelgrösse zu sehen, für den Nichtkenner eindeutig ein Paradiesvogel! Auch wenn sie schlimmer, als die Amazonen sind.
Hast du dem widersprochen bzw diese Aussage korrigiert?

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

Was ist da eigentlich los?

Die Erziehung der Kinder ist nicht mehr Eltern sondern Staatssache!

Wir haben als Kinder noch mit als erstes gelernt, dass man nur
das essen darf, was man kennt, heute vergiften sich Kinder,
manchmal tödlich, dadurch, dass sie irgendwas Giftiges essen
(Goldregen!).

Das haben sie auch damals getan. Heute stecken sich die Kinder weniger in den Mund als damals. Schliesslich steht da ja auch kein Esprit oder Gucci drauf :wink:

Gehören einfache Naturkenntnisse und diesbezügliche Regeln
nicht mehr zu dem, was Kinder lernen sollten?

Natur ist das was in Plastikfolie eingeschweist und den Begriff BioBio hat :wink:

Grüsse
Krümel

Hallo

Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job
nicht ordentlich zu machen.

Der kann aber doch ein Grund dafür sein, sich lieber einen anderen Job zu suchen, wenn man einen anderen bekommen kann.

Es verlangt doch niemand Akademiker in
den Kindergärten.

Doch. In Finnland sind in den Kindergärten studierte Leute. Das würde ich mir auch wünschen. Die sollten von Erziehungswissenschaft und Psychologie ruhig einiges verstehen, und es wäre auch gut, wenn die vernünftig singen könnten und nicht durch ihr Vorbild sämtlichen Kindern eine falsche Singtechnik beibringen.

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung oder
zumindest die Einsicht in das eigene Nichtwissen.

Zu letzterem gehört ja eine gewisse Bildung.
Wenn die Leute mit ein bisschen Bildung diesen Job nicht machen wollen, dann sollte man eventuell die Arbeitsbedingungen verbessern.

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die
geplatzten Sofakissen. Was mir so teilweise an Erziehern
bekannt ist, die rumlaufen, als ob man sie gerade unter der
Brücke rausgezogen hätte, ist keine Frage des Einkommens.

An der Kleidung ist mir bei Erzieherinnen noch nichts Negatives aufgefallen, aber das stört die Kinder vielleicht auch nicht. Obwohl schon klar ist, dass Kinder oft bunte Kleidung mit Bildern bevorzugen, und wenn die Erzieherinnen Ketten tragen, mögen sie das auch meistens sehr.

Und da wird dann
eben der Bock zum Gärtner gemacht, wenn ausgerechnet
diejenigen, die sonst nicht unterkommen würden, dann
ausgerechnet zum Vorbild unseres Nachwuchses werden.

Tja, wenn es eben alles so wenig wie möglich kosten soll, dann ist es auch danach.

Viele Grüße
Simsy

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung oder
zumindest die Einsicht in das eigene Nichtwissen. Es ist doch
keine Schande, sich dann kompetente Unterstützung zu holen.

das kostet geld - und bei der anzahl der fragen, die kinder haben, wäre diese kompetente unterstützung unbezahlbar teuer.

huhu,

Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job
nicht ordentlich zu machen.

Der kann aber doch ein Grund dafür sein, sich lieber einen
anderen Job zu suchen, wenn man einen anderen bekommen kann.

Es verlangt doch niemand Akademiker in
den Kindergärten.

Doch. In Finnland sind in den Kindergärten studierte Leute.

nur die leitenden erzieherinnen.

Hi

Begründung stand doch dabei.

Nein, stand nicht. Gesundheitlich angeschlagen kann ja vieles heißen.

Möchte mal sehen wie du die Tür
aufhälst mit nem gebrochenem Arm z.B.

Mit dem zweiten Arm?
Mit einem gebrochenen Arm ist man bei vielen Dingen eingeschränkt *schauderbeidererinnerung* aber zum Türeaufhalten reicht der restliche Körper noch allemal.

oder ähnliches oder auch
nur einer Ziegenhaarallergie in dem Fall.

Das könnte auch auf alle anderen zutreffen, die nur dabeistanden sind und geschaut haben.

Ich finde es ebenfalls befremdlich einerseits die Untätigkeit anderer Menschen zu bereden, andererseits aber selber nix getan zu haben, schließlich könnten alle anderen Zuseher auch einen guten Grund fürs Nichtstun gehabt haben.

