Hallo!
[…]
Ich will mal offen lassen, ob die Hypothese der Wirklichkeit
entspricht,
Diese „Hypothese“ ist eine vielfach bestätigte Tatsache!
Die Formel enthält ein Paradoxon: Vergleicht man zwei mit
gleicher Geschwindigkeit bewegte Systeme miteinander, so
stellt man in jedem System wechselseitig die gleiche
Zeitdehnung fest.
Vermutlich willst Du sagen: „Wenn sich zwei Systeme relativ zu einander mit einer Geschwindigkeit v bewegen, so…“ Die ganzen Paradoxa, die da immer wieder angeblich aus der Relativitätstheorie abgeleitet werden, beruhen genau auf der schlampigen Verwendung von Begriffen, wie Du es hier tust.
Nicht nur das, auch in einem langsameren System findet man die
Zeitdehnung. man findet sie sogar immer bei dem System, das
gerade berechnet wird, weil der Cosinus immer kleiner als 1
ist.
Das soll bedeuten: „Ein Beobachter findet in jedem System, das sich für ihn mit einer Geschwindigkeit > 0 bewegt, die Zeitdilatation.“ Das ist kein Widerspruch.
Bei diesem Vergleich der bewegten Systeme wird das
Ergebnis bei jeder Berechnung kleiner. Offensichtlich ist
nicht jeder Vergleich zulässig.
Jeder Beobachter, der sich in einem Inertialsystem befindet, darf mit Fug und Recht behaupten, dass er sich „in Ruhe“ befindet. Von ihm aus tritt die Zeitdilatation in allen bewegten Bezugssystemen auf, und zwar umso deutlicher, je größer die Relativgeschwindigkeit eines bewegten Systems ist. Wo ist da ein Widerspruch?
Ähnliches findet man auch bei dem Einsteinschen
„Additionstheorem der Geschwindigkeiten“, das voraussetzt, daß
es keine höhere als die Lichtgeschwindigkeit gibt. Wenn man es
mit Überlichtgeschwindigkeit probiert, erhält man paradoxe
Ergebnisse.
… was nicht weiter verwundert, wenn es keine höheren Geschwindigkeiten gibt.
Wenn Du schon Paradoxa der Relativitätstheorie beschreiben möchtest, dann solltest Du schon ein bisschen tiefer gehen, und dann können wir über die Lorentz-Kontraktion und das Problem der Gleichzeitigkeit diskutieren, aber bisher ist da noch kein Widerspruch zu erkennen.
Michael