Woher kommen die Zinsen?

Hi Leute, ich studiere BWL im 3. Jahr :wink:
und nun ist da ein Gedankengang, der mir keine Ruhe läßt. Ich hege den Verdacht das unser globales Finanzsystem ein „Kettenbrief“ ist. Folgendes hat mich dazu bewogen:

  1. „Alles“ Geld (1005) - egal ob Giral- oder Buchgeld wird immer von Zentralbanken ausgegeben.

  2. Auf diese globale Geldmanege woll(t)en nun immer die Zentralbanken Zinsen. (0,25%-5% je nach Land und Politischen Rahmenbedingungnen)

Ähm, wenn die 100% Geld unterwegs sind… und auf jeden Taler Zinsen bezahlt werden müssen: Wo ist das Geld um diese Zinsen zu bezahlen ??

Normal müsste man doch dann wieder einen Kredit aufnehmen (auf den wieder Zinsen fällig werden) um die alten Zinsen zu bezahlen.

Meine Frage: Wo ist das Geld um die Zinsen zu bezahlen?

Gruß,

Rudi

Hallo,

Ähm, wenn die 100% Geld unterwegs sind… und auf jeden Taler
Zinsen bezahlt werden müssen: Wo ist das Geld um diese Zinsen
zu bezahlen ??

die Kreditinstitute verleihen das Geld, das sie von der Zentralbank erhalten haben. Die Kreditnehmer investieren oder finanzieren ihr Umlaufvermögen. Die Zinsen, die sie selbst wieder zahlen müssen, erhalten sie über den Umsatz von ihren Kunden. Die wiederum bekommen es vom Staat oder Arbeitgeber. Der erhebt Steuern oder macht seinerseits wieder Umsätze.

Das ganze ist also ein Kreislauf. Das Volumen an Geld, das dabei gedreht wird, muß (entgegen Deiner Annahme) nicht konstant bleiben.

Mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantit%C3%A4tsgleichung

Gruß
Christian

Hi!

Vom Umsatz der Kunden? Aber das Geld das die Kunden haben wurde auch irgendwann von einer Zentralbank gegen Zinsen rausgegeben.

Alles Geld was im Umlauf ist = 100%
Jetzt wollen die Zentralbanken 5% darauf. Aber womit will man diese 5% Zahlen?

Nach meiner Überlegung geben die Zentralbanken ja nicht ihren eingenen Gewinn in Umlauf.

Deine Antwort überzeugt mich nicht ^^

Schönen Sonntag,

Thom

Hallo,

Nach meiner Überlegung geben die Zentralbanken ja nicht ihren
eingenen Gewinn in Umlauf.

Deine Antwort überzeugt mich nicht ^^

bitte alles lesen, auch dies hier:

Das ganze ist also ein Kreislauf. Das Volumen an Geld, das
dabei gedreht wird, muß (entgegen Deiner Annahme) nicht
konstant bleiben.

Mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantit%C3%A4tsgleichung

Gruß
C.

Also ist es ein Kettenbrief: um die Zinsen zu bezahlen muss man einen neuen Kredit aufnehmen, für den auch wieder zinsen fällig werden…

wow… unser Finanzsystem ist Betrug?!!

Also ist es ein Kettenbrief: um die Zinsen zu bezahlen muss
man einen neuen Kredit aufnehmen, für den auch wieder zinsen
fällig werden…

Möglicherweise wirst Du auch irgendwann mal gegen Bezahlung arbeiten und erwarten, daß Du hin und wieder mal eine Gehaltserhöhung bekommst. Das geht allen anderen auch so und deswegen steigen die Preise. Ist das für Dich auch ein Kettenbrief?

Du wirst doch sicherlich schon Rechnungswesen belegt haben und dabei wird Dir auch eine Bilanz unter die Augen gekommen sein. Links das Vermögen, rechts die Mittelherkunft. Steigt das Vermögen, muß die Passivseite auch wachsen, also entweder Kapitalerhöhung oder höhere Verschuldung. Auch ein Kettenbrief?

