Woher bloß so viele Russen?

Moin, Heinrich!

Deutschland braucht nach Erhebungen der UNO wenigstens eine
halbe Million Einwanderer im Jahr, um auch in 50 Jahren noch
über dieselbe Zahl der Arbeitskräfte zu verfügen wie heute. Um
auch die wachsende Zahl der Rentner und Pensionäre angemessen
zu unterhalten, wären laut UNO sogar 3,4 Millionen Immigranten
pro Jahr notwendig. Nur mit diesem Einwandererstrom könnte
Deutschland das Verhältnis zwischen Arbeitskräften und
Ruheständlern im Jahre 2050 auf dem Stand von 1995 halten.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine/dpa, 8.1.2000

Die Gründe für die geringe Geburtenquote sind auf die moderne
Empfängnisverhütung, auf den Trend zur Ein-Kind-Familie, auf
das gewandelte Rollenbewußtsein der Frau in der Gesellschaft,
auf den Wegfall der Familie als „Sozialversicherung“
zurückzuführen.

Mag sein, das Du das so siehst. Könnte es vielleicht auch sein, das die zu niedrige Geburtenquote darauf zurückzuführen ist, das es sich einfach kaum noch jemand leisten kann, gleichzeitig Arbeiten zu gehen und ein Kind aufzuziehen?

Gleichzeitig steigt die Quote von arbeitender Bevölkerung und
zu versorgender Bevölkerung (Rentner und Jugendliche bzw.
Kinder) auf 1 zu 1 an. Die Folgen hieraus: ein
gesellschaftlicher Kollaps.

100% richtig. Aber was hat das mit den Russen zu tun?

Die Abhilfe: massive Einwanderung.

Nich verkehrt. Allerdings solltest Du diesen Satz um den Zusatz „arbeitswilliger Menschen“ ergänzen. Solange die „Einwanderer“ nach D kommen, weil hier eine Anwesenheitsprämie gezahlt wird, bringen sie absolut keinen Vorteil zu dem von Dir angeschnittenen Thema sondern belasten nur zusätzlich die Allgemeinheit. Die Folge daraus ist nur, das sich der gesellschaftliche Kollaps wesentlich beschleunigt.

Warum sich also über die paar „Russen“ aufregen?

Ganz einfach: Viele von den „paar Russen“ verstärken keineswegs den Anteil der arbeitenden Bevölkerung, sondern kommen hierher, um sich entweder einen schönen Lebensabend auf Kosten der Rentenkasse zu machen oder (was ich viel verwerflicher finde) um sich beim Soz.Amt die Anwesenheitsprämie zu holen. Das sich darüber aufgeregt wird, finde ich verständlich.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

sprachen
hallo pendragon

Sprachausausbildung und Staatskundeunterricht nach der
Einwanderung, gratis für alle und zu vernünftigen Zeiten und
Bedingungen wäre ein unbedingtes muss.

Ich denke, wenn jemand vor hat, dauerhaft und für immer in ein
anderes Land umzuziehen, dann kann man von demjenigen schon
erwarten, dass er Eigeninitiative zeigt und sich selbst darum
kümmert, die Sprache seiner neuen Heimat zu lernen, und zwar
noch bevor er dorthinzieht.

[…]

Das Problem ist, dass bei vielen
Immigranten die Kinder einsprachig aufwachsen, wobei die eine
Sprache aber eben nicht Deutsch ist.

genau dieses problem läßt sich eben nur mit „sprachausbildung für alle gratis“ beheben. wie und mit wem sollen russen bitte in rußland deutsch lernen? und sobald sie in .de sind, sprechen sie im alltag sowieso nur russisch mit anderen russen. ohne organisierte verpflichtende gratis abendsprachkurse läuft da gar nichts! menschen gehen von natur aus immer den einfachsten weg und der ist „russisch reden mit russen“… (ha, deswegen schreibe ich ja auch HIER und nicht auf maariv gell.) ohne kurs hätte ich niemals von selber hebräisch gelernt. reden ja eh alle englisch hier.

grüße
lehitroat.

Gute Antwort! owt

Vielleicht hatten die alle einen deutsche Schäferhund, einen Wellensittich der auf deutsch „Guten Morgen“ sagen konnte oder irgendein Haushaltsgerät auf dem „Made in Germany“ steht.

Ich habe den Eindruck, daß das manchmal reicht.

Grüße

Helmut

Hallo,
das können doch nicht alles Deutschstämmige sein. Mit welcher
Berechtigigung sind die hier und warum werden sie nicht zur
Rückkehr aufgefordert?
H. Joseph

Kleines Rechenexempel zur Ausländerkriminalität
Hab mal etwas gerechnet.

100% Bevölkerung - 7,736% Kriminelle (Statistik 2001)
100% Kriminelle - 24,9% davon Ausländer
Nehmen wir die Statistik OHNE Vergehen gegen das Aufenthaltsrecht, kommen wir auf 19,3 %

19,3% von 7,736% sind 1,793%

Schauen wir nun folgende Tabelle an:

http://www.bafl.de/bafl/template/migration/content_m…
(leider Stand 1999)

Wir haben im Bundesgebiet 8,930% Ausländer.
Wir haben im Bundesgebiet 1,793% KRIMINELLE Ausländer.

