Woher kommen die Zinsen?

jeder weitere zusatz (wirtschaftwachstum blabla) ist nur eine
nebelgranate. fakt ist,

Angesichts der Formulierung „Wirtschaftswachstum blabla“ gehe ich davon aus, daß wir unterschiedliche Ansprüche an Fakten haben. Das mag allerdings auch daran liegen, daß wir an derartige Themen verschieden herangehen. Ich für meinen Teil habs mehr mit den wissenschaftlichen und weniger mit den esoterischen Ansätzen.

Gruß
C.

the world according to…

1957 wurde die Zentralbank oder Notenbank über die
Geschäftsbanken gestellt.

Du sprichst von der Gründung der Bundesbank, die die gleichen Aufgaben hatte wie die vorherige Bank deutscher Länder.

Sie wurde vom direkten Publikum
entkoppelt.

Was ist denn ein „direktes Publikum“?

Jegliche Geldschöpfung ist damit in die Hoheit der
Geschäftsbanken übergegangen mit nur einer ganz kleinen
Ausnahme.

Mit der ganz kleinen Ausnahmen, daß die Bundesbank über ihre Offenmarktgeschäfte die Primärgeldmenge steuerte und die Leitzinsen genauso festsetzte und wie die Mindestreservesätze. Zu behaupten, die Vorgängerinstitute der Bundesbank hätten mehr Einfluß auf die Geldschöpfung gehabt als die Bank deutscher Länder mit ihren Landeszentralbanken, ist schlicht falsch.

Vor 1957 mussten die Geschäftsbanken immer erst auf eine
Einzahlung warten. Die Notenbank stand auf der gleichen Ebenen
wie die GB.

Stimmt nicht.

Die Notenbank hatte nur „ausgewählte“ Kunden, es
war allerdings die einzige Geldquelle.

„Es“?

Die GB konnten nach dem
Verfahren der multiplen Geldschöpfung Kredite vergeben.

Konnten sie anschließend auch noch.

Nach 1957 produzieren GB und Notenbank das Zentralbankgeld.

Zentralbankgeld wird von der Notenbank geschaffen. Das ist heute so und war nach 1948 nie anders.

Es
kann aber nicht mehr in die Realwirtschaft einfließen.

Auch die Bank deutscher Länder betrieb kein direktes Kreditgeschäft.

Die
Realwirtschaft muss über die GB laufen, die nun die
Zahlungsmittel in die Welt setzt.

Das war vorher auch nicht anders.

1994 ist die kleine Lücke der direkten Geldvergabe an die
Regierung dichtgemacht worden. Seit diesem Jahr gibt es ein
Verbot. Ab 1994 ist die Schaffung von Zahlungsmitteln
vollständig in den Händen der GB, natürlich nur gegen Kredit.

War auch nie anders.

Es wird auch ein Grund angegeben. Der steht in dem Buch Geld
und Geldpolitik der Bundesbank auf Seite 90: Darüber hinaus
wurden alle Kapitalverkehsrkontrollen abgeschafft zur
wirksamen Disziplinierung der nationalen Volkswirtschaften
durch die internationalen Finanzmärkte.

Wofür soll das ein Grund sein und wieso? Außerdem steht das da ein bißchen anders und in einem anderen Kontext. Es geht um die Einführung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion Anfang der 90er und dort steht: „Darüber hinaus wurden alle Kapitalverkehrskontrollen abgeschafft, um den Weg für eine wirksamere Disziplinierung der nationalen Wirtschaftspolitiken durch die Kapitalmärkte freizumachen.“

Da gehts darum, daß einzelne Länder Markteilnehmer nicht mehr durch Kapitalverkehrskontrollen oder –hemmnisse davon abhalten konnten, ihre Gelder abzuziehen, wenn sie fiskal- oder geldpolitischen Unsinn treiben. Wenn ich mich recht entsinne, waren da insbesondere die Franzosen ganz weit vorne.

Sowohl Zentralbanken als auch Regierungen stehen heute
machtlos den Großbanken gegenüber.

Das ist schlicht und ergreifend Unsinn. Die Möglichkeiten sind da; ob sie in hinreichendem Maße genutzt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Die Kreditvergabe einer Bank beruht heute nur noch auf 2
Regeln:
Es muss mindestens 2% Zentralbankgutahben das sein, bezogen
auf die Menge M2

M2 hat in dem Zusammenhang überhaupt nichts verloren, 2% ist falsch und der Rest steht hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve#Ermittlu…

und das Eigenkapital nuss eine in Basel II
festgelegte Quote aufweisen.

Eigenkapital, Liquidität und Konsorten werden in der Solvabilitätsverordnung auf 213 Seiten und in 340 Paragraphen geregelt. Hinzu kommen noch ungefähr 30 Gesetze und Verordnungen, die die Geschäftstätigkeit, Bilanzierung, Berichtspflichten usw. regeln und als ob das alles nicht reichen sollte, gibt es zig Rundschreiben und nicht zuletzt die MaRisk, die alle zusammen die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute bis ins kleinste Detail regeln.

Das ZBG schaffen die GB selbst.

Falsch.

