Wozu Mutter, Wozu Vater?

Hallo,

Punkt 2: ZWei Homosexuelle als Erziehende sind von sich aus
bereits eine mögliche Konfliktquelle für das Kind, die man zum
Wohle des Kindes vermeiden muß, solange es genügend andere
Eltern gibt, die diese Konflikte nicht erzeugen.

Verrätst du uns freundlicherweise dann auch diese
Konfliktquelle, die
ALLE homsexuelle Paare mit sich tragen.

Zusätzlich zu den sozialen Schwierigkeiten, die Kinder mit homosexuellen „Eltern“ hätten und auf die unten schon hingewiesen wurde, existiert weiterhin die Problematik der Rollenvorbilder. Es wird schon seit langem darüber diskutiert, dass dringend mehr männliche Grundschullehrer benötigt werden, damit v.a. Kinder (insbesondere Söhne) alleinerziehender Mütter männliche Rollenvorbilder bekommen. Und nun willst du also allen Ernstes erzählen, einem Kind mit homosexuellen „Eltern“ würden eben jene Vorbilder des anderen Geschlechts nicht fehlen?

Vor
allem in
hinblick auf die steigende Zahl von vernachlässigten,
misshandelten
und getöteten Kindern durch ihre leiblichen Eltern in diesem
Land,

Was bitte hat die eine Problematik mit der anderen zu tun? Leibliche Eltern sind leibliche Eltern, da kann man nichts machen. Bei Kindern, die zur Adoption freigegeben sind, hat der Staat aber die Möglichkeit, optimale Adoptionseltern für das Kind auszusuchen. Und optimal sind weder Alleinerziehende noch Homosexuelle.

sondern dem Kind soll die bestmögliche

Chance auf ein glückliches Leben gegeben werden. Es gibt kein
Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf
bestmögliche Umstände!

Und die wären? - Eltern, die das Kind lieben, es fördern und
zur
Selbständigkeit erziehen.

Und außerdem Lebensumstände, die für das sowieso schon psychisch versehrte Kind eine optimale Entwicklungsgrundlage bilden. Hänseleien, Ausgrenzung, Voreingenommenheit etc., die aufgrund der sexuellen Orientierung der Adoptionseltern entstehen könnten, sind dies jedenfalls nicht. Ebensowenig gehört das Fehlen eines der beiden Geschlechter in der Familie hinzu.

Datafox hat es schon richtig auf den Punkt gebracht: Nicht potentielle Eltern haben das Recht auf ein Kind, sondern das Kind hat das Recht auf eine optimale Familie. Gesellschaftliche Konflikte auf dem Rücken der sowieso schon häufig traumatisierten Kinder auszutragen, ist zudem ethisch nicht hinnehmbar.

Gruß,
Anja

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PS: Im globalen Blickwinkel mag das anders aussehen. Man muss immer abwägen, welche Situation für das Kindeswohl besser ist. Ein Waisenkind, das in seinem Heimatland keine Chance auf Bildung oder gar ausreichend Nahrung hat, ein schwer krankes Kind, das in seinem Heimatland nicht die richtige Behandlung bekommen kann usw. - da werden homosexuelle deutsche Eltern wohl immer noch besser als das Dahinvegetieren im Heimatland.

Hallo Sandra!

Wofür steht ein Vater in der Entwicklung des
Kindes? Und wofür die Mutter? Haben beide wirklich
unterschiedliche bzw. sich ergänzenden Funktionen in der
Erziehung? Welche?

Es heißt in der Literatur, dass es nicht wichtig ist, dass das Kind von leiblichen Eltern großgezogen wird. Hauptsache, es hat feste Bezugspersonen, von denen es Liebe und Fürsorge erhält.
Meine persönliche Erfahrung aus meiner Arbeit aus der Jugendhilfe und auch z.T. aus meinem Privatumfeld ist die, dass die Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen sind, immer auf der Suche sind. Die Frage, wer die leiblichen Eltern waren/ sind, und warum sie abgegeben wurden, beschäftigt die Kinder. (Möchte betonen, dass das meine Erfahrung aus meinem Umfeld ist und dass ich nicht ausschließen möchte, dass es Kinder gibt, die anders reagieren)

Die reine Theorie (die Praxis sieht natürlich häufig anders aus) oder:
Rollenklischee, ganz klassisch:

Die Mutter steht in der Erziehung für die Tröstende, für Fürsorge, Feinfühligkeit, Geborgenheit, Geduld, Zärtlichkeit, Schutz.