Ergo: fast genau jeder 5. der hier lebenden Ausländer IST KRIMINELL AUFGEFALLEN! Und diese Statistik ist von Visavergehen und „ausländerspezifischen Delikten“ bereinigt…

Dem gegenüber stehen 6% Kriminelle Deutsche. Also weniger als ein Drittel vom Prozentsatz der Ausländerkriminalität.

Noch ein Hinweis: der Anteil der Persönlichkeitsdelikte (Tötungsverbrechen, Körperverletzung) ist unter den Ausländern um ein mehrfaches höher.

Noch Fragen, Kienzle?

Moin Lehi,

Das Problem ist, dass bei vielen
Immigranten die Kinder einsprachig aufwachsen, wobei die eine
Sprache aber eben nicht Deutsch ist.

genau dieses problem läßt sich eben nur mit „sprachausbildung
für alle gratis“ beheben. wie und mit wem sollen russen bitte
in rußland deutsch lernen?

soweit ich weiss ist mittlerweile der Nachweis von zumindest Grundkenntnissen der Deutschen Sprache sogar Bedingung für Aussiedler, nach Deutschland zu kommen. Entsprechende Kurse werden angeboten (keine Ahnung ob übers Goethe-Institut oder was weiss ich). Ansonsten ok, falls denn gar keine Möglichkeit bestand im Ausland Deutsch zu lernen, dann aber doch bitte hier nachholen.

und sobald sie in .de sind,

sprechen sie im alltag sowieso nur russisch mit anderen
russen. ohne organisierte verpflichtende gratis
abendsprachkurse läuft da gar nichts! menschen gehen von natur
aus immer den einfachsten weg

ja, das ist wohl leider der Hauptgrund. Normalwerweise dürfte jedem klar sein, dass er ohne Kenntnisse der Deutschen Sprache keinerlei Aussicht hat, die Soziale Leiter in D heraufzuklettern und seinem Schicksal als Sozialhilfeempfänger zu entkommen. Nur, wenn das Dasein eines Sozialhilfeempfängers in D noch von der Lebensqualität her um einiges besser ist, als das vorherige Leben im Heimatland, dann fällt für einige wohl jegliche Motivation zur Weiterverbesserung weg. Offensichtlich ist Sozialhilfeempfänger in D zu sein, für viele bereits ein gewaltiger materieller Aufstieg.

und der ist "russisch reden mit

russen"… (ha, deswegen schreibe ich ja auch HIER und nicht
auf maariv gell.) ohne kurs hätte ich niemals von selber
hebräisch gelernt. reden ja eh alle englisch hier.

Wenn mangelnde Kenntnisse des Hebräischen dich zur untersten Stufe auf der sozialen Leiter zur „Sozialhilfeempfängerin“ (oder was es entsprechendes gibt) in Israel verdammen würden, dann würdest du dir das aber vielleicht doch überlegen, mit dem Hebräisch, oder nicht ?

Gruss
Marion

Mag sein, das Du das so siehst. Könnte es vielleicht auch
sein, das die zu niedrige Geburtenquote darauf zurückzuführen
ist, das es sich einfach kaum noch jemand leisten kann,
gleichzeitig Arbeiten zu gehen und ein Kind aufzuziehen?

Nein, denn nicht das sich nicht leisten können (absolutes Gerücht) sondern das übersteigerte Luxus- und Fun-Bedürfnis ist schuld, daß die deutschen nur f***** und nicht zeugen. Zudem sind die meisten Mittzwanziger absolut Beziehungsunfähig.

Nich verkehrt. Allerdings solltest Du diesen Satz um den
Zusatz „arbeitswilliger Menschen“ ergänzen.

Die „russen“ sind arbeitswilliger als du hier den eindruck erweckst. Gebt den Leuten doch einfach arbeit, anstatt sich zu beschweren, daß sie nicht arbeiten.

gruss
winkel

Moin, Winkel!

Nein, denn nicht das sich nicht leisten können (absolutes
Gerücht) sondern das übersteigerte Luxus- und Fun-Bedürfnis
ist schuld, daß die deutschen nur f***** und nicht zeugen.

Eigenartig. Ich zumindest nehme für mich in Anspruch, das ich erstens nicht nur gef*** sondern auch gezeugt habe (und das gleich doppelt), das ich zweitens kein übersteigertes Luxus- und Funbedürfnis habe und das ich drittens es nicht für ein Gerücht halte, das man sich Kinder kaum noch leisten kann.

Die übliche Konstellation wäre ja, das Mann und Frau arbeiten gehen. Wenn jetzt Mann und Frau beschließen, Nachwuchs in die Welt zu setzen, dann wird üblicherweise eines der beiden Einkommen wegfallen, da einer der beiden sich in der Regel ums Kind kümmert. Insgesamt ergibt sich die witzige Folge, das aufgrund eines Kindes die Kosten für den Lebensunterhalt rapide ansteigen (ich weiß, wovon ich da rede), wobei gleichzeitig ein Einkommen wegfällt. Das wird weder durch Kindergeld, noch durch Erziehungsgeld (das es bei Normalverdienern eh nur sechs Monate gibt) geschweige denn durch etwaige Steuervorteile aufgefangen.

