Wissensvermittlung?

Hallo Karin!

hast Du Dich schon mal mit den dort gezahlten Gehältern
auseinander gesetzt? Kann das vielleicht ein Grund dafür sein,
dass intelligentere Menschen lieber studieren, z.B. Jura?

Dieser wichtige Grund wird von intelligenten Menschen schon seit Jahren ins Feld geführt!
Begründung unter anderem: Wenn wir bessere Lehrer bekämen, bräuchten wir weniger, also blieben die Kosten im Endeffekt gleich.

Geändert hat sich nichts!

Nichts Pauschales gegen die Lehrer, es gibt auch gute, leider viel zu wenig!

Aber für viele ist dieser Beruf nur so etwas wie ein Velegenheitsstudium, wenn´s zu Besserem nicht reicht, werd´ ich eben Lehrer.

Schlimm für mich ist auch, dass Lehrer selber erst merken, dass sie zu diesem Beruf nichts taugen, wenn sie längst auf die Kinder losgelassen wurden. Meist finden sie dann keinen Ausweg mehr aus diesem Dilemma.

Gruß, Nemo.

Hallo,

Ironie habe ich in Deiner Philippika tatsächlich keine
erkennen können.

Schade, dann hast Du das Vergnügen verpasst, das der Beitrag anderen offenbar bereitet hat.

Hier möchte ich schon mal behaupten, dass das geforderte
„Bildungsniveau“ einfach für die Erwartungen der Gesellschaft
viel zu niedrig angesetzt wird.

Soll was heißen? Dass man für den Job im Kindergarten unbedingt Abi und zehn Semester Studium brauchen würde? Ach nö, ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der es nur einen Adademiker gab, und Großmütter die schon an eigenen Kindern fast eine Kindergartengruppe zusammen hatten. Da reichte Volksschule, gesunder Menschenverstand und „klassische Allgemeinbildung“ um mindestens noch bis Ende Grundschule auf alle typischen Fragen von Kindern, Neffen und Enkeln noch brauchbare Antworten zu geben.

Der Verdienst ist doch kein Grund dafür, seinen Job
nicht ordentlich zu machen.

Aber vielleicht eben doch ein Grund dafür, dass die, die das
besser könnten, diesen Beruf nicht ergreifen.

Da ich selbst mal staatlich verordnet das Vergnügen hatte, 21 Monate einen Job zu machen, der parallel zu einer Erziehertätigkeit angesiedelt war, würde ich mal behaupten, dass dies nur ein Teilaspekt sein kann. Mir hätte einfach die Herausforderung gefehlt. Und daher habe ich das Angebot dankend abgelehnt, mir auf der Stelle mein Studium zu finanzieren, und habe statt dessen (mit im Einzelfall zwar besserer, dafür aber längst nicht so konstanter Bezahlung) andere Jobs gesucht. Und auch wenn ich nie gerne in die Schule gegangen bin: Ich habe es so genossen, dann wieder in der Uni meinen Kopf in die Bücher stecken zu können, und auf entsprechendem Niveau den ganzen Tag diskutieren zu können. Ich liebe Kinder, und ganz besonders meinen Sohn, und genieße jeden Moment, den ich mit ihm verbringen kann. Aber bis 65 jeden Tag nur Kindergartenkinder, wären zumindest für mich nichts, und ich denke, dass es vielen Akademikern so gehen wird (ganz unabhängig von der Bezahlung).

Es verlangt doch niemand Akademiker in den Kindergärten.

Die Bestrebungen gehen durchaus in Richtung akademische
Erzieherausbildung.

Halte ich für die Anforderungen eines durchschnittlichen Kindergartens für überzogen.

Aber auch mit anderen Bildungsabschlüssen
erwarte ich, dass die Leute das Handwerkszeug mitbringen, was
sie für ihren Job brauchen. Wenn ein Hauptschüler Elektriker
wird, kann man auch nicht sagen, dass er mit Mathe nunmal
seine Schwierigkeiten hatte, wenn es gerade ein paar Leute
gegrillt hat, weil er ein Leitung falsch dimensioniert hat.

Ups, also ich habe mal gelernt, dass es schon einen
Installationsmeister, wenn nicht bei größeren Anlagen einen
Ingenieur braucht, um eine Leitung zu dimensionieren.
(Sorry, hier hat die Elektroingenieurin zugeschlagen).

Sorry, aber es soll durchaus den ein oder anderen Meister geben, der den Hauptschulabschluss als höchsten Abschluss einer allgemeinbildenden Schule besitzt. Aber man braucht die Sache mit der „Dimensionierung“ auch gar nicht so hoch hängen. Auch von einem Stift auf Nachbars Einfamilienhaus-Baustelle erwarte ich, dass er (ohne dass der Meister ständig daneben stehen muss) nach einigen Wochen weiß, dass man für den Herdanschluss keine 0,75er Litze verlegt.

Im übrigen dürfte der Handwerker deutlich mehr verdienen als
die Kindergärtnerin.

Noch einmal: Die erwartbare reguläre Einkommenssituation ist kein Grund dafür, schlechte Arbeit zu leisten! An der Kasse im Supermarkt verdient man auch vermutlich noch weniger im Kindergarten. Trotzdem fliegt man da raus, wenn jeder zweite Bon falsch ist.