Der Vater steht für Macht, Autorität, Kompetenz, Strafender, Kamerad, Spielgefährte und nimmt eine wichtige Position ein für die Ablösung des Kindes von der Mutter.

Wächst ein Kind bei nur einem Elternteil auf, so spielt natürlich die Kompetenz dieses Elternteils eine große Rolle; inwieweit ist es in der Lage, die für das Kind wichtigen Funktionen zu übernehmen?
Weiterhin wichtig ist nach der ersten Zeit nach der Geburt, in der seitens beider Geschlechter eine enge Bindung zur Mutter besteht, dass das jeweilige Geschlecht in der Zeit der Geschlechteridentifikation ein passendes Vorbild findet. D.h., dem Jungen sollte ein Mann zur Verfügung stehen, an dem er sich orientieren kann, dem Mädchen eine Frau.

Findet sich nun bei einem homosexuellen Pärchen, wie häufig der Fall, auch eine klassische Rollenteilung, d.h. der/ die eine ist eher weiblich und der/ die andere eher männlich, dann würde theoretisch das Kind ja alle für eine gesunde Entwicklung nötigen Verhaltensweisen in seinem Umfeld erhalten.

Ganz spontane Gedanken:
Wächst ein Mädchen bei einem lesbischen Pärchen auf, in dem diese klassische Rollenverteilung wie o.g. stattfindet, dann könnte es für das Kind eine Bereicherung sein, da es in jungen Jahren ja erstmal gar nicht klar hat, was ist jetzt männlich und was weiblich und es kann sich dadurch sehr stark nach seiner eigenen mitgebrachten Veranlagung entwickeln.
Wächst ein Mädchen bei einem schwulen Pärchen auf, sehe ich da schon eher Schwierigkeiten mit der Geschlechteridentifikation.
Selbiges gilt natürlich auch im umgekehrten Fall.

Grüße,
jeanne

Hi,

Verrätst du uns freundlicherweise dann auch diese
Konfliktquelle, die
ALLE homsexuelle Paare mit sich tragen.

Zusätzlich zu den sozialen Schwierigkeiten, die Kinder mit
homosexuellen „Eltern“ hätten und auf die unten schon
hingewiesen wurde, existiert weiterhin die Problematik der
Rollenvorbilder. Es wird schon seit langem darüber diskutiert,
dass dringend mehr männliche Grundschullehrer benötigt werden,
damit v.a. Kinder (insbesondere Söhne) alleinerziehender
Mütter männliche Rollenvorbilder bekommen. Und nun willst du
also allen Ernstes erzählen, einem Kind mit homosexuellen
„Eltern“ würden eben jene Vorbilder des anderen Geschlechts
nicht fehlen?

Bring doch erst mal „allen Ernstes“ einen Link zu einer seriösen und aktuellen Studie, die genau diesen speziellen Mangel herausgearbeitet hat, den Kinder besitzen, denen aus welchen Gründen auch immer ein väterliches oder mütterliches Elternteil gefehlt hat bzw. enger gefasst: die tatsächlich bei homosexuellen Paaren aufwachsen, …

Gesellschaftliche Konflikte auf dem Rücken der sowieso schon häufig :traumatisierten Kinder auszutragen, ist zudem ethisch nicht :hinnehmbar.

… und erst dann lässt sich sinnvoll und nicht bloß auf der Basis von Gemeinplätzen darüber sprechen, ob nicht jede staatliche „Vergabe“-Praxis immer schon auch an gesellschaftlichen Idealvorstellungen orientiert ist, die das bloße „Kindes-Wohl“ weit übersteigen.

Übrigens noch ein Punkt zu dataf0x’ 3-Punkte-Argument oben:
Es stimmt nicht ganz, dass grundsätzlich mehr Adoptiveltern als adoptionswillige Kinder vorhanden wären:
http://www.gesundefamilie.de/dpa/meine_familie/zin-2…
nur lässt sich im Sinne dieser Logik daraus m.E. schlecht folgern: die gesunden Kindern zu den Heteros, und die behinderten zu den Homos, weil für die gesunden ja genug Heteros vorhanden sind … daher finde ich diese Logik selbst ziemlich problematisch.

