Hast Du eigentlich gelesen, worum es da ging? Hier, ich helf Dir mal:
Darauf habe ich Antwort gegeben.
Relevant wofür?
Wieviel Weidegang die Kühe erhalten, von denen die so bezeichnete „Weidemilch“ kommt, steht auf der Packung. Und Weidegang für alle Pflanzenfresser in „Bio“-Produktion ergibt sich aus der EU-Öko-Verordnung 2018/848.
Und damit genug des munteren Themenhüpfens.
Es hätte mich gefreut, wenigstens ein einziges Thema in diesem Thread mit Hand und Fuß abhandeln zu können - stattdessen ist ein lustiger Ringelpietz mit Hupfern frei nach Gefühl von Thema zu Thema draus geworden. Sehr schade, weil nicht wenige der auf diese Weise bloß höchst oberflächlich und großenteils klischeehaft gestreiften Themen etwas mehr und etwas Besseres verdient hätten.
Es geht nicht nur bei den Paradeisern, sondern u.a. auch bei sehr vielen Obstsorten ganz schlicht um Zuchtziele: Transport- und Lagerverluste Minimieren heißt eines davon, und auch unreifem Obst und Gemüse ein hübsches Selbstbedienungs-Aussehen Geben ein anderes. Und dass in der Pflanzen- und Tierzucht mit jedem Zuchtziel, das schwerpunktmäßig verfolgt wird, ein anderes in der Priorisierung nach hinten rutscht, ist eine Binsenweisheit.
Sehr interessant finde ich beiläufig, dass derartiger Ramsch bei unseren Nachbarn, die einen viel höheren Anteil des verfügbaren Haushaltseinkommens für Essen und Trinken ausgeben als die deutschen Michel, sehr viel weniger angeboten wird. Das hat damit zu tun, dass zu einem Markt immer zwei Seiten gehören: Angebot und Nachfrage. Und wo Ramsch nicht gut verkäuflich ist, weil ihn auch für 79 Cent fast keiner haben möchte, wird er halt viel weniger angeboten.
Ich habe die Inhaltsstoffe gepostet. Wie konkret will man es noch? Soll ich herausfinden woher die Inhaltsstoffe kommen oder soll ich mich schnell verdeckt in ein Unternehmen schleusen und dann herausfinden ob die Angaben stimmen?
Ich habe geschrieben, ich habe kein Brot aus dem Supermarkt zu Hause. Du unterstellst mir jetzt, ich wisse gar nicht, was ein Supermarkt Brot wäre. Das ist dann wohl die von die angesprochene faktenbasierte Diskussionsebene.
Das ist ein Frage-Antwort-Portal im Internet, da wird man auch einmal Antworten finden, die nicht stimmen. Das gute daran ist ja, jeder kann sich das durchlesen und selbst entscheiden was er mit den Antworten macht. Bin mir sicher da draußen gibt es Menschen die mit Ironie, Übertreibungen, Witz,… besser umgehen können und das auch so einschätzen können. Und genau da unterstelle ich die Trollerei, können wird es wohl jeder, nur setzt man sich dann hin und sieht es bewusst anders. Und da muss man sich dann schon die Frage stellen, warum muss man es anders sehen? Bisschen mehr Gewicht auf den Kontext und die nicht Wortklauberei.
Je länger so eine Diskussion läuft, desto mehr wird nur noch darauf gewartet auf irgendwas anspringen zu können und dann allen anderen zu zeigen, dass man sich doch besser auskernt als die anderen. Da muss man jetzt nicht so tun als ob das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.
Aber lass gut sein. Es kann sich vom Diskussionsverlauf jeder ein Bild machen.
Die Aussagen, auf die ich mich beziehe, hast Du ganz am Anfang der Diskussion getätigt. Es geht also nicht darum, wann was gesagt wird, sondern darum, was gesagt wird.
Und wenn Du den Eindruck hast, dass gerade Dir hier viel Wind im Zusammenhang mit Lebensmitteln ins Gesicht weht, kann das daran liegen, dass Du schon wiederholt durch eher zweifelhafte, pauschale oder schlichtweg unzutreffende Aussagen im Zusammenhang mit Lebensmitteln aufgefallen bist. Das liegt aber nicht an uns, sondern an Deinen Ausführungen.
Also mir wäre das zu anstrengend, hier jede Woche die Sätze und Wörter der anderen Forenteilnehmer zu zerlegen und zu analysieren. Dafür habe ich privat einfach zu viele andere Interessen. Ursprünglich handelte meine Frage von Erfahrungen mit Brot.
