Wozu Mutter, Wozu Vater?

Hallo,

Wenn in der Öffentlichkeit über das Adoptionsrechts für homosexuelle Paare diskutiert wird, ist die konservative Seite immer ganz schnell bei dem Argument, ein Kind bräuchte für eine gute Entwicklung Vater UND Mutter. Dann hörts aber auf.

Gibt es denn Untersuchungen/Fakten/Studien/Lehrmeinungen etc, die sich damit beschäftigen?

Anders gefragt: Wofür steht ein Vater in der Entwicklung des Kindes? Und wofür die Mutter? Haben beide wirklich unterschiedliche bzw. sich ergänzenden Funktionen in der Erziehung? Welche?

Dankbar über jeden Tipp: Sandra

Hallo Sandra,

ich versuch mal, von meinem liberalkonservativen Standpunkt aus laienhaft meine Meinung dazu zu erklären:

Es gibt typisch „weibliche“ und typisch „männliche“ Persönlichkeitseigenheiten. Sonst, frage ich mich, wäre es nicht erforderlich gewesen, Y- und X-Chromosomen zu erschaffen.

Bei einem Mann können einige weibliche und bei einer Frau einige männliche Züge vorhanden sein. Es ist allerdings nicht weiter schlimm, wenn ein Mann fürsorgliche Züge hat oder eine Frau sehr maskulin ist, dann geht er eben in die Altenpflege und sie steigt auf den Nanga Parbat.

Was ich sagen wollte: Das Verhältnis beider muss gut austariert sein. Und ein Kind braucht auch in der Erziehung ein Gleichgewicht zwischen Rot und Blau. Wenn ein hs. Paar das schafft, ist dagegen prinzipell nichts einzuwenden, (ein) Kind(er) großzuziehen. Ansonsten haben Vater und Mutter unterschiedliche und einander ergänzende Funktionen in der Erziehung.

HM

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Ansonsten haben Vater und Mutter
unterschiedliche und einander ergänzende Funktionen in der
Erziehung.

eben. aber welche konkret? es geht doch um mehr als „fürsorge“ und „maskulines“…

Hi Sandra,

ich kann dir nur meine persönliche Meinung aus Sicht des Kindes sagen. Da du gerne was ganz konkretes hören willst: Ich brauch(t)e ein Elternteil welches dem männlichen Geschecht angehört. Daran kann ich mich als Kind messen. Ich brauche direkt in meiner Nähe einen Menschen der ein Mann ist. Wenn ich mich orientieren will wie Männer (Frauen) sind muss ich mir nur meinen Vater (Mutter) anschauen. Habe ich zwei Mütter oder zwei Väter weiß ich als Kind nie was nun die Unterschiede sind.

Jaja, die ganzen Argumente Homosexueller kenne ich natürlich auch und ja, auch zweigeschlechtliche Eltern sind manchmal/oft schlecht. Aber auch Homosexuelle sind ganz normale Menschen und ganz normale Eltern mit normalen Problemen. Dann bekommt das Kind zu den evtl. eh schon schlechten Eltern auch noch die fehlende Möglichkeit sich geschlechtlich zu orientieren.

Für mich bleibt die Kinderfrage nun mal eine aus Sicht des Kindes und keine Frage des Ich-will-aber-auch-alle-Rechte-Heteros-haben-sonst-bin-ich-beleidigt und ich will MICH schließlich selbsterfüllen. Das ist IMHO egoistisch.

Und nein, ich bin nicht altkonservativ und Homosexuelle sollen gerne richtig heiraten dürfen und des anderen Rente bekommen…

Viele Grüße,
J~

Hi,

Anders gefragt: Wofür steht ein Vater in der Entwicklung des
Kindes? Und wofür die Mutter? Haben beide wirklich
unterschiedliche bzw. sich ergänzenden Funktionen in der
Erziehung? Welche?

der Punkt ist einfach, dass es in unserer Welt nunmal zwei Geschlechter gibt, die unterschiedlich sind, und das ein Kind lernen muss, sich selbst irgendwie zu diesen Geschlechtern zu positionieren und den Umgang mit ihnen zu üben, um sich später in der Gesellschaft zurechtzufinden (in der ja unbestreitbar gerade das Spiel zwischen den Geschlechtern eine sehr große Rolle spielt). Nun, im Schutz der Familie kann das Kind das ganz unbefangen, und dieses unbefangene Lernen können auch keine Freunde des jeweils nicht vorhandenen Geschlechts ersetzen, weil diese a) nicht so präsent sind wie ein Vater und b) nicht solch eine Vertrauensperson darstellen wie ein Vater.