Gruß
Edith

Hallo

Es verlangt doch niemand Akademiker in
den Kindergärten.

Doch. In Finnland sind in den Kindergärten studierte Leute.

nur die leitenden erzieherinnen.

Immerhin.

Gibt in jeder Gruppe so eine, oder?

Hallo,

das kostet geld - und bei der anzahl der fragen, die kinder
haben, wäre diese kompetente unterstützung unbezahlbar teuer.

Ach komm, nun mach aber mal einen Punkt. Wir reden hier von durchschnittlichem Kindergartenniveau (und nicht von der Frühförderung von Hochbegabten). Da würde ich eigentlich verlangen, dass eine Erzieherin die gängigen Zoo-Tiere schon so grob richtig einzuordnen weiß, oder ungefähr erklären kann, wie ein Auto funktioniert, … Und wenn es da hapert, dann nimmt man sich zum Zoobesuch einen Tierpfleger zur Hand oder nimmt einen etwas besser vorbereiteten Elternteil mit, … Hier geht es doch um keine Fachvorträge.

Gruß vom Wiz

Hallo,

Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job
nicht ordentlich zu machen.

Der kann aber doch ein Grund dafür sein, sich lieber einen
anderen Job zu suchen, wenn man einen anderen bekommen kann.

Das klingt jetzt so danach, als ob wir händeringend nach Erziehern suchen würden, und angesichts eines vollkommen leergefegten Arbeitsmarktes nun mal leider die nehmen müssten, die übrig geblieben sind. Und das wären dann die, die nur deshalb diese Ausbildung gemacht hätten, weil sie für alles andere zu doof waren. Ganz so negativ sehe ich die Sache dann doch nicht. Ich glaube schon, dass es genug Angebot auf dem Arbeitsmarkt in diesem Bereich gibt, es allerdings bei der Auswahl in vielen Fällen wohl oft sehr locker gehandhabt wird. Machen wir uns nichts vor, es ist ein offenes Geheimnis, dass im gesamten Bereich der Pädagogik mit Traumnoten nur so um sich geschmissen wird. Und wenn ich dann da zehn Kandidaten mit 1 vor mir habe, dann sind die eben nicht alle tatsächlich diese 1 auch wert, und muss ich mir im Rahmen der Einstellung schon Gedanken machen, den einen rauszufinden, der wirklich top ist. Aber solange auf der anderen Seite des Schreibtisches ja auch diejenigen sitzen, die selbst bei einem strengeren Verfahren keine Chance gehabt hätten, …

Es verlangt doch niemand Akademiker in
den Kindergärten.

Doch. In Finnland sind in den Kindergärten studierte Leute.
Das würde ich mir auch wünschen. Die sollten von
Erziehungswissenschaft und Psychologie ruhig einiges
verstehen, und es wäre auch gut, wenn die vernünftig singen
könnten und nicht durch ihr Vorbild sämtlichen Kindern eine
falsche Singtechnik beibringen.

Dies ist in der Tat eine sehr weitreichende Forderung, und ich weiß nicht, ob ich mich der wirklich anschließen würde. Durchschnittliches Kindergartenniveau kann man sicher durchaus auch mit einem geringeren Bildungsabschluss angemessen betreuen. Dass Sportlehrer natürlich immer Alarm schreien werden, weil die Kinder nur zum Spaß auf einem Trampolin hüpfen dürfen, oder Musiklehrer an der Singtechnik etwas auszusetzen haben könnten, finde ich nicht so dramatisch. Kindergarten soll auch Spiel sein und nicht Vorbereitung auf eine Sportler- oder Musikerkarriere.

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung oder
zumindest die Einsicht in das eigene Nichtwissen.

Zu letzterem gehört ja eine gewisse Bildung.
Wenn die Leute mit ein bisschen Bildung diesen Job nicht
machen wollen, dann sollte man eventuell die
Arbeitsbedingungen verbessern.

S.o. ich glaube schon, dass es durchaus ein entsprechendes Angebot auf dem Arbeitsmarkt gibt.

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die
geplatzten Sofakissen. Was mir so teilweise an Erziehern
bekannt ist, die rumlaufen, als ob man sie gerade unter der
Brücke rausgezogen hätte, ist keine Frage des Einkommens.

