Woran werden Deutsche erkannt?

kleine abhandlung, ganz leicht off topic

was sind Backpackerkreise?

der gemeine backpacker als solcher zeichnet sich zuerst durch
weltoffenheit , abenteuerlust und fehlende kreditkarte aus sowie
dutzende kilo gepäck, welches an möglichst exotische orte verbracht
wird, um dort im weg zu sein und zu müffeln.

im regelfall sucht der bp. sofort nach ankunft in der fremde den
nächstgelegenen ort auf, an dem sich alle anderen bp. ebenfalls
befinden, damit die versorgung mit allen erdenklichen gütern durch
willfährige eingeborene gesichert ist und auch sonst alles wie
zuhause. nur billiger.

in bp.-kreisen tauscht man nun aus, ob es z.b. in der gegend noch ein
unberührtes dorf gibt, wo man immer eingeladen wird und prima 4
wochen locker umsonst relaxen kann.

später begibt sich der bp. zwar an einen anderen ort, trifft aber
freudig erregt dieselben anderen bp. wieder.

muß der bp. aus dringenden gründen sein bp.-umfeld verlassen, wird er
mit sicherheit mit den ganzen ausländern, welche diese fremde
bevölkern, in heftigen streit geraten wegen ca. 10 cent.

pauschaltouristen werden meist belächelt, weil sie nur in horden
auftreten.
bp. sind unheimlich individuell und werden gern dutzendweise auf
kaputte pick-ups verladen, während die spießer fein klimatisiert
reisen und die kultur zerstören.

lustig anzuschauen ist das ganze z.b. in bangkog, kao san road.
das dürfte einer vielen der top-bp.-kreise sein.

e.c.
(nur noch mit herrenhandtäschchen & träger unterwegs)

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Hi,

versuche doch mal, so eine Art Muster herauszufinden, wann Du von jemandem darauf angesprochen wirst, ob du aus Deutschland kommst. Mir passiert immer das Gegenteil. Viele halten mich trotz mausfarbener Haare für eine Skandinavierin oder Britin. Meistens werde ich aber in westlichen Ländern für eine Einheimische gehalten und nach dem Weg gefragt (passiert mir hier in Deutschland aber grundsätzlich witzigerweise auch immer, dass die Leute michdanach fragen,egal wo ich gerade bin). Vielleicht habt Ihr besonders sonore Stimmen? Vielleicht ist es tatsächlich der Kleidungsstil. Vielleicht hat man Euch vorher einfach in einer Unterhaltung miteinander gehört. Vielleicht ist es auch eine bestimmte Art des Auftretens. Ich denke, das dürfte bei jedem Menschen etwas Anderes sein.

Grüße,

Susanne

Kommt auch darauf an, an welchem Ort du dich aufhälst.
In der Türkei ist ja z.B. die Rivera für die Deutschen fest „reserviert“, während hingegen in der Ägäis Briten, Franzosen etc. deutlich (!) in der Überzahl sind. Britische Frauen erkennt man übrigens daran, dass ihre Hintern trotz mindestens zwei Nummern Übergröße in zu knappen Shorts oder Hotpants eingepackt sind die meist noch dämliche Aufschriften haben.
Genau das gleiche in Italien…Deutsche hat man in Sorrento auch nur sehr selten gesehen, stattdessen sehr sehr viel Englisch von der Insel und vom über’n Atlantik.

Hallo Pat,

was sind Backpackerkreise?

Ein peinlicher Kindergarten der sich megaindividuell vorkommt, aber in Wirklichkeit in genau den gleich Gettos rumgammelt wie die Pauschalis.

Leute die meinen ein deutsches Bierhaus würde die einheimische Kultur zerstören, dann aber auf die nächste Schaumparty rennen.

Meistens Jugendliche, gerade das Abi hinter sich, und das erste mal auf Fernreise.

Weltfrieden, soziale Gerechtigkeit und ökologischer Ausgleich sind in diesen Kreisen häufig benutzte Wörter.

Gut beschrieben wir der Typisch Freak hier:

http://www.lalasreisen.com/asien/html/khao_san_road…

Nicht falsch verstehen, bin selber erst 25. War früher auch mit dem Rucksack unterwegs, bis ich gemerkt habe wie peinlich das kommt.

