Hallo,
ich habe den ganzen rechtlichen Kram mal rausgeschnitten, wie gesagt, da sind wir unsprinzipiell einig, dass es machbar ist. Es geht also darum, ob wir es auch machen wollen.
Ja, schon sehr hergeholt. Das Kruzifix Urteil hat ja auch
nicht
dazu geführt, daß die Forderung nach Vertreibung der
Katholiken laut wurde.
Ganz andere Situation!!! 
Das Kruzifix-Urteil wurde nur murrend und sehr widerwillig von einem Großteil der Bevölkerung und der Regierung Bayerns angenommen. Beim hypothetischen „Lehrverbot für Muslime“ wäre das genau andersrum.
Du wirst aber nicht leugnen können, daß die Zugehörigkeit zu
einer Religion, welcher Art auch immer, erheblich andere
Dimensionen für Familie und Gesellschaft hat, als die
Zugehörigkeit zu „Greenpeace“ oder „Rettet-die-Wale“.
Wirklich? Wenn ich Greenpeach-Aktivist bin, ist das doch auch eine Lebenseinstellung. Gerade als Atheist/Agnostiker sollte man doch nicht den Fehler machen das unsinnige Gelabere um Gott usw. so hoch zu bewerten. Damit unterstellst Du uns beiden ja praktisch, dass unsere Meinungen (da nicht religös motiviert) eine geringere „Dimension für Familie und Gesellschaft haben“.
nicht jeder Verein als Religion bezeichnen, dafür gibt es ja
auch gewisse Kriterien, und der Islam wird nunmal als eine Religion
in Deutschland akzeptiert.
Was IMO abgeschafft gehört. Also die Privilegien der Religion insgesamt. Dann hört auch endlich der alberne Kampf darum auf, dass die Gläubigen/Kirchen zu viele Rechte für sich einforden würden und wir könnten das Kopftuch der Lehrerin genauso behandeln wie eine Werder-Bremen-Kappe (über die sich meines Wissens nie jemand aufgeregt hat).
Natürlich hast du die Pflicht. Versuch dich mal von deinen
9 bzw. 10 Jahren Schul pflicht zu befreien.
Sagen wir man hat Recht und Pflicht, ist schon richtig. 
Sicher. Nur sehe ich eben das Wohl der Allgemeinheit durch ein
Kopftuch nicht gefährdet.
Gut, mit viel Fantasie wie du weiter oben bzgl.
Gleichschaltung
)
Wenn alle Mädchen das Frauenbild einer Muslimin vermittelt
bekommen, also züchtig gekleidet,
Soweit ist daran noch nichts auszusetzen, oder? Züchtigere Kleidung würden einigen Teenagern heutzutage IMO ganz gut tun (nur meine Meinung - zwingen oder verbieten würde ich da nichts, wie gesagt meinetwegen können die Nudisten ruhig überall rumrennen).
dem Mann gehorchen, Brüder bestimmen
den Aktionsradius der Schwestern etc., sehe ich das Wohl der
Gesellschaft durchaus berührt.
Weil Du da was dazuphantasierst. 
Ich bezweifle, dass Kinder soviel in einem Kopftuch sehen. Und selbst wenn, das Kopftuchgebot ist ja nicht Zeichen der Unterwerfung der Frau, sondern soll ja gerade den Mann schützen. 
Das es nicht in dem Maße stattfinden wird, und das nicht alle Muslime :so sind und denken ist mir auch klar.
Selbst wenn es in dem Maße stattfände, solange die Lehrerin dieses Weltbild nicht explizit im Unterricht vermittelt (das wäre dann ganz klar unvereinbar mit ihren Pflichten), sondern unser freiheitlich demokratisches Weltbild, welches auch die freiwillige Beschränkung der eigenen Grundrechte erlaubt, dann sehe ich da kein Problem.
Das Streikrecht ist kein Persönlichkeitsrecht.
Was verstehst du jetzt unter Persönlichkeitsrecht? Das
Streikrecht entstammt Art 9. [Versammlungsfreiheit] Abs. 3. Also ist :es ein Grundrecht.
Die Persönlichkeitsrechte sind:
Leben
Körperliche Integrität
Freiheit
Ehre
Geschlechtliche Selbstbestimmung
[Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Absolut_gesch%C3%BCtzte…]
Während die Religion IMO in die Bereiche „Freiheit“ und „Ehre“ fällt, kann ich das bei einem Streik, der ja auf materielle Zielsetzungen hat (bessere Bezahlung, weniger Arbeit etc.), nicht sehen. Ein Persönlichkeitsrecht auf „materiellen Zugewinn“ gibt es eben nicht.