Was für uns in Mittel- und Nordeuropa schon fragwürdig vermengtes, eingefärbtes Brot ist, ist nichts, im Vergleich zu dem „Brot“, das man bspw. in den USA kriegt, dem klassischen Sandwich-Brot. Sie haben keine Brotkultur, sie können andere Sachen gut…Und mittlerweile gibts natürlich Bio-und Spezialläden mit gesünderem Brot. Aber sonst ist die Inhaltsliste etwa: Weizenmehl, Wasser, Zucker, Maissirup (High Fructose Corn Syrup), Hefe, Pflanzenöl (Sojaöl), Salz, Weizengluten, modifizierte Stärke, Sojamehl, Molkepulver, Emulgatoren (DATEM, Sojalecithin, Mono- und Diglyceride), Verdickungsmittel (Guarkernmehl), Konservierungsstoffe (Calciumpropionat, Kaliumsorbat), Dextrose, Melasse, Säureregulatoren, Enzyme, Aromastoffe, Vitamine und Mineralstoffe (Niacin, Eisen, Thiamin, Riboflavin, Folsäure).
Macht hier keiner. Es gibt aber zwei Personen, die die Diskussion immer wieder aufgreifen, ohne irgendetwas zu dem beizutragen, was hier mal Thema war, sondern stattdessen unzutreffende Behauptungen über den Diskussionsverlauf aufzustellen oder irgendetwas zu erzählen, was ihnen anscheinend gerade durch den Kopf schießt.
Siehe auch:
Hast Du Deine eigene Frage vergessen? Darauf kann die Antwort doch nicht lauten „auf jeden Fall nicht in den USA“.
Sagt ausgerechnet derjenige, der keinen Unterschied bei den Broten sieht egal was drinnen ist:
Um Brot zu machen braucht es genau Mehl, Wasser, Salz und Hefe oder Sauerteig. Da braucht es keine künstlichen Enzyme, technische Hilfsstoffe oder Konservierungsmittel. Emulgatoren schädigen die Schleimhaut im Darm, Enzyme begünstigen Allergien,… Das kann sein, muss aber nicht bei jedem so sein. Und man wird auch von einem einmaligen Konsum nicht krank. Reagiert man sensibel oder mit der Zeit, kann es aber zu Problemen führen.
Alleine schon die längere Teigführung hat schon genug Einfluss. Habe ich eine kurze Gehzeit, bauen sich Mehrfachzucker und ATIs nicht ab, dann bekommt man Blähungen, Bauchschmerzen oder glaubt gleich man verträgt kein Gluten.
Nur dass ich das genauso wenig geschrieben habe wie das, was Du anschließend zitierst.
Das magst Du so sehen. Ganz unabhängig davon, findet man die weiter oben erwähnten Zutaten aus den weiter oben erwähnten Gründen auch in handwerklich hergestelltem Brot.
Ich bin mir sicher, dass Du für diese Aussagen belastbare Belege anführen kannst.
Nö. Hast Du tatsächlich keine Ahnung, was der Begriff Enzym bedeutet?
Und Vollkornbrot aus steinmühlengemahlenem Emmer, der bei übergehendem Mond gesät ist, nachdem der Acker mit Urgesteinsmehl mit vielen wertvollen Spurenelementen bestreut worden ist, löst bei Menschen mit Zöliakie Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit mit Erbrechen aus.
Ist Dir eigentlich bewusst, dass Weizenvollkornmehl zu rund 70 Prozent aus einem Mehrfachzucker aka Polysaccharid namens Stärke besteht? Und wie willst Du Brot backen, wenn der Teig keinerlei Stärke enthält? (beiläufig sowieso Humbug, weil bei egal welcher Teigführung niemals die gesamte Stärke im Brotteig abgebaut wird - „sich abbauen“ tut sie sowieso nicht).
Leseempfehlung: Buddrus/Schmidt, Grundlagen der organischen Chemie, bei De Gruyter
Viel Vergnügen bei der mutmaßlich ersten ernsthaften Behandlung der Themen, die Dich offenbar interessieren, Dir aber noch fast vollständig fremd sind, wünscht
Das, was ich grad aus dem Ofen geholt habe, enthält kein (Getreide)Mehl, aber Roggenschrot (sauer angesetzt, „Sauerteig“ ist keine Zutat), Weizenschrot, Leinmehl, Ackerbohnenmehl und eine Schippe Weizenkleie obendrauf. Dass ich Hefe dazugebe, ist Geschmackssache - ein gut geführter Sauerteig enthält genügend Hefen, das n ist Absicht, um Brot auch ohne Zugabe von Hefe aufgehen zu lassen.
Übrigens enthält mein Brot auch ein danz wichtiges Enzym, nämlich die Alpha-Amylase aus dem Roggenschrot, die es notwendig macht, den Roggenanteil als Sauerteig zu führen, weil nur im sauren Milieu die Aktivität der Alpha-Amylase ausreichend gehemmt wird, dass nicht zu viel von dem Mehrfachzucker Stärke zu Maltose abgebaut wird - sonst käme dabei eher ein porenloser Pudding heraus: Roggenbrot braucht für seine poröse Konsistenz Stärkebrücken, so wie Weizenbrot Proteinbrücken braucht.
Wenn es Dich wirklich interessiert, erzähle ich Dir gerne mehr darüber, wie Brotbacken funktioniert.