Unterm Strich ist es einfach so, das es einfach nur noch für besserverdienende möglich ist, ohne nennenswerte Abstriche am eigenen Lebensstandard ein Kind großzuziehen. Und das nenne ich dann: „das man sich Kinder kaum noch leisten kann“.

Zudem sind die meisten Mittzwanziger absolut
Beziehungsunfähig.

Weia! Wo hast Du denn den her? Sowas habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört. Mal davon ab, das für´s Kindermachen nicht zwingend eine Beziehung vorausgesetzt ist, diese Aussage ist einfach nur Quark. Oder hast Du das eventuell sogar wissenschaftlich belegt?

Nich verkehrt. Allerdings solltest Du diesen Satz um den
Zusatz „arbeitswilliger Menschen“ ergänzen.

Die „russen“ sind arbeitswilliger als du hier den eindruck
erweckst. Gebt den Leuten doch einfach arbeit, anstatt sich zu
beschweren, daß sie nicht arbeiten.

Boah! Ganz schön harter Tobak, dieser Satz. Also hier bei uns ist es leider so, das denen alle Nase lang Arbeit angeboten wird. Öfter als den Eingeborenen. Irgendwie sind die Herrschaften dann aber plötzlich alle verhindert, wenn es darum geht, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen. Und im übrigen glaube ich, das es schwer wird, Arbeit in D zu finden, wenn man nicht mal die Deutsche Sprache sprechen will.
Mag ja sein, das es auch lobenswerte Ausnahmen gibt. Die Regel sind die von Dir genannten Russen hier jedenfalls nicht.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo Heinz,

nachdem wir jetzt die deutschstämmigen Aussiedler und die russisch sprachigen Juden „abgearbeitet“ haben, ist mir noch der Hinweis wichtig, daß viele, die wir als „Russen“ bezeichnen und die von ihrer Nationalität her Aserbaidschaner, Usbeken, Kirgisen, Kaukasier, Tadschiken etc. sind und die früher Bestandteil der sowjetischen Bevölkerung waren, in den letzten Jahren mehr und mehr diskriminiert werden. Dahinter stehen Nazi-Gruppen, die ein „reines Russland“ wollen.

"In Russland gibt es einen Witz. Um das Totenbett eines Armeniers versammeln sich die Verwandten. Da murmelt der Alte: „Schützt die Juden! Ich flehe euch an! Schützt die Juden!“ Als der Jüngste fragt: „Warum?“, antwortet der Greis: „Wenn sie mit den Juden fertig sind, nehmen sie sich die Armenier vor.“Der schaurige Scherz ist wohl Wirklichkeit geworden. Zwar ist man mit dem Juden noch „nicht fertig“, aber die Armenier „nimmt man sich schon vor“, stellvertretend für Dutzende anderer Ethnien, die in den Polizeiberichten eine eigene Definition haben: „Asiaten und Afrikaner“.

Näheres steht in einem Artikel vom 10.7. in der SZ
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1650.php

Viele Grüsse

Iris

Moin, Winkel!

Die übliche Konstellation wäre ja, das Mann und Frau arbeiten
gehen. Wenn jetzt Mann und Frau beschließen, Nachwuchs in die
Welt zu setzen, dann wird üblicherweise eines der beiden
Einkommen wegfallen, da einer der beiden sich in der Regel ums
Kind kümmert. Insgesamt ergibt sich die witzige Folge, das
aufgrund eines Kindes die Kosten für den Lebensunterhalt
rapide ansteigen (ich weiß, wovon ich da rede), wobei
gleichzeitig ein Einkommen wegfällt. Das wird weder durch
Kindergeld, noch durch Erziehungsgeld (das es bei
Normalverdienern eh nur sechs Monate gibt) geschweige denn
durch etwaige Steuervorteile aufgefangen.

Genau der Weg wäre nämlich dies zu entüblichen:

Würden Paare im Alter von 20-25 Kinder bekommen, dann könnte Mutter ja mit 25-30 wieder ins Berufsleben und dann den Luxus mit den Kindern genießen.

Und ist dir schonmal aufgefallen, daß je „ärmer“ die Familien sind, desto mehr Kinder haben die? das spricht doch deiner Logik wider.

Und den Gewinn Kinder zu haben, finanziell gegenrechnen zu wollen, das klappt nie, weil die, die rechnen nicht wissen, was Kinder einem alles geben können. Und damit meine ich nicht materielles. Den hier liegt ja der Hase im Pfeffer: Es wird zu materiell übers Thema Kinder nachgedacht.

Unterm Strich ist es einfach so, das es einfach nur noch für
besserverdienende möglich ist, ohne nennenswerte Abstriche am
eigenen Lebensstandard ein Kind großzuziehen. Und das nenne
ich dann: „das man sich Kinder kaum noch leisten kann“.

Wer so denkt, glaubt auch, daß er fürs Kinderkriegen bezahlt werden müsste. Gebt der Gesellschaft Kinder, so wird sie euch Arbeit geben können. Nicht andersrum: Gebt mir gutbezahlte Arbeit, dann gebe ich euch Kinder.

Zudem sind die meisten Mittzwanziger absolut
Beziehungsunfähig.

