Ziele 'unabsichtlich' treffen?

Re-Hi!

diese dinge passieren doch jedem. beim dartspielen zum
beispiel (ich bin dabei überraschend gut, wenn auch anfänger),
ebenso das aufschlagen von wörterbüchern. ist mir einige male
passiert. beim ringewerfen auf einem jahrmarkt habe ich schon
mal mal zwei weinflaschen ergattert. und das einfach aus spaß
„ich kann das eh nicht - jetzt dürft ihr lachen“…

Das „typische“ Anfängerglück; man geht unbeschadet heran. Hans-Jürgen hat das mit dem „Negativ-Bild“ und der selbsterfüllenden Prophezeiung so gut ge-/be-schrieben.

…kann natürlich auch einfach zufall gewesen sein.

Dir zu-ge-fallen. :wink:

„testen“ kann man es ja nicht, denn ich ja nicht so tun,
als ob es mir jetzt egal wäre.

Egal-sein, nein. Aber eben dieses unbefangen an etwas herangehen, ohne negativen Bilder davon zu haben, das macht viel aus.

Und das wäre lustig: wenn man vorher die 2, 3 oder 10 alternativen Möglichkeiten im voraus wahrnehmen könnte, für die man sich in jenem Augenblick entscheiden bzw. die man erleben kann. *g*

Aber in der Tat: ich gehe, wenn auch selten, sehr gerne Bowling spielen. Es ist eine wunderbare Übung sich auf das Ziel auszurichten; und man sieht das Ergebnis „sofort“. (Was mich doch gerade auf eine Idee gebracht hat…)

LG DannyFox64

Versteh ich nicht, datafox, was hat das mit Deinem Nick zu
tun?
Mein Kommentar hatte doch mit Deinem Nick nichts zu tun.

Hey, Branden! Stehst Du im Wald?
Und ich zitiere: >>> ‚unabsichtlich‘ treffen

Hi Gandalf,

Er erwähnt dabei auch ein
Werk von Kleist: Der Marionettenspieler. Dort werden ähnliche
Dinge behandelt.

Du meinst Heinrich von Kleists „Über das Marionettentheater“ http://gutenberg.spiegel.de/kleist/marionet/mario001…

„Und der Vorteil, den diese Puppe vor lebendigen Tänzern voraus haben würde? Der Vorteil? Zuvörderst ein negativer, mein vortrefflicher Freund, nämlich dieser, daß sie sich niemals zierte. - Denn Ziererei erscheint, wie Sie wissen, wenn sich die Seele (vis motrix) in irgend einem andern Punkte befindet, als in dem Schwerpunkt der Bewegung.(…)
Ich sagte, daß ich gar wohl wüßte, welche Unordnungen, in der natürlichen Grazie des Menschen, das Bewußtsein anrichtet.(…) Ich badete mich, erzählte ich, vor etwa drei Jahren, mit einem jungen Mann, über dessen Bildung damals eine wunderbare Anmut verbreitet war.(…) Es traf sich, daß wir grade kurz zuvor in Paris den Jüngling gesehen hatten, der sich einen Splitter aus dem Fuße zieht; der Abguß der Statue ist bekannt und befindet sich in den meisten deutschen Sammlungen. Ein Blick, den er in dem Augenblick, da er den Fuß auf den Schemel setzte, um ihn abzutrocknen, in einen großen Spiegel warf, erinnerte ihn daran; er lächelte und sagte mir, welch eine Entdeckung er gemacht habe. In der Tat hatte ich, in eben diesem Augenblick, dieselbe gemacht; doch sei es, um die Sicherheit der Grazie, die ihm beiwohnte, zu prüfen, sei es, um seiner Eitelkeit ein wenig heilsam zu begegnen: ich lachte und erwiderte - er sähe wohl Geister! Er errötete, und hob den Fuß zum zweitenmal, um es mir zu zeigen; doch der Versuch, wie sich leicht hätte voraussehen lassen, mißglückte. Er hob verwirrt den Fuß zum dritten und vierten, er hob ihn wohl noch zehnmal: umsonst er war außerstande dieselbe Bewegung wieder hervorzubringen - was sag ich? die Bewegungen, die er machte, hatten ein so komisches Element, daß ich Mühe hatte, das Gelächter zurückzuhalten. Von diesem Tage, gleichsam von diesem Augenblick an, ging eine unbegreifliche Veränderung mit dem jungen Menschen vor. Er fing an, tagelang vor dem Spiegel zu stehen; und immer ein Reiz nach dem anderen verließ ihn. Eine unsichtbare und unbegreifliche Gewalt schien sich, wie ein eisernes Netz, um das freie Spiel seiner Gebärden zu legen, und als ein Jahr verflossen war, war keine Spur mehr von der Lieblichkeit in ihm zu entdecken, die die Augen der Menschen sonst, die ihn umringten, ergötzt hatte(…) Mithin, sagte ich ein wenig zerstreut, müßten wir wieder von dem Baum der Erkenntnis essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen? Allerdings, antwortete er, das ist das letzte Kapitel von der Geschichte der Welt.“

