Hallo,
habe folgende Frage:
Jemand der psychisch krank ist und unbedingt „eingeschlossen“ werden WILL (!!!) in seinem Zimmer, also Fenster von innen abschließen und Zimmertüre von außen abschließen und Schlüssel mitnehmen, WWOO könnte der eine Wohnmöglichkeit finden, gesucht wird ein Appartement oder so etwas, wo genau SO ETWAS machbar ist. Dieser Mensch hat schon sehr viel abgefragt, bisher aber keinen Erfolg gehabt und denkt jetzt über „Betreutes Senioren-Wohnen“ nach.
Hat hier jemand einen Wohn-Tipp WO/WIE man so wohnen kann, wie derjenige es sucht und benötigt oder auch Links oder irgendwelche anderen Hilfs-Ideen. MIR ist klar, dass das sehr schwierig ist, aber er hofft, dass es irgendwo in Deutschland oder auch im deutschsprachigen Ausland so eine Wohnmöglichkeit geben MUSS, denn er ist ja -so glaube ICH- nicht alleine mit so einer Erkrankung.
Es wurde auch schon der Sozialpsychiatrische Dienst, die Pflegestützpunkte usw. angefragt - leider ohne Erfolge. Er hat auch schon ALLE Behandlungen durch, die es irgendwie gibt.
Es will jetzt irgendeine Wohnmöglichkeit wo er in RUHE wohnen kann, eigentlich ohne jede weitere Sachen wie: Motivierende Maßnahmen oder andauernde Versuche ihn zu therapieren oder ähnliches…
Vllt. habt Ihr ja irgendwelche Ideen, Links, der Hilfen bei der Wohnungs-Suche. Gerne ALLES schreiben was Euch einfällt, ich werde es weitergeben.
gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich um einen Senioren handelt?
Es gibt Wohnheime, die „verschiedene Stufen“ haben. Wenn die Person also in der Lage ist sich selbst zu versorgen, dann gibt es dort Appatements, wo er lebt wie in einer eigenen Wohnung (wo man ja auch alles verriegeln kann wie man möchte).
gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich um einen
Senioren handelt?
Wie mans nimmt…
Es gibt Wohnheime, die „verschiedene Stufen“ haben. Wenn die
Person also in der Lage ist sich selbst zu versorgen, dann
gibt es dort Appatements, wo er lebt wie in einer eigenen
Wohnung (wo man ja auch alles verriegeln kann wie man möchte).
Da hast Du recht SELBER kann er alles verriegeln wie er will, allerdings sollte das ja hier dann von den Leuten der Pflege gemacht werden, weil ER es so WILL…
und jetzt gilt es eine Einrichtung zu finden, wo er genau das bekommen könnte, ein Appartement mit Duschband/WC - Kochnische und wo auch noch abgeschlossen wird - genau so wie er es will…
ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Einrichtung (außer der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie vielleicht) das Risiko eingehen würde, einen Menschen einzuschließen.
Wenn nicht ein entsprechend engmaschiges Überwachungssystem - wie eben in einer psychiatrischen Einrichtung - vorhanden ist, wird kaum jemand das Risiko eingehen, einen Menschen durch Einschließen daran zu hindern, in einem Notfall aus seinem Zimmer entkommen zu können.
Das Ganze würde möglicherweise zudem den Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllen, da man sicherlich in Frage stellen könnte, inwieweit ein Mensch, der den Einschluss fordert, ausreichend zurechnungsfähig ist, die potentiellen Konsequenzen zu überschauen.
Die höchsten Chancen würde ich eventuell noch in Senioreneinrichtungen sehen, die auf Patienten mit Weglauf-Tendenz eingerichtet sind. Allerdings ist auch hier fraglich, ob es vertretbar ist, einen Menschen auf die geforderte Art und Weise einzuschließen. Die damit verbundene Verantwortungsübernahme scheint mir doch sehr hoch.
Hallo,
ja Du hast sicherlich Recht mit Deinen Einwendungen.
Aber, was ich mich dabei frage: Was machen eigentlich Seniorenheime wo ALLE Bewohner voll bettlägerig sind, die können ja auch in Gefahrensituationen einfach „Weglaufen“ und SOVIELE Pflegekräfte vor Ort sind da auch nie, als das die alle anderen quasi „persönlich aus Gefahrensituationen entfernen“ könnten, wüßte mal gerne wie die das Problem „Gefahrensituationen“ lösen wenn selbständig KEINER der Bewohner in der Lage ist sich selber zu „retten“ oder auch im Krankenhaus *grübel*.