An der Kleidung ist mir bei Erzieherinnen noch nichts
Negatives aufgefallen, aber das stört die Kinder vielleicht
auch nicht. Obwohl schon klar ist, dass Kinder oft bunte
Kleidung mit Bildern bevorzugen, und wenn die Erzieherinnen
Ketten tragen, mögen sie das auch meistens sehr.

Dagegen wäre ja auch überhaupt nichts zu sagen. Ich rede hier eher von den ungewaschenen und ungebügelten Sackklamotten, die man vom Altkleidercontainer sicher nur noch der stofflichen Wiederverwertung zuführen würde, den von Kopf bis Fuß gelochten und genadelten Typen mit den Zottelmähnen und den museumsreifen Resten von Jesuslatschen (ich war schon in Jerusalem dabei), die bei einem seriösen Unternehmen nicht mal als Bauhelfer oder Einkaufwagenschieber eingestellt werden würden, da schon ihr Erscheinungsbild Kunden abschrecken könnte.

Und da wird dann
eben der Bock zum Gärtner gemacht, wenn ausgerechnet
diejenigen, die sonst nicht unterkommen würden, dann
ausgerechnet zum Vorbild unseres Nachwuchses werden.

Tja, wenn es eben alles so wenig wie möglich kosten soll, dann
ist es auch danach.

Sicherlich ist die Bezahlung in den Kindergärten nicht optimal und verbesserungswürdig. Aber alles monokausal auf diesen Weg zu schicken, reicht mir nicht.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

eines zuerst:

Ironie habe ich in Deiner Philippika tatsächlich keine erkennen können. Ansonsten ein paar einzelne Anmerkungen.

hast Du Dich schon mal mit den dort gezahlten Gehältern
auseinander gesetzt?

Es gibt auch genug andere Berufe, in denen man ähnlich
verdient, und mit ähnlichem Bildungsniveau und passender
Ausbildung trotzdem anständige Arbeit abliefert (abliefern
muss).

Hier möchte ich schon mal behaupten, dass das geforderte „Bildungsniveau“ einfach für die Erwartungen der Gesellschaft viel zu niedrig angesetzt wird.

Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job
nicht ordentlich zu machen.

Aber vielleicht eben doch ein Grund dafür, dass die, die das besser könnten, diesen Beruf nicht ergreifen.

Es verlangt doch niemand Akademiker in den Kindergärten.

Die Bestrebungen gehen durchaus in Richtung akademische Erzieherausbildung.

Aber auch mit anderen Bildungsabschlüssen
erwarte ich, dass die Leute das Handwerkszeug mitbringen, was
sie für ihren Job brauchen. Wenn ein Hauptschüler Elektriker
wird, kann man auch nicht sagen, dass er mit Mathe nunmal
seine Schwierigkeiten hatte, wenn es gerade ein paar Leute
gegrillt hat, weil er ein Leitung falsch dimensioniert hat.

Ups, also ich habe mal gelernt, dass es schon einen Installationsmeister, wenn nicht bei größeren Anlagen einen Ingenieur braucht, um eine Leitung zu dimensionieren. (Sorry, hier hat die Elektroingenieurin zugeschlagen).

Im übrigen dürfte der Handwerker deutlich mehr verdienen als die Kindergärtnerin.

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung

Eben, dann müssen die Anforderungen an den Beruf und aber auch das Einkommensvieau angepasst werden.

verdienst Du vermutlich auch als Freiberufler deutlich mehr
als eine „Kindergartentante“.

Na ja, dafür habe ich auch nicht schon nach drei Jahren
Ausbildung angefangen zu verdienen, und leiste auch das ein
oder andere Stündchen mehr. Außerdem habe ich keine
Arbeitslosenversicherung, muss meine Altersvorsorge selbst in
die Hand nehmen, und habe die ganzen Kosten des
Kanzleiunterhalts. Ist ja nicht so, dass ich meinen
Stundensatz auch nur annähernd 1:1 zur Verfügung habe, wie
dies von Angestellten immer wieder gerne angenommen wird.

Von mir keineswegs, aber trotzdem solltest Du Dich mal mit den Vergütungssätzen im KiGa-Bereich auseinandersetzen…

gibt es außerhalb von Kindergärten kaum Biotope, in denen man unter
solchen Umständen noch Lohn und Brot findet,

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die
geplatzten Sofakissen.

Klär mich auf: Woher hast Du die jetzt aufgegabelt? Habe ich da was überlesen?

