nicht ganz. mit solchen politisch korrekten und religiös
einwandfreien sätzen nehmen wir kindern, die in heimen leben,
die chance auf ein besseres leben mit einer mutter oder einem
vater oder einem homosexuellen paar.
Wieviele Kinder leben in Deutschland in Heimen und können
adoptiert werden?
Keine (außer die, bei denen auf eine Adoption hingearbeitet
wird) und extrem-behinderte.
wie kommst du auf dieses dünne Brett ??? Auch Kinder die vom Jugendamt aus schlimmen Verhältnissen bei den Eltern geholt wurden, sowie Kinder deren Eltern sie nicht mehr haben wollen, leben dort … und diese Kinder können auch nicht adoptiert werden, sondern nur an Pflegeeltern weitervermittelt werden - trotzdem sind sie aber auch nicht „extrem-behindert“ …
Hallo,
da musst du wohl noch mal genauer hinsehen.
Die Aussage lautete
Wieviele Kinder leben in Deutschland in Heimen und können
adoptiert werden?
Keine
Die von dir dagegen angeführten Kinder können nicht adoptiert werden (wie du ja selbst sagst)
Damit bleiben von denen die adoptierbar sind nur die die in dem Prozess zur Adoption stehen, oder die Schwerstbehinderten.
Die Aussage ist also vollkommen korrekt.
Erstens ist das nicht nur in Deutschland so und zweitens, wie
willst du das anders handhaben?
Kinder könnten nur sich selbst gehören können und Eltern könnten lediglich Pflichten, aber keine Rechte gegenüber dem Kind haben können. Bei Handlungen der Eltern die nicht dem Kindeswohl dienen könnte so von außen stärker, ggf. auch strafrechtlich eingegriffen werden können. Kinder zu bekommen ist eine große Verantwortung der viele Menschen nicht gewachsen sind. Ist es nicht so, dass Sanktionen gegen die Eltern heute so gut wie unmöglich sind? Selbst bei lebensbedrohlichen Zuständen greifen Schutzmaßnahmen doch nur selten. Aber fahre mal 18Jahre lang auch nur ein bischen zu schnell mit dem Auto. HIER greifen staatliche Schutzmaßnahmen sofort…
Hallo,
das heisst, du kennst eine Person, die als Adoptivkind von einem
heterosexuellen Paar großgezogen worden ist, richtig? Und weiter? Was
hat das mit dem Thema zu tun??
du vermischst hier was: das Jugendamt kann eingreifen und tut dies auch. Das es immer wieder Fälle gibt, wo sie nicht, zu spät oder falsch reagiert haben, ist klar - auch klar muss sein, dass diese Fälle eben die große Publicity kriegen.
Das hat aber erstmal nichts damit zu tun, dass man Eltern nicht dazu zwingen kann, ihr Kind zur Adoption freizugegeben. Es gibt schreckliche Geschichten, wo genau das passiert ist (meist geht es da um eher junge Mütter; in der DDR war es wohl auch eine verbreitete Praxis - ich beziehe meine Informationen aus diversen Adoptionsforen, wo biologische Mütter und Adoptierte schreiben).
Natürlich gibt es Situationen, wo man sich wünschen würde, dass man biologischen Eltern die Kinder wegnehmen könnte. Aber zum einen denken die Kinder eventuell anders und zu anderen kann man wegen dieser wenigen Fälle nicht ein Gesetz so ändern, dass es viel mehr Menschen (Eltern und Kindern) schadet.
Es gibt Konstellationen, die VON SICH AUS Konflikte
bereithalten. Dazu gehören nicht nur Schwule, sondern
beispielsweise auch gemischtnationale Paare. SO EINES SIND
WIR!! Gäbe es die Wahl für ein Kind, das schon durch Adoption
und Verlassenwerden traumatisiert ist, sollte es woanders
aufwachsen als bei uns, nämlich in einer Familie, die diesen
Konflikt nicht auch noch ZUSÄTZLICH bereithält. Jeder Mensch
mit Herz würde so entscheiden. Nur ein Egoist besteht auf das
Kind!
irgendwie scheinst du das glas immer halb leer zu sehen. ein gemischt nationales paar ist doch das beste, was einem kind 2007 passieren kann. ich beneide jedes kind darum. aber wahrscheinlich bin ich da viel zu egoistisch.
Aber trotzdem, damit du eine ordentliche Antwort bekommst: Ja,
ich kenne eine adoptierte Person und auch eine homosexuelle
Person. Es ist in diesem Fall dieselbe Person.