Ich weiß auch momentan nicht so recht, wie man dieses „Problem“ lösen können wird. Übrigens: Er ist VOLL „zurechnungsfähig“ und auch „voll geschäftsfähig“ - WIRKLICH, eben nur in diesem einen Lebensteil „behindert“, so ist das eben mit solchen Erkrankungen manchmal. Es heißt ja nicht, dass jemand -nur weil er in einem Segment seines Lebens BEhinderungen hat- nicht zurechnungsfähig ist…
Er macht ansonsten noch ALLES selber, wirklich ALLES selber!
Vllt. gibt es ja noch Ideen, Vorschläge, Links oder Tipps.
das ist Freiheitsberaubung. Auch wenn die Persond das so will.
Wir freiwillig keine Einrichtung so machen.
Und dein Argument weiter unten:
Es gibt kein Heim in dem ALLE Bewohner bettlägerig sind. Geht schon nicht wegen dem Pflegeschlüssel.
Und da wird keine Türe verschlossen.
Vielleicht kann sich die Person ja von der Familie einschließen lassen?
Allerdings würde ich dann einen Anwalt oder Notar hinzu ziehen.
Wie gesagt das ist Freiheitsberaubung und wenn das ein Nachbar usw. mitbekommt, steht man ggf. sehr schnell in der Bild.
Hallo,
danke für die Antwort.
Ja - ich weiß, es ist sehr schwierig, hier etwas geeignetes zu finden. In der Familie von ihm geht es leider nicht - aus vielerlei Gründen…
Hallo,
dann habe ich das falsch verstanden. Mit Selbständigkeit meinte ich den Haushalt und die eigene Körperpflege und in diesem Fall auch den Schlüsseldienst.
Es gibt keine Einrichtung, die von außen eine Tür abschließt, wenn es innen eine komplette Wohnung mit all ihren Gefahren gibt. Sowas gibt es nur im Knast. Nicht einmal in der Psychiatrie wird gerne die Tür verriegelt, höchstens wird bei wilden Gemütern fixiert und da wären wir von einer Kochnische und anderen Luxus ganz weit entfernt.
Der Gute muss sich wohl oder übel der Realität anpassen.
Ist es dieses Syndrom aus Japan - habe vergessen wie das heisst?
Hallo,
danke Dir für die Antwort.
Tja, es ich wirklich ein Problem, vor allem „Realität stellen“…
Was genau meinst Du mit „Syndrom aus Japan“?
Habe noch nicht von so was gehört, beschreib es mal…
Wenn er, wie du unten schriebst, ansonsten „normal“ ist, könnte er doch ein ganz normales Haus oder eine Wohnung beziehen und einen Nachbarn bitten, von außen abzuschließen. Das kann doch nicht soo schwierig sein.
Allerdings erschließt sich mir der Sinn überhaupt nicht, denn er benötigt ja selbst auch noch einen Schlüssel, um bei Bedarf mal nach draußen zu kommen, z. B. zwecks Einkauf oder Spaziergang etc.
Wie Du schon schreibst: „Macken gibt es … “
Er WILL aber nicht raus, er WILL einfach nur in Ruhe in dieser Wohnung wohnen und es sollte täglich irgendjemand kurz mal vorbeikommen und einkaufen oder so…
Ja, aber wie soll das gehen: jemand anders soll die volle Verantwortung für die Nähe- und Distanz-Regulierung zu allen anderen Personen übernehmen?
Ich frage mich, welches Motiv bei diesem Menschen dahintersteht. Wegschließen ist Freiheitsberaubung, -entzug, das geht nur, wenn jemand selbst- oder fremdgefährdend wirkt. Ansonsten muss er die Verantwortung für sein Sich-Bewegen im Raum selbst übernehmen. Er kann’s ansonsten mit krank- oder strafffällig werden versuchen, dann bekommt er eine gesetzliche Betreuung.
