Würden die Organisatoren des Darwin-Awards diesen erhalten

… wenn z. B. die Ehepartner, Eltern oder Kinder eines der Preisträger ihre Trauer um den Tod eines geliebten Menschen und die posthume Schmähung durch einen Mord an den Verleihern des Darwin-Awards verarbeiten?

Die Darwin-Award Organisatoren würden im Prinzip ihre eigenen Kriterien für die Nominierung erfüllen denn sie würden durch ihre eigene Dummheit getötet werden.
Siehe: https://darwinawards.com/rules/

Was denkt ihr?

Gruß
Desperado

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Hallo,
Es herrscht Glaubensfreiheit, Du darfst also auch glauben, dass ich mir das alles nur ausgedacht habe - was bedeuten würde, dass ich sehr unkreativ wäre.
Dein Satz in einem anderen Thread - nein , einen Mangel an Kreativität kann man Dir mit Sicherheit nicht vorwerfen.
Gruss
Czauderna

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Nein.

Sie würden durch die Hand eines anderen sterben. Die Regeln, die Du selbst verlinkt hast sagen dazu:

Nominees significantly improve the gene pool by eliminating themselves from the human race in an obviously stupid way.
[…]
Killing others: The death of innocent bystanders absolutely rules out a Darwin Award. We don’t applaud those who take others out of the gene pool, even if they share some DNA in common. Injuring bystanders is also frowned upon.

Der Verstorbene muss sich also selbständig aus dem Genpool herausgenommen haben. Eine Tötung durch andere zählt nicht dazu.

Einen Menschen, der durch idiotisches Verhalten seinen eigenen, vorzeitigen Tod herbei geführt hat, einen Idioten zu nennen, ist aus meiner Sicht kein Grund für die Tötung des Menschen, der so denkt und es äußert.

Diese Meinung zeigt sich auch darin, dass ich den Spruch „über Tote nie etwas schlechtes“ noch nie akzeptiert habe. Ich habe noch nicht mal verstanden, was Menschen gegen Kritik immun machen sollte, nur weil sie verstorben sind.

Grüße
Pierre

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Was wäre denn z. B. mit der Person die auf einem Flug erschossen wurde weil sie zum Spaß rief, dass sie eine Bombe habe?

Wenn die Organisatoren sich über den tragischen Tod von Menschen lustig machen dürfte ihnen doch bewußt sein, dass einige Angehörige dies weniger lustig finden dürften.

Das sehe ich auch so, Hitler wird kein guter Mensch nur weil er tot ist.

Moin,

Und die, die diesen Spruch betont benutzen, dann doch mehr oder weniger deutlich „Aber der, der …“. (Okay, anekdotisch…)

Ein Toter kann sich zwar nicht mehr wehren, was aber an einer unterschiedlichen Beurteilung durch andere Menschen an vergangenen Entscheidungen nichts ändert. Denn aus Fehlern, auch denen eines verstorbenen Menschen lernt man evtl. noch etwas.

Das würde für mich durchaus als ehrungswürdige Dämlichkeit durchgehen.

-Luno, der das auch nicht akzeptiert

Astounding misapplication of judgment.

Es dürfte doch klar sein, wo der Unterschied liegt:

  • es ist allgemein üblich, dass der Staat durch seine Organe recht hart, schnell und deutlich durchgreift, wenn jemand mit dem Satz „ich habe eine Bombe“ die Tötung anderer Menschen ankündigt
  • es ist durchaus unüblich, dass man einen Menschen vom Leben in den Tod befördert, nur weil dieser das idiotische Verhalten eines anderen offenbar gemacht hat

Entsprechend gehe ich davon aus, dass es der erstgenannte Fall evtl. auf die Liste der Gewinner schaffen könnte, sofern sein Handeln einen „kuriosen“ Zusammenhang besitzt.

Nun ja. Ich kenne Menschen, die sich über den obskuren Abgang ihrer Verwandten selber lustig machen.

Und ganz zu Not: es gibt ja auch noch den Rechtsweg. Mit einer Unterlassungsklage kann man den Veröffentlichern des Darwin Award untersagen, diese Fakten zu veröffentlichen.

Es ist naheliegend, dass die meisten „Gewinner“ des Awards geistig behindert sind oder aus einer niedrigen sozialen Klasse stammen. Dass die Angehörigen die Ressourcen für Rechtsmittel haben ist unwahrscheinlich.

Ist es das? Bei den Gründen für Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge und dergleichen dürften Beleidigungen bzw. Kränkungen einer der ersten Plätze einnehmen.

Wie Du zu dem Schluss kommst ist mir unerklärlich.

1993: Ein Rechtsanwalt warf sich gegen ein Fenster im 24. Stock eines Hochhauses, um die Stabilität der Fensterscheiben zu demonstrieren. Der Fensterrahmen gab jedoch nach, der Anwalt stürzte aus dem Gebäude und war beim Aufschlag sofort tot.

