wirklich?
mir scheint, von Reaktanz wäre eher die Rede sein können, wenn das Kind jetzt erst recht riskante Kunststücke auf der Schaukel machen würde …
Man könnte das Beispiel allerdings variieren, wenn man bei dem Kind voraussetzte, daß es aus Erfahrung weiß, daß es der Mutter nicht um seine Unversehrtheit geht, sondern darum, daß seine Kleidung nicht beschmutzt wird. Dann könnte man interpretieren, daß es sich reaktiv in den Dreck hat fallen lassen. Aber dann würde es nicht geschrien haben, sondern eher trotzig (wenn nicht sogar siegesbewußt) drein geblickt haben.
Gruß
Metapher
Hai, datafox,
ich denke, daß wir unbewusst sehr viel mehr Daten verarbeiten, als wir es bewusst können; ich kenne auch etwas, wo genau dieser Effekt benutzt wird: beim Tarot.
Wenn derjenige, der die Frage hat, sich die Karten vorher einmal durchsieht und dann selbst auslegt, braucht man demjenigen hinterher nur die Bedeutung der einzelnen Karten nennen und er kann sich die Frage selbst beantworten (natürlich nicht so Sachen, wie „Welche Lottozahlen kommen nächste Woche“) - ich denke, daß man, wenn man eine Frage hat, z.B. was ist eigentlich mit meiner Beziehung los, daß man eigentlich unbewusst auch die Antwort schon kennt und genauso unbewusst die entsprechenden Karten auslegt (…und damit eigentlich Selbstgespräche führt), wenn man aber versucht, bewusst eine bestimmte Karte aus dem Stapel zu holen, wird dieses unbewusste Wissen, welche Karte wo im Stapel ist, weggedrängt wird und es darum so nicht funktioniert…
Ich hoffe, ich hab mich nicht zu wirr ausgedrückt
Gruß
Sibylle