Wenn die ZB nicht mitspielt,
dann gibt es halt mal wieder eine Lektion wie sie im August
2007 durchgeführt worden ist.

Jetzt wird es absurd. Was ist denn da passiert, von wem wurde es initiiert und mit welcher Absicht?
Den Rest kommentiere ich lieber gar nicht mehr. Ich fasse Deinen Artikel wie folgt zusammen: mutwillig oder fahrlässig hast Du ein paar Tatsachen mit vielen Fehlinformationen und der ein oder anderen Falschdarstellung verrührt und in ein eigenwilliges Traktat umgesetzt, das vermutlich Deine Vorstellung von der früheren und heutigen (Finanz)Welt wiedergibt aber damit kaum etwas zu tun hat.

Gruß
C.

1 „Gefällt mir“

Naja, jeder wie er es haben will
1994 ist das Verbot erlassen worden, davor konnte die Regierung bis zu 4 Mrd direkt bei der ZB holen. Geld an den GB vorbei, direkt in die Wirtschaft.

Und die Menge M2 ist die Menge, die Wikipedia beschrieben wird. MR auf alles bis zu 2 Jahre und auf sofort fälliges Giral (das IST M2). Ich wüßte nicht was daran faslch sein soll.

Welche Mittel ahben die Zentralbanken denn um Geld zu „pumpen“? Deren Geschäftspartner sind immer die Gerschäftsbanken. Direkt in dsa Publikung oder zu den Nichtbanken ist seit 1994 unterbunden worden. Bis 1994 konnten die ZB noch direkt Geld vergeben.

Ob nun ZB das ZBG schaffen oder GB ist eine Frage der Sichtweise. Es sind beide dazu nötig. Die ZB kann nicht mehr ZBG schaffen, als die GB nehmen. Die ZB kann nur eine Vergabe von ZBG begrenzen, aber nicht erweitern.

Was haben die Banken denn wohl im August 2007 gemacht? Die wollten mehr ZBG haben, als die ZB bereit war zu vergeben. Also haben die mal kurz die Zinssätze des Interbankenmarktes etwas stark ansteigen lassen und schwups, nur kurze Zeit später ist die Begrenzung seitens der ZB aufgehoben worden. Auch im August 2009 wird alles an ZBG gegeben, was angefordert wird.


Habe fertig. Ich habe keinen Bock, mich mit BWLern auseinanderzusetzen, die auch demnächst von den zwingend logisch einsetzenden Ereignissen wieder vollkommen überrascht werden und das nicht „vorhersehbar“ aller Welt verkünden werden. Dabei ist es so einfach, sobald das Geldbild mal von dem Kopf auf die Füße gestellt wird. Ein anderes mal, doch zur Zeit nicht.
Die Finanzkrise ist eine Sondersachlage, was für ein Unsinn. Nur der Zeitpunkt war nicht vorhersagbar, das was passiert ist und als nächstes passieren wird sehr wohl.

EOD

1994 ist das Verbot erlassen worden, davor konnte die
Regierung bis zu 4 Mrd direkt bei der ZB holen. Geld an den GB
vorbei, direkt in die Wirtschaft.

Nein, direkt an den Staat und der kann sich auch heute noch indirekt Geld bei der EZB besorgen, nämlich im Rahmen der Offenmarktgeschäfte. Das nur nebenbei. So oder so haben die vier Milliarden wohl kaum den Kohl fettgemacht.

Und die Menge M2 ist die Menge, die Wikipedia beschrieben
wird. MR auf alles bis zu 2 Jahre und auf sofort fälliges
Giral (das IST M2). Ich wüßte nicht was daran faslch sein
soll.

M2 ist eine volkswirtschaftliche Größe aus der Geldtheorie und in Bezug auf einzelne Kreditinstitute völlig fehl am Platze. Weiterhin weichen die Definitionen von M2 und die mindestreserverelevanten Verbindlichkeiten der KI durchaus nennenswert von einander ab (Schuldverschreibungen).

Ob nun ZB das ZBG schaffen oder GB ist eine Frage der
Sichtweise.

Nein, ist es nicht.

Was haben die Banken denn wohl im August 2007 gemacht? Die
wollten mehr ZBG haben, als die ZB bereit war zu vergeben.
Also haben die mal kurz die Zinssätze des Interbankenmarktes
etwas stark ansteigen lassen und schwups, nur kurze Zeit
später ist die Begrenzung seitens der ZB aufgehoben worden.

Das ist absurd. Die Zinssätze schossen nach oben, weil die Banken sich untereinander kein Geld mehr liehen (Angebot und Nachfrage). Tatsächlich standen die EONIA-Sätze teilweise nur auf dem Papier, weil es keinen overnight-Handel mehr gab. Quasi ein Tax-Kurs für Interbankenkredite.

Auch im August 2009 wird alles an ZBG gegeben, was angefordert
wird.

Das ist schon seit Sommer 2007 der Fall.

Habe fertig. Ich habe keinen Bock, mich mit BWLern
auseinanderzusetzen, die auch demnächst von den zwingend
logisch einsetzenden Ereignissen wieder vollkommen überrascht
werden und das nicht „vorhersehbar“ aller Welt verkünden
werden.