Steigt die Verschuldung, steigt c. p. auch die Gesamtverschuldung der Wirtschaft und am Ende auch die Geldmenge. Ob die Geldmenge nun steigt, damit Zinsen oder Personalaufwendungen bezahlt werden können, ist irrelevat. Zu sagen, die Kredit werden aufgenommen, damit Zinsen gezahlt werden können, ist genauso naiv, wie einem Kind zu verbieten, das Taschengeld dieser Woche für Süßigkeit auszugeben. Dann nimmt es halt das Geld der Vorwoche oder der nächsten Woche. Genauso wenig wie Centmünzen ist Zentralbankgeld markiert.

wow… unser Finanzsystem ist Betrug?!!

Ich erspare Dir und mir mal, zwischen diesem Satz und Deiner aktuellen Beschäftigung einen Bezug herzustellen - oder mehrere Bezüge.

Gruß
C.

ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht wo das Geld für die Zinsen ist.
Sag es mir, wenn du es weißt!! :wink:

Alles Geld was im Umlauf ist = 100% Geldmenge

Auf jeden Taler verlangt die Bank 5% Zinsen.

Aber wo ist das Geld um die Zinsen zu bezahlen?

Hallo,

Alles Geld was im Umlauf ist = 100% Geldmenge

Auf jeden Taler verlangt die Bank 5% Zinsen.

Aber wo ist das Geld um die Zinsen zu bezahlen?

die Geldmenge ist nicht konstant, sondern verändert sich durch Primär- und Sekundärgeldschöpfung bzw. dessen -vernichtung. Aus der verlinkten Quantitätsgleichung kann man erkennen, wovon sie abhängt bzw. wie sie sich verändern sollte, wenn man Transaktionsvolumen und Umlaufgeschwindigkeit kennt/annimmt. Im Regelfall steigt die Geldmenge, weil die Wirtschaft wächst und die anderen Faktoren einigermaßen gleich bleiben (Umlaufgeschwindigkeit) bzw. nicht steigen sollen (Inflation).

Das war der makroökonomische Teil. Auf mikroökonomischer Ebene kann man einen Grund für das Wirtschaftswachstum erkennen: die Wirtschaftsubjekte wollen mehr verdienen, ihren Umsatz oder Gewinn steigern. Ein Grund für das Ziel der Umsatzsteigerung sind die Zinsen, die ein Unternehmen bezahlen muß. Wird eine Maschine mit Krediten finanziert, so müssen die Zinsen mit den später darauf produzierten Produkten verdient werden. Der Umsatz steigt, der Gewinn hoffentlich auch.

Fassen wir beides zusammen: Wächst die Wirtschaft, wächst die Geldmenge mit. Oder Geldmengenwachstum ist für Wirtschaftswachstum notwendig. Die Wirtschaft wächst u.a., weil die Unternehmen mehr Umsatz machen wollen und dies wiederum unter anderem, weil sie die Zinsen mitverdienen müssen.

Am Ende passieren also mehrere Dinge: die Wirtschaft wächst, die Geldmenge steigt, es werden Zinsen bezahlt (und natürlich noch einige andere Dinge mehr). Bei einer ausgesprochen schrägen Sichtweise, könnte man das Wirtschaftswachstum, die eigenen Gehaltssteigerungswünsche und etliches andere mehr ignorieren und zu dem Schluß kommen, das Geldmengenwachstum sei ausschließlich erforderlich, um Zinsen auf die bestehenden Kredite zu bezahlen und diese Zinsen könnten nur über Geldmengenwachstum finanziert werden.

Diese Sichtweise, ist aber - wie erwähnt - m.E. etwas schräg. Genauso könnte man formulieren, daß das Geldmengenwachstum erforderlich ist, um die Gehaltserhöhungen der Arbeitnehmer zu finanzieren. Oder aber, daß Milliarden von prähistorischen Mikroorganismen nur gestorben sind, damit mein Auto heute ein paar Zentimeter anders steht als noch am Freitag.

Derartige Nettobetrachtungen führen zu nichts. Vielmehr muß man sich das Große Ganze anschauen, d.h. die Zusammenhänge und Wechselwirkungen.