Weia! Wo hast Du denn den her? Sowas habe ich ja schon ewig
nicht mehr gehört. Mal davon ab, das für´s Kindermachen nicht
zwingend eine Beziehung vorausgesetzt ist, diese Aussage ist
einfach nur Quark. Oder hast Du das eventuell sogar
wissenschaftlich belegt?

Guck dir dochmal die Statisken über Singlehaushalte an. und die psyhologischen und sozialen forschungen, warum dies so ist. Daß du davon weißt, hätte ich dir eigentlich zugetraut.

Die „russen“ sind arbeitswilliger als du hier den eindruck
erweckst. Gebt den Leuten doch einfach arbeit, anstatt sich zu
beschweren, daß sie nicht arbeiten.

Boah! Ganz schön harter Tobak, dieser Satz. Also hier bei uns
ist es leider so, das denen alle Nase lang Arbeit angeboten
wird. Öfter als den Eingeborenen. Irgendwie sind die
Herrschaften dann aber plötzlich alle verhindert, wenn es
darum geht, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen. Und
im übrigen glaube ich, das es schwer wird, Arbeit in D zu
finden, wenn man nicht mal die Deutsche Sprache sprechen will.
Mag ja sein, das es auch lobenswerte Ausnahmen gibt. Die Regel
sind die von Dir genannten Russen hier jedenfalls nicht.

Scheint ja gebietsmäßig unterschiedlich zu sein: Ich kenne hier bei uns 3 firmen, in denen jeweils mehr als 5 Landsmannschaften arbeiten, die sich zur Not über 3 Sprachen gegenseitig Sachen erklären.

Gruss
winkel

Sehr gut!
Hallo Heinrich,

Danke für dein Zitat!

Das Problem ist aber, dass die Leute sich gerne heraussuchen möchten, wer einwandern darf und wer nicht: Es sollen Menschen kommen, die bereits gut Deutsch sprechen oder willig sind, dies bald zu tun (–>ich möchte einen älteren deutschen Mann sehen, der Russisch lernen muss… wie schnell das wohl geht??), sie sollen bereit sein, jede Arbeit anzunehmen (–>ich kenne übrigens russische Ärzte, die hier in der Putzkolonne arbeiten), sie sollen möglichst keine Jugendliche sein (die machen zu viele Probleme), etc. etc.

Echt Schade, dass es nicht mit der eigenen Bevölkerung geht: Wie viele Deutsche müssten ausreisen, wenn wir bei unseren Landsleuten dieselben Kriterien anwenden würden!! Den Nachwuchs können wir leider auch nicht aussuchen, wir können leider nicht im voraus bestimmen, ob unsere Kinder arbeitswillig sein werden, sprachbegabt und keine Last für die Gesellschaft…

Naja…

Ciao
Camilla

Moin, Winkel!

Die übliche Konstellation wäre ja, das Mann und Frau arbeiten
gehen. Wenn jetzt Mann und Frau beschließen, Nachwuchs in die
Welt zu setzen, dann wird üblicherweise eines der beiden
Einkommen wegfallen, da einer der beiden sich in der Regel ums
Kind kümmert. Insgesamt ergibt sich die witzige Folge, das
aufgrund eines Kindes die Kosten für den Lebensunterhalt
rapide ansteigen (ich weiß, wovon ich da rede), wobei
gleichzeitig ein Einkommen wegfällt. Das wird weder durch
Kindergeld, noch durch Erziehungsgeld (das es bei
Normalverdienern eh nur sechs Monate gibt) geschweige denn
durch etwaige Steuervorteile aufgefangen.

Genau der Weg wäre nämlich dies zu entüblichen:

Würden Paare im Alter von 20-25 Kinder bekommen, dann könnte
Mutter ja mit 25-30 wieder ins Berufsleben und dann den Luxus
mit den Kindern genießen.

Warum sollte das so sein? Ich finde, das jeder die persönliche Freiheit besitzt, eine Entscheidung für ein Kind ganz allein selbst zu treffen. Ich jedenfalls würde mir von niemandem diktieren lassen, wann ich ein Kind in die Welt zu setzen habe. Und am Rande vielleicht der Hinweis, das es verdammt schwierig ist, sich wie von Dir angeregt, nach der Geburt eines Kindes wieder ins Berufsleben zu stürzen und den Luxus mit den Kindern zu genießen.
Wenn nämlich Mama und Papa beide voll arbeiten gehen, täglich also im Durchschnitt zehn Stunden abwesend sind, dann muß parallel dazu die Betreuung der Kinder für diesen Zeitraum sichergestellt sein. Und genau daran scheitert es in D. Solange es nicht möglich ist, eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung sicher zu stellen, solange wird es nicht möglich sein, Kind und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Und ist dir schonmal aufgefallen, daß je „ärmer“ die Familien
sind, desto mehr Kinder haben die? das spricht doch deiner
Logik wider.