Nun, einerseits scheint ja Qualifikation und Erfahrung hier sowieso keine Rolle zu spielen, weil offensichtlich eh jeder mitdiskutieren kann und das auch ausnutzt. Im übrigen geht der Vorwurf - was meine Person angeht - an der Sache vorbei. Aber an und für sich würde mich mal interessieren, woher Du Deine Weisheiten beziehst und wieso man auf Dich hören sollte, wenn Du nicht einmal die theoretischen Grundlagen draufhast.

EOD

jaja

Gruß
C.

das die ansicht von thom und den anderen hier eine wissenschaftliche grundlage hat findest du bei wikipedia unter „debitismus“ …

mittlerweile ist es durch internet fast schon mainstream das unser finanzsystem auf einem betrug aufbaut *g*

im übrigens konntest du tatsächlich nicht plausible zeigen, wo das geld für die zinsen steckt. nun, es gibt dieses geld nicht :wink:

-> man muss neue schulden machen um die zinsen der altn schulden zu zahlen -> kettenbrief :wink:

1 „Gefällt mir“

das die ansicht von thom und den anderen hier eine
wissenschaftliche grundlage hat findest du bei wikipedia unter
„debitismus“ …

mittlerweile ist es durch internet fast schon mainstream das
unser finanzsystem auf einem betrug aufbaut *g*

Ja, das ist das dumme am Internet: jeder kann Unsinn schreiben und wenn es dann oft genug kopiert wurde, wird es auch noch geglaubt.

im übrigens konntest du tatsächlich nicht plausible zeigen, wo
das geld für die zinsen steckt.

Doch, mehrfach, aber Du hast es wohl nicht verstanden.

C.

exakt seit dem 15.Okt 2008
Auch im August 2009 wird alles an ZBG gegeben, was angefordert
wird.
Das ist schon seit Sommer 2007 der Fall.

Seit dem 15.10.2008, seit diesem Datum wird alles an ZBG vergeben, was angefordert wird. Das ist eindeutig nachweisbar. Dazu reicht ein einfacher Blick in die Tenderhistorie.

Was soll die falsche Zeitangabe? (rhetorische Frage, vergiss es)
Okt 2008 ist über ein Jahr später als Sep 2007

hier zum selber nachlesen, für die, die es nicht glauben.
http://www.bundesbank.de/download/presse/publikation…
Gebotene Beträge zugeteilter Betrag. Sind die identisch, dann bietet die ZB mehr an, als die GB haben wollen oder die GB bekommen alles als ZB, was die anfordern.
Jede ZB kann nur soviel an ZBG generieren, wie angefragt wird. Darüberhinaus geht nichts.

Vorsicht mit falschen Angaben, die sind der Glaubwürdigkeit abträglich.

Glashäuser

Vorsicht mit falschen Angaben, die sind der Glaubwürdigkeit
abträglich.

Dann frage ich mich, warum Du auf praktisch keines meiner Gegenargumente hinsichtlich Deiner Ausführungen eingegangen bist. Wenn Du das erledigt hast, erkläre ich Dir vielleicht, wie das mit der Liquiditätszuteilung funktioniert.

C.

„Am Ende passieren also mehrere Dinge: die Wirtschaft wächst, die Geldmenge steigt, es werden Zinsen bezahlt (und natürlich noch einige andere Dinge mehr). Bei einer ausgesprochen schrägen Sichtweise, könnte man das Wirtschaftswachstum, die eigenen Gehaltssteigerungswünsche und etliches andere mehr ignorieren und zu dem Schluß kommen, das Geldmengenwachstum sei ausschließlich erforderlich, um Zinsen auf die bestehenden Kredite zu bezahlen und diese Zinsen könnten nur über Geldmengenwachstum finanziert werden.“
Nun, die Guthaben (Bankgläubiger) müssen verzinst werden. Was passiert also? Die Bankschuldner nehmen Kredit auf, um dieses Geld auszugeben. Üblicherweise läuft das Geld ja von den Schuldnern zu den Gläubigern, von den Not-Haves zu den Haves. Wer hat, braucht keine Schulden zu machen. Der Schuldner nimmt also Geld auf, um Rechnungen begleichen zu können - und nicht, um das Geld zu Hause im Keller zu horten. Das Geld geht also üblicherweise vom Schuldner-Konto bei der Bank zum Gläubiger-Konto, welches wächst und verzinst werden will. Da dieses Geld dem Markt entzogen ist, insofern es nicht vom Bankgläubiger ausgegeben, also akkumuliert wird, steht also automatisch ein höherer Betrag auf dem Konto - und, da die Sparguthaben in M3 gezählt werden -, steigt die Geldmenge. Folglich muss jemand Schulden machen, andernfalls der Geldstrom versiegt. Die Schuldner können ihre Zinsen nicht mehr bedienen und das System kollabiert in einer Deflationsspirale, die nur unterbrochen werden kann, wenn wieder jemand (der Staat?) Schulden macht. Somit muss aufgeschuldet werden, um das System am Laufen zu halten, denn der akkumulierte Bankgläubiger-Zins entzieht sich dem Markt. Die Passivseite der Bankbilanz wächst, also muss die Aktivseite auch wachsen, andernfalls wird die Bilanz schräg. Wenn wir das auf Bargeld beziehen: Der Schuldner nimmt Kredit auf: Forderung gegenüber Kunde/Bargeld 100. Er zahlt auf das Bankkonto des Gläubigers: Bargeld/Sparheft 100. Das Geld liegt nun bei der Bank. Wie kommt das Geld wieder aus der Bank? Durch Kredit!!! (oder allenfalls, wenn der Gläubiger das Geld für Ausgaben bezieht). Die Bank kann dieses Geld nicht verbrauchen, weil es nicht via Erfolgsrechnung läuft, ohne das Eigenkapital zu schmälern.
Ebenso verläuft es mit der Zinsgutschrift an den Bankgläubiger: Die Buchung lautet: Zinsaufwand/Sparheft. Das Geld ist nun in der Bilanz fixiert und kann nicht mehr von der Bank verfügt werden für eigenen Aufwand, sondern einzig aus dem Eigenkapital… Die Bankbilanz wird also schräg und es muss unbedingt ein Ertrag und somit eine Forderung her, um die Bilanz auszugleichen (Forderung gegenüber Kunde/[Zins-]Ertrag).