Viele Grüße
Franz

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Hi

Bring doch erst mal „allen Ernstes“ einen Link zu einer
seriösen und aktuellen Studie, die genau diesen
speziellen Mangel herausgearbeitet hat, den Kinder besitzen,
denen aus welchen Gründen auch immer ein väterliches oder
mütterliches Elternteil gefehlt hat bzw. enger gefasst: die
tatsächlich bei homosexuellen Paaren aufwachsen, …

Das ist irrelevant, denn selbst wenn der Mangel nicht bestehen sollte, bleiben die sozialen Probleme.

die gesunden Kindern zu den Heteros, und die
behinderten zu den Homos, weil für die gesunden ja genug
Heteros vorhanden sind … daher finde ich diese Logik selbst
ziemlich problematisch.

Diese Folgerung habe nicht ich sondern DU gezogen. Das möchte ich nur anmerken. Von behinderten Kindern war nicht die Rede, und schon gar nicht von einer derartig muffigen Wertung, die du versuchst in mein Argument hineinzuinterpretieren.

Gruß
d.

Hi,

Bring doch erst mal „allen Ernstes“ einen Link zu einer
seriösen und aktuellen Studie, die genau diesen
speziellen Mangel herausgearbeitet hat, den Kinder besitzen,
denen aus welchen Gründen auch immer ein väterliches oder
mütterliches Elternteil gefehlt hat bzw. enger gefasst: die
tatsächlich bei homosexuellen Paaren aufwachsen, …

Das ist irrelevant, denn selbst wenn der Mangel nicht bestehen
sollte, bleiben die sozialen Probleme.

das ist an dieser Stelle kein bißchen irrelevant; man (nicht Du!) kann nicht einfach etwas im Brustton der Überzeugung als Faktum behaupten (und es wird oft behauptet), ohne dieses sauber zu belegen (m.E. ist das auch nicht sonderlich leicht belegbar).

Hmm, die „sozialen Probleme“ finde ich übrigens keineswegs so eindeutig wie Du;
zumindest lässt sich daraus m.E. nicht viel schlussfolgern; wer hat nicht alles so „soziale Probleme“ wegen Aussehen, Beruf, Schichtzugehörigkeit, Marotten, sexuellen Vorlieben, Beliebtheit, Auftreten, Geld, Angepasstheit, Hautfarbe, Religion, Staatsbürgerschaft, etc. der (Adoptiv)Eltern; da ist m.E. zumindest in urbanen Verhältnissen Westeuropas die sexuelle Orientierung nichts so Außergewöhnlicheres als das Genannte.

Abgesehen davon lässt sich von solchen „sozialen Problemen“ ja sowieso keineswegs unmittelbar auf das psychische Wohlergehen des Kindes schließen.

M.E. wird auf dem Rücken der Adoption schlichtweg Gesellschafts- bzw. Kulturpolitik betrieben, und diese wird dann mit solchen „Mangel“-Thesen wie oben auch noch pseudowissenschaftlich verbrämt, die so schlichtweg nicht haltbar sind.

die gesunden Kindern zu den Heteros, und die
behinderten zu den Homos, weil für die gesunden ja genug
Heteros vorhanden sind … daher finde ich diese Logik selbst
ziemlich problematisch.

Diese Folgerung habe nicht ich sondern DU gezogen. Das möchte
ich nur anmerken.

richtig!
Sorry, falls ich einen falschen Eindruck erweckt habe.

Von behinderten Kindern war nicht die Rede,
und schon gar nicht von einer derartig muffigen Wertung, die
du versuchst in mein Argument hineinzuinterpretieren.

na na;
Du wirst nicht ganz leugnen können, dass ich durchaus im Sinne Deiner „Adoptiveltern-Überschuss-Logik“ weitergedacht habe, was andere mit der „globalen Situation“ ja ganz analog ebenfalls gemacht haben;
es ist m.E. aber dadurch auch nicht „muffig“ geworden, sondern eher absurd, was ja auch der Sinn der Sache war.

Viele Grüße
Franz

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die konfliktquelle, wenn sie für das kind überhaupt besteht,
hat ihren ursprung in unserer gesellschaft, die sich
glücklicherweise in den letzten jahren schon sehr weit
geöffnet hat.

