Zeitformen

Hallo,
also mein Sohn hat eine Arbeit (Arbeitsbogen Zeitformen aus dem Cornelsen Verlag) geschriben. Und nun hab ich das Gefühl das da etwas nicht ganz richtig korrigiert wurde.
Der Bogen handelt von der Nennform(Grundform), dem Präsens(Gegenwart) und dem Präteritum(Vergangenheit).

In der letzten Aufgabe sollen vier Sätze vervollständigt werden mit der Personalform(?) eines Verbs.

Die Sätze lauten wie folgt:

  • Jeden Abend _______ ich meiner Schwester eine Geschichte vor. (lesen)
  • Als ich krank war, _______ mir Mutter Hustentropfen. (geben)
  • Letzten Montag _________ Karsten einen Text ins Klassentagebuch. (schreiben)
  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix zum Training. (gehen)

Nun meine Frage wie ist die korrekte Vervollständigung und warum?

Schönen Gruß
Andrea

Die Sätze lauten wie folgt:

  • Jeden Abend _lese_ ich meiner Schwester eine Geschichte
    vor. (lesen)

(Präsens, weil gewohnheitsmäßig und andauernd)

  • Als ich krank war, _gab_ mir Mutter Hustentropfen. (geben)

(Vergangenheit, weil einmalig an vergangenem Zeitpunkt)

  • Letzten Montag _schrieb_ Karsten einen Text ins
    Klassentagebuch. (schreiben)

(wie vor)

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _geht_ Felix zum Training.
    (gehen)

(wie im ersten Beispiel)

Hallo, Andrea, ich hoffe, die Frage ist beantwortet?
Gruß
Eckard

Hallo, Andrea!

In der letzten Aufgabe sollen vier Sätze vervollständigt werden mit der Personalform(?) eines Verbs.

Personalform ist die Form des Verbs, die entsteht, wenn die Nennform (Infinitiv) mit den verschiedenen Personen (ich/du/er,sie,es/wir/ihr/sie) verbunden wird, also gebeugt oder konjugiert wird.

Dabei ist zu beachten, dass das Verb, je nachdem in welcher Zeit und bei welcher Person es steht unterschiedliche Endungen hat.

Die Sätze lauten wie folgt:

  • Jeden Abend _______ ich meiner Schwester eine Geschichte vor. (lesen)

Eckard hat die Zeit schon geklärt. Weil aber „ich“ das Subjekt, also die Person, der der das Verb steht, ist, heist es eben: … lese ich meiner …

  • Als ich krank war, _______ mir Mutter Hustentropfen. (geben)

Zeit siehe Eckard. Hier ist aber die Mutter das Subjekt, also: … war, gab …

  • Letzten Montag _________ Karsten einen Text ins Klassentagebuch. (schreiben)

Zeit => Eckar´d. Nun ist Karsten das Subjekt, also: … schrieb Karsten …

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix zum Training.
    (gehen)

Zeit => eh scho wiß! Felix ist Subjekt, also: … geht Felix …

Gruß Fritz

hallo ,

In der letzten Aufgabe sollen vier Sätze
vervollständigt
werden mit der Personalform(?) eines Verbs.

Die Sätze lauten wie folgt:

  • Jeden Abend _______ ich meiner Schwester
    eine Geschichte
    vor. (lesen)

hier geht „las“ oder „lese“ oder „les’“, weil es eine Gewohnheit sein kann oder früher eine war.

  • Als ich krank war, _______ mir Mutter Hustentropfen.
    (geben)

hier nur „gab“, weil „als“ als zeitliche Konjunktion immer die Vergangenheit verlangt.(„sobald“ Präsens,Futur - „als“ Vergangenheit)

  • Letzten Montag _________ Karsten einen Text ins
    Klassentagebuch. (schreiben)

hier geht beides. „schreibt“ jedoch nur, wenn man etwas erzählt. Ohne Kontext sollte man „schrieb“ schreiben.

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix
    zum Training.
    (gehen)

hier geht wieder beides wie im 1. Satz.

mfg:smile:
rene

p.s. eigentlich eine idiotische übung…

Hallo Fritz,

In der letzten Aufgabe sollen vier Sätze vervollständigt werden mit der Personalform(?) eines Verbs.

Personalform ist die Form des Verbs, die entsteht, wenn die
Nennform (Infinitiv) mit den verschiedenen Personen
(ich/du/er,sie,es/wir/ihr/sie) verbunden wird, also gebeugt
oder konjugiert wird.