Was mir so teilweise an Erziehern
bekannt ist, die rumlaufen, als ob man sie gerade unter der
Brücke rausgezogen hätte, ist keine Frage des Einkommens.

Eben doch, wer mehr kann, schaut sich nach einem anderen Beruf um.

Weißt Du, dass das auch eine ganz ordentliche Portion Hochmut
enthält?

Wieso? Es fällt mir nur einfach auf, dass je geringer das
Bildungsniveau, um so größer oft die Überzeugung die alleinige
Wahrheit gepachtet zu haben.

Trotzdem klingt das „kein Problem nicht alles zu wissen“ in meinen Ohren noch einen Touch hochmütiger.

Und wenn die dann ständig ungefilterten
Mist erzählt, weil es ihr an Allgemeinbildung auf
Kindergartenniveau mangelt,

Vielleicht ist eben, wie schon oben geschrieben, dieses Niveau in derAusbildung zu niedrig angesetzt vor allem, wenn man auch Akademikerkinder betreuen muss.

Gruß, Karin

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weiß net…aber in deutschland haben sicher auch einige erzieherinnen studiert. nur sagt ein studium nicht gleich aus, dass derjenige nun besser ist. ich denke, das liegt an den menschen an sich und an unserer sterilen (kindergarten-)gesellschaft.

wenn man an einem kindergarten vorbeigeht, wird es immer dunkel und kalt. man erkennt gar nicht, dass es ein kindergarten ist. es gibt buntere therapiezentren. draußen ein weißes schild mit schwarzer schrift: kindertagesstätte, was sofort vom gedanken einer betreuung abbringt, sondern eher klingt wie: schaff dein kind her und hol es wieder ab.
das ganze system kindergarten schreit meiner meinung nach nach einer dringenden überholung und nach einer rückführung in richtig ddr-kindergarten.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Da würde ich eigentlich
verlangen, dass eine Erzieherin die gängigen Zoo-Tiere schon
so grob richtig einzuordnen weiß,

gibt es denn welche, die das nicht können? außerdem steht es doch immer am käfig…

oder ungefähr erklären kann,
wie ein Auto funktioniert,

lol…der is gut…erklär mal:smile:!

… Und wenn es da hapert, dann

nimmt man sich zum Zoobesuch einen Tierpfleger zur Hand oder
nimmt einen etwas besser vorbereiteten Elternteil mit, …

ja, die eltern…ein gutes stichwort…gehst du mit in den zoo?

Hallo

richtig ddr-kindergarten.

War der so schön für die Kinder?

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Da würde ich eigentlich
verlangen, dass eine Erzieherin die gängigen Zoo-Tiere schon
so grob richtig einzuordnen weiß, oder ungefähr erklären kann,
wie ein Auto funktioniert,

Wenn das erwartet wird, dann müsste das auch in der Kindergärtner-Ausbildung vorkommen. -
Ich fände nicht, dass das ein Fehler wäre.

Es scheint in der Ausbildung noch nicht mal das Grundwissen zur Kindererziehung und -pflege vorzukommen, das eigentlich von allen Eltern erwartet wird, jedenfalls in sämtlichen Kurzberatungs-Broschüren steht, die man immer so bekommt als frischgebackene Eltern.

Es kommt sicher was anderes in dieser Ausbildung vor, aber ich finde, das müsste zusätzlich, und nicht anstattdessen sein.

Viele Grüße
Simsy

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Ich selbst konnte leider nicht, weil …

Ich auch nicht, und der auch nicht und wir alle nicht…

Oh, ein kleines Trolli!
Begründung stand doch dabei.

Egentlich wollte ich Dir ja gar nicht antworten. Ich fühle mich so „angeschlagen“. Das ist doch ein Grund, oder?

Möchte mal sehen wie du die Tür
aufhälst mit nem gebrochenem Arm z.B. oder ähnliches oder auch
nur einer Ziegenhaarallergie in dem Fall.

Sag ich doch. Wir haben alle Gründe.

Hallo

richtig ddr-kindergarten.

War der so schön für die Kinder?

eigentlich schon…

Hallo Nemo,

Jetzt habe ich endlich einen Grund, hier mal was zu fragen.
Gestern war´s. Kindergarten mit (sehr jungen) Erzieherinnen
besuchen die Vögel.

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur
nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen,
fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Hem,vielleicht hat sie sich versprochen?

Zwei Tierpfleger, auch eindeutig zu erkennen, standen Frage-
und Antwort-bereit in der Nähe!