Nein, Winkel, das widerspricht mir leider überhaupt nicht. Natürlich weiß ich, das gerade sozial schwächere (also „ärmere“) Familien in vielen Fällen viele Kinder haben. Aber genau diese Situation zeigt die Perversität unseres deutschen Sozialsystems.Eine Familie mit zwei Erwachsenen und vier Kindern beispielsweise, die vom Sozialamt lebt, bekommt im Durchschnitt (je nach Bundesland) etwa 1.350 € monatlich zuzüglich Miete vom Soz.Amt ausgezahlt. Bei einer angenommenen Miete von 600€ für eine angemessene Wohnung kannst Du also von einem monatlichen Einkommen von ungefähr 2.000€ ausgehen. Zusätzlich erhalten sie dann noch die üblichen Pauschalen für Kleidung, Möbel, Waschmaschinen oder sonstige besondere Anschaffungen, sogar für Renovierungen gibt es Kohle extra. Und das alles, ohne auch nur eine Minute arbeiten zu gehen.
Wenn ich mal nur mich selbst dagegen stelle, ich verdiene wesentlich weniger als 2.000€ netto. Und ich muß davon meine Miete und etwaige besondere Anschaffungen selbst bezahlen. Und für meine Familie sorge ich auch allein. Allerdings kann ir wohl keiner verübeln, das ich manchmal schon ein wenig sauer werde, wenn ich sehe, wie einfach ich es haben könnte, wenn ich auf´s arbeiten verzichten würde.

Und den Gewinn Kinder zu haben, finanziell gegenrechnen zu
wollen, das klappt nie, weil die, die rechnen nicht wissen,
was Kinder einem alles geben können. Und damit meine ich nicht
materielles. Den hier liegt ja der Hase im Pfeffer: Es wird zu
materiell übers Thema Kinder nachgedacht.

Ich beziehe das jetzt mal nicht auf mich. Mir ist niemand bekannt, der seine Kinder in irgendeiner Form materiell bewertet. Ich sage nur, das der Unterhalt meiner Kinder reichlich Geld kostet. Damit will ich nicht sagen, das es mir das nicht wert wäre. Davon abgesehen halte ich es für immens wichtig, meinen Kindern einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen. Und dafür ist es eben wesentlich, den materiellen Faktor zu berücksichtigen.

Unterm Strich ist es einfach so, das es einfach nur noch für
besserverdienende möglich ist, ohne nennenswerte Abstriche am
eigenen Lebensstandard ein Kind großzuziehen. Und das nenne
ich dann: „das man sich Kinder kaum noch leisten kann“.

Wer so denkt, glaubt auch, daß er fürs Kinderkriegen bezahlt
werden müsste. Gebt der Gesellschaft Kinder, so wird sie euch
Arbeit geben können. Nicht andersrum: Gebt mir gutbezahlte
Arbeit, dann gebe ich euch Kinder.

Also mal ganz ehrlich: Ich glaube nicht daran, das die Gesellschaft sich auch nur einen Bruchteil dafür interessiert, wieviele Kinder ich in die Welt setze. Ich glaube aber, das es in D durchaus so ist, das für einen normalen Menschen eine gutbezahlte Arbeit wichtig ist, wenn er Kinder großziehen will. Nicht jeder ist scharf darauf, seinen Lebensunterhalt vom Soz.Amt zu beziehen. Es soll ja auch noch Leute geben, die sich ihren Lebensunterhalt allein verdienen wollen. Ich will nicht für meine Kinder bezahlt werden, ich will für meine Arbeit bezahlt werden. Denn nur dann kann ich für meine Kinder selbst bezahlen.

Zudem sind die meisten Mittzwanziger absolut
Beziehungsunfähig.

Weia! Wo hast Du denn den her? Sowas habe ich ja schon ewig
nicht mehr gehört. Mal davon ab, das für´s Kindermachen nicht
zwingend eine Beziehung vorausgesetzt ist, diese Aussage ist
einfach nur Quark. Oder hast Du das eventuell sogar
wissenschaftlich belegt?

Guck dir dochmal die Statisken über Singlehaushalte an. und
die psyhologischen und sozialen forschungen, warum dies so
ist. Daß du davon weißt, hätte ich dir eigentlich zugetraut.

Mir sind solche Forschungen in Massen bekannt. Davon halten tue ich allerdings nix. IMHO ist die Entscheidung jedes einzelnen, als Single zu leben, seine eigene Sache. Eine Forschung über die Ursachen solcher Entscheidungen ist in meinen Augen lediglich Beschäftigungstherapie für irgendwelche gelangweilten Wissenschaftler. Welcher Single wird denn in einer Befragung ehrlich sagen, warum er Single ist? Und Gedankenlesen dürften auch all diese Forscher nicht können. Aber sei´s drum. Ich für meinen Teil lebe seit Jahren zufrieden in einer Beziehung.

Boah! Ganz schön harter Tobak, dieser Satz. Also hier bei uns
ist es leider so, das denen alle Nase lang Arbeit angeboten
wird. Öfter als den Eingeborenen. Irgendwie sind die
Herrschaften dann aber plötzlich alle verhindert, wenn es
darum geht, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen. Und
im übrigen glaube ich, das es schwer wird, Arbeit in D zu
finden, wenn man nicht mal die Deutsche Sprache sprechen will.
Mag ja sein, das es auch lobenswerte Ausnahmen gibt. Die Regel
sind die von Dir genannten Russen hier jedenfalls nicht.

Scheint ja gebietsmäßig unterschiedlich zu sein: Ich kenne
hier bei uns 3 firmen, in denen jeweils mehr als 5
Landsmannschaften arbeiten, die sich zur Not über 3 Sprachen
gegenseitig Sachen erklären.