Verstehe ich das richtig: Du willst die Gesellschaft also zur
Akzeptanz von Homosexuellen erziehen, auf dem Rücken eines
elternlosen Kindes? Dir ist die Durchsetzung einer politischen
Agenda wichtigre als das Wohl des Kindes? Das empfinde ich als
menschenfeindlich und extrem egoistisch.

was ich will, steht hier nicht zur debatte. hier geht es überhaupt nicht um politik. hier geht es um einfache menschenwürde - um akzeptanz - akzeptanz des kindes genauso wie akzeptanz der eltern. zu einer intakten familie gehört nicht nur das kind. du nimmst homosexuellen das recht auf ein kind - einfach nur mit der begründung des wohles des kindes. als wäre mit homosexualität das leben des kindes eine hölle.

du hast zum ausdruck gebracht, dass homosexuelle einen konflikt auslösen. dieser von dir benannte konflikt kommt aus der gesellschaft, aus religion und engstirnigkeit. wäre die gesellschaft offener, gäbe es diesen konfikt nicht, den wir hier glauben, dem kind aufzubürden.

außerdem gebe ich dir brief und siegel: es gibt weitaus mehr geschädigte kinder, die aus kaputten vater-mutter-ehen oder einzelerziehungen kommen als aus homosexuellen-ehen.
das hat aber nicht nur den grund, dass es wenig homo-ehen gibt, sondern dass es für frau und mann wichtiger ist, den schein einer tollen beziehung aufrecht zu erhalten, als oftmals das wohl ihrer sprosslinge.

Es gibt kein
Recht auf ein Kind, aber sehr wohl das Recht des Kindes auf
bestmögliche Umstände!

die da wären…???

Das Fehlen von vermeidbaren Konflikten. Es gibt mehr
Aadoptionswillige als Kinder, es gibt also eine Wahl.

was soll so ein wahlpolitischer satz. da steht doch nix dahinter.

  1. es gibt kein konfliktloses elternhaus
  2. es gibt keine perfekten eltern

in meiner familie gab es schläge, missbrauch, alkohol und scheidungen über scheidungen…

auch wenn du das wahrscheinlich nicht sehen willst, aber homosexualität würde ich nicht unter diese kategorie zählen…wahrscheinlich siehst du das anders…

mfg
rené

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Und nun willst du
also allen Ernstes erzählen, einem Kind mit homosexuellen
„Eltern“ würden eben jene Vorbilder des anderen Geschlechts
nicht fehlen?

mein gott, wieso sind hier einige so besessen darauf, die perfekte familie zu haben. und das in einer zeit, in der der vater die ganze woche auf montage ist, mehr scheidungen als minuten im jahr, mehr kindesmisshandlungen in familiärer umgebung als von fremden, mehr sexuelle übergriffe von familienmitgliedern und kinderarmut in intakten familien herrscht.
wir haben 2007.

Datafox hat es schon richtig auf den Punkt gebracht: Nicht
potentielle Eltern haben das Recht auf ein Kind, sondern das
Kind hat das Recht auf eine optimale Familie.
Gesellschaftliche Konflikte auf dem Rücken der sowieso schon
häufig traumatisierten Kinder auszutragen, ist zudem ethisch
nicht hinnehmbar.

nicht ganz. mit solchen politisch korrekten und religiös einwandfreien sätzen nehmen wir kindern, die in heimen leben, die chance auf ein besseres leben mit einer mutter oder einem vater oder einem homosexuellen paar.
die politik funktioniert nach dem motto: lieber schmeiße ich die rose weg als dass ich sie einem anderes gebe.
ein kinderheim scheint nach euch offensichtlich ein besserer ort zu sein als ein elternhaus.

coole sache…und 150 jahre alt…

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…hat was abartiges, was du hier schreibst…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Du willst
doch nicht uns weismachen, daß ein Kind mit zwei schwulen
„Vätern“ ein völlig normales Leben haben wird, ohne jeglichen
sozialen Konflikte?

du beharrst ja unglaublich auf diese behauptung. kennst du denn kinder, denen das passiert ist?

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Hallo,

nicht ganz. mit solchen politisch korrekten und religiös
einwandfreien sätzen nehmen wir kindern, die in heimen leben,
die chance auf ein besseres leben mit einer mutter oder einem
vater oder einem homosexuellen paar.