Oder anders - auch für Laien verständlich - ausgedrückt:
Sparguthaben sind in der Geldmenge M3 enthalten; Sparguthaben müssen verzinst werden. Wird kein Zins vergütet, wird das Geld abgehoben (Bank-Run). Sobald der Zins vergütet wird, steigt die Geldmenge M3. Und das ist zwingend.
Da die Bank den Zins wohl kaum aus dem Eigenkapital, sondern aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung) begleicht, muss sie auch einen Ertrag generieren. Üblicherweise durch Zinsertrag, wobei natürlich auch andere Erträge beigezogen werden können. Somit ist es zwingend, dass die Geldmenge M3 wachsen muss, solange die Sparkonti nicht geplündert, sondern das Geld von den Bankgläubigern gespart wird. Die Bankpassiva wachsen folglich üblicherweise unaufhaltsam-exponentiell. Damit müssen auch die Bankaktiva unaufhaltsam-exponentiell steigen, andernfalls sich das Eigenkapital sukzessive auflöst und die Bank schlussendlich banca rotta anmelden muss…

„Am Ende passieren also mehrere Dinge: die Wirtschaft
wächst, die Geldmenge steigt, es werden Zinsen bezahlt (und
natürlich noch einige andere Dinge mehr). Bei einer
ausgesprochen schrägen Sichtweise, könnte man das
Wirtschaftswachstum, die eigenen Gehaltssteigerungswünsche und
etliches andere mehr ignorieren und zu dem Schluß kommen, das
Geldmengenwachstum sei ausschließlich erforderlich, um Zinsen
auf die bestehenden Kredite zu bezahlen und diese Zinsen
könnten nur über Geldmengenwachstum finanziert werden.“

Vorab: es wäre schön, wenn Du das automatische Zitat von wer-weiss-was benutzen würdest, anstatt zitierte Passagen kursiv zu kennzeichnen.

Nun, die Guthaben (Bankgläubiger) müssen verzinst werden. Was
passiert also? Die Bankschuldner nehmen Kredit auf, um dieses
Geld auszugeben. Üblicherweise läuft das Geld ja von den
Schuldnern zu den Gläubigern, von den Not-Haves zu den Haves.
Wer hat, braucht keine Schulden zu machen. Der Schuldner nimmt
also Geld auf, um Rechnungen begleichen zu können - und nicht,
um das Geld zu Hause im Keller zu horten. Das Geld geht also
üblicherweise vom Schuldner-Konto bei der Bank zum
Gläubiger-Konto, welches wächst und verzinst werden will.

Du machst den gleichen Fehler, den viele machen: Du gehst von einem Verbraucher aus, der sich Geld leiht, um sich irgendwelchen Krempel zu kaufen oder bisherige Schulden umzuschulden. Das ist aber nicht der Regelfall. Die meisten Marktteilnehmer (d.h. Unternehmen, Kreditinstitute usw.) leihen sich Geld, um es zu investieren und damit eine Rendite zu erzielen, die über dem Zinssatz liegt.

Da
dieses Geld dem Markt entzogen ist, insofern es nicht vom
Bankgläubiger ausgegeben,

Wird es doch, wie Du weiter oben selber schreibst:

Die Bankschuldner nehmen Kredit auf, um dieses
Geld auszugeben.

C.

Oder anders - auch für Laien verständlich - ausgedrückt:
Sparguthaben sind in der Geldmenge M3 enthalten; Sparguthaben
müssen verzinst werden. Wird kein Zins vergütet, wird das Geld
abgehoben (Bank-Run). Sobald der Zins vergütet wird, steigt
die Geldmenge M3. Und das ist zwingend.

Nein, ist es nicht. Denn auf der Aktivseite hat ein Kreditinstitut Forderungen. Werden diese verzinst (und das werden sie logischerweise), sinkt M3 (wobei sich das eigentlich vor allem in M1 abspielt, aber sei’s drum).

