Hallo Sax,
also ich versteh das
Ich brauche zwar recht lange bis ich mal richtig aus der Haut fahre - aber dann ist’s auch vorbei mit der Diplomatie *fg*
Manchmal hilft’s mir wenn ich zumindest nochmal kurz inne halte (das geht ja bei lärmenden Nachbarn recht gut - bei eingedellten Autotüren und einem potentiell flüchtenden Verursacher weniger).
Wenn’s geht versuche ich das zumindest aufzuschrieben, mal kurz aufs stille Örtchen gehen, kaltes Wasser über die Unterarme. Atmen. Atmen. Atmen. Isses wichtig? Isses mir meine Zeit wert, dass ich mich darüber aufrege? Wirklich? Oder hat der andere vielleicht ein winizigkleines bisseleinchen recht?
Was ich in der letzten Zeit angefangen habe, ist in solchen Situationen vor mich hin zu murmeln „ich bin ganz ruhig, mein Atem geht gleichmässig, ich befinde mich in einem Heissluftballon über dem Meer, alles was mich belastet werfe ich in Päckchen über Bord“. Nein, das hilft mir nicht wirklich (soo schnell kann ich mich nicht entspannen) - aber es nimmt irgendwie die Spannung aus der Situation raus. Denn meistens muss sowohl ich als auch der Gegenüber schrecklich grinsen 
Und wenn der „Schaden“ schon passiert ist - also wenn das Kind schon plärrend aufgewacht ist, dann haste doch erstmal keinen Zeitdruck. Vielleicht hilft’s Dir, das mal zu überlegen? Also sowas wie: Okay schon passiert - kann den Drecksack von Vermieter auch morgen noch anpflaumen.
Und da würde ich mir auch keine Gedanken über „Lächerlichkeit“ oder „Kleinigkeit“ oder so machen - das ist Dir wichtig und basta. Und damit hat sich der andere das mal anzuhören und gemeinsam könnt Ihr vielleicht ne Lösungsstrategie finden. Wenn der das ne lächerliche Kleinigkeit findet, dann wird er Dir das schon mitteilen - und auch Du kannst ja dann in Ruhe begründen, warum das für Dich eben keine lächerliche Kleinigkeit ist. Weil nämlich das Kind aufgewacht ist oder das Auto funkelnagelneu oder was auch immer…
Und die Sachen, die ich nicht ändern kann (insbesondere - sagen wir mal - merkwürdige Verhaltensweisen anderer Autofahrer) die versuche ich eben wirklich hinzunehmen und mir immer wieder vorzuhalten, dass mir meine Lebenszeit jetzt echt zu schade ist, mich darüber aufzuregen. Das gelingt mir mit durchaus wechselndem Erfolg und höchst abhängig von der Tagesform 
*wink*
Petzi