Ich suche eine asiatische Sportart, die nicht reine Kampftechniken vermittelt, sondern mehr eine Bewegungslehre für Körper UND Geist. Ist Wu Shu dazu geeignet? Auf keinen Fall soll der Wettkampf im Vordergrund stehen. Wer hat Erfahrungen mit Wu Shu gemacht und erklärt mir die Voraussetzungen, die man dafür mitbringen muß?
Vielen Dank im voraus!
Allie
Hallo Allie,
die Vermittlung von Bewegung und Harmonie ist bei allen sogenannten „Kampfsportarten“ weg und ziel. Richtig kämpfen mußt du nicht unbedingt. Es gibt
Aikido (runde Bewegungen)
Jiu Jitsu (umwandeln der Energie des Angreifers)
Karate (gibt auch Schulen ohne Kontakt)
u.v.a.m.
Probier doch einfach aus, was dir Spaß macht. Gute Schulen lassen dich einen Monat trainieren, ohne daß du einen Vertrag abschließen mußt. So kannst du sehen, ob dir das Training und die Leute gefallen, das alles in deinen zeitlichen Tagesablauf paßt.
Gruß Quirli
Hallo!
Soweit ich weiss, ist Wu Shu eine akrobatische Variante eines Kung-Fu Stils. Ich selber betreibe seit einem halben Jahr Vo-Dao-Viet-Nam, einem traditionellen Kung-Fu Stil aus Vietnam. Bei uns wird auf diese Körper-Geist Verknüpfung ziemlich viel Wert gelegt, d.h. es wird neben den Bewegungsformen und Partnertechniken auch Meditation und taoistische Philosophie vermittelt. Unsere Homepage ist http://www.vdvn.de (wird gerade erneuert).
Ciao, Sebastian
http://come.to/bielski
Vo-vinam-viet-vodau (schlag mich, ich weiß nicht, obs richtig geschrieben ist) aber ich hab mal ein Seminar mitgemacht, das so hieß, oder ist das ne andere Stilrichtung. Da ich mir das in Vietnam vor Ort angesehen habe (da hieß es genauso) bin ich auf die Antwort gespannt.
Gruß Quirli
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Hallo Allie,
ich würde Dir dafür Aikido oder noch besser die Takeda-Ryu empfehlen. Letztere ist die traditionelle Samurai-KampKUNST, die verschiedene Richtungen beinhaltet, als da wären Stockkampf, Aikido (Achtung, hat wenig mit dem bekannten Aikido zu tun), Schwertkampf und einiges mehr. Schwerpunkt dieser Sportart ist allein die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten wie Konzentration, Ruhe, Gelassenheit usw.
Wenn Du also die geistigen Anteile in den Vordergrund bei der Ausübung einer Kampfkunst stellen willst, ist das die einzige Stilrichtung, die ich Dir wirklich empfehlen kann (zumindest in Deutschland).
Hat leider einen kleinen Haken: meines Wissens gibt es bisher nur drei Schulen in Deutschland. Die nächsten Anlaufstationen sind in der Schweiz.
Gruß Uli
Hallo Allie,
ich weis zwar nicht was Wu Shu ist, aber ich kann Dir Aikido empfehlen. Sehr harmonisch und sehr gut für Frauen geeignet, da der Nage (Verteidiger) die Angriffsenergie des Uke (Angriefer) ausnutzt und wieder auf ihn zurückführt bzw. gegen ihn verwendet, was bedeutet das Krafteinsatz nicht notwendig ist (was mir als Mann ziemlich schwerfällt). Ansonsten glaube ich das Tai Chi noch etwas wäre das Dir zusagt.
Gruß cebe
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Hallo Quirli,
da Du mir mal wieder in einem Forum ins Auge stichst und ich von Deinen Beiträge angetan bin, muss ich die Gelegenheit nutzen und Dir „antworten“.