Da die Bank den Zins wohl kaum aus dem Eigenkapital, sondern
aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung)
begleicht, muss sie auch einen Ertrag generieren.
Üblicherweise durch Zinsertrag, wobei natürlich auch andere
Erträge beigezogen werden können. Somit ist es zwingend, dass
die Geldmenge M3 wachsen muss, solange die Sparkonti nicht
geplündert, sondern das Geld von den Bankgläubigern gespart
wird.

Wie gesagt: dem Anstieg von M3 steht ein Rückgang gegenüber. Da die Zinserträge eines Kreditinstitutes in der Regel größer sind als die Zinsaufwendungen, ist der Effekt der Veranstaltung auf M3 grundsätzlich erst einmal negativ.

Die Bankpassiva wachsen folglich üblicherweise

unaufhaltsam-exponentiell. Damit müssen auch die Bankaktiva
unaufhaltsam-exponentiell steigen, andernfalls sich das
Eigenkapital sukzessive auflöst und die Bank schlussendlich
banca rotta anmelden muss…

Da die Annahmen grundfalsch sind, ist es auch diese Schlußfolgerung. Tatsächlich war es genau das Streben nach Größe, das die aktuelle Krise ausgelöst hat. Und das billige Geld, die schlechte Rentabilität, die implizite Staatsgarantie, die absurden Vergütungsstrukturen usw.

Gruß
C.

Du machst den gleichen Fehler, den viele machen

Ich mache keinen Fehler

Du gehst von
einem Verbraucher aus, der sich Geld leiht, um sich
irgendwelchen Krempel zu kaufen oder bisherige Schulden
umzuschulden.

Das behauptest Du, ich habe lediglich von „Rechnungen begleichen“ und „das Geld auszugeben“ geschrieben. Nun, auch bei Investitionen begleicht man Rechnungen und gibt das Geld aus.

Das ist aber nicht der Regelfall. Die meisten
Marktteilnehmer (d.h. Unternehmen, Kreditinstitute usw.)
leihen sich Geld, um es zu investieren und damit eine Rendite
zu erzielen, die über dem Zinssatz liegt.

  1. Wenn sie das Geld investieren, um mehr Rendite zu erzielen, liegt das Geld ganz genau gleich auf dem Konto eines anderen - schlussendlich fliesst das Geld immer von den Schuldnern zu den Gläubigern, von den „Armen“ zu den „Reichen“. Die Bankguthaben wollen verzinst werden und die Zinsen werden dem Kapital aufgeschlagen. Und diese Guthaben wachsen somit exponentiell, solange keine Bezüge gemacht werden. Folglich nimmt das Fremdkapital der Banken exponentiell zu, bei 5 % Zins: 1,05^n, wobei n die Anzahl Jahre symbolisiert. Wenn das Fremdkapital zunimmt, müssen zwingend auch die Aktiven zunehmen, ansonsten die Fremdkapitalzunahme zu Lasten des Eigenkapitals ginge (Verlust), was die Bank auf Dauer in den Ruin treiben würde.
  2. Das ändert nichts an der Tatsache, dass das Geld nicht mehr im Markt ist: Sobald das Geld auf der Bank ist, ist es der Wirtschaft entzogen, bis entweder die Bank das Geld ausgibt (Aktiventausch, z.B. Kauf von Aktien oder Staatsanleihen - Eigengeschäft), oder der neue Inhaber das Geld verbraucht - oder eben ein neuer Kredit von der Bank gewährt wird.

Da
dieses Geld dem Markt entzogen ist, insofern es nicht vom
Bankgläubiger ausgegeben,

Wird es doch, wie Du weiter oben selber schreibst:

Die Bankschuldner nehmen Kredit auf, um dieses
Geld auszugeben.

Oben beantwortet. Das Geld bleibt bei der Bank, entweder in der Kasse oder auf dem Konto bei der Zentralbank, sofern sie damit nicht irgendwelche Aktiven kauft, wozu selbstredend auch Kredite an Kunden gehören. Das ändert auch nichts an der Tatsache, dass die Sparer automatisch reicher werden, woraus folgt, dass irgendjemand Kredit aufnehmen muss (siehe oben), ansonsten kollabiert das System.

C.

Oder anders - auch für Laien verständlich - ausgedrückt:
Sparguthaben sind in der Geldmenge M3 enthalten; Sparguthaben
müssen verzinst werden. Wird kein Zins vergütet, wird das Geld
abgehoben (Bank-Run). Sobald der Zins vergütet wird, steigt
die Geldmenge M3. Und das ist zwingend.

Nein, ist es nicht. Denn auf der Aktivseite hat ein
Kreditinstitut Forderungen. Werden diese verzinst (und das
werden sie logischerweise), sinkt M3 (wobei sich das
eigentlich vor allem in M1 abspielt, aber sei’s drum).

Ich schrieb von Sparguthaben und nicht von Krediten, also von der Passivseite und nicht den Aktiven. Bitte bei der besprochenen Sache bleiben. Die Geldmengen werden wie folgt definiert (z.B. Schweiz):
Definitionen der Schweizer Nationalbank:

* M0: Notenbankgeldmenge;
* M1: Bargeldumlauf und Sichteinlagen;
* M2: M1 plus SPAREINLAGEN in Schweizer Franken;
* M3: M2 plus Termineinlagen in Schweizer Franken.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge (oder die jeweiligen National-/Zentralbanken)
Also nix von Aktiven. Wenn die Spareinlagen steigen, steigt M2 und folglich auch M3.