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung

Eben, dann müssen die Anforderungen an den Beruf und aber auch
das Einkommensvieau angepasst werden.

Den Satz verstehe ich nicht.

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die
geplatzten Sofakissen.

Klär mich auf: Woher hast Du die jetzt aufgegabelt? Habe ich
da was überlesen?

Offenbar, das war ein kleiner humoristischer Randaspekt in Bezug auf die äußere Erscheinung vieler Arbeitnehmer im Kinder- und Jugendbereich.

Was mir so teilweise an Erziehern
bekannt ist, die rumlaufen, als ob man sie gerade unter der
Brücke rausgezogen hätte, ist keine Frage des Einkommens.

Eben doch, wer mehr kann, schaut sich nach einem anderen Beruf
um.

Du sprichts in Rätseln. Die Sackklamotten werden doch nicht getragen, weil das Salär leider nichts anderes erlauben würde, sondern geben einer gewissen Überzeugung Ausdruck. Und angesichts der Tatsache, dass es ja auch diverse Leute in der Branche gibt, die es anders machen, sieht man deutlich, dass es auch anders geht. Ich bleibe dabei: Es gibt sicher genug Leute, die den Job anständig machen würden - auch für die aktuelle Bezahlung. Es gibt Einrichtungen, die entsprechenden Wert auf ihre Mitarbeiter legen, und diese dementsprechend streng auswählen. Und dann gibt es eben auch die anderen.

Weißt Du, dass das auch eine ganz ordentliche Portion Hochmut
enthält?

Wieso? Es fällt mir nur einfach auf, dass je geringer das
Bildungsniveau, um so größer oft die Überzeugung die alleinige
Wahrheit gepachtet zu haben.

Trotzdem klingt das „kein Problem nicht alles zu wissen“ in
meinen Ohren noch einen Touch hochmütiger.

Was ist daran hochmütig, ganz offen dazu zu stehen, dass man etwas nicht weiß? Es hat sich leider einfach - gerade in gewissen Kreisen eingebürgert - dass man meint zu allem und jedem immer etwas sagen können zu müssen, und dieses „Wissen“ dann auch noch mit deutlicher Überzeugung vorzutragen. W-W-W liefert hierfür genug Beispiele. Es ist eine leider schwindende Kultur, einfach mal die Klappe zu halten, oder offen zuzugeben, wenn man etwas nicht weiß, bzw. einfach mal zu akzeptieren, dass es Leute gibt, die es besser wissen.

Und wenn die dann ständig ungefilterten
Mist erzählt, weil es ihr an Allgemeinbildung auf
Kindergartenniveau mangelt,

Vielleicht ist eben, wie schon oben geschrieben, dieses Niveau
in derAusbildung zu niedrig angesetzt vor allem,
wenn man auch Akademikerkinder betreuen muss.

Wie gesagt: Ich sehe das erforderliche Niveau als gar nicht so groß an. Ich erwarte vom Kindergarten keine wissenschaftliche Ausbildung der Kinder. Aber - um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen - im Zoo nicht mal so gängige Tiere wie Papageien identifizieren zu können, ist einfach nicht akzeptabel. Das hat nichts mit spezifischer Erzieher-Ausbildung zu tun, sondern liegt unter dem, was ich unabhängig von weiterer Ausbildung von jedem Hauptschulabsolventen erwarten würde.

Gruß vom Wiz

Hallo

Soll was heißen? Dass man für den Job im Kindergarten
unbedingt Abi und zehn Semester Studium brauchen würde?

Es kommt ein bisschen drauf an, was für ein Studium. Latein und Differentialrechnung muss man tatsächlich nicht dafür können, aber schaden tut es auch nicht. Sehr gut wären psychologische und soziologische Kenntnisse. Ernährungswissenschaftliche Kenntnisse. Ein bisschen technisches Verständnis, ganz gute Körperbeherrschung, eine gute Sing- und Sprechtechnik, Lerntechniken, Grundsätzliches verständnis von Didaktik. Dann natürlich alle möglichen Spiele und Zeichen- und Basteltechniken.

Ach nö, ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der es nur einen
Adademiker gab, und Großmütter die schon an eigenen Kindern
fast eine Kindergartengruppe zusammen hatten. Da reichte
Volksschule, gesunder Menschenverstand und „klassische
Allgemeinbildung“ um mindestens noch bis Ende Grundschule auf
alle typischen Fragen von Kindern, Neffen und Enkeln noch
brauchbare Antworten zu geben.

Ich würde mir von einem Erzieher eigentlich mehr wünschen als dass er auf die klassischen Kinderfragen antworten kann.

Ich kann mir sehr leicht vorstellen, dass deine Großmütter sehr viel mehr konnten als das. Aber nur deswegen, weil sie ihr (eventuelles) Wissen (wahrscheinlich) nicht auf der Volksschule, sondern eher in der Familie oder weiß ich woher gelernt haben, heißt das noch nicht, dass das nicht wichtig ist, und es heißt auch nicht, dass es jeder von seinen Verwandten lernt. Wenn es verlangt werden soll, dann muss es zumindestens Prüfungsfach sein.