Jiu Jitsu hat nicht viel mit „Energie auf den Angreifer zurückleiten“ zu tun (hab’s selber 8 Jahre gemacht). Das was Du meinst ist Aikido (machs seit 2 Jahren), das mit den runden Bewegungen, wobei man auch hier zwischen den einzelnen Stilen unterscheiden muss.
Aber ich persönlich bevorzuge den "klassischen harmonischen " Aikido-Stil des DAB (Deutsche Aikido Bund ), da ich selber von der bei uns in Europa eingesetzten Härte im JJ die Schnautze voll hatte und für mich im hau-drauf-und-weg-Stil keinen Sinn sah.
Aber in einem muss ich Dir Recht geben: Mach das was Dir Spass macht.
Ich hoffe für alle die den Weg suchen, diesen auch zu finden, egal in welcher Budo-Art auch immer.
Gruß cebe
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Ich würde dir Tai Chi Chuan empfehlen, hier steht der Geist und nicht der Kampf im Vordergrund.
Beim Tai Chi handelt es sich um eine "sanfte " Form des Kung Fu bei der die Bewegungen langsam und fließend ineinander übergehen, und im Gegensatz zum indischen Yoga gibt es nur natürliche Bewegungen.
Allerdings ist es durchaus auch möglich sich mit Tai Chi zu verteidigen.
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Jiu Jitsu hat nicht viel mit „Energie auf
den Angreifer zurückleiten“ zu tun (hab’s
selber 8 Jahre gemacht). da ich
selber von der bei uns in Europa
eingesetzten Härte im JJ die Schnautze
voll hatte und für mich im
hau-drauf-und-weg-Stil keinen Sinn sah.Aber in einem muss ich Dir Recht geben:
Mach das was Dir Spass macht.
Ich hoffe für alle die den Weg suchen,
diesen auch zu finden, egal in welcher
Budo-Art auch immer.Gruß cebe
Jiu Jitsu hat viel mit der die Energie auf den Gegnger zurückzuführen zutun. Es hängt nur vom Trainer ab, wie man es umsetzt.
EnJoy
Auch in Vietnam gibt’s verschiedene Kampfstile. Der, den ich betreibe, heißt ganz bestimmt Vo-Dao-Viet-Nam. Unsere Schule wurde 1923 von Hoang Ti En in Saigon gegründet und wird heute von Meister Hoang Tri Dzung geleitet. Kannst Du wie schon gesagt auch auf unserer Homepage nachlesen.
http://www.vdvn.de
Ciao, Sebastian
http://come.to/bielski
Hallo cebe!
Schönen Dank für die Blumen! *verneig*
Also scheinbar kommt es doch sehr auf das Dojo an. Denn ich würde niemals einen „Hau-drauf-und-weg-Stil“ trainieren (immerhin nun auch schon seit 5 Jahren). Ich habe mal ein bißchen in Aikido reingeschnuppert und muß sagen, das würde mir auch Spaß machen - aber man kann halt nicht alles machen.
Wünsche schöne Ostern gehabt zu haben!
Gruß Quirli
Hallo Quirli,
da Du mir mal wieder in einem Forum ins
Auge stichst und ich von Deinen Beiträge
angetan bin, muss ich die Gelegenheit
nutzen und Dir „antworten“.Jiu Jitsu hat nicht viel mit „Energie auf
den Angreifer zurückleiten“ zu tun (hab’s
selber 8 Jahre gemacht). Das was Du
meinst ist Aikido (machs seit 2 Jahren),
das mit den runden Bewegungen, wobei man
auch hier zwischen den einzelnen Stilen
unterscheiden muss.
Aber ich persönlich bevorzuge den
"klassischen harmonischen " Aikido-Stil
des DAB (Deutsche Aikido Bund ), da ich
selber von der bei uns in Europa
eingesetzten Härte im JJ die Schnautze
voll hatte und für mich im
hau-drauf-und-weg-Stil keinen Sinn sah.Aber in einem muss ich Dir Recht geben:
Mach das was Dir Spass macht.
