Heute wird alles, was mit dem Nationalsozialismus
zusammenhängt in eine Schublade gekehrt und als idiotisch
abgestempelt.
Nicht alles, was damit zusammenhängt, sondern alles, was an und für sich nationalsozialistisch ist oder aufs Engste damit verbunden.
Das war ganz bestimmt nicht so. Dann wäre damals ab 1934 90%
Deutschlands idiotisch gewesen.
Unsinn. Wie „frei“ waren die Menschen zu diesem Zeitpunkt noch, selbst zu entscheiden? Bei den Reichstagswahlen 1933 bekam die NDSAP ja nicht annähernd 90%. Im Übrigen sind Idioten insbesondere ja die Menschen, die heute - trotz der Geschichte - noch Nazis sind.
Bis in die 60er Jahre haben wir mit dem Erbe der NSDAP gelebt.
Damit leben wir noch heute.
Bauten, Strassen, Kinder, die zwischen 1933 und 1945 geboren
wurden usw, alles was erhalten geblieben war, wurde in unser
Leben indegriert und man lebte sehr gut mit diesem Erbe.
Eine Straße ist doch an sich nicht nationalsozialistisch. Das ist wirklich eine sehr fragwürdige (und tendenziöse) Argumentation.
Dann wuchs eine neue Generation heran. Merkwürdige Pädagogen
merkwürdig, weil nicht nazistisch?
und zukünftige Pädagogen liefen hinter Rudi Dutschke her und
alles, aber auch wirklich alles aus der Vergangenheit, wurde
verpönt. Aber merkwürdig, man fuhr sehr gern ein Relikt aus
Nazizeiten, sogar ein Nazisymbol, nämlich den VW-Käfer.
Auch der VW ist nicht an sich nazistisch. Ich unterstütze keine nazistischen Ideen, wenn ich einen VW fahre, die Autobahn benutze oder die deutsche Sprache spreche. So ein Unsinn.
Mit dieser Generation wurde dann alles anders. Alles war
schlecht zwischen 1933 und 1945, obwohl sie selbst, die das
dann behaupteten, nicht einen Tag dabei waren. Je weiter wir
uns von dieser Zeit entfernen, umso weniger darf in dieser
Zeit gut gewesen oder zumindest anerkennenswert gewesen sein.
Falsch. Nur war der Nationalsozialismus nicht gut oder anerkennenswert. Wenn Sänger X in diesen Tagen ein tolles Lied produziert hat, so sei es toll; aber das Nazitum selbst, das ist ja wohl alles, nur nicht gut und anerkennenswert.
Keiner der großen Kritiker weiß heute, was der KdF war.
Eine Organisation zur Gleichschaltung der Menschen.
Es
wird sogleich als Naziorganisation abgelehnt.
Zu Recht.
Dass damals
Millionen zum erstenmal in ihrem Leben durch diese
Organisation ihr Dorf verlassen konnten und mal was anderes
sah, davon weiß heute niemand mehr etwas. Will nichts wissen!
Das liegt einfach daran, dass der KdF das nicht aus reiner Nächstenliebe tat, sondern weil es notwendiger Bestandteil für ein großes, geeintes Volk war.
Nein, nicht alles war damals idiotisch! Und nicht nur Idioten
lebten damals.
Wer heute ein Nazi ist, ist jedenfalls ein großer Idiot.
Wer heute einfach sagt, die Nazis waren Idioten und alles was
sie machten war idiotisch, der macht es sich doch zu einfach.
Finde ich nicht. Das schließt ja nicht aus, andere Argumente zur Entstehung des Nationalsozialismus zu berücksichtigen. Nazis sind dennoch Idioten und vor allem, das ist mir eh viel wichtiger, Unmenschen (nein, nein, nicht Untermenschen, und Unmenschen sage ich auch nicht, um ihnen das Menschsein im rechtlichen Sinne abzusprechen, denn ich bin kein Nazi).
Levay