Da ich selbst mal staatlich verordnet das Vergnügen hatte, 21
Monate einen Job zu machen, der parallel zu einer
Erziehertätigkeit angesiedelt war, würde ich mal behaupten,
dass dies nur ein Teilaspekt sein kann. Mir hätte einfach die
Herausforderung gefehlt.

Wahrscheinlich hast du die Herausforderung übersehen.

Und daher habe ich das Angebot
dankend abgelehnt, mir auf der Stelle mein Studium zu
finanzieren, und habe statt dessen (mit im Einzelfall zwar
besserer, dafür aber längst nicht so konstanter Bezahlung)
andere Jobs gesucht. Und auch wenn ich nie gerne in die Schule
gegangen bin:
Ich habe es so genossen, dann wieder in der Uni
meinen Kopf in die Bücher stecken zu können, …

Natürlich ist lernen interessanter als arbeiten.

…und auf
entsprechendem Niveau den ganzen Tag diskutieren zu können.

Aber die kleinen Kinder sind doch nicht die Gesprächspartner der Erzieher gedacht, sondern eher diejenigen, mit und an denen du arbeitest. -

Wer würde nicht lieber den ganzen Tag diskutieren. Aber irgendjemand muss ja auch die Arbeit machen. Was macht denn z. B. ein Zahnarzt? Meinst du, er findet die Zähne, die er da behandelt, oder auch deren Besitzer immer sehr niveauvoll? Ich denk, der würde auch lieber den ganzen Tag diskutieren.

Wenn man weiß, wie Kinder sind, wie sie sich entwickeln, und wie sie was am besten lernen, wobei es da ja noch sehr viele Unterschiede gibt, und auf welche verschiedenen Weisen man unter welchen Umständen am besten Anregungen usw. geben kann, und in welchem Alter am besten was kommen sollte, bzw. woran man erkennen kann, was wann auf fruchtbaren Boden fallen wird, dann kannst du gerade bei kleinen Kindern sehr viel bewirken.

Wenn man natürlich meint, Erzieher von kleinen Kindern könnten auch in etwa das geistige Niveau von kleinen Kindern haben, (was offensichtlich sehr viele Leute meinen) dann ist natürlich klar, wieso die Kindergärten auch so oft danach sind.

Viele Grüße
Simsy

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Hi Nemo,

Vor den Unzertrennlichen, eigentlich auch für den an Natur
nicht Interessierten eindeutig als Papageien zu erkennen,
fragen die Kinder, was das für Vögel sind.
Schnelle Antwort: Das sind Paradiesvögel! (!)

Hem,vielleicht hat sie sich versprochen?

Nö, hat se nicht!
In der nächsten Voliere saßen nämlich auch welche und die
Kinder haben gefragt, warum die Paradiesvögel denn nicht
zusammen sitzen. Schnelle Antwort: Weil sie sich nicht
vertragen!

Zu dumm,wenn sie falsches Wissen vermittelt.Schade.

Zwei Tierpfleger, auch eindeutig zu erkennen, standen Frage-
und Antwort-bereit in der Nähe!

Hätte ich als Erzieherin nicht gewußt wie der Vogel
heißt,hätte ich gesagt"Oh wie schön,Leute vom Fach,die können
uns das mal erzählen oder mehr über die Vögel sagen.";o)

Das hätte ich eigentlich auch erwartet!

Ich hätte es gemacht.;o)Mich stört es nicht,wenn mich jemand auf Fehler aufmerksam macht,nur so lernt man dazu.*g*

—:
Ja, wundert mich auch,aber nicht alle Kinder sind so.
Meine Kinder kennen (fast)alle Tiere(besonders Fische)

:smile: (!)

und Pflanzen.

Werden Naturkenntnisse heute eigentlich so niedrig bewertet,
dass es egal ist, was man Kindern da erzählt?

Nein,mir ist es nicht egal,erkläre und rede,was ich nicht weiß
schlage ich nach,sage es meinen Kindern auch ehrlich,oh da
müssen wir mal gucken.

So sollte es sein!

Haben Eltern, Erzieher, Lehrer selber keine Ahnung mehr?

Keine Ahnung!;o)

Was ist da eigentlich los?

Weiss ich auch nicht,Erzieherinnen sind auch nur Menschen und
es gibt auch welche (die meinen)die alles besser wissen.

Ich war mit Oma/Mama immer im Wald und auf der Wiese Pilze
sammeln,heute gehe ich mit meinen Kindern,vergiftet haben wir
uns noch nie.

Da hast du großes Glück gehabt! Ich meine nicht das mit dem
Vergiften, sondern mit deiner Oma und Mama!
Aber pass trotzdem auf, Knollenblätterpilze sind sehr
tückisch!

Könnte man mit Champions verwechsel.;o)

Oder sie vergiften „meine“ Ziegen, indem sie einfach alles
füttern, was grün ist. Und die Eltern schauen blöde zu und
freuen sich, dass ihre Kinder solchen Spaß haben.

Ja,es gibt wirklich blöde Eltern,die lassen es auch zu das
Tiere im Kinderzimmer verhungern,na und dann kaufen wir halt
neue.;o(
Oder die im Zoogeschäft ihre Kinder an die Scheiben klopfen
lassen und wenn die Verkäuferin was sagt,wird zurück
gemotzt.*kopfschüttel*

Aber Tiere sind für manche Leute nur Gegenstände und es zählen
nur gut gekleidete Menschen,der Mensch selber zählt gar
nicht.Hauptsache Nike und Addidas…das zählt.