Wieviele Kinder leben in Deutschland in Heimen und können adoptiert werden?
Keine (außer die, bei denen auf eine Adoption hingearbeitet wird) und extrem-behinderte.
Die Kinder in deutschen Heimen (und das gilt für die meisten westlichen Länder) sind nicht zur Adoption freigegeben, es sind Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, aber diese leiblichen Eltern treten ihr Elternrecht nicht ab.

ein kinderheim scheint nach euch offensichtlich ein besserer
ort zu sein als ein elternhaus.

Das hat niemand behauptet.
Tatsache: Es gibt in westlichen Ländern wesentlich mehr Adoptionswillige als Kinder, die adoptiert werden können.
Auslandsadoptionen bringen ganz andere Probleme mit sich, die nicht von jedermann angegangen werden können.

Gruß
Elke

Hallo

zumindest lässt sich daraus m.E. nicht viel schlussfolgern;
wer hat nicht alles so „soziale Probleme“ wegen Aussehen,
Beruf, Schichtzugehörigkeit, Marotten, sexuellen Vorlieben,
Beliebtheit, Auftreten, Geld, Angepasstheit, Hautfarbe,
Religion, Staatsbürgerschaft, etc. der (Adoptiv)Eltern; da ist
m.E. zumindest in urbanen Verhältnissen Westeuropas die
sexuelle Orientierung nichts so Außergewöhnlicheres als das
Genannte.

Solange eine Wahl für das Kind besteht, ist JEDE Konfliktquelle zu vermeiden und die optimale Familie auszusuchen. Alles andere würde bedeuten, eine politische Agenda (welche auch immer) auf dem Rücken eines Kinder auszutragen.

Abgesehen davon lässt sich von solchen „sozialen Problemen“ ja
sowieso keineswegs unmittelbar auf das psychische Wohlergehen
des Kindes schließen.

Das spielt keine Rolle - solange die Wahl besteht, ist IMMER der otimale Weg zu suchen. Der Wunsch des Kindes, das als Adoptivkind schon weiß Gott genug zu tragen hat, auf eine möglichst konfliktfreie Familie hat immer Vorrang vor dem Wunsch auf ein Kind.

Man würde ein Paar einem Alleinerzieher vorziehen, einen Wohlsituierten einem Arbeitslosen, einen mit Wohneigentum einem Obdachlosen, einen Gesunden einem Krebskranken usw. usf. Warum sollte Hautfarbe, Religion und Geschlecht da in irgendeiner Weise eine Ausnahme sein? Nur weil politische Ideologie das diktiert? Was ist das für eine kinderfeindliche Einstellung?

M.E. wird auf dem Rücken der Adoption schlichtweg
Gesellschafts- bzw. Kulturpolitik betrieben, und diese wird
dann mit solchen „Mangel“-Thesen wie oben auch noch
pseudowissenschaftlich verbrämt, die so schlichtweg
nicht haltbar sind.

Gesellschaftspolitik betreiben diejenigen, die ohne Rücksicht auf das Kind die Homosexuellenfamilie durchdrücken wollen.

Du wirst nicht ganz leugnen können, dass ich durchaus im
Sinne Deiner „Adoptiveltern-Überschuss-Logik“

weitergedacht habe, was andere mit der „globalen Situation“ ja
ganz analog ebenfalls gemacht haben;

Was für eine globale Situation? Es besteht kein Bedarf nach Kinderimport à la Madonna.

Gruß
d.

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hier geht es
überhaupt nicht um politik.

Es geht hier AUSSCHLIESSLICH um Politik, nämlich Gesellschaftspolitik, genauer gesagt um das Thema Akzeptanz von Homosexuellen. Das eigentliche Thema, Adoption von Kindern, wird nur als Vehikel genommen.

du nimmst homosexuellen das recht auf ein
kind

Es gibt kein Recht auf ein Kind! Ein Kind ist keine Sache, die man einklagen kann, weil man ein Recht drauf hat.

als wäre mit homosexualität das leben des kindes eine hölle.

Du negierst die Realität. Du gehst nicht davon aus was IST, sondern davon wie es SEIN SOLL. Das ist ideologisch motivierte Gesellschaftspolitik, sonst gar nichts. Das kannst du gerne betreiben, da jeder das Recht dazu hat, aber nicht auf dem Rücken von Kindern.

du hast zum ausdruck gebracht, dass homosexuelle einen
konflikt auslösen. dieser von dir benannte konflikt kommt aus
der gesellschaft, aus religion und engstirnigkeit. wäre die
gesellschaft offener, gäbe es diesen konfikt nicht, den wir
hier glauben, dem kind aufzubürden.