Gruß
Christian

Die muss Dir ein anderer geben! Der hat dann weniger, oder macht dafür sogar Schulden!
D.h. ohne neue Schuldner irgendwann finito!
Eigentlich ein ganz einfaches Ponzi-Schema, genial aufgetischt.
Da die Zinseszinsfunktion expot. verläuft überholt sie unweigerlich irgendwann die beste Produktivität. Arbeiten wird uninteressant, Zocken inflatoniert. Die Geld- und somit Schuldenblase bläht, sich und bläht sich und dann …

Man braucht dazu kein BWL-Studium (nicht bös gemeint!), sondern „nur“ die rote Pille zum aufwachen :wink:
Und so nach und nach wachen immer mehr auf!

Das war jetzt die einfache Erklärung.
Man kann es natürlich auch wissenschaftlicher und unendlicher aufdrösseln!

Grüssle

Alles Geld was im Umlauf ist = 100% Geldmenge

Auf jeden Taler verlangt die Bank 5% Zinsen.

Aber wo ist das Geld um die Zinsen zu bezahlen?

Hallo Tom,
das ist nicht da, noch nicht. Aber damit es in das System kommt und bezahlt werden kann, MUß die Zentralbank die 5% mehr (!) in Umlauf bringen. Und das geht nur mittels einen neuen Kredits. Was heißt das aber? Logisch, die Geldmenge steigt in Relation zur Warenmenge. Ergo die Folge: entweder Inflation durch steigende Preise um 5% als Ausgleich, oder Wirtschaftswachstum steigt um 5%. Dann wären wieder Geld- und Warenmenge gleich und es bleibt bei stabilen Preisen.

Sicher ist das sehr vereinfacht dargestellt. Es spielen noch jede Menge andere Faktoren mit rein die oben zum teil schon genannt wurden. Diese heben sich aber auch teilweise wieder gegenseitig auf. Das ändert aber NICHTS am Grundprinzip. Deshalb sind die Regierungen immer auch auf dem Wachstumstrip. Nun ist aber die geldmenge in den letzten Jahren viel schneller gestiegen wie die Wirtschaft gewachsen ist. Also ist viel mehr Geld unterwegs wie es Waren dafür gibt und deshalb steigen dann als Folge die Preise.

Ja und du hast Recht, das derzeitige Geldsystem ist ein Kettenbrief, ein einziges Ponzi-Schema. Es wird sich in dieser Form systemisch, mathematisch und unweigerlich selbst kanibalisieren, eines Tages, definitiv…

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Ganz einfach:
Die Bank vergibt Kredit 100, das wird z.B. gebucht: Forderung gegenüber Kunde/Bargeld 100.
Der Kunde zahlt den Kredit zurück - Buchung: Bargeld/Forderung gegenüber Kunde 100
Jetzt zum Zins: Dieser muss in der Wirtschaft erarbeitet werden und der Kunde zahlt die 5 - Buchung: Bargeld/Zinsertrag.
Was macht nun also die Bank mit diesem Geld? Sie bestreitet damit den Aufwand, also beispielsweise: Lohn/Bargeld 5. Der Lohnempfänger geht ins Geschäft und bezahlt damit dem Kunden die 5 für den Zins.

Das Problem liegt woanders: Jeder, der Guthaben hat, hat Zins zugut. Die Bank muss also laufend Zinsen bezahlen. Die Guthaben der Gläubiger vermehren sich Jahr für Jahr (Zinseszins) - dieses Geld muss natürlich von jemandem frisch aufgenommen (aufgeschuldet) werden. Das von Dir im Zins ausgemachte Problem tut sich also woanders auf, als Du denkst.