Recht hast Du!

Mich ärgert es einfach,das weiter unten in diesen Tread wieder über Äußerlichkeiten gelästert wurde und sich einige noch lustig machen.Die meinen Wohl das sie was besseres sind wegen ihren aussehen?

Naja man gut ,das es auch noch Menschen gibt,die den Menschen sehen auch hinter (vielleicht)2 Tonnen Spachtelmasse.*g*

LG Biene

Hallo Nemo,

Dieser wichtige Grund wird von intelligenten Menschen schon
seit Jahren ins Feld geführt!
Begründung unter anderem: Wenn wir bessere Lehrer bekämen,
bräuchten wir weniger, also blieben die Kosten im Endeffekt
gleich.

hast Du nicht von Erzieherinnen geschrieben? Die verdienen deutlich weniger als Lehrer! Und auch das ist noch nach Schulstufe oder -typ unterschiedlich!

Geändert hat sich nichts!

Ich würde gerne die Lehrerdiskussion hier von der Erzieherdiskussion trennen.

Gruß, Karin

Hallo Wiz,

Ironie habe ich in Deiner Philippika tatsächlich keine
erkennen können.

Schade, dann hast Du das Vergnügen verpasst, das der Beitrag
anderen offenbar bereitet hat.

nö, mich hat er nur geärgert.

Hier möchte ich schon mal behaupten, dass das geforderte
„Bildungsniveau“ einfach für die Erwartungen der Gesellschaft
viel zu niedrig angesetzt wird.

Soll was heißen? Dass man für den Job im Kindergarten
unbedingt Abi und zehn Semester Studium brauchen würde?

Nicht jedes Studium dauert 10 (Regel-)Semester und man soll auch schon Absolventen nach 8 (Regel-)semsstern, deren zwei Praktika waren, auf die Technik losgelassen haben.

Ach nö, ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der es nur einen
Adademiker gab, und Großmütter die schon an eigenen Kindern
fast eine Kindergartengruppe zusammen hatten. Da reichte
Volksschule, gesunder Menschenverstand und „klassische
Allgemeinbildung“ um mindestens noch bis Ende Grundschule auf
alle typischen Fragen von Kindern, Neffen und Enkeln noch
brauchbare Antworten zu geben.

Das ist ja die Krux in unserer Gesellschaft, dass immer noch geglaubt wird, Kinder zu zeugen sei eine ausreiche Qualifikation dafür Kinder zu erziehen. Und die Mutterliebe entsteht natürlich von alleine, auch wenn man vom Vater des Kinder (alternativ vom eigenen Vater) nur Prügel kennt.

Hier habe ich einiges gelöscht, was nach meiner Ansicht nichts mit dem Thema zu tun hatte.

Ich liebe Kinder, und ganz besonders meinen Sohn, und genieße
jeden Moment, den ich mit ihm verbringen kann. Aber bis 65
jeden Tag nur Kindergartenkinder, wären zumindest für mich
nichts, und ich denke, dass es vielen Akademikern so gehen
wird (ganz unabhängig von der Bezahlung).

Und ich glaube, dass es eben nicht unabhängig von der Bezahlung ist, ob ich etwas, das ich vielleicht gut könnte, zu meinem Lebensinhalt mache.

Aber auch mit anderen Bildungsabschlüssen
erwarte ich, dass die Leute das Handwerkszeug mitbringen, was
sie für ihren Job brauchen. Wenn ein Hauptschüler Elektriker
wird, kann man auch nicht sagen, dass er mit Mathe nunmal
seine Schwierigkeiten hatte, wenn es gerade ein paar Leute
gegrillt hat, weil er ein Leitung falsch dimensioniert hat.

Ups, also ich habe mal gelernt, dass es schon einen
Installationsmeister, wenn nicht bei größeren Anlagen einen
Ingenieur braucht, um eine Leitung zu dimensionieren.
(Sorry, hier hat die Elektroingenieurin zugeschlagen).

Sorry, aber es soll durchaus den ein oder anderen Meister
geben, der den Hauptschulabschluss als höchsten Abschluss
einer allgemeinbildenden Schule besitzt.

Dann hat er aber immer noch den Meister als hächsten berufsqualifizierenden Abschluss!

Aber man braucht die
Sache mit der „Dimensionierung“ auch gar nicht so hoch hängen.
Auch von einem Stift auf Nachbars Einfamilienhaus-Baustelle
erwarte ich, dass er (ohne dass der Meister ständig daneben
stehen muss) nach einigen Wochen weiß, dass man für den
Herdanschluss keine 0,75er Litze verlegt.

Mal abgesehen, dass ich das gerade im Bereich der Elektrik für grob fahrlässig halte, dem Stift nicht die Leitung zu bezeichnen, die er verlegen soll, ist die Information „Herdanschluss“ nicht das, was ich unter „Dimensionierung“ verstehe.