Wenn dem so ist, dann ist das doch Klasse. Hier ist es eben anders. Erstens gibt es hier in Neufünfland schlicht und einfach nicht genügend Arbeitsplätze. Und die wenigen freien Plätze, die es gibt, werden von den Zugereisten in der Regel eben nicht gewollt. Dafür mag es vielschichtige Ursachen geben, eine ist mit Sicherheit das Sprachproblem.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Luft&Liebe?

Würden Paare im Alter von 20-25 Kinder bekommen, […]

Sag, ist Dir womöglich entgangen, dass man in DEM Alter sich kaum was leisten kann, die meisten da sogar noch am studieren sind, bzw. Berufsanfänger?
Wenn man einigermassen verantwortungsbewusst voraus denkt, muss man den Euro dreimal rumdrehen, um nicht später in einer Schuldenfalle festzukleben.
Und, mit Verlaub, ein Kind ist nun mal nicht kostenlos, die steigenden Kosten und Bedürfnisse werden sicher nicht vom KiGeld abgedeckt.

Und den Gewinn Kinder zu haben, finanziell gegenrechnen zu
wollen, das klappt nie, weil die, die rechnen nicht wissen,
was Kinder einem alles geben können. Und damit meine ich nicht
materielles. […]

Das ist ja richtig - aber man kann doch nicht von Luft und Liebe leben!

Btw. Dein angebrachtes Bsp. mit Luxus, also Luxus ich weiss ja nicht, wir gehen kaum weg, ich habe mir noch nicht mal mein erstes Auto geleistet, und wir kratzen trotzdem unsere Mücken zusammen um den nächsten Umzug finanzieren zu können.
Wenn ich mir dann vorstelle, für mein Kind nicht mehr ausreichend finanziell sorgen zu können (von der Betreung, zur med. Versorgung, gesunde Ernährung, Spielzeug, Ausstattung etc.) kommt mir ein Grausen.
Von etwaigen Sonderkosten die aufkommen, wenn wir ein körperlich beh. Kind bekommen (50:50), will ich gar nicht denken.

Eine Zustammenstellung von Artikeln, die unterschiedliche Aspekte zu den russisch-jüdischen Zuwanderern enthalten findet Ihr ganz frisch - heute ins Netz gestellt - hier

Jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in Berlin und Deutschland
http://www.berlin-judentum.de/juden-in-berlin/gus-zu…

viel Spaß beim Lesen

Iris

Das Problem ist aber, dass die Leute sich gerne heraussuchen
möchten, wer einwandern darf und wer nicht:

ich verstehe diese debatte nicht. grade russen sind doch bekannt als fleißig, höflich und anständig. hier in israel mausern die sich in wenigen jahren heraus, da könnte man vor neid erblassen! in anderen threads wird über eine kopftuchtragende afghanin hergezogen. die will keiner, weil islamisch. und russen will auch keiner? was denn dann?

grüße
lehitraot.

Moin, Lehitraot!

ich verstehe diese debatte nicht.

Darf ich versuchen, Dir die Debatte bzw. deren Hintergründe zu erläutern? Allerdings möchte ich meine Meinung nur auf die Zustände an meinem Wohnort bezogen wissen, die Gegebenheiten an anderen Orten kann ich nicht beurteilen.

grade russen sind doch
bekannt als fleißig, höflich und anständig.

Rein rechtlich sind die hier bei uns lebenden „Russen“ eben keine solchen, sondern „Deutsche“. Eben Russen mit vermeintlich deutschstämmiger Abstammung. Ob die nun im Einzelfall tatsächlich eine solche Abstammung haben oder nicht, bleibt fragwürdig.
Für die Eingeborenen hier sind und bleiben es aber immer „die Russen“. Das hat damit zu tun, das die meisten der hier lebenden Russen sich strikt weigern, die Deutsche Sprache zu sprechen. Jegliche Integration wird verweigert, stattdessen fordert man eigene Kulturhäuser, Jugendclubs etc. Mittlerweile geht es sogar schon soweit, das hier bei uns verlangt wird, das auf den Ämtern die Formulare auch in Russischer Sprache vorhanden sein müssen und mindestens ein Mitarbeiter in jedem Amt russisch sprechen soll. Das kann es IMHO nicht sein.
Dazu kommt, das bei den hier lebenden Russen von den von Dir genannten Tugenden „fleißig, höflich und anständig“ in der Regel nicht eine einzige vorhanden ist. Ich habe dazu weiter unten im Thread schon genügend geschrieben. Wenn diese Tugenden vorhanden wären, kann ich mir nicht vorstellen, das jemand etwas dagegen hätte.

hier in israel
mausern die sich in wenigen jahren heraus, da könnte man vor
neid erblassen!

