Zahnpflege im 18. Jahrhundert

Hallo,
ich bin nicht ganz sicher, ob das hier das richtige Brett ist - man verweise mich gegebenenfalls an ein anderes.
Weiss jemand, wie und womit man sich am Ende des 18. Jahrhunderts (so um 1793) die Zaehne geputzt hat? Gab es schon Zahnbuersten, so wie wir sie heute kennen?
Schoenen Gruss und Danke schon mal -
Gnlwth

Also die Ägypter und Inkas haben schon vor 3000 Jahren faserige Stengel an dem einen Ende aufgekaut und dieses aufgebüschelte, faserige Ende zum Zähneputzen genommen. Interessanetrweise hat man heutzutage festgestellt dass diese Äste Fluoriden enthalten haben. Wie man sich im 18ten Jahrhundert die Zähne geputzt hat weiss ich nicht 100% aber die ersten Zahnbürsten hatten Schweineborsten als BÜrstenkopf.Gruss Christian

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Also die Ägypter und Inkas haben schon vor 3000 Jahren
faserige Stengel an dem einen Ende aufgekaut und dieses
aufgebüschelte, faserige Ende zum Zähneputzen genommen.
Interessanetrweise hat man heutzutage festgestellt dass diese
Äste Fluoriden enthalten haben. Wie man sich im 18ten
Jahrhundert die Zähne geputzt hat weiss ich nicht 100% aber
die ersten Zahnbürsten hatten Schweineborsten als
BÜrstenkopf.Gruss Christian

Hallo, also vereinzelzelt gab es schon Zahnbürsten, aber nur in den höheren Kreisen. Ansonsten nahm man den Finger mit einem Tuch umwickelt und natürlich Zahnstocher (Da gibt es aus der Zeit wunderschöne, nur nicht ganz so hygienische Mehrfachzahnstocher aus Elfenbein, wie ein Schweizer TAschenmesser ausklappbar, meist zusammen mit einem Ohrlöffel und einen Nagelrandreiniger)
Statt Zahnpasta konnte man in der Apotheke Zahnpulver kaufen, dass dann auf die Zahne gerieben wurde, mit ein paar Schmirgelstoffen und Pfefferminzgeschmack. Evtl. gibt es unter www.spinnrad.de (=Hobbythekkosmtik)ein vergleichbares Rezept, das etwas Zahnfreundlicher ist.
Jedenfalls war es damals schon so, je reicher desto schlechter die Zähne, da zuviel Zucker gegessen wurde. Bei den ärmeren lag es eher an der starken Abrasion durch Mühlensteinstaub im Mehl.
Mehr zur Geschichte der Zahnheilkunde in Buchform
Hoffmann-Axthelm: Gesch.d. Zahnheilk. Jahr?
Strübing:Gesch.d. Zahnheilkunde. 1989
(Ausleihen aus Bibliothek da nicht mehr lieferbar, aber empfehlenswert)
Schöne Grüße Suanne Mehs M.A.
Medizinhistorikerin

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