Da die Bank den Zins wohl kaum aus dem Eigenkapital, sondern
aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung)
begleicht, muss sie auch einen Ertrag generieren.
Üblicherweise durch Zinsertrag, wobei natürlich auch andere
Erträge beigezogen werden können. Somit ist es zwingend, dass
die Geldmenge M3 wachsen muss, solange die Sparkonti nicht
geplündert, sondern das Geld von den Bankgläubigern gespart
wird.

Wie gesagt: dem Anstieg von M3 steht ein Rückgang gegenüber.
Da die Zinserträge eines Kreditinstitutes in der Regel größer
sind als die Zinsaufwendungen, ist der Effekt der
Veranstaltung auf M3 grundsätzlich erst einmal negativ.

Ich habe nichts von den „Zinserträgen eines Kreditinstitutes“ geschrieben. Logisch sind die Erträge üblicherweise grösser, die Bank hat ja noch andere Aufwendungen als nur den Zinsaufwand.

Die Bankpassiva wachsen folglich üblicherweise

unaufhaltsam-exponentiell. Damit müssen auch die Bankaktiva
unaufhaltsam-exponentiell steigen, andernfalls sich das
Eigenkapital sukzessive auflöst und die Bank schlussendlich
banca rotta anmelden muss…

Da die Annahmen grundfalsch sind, ist es auch diese
Schlußfolgerung. Tatsächlich war es genau das Streben nach
Größe, das die aktuelle Krise ausgelöst hat. Und das billige
Geld, die schlechte Rentabilität, die implizite
Staatsgarantie, die absurden Vergütungsstrukturen usw.

Die Sparguthaben steigen durch den Zinseszinseffekt exponentiell, wie die Bankbilanzen und die Staatsschulden exponentiell wachsen.
Hier noch ein Aufsatz von einem anderen Wissenschaftler, der, ach, wie zufällig derselben Meinung ist wie ich:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Analyse%20C…

Gruß
C.

Das ist aber nicht der Regelfall. Die meisten
Marktteilnehmer (d.h. Unternehmen, Kreditinstitute usw.)
leihen sich Geld, um es zu investieren und damit eine Rendite
zu erzielen, die über dem Zinssatz liegt.

  1. Wenn sie das Geld investieren, um mehr Rendite zu erzielen,
    liegt das Geld ganz genau gleich auf dem Konto eines anderen -

Oder derjenige verwendet die eingehenden Zahlungen zur Schuldentilgung und genau das ist regelmäßig der Fall.

schlussendlich fliesst das Geld immer von den Schuldnern zu
den Gläubigern, von den „Armen“ zu den „Reichen“. Die
Bankguthaben wollen verzinst werden und die Zinsen werden dem
Kapital aufgeschlagen. Und diese Guthaben wachsen somit
exponentiell, solange keine Bezüge gemacht werden.

Wie gesagt: Du gehst von den Privatkunden aus, die entweder sparen oder einen Kredit aufnehmen. Das ist ein Fehler.

Folglich
nimmt das Fremdkapital der Banken exponentiell zu, bei 5 %
Zins: 1,05^n, wobei n die Anzahl Jahre symbolisiert.

Auch das ist ein Trugschluß.

  1. Das ändert nichts an der Tatsache, dass das Geld nicht mehr
    im Markt ist: Sobald das Geld auf der Bank ist, ist es der
    Wirtschaft entzogen, bis entweder die Bank das Geld ausgibt

Eventuell verleiht sie es aber auch. Doch ja, ich bin mir sicher das Kreditinstitute Geld verleihen. Ich würde sogar so weit gehen, daß es genau das Grundprinzip der Kreditinstitute ist, Einlagen hereinzunehmen und Kredite zu vergeben.

(Aktiventausch, z.B. Kauf von Aktien oder Staatsanleihen -
Eigengeschäft), oder der neue Inhaber das Geld verbraucht -
oder eben ein neuer Kredit von der Bank gewährt wird.

Na also; nun ist es wieder im Kreislauf.

Wird es doch, wie Du weiter oben selber schreibst:

Die Bankschuldner nehmen Kredit auf, um dieses
Geld auszugeben.

Oben beantwortet. Das Geld bleibt bei der Bank, entweder in
der Kasse oder auf dem Konto bei der Zentralbank, sofern sie
damit nicht irgendwelche Aktiven kauft, wozu selbstredend auch
Kredite an Kunden gehören.

Wieso immer „solange sie nicht“? Genau das ist der Standardfall.

C.

Oder anders - auch für Laien verständlich - ausgedrückt:
Sparguthaben sind in der Geldmenge M3 enthalten; Sparguthaben
müssen verzinst werden. Wird kein Zins vergütet, wird das Geld
abgehoben (Bank-Run). Sobald der Zins vergütet wird, steigt
die Geldmenge M3. Und das ist zwingend.

Nein, ist es nicht. Denn auf der Aktivseite hat ein
Kreditinstitut Forderungen. Werden diese verzinst (und das
werden sie logischerweise), sinkt M3 (wobei sich das
eigentlich vor allem in M1 abspielt, aber sei’s drum).