Die Kinder in deutschen Heimen (und das gilt für die meisten
westlichen Länder) sind nicht zur Adoption freigegeben, es
sind Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei
ihren leiblichen Eltern leben können, aber diese leiblichen
Eltern treten ihr Elternrecht nicht ab.
und wieso keine pflegefamilien für diese kinder??? ein paar, welches adoptivbereit ist, würde doch mit freude ein pflegekind aufnehmen…
solange die Wahl besteht, ist IMMER
der otimale Weg zu suchen. Der Wunsch des Kindes, das als
Adoptivkind schon weiß Gott genug zu tragen hat, auf eine
möglichst konfliktfreie Familie hat immer Vorrang vor dem
Wunsch auf ein Kind.
dagegen sagt auch niemand was:smile:
Man würde ein Paar einem Alleinerzieher vorziehen, einen
Wohlsituierten einem Arbeitslosen, einen mit Wohneigentum
einem Obdachlosen, einen Gesunden einem Krebskranken usw. usf.
Warum sollte Hautfarbe, Religion und Geschlecht da in
irgendeiner Weise eine Ausnahme sein? Nur weil politische
Ideologie das diktiert? Was ist das für eine kinderfeindliche
Einstellung?
du vergleichst krebskranke mit schwarzen? ehm…irgendwie bist du anders…
M.E. wird auf dem Rücken der Adoption schlichtweg
Gesellschafts- bzw. Kulturpolitik betrieben,
einige hier machen es nicht anders. sie schützen das kind vor etwas, was sie selbst als schrecklich empfinden.
politik hin oder her,eigentlich soll ein heimkind einfach nur ein zuhause haben, wo der weihnachtsmann kommt und es ein wenig mehr im mittelpunkt steht als in einem heim. ob gepflegt oder adoptiert, dürfte doch da völlig unwichtig sein…genauso, ob der nachbar das kind akzeptiert.
und wieso keine pflegefamilien für diese kinder??? ein paar,
welches adoptivbereit ist, würde doch mit freude ein
pflegekind aufnehmen…
Nein, würden sie nicht.
Pfegefamilien sind nicht dicht gesät und es wird im Allgemeinen vermieden, Pflege und Adoption zu vermischen.
Adoptionswillige Eltern suchen nach einem „eigenen“ Kind. Pflegefamilien sind aber Teil eines Systems, das versucht, die Eltern wieder in die Lage zu bringen, sich selbst um ihre Kinder zu kümmern.
Das ist z.B. ein Grund, warum als Pflegeeltern Paare mit eigenen Kindern vorgezogen werden. Andere Gründe sind z.B. darin zu finden, dass Pflegekinder mit meist großen Problemen in eine Fremdfamilie kommen.
Und - nicht falsch verstehen - diese Überlegungen sind aus Sicht der Kinder gemacht, NICHT, weil man es den adoptionswilligen Eltern „leicht“ machen möchte, sondern weil man für die Kinder die best-möglichen Alternativen sucht. Für ein Kind, das nicht bei seinen biologischen Eltern leben kann, ist es u.U. besser, in einem Heim zu leben als von einer Pflegefamilie in die nächste geschoben zu werden, weil die Pflegeeltern der Lage nicht gewachsen sind. Hier spielen einfach so viele Faktoren mit, dass die „einfache“ Lösung - Pflegekinder an adoptionswillige Eltern zu vermitteln - oft keine Lösung ist.
Kennst du die Diskussionen, die sich um hautfarbe-übergreifende Adoptionen drehen?
In den USA, in England und Südafrika (wo es um inländische Adoptionen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen geht, und nicht um [meist] ausländische Adoptionen, wie z.B. in Deutschland) werden diese Diskussionen ziemlich heftig geführt. Es ist in den meisten Staaten in den USA inzwischen für weiße Amerikaner einfacher, Kinder aus dem Ausland zu adoptieren, als Kinder afroamerikanischer Herkunft. Ich sage sehr bewußt „inzwischen“, denn dies sind Diskussionen, die seit Jahren geführt werden und schon lange nicht mehr mit simplem Rassismus zu erklären sind (die stärksten Gegner der „adoption across the colour bar“ ist die Vereinigung schwarzer Sozialarbeiter in den USA).
Adoption ist ein komplexes Feld, das nicht einfacher wird durch die Tatsache, dass es soviele wohlmeinende Menschen damit zu tun haben, die eigentlich nur Gutes tun wollen.