Anderseits kann die Bank ja das Geld für den Zins nicht schöpfen und an den Kreditnehmer auszahlen, sonst würde sie nichts verdienen und könnte den Aufwand entsprechend nicht begleichen, sondern müsste diesen aus dem Eigenkapital bezahlen, was sie früher oder später in den Ruin treiben würde. Der Kreislauf an und für sich würde nach dieser Begründung funktionieren, würde nicht Geld am einen Ort akkumuliert und auf der anderen Seite die Verschuldung steigen. Sobald nicht mehr aufgeschuldet wird, kollabiert das System, weil die Banken die Zinsen früher oder später nicht mehr bezahlen könnten.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Banken dasselbe Geld mehrmals ausleihen (Fractional Reserve System - Teilreservehaltung). Die Bank verleiht also eine 10-Euro-Note mehrfach, sagen wir 10 x, und macht daraus 100 Euro Kredit. Würde alles im Umlauf befindliche Geld (also die 10 Euro) zur Kreditrückzahlung benützt, würde das Geld im Nirwana verschwinden (Bargeld/Forderung gegenüber Kunde) und die übrigbleibenden Schuldner hätten kein Geld zur Kreditrückzahlung, ausser die Guthaben der Bankgläubiger werden entsprechend bezogen oder diese 10 Euro werden wieder kreditiert. So gesehen ist dieses System also klar ein Kettenbrief.

Kreditzinsen sind überhaupt kein Problem
Erst mal vorneweg: Geschäftsbanken(GB) verleihen kein Zentralbankgeld. GB gewähren Kredite. Mit einem Kredit wird eine Forderung und ein Sichtguthaben gebucht. (Das kann auch bei H.Ottmar Issing nachgelesen werden.)

Es gibt GBG, mit dem in der Realwirtschaft bezahlt wird und ZBG, das zwischen GB kursiert. Nur GBG kann kaufen. Seit 1994 ist es per Gesetze verboten, das ZBG direkt an Nichtbanken vergeben werden darf. Somit gibt es zwei getrennte Gelder. Nur Bargeld kann die Grenzen überschreiten, jedoch immer zu Lasten des Sichtguthabens. Sichtguthaben entstehen durch Kredite.
Bargeld ist nichts anders, als ein manifestierter Kredit. Dem Bargeld ging ein Kredit voraus.

Doch nun zum „fehlenden Kreditzins“.
Es mangelt nie und nimmer an den Kreditzinsen. Es mangelt immer nur an dem was gespart wird.

Seit wenigen Tagen gibt es die Widerlegung auch als Video.

http://www.youtube.com/watch?v=0-O_yGEI_0U
von 04:50 bis 06:50

Es gibt auch keinen Zinseszinseffekt bei Schulden, da ist auch nach BGB §248 verboten. Es gibt nur Zinseszinsen bei Guthaben, ebenfalls im BGB §248 geregelt.

Nun noch der Nachweis, das Kreditzinsen nicht fehlen. Hierzu verweise ich auf eine Ausarbeitung in einem Forum, dort ist es ausreichend beschrieben und unwiderlegbar dargestellt.

Der Irrtum vom fehlenden Kredtizins
–> http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,50169,50169#…

Es geht auch ganz kurz mit Verschärfung im Spiel:

Hierzu ein kleine Rechnung mit 45% Zinsen. Ich mache es noch unmöglicher
und setze den Zinszahlungszeitpunkt zu Beginn der Laufzeit. Die Laufzeit
soll 10 Zeiteinheiten betragen. Die Tilgung konstant 100 pro
Zeiteinheit.

1.000 Kredit, davon werden 550 ausgezahlt und 450 Zins werden
einbehalten.
Die 450 werden wieder vollständig ausgegeben.
Nach einer Zeitperiode Zahlung über 505 (405 Zins und 100 Tilgung)
Nach 2. Zahlung über 460 (360 Zins und 100 Tilgung)
3. 415 (315 Z + 100 Tilgung
.
.
9. 190 (90 Z + 100 T=
10. 100 Tilgung
Es hat nichts gefehlt, solange der Zins rechtzeitig ausgegeben wird.
Doch was passiert wenn irgendeiner nun 71 gespart hat? Es fehlen zum
Schluss exakt 71 zur Tilgung.

Es wurden insgesamt weit über 2.000 Zinsen gezahlt bei nur 1.000 Kredit und dennoch konnte der Kredit samt Zins bezahlt werden.