Ah ja, das mit dem Infinitiv stand nicht auf dem Zettel nur Präsens und Präteritum :wink: und ich persönlich hab es nicht so mit den lateinischen Bezeichnungen in der Grammatik. Aber gut zu wissen…

Die Sätze lauten wie folgt:

  • Jeden Abend _______ ich meiner Schwester eine Geschichte vor. (lesen)

Eckard hat die Zeit schon geklärt. Weil aber „ich“ das
Subjekt, also die Person, der der das Verb steht, ist, heist
es eben: … lese ich meiner …

Nun dies war so korrigiert, geschrieben hatte mein Sohn aber „las ich“. Wobei ich dies nicht als falsch einstufen würde, so als Laie. Chatairliner meint dies ja auch. Also besteht da noch Klärungsbedarf für mich.„Jeden Abend“ als Zeitbezug wäre für mich entweder Vergangenheit und/oder mögliche Zukunft. Gegenwart würde ich vom Gefühl auf heute oder diese Woche beziehen. Deshalb halte ich „las“ auch vom Gefühl her für richtig. Sprich als mögliche richtige Antwort.

  • Als ich krank war, _______ mir Mutter Hustentropfen. (geben)

Zeit siehe Eckard. Hier ist aber die Mutter das Subjekt, also:
… war, gab …

  • Letzten Montag _________ Karsten einen Text ins Klassentagebuch. (schreiben)

Zeit => Eckar´d. Nun ist Karsten das Subjekt, also: …
schrieb Karsten …

Diese beiden Sätze sind vom zeitbezogenem Wortbau eindeutig und wurden vom Sohnemann auch korrekt ergänzt.

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix zum Training.
    (gehen)

Zeit => eh scho wiß! Felix ist Subjekt, also: … geht
Felix …

Tja und da haben wir es wieder. Wenn heute Freitag ist so liegen Dienstag und Donnerstag entweder in der Vergangenheit oder in er Zukunft. Nur als Beispiel gedacht… also wäre nach meinem Gefühl ging oder geht richtig. Mein Sohn schrieb ging und korriegiert wurde es als gehe !! was definitiv nicht korrekt sein kann. (Das ist bereits der fünfte oder sechste Flüchtigkeitsfehler den ich bei Korrekturen unserer Lehrerin gefunden hab, nur bei meinem Sohn.)
Nun, wie aber ist es denn nun wirklich, sind jeweils beide Formen möglich wenn kein begleitender Text dabei ist?

Im übrigen den Rest der Arbeit hat er alles richtig gehabt, nur muss ich ihm jetzt erklären warum dies nicht richtig ist. Obwohl ich mit der zwei schon höchst zufrieden bin nur er nicht.

Schöne Grüße
Andrea

Hallo, Andrea,
Du hast ja recht, deswegen schrieb ich bei den beiden Präsens-Beispielen auch den Zusatz „und andauernd“
Sollte die Handlung (die Gewohnheit vorzulesen wie die Übung zum Training zu gehen) jedoch mittlerweile abgeschlossen sein ist natürlich die Vergangenheitsform (in der jeweiligen Person) zu verwenden.

Jeden Abend _______ ich meiner Schwester eine Geschichte vor. (lesen)

Jeden Abend _lese_ ich meiner Schwester eine Geschichte vor (und tue das auch weiterhin).
Jeden Abend _las_ ich meiner Schwester eine Geschichte vor (mittlerweile nicht mehr)

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix zum Training. (gehen)

Jeden Dienstag und Donnerstag _geht_ Felix zum Training (und tut das auch nächste Woche).
Jeden Dienstag und Donnerstag _ging_ Felix zum Training (jetzt geht er aber montags und mittwochs).

Die Übungsaufgabe ist nicht eindeutig gestellt, es wäre dafür noch notwendig gewesen, anzugeben ob die Handlung andauert oder beendet ist. Das entscheidet dann darüber ob Gegenwart (Fortdauer) oder Vergangenheit (Beendigung) angewendet werden muss.

Rene muß ich in einem Punkt widersprechen: Bei dem Klassenbuch-Beispiel geht nur Vergangenheit, da die Handlung in der Vergangenheit („letzten Montag“) erfolgte.