Sag mal, Lehi, wie ist es denn bei Euch in Israel? Wenn ein Russe bei Euch einwandert, bekommt der dann irgendwelche Staatlichen Unterstützungsleistungen? Wird ihm seitens des Staates eine Wohnung besorgt und bezahlt und sein Lebensunterhalt bezahlt? Oder muß der dann für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen und arbeiten?
Hier ist es so, das die als erstes vom Sozialamt eine Wohnung vermittelt bekommen. Für diese wird die Miete bezahlt. Sozialhilfe bekommen sie selbstverständlich auch, sie müssen ja von irgendwas leben. Arbeiten gehen die meisten von denen hier nicht. Es gibt bei uns im Bezirk eine Stelle beim Amt, die sich nur um die Russen kümmert. Zufällig ist mir die Verantwortliche Mitarbeiterin gut bekannt. Die hat mir Dinge erzählt, die würde mir hier keiner glauben. Unterm Strich läuft es darauf hinaus, das die meisten von denen hier schlicht keinen Bock hat, Arbeiten zu gehen, obwohl ihnen alle Neese lang Jobs angeboten werden. Deutsch lernen wollen sie auch nicht. Aber vom Staat leben, das läuft richtig gut.

in anderen threads wird über eine
kopftuchtragende afghanin hergezogen. die will keiner, weil
islamisch.

Dazu sag ich nix, mir persönlich ist es völlig egal, woran jemand glaubt. Ich würde auch über niemanden herziehen, weil er Kopftuch trägt. Ist mir egal, solange niemand von mir verlangt, ein Kopftuch zu tragen :smile:
Ich glaube allerdings, mich zu erinnern, das es in dem von Dir angesprochenen Thread nicht um die Glaubensrichtung der Afghanin ging, sondern um das Tragen religiöser Symbole als Lehrerin an öffentlichen Schulen, oder? Das allerdings finde auch ich überflüssig und daher zu Recht untersagt. Ist aber ein ganz anderes Thema.

und russen will auch keiner? was denn dann?

Die Pauschale Aussage „russen will auch keiner“ stimmt so nicht. Es müßte richtig heißen „Integrationsunwillige, Arbeitsscheue Sozialschmarotzer woher auch immer sie kommen will hier keiner“. Niemand (mit ein wenig Hirn) hat etwas gegen Russen, weil sie Russen sind. Wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, das es hier nicht nur um Russen geht. Wer hierher kommt, um ganz normal hier zu leben und zu arbeiten, der ist (den meisten hier) auch Herzlich Willkommen. Da ist es wirklich völlig egal, wo derjenige herkommt.
Wer allerdings hierher kommt, weil Deutschland eine Anwesenheitsprämie zahlt und jedem dahergelaufenen Arbeitsunwilligen ein nettes Leben finanziert, der ist hier überhaupt nicht willkommen. Mir jedenfalls nicht und den meisten anderen wohl auch nicht.

Konnte ich Dich ein wenig aufklären? Würde mich freuen.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

moin moin

ist ja interessant wie aehnlich die dinge anscheinend ablaufen…

Eben Russen mit
vermeintlich deutschstämmiger Abstammung. Ob die nun im
Einzelfall tatsächlich eine solche Abstammung haben oder
nicht, bleibt fragwürdig.

kommt mir bekannt vor. hierher kommen auch viele russen, die vermeintlich juedische abstammung haben oder dubiose uebertrittspapiere vorweisen :smile: da sie aber meistens ueber bildung verfuegen usw. juckt das nicht so viele. es ist eine gute einwanderung, hoert man so immer wieder.

Mittlerweile
geht es sogar schon soweit, das hier bei uns verlangt wird,
das auf den Ämtern die Formulare auch in Russischer Sprache
vorhanden sein müssen und mindestens ein Mitarbeiter in jedem
Amt russisch sprechen soll.

fuer .de sicher ein kulturschock :smile: hier ist das voellig normal, dass formulare zuweilen viersprachig aufliegen. der grund fuer die russische fremdsprachunwilligkeit liegt aber auch daran, dass russen zb. nie englisch oder eine andere sprache gelernt haben. russisch war in der sowjetunion eben die sprache schlechthin. so sind sie verwoehnt :smile:

Sag mal, Lehi, wie ist es denn bei Euch in Israel? Wenn ein
Russe bei Euch einwandert, bekommt der dann irgendwelche
Staatlichen Unterstützungsleistungen? Wird ihm seitens des
Staates eine Wohnung besorgt und bezahlt und sein
Lebensunterhalt bezahlt? Oder muß der dann für seinen
Lebensunterhalt selbst sorgen und arbeiten?

jeder einwanderer aus sozial schlechten verhaeltnissen kriegt ein jahr lang so ziemlich alles vom staat geschenkt. inklusive sprachkurs. bei den russen rentiert sich diese investition aber meistens. sobald sie reden koennen, werden aus den putzkolonnen wieder aerzte, lehrer usw… es geniert sich aber auch keiner, „niedrige jobs“ am anfang zu tun. das machen alle und ist normal. die motivation des staates ist ja sehr aehnlich. deutschrussen vs. juedische russen. interessant.

das die meisten von denen hier
schlicht keinen Bock hat, Arbeiten zu gehen, obwohl ihnen alle
Neese lang Jobs angeboten werden. Deutsch lernen wollen sie
auch nicht. Aber vom Staat leben, das läuft richtig gut.

wie gesagt, ich kenne russen da etwas anders.

Konnte ich Dich ein wenig aufklären? Würde mich freuen.

jo. trotzdem spannend wie die meinungen trotz aehnlichen verhaeltnissen auseinandergehen…

gruesse
lehitraot.