Deshalb, und das lässt sich zumindest durch etwas aufmerksames Hinschauen immer wieder bestätigen, haben alle alleinerzogenen Kinder ebenso wie die homosexueller Paare immer „eine Macke“.

Das bedeutet nur, dass in solchen Konstellationen wichtige Erfahrungen fehlen und Defizite entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Mann und Frau (nicht nur körperlich)?
Welche Stellung haben Mann und Frauen der Gesellschaft?
Welche Spiele, Rituale, Komplexe, Probleme gibt es zwischen den Geschlechtern?
Sowas lernt sich nirgends so früh und eingängig wie in der Familie.

ACHTUNG:
Das bedeutet nicht, dass andere Kinder keine, oftmals schlimmeren, Macken haben.
Das bedeutet nicht, dass Alleinerziehende oder Homosexuelle schlechte Eltern sind.
Das bedeutet nicht, dass diese Kinder bekloppt sind.
Das bedeutet nicht, dass Homos nicht heiraten sollen.
Das bedeutet nicht, dass ich Mann und Frau nicht gleichberechtigt sehe.
Das bedeutet nur, dass Mann und Frau nicht gleichartig sind.
Gruß,

Malte

Hi,

nur als Ergänzung:

Deshalb, und das lässt sich zumindest durch etwas aufmerksames
Hinschauen immer wieder bestätigen, haben alle alleinerzogenen
Kinder ebenso wie die homosexueller Paare immer „eine Macke“.

Das bedeutet nur, dass in solchen Konstellationen wichtige
Erfahrungen fehlen und Defizite entstehen.

zweifelsohne ließen sich Deine Aussagen mit entsprechender einschlägiger Literatur untermauern - aber halt genauso auch zurückweisen bzw. relativieren; z.B. hiermit:
http://researchnews.osu.edu/archive/singpar.htm

Ich will damit Sandra nur sagen:
es existiert keine klare Lehrmeinung, stattdessen lässt sich eine große Bandbreite von Aussagen mit Studien belegen;
nicht mehr aber so radikale Haltungen wie „Kind braucht Vater und Mutter, sonst wird das gar nichts, da droht Psychose, etcpp.“, die heute leider immer noch viel zu stark in der öffentlichen Diskussion sind, und die früher ja auch tatsächlich als Lehrmeinung galten; das ist heute definitiv als Unsinn erwiesen.

Ansonsten: es gibt Literatur dazu en masse …

wenn Du es vertiefen willst, fang doch mit einem guten Übersichts-Werk an, z.B. hier:
http://www.amazon.de/Ehe-Familiensoziologie-Rosemari…
oder hier:
http://www.amazon.de/Alleinerziehende-V%C3%A4ter-Soz…
oder vielleicht sogar hier:
http://www.amazon.de/M%C3%BChsal-Privileg-hundertj%C…
und folge der darin angegeben Literatur je nach Interessenslage.

Viele Grüße
Franz

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Hallo,

Wenn in der Öffentlichkeit über das Adoptionsrechts für
homosexuelle Paare diskutiert wird, ist die konservative Seite
immer ganz schnell bei dem Argument, ein Kind bräuchte für
eine gute Entwicklung Vater UND Mutter. Dann hörts aber auf.

Müsste man dann nicht gleichzeitig die Erziehung von
Alleinerziehenden in Frage stellen - wo ja auch nur ein Geschlecht
als Vorbild vorhanden ist?

Irgendwann gibt es bestimmt Langzeitstudien über die Entwicklung von
Menschen, die homosexuelle Eltern haben. Dann wird in dem Ergebnis
bestimmt herauskommen, dass diese Kinder nicht anders aufwachsen, als
Kinder mit heterosexuellen Paaren, bzw. Kinder die von einem
Elternteil alleine großgezogen werden - vielleicht wird auch dabei
herauskommen, dass diese Kinder etwas sensibler und offender durch
die Welt gehen, oder dass sie daswegen in der Schule gemobbt wurden -
je nachdem wieviel Glück sie dabei hatten in die richtige soziale
Umgebung zu kommen. In Köln, Hamburg oder Berlin mag es nicht so
problematisch sein auf ein akzeptierendes Umfeld zu stoßen als auf
dem Land oder in Bayern.

Die Geschlechter übernehmen unterschiedliche Funktionen in der
Vorbildfunktion des Kindes, tragen für eine gesunde Entwicklung eine
besondere Rolle und helfen dem Kind in der Suche nach ihrer eigenen
Identität. Das müssen nicht immer die Eltern sein, sondern können
auch Großeltern sein, Freunde, andere Verwandte, Erzieher - sprich
jeder Mensch, der dem Kind nahe steht.