Hätte ich als Erzieherin nicht gewußt wie der Vogel heißt,hätte ich gesagt"Oh wie schön,Leute vom Fach,die können uns das mal erzählen oder mehr über die Vögel sagen.";o)

Und da wundere ich mich ständig, warum die Kinder von heute so
wenig Ahnung von der Natur haben.

Ja, wundert mich auch,aber nicht alle Kinder sind so.
Meine Kinder kennen (fast)alle Tiere(besonders Fische)und Pflanzen.

Werden Naturkenntnisse heute eigentlich so niedrig bewertet,
dass es egal ist, was man Kindern da erzählt?

Nein,mir ist es nicht egal,erkläre und rede,was ich nicht weiß schlage ich nach,sage es meinen Kindern auch ehrlich,oh da müssen wir mal gucken.

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

Keine Ahnung!;o)

Was ist da eigentlich los?

Weiss ich auch nicht,Erzieherinnen sind auch nur Menschen und es gibt auch welche (die meinen)die alles besser wissen.

Wir haben als Kinder noch mit als erstes gelernt, dass man nur
das essen darf, was man kennt, heute vergiften sich Kinder,
manchmal tödlich, dadurch, dass sie irgendwas Giftiges essen
(Goldregen!).

Ich war mit Oma/Mama immer im Wald und auf der Wiese Pilze sammeln,heute gehe ich mit meinen Kindern,vergiftet haben wir uns noch nie.

Oder sie vergiften „meine“ Ziegen, indem sie einfach alles
füttern, was grün ist. Und die Eltern schauen blöde zu und
freuen sich, dass ihre Kinder solchen Spaß haben.

Ja,es gibt wirklich blöde Eltern,die lassen es auch zu das Tiere im Kinderzimmer verhungern,na und dann kaufen wir halt neue.;o(
Oder die im Zoogeschäft ihre Kinder an die Scheiben klopfen lassen und wenn die Verkäuferin was sagt,wird zurück gemotzt.*kopfschüttel*

Aber Tiere sind für manche Leute nur Gegenstände und es zählen nur gut gekleidete Menschen,der Mensch selber zählt gar nicht.Hauptsache Nike und Addidas…das zählt.

Gehören einfache Naturkenntnisse und diesbezügliche Regeln
nicht mehr zu dem, was Kinder lernen sollten?

LG Biene

liegt wohl die Umwelt, die man schützen muss, oder war es Südamerika?
Weil ich hier unmöglich allen einzeln antworten kann, möchte ich meine Meinung noch einmal kurz zusammen fassen.

Die Pflicht, Kinder für die Natur zu interessieren, liegt, nach m.M., wohl einwandfrei bei den Eltern. Kinder stellen Fragen und Eltern sollten diese Fragen richtig beantworten, auch wenn´s manchmal schwer fällt. Und Natur gibt es überall, selbst in der Großstadt. Irgendwo blüht noch ein Löwenzahn.

Wobei mir die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten einfallen. Soweit ich weiß haben die einen Bildungsauftrag und sollten eventuell öfter mal dran erinnert werden. Natursendungen sind ja sehr beliebt und nachdem nun wohl alles, von der Eisbär bis zum Pinguin mehr als 12 Dutzend mal abgehandelt wurde, käme eine Sendung über einheimische Natur vielleicht nicht schlecht. Aber so etwas müsste natürlich auch verlangt werden. Da ja auch ARD und ZDF inzwischen von Einschaltquoten abhängen, werden auch die lieber über das „Presseungetüm“ Knut berichten, als über Ameisen und Regenwürmer.

Für mich gehört ein gewisses Maß an naturkundlichem Grundwissen einfach zur Allgemeinbildung, dabei sehe ich die Kindergärten und Grundschulen in der Pflicht, aber da müsste wohl wirklich erst eine Bilddungsreform kommen. Die Lehrer waren schon in meiner Zeit ständig überfordert und hatten wenig Lust auf Fragen außerhalb des offiziellen Lehrstoffes einzugehen. Viele gerieten bei diesbezüglichen Fragen regelrecht ins Schwimmen und für einen Schüler ist es nie gut, mehr zu wissen als ein Lehrer.

Und Lehrer werden von Lehrern ausgebildet! Auch Kindergärtnerinnen! Übrigens möchte ich diesen Job nicht machen, wäre mir viel zu stressig und dass da zur Beruhigung schon mal schnell eine falsche Antwort gegeben wird, kann ich verstehen. Nur wäre die falsche Antwort eben nicht nötig, wenn man es besser wüsste.