Noch einmal: Die erwartbare reguläre Einkommenssituation ist
kein Grund dafür, schlechte Arbeit zu leisten! An der Kasse im
Supermarkt verdient man auch vermutlich noch weniger im
Kindergarten. Trotzdem fliegt man da raus, wenn jeder zweite
Bon falsch ist.

Die Bons im Supermarkt sind sicher leichter durch Scannen über die Kasse richtig zu halten, als kindgerechte Antworten auf alle Fragen, die die Kleinen stellen können, zu finden.

Von jemandem, der im Bildungsbereich (im weiteren Sinne)
arbeitet, erwarte ich einfach etwas Allgemeinbildung

Eben, dann müssen die Anforderungen an den Beruf und aber auch
das Einkommensvieau angepasst werden.

Den Satz verstehe ich nicht.

Ich versuche es nochmal: Wenn Du erwartest, dass ein Mensch im Bidlungsbereich ein erweitertes Allgemeinwissen hat, dann musst Du den Beruf so attraktiv gestalten, dass auch Menschen, die Deinen Anforderungen genügen, diesen Beruf gerne ergreifen.

Da ging es doch um etwas ganz anderes. Nämlich um die
geplatzten Sofakissen.

Klär mich auf: Woher hast Du die jetzt aufgegabelt? Habe ich
da was überlesen?

Offenbar, das war ein kleiner humoristischer Randaspekt in
Bezug auf die äußere Erscheinung vieler Arbeitnehmer im
Kinder- und Jugendbereich.

Du sprichts in Rätseln. Die Sackklamotten werden doch nicht
getragen, weil das Salär leider nichts anderes erlauben würde,
sondern geben einer gewissen Überzeugung Ausdruck.

Hm, das sprichst Du einen Punkt an, der mir völlig am ****** vorbei geht. Ich gehe auch nur in Jeans und Hemd in die Arbeit und wäre todunglücklich, wenn ich einen Job hätte, der mich regelmäßig in Kostüme und dergleichen zwingen würde. Im übrigen, wenn ich täglich mit Kindern im Vorschulalter zu tun hätte, würde ich vor allem praktische Kleidung, die sich leicht waschen lässt, bevorzugen. Alles andere sähe ich als Ressourcenverschwendung an.

Und angesichts der Tatsache, dass es ja auch diverse Leute in der
Branche gibt, die es anders machen, sieht man deutlich, dass
es auch anders geht. Ich bleibe dabei: Es gibt sicher genug
Leute, die den Job anständig machen würden - auch für die
aktuelle Bezahlung.

Hm, ein Teil unserer Diskussion muss wohl in die Hose gehen, weil ich weiß, dass in München vom Erziehergehalt keiner leben kann, der sich nicht mit einem Untermietzimmer für Wochenendheimfahrer zufrieden gibt. Und sonst finden sich halt nur Erzieherinnen, die sogenannte „Doppelverdiener“ sind, das heißt, nicht selber alleine für ihren gesamten Unterhalt verdienen müssen.

Ich gehe daher auch auf weitere Argumentationen im aktuellen Posting nicht ein, weil mir aus meinem Bekanntenkreis durchaus auch von Ingenieuren bekannt ist, dass sie die dort angesprochene Unterscheidung nicht treffen können.

Schade, dass wir zu diesem wichtigen Thema so aneinander vorbei reden.

Gruß, Karin

1 „Gefällt mir“

Hallo Karin,

ich denke, dass die Situation im Grundsatz nicht viel anders ist!

Aber so weit ich das sehe, ist die Diskussion hier sowieso zu Ende.

Freundlicher Gruß,

Nemo.

Huhu!

Oh, ganz einfach, ich bin keine 3 Wochen vorher operiert worden, und ein Ruck der Ziege hätte den Erfolg der OP absolut zunichte machen können. Ich fand nur die genaueren Umstände nicht sooooo erwähnenswert, bin niemand, der sowas unbedingt breittreten muss.

Ist schon traurig, dass man sich da auch noch blöd anreden lassen muss.

Aber gut, ihr konntet es ja nicht wissen…auch die drei Sternchengeber nicht. Trotzdem vielleicht ab und zu mal innehalten und überlegen, ob man jeden Gedankengang sofort rauslassen muss.

Nichts für ungut, aber wenn ihr SO auch mit Kindern umgeht, seid ihr nicht unbedingt gute Vorbilder in der Hinsicht.

Bine

Hallo Karin!

zu tun hat? Ich finde es ausgesprochen gegen die Natur, ein
Tier in eine Großstadtwohnung einzusperren. Gut, im Tierpark
sind sie auch eingesperrt, aber da haben sie doch deutlich
mehr Platz als in einer Wohnung, besonders, wenn die „Herde“
den überwiegenden Tag weg ist.

„Unsere“ Herde ist nicht weg, das nur mal dazu :wink:

Man kann sich genau darüber vortrefflich streiten. Ich finde ein Leben in der Grossstadt auch für Kinder nicht unbedingt gut. Es kommt aber immer auf die Umstände an. Genau so ist es meiner Meinung nach auch bei Tieren.

Für mich persönlich SIND Tiere ein Teil der Natur, egal ob sie nun im Haus leben, im Zoo oder frei draussen. Und je mehr Kontakt ein Kind dazu hat, desto natürlicher geht es meiner Erfahrung nach auch damit um. Natürlich unter der Voraussetzung, gelernt zu haben WIE man angemessen damit umgeht.