Homosexuelle Paare schlafen nicht miteinander und, dann oh Schreck,
die Pille vergessen, Kondom gerissen, einfach nur nachlässig gewesen

  • und dann: Schwanger! Wieviele Kinder werden ungeplant von Müttern
    geboren, die zu jung sind, in einer wackeligen Beziehung leben, zu
    wenig Einkommen haben und und und? Homosexuelle Paare ENTSCHEIDEN
    sich bewusst für ein Kind und nehmen meist einen sehr steinigen Weg
    in kauf um den Kinderwunsch zu erfüllen - die besten Voraussetzungen
    ein Kind großzuziehen ist es zu lieben und es zu wollen.

Viele Grüße

huhu,

Wenn in der Öffentlichkeit über das Adoptionsrechts für
homosexuelle Paare diskutiert wird, ist die konservative Seite
immer ganz schnell bei dem Argument, ein Kind bräuchte für
eine gute Entwicklung Vater UND Mutter. Dann hörts aber auf.

es ist einfach eine einstellungsfrage. es gibt keine erziehungsbibel. man kann zu zweit ein kind genauso versauen wie alleine. das einzige problem bei homosexuellen wäre, dass das kind sich wahrscheinlich hin und wieder fragen und vielleicht auch hänseleien aushalten. auch wenn das kind, dadurch, dass es damit aufwächst, wahrscheinlich keine probleme hätte, ist es für erwachsene aus einer heterosexuellen beziehung nur schwer vorstellbar.
auf der anderen seite will man generell das adoptieren wahrscheinlich auch nicht zu einfach machen, denn ein kind ist kein produkt aus dem supermarkt.
das argument, ein kind bräuchte in jedem fall eine mutter, ist nicht haltbar.

Hallo Sandra und alle übrigen Leser/innen,

es wurde schon ausgeführt, dass Kinder „Vorbilder“ brauchen, um sich zu orientieren und ggf. eigenes Verhalten zu trainieren. Dass dabei auch in klassischen Konstellationen einiges schiefläuft, steht außer Frage - andererseits kann man daraus ggf. die Richtigkeit des erstgenannten ableiten (ohne das Schiefgelaufene in irgendeiner Weise rechtfertigen oder relativieren zu wollen): Häufig geraten Frauen, die einen gewalttätigen Vater hatten, der seine Frau und die Kinder schlug, selbst an schlagende Partner, weil ihnen offenbar oder vermutlich Verhaltensmuster des (schlagenden) Vaters vertraut sind . . .

Auch wenn das gewählte Beispiel überaus negativ ist, belegt es m. E. eindrucksvoll, wie weit die „Beeinflussung“ des Kindes durch Eltern geht. Fehlt in der Familie Vater oder Mutter, kommt die entsprechende Seite vermutlich zu kurz.

Hallo Fragewurm,

Es geht nicht um „natürliche“ Eigenschaften, sondern um die Rolle welche die Geschlechter in der Gesellschaft haben.
Die Gesellschaftlichen Normen sind nicht genetisch angeboren, sondern werden erlernt. Um lernen zu können, brauchen Kinder aber Vorbilder. Alles was du als kleines Kind erlebst ist für dich erst einmal „normal“. Selbst wenn du als Kind täglich die Hucke voll bekommst, ist das für dich so lange normal, bis du einmal etwas anderes kennenlernst, was dir dann zuerst einmal als fremd erscheint …

Normalerweise ist die eigene Familie, bis etwa zum Kindergartenalter, „das Mass der Dinge“.

MfG Peter(TOO)

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Wenn in der Öffentlichkeit über das Adoptionsrechts für
homosexuelle Paare diskutiert wird, ist die konservative Seite
immer ganz schnell bei dem Argument, ein Kind bräuchte für
eine gute Entwicklung Vater UND Mutter. Dann hörts aber auf.

Hi

IMHO ist die Argumentation in diese Richtung gar nicht nötig.

Punkt 1: Es gibt weniger adoptionsfähige Kinder als adoptionswillige Eltern.

Punkt 2: ZWei Homosexuelle als Erziehende sind von sich aus bereits eine mögliche Konfliktquelle für das Kind, die man zum Wohle des Kindes vermeiden muß, solange es genügend andere Eltern gibt, die diese Konflikte nicht erzeugen.

Punkt 3: Eine Adoption dient nicht den Eltern zur Selbstverwirklichung sondern dem Kind! Ein KInd ist kein Anschaffungsobjekt, mit dem die perfekte Familie dann vorgezeigt werden kann, sondern dem Kind soll die bestmögliche Chance auf ein glückliches Leben gegeben werden. Es gibt kein Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf bestmögliche Umstände!