Mich würde so ein Wunsch (=Fordern) sehr wütend machen, es erinnert mich auch an das grenzenlose Fordern von Demenzkranken. Kindern darf man hier Grenzen setzen, Erwachsenen nicht (Tabu), dieser Mensch müsste Grenzen in der Selbstausgrenzung gesetzt bekommen- die er ja auch bekommt, zumindest „offizielle“, d.h. scheinbare.
Inoffiziell ausgrenzen / abgrenzen kann er sich ja ganz gut, allein durch den Krankheitsstatus schon (Opferrolle), um die Sündenbockrolle zugewiesen zu bekommen, „muss“ er anscheinend auch offiziell irgendwo „dazugehören“.
Jeder Spleen hat einen praktischen Wert- jedes Kranksein auch…
Er WILL aber nicht raus, er WILL einfach nur in Ruhe in dieser
Wohnung wohnen und es sollte täglich irgendjemand kurz mal
vorbeikommen und einkaufen oder so…
Dennoch erschließt sich mir nicht ganz, warum dafür von Außen abgeschlossen sein muss. Hast Du mal gefragt, was ihn daran hintert, einfach von Innen abzuschließen?
mich interessiert, was dich bewegt, bei einer solchen idee patenschaft zu übernehmen.
ein „einschluss“ durch andere menschen ist rechtlich gesehen ein straftatsbestand.
ein „einschluss“, den er selbst vornimmt, um die „böse außenwelt“ fernzuhalten, reicht ihm wohl nicht. das ist zeichen einer psychischen störung/erkrankung. diese sollte behandelt werden (und das genau würde eine wie auch immer geartete wohn-alternativ-lösung verhindern…).
sollte eine behandlung keine heilung möglich machen, dann ist ein mensch, der es nicht aushält, „nicht eingeschlossen zu sein“ psychisch krank = unterbringung in einer entsprechenden einrichtung (s.o.).
so sieht es in der derzeitigen rechtsform, und im bewusstsein
der menschheit aus. das ist leider so. für „menschlicheren“, selbstbestimmenderen und evt. dadurch auch respektvolleren umgang ist dank der „geldgier“ mancher vereinzelter zeitgenossen –noch- nicht die zeit gekommen……
grüsse
iq13
*die an die möglichkeit einer „bewussteren und dann besseren d.h. menschlicheren ? gesellschaftsform glaubt.
mich interessiert, was dich bewegt, bei einer solchen idee
patenschaft zu übernehmen.
Tja- manchmal sind Wege unergründlich, es hat sich halt ergeben - irgendwie…
ein „einschluss“, den er selbst vornimmt, um die „böse
außenwelt“ fernzuhalten, reicht ihm wohl nicht.
NEIN
das ist
zeichen einer psychischen störung/erkrankung. diese sollte
behandelt werden (und das genau würde eine wie auch immer
geartete wohn-alternativ-lösung verhindern…).
Diese „Störung“ ist nunmehr seit sehr vielen Jahren vergeblich behandelt worden, in etlichen Kliniken, Fachärzten und von vielen sonstigen „Experten“, wodurch sie sich leider nicht verbessert hat…
sollte eine behandlung keine heilung möglich machen, dann ist
ein mensch, der es nicht aushält, „nicht eingeschlossen zu
sein“ psychisch krank = unterbringung in einer entsprechenden
einrichtung (s.o.).
Tja - ssoo einfach ist das alles eben nicht in der „echten Wirklichkeit“, hier ist das keine Frage von „schwarz oder weiß“, hier gibt es etliche Stufen dazwischen…
Ich glaube, dass man das als „In-Volvierter“ des Prozesses auch gar nicht verstehen kann - wie auch…
so sieht es in der derzeitigen rechtsform, und im bewusstsein
der menschheit aus. das ist leider so. für „menschlicheren“,
selbstbestimmenderen und evt. dadurch auch respektvolleren
umgang ist dank der „geldgier“
und Unverständis seitens der sogenannten „Fachwelt“ ja - DAS gibt es…
mancher vereinzelter
zeitgenossen –noch- nicht die zeit gekommen……
*die an die möglichkeit einer „bewussteren und dann besseren
d.h. menschlicheren ? gesellschaftsform glaubt.
Ich würde so gerne an das Gleiche glauben wie Du - aber…
Dennoch erschließt sich mir nicht ganz, warum dafür von Außen
abgeschlossen sein muss. Hast Du mal gefragt, was ihn daran
hintert, einfach von Innen abzuschließen?