Spare in der Zeit, dann kommt die Not. --> http://www.querdenkerforum.de/forum/showthread.php?t…

Spare in der Not, versenkt das Rettungsboot --> http://www.flassbeck.de/pdf/2009/11.2.2009/Sparen%20…

Geld ist nicht einfach da und kann dann auch mal eingezahlt werden. Geld entsteht aus Krediten. Bargeldeinzahlungen führen den Banken nur scheinbar Geld zu, die Abhebungen müssen abgezogen werden. Die Abhebungen sind aber höher als die Einzahlungen, das ist übrigens seit über 60 Jahren so, das kann im EZB-System in den Statistiken jeden Monat nachgelesen werden.
Genauso wie es keine fehlenden Kreditzins gibt, ist übrigens die multiple Geldschöpfung seit 1957 ein Märchen, in dem Jahr gab es eine Änderung im Geldsystem.

Hier noch ein Nachtrag resp. eine Konkretisierung, ein Beispiel für die Aussage betreffend Teilreservehaltung, da mein Text vielleicht ein bisschen zu abstrakt ist für mitlesende Laien:
Angenommen, es gibt auf der Welt einzig 150 Tausend Tonnen Gold (150 TTG). Ich bin der Besitzer und bringe diese 150 TTG der Bank und bin damit Gläubiger. Ich erhalte dafür eine Quittung (Banknote) im Umfang von 150 TTG.
Die Bank geht nun hin und verleiht davon 140 TTG, womit Fabriken und Häuser gebaut und bezahlt werden. Die Empfänger bringen diese 140 TTG wieder zur Bank und erhalten eine Quittung über die 140 TTG, sind also neue Gläubiger. Das Spiel geht so weiter… 130 TTG, 120 TTG… 10 TTG. Die Bank schuldet nun also insgesamt 1200 TTG! Für’s erste gibt es diese 1200 TTG nicht, für’s zweite: Wenn diejenigen Schuldner, die 140 TTG und diejenigen, die 10 TTG Schulden aufgenommen haben, ihre Schuld zurückzahlen, ist kein Gold mehr im Markt und all diejenigen Schuldner, die 130, 120, 110, 100, 90… 20 TTG Schulden aufgenommen haben, können diese nicht mehr begleichen, weil schlicht und einfach kein Gold mehr im Markt ist! Im übrigen kann die Bank zu keiner Zeit ihre Schuld gegenüber mir begleichen, weil sie real schlicht und einfach nie mehr im Besitz dieser vollen 150 TTG ist. Nun ersetze man TTG mit Notengeld von der Zentralbank… Das ist Papier und das Spiel funktioniert ein bisschen länger, weil Papier geduldig ist und einfach gedruckt werden kann, weil Papier praktisch unendlich vorhanden ist und Farbe auch. Das „Schöne“ an diesem Spiel ist, dass (fast) alle der Bank Geld (Gold) schulden, also in der Schuld der Bank stehen. Das ist die moderne Sklavenhaltung!
Gruss
Zinseszins

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Genauso wie es keine fehlenden Kreditzins gibt, ist übrigens
die multiple Geldschöpfung seit 1957 ein Märchen, in dem Jahr
gab es eine Änderung im Geldsystem.

Welche?

Interessiert

Christian

Hallo,
zunächst zu Deiner Aussage 1):
NEIN, Giralgeld wird nicht AUSGEGEBEN, es wird hauptsächlich durch Geschäftsbanken (GB) erstellt/geschöpft, indem Kredite vergeben werden.

Hierbei wird zunächst allein durch einen Buchungssatz nichts verliehen, sondern lediglich die Bankbilanz verlängert:

Aktivum: Forderung 100 an Kunden

Passivum: Forderung 100 Kunde gegen Bank

BIS HIER wurde NIX verliehen, sondern lediglich 100 Einheiten Zahlungsmittel, genauer Schuldendeckungsmittel gechöpft.
Dieses DURCH DIE KREDITVERGABE geschöpfte Giralgeld kann als Zahlungsmittel verwendet werden: Überweisung, Zahlung per Kreditkarte etc.
98% aller Zahlungen in Deutschland laufen BARGELDLOS per Übertragung von Giralgeld.