Gruß
Eckard

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Hallo Eckard,

Jeden Abend _______ ich meiner Schwester eine Geschichte vor. (lesen)

Jeden Abend _lese_ ich meiner Schwester eine Geschichte vor
(und tue das auch weiterhin).
Jeden Abend _las_ ich meiner Schwester eine Geschichte vor
(mittlerweile nicht mehr)

  • Jeden Dienstag und Donnerstag _______ Felix zum Training. (gehen)

Jeden Dienstag und Donnerstag _geht_ Felix zum Training (und
tut das auch nächste Woche).
Jeden Dienstag und Donnerstag _ging_ Felix zum Training (jetzt
geht er aber montags und mittwochs).

Die Übungsaufgabe ist nicht eindeutig gestellt, es wäre dafür
noch notwendig gewesen, anzugeben ob die Handlung andauert
oder beendet ist. Das entscheidet dann darüber ob Gegenwart
(Fortdauer) oder Vergangenheit (Beendigung) angewendet werden
muss.

Hmm Die Aufgabenstellund auf dem Arbeitzettel lautete :
*Zitat
3 Vervollständige die Sätze mit der passenden Personalform.
Ende Zitat*

Somit wären also beide Formen richtig und mein Sohn hätte alles richtig und eine eins, ohje, und ich steh jetzt da und muss entscheiden ob ich das auch durchsetze…

Rene muß ich in einem Punkt widersprechen: Bei dem
Klassenbuch-Beispiel geht nur Vergangenheit, da die Handlung
in der Vergangenheit („letzten Montag“) erfolgte.

Das sehe ich genauso und war für mich nicht fraglich. Es drehte sich eigentlich nur um diese beiden Sätze. Da ich aber im Deutschen nie eine Leuchte war und viel nach dem Sprachgefühl entscheide wollte ich wissen ob ich richtig liege oder nicht und warum.

Danke jedenfalls, nun muss ich erst mal überlegen wie ich das diplomatisch hinbekomme.

Schöne Grüße
Andrea

Mut und Diplomatie
Guten Morgen, Andrea!

Somit wären also beide Formen richtig und mein Sohn hätte alles richtig und eine eins

Das sehe ich auch so!

ohje, und ich steh jetzt da und muss entscheiden ob ich das auch durchsetze…

Du hast doch jetzt genug und schlagendes Material, sodass dir der Fachlehrer gar nicht widersprechen kann, es sei denn …

Danke jedenfalls, nun muss ich erst mal überlegen wie ich das diplomatisch hinbekomme.

Meine Daumen sind für dich und deinen Sohn gedrückt! Nur Mut! Und Diplomatie!

Anfangen mit: Wenn ich das Recht sehe? Können Sie mir zustimmen?
usw.

Beste Grüße Fritz

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Hallo Eckard,

Rene muß ich in einem Punkt widersprechen: Bei dem
Klassenbuch-Beispiel geht nur Vergangenheit,
da die Handlung
in der Vergangenheit („letzten Montag“) erfolgte.

wenn man etwas erzählt, würde ich es nicht ausschließen.

Man ist in einem Gespräch und erzählt von der Vergangenheit, rekapituliert alles und sagt:

„Ich gehe also zu Frau Pfuntzmann und überreiche ihr die Blumen und plötzlich kommt der Herbert rein. Natürlich regt der sich völlig unnütz auf und ich bin total von den Socken“

Das Ganze kann auch letzten Montag stattgefunden haben. Du erzählst etwas aus der Vergangenheit, stellst aber die Situation so dar, dass sie dem Leser realer vorkommt.
Allerdings stimme ich dir zu, dass das sicher nicht das Ziel der Aufgabe war.

mfg:smile:
rene

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Allerdings stimme ich dir zu, dass das sicher nicht das Ziel
der Aufgabe war.

Tach René,

Wenn Du einsiehst, daß der von Dir konstruierte Sachverhalt nicht Ziel der Aufgabe war und insoweit also mit der ursprünglichen Frage überhaupt nichts zu tun hat, dann frage ich micht: Warum hast Du sowas dann geschrieben? frage ich mich dann doch da.

Habt Ihr hier irgendwo einen internen Wettbewerb am Laufen, etwa der Art „Wer kann in der kürzesten Zeit die größtmögliche Anzahl sinnfreier Artikel absondern?“

Gruß - Rolf

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Habt Ihr hier irgendwo einen internen Wettbewerb
am Laufen,
etwa der Art „Wer kann in der kürzesten Zeit
die größtmögliche
Anzahl sinnfreier Artikel absondern?“

Sei nicht so neugierig! Nominiert werden nur die, die den Thread unauffällig durch gekonnt konsequente Sinnfreiheit am Leben halten.
…Und das, lieber Rolf, schaffst du leider nicht.