Gruß
Alex’

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Hi,

das hat nicht nur was mit Anfängerglück zu tun. Mein Geografielehrer war längere Zeit in Mali unfd hat probiert, wei dei frauen dort Wasserkrüge auf dem Kopf zu tragen. Es ging einwandfrei - bis ihn jemand darauf angesprochen hat, wie er als Weißer so was überhaupf könne… danach hat er sich darauf konzentriert und der Krug fiel runter.

Die Antworten in Richtung Zen/ Bogenschießen treffen meiner meinung nach genau den Kern der Sache. Unser Gehirn kann eine Unzahl von Informationen (z.B. Distanzen, Winkelverhältnisse, Wind, Atem etc.) gleichzeitig wahrnehmen und koordinieren. Das Bewußtsein kann aber nur immer eines gleichzeitig. Du kannst Dich z.B darauf konzentrieren, den Pfeil genau in die richtige Richtung zu halten. aber Du kannst Dich nicht geliechzeitg auf die Windrichtung und -Stärke konzentrieren.

A.

Hallo Andreas,

ja, damit gebe ich Dir recht. Ich differenziere das lediglich von den Begriffen her etwas anders:

Das Bewußtsein kann aber nur immer eines gleichzeitig. Du kannst
Dich z.B darauf konzentrieren, den Pfeil genau in die richtige
Richtung zu halten. aber Du kannst Dich nicht geliechzeitg auf
die Windrichtung und -Stärke konzentrieren.

Worüber Du Bewusstsein sagst, das nenne ich Verstand (und einen Teil des Verstandes Intellekt …der schreibt gerade :wink:). Als Bewusstsein verstehe ich die Gesamtheit.

SCNR

CU DannyFox64

Jetzt bin ICH aber enttäuscht von DIR, datafox! Hast Du vergessen , dass ich Dir schon öfters gepostet habe mit positiver Tendenz, Lob, Sternchen usw. usf. ? Hast Du im Ernst nicht gemerkt, dass ich so pro-israelisch bin, dass ich im Freundeskreis und in der Familie schon fast Schwierigkeiten bekomme? Du bis dch sonst so sensibel. Ich habe mich bei Diskussionen, die polemisch und antisemitisch waren, immer auf Deine Seite geschlagen. Das bombing der Amis ist mir wirklich zuerst eingefallen, spontan.
Gruss, Branden

Ich habe, offen gestanden, wenig Lust, auf solche haltlosen Unterstellungen einzugehen. Siehe meine Antwort an datafox weiter unten.
Gruss, Branden

Ergänzung
Ich hatte Dir ZWEI meiner spontanen Einfälle geschrieben, der eine war das bombing, der andere das Zen-Bogenschießen. Du beziehst Dich nur auf das erste, das zweite nimmst Du erst bei späteren Postern zur Kenntnis. Das „Unabsichtliche“ beim Zen hat mich vor 30 Jahren sehr beschäftigt, und ich habe es auch diesmal nicht vergessen.
Gruss, Branden

Ich habe, offen gestanden, wenig Lust, auf solche haltlosen
Unterstellungen einzugehen. Siehe meine Antwort an datafox
weiter unten.
Gruss, Branden

Ja, hab’s gelesen. Danke für den Hinweis.
Sorry, falls/dass ich etwas missinterpretiert habe…

CU DannyFox64

ich finde wir sollten den teilthread löschen lassen… war eh alles offtopic.

grüße
datafox

von mir aus gerne, datafox
Gruss, Branden

Alles okay :wink: owT
.