Auch gesetzliches Zahlungsmittel, die Scheine (jedoch nicht die Muenzen) kommen allein per Kreditschöpfung auf die Welt.

Muenzen sind GUTHABEN,also ein AKTIVUM in der Zentralbankbilanz, waehrend Scheine Schulden, also ein PASSIVUM in nder Zentralbankbilanz sind.
Theoretisch koennte also der Finanzminiister alle Staatsschulden per Muenzgeld bezahlen.
Er koennte zB eine Muenzen fuer 1,5 Billionen Euro herausgeben ud damit alle Staatschuld tilgen.
Fortan wuerden keine Schulden meher gemacht und nur schuldloses Muenzgeld herausgegeben.
(So war es bis 1913)

Zusammenfassend: in unserem heutigen Kreditgeldsystem ENTSTEHT Geld (ausser Muenzen)IMMER aus Schulden/Kredit .
Das Geld VERSCHWINDET :

a) bei Rueckzahlung der Schulden
b) bei Ausbuchung der Schulden (Schuldnerpleite)

Wenn also alle ihre Schulden zurueckzahlen, GIBT ES KEIN GELD MEHR!
(die Schuld fuer den Zins bleibt jedoch bestehen!)

Entgegen der unsinnigen Geldlehre an den Unis, welche immer noch auf dem Tauschparadigma aufbaut, gibt es keine Geld-MENGE und auch keinen UMLAUF. es ist viel merh ein Weiterreichen von Schuldverhaeltnissen wie eine heisse Kartzoffel, wobei der Zinsanteil inder Volkswirtschaft immer immer groesser wird:

No such thing as a “Geldmenge”
http://www.weissgarnix.de/2008/05/24/no-such-thing-a…

Es handelt sich ja um nicht eine Menge an Geld, sondern um eine Zahl Schuldverhaeltnisse mit unterschiedlicher Laufzeit.

Zu Punkt 2)

In der Tat handelt es sich bei unsreem Kreditgeld-System um einen Kettenbrief an Schuldverhaeltnissen, in welchem es immer darum geht, Nachschuldner zu finden.
Das System muss insgesamt staendig neue Schuldverhaeltnisse kreieren, d.h. die Netto-Neuverschuldung muss stest grosser sein, als die Summe an ausgebuchten und zureuckgezahlten Krediten.

Wenn also eine ahnugslose Kanzlette oder ein noch planloserer Finanzminister Peer Steinbrueck sich hinstellen und was von „ausgeglichenem Haushalt“, also Nettoneuverschuldugnsziel NULL schwafeln, dann

a) wissen sie entweder nicht, wie unser Geldsystem funktioniert
oder
b) schieben ganz bewusst den Neuvershculdungszwang des Sytems von der Regierung zu der Privatwirtschaft, was ebenso verwerflich,ja niedertraechtig ist, da dies eine riesige Pleitewelle impliziert, wenn die Neuverschuldung eben nicht durch neue Maerkte und Innovationen bedient werden kann.

Unser Geldsystem kompakt erklaert:
Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise
http://www.dailymotion.com/video/x75y6c_prof-bernd-s…

http://video.google.com/videosearch?q=senf+gelldsyst…

Daran zeigt sich auch, dass der Zinsanteil einen imer groesseren Anteil der Volkswirtschaft WEGFRISST und das System irgendwann SCHEiTERN MUSS!
Was wir derzeit als „FInanzkrise“ erleben, ist bereits zur Gebrutsstunde dem System in die Wiege gelgt worden.
Die Immobilienkrise war nicht die Ursache der Krise, sondern hat dem System ganz im Gegenteil noch ein paar Jahre Lebensverlaengerung, naemlich Neuverschuldung verschafft.

Neuverschuldung ist der Lebenssaft unsrees Kreidtgeldsystems, welche JEDES JAHR WACHSEN MUSS, damit es nihct stribt.

