Wer redet von ‚grundsätzlich‘?
Hi!
Ach ja? Friseure auslagern? Postzusteller auslagern? Kellner
auslagern?
Von was redest Du eigentlich?
Du sprichst drei Branchen an, in denen es Tarife gibt.
Es wäre fatal, wenn man von staatlicher Seite in die Tarifautonomie eingreift - und das kann auch nicht gewollt sein von den Gewerkschaften.
WENN die Gewerkschaften solch niedrige Tarife abschließen, verstehe ich nicht, warum sich die Sprachrohre anschließend über den vereinbarten Preis aufregen!
Übrigens ist nicht zuletzt die Kenntnis über die Miese Bezahlung der Grund, warum ich Trinkgelder gebe - ohne hätten die von Dir ins Spiel gebrachten qualifizierten Kräfte vermutlich echte Probleme!
Dass niedrigqualifizierte Jobs,
in Deinen Worten also solche, die Menschen, die „von nichts
eine Ahnung haben“ machen,
Verdrehe mir nicht die Worte im Mund!
Ich spreche von Hilfsarbeiten, Du von niedrig bezahlten Handwerksjobs.
Hast Du konkrete und belastbare Beispiele für Deine
Behauptungen gegen Mindestlöhne? Aus England vielleicht oder
den USA?
Das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
Ich arbeite in einem internationalen Konzern, der Weltmarktführer in seiner Branche im Dienstleistungsbereich ist. Und ich sehe täglich, wie große, weltweit führende Unternehmen bei uns Dienstleistungen kündigen und sie dann nach Sofia oder Warschau (innerhalb unseres Konzerns) auslagern.
Man muss keine großen Studien bemühen, um 1 und 1 zusammen zu zählen.
Wenn ein Mensch für einen Vollzeitjob 1040€ (6 € bei
173,33Std.) im Monat verdienen kann, dann hat er das in meinen
Augen verdammt noch mal zu machen, statt auf der faulen Haut
zu liegen und dafür Geld zu kassieren!
Ah ja. Wider so ein besch… Vorurteil.
Wenn mir jemand sagt: „Warum soll ich dafür arbeiten? Da bekomme ich ja mehr Stütze!“, dann ist das kein Vorurteil, sondern eine einfache Reaktion auf eine getätigte Aussage.
Ich habe nicht alle über einen Kamm geschoren.
Ich auch. Und ich hab nach 20 Jahren Beschäftigung eine
Weiterbildung von der AA bekommen. Und ich habe jetzt einen
qualifizierten Job. Und ich zahle wieder Sozialbeiträge.
Ersthafte Frage:
Warum hast Du Dich in den 20 Jahren Deiner Tätigkeit nicht entsprechend auf eigene Kosten qualifiziert, statt Dich ins soziale Netz plumpsen zu lassen?
Und
ich weiß nicht, wie Du zu Deinem klischeehaften
Arbeitslosenbild kommst.
Nochmal: Ich pauschaliere nicht!
LG
Guido