MfG

hi,

das service bieten, für jeden einzeln zusammenzurechnen. ist
schließlich
sein job.

dir ist schon klar das dieses im ausland unüblich ist.
daran wirst du erkannt.
nur deutsche scheißen sich in die hose wenn der
andere am tisch einen salat für einen euro
fuzzig mehr gefressen hat.

aber ich merke du kannst dich nicht anpassen, bzw.
ignorierst du die sitten anderer. daran wiederum
erkannt man die deutschen.

cu
alex

Hallo,

es ist immer der Gesamteindruck, aber so ein paar kleinere
Merkmale sind sehr verräterisch. Ich beschreibe hier die Spezi
„deutsche Backpacker“.

  • Männer mit Portmonnaie

was benutzen den Männer anderer Nationen??

(Außer die goldene Geldscheinklammer)

Gerhard

MOD: Und gut isses
Hi,

führt Ihr bitte Eure Diskussion per Mail oder im Plauderbrett weiter?

Danke
Rolf

Die Hosentasche. o.w.T.

Mitunter auch…
…an ihrer vulgären Wortwahl, lieber „Tobi“

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was benutzen den Männer anderer Nationen??

(Außer die goldene Geldscheinklammer)

Es gibt auch die Möglichkeit, das Geld „lose“ in der Jacken- oder Hosentasche zu tragen.

Gruß
robe*

Deutsche an der Tanke in Luxemburg
Hallo,

Wenn man mal das Nummernschild unbeachtet läßt, kann man Deutsche an luxemburger Tankstellen auch sofort erkennen.
Short, freier Oberkörper, Birkenstock. Das Auto mit Opas und Omas vollgeknallt, damit man auch ja genügend Zigaretten mitnehmen darf und solange nachdrücken, bis der Tank überläuft.

Mal im Ernst, Ich wurde noch nie im Ausland als Deutscher geoutet (vieleicht liegt es ja daran, daß ich im Ausland aufgewachsen bin), habe aber selbst schon einige Landsleute erkannt, weil sie sich halt nach den bereits zitierten Mustern benehmen.
Meistens trifft dann aber der Spruch zu:„Wenn der Bauer in die Stadt kommt“.

Gruß
Sticky

Kleingeld liegt lose im Auto oder sonstwo rum und wird eigentlich nie mitgenommen.
Die Scheine stecken in irgendeiner Kleidungstasche.

Liegt mit Sicherheit auch an der Stückelung anderer Währungen.

Gruß
P

mal ein literar. Verweise
Liebe Leute, da ich gerade heute morgen etwas passendes in der Literatur gefunden habe, sollt auch Ihr daran teilhaben

„Die schöne Frau Seidemann“ von A. Szzypiorski (Pole)

Im Test sinniert ein Deutscher, welcher aber in Polen aufgewachsen ist über sein Deutschtum. Ich kürze etwas, sonst dauerts zu lange.

„uns fehlt die Prise Wahnwitz, wir sind zu nüchtern. Vielleicht bin ich deshalb hier unter den Polen, weil in mir immer dieser Wahnwitz war, ein Galopp der Phantasie, der keinem echten Deutschen widerfährt“

„besser sein auf jedem Gebiet, unerreichbar sein, das ist deutscher Ehrgeiz. Am schönsten komponieren, am produktivsten arbeiten, am klügsten philiosophieren, am meisten besitzen, am besten totschlagen! Nun ja dachte er voller Bitterkeit, aber gerade das ist der echte Wahnwitz. Kein Wahnwitz ist die Mutwilligkeit der Gedankenb und Taten, das Leben als Tanz oder als Lied. Im nüchternen Ehrgeiz, im unermüdlichen Streben nach der Erstrangigkeit, in allem steckt der deutsche Wahn. Es gibt nichts Grausameres. …“

P

mein Kollege sagt immer:

zum Essen kommen sie als Freunde und wenn es ans Zahlen geht, dann benehmen sie sich wie Feinde…

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Hi!

DAS ist WIRKLICH typisch Deutsch!!

das ist die schlimmste sitte der deutschen. ich kanns einfach
nicht kapieren.

was ist schlimm daran? muß ich jemanden anderen sponsern der
viel/teuer ißt? Auf was hinauf?

siehst du du checkst es auch nicht! egal.
daran erkennt man halt die deutschen(oder ösis).

So ist es.

wer sagt denn das du sponsern sollst?

rat mal wie das andere machen.

wenn paar getrennt zahlen, kann ich nur den kopf schütteln!