Dass immergrüne Pflanzen meistens giftig sind, weil sie sich ja irgendwie dagegen schützen müssen, gefressen zu werden, wenn rundherum alles kahl ist, sollte einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen. Aber den müsste man halt erst mal einschalten!
Wenn man einem Lehrer oder einer Lehrerin einen Truthahn als Rotkelchen „verkaufen“ kann, wegen der roten Kehle, dann denke ich fehlt es weit. (Lacht da jemand? Ich habe es ausprobiert.)

Übrigens scheint der Vorteil des Streichelzoos für Eltern wie Lehrer manchmal darin zu bestehen, dass die Kinder da hinter Gittern sind, ob die den Tieren eventuell was Böses tun ist dabei Nebensache.

Komme mir niemand damit, dass man in einer Großstadtwohnung keine Tiere halten kann, irgendwas und sei es „nur“ ein Aquarium geht immer und um ein Kind, für die Wunder des Lebens zu interessieren gibt es viele einfache Experimente, z.B. ein paar Weizenkörner in feuchter Erde oder eine gewöhnliche Küchenzwiebel auf einer wassergefüllten Flasche.

Auf die Frage, warum ich mir die Kindergärtnerin nicht beiseite genommen und aufgeklärt habe, kann ich nur sagen, ich werde mich hüten.
Die meisten Leute möchten sowas gar nicht und schlimm ist es vor allem, wenn man ihr Wissen oder ihre Erziehungsmethoden in Frage stellt. Viele fühlen sich dann sogleich angegriffen und selbst Menschen, die niemals etwas im Internet nachlesen oder gar ein Buch in die Hand nehmen, scheuen weder Kosten noch Mühen, wenn es gilt, sich über jemand zu beschweren.

Wer mich fragt, bekommt eine fachgerechte Antwort und wer nachfragt, kann gerne auch noch mehr erfahren, aber von mir selber aus, nein!
Nur wer meint Tiere quälen zu dürfen, der kriegt auch manchmal was von mir zu hören, um das er gar nicht gebeten hat.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass es natürlich auch jede Menge nette Kinder und Eltern gibt. Eltern und vor allem auch Großeltern, die Kindern, bzw. Enkeln sagen, wie sie sich verhalten müssen und Kinder, die mir auf nette Art regelrechte „Löcher in den Bauch“ fragen.

Da wir einen Bock bei den Ziegen halten und der sich eben bei Gelegenheit auch wie ein Bock benimmt, kann das manchmal schon ein bisschen peinlich werden, schließlich sind für sexuelle Aufklärung wohl doch eher die Eltern zuständig. (?)

Freundlicher Gruß, Nemo.

Hallo Geli,

zu deinen weiteren Bemerkungen habe ich mich ganz oben noch mal geäußert, aber dazu:

Jou! Und dann sag mal als heutige junge Eltern auf der Straße
energisch Nein, das darfst du nicht! zu Deinem Sprößling. Und
versuch das auch noch bei dem Kind durchzusetzen, etwa durch
Hochheben, Wegtragen, Hand festhalten.
Jede Wette, dass die Hälfte der Anwesenden Dich als Rabenelter
beschimpfen.

möchte ich noch was sagen!
Es liegt mir fern, mich in die heutigen Methoden der Kindererziehung einzumischen, ich hab es längst hinter mir, meine Kinder auch! :smile:
Dass die, die heut eigene Kinder haben, gelegentlich mal sagen, jetzt kann ich euer Verhalten von damals erst richtig verstehen, sei nur am Rande erwähnt.
Ich will nur was erzählen, vielleicht denkt ja der eine oder andere mal drüber nach.

Vorgestern war´s, ich tat es „meinen“ Vögeln nach und saß ruhig auf einer Stange, da bog unversehens eine Entenmutter mit vier fast erwachsenen Jungen um die Ecke. Die Jungen natürlich, mit Blick auf den Boden voran, könnte ja was zu fressen da liegen. Weil ich mich nicht rührte haben sie mich auch nicht bemerkt. Mama Ente watschelte hinterher und sah mich sofort. Sie gab nur einen Laut von sich und ihre Kinder standen still wie die Ölgötzen!
Dann kehrte die Mutter um und ging gemessenen Schrittes zurück, ich schien ihr zwar nicht gefährlich zu sein, aber immerhin war ich ein verdächtiges Subjekt. Die Kinder folgten ihr brav und ohne jeden Protest.