Ich kann Dir leider keine Antwort geben, die ausreichend wäre, weil es die schlicht nicht gibt.

Liebe Grüsse
Bine

Huhu!

Huhu *wink*

Oh, ganz einfach, ich bin keine 3 Wochen vorher operiert
worden, und ein Ruck der Ziege hätte den Erfolg der OP absolut
zunichte machen können. Ich fand nur die genaueren Umstände
nicht sooooo erwähnenswert, bin niemand, der sowas unbedingt
breittreten muss.

Du musst mir keinen Entschuldigungszettel vom Arzt bringen.

Aber gut, ihr konntet es ja nicht wissen…auch die drei
Sternchengeber nicht. Trotzdem vielleicht ab und zu mal
innehalten und überlegen, ob man jeden Gedankengang sofort
rauslassen muss.
Nichts für ungut, aber wenn ihr SO auch mit Kindern umgeht,
seid ihr nicht unbedingt gute Vorbilder in der Hinsicht.

Vielen Dank für die guten Ratschläge, Empfehlungen und das Verzeihen meines Fehlers. Das zeugt von einem guten Herzen. Du hast nun offiziell einen besseren Grund gehabt, nicht zu helfen als alle anderen, du guter Mensch!

Hi,

Du
hast nun offiziell einen besseren Grund gehabt, nicht zu
helfen als alle anderen, du guter Mensch!

Erinnert mich an Folgendes.
Eine Gruppe weißer Frauen ließ sich zu freiwilligen Helfern in einem Krankenhaus ausbilden (es ging um OP-Vorbereitungen durch Kasperletheather und Spiele für Kinder). Es waren deren 25. Die Ausbildung fand in einem Krankenhaus für weiße Patienten im Apartheidssüdafrika statt. Nach der Ausbildung konnte man wählen, in welchem Krankenhaus man arbeiten wolle, zu Wahl standen das Krankenhaus für weiße und ein Krankenhaus für Farbige (es war nicht in einem typischen Township gelegen). Von 25 Frauen meldeten sich 2 für das Krankenhaus für Farbige. Alle anderen hatten einen wirklich guten, nachvollziehbaren Grund, warum sie im anderen Krankenhaus arbeiten wollten. Wie gesagt: in Einzelgesprächen war diese Entscheidung nachvollziehbar. Als Gruppe gesehen, höchst suspekt.

Gruß
Elke

PS: womit ich absolut nichts über Loussy ausgesagt haben will, lediglich nebenher noch darauf hinweisen, dass man nicht jede Bemerkung als persönliche Beleidigung und Anmache interpretieren braucht.

Erinnert mich an Folgendes.
Eine Gruppe weißer Frauen ließ sich zu freiwilligen Helfern in
einem Krankenhaus ausbilden (es ging um OP-Vorbereitungen
durch Kasperletheather und Spiele für Kinder). Es waren deren
25. Die Ausbildung fand in einem Krankenhaus für weiße
Patienten im Apartheidssüdafrika statt. Nach der Ausbildung
konnte man wählen, in welchem Krankenhaus man arbeiten wolle,
zu Wahl standen das Krankenhaus für weiße und ein Krankenhaus
für Farbige (es war nicht in einem typischen Township
gelegen). Von 25 Frauen meldeten sich 2 für das Krankenhaus
für Farbige. Alle anderen hatten einen wirklich guten,
nachvollziehbaren Grund, warum sie im anderen Krankenhaus
arbeiten wollten. Wie gesagt: in Einzelgesprächen war diese
Entscheidung nachvollziehbar. Als Gruppe gesehen, höchst
suspekt.

Ein schönes Beispiel. Vielleicht formuliere ich in diesem Fall ja auch zu provozierend. Aber mir persönlich begegnen solche Situationen viel zu oft.

Hallo,

Für mich gehört ein gewisses Maß an naturkundlichem
Grundwissen einfach zur Allgemeinbildung, dabei sehe ich die
Kindergärten und Grundschulen in der Pflicht, aber da müsste
wohl wirklich erst eine Bilddungsreform kommen.

Hier stimme ich dir zu.
Wo im Abitur mehrere(!) Naturwissenschaften abgewählt werden können(oder sogar müssen) und man sich seine Prüfungen je nach Neigung aussuchen kann (Religion-Kunst-Darstellendes Spiel vielleicht), sieht man schon, dass solch Wissen nicht mehr wichtig ist.

Ich finde es auch immer bemerkenswert, wie sehr die meisten Kandidaten in „Wer wird Millionär“ bei „Weltall-Erde-Pflanzen-Tier“-Fragen total unwissend sind (obwohl die Fragen oft Schulstoff beinhalten) - na gut, ich würde dafür nichts zum Thema Königshäuser und Pseudo-Promis wissen…

Auf die Frage, warum ich mir die Kindergärtnerin nicht
beiseite genommen und aufgeklärt habe, kann ich nur sagen, ich
werde mich hüten.