Ja - habe ich, aber DAS wäre eine sehr lange Geschichte und würde,
so glaube ich, diesen Rahmen erheblich strengen, es IST eben so - leider…
Wenn jemand eine körperliche Behinderung hat, fragt man ja auch nicht, WARUM er diese Behinderung hat, ER HAT SIE EBEN. Aber zwischen körperlichen und seelischen Behinderungen und deren „Bewertung“ bei den Menschen klaffen ungeahnte Abgründe auf… bei körperlichen Behinderungen sagt man imemr: Ach du armer, kann ich dir irgendwie helfen usw. Bei einer seelischen Behinderung sieht die Sache -leider- immer sehr viel anders aus…
Warum auch immer…
Vielen Dank für Deine Antwort, ich finds gut, dass Du nachgefragt hast.
so ganz ohne Sonnenlicht wird er aber bald einen derben Vitamin-D-Mangel erleiden, was nicht nur für Knochen und Zähne tödlich ist, sondern auch für das Immunsystem. Jedenfalls sollte er zumindest entsprechend substituieren, auch wenn ich nicht glaube, dass das die natürliche Exposition ersetzen wird.
Davon mal abgesehen:
Wenn dauernd jemand Einkäufe etc. für ihn erledigen muss und somit quasi täglich reinschaut - dann kann doch dieser Mensch einfach von außen abschließen, wenn es den Jecken denn beruhigt?
Um Feuer etc. würde ich mir keinen Kopf machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade er davon betroffen wird, ist nicht gerade groß und wenn, dann wollte es das Schicksal offenbar so.
Ich würde zu einer ganz normalen Wohnung tendieren, wenn er ansonsten halbwegs „normal“ ist.
so ganz ohne Sonnenlicht wird er aber bald einen derben
Vitamin-D-Mangel erleiden, was nicht nur für Knochen und Zähne
Zähne sind eh keine mehr vorhanden bei ihm - außer künstlichen *GRINS*…
tödlich ist, sondern auch für das Immunsystem. Jedenfalls
sollte er zumindest entsprechend substituieren, auch wenn ich
nicht glaube, dass das die natürliche Exposition ersetzen
wird.
DAS ist wirklich eine gute Idee, werde ich weitersagen.
Davon mal abgesehen:
Wenn dauernd jemand Einkäufe etc. für ihn erledigen muss und
somit quasi täglich reinschaut - dann kann doch dieser Mensch
einfach von außen abschließen,
GENAU DDAASS meinte ich ja!!! dieser Mensch könnte einfach von außen abschließen - wenn er denn jemanden findet in einer „Residenz“ o. ä. der das macht.
wenn es den Jecken
das Wort „Jecken“ finde ich zumindest etwas grenzwertig… in diesem Zusammenhang.
denn
beruhigt?
Ich würde zu einer ganz normalen Wohnung tendieren, wenn er
ansonsten halbwegs „normal“ ist.
Er IST ansonstenVOLLKOMMEN NORMAL - es ist halt leider eben nur dieses EINE Segment -auch aufgrund von bis dato Vorgefallenem in seinem Leben- in dem er eben seelisch behindert ist, quasi eine „ganz normale“ Behinderung, wie eine „normale“ körperliche Behinderung eben auch.
hallo marie, hallo allen lesenden menschen, die auch einem menschennahe sind, der nicht der norm entspricht…behindert, krank, einfach anders, also nicht so „normgerecht/normal“ ist, dass man ihn „geldscheffelnd“ ausnutzen…ähm ich meine betreuen bzw.behandeln kann…ja, das kenne ich auch - wenn man durch alle maschen dieser unmenschlichen norngesellschaft fällt…da hilft nur viel geduld, liebe menschen bei sich zu haben, viel geduld, eine gute portion phantasie, viel geduld, etwas glück im rechten moment, viel geduld, ein therapeut-wie ich ihn kenne-, viel geduld, viiiiiiiel bewusstsein und natürlich etwas geduld *lächel
haltet durch und seid guter dinge soooo oftt wies geht *
das mit dem „Jecken“ war überhaupt nicht böse gemeint Der Mensch sollte sich eine ganz normale Wohnung suchen und seine Zugehfrau entsprechend instruieren. Ich meine nicht, dass er eine spezielle Einrichtung für dieses Problem benötigt.