Das sehe ich allerdings auch so.
Ich finde das allein schon unter Freunden komisch.
Aber ein Paar???

ich hab keine ahnung, wie das andere machen.

früher hat jeder aus der gruppe seinen betrag selbst
ausgerechnet
und dann wurde alles auf einen haufen auf den tisch gelegt.

Das funktioniert mit Deutschen eigentlich nie. Diese Erfahrung habe ich häufig gemacht, keiner rechnet Trinkgeld, „coperto“ oder das gemeinsame Wasser mit ein. am Ende trifft es immer denjenigen, dem die Aktion als erstes peinlich wird, also mich…

aber
das ist min. ebenso umständlich, und warum soll der kellner
nicht
das service bieten, für jeden einzeln zusammenzurechnen.

weil es gerade in Südeuropa nicht üblich ist.

ist
schließlich
sein job.

Das ist auch wieder eine typisch deutsche Einstellung.
Dein „Job“ im Ausland ist es, Dich auf die dortigen Sitten und Gebräuche einzustellen.
Es ist nicht überall so wie in Deutschland, wo kaum ein Ausländer das macht und man gemütlich in seinen Parallelgesellschaften hockt und wo man als Deutscher im Ausland von allen erwartet, einem in den Hintern zu kriechen, denn „man zahlt ja schließlich dafür“.

Was der Deutsche oftmals „zahlt“, ist Benzin und Campingplatz. Den Rest hat der dabei. Genau wie die Holländer.
Was für eine Unart!
Zudem versäumt man das beste.

Aber was soll´s, mir ist das egal, denn ich werde niemals(!) als Deutscher erkannt. Noch nicht einmal mein Akzent im Englischen verrät mich…

noch immer kopfschüttelnd ob der enstirnigkeit

dito.

Grüße,

Mathias

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Hallo,

dass sind die Leute, die einem das ganze Jahr über vorschwärmen, wie toll individuell, authentisch, erholsam und billig der letzte Urlaub irgendwo im hintersten Winkel der Welt war, wo man nicht mal tot über dem Zaun hängen möchte, und die man dann anlässlich eigener Urlaubs- oder Geschäftsreisen mit hochrotem Kopf schwitzend und stinkend, unter der Last ihres Gepäcks ächtzend in dicken Pulks an Bushaltestellen, in den Schlangen der Abfertigungsschalter der Billigflieger oder mitgebrachte Äpfel auf dem dreckigen Bürgersteig gegenüber schnuckeligen landestypischen Bistros kauend vorfindet, und die dabei irgenwie so gar nicht glücklich, sondern eher vom mangelnden Schlaf in schwülen Zelten und auf hartem, steigigen Boden gezeichnet aussehen.

Aber sie waren eben drei Wochen in Peru, während ich es nur mal wieder eine Woche für gleiches Geld nach Dänemark geschafft habe und sind bessere Menschen, weil sie nach stundenlangem Fußmarsch oberhalt 2000m drei politisch korrekt hungernde Indiokinder fotografiert haben, während ich nur mal wieder das ein oder andere Landschaftsbild unserer recht einsamen Halbinsel mitgebrachte und statt scheußlichen und mit rackigem Wasser aufgegossenen Matetee unqualifizierter Herkunft mir beim gemütlichen Feuerchen im Kamin mit Blick auf die abendliche Brandung das ein oder andere heimische Brauereiprodukt zugeführt habe.

Wer Ironie findet, darf sie behalten. Und wer sich auf seine Treckingsandalen getreten fühlt, …

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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hi mathias,

ich sehe wir denken, in dieser beziehung, ähnlich!

Das sehe ich allerdings auch so.
Ich finde das allein schon unter Freunden komisch.
Aber ein Paar???

wir legen immer eine kasse zusammen, davon wird alles bezahlt, egal wer wieviel trinkt oder isst. das gleicht sich aus. gott sei dank ist kein deutsch denkender dabei, der würde immer viel essen und trinken hauptsache billig und das ist das problem der deutschen.

dem die Aktion als erstes peinlich wird, also
mich…

das kenn ich!

Aber was soll´s, mir ist das egal, denn ich werde niemals(!)
als Deutscher erkannt.

ich wurde auch noch nie "enttarnt, daß ich aus d komme. in spanien
hatte jemand mit dem 14. versuch „erraten“ wo ich wohne.

cu
alex

Hallo zusammen!

