Hallo Viktor,
Aus einer Geschwindigkeit kannst Du keine Beschleunigung
ableiten.
Was bitte ist denn die Beschleunigung anderes als die erste Ableitung der Geschwindigkeit nach der Zeit? Das ist doch gerade die Definition!
Die Bewegung mit bzw. gegen die Erdrotation bewirkt ebenfalls
eine
(permanente) Beschleunigungsänderung.
Die Erläuterung hierzu schuldest Du bereits loderunner, die les ich dann da nach.
Ein mechanisch schwingendes System verhält sich genauso was
man
mit elementarer Physik (ohne ART) errechnen kann.
Dazu hätt ich dann doch gerne den Ansatz.
Und selbst wenn es diese Begründung geben sollte, was ich noch
bezweifle, dann gäbe es ja sogar eine nicht-relativistische
Zeitdilatation, denn die Sekunde ist ja über solche
Atomschwingungen definiert.
Dazu besteht kein Handlungsbedarf. Die Zeit bleibt, die
Schwingungs-
frequenz ändert sich mit veränderter Beschleunigung.
Wie misst Du denn die Zeit, wenn Deine Atomschwingung nicht mehr konstant ist? Dann ist doch die SI-Einheit Sekunde mit einem Fehler behaftet, und in die Definition gehört noch so etwas wie „am Äquator auf Höhe des Meeresspiegels am Ostufer des atlantischen Ozeans bei Niedrigwasser“, um sie genau zu machen. Und das hätte das Normierungsinstitut übersehen?!
So ist es.Aber warum sollte man etwas voraussetzen was ja erst
bewiesen werden soll?
Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit wird nicht von der SRT bewiesen. Sie ist die Grundlage des Konstrukts.
Allerdings gibt es
ja auch noch die π-Mesonen, die in Ruhe eine weitaus
kürzere Lebensdauer besitzen als in Bewegung.
Oben hast Du behauptet, daß die Zeitdilatation eher der
Beschleunigung
zuzuordnen ist als der gleichf.Bewegung und jetzt doch reine
SRT?
Die Zeitdilatation ist ein Phänomen, was bereits bei gleichförmigen Bewegungen auftritt. Sie löst nur das Zwillingsparadoxon nicht auf, dafür benötigt man die Beschleunigung.
Die „Lebensdauerverlängerung“ der Mesonen erfolgt unter
Beschleunigung
(Abbremsung)
Wo werden denn hier die Mesonen abgebremst? Man weiß, wo sie entstehen und wie schnell sie sich bewegen, aber ich beobachte sie an einem Ort, an den sie in ihrer normalen Lebenszeit gar nicht gelangen können. Die Erklärung der SRT ist die Zeitdilatation (also nur aus der Geschwindigkeit), die mir sagt, dass mein Teilchen gar nicht länger lebt, sondern es nur für mich, der ich mich relativ zu ihm bewege, so aussieht.
Nebenbei bemerkt, die SRT lässt sich auch prima mathematisch beschreiben, indem ich sage, ich habe drei Raumdimensionen und eine Zeitdimension, dazu eine symmetrische indefinite Bilinearform >=-xx’-yy’-zz’+c²tt’. Ich beschreibe jede Bewegung nun als Weltlinie, d.h. als Kurve c:I->R⁴, wobei die Weltlinien von Photonen genau auf dem Kegel >=0 liegen.
Die Zeit, die für irgendeinen Beobachter vergeht, lässt sich nun berechnen zu
ΔT=ʃIsqrt(>:wink:ds, wobei v(s) die erste Ableitung von c(s) nach s ist.
Und nun kannst Du berechnen, dass tatsächlich der Raumfahrer nur dadurch, dass er irgendwo umkehrt und zurückkommt, objektiv langsamer gealtert ist.
Liebe Grüße,
Immo