Gruß
d.

Bravo, Datafox!

In dieser Kürze und Präzision findet man die Zusammenfassung der entscheidenden Gesichtspunkte leider nie.

Super!

Gruß - Rolf

Punkt 2: ZWei Homosexuelle als Erziehende sind von sich aus
bereits eine mögliche Konfliktquelle für das Kind, die man zum
Wohle des Kindes vermeiden muß, solange es genügend andere
Eltern gibt, die diese Konflikte nicht erzeugen.

die konfliktquelle, wenn sie für das kind überhaupt besteht, hat ihren ursprung in unserer gesellschaft, die sich glücklicherweise in den letzten jahren schon sehr weit geöffnet hat.

Es gibt kein
Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf
bestmögliche Umstände!

die da wären…???

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Guten Tag,

IMHO ist die Argumentation in diese Richtung gar nicht nötig.

Punkt 1: Es gibt weniger adoptionsfähige Kinder als
adoptionswillige Eltern.

Beziehst du das auf Deutschland, dann stimmts. Global ist das nicht
richtig, sondern genau umgekehrt.

Punkt 2: ZWei Homosexuelle als Erziehende sind von sich aus
bereits eine mögliche Konfliktquelle für das Kind, die man zum
Wohle des Kindes vermeiden muß, solange es genügend andere
Eltern gibt, die diese Konflikte nicht erzeugen.

Verrätst du uns freundlicherweise dann auch diese Konfliktquelle, die
ALLE homsexuelle Paare mit sich tragen. Tragen sie diese
Gefahrenquelle immer mit sich herum? Wie erkennt man die - ich habe
sie gesucht - aber ich finde sie nicht! Klär uns auf! Vor allem in
hinblick auf die steigende Zahl von vernachlässigten, misshandelten
und getöteten Kindern durch ihre leiblichen Eltern in diesem Land,
kann ich kein Argument finden, wenn Menschen, egal welche sexuelle
Orientierung sie haben, nicht in der Lage sein sollten ein Kind groß
zu ziehen, wenn sie es wollen.

Punkt 3: Eine Adoption dient nicht den Eltern zur
Selbstverwirklichung sondern dem Kind! Ein KInd ist kein
Anschaffungsobjekt, mit dem die perfekte Familie dann
vorgezeigt werden kann,

Eltern, die ein Kind adoptieren tun das also, weil sie sich etwas
anschaffen wollen, ein Statussymbol. Aus welcher Erfahrung kannst du
diese These aufstellen?

sondern dem Kind soll die bestmögliche

Chance auf ein glückliches Leben gegeben werden. Es gibt kein
Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf
bestmögliche Umstände!

Und die wären? - Eltern, die das Kind lieben, es fördern und zur
Selbständigkeit erziehen. Wenn du schreibst, dass homosexuelle das
nicht können, dann ist das deine persönliche Meinung, die nichts mit
der Realtität zu tun hat.

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Nachtrag
Hallo nochmal,

mach dich mal hier schlau:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_E…
s_985.html

Ich weiss auch nicht wirklich warum du über Adoption redest -
Homosexuelle können durchaus auch selber Kinder zeugen und sind damit
unabhängig von irgendwelchen „Genehmigungen“ - und diese Kinder sind
geplant und gewollt!

Schönen Tag und viele Grüße

Beziehst du das auf Deutschland, dann stimmts. Global ist das
nicht
richtig, sondern genau umgekehrt.

Ich bezog mich auf inländische Kinder erstmal.

Verrätst du uns freundlicherweise dann auch diese
Konfliktquelle, die
ALLE homsexuelle Paare mit sich tragen.

Es ist doch nicht so schwer das nachzuvollziehen? Du willst doch nicht uns weismachen, daß ein Kind mit zwei schwulen „Vätern“ ein völlig normales Leben haben wird, ohne jeglichen sozialen Konflikte? Eine Adoption AN SICH ist doch schon ein schweres Startpaket.

Vor
allem in
hinblick auf die steigende Zahl von vernachlässigten,
misshandelten
und getöteten Kindern durch ihre leiblichen Eltern in diesem
Land

Soweit ich weiß dürfen weder Vorbestrafte noch Gewalttäter Kinder adoptieren oder was meinst du damit? Es geht hier um Adoptionen und nicht um biologisch erzeugte Kinder.

kann ich kein Argument finden, wenn Menschen, egal welche
sexuelle
Orientierung sie haben, nicht in der Lage sein sollten ein
Kind groß
zu ziehen, wenn sie es wollen.