Persönlich habe ich bei diversen Reisen deutsche Touristen (ich sage nicht, alle - aber viele!) immer wieder an einem erkannt: am Nörgeln.

Beispiel:

Ich sitze mit meinem Liebsten (Kanadier) in einem netten Restaurant in der Altstadt von Montréal und genieße das leckere Mittagessen und die Aufmerksamkeit der Kellner. Am Nebentisch sitzt ein nicht mehr ganz junges (irgendwo zwischen 40 und 50) Paar im typischen Touristen-Outfit (Er: Trekking-Sandalen mit weißen Socken [würg!], kurze Hosen, ein Hemd, das sich „dezent“ um den Bierbauch spannt; Sie: entzückendes Sommerkleidchen [eher geeignet für jemanden, der halb so alt wäre], Trekking-Sandalen mit Socken, 3 Pfund Makeup).

Beide sprechen kein einziges Wort Englisch oder Französisch - meinereiner versucht bei einem Auslandsaufenthalt wenigstens ein paar Höflichkeitsfloskeln zu können; „bitte“ und „danke“ ist da das Minimum. Beide gehen offensichtlich davon aus, daß der Kellner in einem fremden Land schon ihre Sprache beherrschen wird. Der bedauernswerte Kellner bringt ihnen die Speisekarte (die - wie unverschämt! - in Englisch und Französisch gehalten ist und nicht in Deutsch) und bemüht sich, sie mit Händen und Füßen sowie ein paar Brocken Deutsch, die er kann, zu bedienen. Die beiden verstehen natürlich nur Bahnhof und deuten letztendlich auf zwei Gerichte, wahrscheinlich in der Hoffnung, einen g’scheiten Schweinebraten oder wenigstens ein Schnitzel mit Pommes zu kriegen.

Kurz darauf bringt der Kellner das, was sie bestellt haben. Es ist natürlich kein Schnitzel oder Schweinebraten, sondern etwas vollkommen „Exotisches“ (was genau, weiß ich nicht mehr, aber ich glaube, es waren irgendwelche Nudelgerichte, die extrem lecker aussahen). Natürlich sind die beiden völlig von der Rolle und nörgeln den armen Kellner an, der 1. etwas offensichtlich Ungenießbares gebracht hat und 2. es nicht geschafft hat, in der Zeit, in der er offensichtlich untätig in der Küche herumstand, mal schnell Deutsch zu lernen.

Irgendwie würgen die beiden das offensichtlich furchtbare Essen hinunter (bis zum letzten Bissen!) bezahlen (natürlich ohne Trinkgeld) und verlassen (Gott sei dank!) das Lokal. Der Kellner atmet auf, bedient die nächsten Gäste und hofft wahrscheinlich, daß es diesmal keine Deutschen sind.

Wir haben ihm übrigens dann ein gutes und dem ausgezeichneten Service auch angemessenes Trinkgeld gegeben.

Zweites Beispiel, noch krasser:

'98 waren wir zusammen im Südwesten der USA. Die letzten paar Tage des Urlaubs verbrachten wir in Santa Monica (ihr wißt schon, der Baywatch-Strand). Mein Schatz saß zu der Zeit aufgrund eines Autounfalls, den er Monate davor hatte, im Rollstuhl. Alles an sich kein Problem, denn wir fanden überall rollstuhlgerechte Hotels etc., und wenn wir mal irgendwo Hilfe brauchten, war immer jemand zur Stelle.

Aber: an einem Tag waren wir mal wieder am Strand und haben uns einen Platz gesucht, der bestimmt 3-4 Meter von einem anderen Paar entfernt war, die sich da mit ihren (Hotel-)Badetüchern ausgebreitet hatten. Ich hatte schon an den Blicken, die sie uns zuwarfen, gemerkt, daß sie wohl nicht so begeistert davon waren, daß wir ihnen so „nahe“ kamen. Ich hatte aber keine große Lust, woanders nach einem freien Platz zu suchen, denn so ein Rollstuhl schiebt sich im Sand nicht so leicht.

Nachdem wir uns dann niedergelassen hatten, ging das Nörgeln auch schon los. Offensichtlich wußten die beiden (Deutschen) nicht, daß ich sie verstehen kann. Beide haben sich furchtbar darüber aufgeregt, daß „sowas“ sich in der Öffentlichkeit zeigt (noch dazu nur ein paar Meter von ihnen entfernt) und ob das denn unbedingt sein müßte. Ich muß dazu sagen, daß mein Liebster trotz der Unfallfolgen wesentlich besser aussah als die beiden (beide mit „Rettungsringen“ und superknapper Badekleidung) - und leider hat er, obwohl er kein Deutsch spricht, allein am Tonfall und an den Blicken ziemlich genau mitbekommen, worum es ging.