Und - nicht falsch verstehen - diese Überlegungen sind aus
Sicht der Kinder gemacht, NICHT, weil man es den
adoptionswilligen Eltern „leicht“ machen möchte, sondern weil
man für die Kinder die best-möglichen Alternativen sucht. Für
ein Kind, das nicht bei seinen biologischen Eltern leben kann,
ist es u.U. besser, in einem Heim zu leben als von einer
Pflegefamilie in die nächste geschoben zu werden, weil die
Pflegeeltern der Lage nicht gewachsen sind. Hier spielen
einfach so viele Faktoren mit, dass die „einfache“ Lösung -
Pflegekinder an adoptionswillige Eltern zu vermitteln - oft
keine Lösung ist.
eigentlich denke ich im moment gar nicht so weit.
die diskussion begann damit, dass vater+mutter besser ist als vater+vater oder mutter+mutter.
nun kamen argumente, die bis ins geschmacklose gehn, weil die welt geschmacklos ist(verständlicherweise).
soweit will ich aber gar nicht gehn. es geht mir persönlich bei der diskussion gar nicht um fälle, bei denen misshandelte oder schwer erziehbare kinder. solche fälle sind komplizierter. ebenso kann ich nicht ein 10-jähriges kind vom heim zu einem homosexuellen paar oder an den koran glaubenden geben, ohne dass das kind zustimmt und ohne eine art probezeit, denn das weltbild eines 10-jährigen ist ja schon gebildet.
bei einem 2-jährigen sieht das aber ganz anders aus. bei einem säugling, der in die klappe gegeben wurde, weil seine mutter überfordert war…wieso sollte der in einem heim ohne eltern aufwachsen und seine kindheit lang einer unter vielen sein.
weiterhin würde ich persönlich ein homosexuelles paar, welches in der stadt arbeitet, einem paar vorziehen, bei dem der vater z.b. die ganze woche auf montage ist und die mutter die einzige ansprechpartnerin, die vielleicht nicht mal arbeitet.
das thema ist natürlich viel zu groß und es gibt natürlich kein patentrezept, aber es meiner meinung nach auch keine patentadoption und zu sagen, dass homosexualität ein konfliktherd ist, der das kind belastet, kann man nicht so pauschalisieren. dazu ist das thema zu vielfältig.
Adoption ist ein komplexes Feld, das nicht einfacher wird
durch die Tatsache, dass es soviele wohlmeinende Menschen
damit zu tun haben, die eigentlich nur Gutes tun wollen.
Aber trotzdem, damit du eine ordentliche Antwort bekommst: Ja, ich
kenne eine adoptierte Person und auch eine homosexuelle Person. Es
ist in diesem Fall dieselbe Person.
Ich beziehe mich dabei auf diesem Satz. Ich verstehe ihn nicht und
auch nicht den Zusammenhang, denn er sollte wohl erklären welche
konkreten Beobachtungen du in deinem Umfeld gemacht hast.
Ich kenne einen Mann, der als Kind adoptiert wurde. In der Pubertät
herauskam dass er schwul ist. Ich hatte deinen Satz in diese Richtung
interpretiert. Ich frage mich nur was das mit dem Thema zu tun hat.
Übrigends: das schwule Adoptivkind war kein „Problemkind“ - er hatte
viele Freunde und ist ein selbstbewusster und erfolgreicher junger
Mann geworden. Seine Adoptivmutter war Säuferin (natürlich erst nach
der Adopition, sonst hätten sie das Kind gar nicht bekommen) und der
Vater war die ganze Woche über in einer anderen Stadt arbeiten und am
Wochenende saß er rauchend und Biertrinkend vor dem Fernseher.
Dann kenne ich widerum zwei Frauen, die mit zwei Kindern (entstammen
der einen Frau aus der heterosexuellen Vergangenheit)zusammenleben.
Idyllisch und bilderbuchglücklich sage ich da nur - Aufmerksamkeit,
Zuwendung und Spaß bilden das Gerüst für den Alltag. Zwei
Fallbeispiele, die keine allgemeine Gültigkeit haben - aber zeigen,
dass man sich im Falle einer Adoption ganz genau die Menschen
anschauen sollten, wo das Kind hinkommt. Religion, Hautfarbe und
sexuelle Orientierung sollten keine Argumente gegen eine Adoption
sein, wenn alles andere stimmt.
bei einem 2-jährigen sieht das aber ganz anders aus. bei einem
säugling, der in die klappe gegeben wurde, weil seine mutter
überfordert war…wieso sollte der in einem heim ohne eltern
aufwachsen und seine kindheit lang einer unter vielen sein.
wieso sollte das Kind im Heim aufwachsen, wenn es mehr als genug Adoptionswillige in Deutschland gibt, von denen sich der Staat das geeignetste Paar aussuchen kann? Du wurdest schon darauf hingewiesen, dass es auch ohne homosexuelle Paare mehr Adoptionswillige als zu adoptierende (Klein)kinder gibt.