Es gibt aber auch das von C.G:Jung und Pauli bschriebene Phänomen der Synchronizität.
Gestzern abend habe ich zu einem jungen Gitarristen über meine Zeit gesprochen, als ich in den Clubs Mucke gemacht habe, Ende der 60er Jahre, und auch Ingo Insterburg erwähnt, der damals auch da spielte. Danach gehe ich raus und treffe an der nächsten Ecke Ingo Insterburg.
Sowas hab ich öftzers mal.
Gruss, Branden

Es könnte noch viel mehr dahinterstecken, worüber ich mich in diesem Brett aber nicht auslassen möchte . Dafür wäre vielleicht das Esobrett geeignet.
Oliver hat einen Aspekt , aber nur einen Teilaspekt anschaulich erklärt.

Gruß
Merkur

Hehe …

Branden ist unser Mann, den wir in
nach langer Indoktrination gut in
„israelische Kreise“ einschleusen
können, ohne dass es normalerweise
auffällt.

Nur manchmal, da bekommt er dieses
sonderbare Blitzen in den Augen,
und dann …

:wink:

Grüße

Euer CMБ

Hallo datafox,

ich weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll. Es gibt das
Phänomen, daß man Ziele dann am besten trifft, wenn man „nicht
zuviel darüber nachdenkt“.

Was Du beschreibst (und das klang auch schon im Thread an)
ist die Fähigkeit des Gehirns, die Parameter einer eingeüb-
ten „Auge-Muskel-Koordination“ abzuspeichern und als „Funktions-
einheit“ jederzeit bereitzustellen, ohne den Prozess nochmals
durch den „Prozessor bewusster Symbole (Bewusstsein)“ zu schleussen.

Das fällt Dir (und anderen) nur dann auf, wenn eine solche
„Funktionseinheit“ sogar mit einer anderen (ähnlichen) Tätigkeit
funktioniert. Im wesentlichen werden (afaik) solche Koordinations-
module in der Kindheit (2-5 Jahre) erlernt. Ein Dreijähriger kann
bereits über Hand/Auge-Koordination einen kleinen Ball mit den
Parametern „Geschwindigkeit“ und „Loslasspunkt“ so steuern, dass
er ein 3-4m entferntes Ziel trifft. Kein höherer Primat wird
in seinem ganzen Leben so ein Ziel erreichen können.

Diese „Module“ können weiter trainiert werden und zu spektakulären
Resultaten führen. KR Kernspecht konnte mühelos einen aus 10m
auf ihn abgeschossenen Pfeil im Reflex mit der Hand fangen, die
alten britischen Langbogenschützen (die seit der Kindheit täglich
mit dem Bogen umgehen) konnten auf ~50m mit hoher Sicherheit im
Gefecht „Kopfschüsse“ erzielen. Die Leistungsfähigkeit (Signal-
kapazität) des menschl. Bewusstseins ist viel zu niedrig, um so
etwas „gesteuert“ zu schaffen.

Du kannst von einem 4m hohen Dach springen, wenn Du nicht
nachdenkst. Denkst Du beim Sprung über den Sprung nach,
kann es passieren, dass Du Dir alle Knochen brichst.

Grüße

Euer CMБ

Hallo CMB
m Gegensatz zu Dir (DDR???) hat mich niemand indoktriniert. Ich galube auch, dass fast alle hier den Unterschied merken…

*schmunzel* OwT

oder auch self-fulfilling prophecy (owt)

sorry, hab (oben) gleich geschrieben, statt im thread weiterzulesen…