Ich verstehe nicht die Trennung zwischen „Person des Lehrers“
und … ja was? Also Streikrecht einschränken ok, aber das Tragen
von bunten Mützen verbieten nein. Der Wunsch zu streiken
ist ja auch ein Wunsch der „Person“ Lehrer.
Der Wunsch des Lehrers zu streiken widerspricht aber nun mal direkt seinen Dienstverpflichtungen, die bei einem Beamten eben nun mal strenger sind, als beim Angestellten. DerWunsch ein Kopftuch zu tragen tangiert aber nur das Neutralitätsgebot, denn auch mit Kopftuch kann man den Unterricht religiös neutral gestalten. Wie gesagt ist mir sowieso gar nicht klar, wie ein religiös gefärbter Mathe-Unterricht aussehen soll („Es gibt kein Summenzeichen außer Sigma und das Plus ist sein Operator“?). 
Na zumindest diskutieren WIR ja schon mal.
Hoffen wir, daß sich ein sinnvoller Kompromiß finden läßt.
Sieht noch nicht ganz so aus.
„Ausgesetzt sein“, mein Gott [no pun intended], das ist doch
keine ansteckende Krankheit oder giftige Chemikalie.
Hmmm…ich habe gepflegtes Nullwissen bzgl. Latein. Außer den
hier vielleicht: „Situs vila te in, iss eta vern et“ *g*
Sieht auch nicht aus wie Latein, „ss“ am Ende gibt’s AFAIK nicht. 
Aber was hatte das mit meiner Aussage zu tun?
Dann rede doch mal Tacheles und sag mir welche Symbolwirkung
das Kopftuch hat. Meine Meinung dazu habe ich ja schon
geschrieben.
Zum Beispiel:
Warum darf diese Frau nicht „frei“ auftreten (also ohne
Kopftuch)?
Frauenbild das einem emanzipierten Frauenbild entgegensteht.
Warum dürfen Menschen nicht nackt herumlaufen? Menschenbild, dass einem emanzipierten Menschenbild entgegensteht?
Ich denke nicht. Nach abendländischer Tradition muss die Frau Ihren Busen verhüllen, Männer können mit freiem Oberkörper rumlaufen. Ist doch ähnlich, nur im Islam kommen eben die Haare zu den „erogenen“/„unzüchtigen“ Stellen hinzu.
Oder hättest Du gegen eine barbusige Nudistenlehrerin nichts einzuwenden? Sagen wir im Sportunterricht?
Religion die auf patriacharlichen Füßen steht. Männer dürfen
4 Frauen, Frauen aber nur einen Mann haben. Jungen könnten
„lernen“, daß Frauen zweitrangig sind, denn sie dürfen nur
verhüllt rumlaufen.
Nein, da schmeißt Du zwei Dinge durcheinander. Dass das Frauenbild des Islam (genau wie das der christlichen Kirche) IMO sowieso nicht mit der freiheitlichen und gleichberechtigten Grundordnung unseres Staates zu vereinbaren ist, dass sehe ich auch so. In der Tat würde ich beide Religionen aus diesen Gründen verbieten, zumindest die extremen Auslegungen davon.
Aber gerade das Kopftuch ist nicht Teil dieses minderwertigen Frauenbildes, sondern genau das Gegenteil.
Ich habe keine Lust einen Sohn zu erleben, der meint alle Frauen :sollten gefälligst so ein Kopftuch tragen.
Ich weiss nicht, wie Du auf diesen Schluss kommst. Wenn der hypothetische Sohn die Lehrerin mit der Brille ganz toll findet, dann würdest Du auch nicht denken, er würde auf die Idee kommen, alle Frauen müssten eine Brille tragen, oder?
Wenn die Lehrerin das Kopftuch nicht im Unterricht thematisiert (was sie - außer in den entsprechenden Fächern - ja nicht sollte), dann weiß ich nicht, wie man aus einem Kopftuch auf Unterdrückung schließen kann.
Daher bin ich generell für eine Vermeidung religiöser Symbole
und Handlungen. Bei mir wurde in der Grundschule noch jeden
Morgen ein Gebet gesprochen.
Wo war das denn? Wir sind doch fast gleichalt (und das hätte an meiner Schule DEN Skandal überhaupt gegeben)?
Was sollen solche Versuche,
Kindern einen Glauben einzutrichtern und sie dermaßen zu :manipulieren.
Dann frag auch gleich mal, warum es christlichen Religionsunterricht in der Schule gibt. Mein Tipp: Zieh nach Bremen. Ist zwar nicht schön, hat aber keinen Religionsunterricht.
Ist ziemlich lang geworden, aber ich hoffe dennoch interessant.
Grüße,
Anwar