Davon abgesehen enthält deine Argumentation genau das, was du anderen vorwirfst: Du degradierst homosexuelle Paare doch selbst zu einer Notlösung für Kinder, die sonst im Heim aufwachsen würden.
weiterhin würde ich persönlich ein homosexuelles paar, welches
in der stadt arbeitet, einem paar vorziehen, bei dem der vater
z.b. die ganze woche auf montage ist und die mutter die
einzige ansprechpartnerin, die vielleicht nicht mal arbeitet.
Siehe oben: Der Staat hat auch im Moment schon eine große Auswahl an Adoptionsbewerbern.
das thema ist natürlich viel zu groß und es gibt natürlich
kein patentrezept, aber es meiner meinung nach auch keine
patentadoption und zu sagen, dass homosexualität ein
konfliktherd ist, der das kind belastet, kann man nicht so
pauschalisieren. dazu ist das thema zu vielfältig.
Ich verstehe noch immer nicht, warum du die Augen davor verschließt, dass Homosexuelle es in unserer Gesellschaft zwangsläufig schwerer haben als Heterosexuelle. Und genau das ist mit Konfliktpotential gemeint: Ihre (Adoptions)Kinder werden diese Last ebenso zwangsläufig mit übernehmen müssen, zusätzlich zu den normalen Konflikten, die es in jeder Familie geben kann und wird.
Seine Adoptivmutter war Säuferin (natürlich
erst nach
der Adopition, sonst hätten sie das Kind gar nicht bekommen)
und der
Vater war die ganze Woche über in einer anderen Stadt arbeiten
und am
Wochenende saß er rauchend und Biertrinkend vor dem Fernseher.
das hätte auch bei einem homosexuellen Paar passieren können. Zusätzlich hätte das Kind aber zwangsläufig das Konfliktpotential zu ertragen, das aus der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber Homosexuellen entsteht.
Dann kenne ich widerum zwei Frauen, die mit zwei Kindern
(entstammen
der einen Frau aus der heterosexuellen
Vergangenheit)zusammenleben.
Idyllisch und bilderbuchglücklich sage ich da nur -
Aufmerksamkeit,
Zuwendung und Spaß bilden das Gerüst für den Alltag.
Das ist auch bei vielen heterosexuellen (Adoptions-)Familien der Fall. Nur ohne das zusätzliche , gesellschaftsbedingte Konfliktpotential, das Homosexualität heutzutage mit sich bringt.
Zwei
Fallbeispiele, die keine allgemeine Gültigkeit haben - aber
zeigen,
dass man sich im Falle einer Adoption ganz genau die Menschen
anschauen sollten, wo das Kind hinkommt. Religion, Hautfarbe
und
sexuelle Orientierung sollten keine Argumente gegen eine
Adoption
sein, wenn alles andere stimmt.
Wenn „alles andere stimmt“ und dennoch die Auswahl zwischen einem Paar, das per se Konfliktpotential in sich birgt (sei es durch Homosexualität, Religion oder Hautfarbe), und einem „normalen“ Paar gibt, sollte man sich zum Wohl des Kindes aber für das Paar ohne Konfliktpotential entscheiden. Zurzeit gibt es in Deutschland diese Auswahl.
Ich verstehe noch immer nicht, warum du die Augen davor
verschließt, dass Homosexuelle es in unserer Gesellschaft
zwangsläufig schwerer haben als Heterosexuelle. Und genau das
ist mit Konfliktpotential gemeint: Ihre (Adoptions)Kinder
werden diese Last ebenso zwangsläufig mit übernehmen müssen, zusätzlich zu den normalen Konflikten, die es in jeder
Familie geben kann und wird.
inwiefern haben sie es schwerer?
und welche konflikte kommen denn außer dem konflikt homosexualität noch?
Ich verstehe noch immer nicht, warum du die Augen davor
verschließt, dass Homosexuelle es in unserer Gesellschaft
zwangsläufig schwerer haben als Heterosexuelle. Und genau das
ist mit Konfliktpotential gemeint: Ihre (Adoptions)Kinder
werden diese Last ebenso zwangsläufig mit übernehmen müssen, zusätzlich zu den normalen Konflikten, die es in jeder
Familie geben kann und wird.
inwiefern haben sie es schwerer?
Weil die gesellschaftliche Akzeptanz bei weitem nicht überall da ist. Und gerade Kinder können bei sowas grausam sein.
und welche konflikte kommen denn außer dem konflikt
homosexualität noch?
Speziell bei homosexuellen Paaren? Das fehlende Geschlechter-Vorbild, aber die Diskussion hatten wir schon durch.
Bei allen Familien? Na gut, vielleicht war die Wortwahl falsch. Ich wollte damit sagen, dass es die perfekte Bilderbuchfamilie nicht gibt. Man kann nur immer versuchen, sie in größtmöglicher Annäherung zu finden.