Wenn man diesen Satz verinnerlicht hat, hat man das System verstanden.

PS:
Sehr gut auch die Videos von Nicolas Hofer:
http://video.google.com/videosearch?q=senf+gelldsyst…

Ganz Deiner Meinung, allerdings habe ich mit Bernd Senfs Theorie ein Problem. Er schlägt vor, einen „Negativzins“ resp. sog. Schwundgeld einzuführen. Da wir gesehen haben, dass der Zinseszins zum Zusammenbruch führt, ist für ihn automatisch richtig, Schwundgeld einzuführen.
Ich bin allerdings der Meinung, dass Schwundgeld in die Hyperinflation führen muss (Flucht in Sachwerte), weil dieses Geld niemand will.
Meines Erachtens gibt es keine Lösung des Problems, ausser wenn das System via Steuern stabilisiert wird, sodass ein exponentielles Wachstum verhindert wird, z.B. durch progressive Vermögenssteuer, progressive Zinsbesteuerung, Erbschaftssteuer. Dass das Fractional Reserve System sowieso nie funktioniert und Kreditgeld in die Abhängigkeit (Schuldverhältnis) führt, haben wir unten gesehen.
Beispielsweise könnten die Banken 10 % aller Schulden fällig stellen und es gäbe absolut kein Geld mehr im Markt, das Volk würde schlicht verhungern. (Es brauchen also nicht einmal alle Schulden zurück bezahlt zu werden, bereits 10 % würden theoretisch reichen und es ist kein Geld mehr im „Umlauf“.)

Das 2-stufige Geldsystem ist vollendet worden
1957 wurde die Zentralbank oder Notenbank über die Geschäftsbanken gestellt. Sie wurde vom direkten Publikum entkoppelt.
Jegliche Geldschöpfung ist damit in die Hoheit der Geschäftsbanken übergegangen mit nur einer ganz kleinen Ausnahme.
Das war die Direktvergabe von Notenbankgel an die Regierung bis zu 4 Mrd DM pro Jahr. Diesen Betrag hat die Regierung allerdings selten ganz ausgenutzt.

Vor 1957 mussten die Geschäftsbanken immer erst auf eine Einzahlung warten. Die Notenbank stand auf der gleichen Ebenen wie die GB. Die Notenbank hatte nur „ausgewählte“ Kunden, es war allerdings die einzige Geldquelle. Die GB konnten nach dem Verfahren der multiplen Geldschöpfung Kredite vergeben.

Nach 1957 produzieren GB und Notenbank das Zentralbankgeld. Es kann aber nicht mehr in die Realwirtschaft einfließen. Die Realwirtschaft muss über die GB laufen, die nun die Zahlungsmittel in die Welt setzt.

1994 ist die kleine Lücke der direkten Geldvergabe an die Regierung dichtgemacht worden. Seit diesem Jahr gibt es ein Verbot. Ab 1994 ist die Schaffung von Zahlungsmitteln vollständig in den Händen der GB, natürlich nur gegen Kredit.

Es wird auch ein Grund angegeben. Der steht in dem Buch Geld und Geldpolitik der Bundesbank auf Seite 90: Darüber hinaus wurden alle Kapitalverkehsrkontrollen abgeschafft zur wirksamen Disziplinierung der nationalen Volkswirtschaften durch die internationalen Finanzmärkte.

Mit der Telekommunikation in Verbindung mit der EDV kam das Clearing, also das bilden der Tagessalden, als auch die Einführung von Konten mit Elektronischer Überweisung. Diese Abkopplung vom Basisgeld hat erst die Geschäftsbanken auf den Tron der Geldschöpfung gehoben.
Sowohl Zentralbanken als auch Regierungen stehen heute machtlos den Großbanken gegenüber. Damit sich das ändert, müssen erst mal ein paar Gesetze wieder zurückgenommen werden, was mit dem in Kraft setzen der EU-Verfassung in das Reiche der Utopie verlagert wird.