Und ich dachte so vor mich hin, wie froh doch manche Menschenmutter wäre, wenn ihre Kinder so folgsam wären.

Durch Zufall habe ich nun gestern gesehen, wie sowas funktioniert!
Eine andere Entenmutter mit neun (!) auch schon fast erwachsenen Jungen war auf dem Weg zum Waldteich. Leider war da ein Zaun und Enten wissen nicht richtig was ein Zaun ist! Zwischen den Stäben durch ging nicht, also lief die ganze Familie eben so lang auf und ab, bis sie irgendwo eine Lücke fanden, ein Junges fand keine und lief ziemlich hilflos am Zaun hin und her. Mama Ente wartete in einiger Entfernung vom Zaun, die restlichen Jungen hatte sie ein ganzes Stück vor geschickt. Immerhin war da eine Gefahr, nämlich ich, der sich langsam näherte. Letztes Entchen kam langsam in Panik und fand somit überhaupt keine Lücke mehr. Weil ich aber da hin musste, hab ich es mir eben geschnappt und über den Zaun gehoben. Mama Ente versuchte mich wütend anzugreifen, aber als sie ihr Junges wieder hatte, bekam das erst mal eine „Kopfnuss“ von ihr.
Eigentlich ziemlich ungerecht, aber Zurückbleiben ist bei jungen Enten eben oft tödlich.

Übrigens glaube ich nicht, dass die Jungente dadurch Schaden in ihrer seelischen Entwicklung genommen hat!

Gruß, Nemo.

Hallo Biene!

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur
nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen,
fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Hem,vielleicht hat sie sich versprochen?

Nö, hat se nicht!
In der nächsten Voliere saßen nämlich auch welche und die Kinder haben gefragt, warum die Paradiesvögel denn nicht zusammen sitzen. Schnelle Antwort: Weil sie sich nicht vertragen!

Zwei Tierpfleger, auch eindeutig zu erkennen, standen Frage-
und Antwort-bereit in der Nähe!

Hätte ich als Erzieherin nicht gewußt wie der Vogel
heißt,hätte ich gesagt"Oh wie schön,Leute vom Fach,die können
uns das mal erzählen oder mehr über die Vögel sagen.";o)

Das hätte ich eigentlich auch erwartet!

—:
Ja, wundert mich auch,aber nicht alle Kinder sind so.
Meine Kinder kennen (fast)alle Tiere(besonders Fische)

:smile: (!)

und Pflanzen.

Werden Naturkenntnisse heute eigentlich so niedrig bewertet,
dass es egal ist, was man Kindern da erzählt?

Nein,mir ist es nicht egal,erkläre und rede,was ich nicht weiß
schlage ich nach,sage es meinen Kindern auch ehrlich,oh da
müssen wir mal gucken.

So sollte es sein!

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

Keine Ahnung!;o)

Was ist da eigentlich los?

Weiss ich auch nicht,Erzieherinnen sind auch nur Menschen und
es gibt auch welche (die meinen)die alles besser wissen.

Ich war mit Oma/Mama immer im Wald und auf der Wiese Pilze
sammeln,heute gehe ich mit meinen Kindern,vergiftet haben wir
uns noch nie.

Da hast du großes Glück gehabt! Ich meine nicht das mit dem Vergiften, sondern mit deiner Oma und Mama!
Aber pass trotzdem auf, Knollenblätterpilze sind sehr tückisch!

Oder sie vergiften „meine“ Ziegen, indem sie einfach alles
füttern, was grün ist. Und die Eltern schauen blöde zu und
freuen sich, dass ihre Kinder solchen Spaß haben.

Ja,es gibt wirklich blöde Eltern,die lassen es auch zu das
Tiere im Kinderzimmer verhungern,na und dann kaufen wir halt
neue.;o(
Oder die im Zoogeschäft ihre Kinder an die Scheiben klopfen
lassen und wenn die Verkäuferin was sagt,wird zurück
gemotzt.*kopfschüttel*

Aber Tiere sind für manche Leute nur Gegenstände und es zählen
nur gut gekleidete Menschen,der Mensch selber zählt gar
nicht.Hauptsache Nike und Addidas…das zählt.

Recht hast Du!

LG, Nemo.