Ich schrieb von Sparguthaben und nicht von Krediten, also von
der Passivseite und nicht den Aktiven. Bitte bei der
besprochenen Sache bleiben.

Oh, Du meinst, ich soll Zusammenhänge ignorieren? Du schriebst, M3 schrumpfe, weil Guthaben verzinst werden. Da diese Guthaben aber verwendet werden, um Kredite zu vergeben, muß man auch die Aktivseite berücksichtigen. Die vergebenen Kredite werden verzinst, was M3 in größerem Maße reduziert. Wenn Du den Sachverhalt ignorieren willst und so tust, als ob Kreditinstitute lediglich Einlagen entgegennähmen, dann macht es das vielleicht für Dich leichter, geht aber völlig an der Realität vorbei.

Die Geldmengen werden wie folgt
definiert

Danke, kenne ich alles.

Also nix von Aktiven. Wenn die Spareinlagen steigen, steigt M2

Und wenn die Spareinlagen, nimmt auch die Kreditvergabe zu. Also nix von ansteigender M1, M2 oder M3.

Da die Bank den Zins wohl kaum aus dem Eigenkapital, sondern
aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung)
begleicht, muss sie auch einen Ertrag generieren.
Üblicherweise durch Zinsertrag, wobei natürlich auch andere
Erträge beigezogen werden können. Somit ist es zwingend, dass
die Geldmenge M3 wachsen muss, solange die Sparkonti nicht
geplündert, sondern das Geld von den Bankgläubigern gespart
wird.

Wie gesagt: dem Anstieg von M3 steht ein Rückgang gegenüber.
Da die Zinserträge eines Kreditinstitutes in der Regel größer
sind als die Zinsaufwendungen, ist der Effekt der
Veranstaltung auf M3 grundsätzlich erst einmal negativ.

Ich habe nichts von den „Zinserträgen eines Kreditinstitutes“
geschrieben. Logisch sind die Erträge üblicherweise grösser,
die Bank hat ja noch andere Aufwendungen als nur den
Zinsaufwand.

Eben, und daher frage ich mich, wie Du darauf kommst, daß Mx wegen der Einlagen zunehmen müsse.

http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Analyse%20C…

Du wirst sicherlich noch einen Typen von Attac auftreiben können, der die gleiche Meinung vertritt. Das macht die Sache aber weder richtiger noch glaubwürdiger. Czerny ist ein Wirtschafts-Esoteriker und sülzt in der gleichen Ecke rum wie viele andere selbsternannte Experten.

Über die Ursache der Krise habe ich mich hier schon x-mal ausgelassen und ich gedenke nicht, meine Zeit damit zu verschwenden, das alles an dieser Stelle zu wiederholen.

C.

Oder anders - auch für Laien verständlich - ausgedrückt:
Sparguthaben sind in der Geldmenge M3 enthalten; Sparguthaben
müssen verzinst werden. Wird kein Zins vergütet, wird das Geld
abgehoben (Bank-Run). Sobald der Zins vergütet wird, steigt
die Geldmenge M3. Und das ist zwingend.

Nein, ist es nicht. Denn auf der Aktivseite hat ein
Kreditinstitut Forderungen. Werden diese verzinst (und das
werden sie logischerweise), sinkt M3 (wobei sich das
eigentlich vor allem in M1 abspielt, aber sei’s drum).

Ich schrieb von Sparguthaben und nicht von Krediten, also von
der Passivseite und nicht den Aktiven. Bitte bei der
besprochenen Sache bleiben.

Oh, Du meinst, ich soll Zusammenhänge ignorieren? Du
schriebst, M3 schrumpfe, weil Guthaben verzinst werden. Da
diese Guthaben aber verwendet werden, um Kredite zu vergeben,
muß man auch die Aktivseite berücksichtigen. Die vergebenen
Kredite werden verzinst, was M3 in größerem Maße reduziert.
Wenn Du den Sachverhalt ignorieren willst und so tust, als ob
Kreditinstitute lediglich Einlagen entgegennähmen, dann macht
es das vielleicht für Dich leichter, geht aber völlig an der
Realität vorbei.

Ich habe nicht geschrieben, M3 schrumpfe, weil Guthaben verzinst werden - sondern genau das Gegenteil. Bitte nicht verdrehen!
Ich sehe den Zusammenhang ganz klar und ignoriere keinen Sachverhalt.
Machen wir es doch kurz: Sparguthaben steigen wegen dem Zinseszinseffekt exponentiell. Ja?/Nein?
Wenn nein, dann hast Du vielleicht recht. Wenn ja, dann steigt das Fremdkapital exponentiell. Ja?/Nein?
Wenn nein, weshalb? Wenn ja: OK, wenn das Fremdkapital (exponentiell) steigt, müssen die Aktiven (exponentiell) steigen, andernfalls sich das Fremdkapital zu Lasten des Eigenkapitals ausdehnt. Ja?/Nein?

Die Geldmengen werden wie folgt
definiert

Danke, kenne ich alles.

Also nix von Aktiven. Wenn die Spareinlagen steigen, steigt M2

Und wenn die Spareinlagen, nimmt auch die Kreditvergabe zu.
Also nix von ansteigender M1, M2 oder M3.