Ja ich stimme jedem Wort zu. WENN die Gesellschaft offener WÄRE, DANN wäre alles paletti. Ist sie aber nicht. Warum willst du die Gesellschaft erziehen und dafür unschuldige Kinder hernehmen? Womit haben die das verdient?

außerdem gebe ich dir brief und siegel: es gibt weitaus mehr
geschädigte kinder, die aus kaputten vater-mutter-ehen oder
einzelerziehungen kommen als aus homosexuellen-ehen.

Irrelevant, da das keine Adoptionen sind. Du vergleichst Äpfel und Birnen. Es werden auch keine Kinder an Alleinerziehende hergegeben, solange es genügend Paare gibt.

das hat aber nicht nur den grund, dass es wenig homo-ehen
gibt, sondern dass es für frau und mann wichtiger ist, den
schein einer tollen beziehung aufrecht zu erhalten, als
oftmals das wohl ihrer sprosslinge.

Irrelevant, da es sich nicht um Adoptionen handelt sondern um biologische Kinder, welche nunmal nicht „vermeidbar“ sind. Adoptionen an Problemhaushalte sind aber prinzipiell vermeidbar. Sogar bei HUNDEN und KATZEN wird darauf geachtet, daß der Haushalt optimal zum Tier paßt. Aber Kindern will man lebenslangen sozialen Terror zumuten, nur um die Gesellschaft zum perfekten Ideal zu erziehen?

  1. es gibt kein konfliktloses elternhaus

Es gibt Konstellationen, die VON SICH AUS Konflikte bereithalten. Dazu gehören nicht nur Schwule, sondern beispielsweise auch gemischtnationale Paare. SO EINES SIND WIR!! Gäbe es die Wahl für ein Kind, das schon durch Adoption und Verlassenwerden traumatisiert ist, sollte es woanders aufwachsen als bei uns, nämlich in einer Familie, die diesen Konflikt nicht auch noch ZUSÄTZLICH bereithält. Jeder Mensch mit Herz würde so entscheiden. Nur ein Egoist besteht auf das Kind!

  1. es gibt keine perfekten eltern

Es gibt Dinge, die man ausschließen kann.

in meiner familie gab es schläge, missbrauch, alkohol und
scheidungen über scheidungen…

In so eine Familie würde auch niemand adoptiert werden.

auch wenn du das wahrscheinlich nicht sehen willst, aber
homosexualität würde ich nicht unter diese kategorie
zählen…wahrscheinlich siehst du das anders…

Ja ich sehe das anders, ich sehe es realistisch und nicht durch die rosa Brille einer gesellschaftlichen Utopie, die die menschliche Natur einfach weglügt.

Gruß
d.

2 „Gefällt mir“

du beharrst ja unglaublich auf diese behauptung. kennst du
denn kinder, denen das passiert ist?

Das nennt man common sense. Die gegenteilige Behauptung, nämlich daß es keine Rolle spielt, ob ein Kind bei Schwulen aufwächst oder nicht, ist hanebüchen. Man kann zwar der Meinung sein, daß es so sein sollte, aber es ist nicht so.

Aber trotzdem, damit du eine ordentliche Antwort bekommst: Ja, ich kenne eine adoptierte Person und auch eine homosexuelle Person. Es ist in diesem Fall dieselbe Person.

Gruß
d.

…hat was abartiges, was du hier schreibst…

Ja, so empfand ich es auch. Doch wie sähe es aus der Sicht des Kindes aus? Ich denke, es würde im Rückblick zustimmen.

Gruß
d.

Hi!

…hat was abartiges, was du hier schreibst…

Das mag für dich so klingen, solange du nicht mit einem ebensolchen konkreten Fall konfrontiert wärst, bei dem es um Leben oder Tod eines ernsthaft kranken Waisenkindes geht. Bevor ich von diesem Fall erfahren habe, wäre ich vermutlich deiner Meinung gewesen. In der Theorie redet es sich wahrlich leicht.

Gruß,
Anja

Hallo Franz!