2012: Um ihr Feriendomizil vor Einbrechern zu sichern, hatten die deutsche Rentnerin Emmy und ihr türkischer Mann Musa, ein Maschinenbauingenieur in Rente, sich eine eigene Selbstschussanlage gebaut. Bei Betreten löste die Fußmatte vor der Haustür einen elektrischen Impuls aus und ein oberhalb der Tür installiertes Gewehr schoss direkt auf die Haustür. In der Ferienanlage war man durchaus geteilter Meinung, ob Einbrecher per se den Tod verdient hätten oder ob so eine Anlage nicht übertrieben sei. Als Installateur sollte man logischerweise darauf achten, den Todesapparat rechtzeitig abzuschalten. Als der Gärtner die Leichen des Paares entdeckte, wurde schnell klar, dass sie sofort tot gewesen waren. Der Hausherr war von fünf Kugeln getroffen worden, seine Frau von drei Geschossen.

Hier haben wir also mindestens einen Anwalt und einen Ingenieur. Das dürften Vertreter „höherer sozialer Klassen“ sein. Und auch von einer geistigen Behinderung ist nicht zwingend auszugehen.

(Wobei das ja ohnehin ein Ausschlusskriterium wäre:

Maturity
Capable of sound judgment.

Ach übrigens:

1990: Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Waffenladen sollte man bedenken, auf wen man dort trifft. Wer dann auch noch wild um sich schießt, läuft Gefahr, gleich von mehreren Seiten beschossen zu werden, zumal auch noch ein uniformierter Polizist an der Theke einen Kaffee trank. Der verstorbene Räuber wurde drei Jahre nach dem Zwischenfall, bei dem sonst niemand verletzt wurde, als erste Person mit dem Darwin Award ausgezeichnet.

Quellen für die Auszeichnungen: Wiki

Ist das so? Nur aus Neugier: hat das schon mal jemand statistisch erfasst?

Streit, Beziehungsabbruch, Rache… werden als die Hauptmotive für Tötungsdelikte genannt.
https://www.aic.gov.au/publications/cfi/cfi110

Man kann davon ausgehen, dass Beleidigungen bzw. Kränkungen vielen dieser Gründe zugrunde lagen.

Nicht jeder Mensch mit geistigen Einschränkungen hat auch einen Behindertenausweis, einige Taten lassen aber Rückschlüsse auf die intellektuellen Fähigkeiten der Personen zu. Natürlich gibt es Ausnahmen - aber das sind dann oft einfach Unfälle die nicht unbedingt vorhersehbar waren.

P. S.: Wäre interessant zu erfahren, was die Verleiher der Darwin-Awards vom Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten halten - immerhin sorgte dies auch dafür, dass Menschen mit Defiziten vom Genpool ausgeschlossen wurden.


Schon wieder ein neuer Highscore.
Ab drei in Folge gibt’s einen Combo-Bonus.

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Die expliziten Regeln mE nicht.
Kein Mensch bei gesundem Verstand müsste ernsthaft damit rechnen, für diesen Award getötet zu werden.

Damit sind 2 von 5 Kriterien weg.
Mit Pierres Argument 3 von 5.

Allerdings folgt die Preisvergabe erkennbar ohnehin nicht sehr stark diesen expliziten Regeln, sondern v.a. der impliziten Regel „über diesen schrägen Todesvorgang kann man besonders gut lachen und besonders laut ‚selba schult‘ brüllen“.

Und da wäre dann natürlich ein bei der Preisverleihung erschossener Darwin-Award-Preisverleiher auf jeden Fall ein absoluter top-Kandidat für den Darwin-Award.
In einem schlechten Hollywood-Horrorfilm würde es auf jeden Fall genau so kommen.

Das ist nicht „wer-postet-das-lustigste-video“.

Hast Du inhaltlich etwas beizutragen oder willst Du die Werkzeuge Deines Rhetorikbaukastens zur Schau stellen?

Dachte die Trumpära wäre vorbei, seine billige Rhetorik ist aber in den Köpfen geblieben.

Und in einer schlechten Hollywoodkomödie würde der Schütze durch den Rückstoß nach hinten fallen und an einer Kopfverletzung sterben, anschließend würden die beiden Toten im Jenseits um den Preis streiten…

Hallo,
aber du hast doch damit angefangen und du hast auch nichts wissen wollen, sondern wieder einmal Gedanken abgefragt - was willst du eigentlich jetzt genau ?.
Gruss
Czauderna

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Das ist auch nicht „wer bringt die dümmste Gleichsetzung.“

Was für einen „Inhaltlichen Beitrag“ erwartest du denn auf den Vergleich des Euthanasieprogramms der Nazis (= Massenmord an 100.000enden) mit den Darwin-Awards (= schwarzhumorige Würdigung absurder Arten, sich selbst umzubringen, ohne anderen zu schaden) ?

Meine Antwort war eigentlich noch sehr freundlich.

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Wo hab ich diese beiden Dinge verglichen?

Hallo,
na, wenn das kein Vergleich ist
Gruss
Czauderna

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Das ist außerhalb von wewewa nicht einmal ansatzweise ein Vergleich. :joy:

Hallo,
ja, was ist es dann, außerhalb von „wer weiß was“ ?
Jetzt ist Wissen gefragt - ich lerne gerne immer dazu
Czauderna

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