Oh, Rene,

einmal mehr: Si tacuisses, …

Du vermengst Kartoffeln und Birnen.

In diesen Beispielsätzen ist keine´Spur vom historischen Präsens zu sehen!

Du eröffnest Nebenkampfplätze, um nicht sagen zu müssen: Sorry, ich habe Mist von mir gegeben!

Ist denn das so schwer?

Nochmals den Rat Nuhrs: Einfach mal Klappe halten!

Fritz

HALT EINFACH MAL DIE KLAPPE, wenn du nichts essentielles beizutragen hast!

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Du eröffnest Nebenkampfplätze,

da haben wir was gemeinsam…

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da haben wir was gemeinsam…

Nur in deinem verqueren Verständnis!

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Gesprächsergebnis, für jene die es interessiert…
Hallo Fritz und alle Interessierten,

Anfangen mit: Wenn ich das Recht sehe? Können Sie mir
zustimmen?
usw.

Ja die sind mir längst beim Umgang mit meinen Vorgesetzten in Fleisch und Blut übergegangen :wink:

Aber mal zum Ergebnis, der Arbeitsbogen stammt aus einem Sprachbuch und da gibt es dann auch ein Lösungsbuch zu. Jedenfalls hab ich das so verstanden und in eben diesem sind nur lese und geht als richtige Antwort verzeichnet. Wobei die Lehrerin durchaus weiß das auch las und ging korrekt sind nur eben nicht auf diesem Zettel. Und sie weiß das die Kinder dies noch gar nicht unterscheiden können, da sie diese Form des Präsens wo Tätigkeiten oder Geschehnisse andauern noch gar nicht besprochen hat. Trotzdem bleibt sie dabei das es falsch ist. Anscheinend hat es wohl fast die ganze Klasse falsch…

Ich erspare mir jetzt meine gedanklichen Unmutsäusserungen die ich natürlich nicht geäussert habe und hier nicht äussern werde.

Schöne Grüße
Andrea

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Hallo, miteinander!

Es ist einfach unglaublich, was gewisse Leute hier immer für einen Ton draufhaben.

Chatairliner hat in seinem Ausgangsposting geschrieben, dass ohne Kontext wegen des Adverbiales das Präteritum nötig sei. Ergänzend hat er auf die Möglichkeit des historischen Präsens hingewiesen; ebenso, dass dies hier wohl nicht erwartet sei. In seinem Verteidigungsposting hat er ein korrektes Beispiel für diese Präsensform gegeben. Nichts an seinen Äußerungen ist also falsch.

Woher rührt eigentlich das Recht zu einer solchen Rotzreaktion?

Gruß, Wolfgang Zimmermann

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Gesundheit

Es ist einfach unglaublich, was gewisse Leute hier immer für einen Ton draufhaben.

Und wie wunderbar, dass wir hier auch diese feinohrigen Blockwarte haben, die jeden Misston immere und sofort und jedesmal und zum tausendsten Mal auf ein Zehntelshertz genau hören!

Woher rührt eigentlich das Recht zu einer solchen Rotzreaktion?

Das muss an meiner Bronchitis und dem Schnupfen liegen!

Hatschi!

Guten Abend, Andrea!

Trotzdem bleibt sie dabei das es falsch ist. Anscheinend hat es wohl fast die ganze Klasse falsch…

Jaja, so sind sie, die Deutschlehrer! :wink:

Ich erspare mir jetzt meine gedanklichen Unmutsäusserungen die ich natürlich nicht geäussert habe und hier nicht äussern werde.

Tu tacuisses et philosopha mansisses!

Schöne Grüße
Fritz

Tu tacuisses et philosopha mansisses!

Lieber, lieber Fritz,

ich will Dir nicht an den Karren fahren und nicht ans Bein … und so weiter

Die Konjunktive Perfecti schreien nach einem „si“ !

Aus Deiner regen Tätigkeit allhier schließe ich mal, daß es Deinen Augen wieder besser geht.

Herzlichst - Rolf

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Nicht Konjunktiv war gemeint

Tu tacuisses et philosopha mansisses!

Tu tacuisti et philosopha mansisti!

hätte es heißen sollen!

Aus Deiner regen Tätigkeit allhier schließe ich mal, daß es
Deinen Augen wieder besser geht.

Dem ist richtig! Seit längerem schon.

Ebenso herzlich
Fritz