Zusätzlich zu den sozialen Schwierigkeiten, die Kinder mit
homosexuellen „Eltern“ hätten und auf die unten schon
hingewiesen wurde, existiert weiterhin die Problematik der
Rollenvorbilder. Es wird schon seit langem darüber diskutiert,
dass dringend mehr männliche Grundschullehrer benötigt werden,
damit v.a. Kinder (insbesondere Söhne) alleinerziehender
Mütter männliche Rollenvorbilder bekommen. Und nun willst du
also allen Ernstes erzählen, einem Kind mit homosexuellen
„Eltern“ würden eben jene Vorbilder des anderen Geschlechts
nicht fehlen?

Bring doch erst mal „allen Ernstes“ einen Link zu einer
seriösen und aktuellen Studie, die genau diesen
speziellen Mangel herausgearbeitet hat, den Kinder besitzen,
denen aus welchen Gründen auch immer ein väterliches oder
mütterliches Elternteil gefehlt hat

Ich weiß nicht, was du für aktuell erachtest, aber hier ist z.B. eine: http://www.vaeterfuerkinder.de/franz.htm

„Sowohl im Extremgruppenvergleich als auch innerhalb des Regressionsmodells bestand - wie für klinische und psychometrische Variablen - ein eigenständiger, statistisch bedeutsamer Zusammenhang zwischen einer Abwesenheit des Vaters (> sechs Monate in den ersten sechs Lebensjahren) und der psychogenen Beeinträchtigung im späteren Leben. Dies ließ sich sogar für die 73 der 125 älteren Probanden des Geburtsjahrganges 1935, bei welchen der Vater in den ersten sechs Lebensjahren fehlte, nachweisen.“

Davon abgesehen muss ich an dieser Stelle wieder datafox zustimmen: Bei der gegenwärtigen gesellschaftlichen Einstellung gegenüber homosexuellen Paaren birgt eine solche Adoption ungeachtet der fehlenden Vorbildrolle soziales Konfliktpotential. Wenn man schon die Wahl zwischen verschiedenen neuen Familien für das Kind hat, sollte man doch diejenigen wählen, bei denen sich weniger Konfliktpotential vorhersagen lässt.

Übrigens noch ein Punkt zu dataf0x’ 3-Punkte-Argument oben:
Es stimmt nicht ganz, dass grundsätzlich mehr
Adoptiveltern als adoptionswillige Kinder vorhanden wären:
http://www.gesundefamilie.de/dpa/meine_familie/zin-2…

Dort steht auch:

„«Eltern, die ein behindertes Kind aufnehmen, müssen ein starkes Rückgrat haben», sagt Schnapka. Die psychische und oft auch finanzielle Belastung sei enorm.“

Ich kenne persönlich eine Familie, die bereits ein gesundes Pflegekind hat und sich extra für die Adoption eines schwerstbehinderten Kindes gemeldet hat. Alle Voraussetzungen sind da: gesundheitlich, finanziell, stabile Familienverhältnisse, gute Erfahrung mit der Erziehung des bereits vorhandenen Dauerpflegekindes, positives soziales Gutachten der Diakonie für den speziellen Fall eines schwerstbehinderten Adoptions- oder Pflegekindes. Die Familie ist sehr wohl mit einem bereits älteren Kind einverstanden. Dennoch gab es bis jetzt (und es ist schon einige Zeit vergangen) keinen Adoptions- oder Pflegevorschlag. Insofern sind für mich die Aussagen dieses Artikels fragwürdig.

Gruß,
Anja

…hat was abartiges, was du hier schreibst…

Ja, so empfand ich es auch. Doch wie sähe es aus der Sicht des
Kindes aus? Ich denke, es würde im Rückblick zustimmen.

wieso sollte ein deutsches nicht zustimmen?

Hi Elke,

es
sind Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei
ihren leiblichen Eltern leben können, aber diese leiblichen
Eltern treten ihr Elternrecht nicht ab.

würde der Begriff Besitzanspruch nicht besser passen? IMHO sind in D die eigenen Kinder eher Eigentum als zur Fürsorge anvertraute Personen :frowning:

Grüße,
J~

Hallo James,

würde der Begriff Besitzanspruch nicht besser passen? IMHO
sind in D die eigenen Kinder eher Eigentum als zur Fürsorge
anvertraute Personen :frowning:

Erstens ist das nicht nur in Deutschland so und zweitens, wie willst du das anders handhaben?

Gruß
Elke