Man kann das auch indirekt machen - ich bringe öfter mal Materialien mit in den Kindergarten meines Sohnes als „Unterstützung“ für die Erzieherin - in diesem Jahr hat sie tatsächlich einige Anregungen, die ich vor einem Jahr anbrachte, umgesetzt :wink:

Da wir einen Bock bei den Ziegen halten und der sich eben bei
Gelegenheit auch wie ein Bock benimmt, kann das manchmal schon
ein bisschen peinlich werden, schließlich sind für sexuelle
Aufklärung wohl doch eher die Eltern zuständig.

Das verstehe ich jetzt aber nicht - ist doch auch Wissen über die Natur - wenn schon, denn schon, und nicht nur, wenn es dir gerade passt :wink:
Ich finde dies gerade einen schönen Aufhänger zu diesem Thema, mit meinem Sohn haben wir diesbezüglich schon sehr vergnügliche Gespräche gehabt…

Beatrix

Hallo,

ddr-kindergarten.
War der so schön für die Kinder?

Falsche Frage in diesem Zusammenhang - aber die Erzieherinnen hatten eine fundierte Ausbildung , ein „Fachschulstudium“, das war so ein Zwischending zwischen Ausbildung und Studium. Sie mussten eine besondere musische oder künstlerische Ausbildung (ich glaube, jede Erzieherin musste ein Instrument spielen!) machen und hatten ähnlich wie Grundschullehrerinnen pädagogische, didaktische und psychologische Ausbildungskomponenten.
Es gab tatsächlich Pläne zur Wissensvermittlung in den Kindergärten.

Übrigens scheint man jetzt wieder solche Dinge neu zu erfinden, wenn man die Bildungspolitik verfolgt…

Beatrix

Hallo Bine,

„Unsere“ Herde ist nicht weg, das nur mal dazu :wink:

ich kenne hier in München leider viel zu viele Hunde, die tagsüber alleine sein müssen. Und gerade von Hunden habe ich gelesen, dass die unter der Abwesenheit der „Herde“ sehr leiden.

Man kann sich genau darüber vortrefflich streiten. Ich finde
ein Leben in der Grossstadt auch für Kinder nicht unbedingt
gut.

Also für berufstätige Eltern ist die Großstadt geradezu genial. Nirgendwo sonst habe ich soviele Kinderbetreuungsmöglichkeiten, vor allem hier in Bayern.

Gruß, Karin

Hallo Beatrix,

Falsche Frage in diesem Zusammenhang - aber die Erzieherinnen
hatten eine fundierte Ausbildung , ein „Fachschulstudium“, das
war so ein Zwischending zwischen Ausbildung und Studium.

so ähnlich sieht und sah nach meiner Kenntnis die Erzieherausbildung auch hier im Westen aus.

Gruß, Karin

Hallo Karin!

Noch kurz ne kleine Anmerkung, ist ja schonr echt weit vom ursprünglichen Thema weg :wink:

ich kenne hier in München leider viel zu viele Hunde, die
tagsüber alleine sein müssen. Und gerade von Hunden habe ich
gelesen, dass die unter der Abwesenheit der „Herde“ sehr
leiden.

Da hast Du recht, für einen Hund ist es nicht schön, wenn er alleine sein muss. Sie leiden nicht unbedingt direkt, aber wenn ihre Menschen da sind, fühlen sie sich mit Sicherheit wohler.

Also für berufstätige Eltern ist die Großstadt geradezu
genial. Nirgendwo sonst habe ich soviele
Kinderbetreuungsmöglichkeiten, vor allem hier in Bayern.

*schmunzel* Und ich finde es optimal, wenn man zu Hause bleiben und für seine Kinder da sein kann. Das geht bei den Mieten in München natürlich schwer bis gar nicht. Bei unserem günstigen „Landleben“ kann man schon eher darüber nachdenken.
Allerdings finde ich, dass grosse Städte wesentlich mehr kulturelles Leben bieten, ich bin ja selbst in München gross geworden und dann in ein 23.000-Einwohner-Städtchen gezogen, und der Unterschied ist schon immens.
Für Jugendliche sind Grossstädte meiner Meinung nach besser, weil sie dort unabhängiger vom Elternauto sind und wie oben schon gesagt, einfach viel mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung haben.
Für kleinere Kinder finde ich es hier ideal, da ist Natur, wo man nur hinsieht, und es gibt haufenweise Wohnungen mit Garten, die auch für Familien gut bezahlbar sind.
Wie es hier mit Kinderbetreuung bestellt ist, weiss ich nicht, weil wir meine Eltern aus München einfach importiert haben *schmunzel* Mehrgenerationenwohnen hat grosse Vorteile :wink:

Man sieht schon, es kommt einfach sehr drauf an, was man selbst für Vorstellungen und Ziele hat, und welche Möglichkeiten man hat, die zu erreichen. Und wenn man aus seiner Situation das Beste macht und seine Kinder immer im Auge behält (im Sinn von darauf achten, wie es ihnen geht, was sie fühlen), hat man schon viel erreicht.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Bine,

Noch kurz ne kleine Anmerkung, ist ja schonr echt weit vom
ursprünglichen Thema weg :wink:

deshalb habe ich jetzt auch den Artikel umgetauft.

Also für berufstätige Eltern ist die Großstadt geradezu
genial. Nirgendwo sonst habe ich soviele
Kinderbetreuungsmöglichkeiten, vor allem hier in Bayern.