Hallo Lehi,

ich verstehe die Debatte auch nicht, glaub mir.
Ich habe tagtäglich mit russischen Jugendlichen zu tun und habe sehr positive Erfahrungen gemacht.

Man weiss es ja: Man hat immer Angst vor dem, was man nicht kennt…

Liebe Grüße
Camilla

Hallo dicker,

auch wenn ich mal im schnellen Tippen „Du“ schrieb meinte ich doch eher das ganze allgemein *protz* gesellschaftspolitisch sozusagen.

Warum sollte das so sein? Ich finde, das jeder die persönliche
Freiheit besitzt, eine Entscheidung für ein Kind ganz allein
selbst zu treffen. Ich jedenfalls würde mir von niemandem
diktieren lassen, wann ich ein Kind in die Welt zu setzen
habe. Und am Rande vielleicht der Hinweis, das es verdammt
schwierig ist, sich wie von Dir angeregt, nach der Geburt
eines Kindes wieder ins Berufsleben zu stürzen und den Luxus
mit den Kindern zu genießen.

Es soll ja auch bei der freien Entscheidung bleiben. Aber als Denkansotß möchte ich meinen kommentar schon gerne so stehen lassen. Während unsere Kinder geboren wurden und aufwuchsen, waren meine Frau und ich selbständig mit einem 12Stundentag. Ich spar mir jetzt den lästerlichen Satz: Es geht, wenn man will" Aber als usnere Geschäfte leider aufgrund der geringen Geburtenraten geschlossen werden mußten, da hben meine Frau und ich auch wieder eine Beschäftigung angenommen.

Vielleicht sollte man auch mal wieder bedenken, daß die alten Familienbande hierbei, so sie natürlich gut gepflegt sind, tolle dienste leisten.

Wenn nämlich Mama und Papa beide voll arbeiten gehen, täglich
also im Durchschnitt zehn Stunden abwesend sind, dann muß
parallel dazu die Betreuung der Kinder für diesen Zeitraum
sichergestellt sein. Und genau daran scheitert es in D.
Solange es nicht möglich ist, eine qualitativ hochwertige
Ganztagsbetreuung sicher zu stellen, solange wird es nicht
möglich sein, Kind und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Früher warens halt die Großeltern, heute gibt es Tagesmütter, aber deren Einkommen, wenn s gerecht sein soll, müßte 50% des Einkommens der Mutter betragen. Das will aber keine/r bezahlen.
Natürlich klar, daß es sich staffelt je mehr Kinder die T-Mutter hat.)

Nein, Winkel, das widerspricht mir leider überhaupt nicht.
Natürlich weiß ich, das gerade sozial schwächere (also
„ärmere“) Familien in vielen Fällen viele Kinder haben. Aber
genau diese Situation zeigt die Perversität unseres deutschen
Sozialsystems.Eine Familie mit zwei Erwachsenen und vier
Kindern beispielsweise, die vom Sozialamt lebt, bekommt im
Durchschnitt (je nach Bundesland) etwa 1.350 € monatlich
zuzüglich Miete vom Soz.Amt ausgezahlt. Bei einer angenommenen
Miete von 600€ für eine angemessene Wohnung kannst Du also von
einem monatlichen Einkommen von ungefähr 2.000€ ausgehen.
Zusätzlich erhalten sie dann noch die üblichen Pauschalen für
Kleidung, Möbel, Waschmaschinen oder sonstige besondere
Anschaffungen, sogar für Renovierungen gibt es Kohle extra.
Und das alles, ohne auch nur eine Minute arbeiten zu gehen.
Wenn ich mal nur mich selbst dagegen stelle, ich verdiene
wesentlich weniger als 2.000€ netto. Und ich muß davon meine
Miete und etwaige besondere Anschaffungen selbst bezahlen. Und
für meine Familie sorge ich auch allein. Allerdings kann ir
wohl keiner verübeln, das ich manchmal schon ein wenig sauer
werde, wenn ich sehe, wie einfach ich es haben könnte, wenn
ich auf´s arbeiten verzichten würde.

Bei uns hier in Westfalen gibt es dazu den Spruch: Familie Biber, die haben ihr Haus mit dem Schwanz gebaut.

Aber bleiben wri doch mal bei diesem Beispiel: Diese Familie gibt ihr gesamtes Geld aus, hat keinerlei Sparvolumen und bleibt auch im Urlaub in Deutschland. Ja, ich weiß Protektionismus. Aber ich wollte eigentlich was anderes zeigen, wird Geld ausgegeben, gibt es auch mehr Arbeit, gibt es auch mehr Geld für soziales etc. Hier ist doch die Frage, was machen wir zuerst: als Privatleute den Konsum ankurbeln, oder als Unternehmer Staat, die einkommensquote erhöhen? Wenns nach mir geht das erstere.

Ich beziehe das jetzt mal nicht auf mich.

sollte auch nicht dich persönlich meinen!!!

Mir ist niemand

bekannt, der seine Kinder in irgendeiner Form materiell
bewertet. Ich sage nur, das der Unterhalt meiner Kinder
reichlich Geld kostet.

Hab ich so krass auch nicht gemeint, wollte nur sagen, daß die Formulierung „Kinder kosten Geld“, bei denen die „keine“ Kinder haben leider verschweigt, wieviel Glück Kinder bringen können.

gruss
winkel