Die Kreditvergabe einer Bank beruht heute nur noch auf 2 Regeln:
Es muss mindestens 2% Zentralbankgutahben das sein, bezogen auf die Menge M2 und das Eigenkapital nuss eine in Basel II festgelegte Quote aufweisen.

Das ZBG schaffen die GB selbst. Wenn die ZB nicht mitspielt, dann gibt es halt mal wieder eine Lektion wie sie im August 2007 durchgeführt worden ist.
Das EK ist eine bilanztechnische Größe. Hier liegt auch zur Zeit das Problem der Banken und zwar aller Banken auf dem Erdball. Hierzu musste die Regierung ran, damit die vollkommen wertlosen Wertpapiere nun zu selbst festgelegten Fantasie preisen verbucht werden dürfen. die Gesetzte dazu sind in den letzten 2 Jahren verabschiedet worden.

Eine multiple Geldschöpfung beruht auf dem Vorhandensein von Geld, bzw. dem Nachfüllen von Geld, damit wieder multipel Geldansprüche geschaffen werden können. Diese Geldquelle gibt es nicht mehr seit 1957 und wenn man ganz exakt ist: seit 1994.

Fast ein Volltreffer
Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden, verbleibt theoretisch tatsächlich ein minimale Betrag übrig.
Das Problem liegt jedoch nicht auf der Schulden bzw. Kreditseite, es liegt auf der Seite der Geldanlagen. Und nun sieht es anders aus: Würden alle Schulden zurückbezahlt sein, dann stehen bei den Banken noch Unsummen von Geldansprüchen.

Übrigens gibt es bei Schulden keine Zinseszinsen, die gibt es nur bei Geldanlagen. Die Basis für Guthabenzinsen ist das monetäre Sparen. Wenn man den Blick mal auf die Rückseite der Schuldenmedaille legt, das ist die Guthabenseite, dann kommt Licht ins Dunkel.
Zins ist nur die Folge einer Ursache. Die Ursache ist das Sparen. Ohne Geldanlagen kein Zinseszinsen.

Wird man sich darüber hinaus auch noch Bankkreditfunktion bewusst, dass diese Funktion den Kredit von den Guthaben trennt, so das die beiden vollkommen unabhängig voneinander existieren, dann ist die Misere von heute ganz schnell gelöst.
Dann wird auch nach einiger Zeit klar, das erst gespart werden kann, nachdem wieder ein Kredit in die Welt gesetzt worden ist und das Sparen keine vorlaufende Aktion ist, sondern eine nachlaufende.

In Frankreich hat vor wenigen Monaten das erste mal ein Wirtschaftswissenschaftler ein wahres Wort von sich gegeben: „Wir haben nicht zu wenig gespart, sondern zu viel.“ (Er ist von seinen Kollegen auch gleich in die Spinnerecke geschickt worden, anstatt über seine Folgerung erst mal nachzudenken.)

Hi,

ich kann den anderen und dir nur beipflichten: unser finanzsystem ist der tat „BETRUG“ weil es geld (zinsen) für geld verlangt, obgleich ersteres gar nicht vorhanden ist. YouTube ist voll von schönen Filmen die den zusammehang eindrucksvoll erklären.

Ich habe schon vor Jahren meine Konsequenzen daraus gezogen und ALLE versicherungen gekündigt und meide geschäfte mit banken soweit es geht.

dir möchte ich gratulieren, das du dich nicht einlullen läßt, sondern an einem klaren gedankengang festhälst. hoffenlich bist du stark genug ebenfalls konsequenzen zu ziehen.

schöne woche,

klauss

moin:

deine antwort ist IMHO zu abstrakt und verschleiert das das geldsystem ei n ponzischema ist.

tatsäcchlich sind die zinsen ja nicht da. und für das geld das rausgegeben wird (kredit) um diese zinsen zu bezahlen ist ja auch wieder verzinst usw… das wars schon.

jeder weitere zusatz (wirtschaftwachstum blabla) ist nur eine nebelgranate. fakt ist, und thom hat das erkannt: die zinsen sind „nie“ da, weil für jeden herausgegeben betrag IMMER zinsen verlangt werden.

schuldenfreie grüße,

k

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