Da die Bank den Zins wohl kaum aus dem Eigenkapital, sondern
aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung)
begleicht, muss sie auch einen Ertrag generieren.
Üblicherweise durch Zinsertrag, wobei natürlich auch andere
Erträge beigezogen werden können. Somit ist es zwingend, dass
die Geldmenge M3 wachsen muss, solange die Sparkonti nicht
geplündert, sondern das Geld von den Bankgläubigern gespart
wird.

Wie gesagt: dem Anstieg von M3 steht ein Rückgang gegenüber.
Da die Zinserträge eines Kreditinstitutes in der Regel größer
sind als die Zinsaufwendungen, ist der Effekt der
Veranstaltung auf M3 grundsätzlich erst einmal negativ.

Ich habe nichts von den „Zinserträgen eines Kreditinstitutes“
geschrieben. Logisch sind die Erträge üblicherweise grösser,
die Bank hat ja noch andere Aufwendungen als nur den
Zinsaufwand.

Eben, und daher frage ich mich, wie Du darauf kommst, daß Mx
wegen der Einlagen zunehmen müsse.

http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Analyse%20C…

Du wirst sicherlich noch einen Typen von Attac auftreiben
können, der die gleiche Meinung vertritt. Das macht die Sache
aber weder richtiger noch glaubwürdiger. Czerny ist ein
Wirtschafts-Esoteriker und sülzt in der gleichen Ecke rum wie
viele andere selbsternannte Experten.

Über die Ursache der Krise habe ich mich hier schon x-mal
ausgelassen und ich gedenke nicht, meine Zeit damit zu
verschwenden, das alles an dieser Stelle zu wiederholen.

C.

Ich habe nicht geschrieben, M3 schrumpfe, weil Guthaben
verzinst werden - sondern genau das Gegenteil. Bitte nicht
verdrehen!

Ich hab mich nur verschrieben. Natürlich schriebst Du, daß M3 stiege. Jetzt darfst Du auf das antworten, was ich schrieb.

C.

Ich wiederhole:
Sparguthaben steigen wegen dem Zinseszinseffekt exponentiell. Ja?/Nein?
Wenn nein, dann hast Du vielleicht recht. Wenn ja, dann steigt das Fremdkapital exponentiell. Ja?/Nein?
Wenn nein, weshalb? Wenn ja: OK, wenn das Fremdkapital (exponentiell) steigt, müssen die Aktiven (exponentiell) steigen, andernfalls sich das Fremdkapital zu Lasten des Eigenkapitals ausdehnt. Ja?/Nein?

Ich wiederhole:
Sparguthaben steigen wegen dem Zinseszinseffekt exponentiell.
Ja?/Nein?

Kommt drauf an. Wenn Du davon ausgehst, daß kein Sparer jemals einen Euro abhebt, keine weiteren Gelder bei den Kreditinstituten angelegt werden und sich die Verzinsung der Spareinlagen nicht ändert, wachsen die Sparguthaben exponentiell.

Wenn nein, dann hast Du vielleicht recht. Wenn ja, dann steigt
das Fremdkapital exponentiell. Ja?/Nein?

Kommt darauf an. Wenn Du davon ausgehst, daß keine anderen Verbindlichkeiten aufgenommen oder zurückgezahlt werden, sich das Eigenkapital genauso wenig verändert wie alle anderen Passivpositionen, dann steigt das Fremdkapital exponentiell.

Wenn nein, weshalb? Wenn ja: OK, wenn das Fremdkapital
(exponentiell) steigt, müssen die Aktiven (exponentiell)
steigen, andernfalls sich das Fremdkapital zu Lasten des
Eigenkapitals ausdehnt. Ja?/Nein?

Nein, da das Kreditinstituten auch andere Verbindlichkeiten zurückführen wird, weil Sparguthaben normalerweise die billigste Refinanzierungsmöglichkeit sind.

Hinzu kommt, daß die obenstehenden Annahmen allesamt nicht erfüllt sind. Insofern lauten die Antworten tatsächlich eher „nein“ als „ja“.

Weiterhin mißfällt mir, daß Du ständig übergeht, daß der niedrigen Verzinsung der Spareinlagen eine viel höhere Verzinsung der „dazugehörigen“ Kredite gegenübersteht.

Tatsächlich, und jetzt kommt der Hammer, sind in Deutschland gerade Kreditinstitute in Schwierigkeiten, bei denen die Spareinlagen nur eine absolut unwesentliche Finanzierungsquelle sind und die sich stattdessen ihr Geld auf den Kapitalmärkten beschafft haben.

Genau das ist eine Ursache der Krise, denn dort bekamen sie das Geld zu billig und investierten es in untermargige Produkte. Kaum gab es da Schwierigkeiten, sprangen die anderen Kapitalgeber ab, die Margen auf der Passivseite waren auf einmal höher als die auf der Aktivseite und schon war - in Verbindung mit den Abschreibungen, Wertberichtigungen und fehlenden Marktpreisen - die Krise da.

Mit einer aufgrund von verzinsten Sparguthaben wachsenden Passivseite hat das ganze genau nichts zu tun.

C.