Du gehst also von einem RECHT AUF EIN KIND aus. Das ist völlig falsch. Es gibt kein Recht auf ein Kind. Aber das Kind hat ein Recht auf die bestmögliche Familie, die ihm ein so weit es geht konfliktfreies Leben ermöglichen soll.

Eltern, die ein Kind adoptieren tun das also, weil sie sich
etwas
anschaffen wollen, ein Statussymbol. Aus welcher Erfahrung
kannst du
diese These aufstellen?

Ein Paar will üblicherweise dann ein Kind adoptieren, wenn es biologisch nicht in der Lage ist, selbst eines zu machen. (Ich habe eine adoptierte junge Frau in der Familie und kenne deren Geschichte.) Ich sehe den Grund nicht ein, warum zwei Männr oder zwei Frauen ein Kind adoptieren wollen. Was wollen sie erreichen? Ein Rollenspiel? Was anderes als ein Symbol, ein Symbol für eine fake Familie, sollte das Kind sein?

Übrigens hindert niemand einen Homosexuellen daran, auf normalem Wege ein Kind zu bekommen und dieses aufzuziehen wie er oder sie will, solange der zweite Elternteil zustimmt natürlich. Samenbank wäre auch eine Möglichkeit. Oder Leihmutter - in Ländern wo es das gibt.

Aber warum um alles in der Welt sollten elternlose Kinder dazu gezwungen werden, für die Selbstverwirklichung anderer herzuhalten?

Und die wären? - Eltern, die das Kind lieben, es fördern und
zur
Selbständigkeit erziehen. Wenn du schreibst, dass homosexuelle
das
nicht können, dann ist das deine persönliche Meinung, die
nichts mit
der Realtität zu tun hat.

Möglich daß sie das können, aber die KOnstellation alleine birgt eine Menge an Konflikten, die NICHT NÖTIG für das Kind sind. Sie sind vermeidbar. Noch einmal: Es gibt kein Recht auf ein Kind.

Gruß
d.

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Hallo

Ich weiss auch nicht wirklich warum du über Adoption redest

Weil das das Thema war, auf das ich geantwortet habe.

Homosexuelle können durchaus auch selber Kinder zeugen und
sind damit
unabhängig von irgendwelchen „Genehmigungen“

Jeder darf Kinder in die Welt setzen wie er will. Das war auch nicht Thema.

Gruß
d.

die konfliktquelle, wenn sie für das kind überhaupt besteht,
hat ihren ursprung in unserer gesellschaft, die sich
glücklicherweise in den letzten jahren schon sehr weit
geöffnet hat.

Verstehe ich das richtig: Du willst die Gesellschaft also zur Akzeptanz von Homosexuellen erziehen, auf dem Rücken eines elternlosen Kindes? Dir ist die Durchsetzung einer politischen Agenda wichtigre als das Wohl des Kindes? Das empfinde ich als menschenfeindlich und extrem egoistisch.

Es gibt kein
Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf
bestmögliche Umstände!

die da wären…???

Das Fehlen von vermeidbaren Konflikten. Es gibt mehr Aadoptionswillige als Kinder, es gibt also eine Wahl.

Gruß
d.

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Ich weiss auch nicht wirklich warum du über Adoption redest -
Homosexuelle können durchaus auch selber Kinder zeugen und
sind damit
unabhängig von irgendwelchen „Genehmigungen“ - und diese
Kinder sind
geplant und gewollt!

Nun zumindest für männliche Homosexuelle dürfte das schwer werden, oder habe ich da irgendeinen biologischen Durchbruch verpasst?

Vor allem in hinblick auf die steigende Zahl von vernachlässigten,
misshandelten und getöteten Kindern durch ihre leiblichen Eltern in :diesem Land…

Also jetzt muss ich doch mal im Namen aller Eltern eingreifen:
Die öffentliche Wahrnehmung mag vielleicht steigende Zahlen von Kindstötungen verzeichnen (vor allem dank B*ld & Co), aber laut Kriminalstatistik hat jedoch z.B. die Zahl der durch ihre Mutter getöteten Neugeborenen im Laufe der Jahrzehnte abgenommen. 1954 gab es 153 registrierte Fälle, 1971 waren es 55, 1997 nur noch 20. Für Sexualstraftaten ist ein ähnlicher rückläufiger Wert zu beobachten.

Siehe z.B.:
http://www.bka.de/pks/

Die Diskussion von beiden Seiten zeigt m.E. eben genau das Problem der Eingangs gestellten Frage: Es gibt viele Meinungen aber nur wenige gesicherte Erkenntnisse, deswegen sollte man mit seinen Aussagen sowohl Pro als auch Kontra vorsichtig sein.