*schmunzel* Und ich finde es optimal, wenn man zu Hause
bleiben und für seine Kinder da sein kann. Das geht bei den
Mieten in München natürlich schwer bis gar nicht.

das geht auch bei Frauen nicht, die nicht zuhause bleiben wollen. Und deren eine bin ich ganz bestimmt. Von meinem Gehalt (plus Regelunterhalt fürs Kind) konnten wir durchaus die ganze Zeit leben.

Bei unserem günstigen „Landleben“ kann man schon eher darüber nachdenken.

Ich WILL darüber gar nicht nachdenken. Ich hatte zwar 3 Jahre Pause (mit Sozialamtshilfe) vom erstmal ungeliebten Job, habe dabei dann auch meinen Neffen betreut, aber mir fiel schon nach 2 Jahren die Decke auf den Kopf. Danach habe ich studiert und habe jetzt einen Beruf, der mich sehr viel besser ausfüllt, als es jedes Zuhausebleiben hätte können.

Für Jugendliche sind Grossstädte meiner Meinung nach besser,
weil sie dort unabhängiger vom Elternauto sind und wie oben
schon gesagt, einfach viel mehr Möglichkeiten zur
Freizeitgestaltung haben.

Vor allem, wenn es das Elternauto überhaupt nicht gibt. Das ist für mich übrigens der wesentlichste Vorteil des zentralen Wohnens: Ich habe kein Auto, fahre fast alles mit dem Rad, und wenn mir eine Strecke zu weit wird, dann nehme ich Bahnen, ggf. in Kombination mit Radmitnahme.

Für kleinere Kinder finde ich es hier ideal, da ist Natur, wo
man nur hinsieht, und es gibt haufenweise Wohnungen mit
Garten, die auch für Familien gut bezahlbar sind.

Wir haben einen eigenen Garten nie vermisst. Unter der Woche war meine Tochter im Kindergarten, der auch einen solchen hat, und am Wochenende sind wir (auch meine Schwester mit ihren Kindern) mit der S-Bahn ins Umland gefahren auf diverse Spielplätze. So haben unserer Kinder sicher vielfältigere Natur kennengelernt als diejenigen, die nur im eigenen Garten rumsitzen (das ist bewusst überspitz formuliert).

Wie es hier mit Kinderbetreuung bestellt ist, weiss ich nicht,
weil wir meine Eltern aus München einfach importiert haben
*schmunzel* Mehrgenerationenwohnen hat grosse Vorteile :wink:

Auch nur, wenn Du mit der Erziehungsart Deiner Mutter umgehen kannst. Ich hatte überwiegend Streitereien um die Kindererziehung mit meiner, da sie mir fast alles, was ich ganz bewusst anders gemacht habe als sie es mit uns tat (oder nicht tat) als Erziehungsfehler vorwarf.

Man sieht schon, es kommt einfach sehr drauf an, was man
selbst für Vorstellungen und Ziele hat, und welche
Möglichkeiten man hat, die zu erreichen. Und wenn man aus
seiner Situation das Beste macht und seine Kinder immer im
Auge behält (im Sinn von darauf achten, wie es ihnen geht, was
sie fühlen), hat man schon viel erreicht.

Da bin ich auf jeden Fall mit bei.

Gruß, Karin

Hi Wiz,

ein bisschen schmunzeln musste ich schon als ich Dein Posting las - vor allem das „Sofakissen“ hat mir gefallen. Und ich stimme Dir zu was Klamotten anbelangt (ich kann allerdings nur fuer Schleswig-Holstein sprechen, es mag in anderen Bundeslaendern anders sein).

Zwar habe ich keine Kinder aber meine Freundin hat erst eine Ausbildung zur (staatlich geprueften) Erzieherin gemacht & hat jetzt im November ihr 2. Staatsexamen als Lehrerin fuer Grund- und Hauptschule - sie hat also einen recht langen Weg gemacht. Vielleicht sollte ich auch noch erwaenen, dass sie 3 mittlerweile erwachsene Kinder hat und die Aelteste von 6 Kindern ist.

Sie meinte auch bei Beginn ihrer Ausbildung, dass sie nun neue Klamotten brauche, „Wollsocken & Jesuslatschen“ waren ein Teil davon, die meisten ihrer Schulkollegen sahen schon ziemlich verwegen aus. Das zog sich bis in’s Studium durch.

Aber ich weiss eben auch, dass die Ausbildung gar nicht SO einfach ist, von Paedagogik ueber Ernaehrungslehre etc aber wo die Allgemeinbildung fehlt - ich denke eher da liegt der Hase im Pfeffer. Ausserdem ist SH schon mehr „laendlich“ und ich behaupte, dass die meisten Kinder wissen, dass Kuehe nicht lila sind :smile:

Auch was den Verdienst anbelangt ist es nicht allzu schlecht, hier sind scheinbar von Bundesland zu Bundesland ziemliche Unterschiede (wie in anderen Branchen auch).

Aber ich stimme Dir schon zu, ein gewisses Mindestmass an Allgemeinwissen sollte schon da sein. Schliesslich muss man nicht alles wissen sondern es genuegt wenn man weiss wo die Information zu finden ist.

liebe Gruesse,
Astrid