Neben diesen beiden Deutschen saßen noch diverse andere Leute in der Nähe, alles Einheimische, soweit ich das beurteilen konnte. Von denen hat sich keiner auch nur annähernd aufgeregt, im Gegenteil. Jedenfalls bin ich dann irgendwann zu den beiden gegangen und habe sie dezent darauf hingewiesen, daß sie sich doch vorher davon überzeugen sollten, daß man sie nicht versteht, bevor sie solche Dinge von sich geben. Sie waren zwar ziemlich betreten und verschwanden auch bald darauf, aber ich bezweifle, daß sie etwas daraus gelernt haben.

Der langen Rede kurzer Sinn: wenn mir im Urlaub bisher jemand negativ aufgefallen ist, waren es fast immer Deutsche. Ich will jetzt nicht sagen, daß alle Deutschen sich im Ausland so benehmen Ich tu’s schließlich auch nicht), aber leider habe ich doch immer wieder negative Beobachtungen gemacht.

Ich gebe zu, das alles bezieht sich jetzt nicht sooooo konkret auf das Ursprungsposting, aber irgendwie kamen diese Erinnerungen beim Lesen der anderen Antworten wieder hoch, und ich mußte sie einfach loswerden… ;o)

Viele Grüße und allen einen schönen nächsten Urlaub
Murmeltier

Hi,

wegen einiger hübscher Anekdoten hier drunter, möchte
ich noch etwas dazuschreiben:
Das Erkennen von Nationalitäten funktioniert nicht nur
bei Touristen. Es ist ein leichtes, Touristengruppen
nach Nationen einzuteilen, aber es funktioniert auch
in anderen Situationen.

Grüße
Elke

Hi Ilja,

wir legen immer eine kasse zusammen, davon wird alles bezahlt,
egal wer wieviel trinkt oder isst. das gleicht sich aus. gott
sei dank ist kein deutsch denkender dabei, der würde immer
viel essen und trinken hauptsache billig und das ist das
problem der deutschen.

Heutzutage gibt es ja auch in Deutschland öfter
Buffets oder Salatbars, vielleicht ist das inzwischen anders.
Aber meine Erfahrung war, dass in Restaurants, wo man sich
den Teller selbst füllen darf und theoretisch soviel essen
darf, wie irgendrein geht, die Deutschen immer den Teller
randvoll füllen (und dann einen Großteil ungegessen zurück-
gehen lassen). Andere essen nicht unbedingt weniger, sie
gehen halt nur mehrmals mit kleinen Portionen.

Schlimmer sind in der Hinsicht nur die Zulus. Das ist
kulturell bedingt und liegt daran, dass es bei ihnen als
unhöflich gilt, den Teller mehr als einmal zu füllen (was
sicher mit dem nicht immer reichlich vorhandenen Essen
zu tun hat).

Apropos Buffet, ich erinnere mich an ein schönes
Erlebnis in Cape Town, fast 20 Jahre her. Frühstücksbuffet.
Eine deutsche Dame wollte ein gekochtes Ei. Sie sagte:
„Cooked egg.“ und bekam ein Rührei. Beschwerte sich beim
(ebenfalls nicht-Englischen-Muttersprachler). Bekam ein
Spiegelei. Sie war nicht in der Lage, ihren Wunsch irgendwie
zu veranschaulischen (selbst mit Minimalenglisch, vielleicht
‚hot water‘ oder was). Wir hätten ja geholfen, wenn sie nicht
immer wieder zu ihrem Mann auf deutsch etwas über die Blödheit
des Kochs gesagt hätte. Schließlich deutete sie auf ein paar
rohe Eier, die auf dem Tresen standen und sagte: „Like this.“
Der Koch sagte dann was auf Zulu (wahrscheinlich genauso höftlich,
wie das, was sie auf Deutsch sagte) zu seinem Kollegen und
drückte der Frau ein rohes Ei in die Hand.

Wir redeten fortan in unserem besten Englisch, um - ja, wir auch! -
nicht als Deutsche erkannt zu werden.

Grüße
Elke

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