Ich hoffe für alle die den Weg suchen,
diesen auch zu finden, egal in welcher
Budo-Art auch immer.Gruß cebe
Hallo Eure quirlige Quirligkeit,
hab Dank für Deine nachösterlichen Gute-Ostern-Wünsche. Im nachhinein betrachtet war es ganz gut(soweit ich mich noch erinnern kann, ist ja auch schon 3
Tage her)
*erlaubedieverneigungzubeenden* :o)
Am Dojo liegt es meiner Ansicht nach nicht, sowie ich es sehe, muss es dann an der Organisation liegen, denn bei allen Dojos im Umkreis (die ich kenne )und auf allen Lehrgängen an denen ich teilgenommen habe war leider nix vom harmonischen „Friede-Froide-Eierkuchen-Stil“ (der mir beim Aikido imponiert) zu bemerken.
Welcher Vereinigung gehört Dein Dojo an ?
Habe die Ehre
cebe
Hallo cebe!
Schönen Dank für die Blumen! *verneig*
Also scheinbar kommt es doch sehr auf das
Dojo an. Denn ich würde niemals einen
„Hau-drauf-und-weg-Stil“ trainieren
(immerhin nun auch schon seit 5 Jahren).
Ich habe mal ein bißchen in Aikido
reingeschnuppert und muß sagen, das würde
mir auch Spaß machen - aber man kann halt
nicht alles machen.
Wünsche schöne Ostern gehabt zu haben!
Gruß Quirli
*knicksmach* für die Verneigung
re-hallo wertestes cebe,
„mein“ Dojo gehört der Jiu Jitsu Union an und wir verzichten darauf, Menschen die am Boden liegen noch mit einem finalen Schlag oder Tritt fertig zu machen, legen auf Partnerschonung beim Werfen und überhaupt sehr viel Wert und werden deswegen von anderen (bei Seminaren u.ä.) immer ein wenig belächelt - bis sie dann mal mit uns trainieren …
hier ein link zu meinem Dojo
http://home.t-online.de/home/ronin.duesseldorf/
und hier einer zur JJU
http://www.jiu-jitsu-union.de/
im Gegensatz zu dem, was andere Dojos bei Prüfungen zeigen, nehmen wir dem Gegner am Schluß der Technik die Waffen ab (lassen sie also nicht quer über die Matte oder gar in die Zuschauer fliegen) usw. usw.
Aber was nutzt der beste Schüler wenn die Lehrer einen eigenen Stil vertreten …
Und nun schließe ich diesmal mit den besten Wünschen für ein schönes WE *winks*
die Quirligkeit
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ganz schön verwirrend
Wu-Shu stammt aus China. das, was im kino so unter Kung-Fu läuft ist nix anderes als Wu-Shu.
In China sagen alle Wu-Shu, nur die verwestlichte Bezeichnung für genau dasselbe ist eben Kung-Fu.
Also, wenn da einer meint, dass Wu-Shu eine Art Kung-Fu wäre, dann kennt er sich im eigen Sport nicht aus.
Geist gibts überall, wo das Weg-Prinzip betont wird. Z.B: Kendo (Weg des Schwertes), Kyudo (Weg des Bogens), Aikido (Weg der Harmnonie).
Natürlich musst Du kein Takeda-Ryu machen, was da weiter unten einer empfiehlt *lach* ausser, Du willst als Samurai enden
)
Abgesehen davon ists wie auf der uni:
mal in verschiedene Vorlesungen reinschnuppern und dort bleiben, wo es Dir gefällt. es gibt kein „das ist besser als“, weil es immer vom individuum abhängt was passt.
allerdings objektiv: Tai-Chi ist als Entspannung ganz nett, zur Verteidigung wertlos. Aikido ist sehr ästhetisch und eine sehr gute möglichkeit, einen inneren Weg zu gehen, aber keine Verteidigungskunst!
der weg den du wählen kannst hängt von vielen faktoren ab: die zeit, die du investieren willst, dein körpergewicht usw.
beginn ruhig mal mit wu-shu, aber erkundig dich unbedingt in welchem verband deine schule ist!!! da gibts genug pfuscher in jeder kampfsportart!