Hallo,
es geht um meinen Vater (49); er ist Langzeitarbeitlos, bekommt keinerlei Bezüge (auch kein Hartz, da meine Mutter arbeitet); er ist gelernter Uhrmacher, war Berufskraftfahrer (Tagebau), hat eine Umschulung zum Fliessenleger (leider ohne Abschluss).
Jedenfalls reicht das bischen Altenplegergehalt hinten und vorne nicht für meine Eltern und das abzubezahlende Haus.
Ich schaue schon im w-w-w nach Jobs in unserer Gegend, auch 400 EUR Job, oder Hilfsarbeiten.
Das Auto braucht meine Mutter um zur Arbeit zu kommen.
(sie leben ca. 15 km von der nächsten Stadt entfernt)
Jetzt habe ich kürzlich einen Rattenschwanz Zeitarbeitsfirmen in Halle/S. rausgesucht.
Aber: „das sind alles Ausbeuter“, „zahlen das Gehalt nicht“, „wir haben das in einem Bericht gesehen, das ist unseriös“, so ähnlich kommen die Kommentare.
So ein Kokkolores! Wenn man nichts hat, muss man alles versuchen.
Habt ihr positive Ratschläge für mich parat? Ich komme gegen dieses Schwarzgemale nicht an…
randstand, z.B., ist bestimmt kein „Halsabschneider“.
Ich weiss doch auch nicht, wie meinen Vater noch helfen kann, er hat noch mind. 15 Jahre bis zur Rente, sowas macht mich fertig!
Danke schonmal für konstruktive (!) Ratschläge.
-Nicole
P.S. In unserer Firma habe ich ein DejaVu Erlebnis: Zeitarbeitsfirmen wollen dann und wann Bürokauffrauen hier vermitteln, aber die Geschäftleitung liess unmissverständlich verlauten, dass die Arbeitnehmer dort „ausgebeutet“ werden, und das werden „wir nicht fördern“.
Zur Zeit schmeissen wir 2 Laboranten das Büro, das „ginge auch so“. Wenn diese negative Einstellung typisch ostdeutsch ist, dann schäme ich mich jetzt schon…